{"id":1697,"date":"2021-09-13T10:19:57","date_gmt":"2021-09-13T08:19:57","guid":{"rendered":"http:\/\/hojas.co.at\/blog\/?p=1697"},"modified":"2021-09-13T13:34:56","modified_gmt":"2021-09-13T11:34:56","slug":"reisebericht-2021-eine-woche-im-haus-ingruene-des-bsv-v","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/hojas.co.at\/blog\/reisebericht-2021-eine-woche-im-haus-ingruene-des-bsv-v\/","title":{"rendered":"Reisebericht 2021 &#8211; Eine Woche im &#8222;Haus Ingr\u00fcne&#8220; des BSV V"},"content":{"rendered":"<h1>Samstag, 28.08.2021 &#8211; L\u00e4ndle, wir kommen. Aber auf Raten.<\/h1>\n<p>Sie waren auch 2021 unterwegs. Bereits zum vierten Mal machte sich eine Gruppe der Blindenpastoral Linz auf dem Weg nach Vorarlberg. Ziel war auch diesmal wieder das Erholungszentrum des Blinden- und Sehbehindertenverbandes Vorarlberg im \u201eHaus Ingr\u00fcne\u201c in Schwarzach.<\/p>\n<p>Die Teilnehmer Alfons, Gerhard, Anni, Christian, Hermine, der und die Scheiti, Monika, Erika, Veronika, Brigitte und Maria kamen diesmal in Raten in Dornbirn an. Man sollte sich nicht auf die Wagenstandsanzeige am Bahnsteig und der tats\u00e4chlichen Wagenreihung verlassen. Und wenn die T\u00fcren beim Zug geschlossen sind, dann bleiben sie auch geschlossen. Jedenfalls waren wir am Sonntag aber komplett.<\/p>\n<p>Bei der Ankunft in Dornbirn hatten wir ein regnerisches Wetter wie 2020. Und auch diesmal sollte die Schlechtwetterperiode noch etwas anhalten.<\/p>\n<p>Da wir die Gegebenheiten im Haus schon kannten, brauchten wir beim Einchecken keine Unterst\u00fctzung und so konnten wir es uns bis zum Abendessen gem\u00fctlich machen. Abends genossen wir das gem\u00fctliche Zusammensitzen. Oder wie es im L\u00e4ndle hei\u00dft: Zusammenhocken.<\/p>\n<h1>Sonntag, 29.08.2021 \u2013 Leider doch kein D\u00e9j\u00e0 vu.<\/h1>\n<p>Leider hatten wir am Sonntag kein D\u00e9j\u00e0 vu. Es war das Gleiche Wetter wie im Jahr zuvor. Somit ergab sich auch ein \u00e4hnliches Sonntagsprogramm wie 2020. Einige marschierten oder fuhren zur Wallfahrtskirche Bildstein (Seeh\u00f6he 659 m) hoch und nahmen dort am Gottesdienst teil.<\/p>\n<p>Die anderen entspannten sich im Haus und genossen die Ruhe und die Annehmlichkeiten.<\/p>\n<p>Nachmittags versammelten wir uns im gro\u00dfem Aufenthaltsraum und da wir mit Hermine und Christian 2 sehr gute Musikanten dabei hatten klangen unsere Lieder bald durchs Haus. Mit Gitarre und Akkordeon wurden Volks- und Heimatlieder, sowie alte Schlager zum Besten gegeben. Jede und Jeder wie sie konnten!<\/p>\n<h1>Montag, 30.08.2021 \u2013 Ein 60er und Nachmittags wurde es s\u00fc\u00df..<\/h1>\n<p>Wegen des starken Regens wurde Montagvormittag ein 60er (Regenschicht) gemacht.<\/p>\n<p>Nachmittags wurde es aber s\u00fc\u00df. Es ging zur Schokolademanufaktur Gunther Fenkart in Hohenems.<\/p>\n<p>Einige von uns waren bereits 2018 zu Besuch beim \u201eMaitre Chocolatier\u201c. Und weil es ihnen so gut gefallen hat, kamen sie 2021 wieder.