{"id":1732,"date":"2021-12-24T16:14:43","date_gmt":"2021-12-24T14:14:43","guid":{"rendered":"http:\/\/hojas.co.at\/blog\/?p=1732"},"modified":"2021-12-24T16:15:52","modified_gmt":"2021-12-24T14:15:52","slug":"weihnachtsgeschichte-1971-der-unschuldige-kindertag","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/hojas.co.at\/blog\/weihnachtsgeschichte-1971-der-unschuldige-kindertag\/","title":{"rendered":"Weihnachtsgeschichte 1971 \u2013 Der unschuldige Kindertag"},"content":{"rendered":"<p>Eine Geschichte, die sich vor langer Zeit zugetragen hat: Der unschuldige Kindertag 1971.<\/p>\n<p>Aals unsere Oma, meine Schwester und mich am 28. Dezember 1971 um 5 Uhr in der Fr\u00fch aus dem warmen Betten holte, war es im Zimmer eiskalt. Der kleine Holzofen im Zimmer war um diese Zeit nicht geheizt. Deshalb waren auch die Fensterscheiben mit wunderbaren Eisblumen bedeckt. Da half auch keine zweite Fensterreihe, die im Winter immer eingeh\u00e4ngt wurde.<\/p>\n<p>Heute war ein besonderer Tag. Es war der \u201eTag der unschuldigen Kinder\u201c. Am Tag der unschuldigen Kinder, dem 28. Dezember, ziehen traditionell die Kinder von Hof zu Hof und w\u00fcnschen mit Zweigenschl\u00e4gen, dem Schappen, Gesundheit und Gl\u00fcck f\u00fcr das neue Jahr.<\/p>\n<p>Da wir Stundenlang durch Schnee und K\u00e4lte marschieren werden, war f\u00fcr mich auch die lange Unterhose diesmal kein Thema. Dazu kamen die von Mutter und Oma selbstgestrickten Pullover, Hauben , F\u00e4ustlinge und Schals. Da unsere Mutter zu dieser Zeit in Graz bei Humanic arbeitete, brauchten wir uns um warme F\u00fc\u00dfe auch keine Sorgen machen.<\/p>\n<p>Als erstes holten wir unsere Weidenruten. Die hatte unser Gro\u00dfvater schon einige Tage vorher f\u00fcr uns vorbereitet. Und so kam die Oma als erstes in den Genuss des auf dem Hintern klopfen.\u00a0 Dazu kam der Spruch:<\/p>\n<p>\u201eFrisch und g&#8217;sund, frisch und g&#8217;sund,<\/p>\n<p>lang lem und g&#8217;sund bleim,<\/p>\n<p>und nix klong,<\/p>\n<p>bis i wieder kum schlong.\u201c<\/p>\n<p>Daf\u00fcr gab es dann auch 5 Schilling f\u00fcr die Sparefroh-Sparb\u00fcchse. Anschlie\u00dfend kam unser Vater, der im Nebenraum noch schlief, an die Reihe. Decke weg und \u201eFrisch und gsund\u201c. Dann war der Gro\u00dfvater an der Reihe. Der befand sich noch im Rinderstall beim F\u00fcttern und Melken der K\u00fche. Er konnte nat\u00fcrlich auch beurteilen, wie seine Weidenruten wirkten. Wahrscheinlich war er damit sehr zufrieden, denn er gab uns je 10 Schilling.<\/p>\n<p>Zum Schluss kam unsere Mutter an die Reihe. Die stand in der K\u00fcche und machte f\u00fcr uns das Fr\u00fchst\u00fcck fertig. Nat\u00fcrlich mit der frischen Milch der K\u00fche, also mit viel Rahm. Mit Bensdorpkakao und Lindekaffee.<\/p>\n<p>Wer sich noch erinnern kann.<\/p>\n<p>Lange Zeit war um 1970 der Bensdorp-Riegel \u2013 massesparend mit Rillen \u2013 f\u00fcr 1 Schilling die kosteng\u00fcnstigste Portion Schokolade in \u00d6sterreich. Es gab sie in den Sorten Milchschokolade ohne (blau bedruckte Papierschleife \u00fcber Aluminiumpapier-Umschlag) und mit N\u00fcssen (gr\u00fcn). Die dickeren, schm\u00e4leren, schwereren Riegel gab es in einigen Sorten mehr, etwa auch als Bitterschokolade oder gef\u00fcllt um 2 bis 2,50 Schilling. Und das 125 g alkalisiertes Kakaopulver gibt es seit zumindest 1960 in der blau-rot bedruckten Faltschachtel mit eingeklebtem Papiersack. Das Markenzeichen darauf ist seit damals das Profil eines Frauenkopfs mit holl\u00e4ndischer Trachtenhaube. Diesen Kakao habe ich bis heute in meiner K\u00fcche stehen.<\/p>\n<p>Und dann gab es die Figuren in der Lindekaffeepackung. Das war schon f\u00fcr uns Kinder sehr wichtig, diesen Kaffee zu kaufen. Lange vor Playmobil, Barbie oder Legofiguren gab es die Indianer, Cowboys, Ritter und andere Haudegen als Figuren zum Aufstellen. \u00dcber die Jahre kam eine ansehnliche Sammlung zusammen und sie standen \u00fcberall auf den Fensterb\u00e4nken.