{"id":1566,"date":"2020-09-23T19:51:52","date_gmt":"2020-09-23T17:51:52","guid":{"rendered":"http:\/\/hojas.co.at\/blog\/?p=1566"},"modified":"2020-09-23T20:00:29","modified_gmt":"2020-09-23T18:00:29","slug":"eine-woche-im-erholungszentrum-des-bsv-v-in-schwarzach-ein-reisebericht-29-08-2020-bis-05-09-2020","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/hojas.co.at\/blog\/eine-woche-im-erholungszentrum-des-bsv-v-in-schwarzach-ein-reisebericht-29-08-2020-bis-05-09-2020\/","title":{"rendered":"Eine Woche im\u00a0 Erholungszentrum des BSV V in Schwarzach \u2013 Ein Reisebericht. 29.08.2020 bis 05.09.2020"},"content":{"rendered":"<h4>Auf dem Weg ins L\u00e4ndle \u2013 Samstag 29.08.2020<\/h4>\n<p>Zum dritten Mal machte sich eine Gruppe der Blindenpastoral Linz auf dem Weg Richtung Westen ins L\u00e4ndle. Alfons, Gerhard, Martin, Christian, Inka, Hans, Monika, Erika, Anni, Brigitte und Maria waren wieder eine Woche im Erholungszentrum des Blinden- und Sehbehindertenverbandes Vorarlberg im \u201eHaus Ingr\u00fcne\u201c in Schwarzach zu Gast.<\/p>\n<p>Die Zugfahrt am Samstag, 29.08.2020 verlief, abgesehen von der Mund- und Naseschutzma\u00dfnahme, problemlos. Bei der Ankunft in Dornbirn sch\u00fcttete es extrem und dieses Wetter sollte noch l\u00e4nger anhalten. Wir wurden am Bahnhof von Moni, Elias und Robert abgeholt und zum \u201eHaus Ingr\u00fcne\u201c chauffiert. Da wir uns ja schon auskannten, ging das Einchecken sehr schnell von statten und so konnten wir es uns bei Kaffee und Kuchen gem\u00fctlich machen und ankommen. Abends genossen wir das gem\u00fctliche Zusammensitzen.<\/p>\n<h4>Ankommen im L\u00e4ndle &#8211; Sonntag, 30.08.2020<\/h4>\n<p>F\u00fcr Sonntag war kein Programm von Elias (Leiter Erholungszentrum \u201eHaus Ingr\u00fcne\u201c geplant und somit stellten wir das Programm individuell zusammen. Einige spazierten oder fuhren zur Wallfahrtskirche Bildstein (Seeh\u00f6he 659 m) hoch und nahmen dort am Gottesdienst teil. Die Anderen blieben im Erholungszentrum und genossen deren Annehmlichkeiten.<\/p>\n<p>Nachmittags wellnesten wir und nach Kaffee und Kuchen trafen wir uns im gem\u00fctlichen Aufenthaltsraum. Da in unserer Gruppe 2 Musikanten waren, machten wir einen Musiknachmittag daraus. Christian und Martin spielten auf der Gitarre und am Akkordeon. Von den roten Lippen, die man k\u00fcssen soll, \u00fcber das Kufsteinlied bis drunten in der gr\u00fcnen Au war da schon einiges dabei. Auch Pirron und Knapp mit dem Tr\u00f6pferlbad und dem Campingurlaub kamen nicht zu kurz.<\/p>\n<h4>Reise in die Vergangenheit &#8211; Montag, 30.08.2020<\/h4>\n<p>Da das Wetter am Vormittag besser war, spazierten wir nach Schwarzach (Seeh\u00f6he 433 m) runter und besichtigten den Ort und die Pfarrkirche Hl. Sebastian. Nat\u00fcrlich mussten wir den steilen Weg auch wieder zur\u00fcckgehen.<\/p>\n<p>Der Ort Schwarzach z\u00e4hlt zu den Gemeinden im Bezirk Bregenz und hat rund 3.840 Einwohner. In der Zeit von 1804 bis einschlie\u00dflich 1814 geh\u00f6rte Schwarzach zu Bayern und wurde dann wieder \u00d6sterreich zugeordnet.