<\/p>\n<p>Der \u201eMaitre Chocolatier\u201c produziert edle Schokoladen von der Bohne bis zur fertigen Schokolade \u2013 also \u201eBean to Bar\u201c.<\/p>\n<p>Auf Tellern vorbereitet lagen vor uns Schokoladen, Pralinen, N\u00fcsse in Schokolade getunkt und noch weitere K\u00f6stlichkeiten. Bei interessanten Erz\u00e4hlungen von Kaokaoanbau, Ernte, Transport, Lagerung und das R\u00f6sten der Kaokaobohnen bis zum fertigen Endprodukt konnten wir zwischendurch die Teller leeren.<\/p>\n<p>Anders als ein Confiseur, Konditor oder die meisten Chocolatiers produziert \u00a0die Schokolademanufaktur Fenkart s\u00e4mtliche Schokoladen selbst.<\/p>\n<p>Ein Confiseur ist jemand, der fertige Schokolade weiter veredelt. Ob er nun daraus eine veredelte Schokoladentafel oder Konfekt in jeglicher Form herstellt, spielt dabei keine Rolle.<\/p>\n<p>Ein P\u00e2tissier ist nichts anderes als ein Konditor, er kann gleichzeitig auch ein Confiseur sein. Er stellt jegliche Art von Konditoreiprodukten her, worunter nat\u00fcrlich Konfekt f\u00e4llt, aber auch Desserts etc. Hierbei ist es unerheblich, ob er eine klassische Konditorenausbildung genossen hat oder sein Handwerk als P\u00e2tissier in der Gastronomie gelernt hat. In den seltensten F\u00e4llen ist ein P\u00e2tissier auch ein Chocolatier.<\/p>\n<p>Ein Chocolatier (aus dem Franz\u00f6sischen) stellt Schokoladenprodukte her. Er ist ein Konditor oder Confiseur, der auf Schokolade spezialisiert ist und fertigt S\u00fc\u00dfigkeiten aus Schokolade. Chocolatiers arbeiten handwerklich mit vorgefertigter Schokoladenmasse und sind daher von den industriellen Schokoladenherstellern zu unterscheiden.<\/p>\n<h2>Es ist ein langer Weg von der Kaokaobohne bis zur echten Schokolade. Und Schokolade ist nun mal nicht Schokolade.<\/h2>\n<h2>So ist wei\u00dfe Schokolade keine Schokolade.<\/h2>\n<p>Bei der Herstellung der wei\u00dfen Schokolade wird g\u00e4nzlich auf die Verwendung der Kakaomasse verzichtet, da diese f\u00fcr die dunkle Farbe verantwortlich ist. F\u00fcr die weitere Produktion wird nur die Kakaobutter ben\u00f6tigt. Ihr werden weitere Zutaten, wie beispielsweise Zucker, Milchpulver oder Vanille, hinzugef\u00fcgt.<\/p>\n<h2>Auch die Nougatschokolade ist keine Schokolade.<\/h2>\n<p>Nougat oder Noisette ist im eigentlichen Sinne keine Schokolade, denn es besteht fast ausschlie\u00dflich aus Haseln\u00fcssen, Zucker und Fett. Das Haselnussmehl wird dann mit Puderzucker, Vanillin, Fett, Kakaobutter und Milchpulver in eine feste Masse gebracht.<\/p>\n<p>Mit dieser Erkenntnis und viel gekaufter Schokolade kehrten wir in unser Quartier zur\u00fcck.<\/p>\n<h1>Dienstag, 31.09.2021 \u2013 Schlafen in der Salzgrotte und St\u00e4dtetouren.<\/h1>\n<p>Am Dienstag wurde das Wetter schon besser und wir konnten unsere Ausfl\u00fcge und Touren starten. Vormittags teilten wir uns in 2 Gruppen auf. Eine Gruppe besuchte die Salzgrotte in Lindau und die anderen schauten sich die Stadt Lindau am Bodensee an.