{"id":1429,"date":"2019-10-11T20:39:52","date_gmt":"2019-10-11T18:39:52","guid":{"rendered":"http:\/\/hojas.co.at\/blog\/?p=1429"},"modified":"2019-10-11T20:39:52","modified_gmt":"2019-10-11T18:39:52","slug":"tag-des-sehens-jeden-zweiten-donnerstag-im-oktober","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/hojas.co.at\/blog\/tag-des-sehens-jeden-zweiten-donnerstag-im-oktober\/","title":{"rendered":"Tag des Sehens &#8211; Jeden zweiten Donnerstag im Oktober"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Tag des Sehens &#8211; Jeden zweiten Donnerstag im Oktober<\/h3>\n<p>Jeden zweiten Donnerstag im Oktober ist der Welttag des Sehens. Auf Initiative der Weltgesundheitsorganisation gibt es an diesem Donnerstag, heuer ist es der 10. Oktober, das weltweite Aktionsprogramm VISION 2020 \u2013 das Recht auf Augenlicht.<\/p>\n<p>Weltweit gibt es derzeit rund 36 Millionen blinde Menschen. Die Zahl der Menschen mit einer Sehbeeintr\u00e4chtigung ist noch viel h\u00f6her. Und dennoch fallen die meisten dieser Menschen, abgesehen sie tragen eine gelbe Armschleife mit 3 Punkten und wei\u00dfen Langstock, auf den ersten Blick nicht auf.<\/p>\n<p>Ein sehbehinderter Mensch kann sein vorhandenes Sehverm\u00f6gen bestm\u00f6glich ausn\u00fctzen. Das kann spezielle Trainings geschult werden. Wird ein Sinn, in diesem Fall der Sehsinn, reduziert, gleicht der Mensch dies durch eine vermehrte Nutzung der anderen Sinne und seines Ged\u00e4chtnisses sowie seiner Vorstellungskraft aus. Hinzu kommt, dass sehbehinderte Menschen ihr Leben wesentlich strukturierter f\u00fchren, d.h., viele Dinge des Alltages haben ihren fixen Platz.<\/p>\n<p>Gerade weil Sehbehinderung so viele Varianten aufweisen kann, glaubt man Widerspr\u00fcchliches zu erkennen. Es gibt Menschen mit Sehbehinderung, die mit dem wei\u00dfen Langstock unterwegs sind, aber ein Buch lesen k\u00f6nnen. Andere k\u00f6nnen beim Linienbus, der eine gro\u00dfe Nummer auf der Anzeige hat, diese nicht erkennen und m\u00fcssen nachfragen. Es gibt Menschen mit Nachtblindheit, die ab der D\u00e4mmerung einen Blindenstock in der Hand haben, tags\u00fcber aber ohne auskommen. Beispiele wie diese lie\u00dfen sich in vielen Varianten aufz\u00e4hlen.<\/p>\n<p>Das Sehverm\u00f6gen ist von verschiedenen Faktoren abh\u00e4ngig. Rechtlich gilt, dass ein Mensch, wenn er unter 2% Sehkraft eines Menschen mit voller Sehkraft hat, als blind gilt. Bei weniger als 5% gilt er als hochgradig sehbehindert. Aber auch Menschen mit 40 \u2013 60% Sehkraft stehen im Alltag vor gro\u00dfen Herausforderungen.<\/p>\n<p>Wie ein sehbehinderter Mensch seine Umgebung wahrnimmt, h\u00e4ngt von der Funktionalit\u00e4t seiner Augen ab. Augenerkrankungen sind die h\u00e4ufigste Ursache. Hier ist in erster Linie der Graue Star zu nennen. Weil die Linse im Auge getr\u00fcbt ist, erscheint die Sicht wie durch einen Schleier.<\/p>\n<p>Augenerkrankungen k\u00f6nnen auch zu einer Einschr\u00e4nkung des Gesichtsfeldes, also jenes Bereiches, den man bewegungslos \u00fcberblicken kann, f\u00fchren. Spricht man von einer altersabh\u00e4ngigen Makula-Degeneration, meint man den Verlust der Sehsch\u00e4rfe, der von der Mitte des Gesichtsfeldes ausgeht. Der Gr\u00fcne Star wiederum verursacht fortschreitende Ausf\u00e4lle des Gesichtsfeldes. Ohne Behandlung kann es zur vollst\u00e4ndigen Erblindung f\u00fchren.<\/p>\n<p>Fast Food und Fertiggerichte enthalten Zucker. Ein dauernder Zuckerkonsum kann zu Diabetes und infolge auch zu einer Diabetischen Netzhauterkrankung f\u00fchren. Einzelne Abschnitte des Gesichtsfeldes fallen aus, hinzu kommt ein getr\u00fcbtes Sehen. Am Ende steht die Erblindung.<\/p>\n<p>Wir alle kennen den Begriff des Tunnelblicks. Damit bezeichnet man einen Ausfall des \u00e4u\u00dferen Bereiches des Gesichtsfeldes. Der Sehbereich ist eingeengt und es kommt zu einem Verlust der Sehsch\u00e4rfe. Der Tunnelblick ist eine erbliche Erkrankung.