<\/p>\n<p>Nachmittags machten wir uns nach Hohenems auf und besuchten dort das Schuhmachermuseum von Karl Nachbauer. Es war ein Besuch in der Vergangenheit. Nicht der Letzte in dieser Woche.<\/p>\n<p>Werkzeug, Ger\u00e4te, spezielle N\u00e4hmaschinen, dutzende Holzleisten f\u00fcr alle Schuhgr\u00f6\u00dfen und das notwendige Rohmaterial erinnern an ein Handwerk, das mittlerweile beinahe ausgestorben ist, nachdem es vor langer Zeit noch allt\u00e4glich war.<\/p>\n<p>Daneben konnten wir Dokumente, verschiedene Werkzeuge und alte Haushaltsger\u00e4te angreifen und begreifen. Es lag auch noch der Geruch der alten Zeit in der Luft. Faszinierend war ein Fernseher aus dem Jahr 1957.<\/p>\n<h4>Ein Hauch von Salzbergwerk &#8211; Dienstag 01.09.2020<\/h4>\n<p>Dienstag war noch immer Regen angesagt. Ein geplanter Ausflug ist buchst\u00e4blich ins Wasser gefallen. Aber das Erholungszentrum \u201eIngr\u00fcne\u201c ist f\u00fcr solches Wetter sehr gut ausgestattet.<\/p>\n<p>Einige fuhren ins gr\u00f6\u00dfte Einkaufszentrum Vorarlbergs. In den Messepark in Dornbirn. Die anderen genossen wieder die Annehmlichkeiten des Hauses. Dazu geh\u00f6ren eine Infrarot- und eine finnische Sauna, ein Fitnessraum (Ruderbank, Laufband, Ergometer, Crosstrainer, Massagetisch), ein Erholungsraum, ein gem\u00fctlicher Aufenthaltsraum, eine Blindenschie\u00dfanlage, ein Showdowntisch (Tischball oder Blindentischtennis) und eine Kegelbahn f\u00fcr Blinde und Sehbehinderte. Au\u00dferdem \u00a0standen uns auch ein Getr\u00e4nke und Kaffeeautomat zur Verf\u00fcgung. Nat\u00fcrlich alles mit Braille beschriftet und somit barrierefrei..<\/p>\n<p>Nachmittags ging es, wie bereits in den beiden Jahren zuvor, zum Durchatmen und zum Entspannen in die Salzgrotte nach Lindau.<\/p>\n<p>Angenehme Entspannungsmusik in Verbindung mit der warmen Atmosph\u00e4re der beleuchteten Salzkristalle sowie das gro\u00dfe Gradierwerk (die Saline) lie\u00dfen uns bald in einen entspannten Schlaf fallen. Nach dem sanften Wecken genossen wir noch ein Kristallsalz Peeling.<\/p>\n<p>Abends war Kegeln angesagt. Dazu kamen Manfred und Herta ins Erholungszentrum. Auch Dietmar und Elias gesellten sich dazu.<\/p>\n<p>Nachdem wir uns locker eingeschossen hatten, kam es nat\u00fcrlich zum Wettkampf zwischen 2 Gruppen. Zum Abschluss gab es eine Fuchsjagd. Eine sehr interessante und tolle Variante beim Kegeln. Diese Kegelvariante kannten die Ober\u00f6sterreicher noch nicht.<\/p>\n<h4>Saubirne und Goebbel\u00b4s-Schnauze &#8211; Mittwoch 02.09.2020<\/h4>\n<p>Endlich war auch das sch\u00f6ne Wetter bei uns in Schwarzach angekommen. Nach dem Fr\u00fchst\u00fcck fuhren wir in die Marktgemeinde H\u00f6rbranz und tauchten in die Welt das Schnapsbrennens ein. In der Schnapsbrennerei Prinz wurde uns die traditionelle Brennkunst erkl\u00e4rt und vorgestellt.