<\/p>\n<p>Lindau ist die s\u00fcdwestlichste Stadt Bayerns und befindet sich im Dreil\u00e4ndereck Deutschland\/\u00d6sterreich\/Schweiz. Der gr\u00f6\u00dfere Teil der Stadt liegt auf dem Festland, die Altstadt hingegen auf der Insel im Bodensee. Dort befindet sich auch der Kopfbahnhof. Somit in unmittelbarer Nachbarschaft des Lindauer Hafens.<\/p>\n<p>Lindau hat die sch\u00f6nste Hafeneinfahrt am Bodensee und ist somit<\/p>\n<p>weit \u00fcber die Grenzen der Stadt hinaus bekannt. Vor einem beeindruckenden Alpen- und Bodenseepanorama prangen majest\u00e4tisch der Bayerische L\u00f6we und der Neue Leuchtturm.<\/p>\n<p>Der sechs Meter hohe, aufmerksam \u00fcber den See hinweg schauende L\u00f6we ist ein Werk des M\u00fcnchner Professors Johann von Halbig. Er besteht aus Kehlheimer Sandstein und wiegt etwa 50 Tonnen. Auf dem Sockel des L\u00f6wens sind die r\u00f6mischen Ziffern \u201cMDCCCLVI\u201d festgehalten \u2013 sie geben Aufschluss \u00fcber das Jahr der Fertigstellung des Bauwerkes: 1856.<\/p>\n<p>Der Neue Leuchtturm ist 36 Meter hoch und misst einen Sockelumfang von 24 Metern. Er ist eines der wenigen Bauwerke seiner Art, die eine Uhr in der Fassade haben.<\/p>\n<p>Wenn man die 139 Stufen nach oben zur Aussichtsplattform erklimmt, kann man auf den 5 Etagen am\u00fcsante Anekdoten und wissenswerte Fakten \u00fcber Lindau und den Bodensee erfahren<\/p>\n<p>Was man in Lindau nicht vers\u00e4umen darf, ist das Flanieren \u00fcber die Uferpromenade.<\/p>\n<h2>Nachmittags besuchten wir die Stadt Feldkirch.<\/h2>\n<p>Feldkirch beeindruckt mit der bezaubernden Altstadt, den mittelalterlichen Laubeng\u00e4ngen und verwinkelten Gassen. \u00dcber der Stadt thront die Schattenburg. Von ihrem Bergfried \u00f6ffnet sich ein wundersch\u00f6ner Blick \u00fcber die Stadt.<\/p>\n<p>Feldkirch hat sehr viel zu bieten. Unter anderem ein buddhistisches Kloster, die Frauenkirche Vorarlberg, die Heiligkreuzkapelle, die Johanniterkirche, das Kapuzinerkloster, der Marktplatz Feldkirch, das Schloss Amberg und die Schattenburg,<\/p>\n<p>Die Schattenburg ist eine H\u00f6henburg oberhalb der Stadt Feldkirch, mit welcher sie durch die ehemalige Stadtmauer verbunden ist. Graf Hugo, der Stadtgr\u00fcnder Feldkirchs, lie\u00df die Burg um 1200 erbauen. Bis 1390 war sie Stammburg der Grafen von Montfort. Sp\u00e4ter verwalteten die Habsburger die Anlage bis sie 1825, halb verwahrlost, von der Stadt Feldkirch gekauft wurde. Der 1912 gegr\u00fcndete Heimatpflege- und Museumsverein Feldkirch konnte die Burg wiederbeleben und seit 1917 beherbergt die Schattenburg das Schattenburgmuseum mit 18 Museumsr\u00e4umen.<\/p>\n<p>Die hochmittelalterliche Burg stellt eine der besterhaltenen Burganlagen Mitteleuropas dar. Wie vielfach angenommen wird, geht der Name Schattenburg auf die Wehrvorrichtungen der Burg (schaten = Schutz) zur\u00fcck. Die Burg verf\u00fcgt \u00fcber eine der bedeutendsten historischen Waffensammlungen<\/p>\n<p>Abends kam es dann schon zum traditionellen Kegelscheiben in der Hauseigenen Kegelbahn. Manfred, Herta, Gabi und Moni lie\u00dfen es sich nicht nehmen, sich mit uns zu messen. Und wie bereits die Jahre zuvor machte es wieder sehr viel Spa\u00df und der Abend dauerte etwas l\u00e4nger.