<\/p>\n<p>Haben zwei Menschen die gleiche Augenerkrankung, kann das Sehverm\u00f6gen jedoch sehr unterschiedlich sein. Nicht nur die Augenerkrankung selbst ist ausschlaggebend, sondern auch die Lebensumst\u00e4nde und die seelische sowie k\u00f6rperliche Verfassung.<\/p>\n<p>Jeder Sehbehinderte versucht sein vorhandenes Sehverm\u00f6gen so optimal wie m\u00f6glich auszunutzen. Daf\u00fcr gibt es Trainings und Schulungen. Eine gro\u00dfe Unterst\u00fctzung sind auch Hilfsmittel wie Lupenbrillen, Monokulare oder Kantenfiltergl\u00e4ser, um ein paar zu nennen.<\/p>\n<p>Mit Bildschirmleseger\u00e4te l\u00e4sst sich Gedrucktes lesen oder Scanner lesen ein Schriftst\u00fcck ein und eine Software spricht den Text.<\/p>\n<p>80% der menschlichen Wahrnehmung erfolgt \u00fcber die Augen. Es gibt kaum Situationen und Dinge im Leben, f\u00fcr die wir die Augen nicht brauchen: Augenkontakt, Orientierung, Kleiderauswahl, Surfen im Internet, Spazierengehen u.v.a.m.<\/p>\n<p>Sehbehinderte Menschen m\u00fcssen ihr t\u00e4gliches Leben daher ganz anders organisieren. Sie m\u00fcssen spezielle Hilfsmittel verwenden, vieles an ihre Situation anpassen und gegebenenfalls Mitmenschen um Hilfe bitten. Computer, Internet und Smartphones mit zahlreichen Apps gestalten das Leben der sehbehinderten Menschen leichter. Smartphones reagieren auf Sprachbefehle und informieren \u00fcber den Standort. \u00dcber das Internet sucht man barrierefreie Webseiten auf und bekommt so wichtige Informationen.<\/p>\n<p>Trotzdem gibt es t\u00e4gliche Herausforderungen: im \u00f6ffentlichen Verkehr, in der Ausbildung, im Berufsleben oder in \u00f6ffentlichen Geb\u00e4uden. 2005 hat der Nationalrat das Bundes-Behindertengleichstellungsgesetz beschlossen. Einfach ausgedr\u00fcckt soll mit Hilfe dieses Gesetzes die Diskriminierung von behinderten Menschen vermieden werden. Dieses Gesetz ist leider sehr zahnlos, nach wie vor gibt es Einrichtungen, die Menschen mit Sehbehinderung vor gro\u00dfe Probleme stellen.<\/p>\n<p>Gerade Non-Profit-Organisationen wie freiraum-europa weisen Politik und \u00f6ffentliche Administration immer wieder auf die Notwendigkeit eines barrierefreien Arbeits- und Lebensbereiches hin. Die Situation verbessert sich aber nur sehr langsam \u2013 die Barrieren in den K\u00f6pfen der Menschen sind sehr stark.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Tag des Sehens &#8211; Jeden zweiten Donnerstag im Oktober Jeden zweiten Donnerstag im Oktober ist der Welttag des Sehens. Auf Initiative der Weltgesundheitsorganisation gibt es an diesem Donnerstag, heuer&#8230; <a class=\"read-more-button\" href=\"http:\/\/hojas.co.at\/blog\/tag-des-sehens-jeden-zweiten-donnerstag-im-oktober\/\">Lesen Sie mehr &gt;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","jetpack_publicize_message":""},"categories":[1,30,8,6,26,28,17,23,10,12,5],"tags":[],"jetpack_featured_media_url":"","jetpack_publicize_connections":[],"jetpack_sharing_enabled":true,"jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/pawkJb-n3","_links":{"self":[{"href":"http:\/\/hojas.co.at\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1429"}],"collection":[{"href":"http:\/\/hojas.co.at\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/hojas.co.at\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/hojas.co.at\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/hojas.co.at\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1429"}],"version-history":[{"count":1,"href":"http:\/\/hojas.co.at\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1429\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1430,"href":"http:\/\/hojas.co.at\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1429\/revisions\/1430"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/hojas.co.at\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1429"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/hojas.co.at\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1429"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/hojas.co.at\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1429"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}