<\/p>\n<p>Mitte des 16. Jahrhunderts wurde das Schnapsbrennen in \u00d6sterreich erstmals urkundlich erw\u00e4hnt. Waren es damals noch die M\u00f6nche, die sich in den Kl\u00f6stern mit diesem Handwerk besch\u00e4ftigten, so wurde es im Laufe der Zeit auch von den Bauern erlernt und betrieben. Zur Zeit der \u00f6sterreich-ungarischen Monarchie kam es dann zu einer regelrechten Hochbl\u00fcte des Schnapsbrennens, infolgedessen das \u201eSchnapsbrenn-Monopol\u201c durch Kaiserin Maria Theresia an besonders flei\u00dfige und rechtschaffende Bauern verliehen wurde.<\/p>\n<p>So kam es, dass der Fein-Brennerei (damals noch Gasthaus und Bauernhof mit angeschlossener Hausbrennerei) das Brennrecht urkundlich durch Kaiserin Maria Theresia verliehen wurde \u2013 ein Meilenstein f\u00fcr die damals noch junge Geschichte der Fein-Brennerei.<\/p>\n<p>In weiterer Folge wurde die Hausbrennerei in Verschlussbrennerei (Man kann Tag und Nacht brennen) umgewandelt, die einer strengen Kontrolle durch den Zoll unterliegt. \u00dcber 340 Plomben stellen sicher, dass der Zoll jeden Monat die Destillats-Menge kontrollieren kann. (F\u00fcr die #Brandweinsteuer).<\/p>\n<p>In der Schnapsbrennerei Prinz werden im Jahr zwischen 8.000 und 10.000 Tonnen verschiedener Obstsorten zu Schn\u00e4psen verarbeitet. Das Obst (Saubirne, Williamsbirne, Marille, Kirsche, Zwetschke) wird in 27 Tanks (110.000 Liter) zur Maische vergoren. Pro Tag werden etwa 30 Tonnen Maische verarbeitet. Aus 100 Kg Williamsbirne bekommt man etwa 2,5 Liter Schnaps heraus.<\/p>\n<p>Es gibt 3 Sorten von Destillaten: Schnaps, Edelbrand, Lik\u00f6r und nat\u00fcrlich gab es entsprechende Kostproben der einzelnen Destillate.<\/p>\n<p>Nachmittags gab es die n\u00e4chste Reise in die Vergangenheit und unserer Jugendzeit. Wir besuchten das Radiomuseum Herbert Rauch in Lustenau.<\/p>\n<p>Nicht weniger als 550 Radios gibt es in Rauch\u2019s Radiomuseum zu bestaunen. \u201cIn einem Lagerraum gibt es \u00a0nochmal so viele Ger\u00e4te. Die werden auch immer wieder als Ersatzteillager benutzt. Unter anderem findet man Ger\u00e4te der Marken Ingelen, Philips, Grundig, Blaupunkt, Jura, Minerva, Nora, Braun, Bang &amp; Olufsen, Saba und einige l\u00e4ngst vergessene Marken.<\/p>\n<p>Ein beeindruckendes und zeitgeschichtliches Ausstellungsst\u00fcck ist die \u201eGoebbel\u00b4s-Schnauze\u201c. Der Volksempf\u00e4nger aus der Nazizeit.<\/p>\n<p>Dazu kommen noch Fernseher, Tonbandger\u00e4te, Grammophone, Plattenspieler, Kassettenrekorder, Jukebox, Leierkasten und eine Schallplattensammlung von 13.000 Singles und hunderten Langspielplatten.<\/p>\n<p>Das wertvollste St\u00fcck im Museum ist f\u00fcr Rauch zweifelsohne der \u00f6sterreichische Ingelen Geographic US537W aus dem Jahr 1937: \u201cDas ist das St\u00fcck, von dem jeder Radiosammler tr\u00e4umt. In den 90ern wurde so ein Exemplar auf einer Auktion in Wien f\u00fcr 42.000 Schilling verkauft. Das Besondere am Ingelen ist seine Frequenzanzeige. Jeder ausgew\u00e4hlte Sender entspricht einer Stadt auf der Europakarte.<\/p>\n<p>Die Ausstellungsst\u00fccke kommen aus der ganzen Welt. Haupts\u00e4chlich sind die Radios aber aus der Schweiz. Fabriziert wurden sie in \u00d6sterreich, Deutschland, der Schweiz, Frankreich, England, Holland, Schweden, den Vereinigten Staaten von Amerika, Japan, Russland, Tschechien und der ehemaligen DDR.