<\/p>\n<h1>Mittwoch, 01.09.2021 \u2013 Wandern, relaxen und massieren.<\/h1>\n<p>Das Wetter war herrlich und so erkundigten wir Dornbirn. Unter der F\u00fchrung von Moni machten wir einen Spaziergang entlang der Dornbirner Arch.<\/p>\n<p>Die Dornbirner Ach (auch Dornbirnerach oder Dornbirner Ache) ist neben der n\u00f6rdlicher verlaufenden Bregenzer Ach einer der wichtigsten Abfl\u00fcsse f\u00fcr die kleineren B\u00e4che des westlichen Bregenzerwaldgebirges und des unteren Rheintals in Vorarlberg. Bis zur Rheinregulierung m\u00fcndete die Dornbirner Ach bei Fu\u00dfach in den Bodensee. Heute flie\u00dft der rund 30 Kilometer lange Fluss bei Hard \u00f6stlich vom und einige Kilometer parallel zum Rhein in den Bodensee und durchquert zuvor das Gemeindegebiet der Stadt Dornbirn.<\/p>\n<p>Man k\u00f6nnte auch der Dornbirner Ach entlang und durchs Lauteracher Ried zum Jannersee wandern. Am Jannersee waren wir 2020.<\/p>\n<p>Nach dem Mittagessen besuchten wir die hauseigene Kapelle und gedachten unseren Verstorbenen und Kranken.<\/p>\n<p>Das Programm f\u00fcr dem Nachmittag war dann wieder indivituell. Einige besuchten das Radiomuseum Herbert Rauch in Lustenau und andere nutzten das sch\u00f6ne Wetter um die Umgebung zu erkundigen. Bis nach Bildstein und weiter bis zum Schneiderkopf ging f\u00fcr einige die Wanderung.<\/p>\n<p>Am Ende des Schneiderkopfweges genie\u00dft man beim Bergkreuz knapp unter dem Gipfel (971 m) den wundersch\u00f6nen Ausblick in den Bregenzerwald und zu den Schweizer Bergen. \u00dcber den Aussichtspunkt Schneider zieht sich der Wanderweg auf Bildsteiner Gebiet durch eine abwechslungsreiche Kulturlandschaft hinunter nach Grub und mit geringem H\u00f6henunterschied durch waldiges Gel\u00e4nde hinab zur Wallfahrtskirche Bildstein. Von dort sind es nur mehr 15 Minuten zum Erholungszentrum des BSV V.<\/p>\n<p>Und wer Lust hatte konnte sich anschlie\u00dfend massieren lassen.<\/p>\n<h1>Donnerstag, 02.09.2021 &#8211; \u00dcber die sch\u00f6nste Gebirgsstra\u00dfe der Alpen.<\/h1>\n<p>Am Donnerstag war ein Ganztagesausfug angesagt. Es ging \u00fcber die #Silvrettahochalpenstra\u00dfe zum Silvretta-Stausee auf 2.030 Meter Seeh\u00f6he..<\/p>\n<p>Die Silvretta ist eine Gebirgsgruppe in den zentralen Ostalpen. Anteil haben \u00d6sterreich mit den Bundesl\u00e4ndern Tirol und Vorarlberg und die Schweiz mit dem Kanton Graub\u00fcnden.<\/p>\n<h2>Silvretta-Hochalpenstra\u00dfe:<\/h2>\n<p>Die Silvretta-Hochalpenstra\u00dfe ist eine der sch\u00f6nsten und beliebtesten Gebirgsstra\u00dfen der Alpen. Nicht ohne Grund nennt man sie auch &#8222;Traumstra\u00dfe der Alpen f\u00fcr Genie\u00dfer&#8220;. Die spektakul\u00e4re Bergkulisse und die direkt am Wegesrand liegenden Seen Vermunt und Silvretta ziehen Besucher mit und ohne Fahrzeug in ihren Bann.<\/p>\n<p>Sie f\u00fchrt vom Vorarlberger Montafon \u00fcber das Vermunt und die Bielerh\u00f6he durch die Berge der Silvretta ins Tiroler Paznaun, das Tal der Trisanna. Die 22,3 km lange mautpflichtige Stra\u00dfe zwischen Partenen und Galt\u00fcr ist mit 400.000 Benutzern eine der beliebtesten Gebirgsstra\u00dfen der \u00f6sterreichischen Alpen.<\/p>\n<p>Die westliche Anfahrt mit 32 Kehren beginnt am Ortsende von Partenen und ist bis zur Bielerh\u00f6he bzw. bis zum Silvretta-Stausee etwa 15 Kilometer lang. Die maximale Steigung betr\u00e4gt 12 Prozent.<\/p>\n<p>Der \u00f6stlich vom See liegende Teil der Silvretta-Hochalpenstra\u00dfe liegt in Tirol, beginnt im Galt\u00fcrer Ortsteil Wirl an der Mautstelle auf 1725 m H\u00f6he im Paznaun, besitzt nur zwei Kehren und ist zum selben Ziel etwa zehn Kilometer lang.<\/p>\n<p>Auf dem h\u00f6chsten Punkt der Stra\u00dfe (2.032 Metern \u00fcber dem Meer) befindet sich der Silvretta-Stausee. Auf einem gut ausgebauten Wanderweg kann man den See umrunden.<\/p>\n<p>Die Silvretta-Hochalpenstra\u00dfe entstand w\u00e4hrend der Stausee- und Kraftwerksbaut\u00e4tigkeiten durch die Vorarlberger Illwerke. Diese lie\u00dfen bereits 1925, nach dem Baubeschluss f\u00fcr das Vermuntwerk, einen alten unbefestigten Karrenweg von Partenen hinauf zum Vermuntsee als Transportweg verbreitern, damit Zement- und Kieslastwagen ihre Fracht bis zur Baustelle der Vermunt-Staumauer bringen konnten. Nach der Fertigstellung 1930 tat sich nicht mehr viel.<\/p>\n<p>Erst ab 1938, beschleunigt durch den \u201eAnschluss\u201c \u00d6sterreichs an Deutschland, wurde die Strecke bis auf die Bielerh\u00f6he verl\u00e4ngert, um dort die Silvretta-Staumauer anzulegen. Im weiteren Verlauf der Bauarbeiten wurden vermehrt Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter, oft unter unmenschlichen Bedingungen, eingesetzt. Mit dieser Ausbauphase verlor der historisch bedeutsame \u00dcbergang am Zeinisjoch endg\u00fcltig seine Bedeutung. \u00dcber den Umweg der Silvrettastra\u00dfe r\u00fcckten nun auch die Ortschaften Partenen und Galt\u00fcr weiter auseinander.<\/p>\n<p>Die endg\u00fcltige Fertigstellung der Verbindung zwischen Partenen und Galt\u00fcr und somit der Hochalpenstra\u00dfe war gewisserma\u00dfen ein Produkt des Zufalls: S\u00e4mtliche angefragten Baufirmen trauten sich den Bau der kurvenreichen Stra\u00dfe vom Vermuntsee durch schwieriges Gel\u00e4nde nach Partenen nicht zu. Zudem fanden die Verantwortlichen sich mit dem Problem, dass aus der Zeit des Staumauerbaus sich auf der Bielerh\u00f6he noch ein \u00fcbergro\u00dfer Bagger befand, konfrontiert. Anstatt ihn f\u00fcr den R\u00fccktransport ins Tal zu zerlegen und per Seilbahn nach Partenen zu schaffen, so wie er auch Jahre davor heraufbef\u00f6rdert worden war, bahnte sich der Bagger in den Jahren 1951 bis 1954 aus eigener Kraft seinen Weg durch das steil abfallende Tal nach Partenen, womit die Grundlage f\u00fcr die heutige Trasse geschaffen war.<\/p>\n<p>Damit war eine durchgehende Stra\u00dfe geschaffen, die 1954 f\u00fcr den \u00f6ffentlichen Verkehr freigegeben und bis 1961 auf ihrer gesamten L\u00e4nge zweispurig ausgebaut wurde.