<\/p>\n<p>So nebenbei gab es auch noch andere Ausstellungst\u00fccke wie Schreibmaschine, Registrierkasse oder ein altes Wandtelefon.<\/p>\n<p>Wir konnten viele Ausstellungst\u00fccke anfassen und einige sogar ausprobieren. \u201aBei den Hits aus den F\u00fcnfzigern und Sechzigern, die manche auch mit Begeisterung mitsangen, wurden wir wieder jung.<\/p>\n<p>Es war eine Reise in die Vergangenheit und in unsere Jugendzeit. Viele solcher Ger\u00e4te haben wir selbst noch benutzt.<\/p>\n<p>Auf der R\u00fcckfahrt fuhren wir nach Lauterach und einige besuchten einem Hofladen. Den kannten wir schon von unserer Urlaubswoche aus dem Jahr 2019. \u00a0Sie holten sich einen Riebel (Vollkorngriess). Auch eine handgeschmiedete Eisenpfanne (Riebelpfanne mit Doppelgriff) war bei der R\u00fcckfahrt dabei.<\/p>\n<p>Da wir Zeit hatten, \u00a0machten wir noch einen kleinen Abstecher zum Jannersee. Einen Badesee in Lauterach. Im See wurde auch nach Opfern von Jack Unterweger gesucht.<\/p>\n<p>Abend spazierten wir nach Bildstein hoch und konnten einen grandiosen Blick \u00fcber das Rheintal mit traumhaften Sonnenuntergang genie\u00dfen. In Bildstein befindet sich auch eine Erscheinungskapelle.<\/p>\n<h4>Schweizer Wasserspiele &#8211; Donnerstag 03.09.2020<\/h4>\n<p>Heute war ein Ganztagesausflug angesagt. Nach dem Fr\u00fchst\u00fcck fuhren wir in die Schweiz und besuchten ein Highlight unweit des Bodensees. Nach etwa 1 \u00bd Stunden fahrt kamen wir nach Schaffhausen, zum Rheinfall. Einer der gr\u00f6\u00dften Wasserf\u00e4lle Europas<\/p>\n<p>Auf dem Weg vom Bodensee nach Basel stellen sich dem Hochrhein mehrfach widerstandsf\u00e4hige Gesteine in den Weg, die das Flussbett verengen und die der Fluss in Stromschnellen und einem Wasserfall, dem Rheinfall, \u00fcberwindet.<\/p>\n<p>Wir h\u00f6rten schon von weitem das gewaltige Rauschen des Wasserfalls.<\/p>\n<p>Der Rheinfall hat eine H\u00f6he von 23 Metern und eine Breite von 150 Metern. Der Kolk (Wassergef\u00fcllte Vertiefung, Aush\u00f6hlung\u00a0 am Fu\u00df von Wasserst\u00fcrzen) in der Prallzone hat eine Tiefe von 13 Metern. Bei mittlerer Wasserf\u00fchrung des Rheins st\u00fcrzen im Rheinfall 373 Kubikmeter Wasser pro Sekunde \u00fcber die Felsen.\u00a0 Die h\u00f6chste Abflussmenge wurde im Jahr 1965 mit 1250 Kubikmetern, die geringste Abflussmenge im Jahr 1921 mit 95 Kubikmetern pro Sekunde gemessen.<\/p>\n<p>Der Rheinfall wird in der Mitte durch einen Felsen geteilt.<\/p>\n<p>Wir fuhren mit einem Ausflugsboot dicht an den Rheinfall heran. Da wir einen Audioguide bekammen, hatten wir immer die entsprechenden Infos zu unserer Fahrt.<\/p>\n<p>Auf dieser Rundfahrt erlebten wir die hinabst\u00fcrzenden Wassermassen aus n\u00e4chster N\u00e4he. Der Kapit\u00e4n steuerte das Boot schon so, dass wir auch etwas vom herabst\u00fcrzenden Wasser abbekammen. Nat\u00fcrlich schaukelte das Boot auch etwas heftiger. Was einiges Kreischen unter dem Bootsinsassinnen und Bootsinsassen ausl\u00f6ste.<\/p>\n<p>Bei anderen Rundfahrten kann man sich auch am mittleren Felsen absetzen lassen. Die Besteigung der Aussichtsplattform mit naher Sicht auf den Fall erfolgt \u00fcber schmale und steile Treppen.<\/p>\n<p>Nachdem wir wieder das Ufer erreicht hatten, suchten wir uns einen gem\u00fctlichen Platz zum Jausenen. Wir hatten ein gut gef\u00fclltes Lunchpaket mitbekommen. Diesen Platz fanden wir auch, mit direktem Blick auf den Rheinfall und immer das Rauschen im Hintergrund. Die Preise in den Restaurants waren nicht ohne. Wiener Schnitzel Euro 27,&#8211;, Frankfurter Euro 15,&#8211;, eine Kugel Eis 4 Fr\u00e4nkli (Euro 3,50).<\/p>\n<p>Anschlie\u00dfend spazierten wir \u00fcber viele Stufen am Rande des Rheinfalls bis zur Gemeinde Dachsen hoch. Immer begleitet vom gewaltigen Rauschen des Wasserfalls, der nur wenige Meter neben uns in die Tiefe st\u00fcrzte.<\/p>\n<p>Den Abend lie\u00dfen wir im Erholungszentrum sehr gem\u00fctlich, und da es das Wetter zulie\u00df, im Freien ausklingen.<\/p>\n<h4>Die Perle der Alpen &#8211; Freitag 04.09.2020<\/h4>\n<p>Auch am letzten Tag unserer Aktivit\u00e4ten im L\u00e4ndle war ein Ganztagesausflug angesagt. Wir fuhren ins Brandnertal. Auf einer kurvenreichen Bergstra\u00dfe und einer traumhaft sch\u00f6nen Gegend fuhren wir auf eine Seeh\u00f6he von 1558 m. Unser Ziel war die Talstadion der L\u00fcnerseebahn in Brand bei Bludenz.<\/p>\n<p>Die L\u00fcnerseebahn ist eine Luftseilbahn und Pendelbahn. Sie verbindet die Talstation am Talende im Gemeindegebiet von Brand mit der Bergstation bei der Staumauer des L\u00fcnersees im Gemeindegebiet von Vandans auf 1983 m Seeh\u00f6he.<\/p>\n<p>Die neue L\u00fcnerseebahn ist seit dem Juli 2020 wieder im Betrieb. Die Bahn ist komplett barrierefrei und somit auch mit Rollst\u00fchlen, Rollatoren oder Kinderw\u00e4gen zu nutzen.<\/p>\n<p>Mit der L\u00fcnerseebahn erreichten wir einen der sch\u00f6nsten Alpseen innerhalb einer 5-min\u00fctigen Seilbahnfahrt. Bequemer geht es nicht mehr, um einen hoch gelegenen Alpensee zu erreichen. Am Seeufer liegt die voll bewirtschaftete \u201eDouglash\u00fctte\u201c des Alpenvereins.<\/p>\n<p>Oben angekommen hatten wir einen traumhaften Blick auf den t\u00fcrkisblauen See und das R\u00e4tikongebirge, das sich im See spiegelten.<\/p>\n<p>Hier begann auch unsere Wanderung um den See. Der L\u00fcnersee ist der Startpunkt f\u00fcr zahlreiche Wanderungen unter anderem zur Schesaplana, dem h\u00f6chsten Berg im R\u00e4tikon. Das hatten wir aber nicht vor.<\/p>\n<p>Wir wandten uns nach rechts und wanderten auf einem Schotterweg dahin. Wir wurden von 2 Rollstuhlwanderen (Elektrisch) \u00fcberholt. Etwa zur H\u00e4lfte des Weges machten wir bei der Alpe L\u00fcnersee H\u00fctte (S\u00fcdseite des Sees) Rast. Zwischen H\u00fchnern und Ziegen sowie anderen Wanderern verzehrten wir unsere Jause. 