<\/p>\n<h2>Silvretta-Stausee:<\/h2>\n<p>Der Silvretta-Stausee ist der h\u00f6chstgelegene Stausee der illwerke vkw AG. Im Jahr 1938 wurde mit dem Bau der drei Absperrbauwerke begonnen. Der erste Teilstau erfolgte 1943, der erste Vollstau 1951. Beim Bau in der NS-Zeit waren viele Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter eingesetzt. Oberhalb des Stausees steht eine kleine Kapelle (Barbarakapelle) mit Gedenktafeln f\u00fcr die beim Bau Verungl\u00fcckten.<\/p>\n<p>Der 1,31 km\u00b2 gro\u00dfe Stausee liegt knapp unterhalb der Bielerh\u00f6he auf einer Seeh\u00f6he von 2030 m in einer Senke der Silvretta, dem ehemaligen Ochsenboden. \u00dcber den \u00f6stlichen Staudamm verl\u00e4uft die Grenze zum Bundesland Tirol. Das Klostertal und das Ochsental liegen s\u00fcdlich, die Lobspitzen westlich (h\u00f6chste Lobspitze ist die Hintere Lobspitze, 2.873 m) und die Vermuntalpe westlich des Sees. Die Ill entspringt dem nahe gelegenen Ochsentalgletscher und dem Vermuntgletscher, durchflie\u00dft das Ochsental und ergie\u00dft sich in den Stausee. Der das Klostertal durchflie\u00dfende Bach m\u00fcndet ebenfalls in den See. Weiters wird das Wasser des Tiroler Bieltalbaches im Bieltal gefasst und unter dem Massiv des den Stausee \u00f6stlich begrenzenden Hohen Rads hindurch in den Silvretta-Stausee geleitet.<\/p>\n<p>Die Hauptmauer mit Hochwasserentlastung, Grundablass und Umlaufstollen hat eine maximale H\u00f6he von 80 m und einer Kronenl\u00e4nge von 432 m. Sie hat 407.000 m\u00b3 Betoninhalt.<\/p>\n<p>Gespeist wird der See prim\u00e4r durch die Ill, die dem nahe gelegenen Ochsentalgletscher entspringt.<\/p>\n<p>Um den See f\u00fchrt ein gut befestigter Wanderweg, der \u00fcber die Staumauer, den Bielerdamm und \u00fcber die gro\u00dfen Zufl\u00fcsse f\u00fchrt. F\u00fcr eine Runde um den See braucht man etwas mehr als zwei Stunden.<\/p>\n<h2>Fakten zum Silvretta-Stausee:<\/h2>\n<p>L\u00e4nge: 2,47 Km,<\/p>\n<p>Breite : 690 m,<\/p>\n<p>Tiefe: 251 m<\/p>\n<p>Fl\u00e4che: 1,31 Km\u00b2<\/p>\n<p>Wassertemperatur: Durchschnittlich 10 Grad Celsius<\/p>\n<p>Bei der Wanderung um den Stausee kann es schon vorkommen, dass Pferde die Stra\u00dfe oder den Gehweg blockieren und man ausweichen muss. Und man bekommt das Rauschen der herabst\u00fcrzenden Wassermassen aus einigen Metern Entfernung sehr gut mit.<\/p>\n<p>Aufgrund des regen Weidebetriebs an der Stra\u00dfe ist auch mit Tieren auf der Fahrbahn und Sch\u00e4den an Fahrzeugen zu rechnen. Die K\u00fche mit K\u00e4lbern sind uns auf dem Heimweg nach unten begegnet.<\/p>\n<p>Den Abend konnten wir im Erholungszentrum noch im Freien genie\u00dfen.<\/p>\n<h1>Freitag. 03.09.2021 \u2013 Mit der \u201eVorarlberg\u201c unterwegs am Bodensee.<\/h1>\n<p>Am vorletzten Tag wagten wir uns auf das Wasser und machten eine Bodenseefahrt. In Lindau gingen wir auf das Motorschiff \u201eVorarlberg\u201c und schipperten bis Meersburg.