4 von unserer Gruppe wollten es wissen und vollendeten den Rundweg. Die anderen gingen den Weg zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Man kann den L\u00fcnersee, mit Rast, gem\u00fctlich in 3 Stunden umrunden. Start- und Zielpunkt ist die Douglash\u00fctte bei der Bergstadion. Der Rundweg ist auch f\u00fcr Menschen mit Behinderung zu meistern. F\u00fcr Blinde und Sehbehinderte, die gut zu Fu\u00df sind, sollte der L\u00fcnerseerundweg kein Problem darstellen.<\/p>\n<p>Die einzigartige Natur des R\u00e4tikon, die frische Bergluft und ein atemberaubendes Bergpanorama machte diese Wanderung zum Erlebniss. Wir sind 2020 deswegen erst im September ins Erholungszentrum gefahren. Wir wollten unbedingt zum Lunersee und im Mai\/Juni liegt dort noch Schnee.<\/p>\n<p>Um wieder ins Tal und somit zu unseren B\u00fcssli\u00b4s zu gelangen, h\u00e4tten wir \u00fcber den &#8222;B\u00f6sen Tritt&#8220; absteigen k\u00f6nnen. Alternativ w\u00e4hlten wir aber doch wieder die Seilbahn um sicher ins Tal zu gelangen.<\/p>\n<p>Zur\u00fcck im Erholungszentrum wurde am Abend gegrillt und wir wurden mit Vorarlberger K\u00f6stlichkeiten verw\u00f6hnt. Der Abschluss unserer Woche war aber das Lagerfeuer. Christian und Martin nahmen wieder Gitarre und Akkordeon in die H\u00e4nde und unterhielten uns mit ihrem umfangreichen Musikrepertoire. Nachdem auch Bobbe Jaan\u00b4s \u201eIch steh an der Bar und habe kein Geld\u201c verklungen war wurde auch das Team vom Erholungszentrum aktiv und versuchte mit dem Hit \u201eVo Mello bis ge Schoppornou bea i glofo\u201c uns noch etwas typisch vorarlbergerisches mitzugeben.<\/p>\n<h4>Heimreise \u2013 Samstag, 05.09.2020<\/h4>\n<p>Die Woche im Erholungszentrum des BSV V ist nat\u00fcrlich wieder zu schnell vergangen. Die Blinden und Sehbehinderten bedanken sich bei ihren Begleiterinnen und Begleitern (Maria, Anni, Brigitte, Inka und Hans\/Scheiti). Sowie f\u00fcr die tolle Organisation und Unterst\u00fctzung des Teams des BSV V (Elias, Bruno, Tanja, Anna, Ramona, Moni, Zenep, Belinda, Robert, Benny, Dietmar, Manfred, Herta).<\/p>\n<p>Wir freuen uns schon auf ein Wiedersehen im Jahr 2021. Schlie\u00dflich haben wir den Termin schon fixiert.<\/p>\n<p>Linkliste:<\/p>\n<p>Link zu einem Filmbeitrag \u00fcber das Schuhmachermuseum: https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=Bl1HYz4bpHs<\/p>\n<p>Rauchs Radiomuseum &#8211; Herbert Rauch im Interview<\/p>\n<p>Link : https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=j_tJkWCYgzA<\/p>\n<p>Link zum Imagefilm vom \u201eHaus Ingr\u00fcne\u201c<\/p>\n<p><span class=\"embed-youtube\" style=\"text-align:center; display: block;\"><iframe class='youtube-player' width='640' height='360' src='https:\/\/www.youtube.com\/embed\/EAxidykTwv0?version=3&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;autohide=2&#038;showsearch=0&#038;showinfo=1&#038;iv_load_policy=1&#038;wmode=transparent' allowfullscreen='true' style='border:0;'><\/iframe><\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auf dem Weg ins L\u00e4ndle \u2013 Samstag 29.08.2020 Zum dritten Mal machte sich eine Gruppe der Blindenpastoral Linz auf dem Weg Richtung Westen ins L\u00e4ndle. 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