<\/p>\n<p>Die Pl\u00e4tze am Schiff waren schnell belegt und so sa\u00dfen einige drau\u00dfen am Deck und die anderen unter Deck bei Kaffee.<\/p>\n<h2>Motorschiff Vorarlberg:<\/h2>\n<p>Das Motorschiff Vorarlberg ist ein Passagierschiff auf dem Bodensee mit dem Heimathafen Bregenz. Sie wurde am 12. August 1965 in Dienst gestellt und wird seither in der Kursschifffahrt und f\u00fcr Sonder- und Ausflugsfahrten eingesetzt. Eigner sind seit 2005 die Vorarlberg Lines-Bodenseeschifffahrt (VLB) in Bregenz. Der Name des Schiffes war Ausl\u00f6ser der Fu\u00dfachaff\u00e4re.<\/p>\n<p>Um die Namensgebung des Schiffes entspann sich ein monatelanger und heftiger Streit zwischen der \u00f6sterreichischen Bundesregierung (die den Namen Karl Renner vorgesehen hatte) und dem Land Vorarlberg und seiner Bev\u00f6lkerung (die auf dem von Anfang an vorgeschlagenen Namen Vorarlberg beharrte). Der Streit gipfelte am 21. November 1964 in einem Eklat: Tausende Demonstranten verhinderten die offizielle Schiffstaufe und tauften das Schiff mit einer Flasche Bodenseewasser auf den Namen Vorarlberg. Der Vorfall schlug hohe politische Wellen und der Disput um die Namensgebung wurde erst im Juli 1965 beigelegt. Am 30. Juli 1965 wurde die Vorarlberg von Korneuburg aus \u201eferngetauft\u201c.<\/p>\n<p>Nach einer Stunde und 40 Minuten hatten wir unser Ziel \u201eMeersburg\u201c erreicht und gingen von Bord. Die Gruppe teilte sich auf und erkundigte getrennt die Stadt.<\/p>\n<p>Meersburg soll\u00a0 die sch\u00f6nste Kleinstadt des Bodensees sein. Die mittelalterliche Stadt Meersburg liegt am n\u00f6rdlichen Ufer des Bodensee am \u00dcbergang vom Obersee zum \u00dcberlinger See auf einer H\u00f6he von 400 bis 500 Metern.<\/p>\n<p>Meersburg besteht aus einer Unterstadt und Oberstadt. Allein zwischen Unter- und Oberstadt besteht ein H\u00f6henunterschied von 40 Metern.<\/p>\n<p>Zur Stadt Meersburg geh\u00f6rt eine richtige Stadtmauer. Darum gibt es das Unterstadttor direkt nach dem Hafen. Zun\u00e4chst bestand Meersburg nur aus der jetzigen Oberstadt sowie einer Stadtmauer, die 1260 erbaut wurde. Da die Stadt schnell wuchs, wurde das Gebiet der Unterstadt zum See hin gr\u00f6\u00dftenteils k\u00fcnstlich aufgesch\u00fcttet. Das Zentrum bildete die Marktstra\u00dfe, welche heute den Namen Unterstadtstra\u00dfe tr\u00e4gt. Die Stadtmauer umschloss schon immer die Unter- und Oberstadt in der sich die meisten historischen Geb\u00e4ude befinden.<\/p>\n<p>In der Oberstadt befindet sich die \u00e4lteste bewohnte Burg Deutschlands: Die Meersburg. In der mittelalterlichen Burg bekommt man\u00a0 in 30 eingerichteten R\u00e4umen einen Einblick, wie das Leben fr\u00fcher gewesen sein muss. Waffenhalle, Rittersaal, Stall oder Burgverlies. Ein Highlight sind die Wohnr\u00e4ume von Annette von Droste-H\u00fclshoff. Deutschlands bekannte Dichterin verbrachte viel Zeit hier.<\/p>\n<p>Die mittelalterliche Alte Burg war seit Mitte des 13. Jahrhunderts im Besitz der Konstanzer F\u00fcrstbisch\u00f6fe. Der amtierende Konstanzer Bischof verlegte seine Residenz von Konstanz nach Meersburg, als sich die B\u00fcrger in der Stadt der Reformation anschlossen. Danach war dieser Ort f\u00fcr 200 Jahre lang der Sitz der Bisch\u00f6fe.<\/p>\n<p>Wenn man durch die kleinen Gassen der Ober- und Unterstadt schlendert, kann man die tollen Fachwerkh\u00e4user, kleine Shops und Caf\u00e9s erkunden. Besonders die alten Bauwerke rund um den Marktplatz, Winzergasse, Steigstra\u00dfe und Kirchstra\u00dfe sollte man besuchen.<\/p>\n<p>Die Stadt hat den Flair des Mittelalters. Eine Stadt zum Verlieben.<\/p>\n<p>Am sp\u00e4ten Nachmittag trafen wir uns wieder am Hafen, genossen ein gutes Eis und gingen dann wieder auf die Vorarlberg und es ging zur\u00fcck nach Lindau. Am Bahnhof in Lindau wurden uns von einer Stra\u00dfenmusikantin noch ein paar St\u00e4ndchen gespielt.<\/p>\n<p>Nach unserer R\u00fcckkehr wurde gegrillt und wir bekamen ein wunderbares Abend- und Abschiedsessen. Und beim anschlie\u00dfenden Lagerfeuer und Musik bekamen wir Besuch von Gabi und Birgit. Hermine und Christian gaben noch einmal ihr Bestes und griffen in die Saiten und Tasten und lie\u00dfen die Kl\u00e4nge \u00fcber das Tal klingen. Die, die es dann noch l\u00e4nger am Lagerfeuer ausgehalten haben, konnten noch einen Fuchs wahrnehmen, der um das Lager schlich.<\/p>\n<p>So ging die Woche in Vorarlberg wieder zu schnell vorbei.<\/p>\n<h1>Samstag, 04.09.2021 \u2013 Zur\u00fcck nach Linz und eine neue Gruppe war schon da.<\/h1>\n<p>Nach einer Woche hie\u00df es wieder einmal \u201eAbschied nehmen\u201c. Aber wir haben schon f\u00fcr 2022 reserviert. Da merkt man erst, wie schnell die Zeit vergeht. Bis September 2022 werden sich neue Ausflugsziele auftun, wie zum Beispiel im Bregenzer Wald oder eine Fahrt mit der Bregenzer W\u00e4lderb\u00e4hnle, eine Schmalspurbahn und, und, und\u2026<\/p>\n<p>Samstag in der Fr\u00fch kam bereits eine \u201eneue Gruppe\u201c aus der Steiermark, Wien und Nieder\u00f6sterreich an. Sie waren im Nachtzug aus Graz unterwegs. Wir w\u00fcnschen ihnen genauso viel Spa\u00df und Unterhaltung, wie wir es die letzten 4 Jahre schon hatten.<\/p>\n<p>Solche Unternehmungen w\u00e4ren ohne unsere treuen Begleitern nicht so einfach m\u00f6glich. Deshalb gilt ein gro\u00dfes Danke an: Den und die Scheiti, Brigitte, Anni, Maria, Hermine.<\/p>\n<p>Auch wieder ein gro\u00dfes Danke an das Team im Erholungszentrum \u201eHaus Ingr\u00fcne\u201c des BSV V in Schwarzach. Elias, Belinda, Ramona, Anika, Moni, Martin und\u00a0 Stefan.<\/p>\n<p>Sowie die, die uns Besucht haben: Manfred, Herta, Gabi, Birgit und Zeyneb.<\/p>\n<p>Wir kamen alle P\u00fcnktlich und zufrieden Samstagnachmittag am Linzer HBF an.<\/p>\n<p>Wir freuen uns auf 2022!<\/p>\n<p>Quelle: Mit Unterst\u00fctzung von Wikipedia<\/p>\n<p>\u00a9 September 2021 G. Hojas<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Samstag, 28.08.2021 &#8211; L\u00e4ndle, wir kommen. Aber auf Raten. Sie waren auch 2021 unterwegs. 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