<\/p>\n<p>Einigen wird er noch ein Begriff sein, Linde Kaffee, ein Ersatzkaffee. Um ihn besser zu verkaufen, wurden in den Packungen zwischen den 1950er und 70er Jahren Spielfiguren f\u00fcr Kinder versteckt. Dieses Marketingkonzept ging auf. Diese Figuren werden heute in den Verkaufsplattformen wie \u201eeBay oder Will haben\u201c teuer ver- und gekauft. Weiters gibt es in K\u00e4rnten auch ein Museum f\u00fcr etwa 6000 Lindefiguren.<\/p>\n<p>Es gab auch noch die Franckw\u00fcrfel als Kaffeeersatz. Nach der Tradition von Heinrich Franck S\u00f6hne sind in Linz das Franckviertel und die Franckstra\u00dfe benannt.<\/p>\n<p>Da aber heute ein besonderer Tag war, gab es auch etwas Bohnenkaffee. Aber erst, nachdem ich die Kaffeebohnen mit der Kaffeem\u00fchle gemahlen hatte. Da wir unsere Milch an den Milchhof in Graz lieferten, bekamen wir von dort auch Butter und K\u00e4se. Und diese K\u00f6stlichkeiten gab es zu Kakao und Kaffee. In der K\u00fcche gab es au\u00dfer dem E-Herd, keine elektrischen K\u00fcchenger\u00e4te.<\/p>\n<p>Nach so einer St\u00e4rkung ging es los. Es war klirrend kalt, als wir vor das Haus traten. Von rechts h\u00f6rten wir den R\u00f6tschbach rauschen und von der linken Seite h\u00f6rte man das Rauschen unseres M\u00fchlbaches mit seinen 2 Wasserr\u00e4dern. Durch das spritzende Wasser bildenden sich \u00fcberall Eiszapfen. Und die funkelten im Mondlicht. In 3 Tagen sollte es ja den Wolfsmond geben. Der erste Vollmond im Jahr. Da mein Vater M\u00fcllermeister war, hatte ich das Vergn\u00fcgen in einer M\u00fchle \u00a0aufzuwachsen. Der Haus- oder Vulgoname\u00a0 war auch \u201eSchmollm\u00fchle\u201c. Leider wurde sie 3 Jahre sp\u00e4ter, infolge des Neubaus der Landstra\u00dfe abgerissen. Viele Teile der M\u00fchle kamen in das wenige \u00a0Kilometer entfernte Freilichtmuseum St\u00fcbing. Und mein Vater ging dann in die Fabrik arbeiten.<\/p>\n<p>Da zur damaligen Zeit die \u00f6ffentliche Schneer\u00e4umung noch nicht gut organisiert war, marschierten wir einige Meter auf der zugeschneiten Landstra\u00dfe, bis wir zum Zugang zur Forststra\u00dfe kamen. \u00a0Jedenfalls war es im Winter keine Besonderheit, wenn der linienm\u00e4\u00dfige Schnauzenbus der Post zu sp\u00e4t kam, weil der Fahrer immer wieder die Schneeketten an- und ablegen musste. Das waren noch die Busse mit dem Lederriemen bei der T\u00fcr, damit sie der Fahrer zuziehen konnte. \u00a0Und die verschneiten Stra\u00dfen wurden noch von den sogenannten Wegmachern per Hand gestreut.<\/p>\n<p>So stapften wir dann etwa 45 Minuten im Pulverschnee bergan. Es war ein unheimlicher Spaziergang im tiefverschneiten Wald, da mir die Geschichte von H\u00e4nsel und Gretel durch dem Kopf ging. Zwischendurch h\u00f6rte man ein Krachen und Rauschen, wenn der Schnee von den B\u00e4umen fiel oder rieselte. Auch 2 Wildwechsel querten unseren Weg. Ich konnte mit den vorhandenen Tierspuren nichts anfangen. Vielleicht wenn es nur die Spuren von Reh und B\u00e4r oder Hase und Pferd gewesen w\u00e4ren, h\u00e4tte ich sie deuten k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Wir waren heilfroh, als wir aus dem Wald auf die Lichtung traten und auf der Anh\u00f6he das Licht des Brettlbauers sahen, das erste Geh\u00f6ft auf unserer Tour. Hier k\u00fcndigte sich das n\u00e4chste Problem in dieser Zeit an. Dieser Bauer hatte noch seinen Kettenhund. Der war zwar durch seine Kette in der Bewegungsfreiheit eingeschr\u00e4nkt, ich konnte und wollte das aber nie so richtig glauben. Bis zur Haust\u00fcr des Bauernhauses kam er aber immer. Er biss zwar nicht, aber durch sein bellen und kl\u00e4ffen und sein zerren an der Kette, fl\u00f6\u00dfte er mir sehr viel Respekt ein. Zum Gl\u00fcck war die B\u00e4urin im Kuhstall und so konnten wir beim Kettenhund vorbei. Die Brettlb\u00e4urin war schon einige Jahre Witwe, da ihr Mann bei der Heuernte vom Blitz erschlagen wurde. Und so bewirtschaftete sie den Hof zusammen mit einem Knecht. Der Heinerl oder Heini, wie er genannt wurde. Und auf dem hatte ich es besonders abgesehen.<\/p>\n<p>Da wir damals in der Gegend die Ersten mit einem Fernseher waren, kamen \u00f6fters die Nachbarn zum Schauen. Beim Schauen blieb es aber nie, sondern es wurde auch viel geredet und der Heinerl war der \u00c4rgste. Laufend quasselte er irgendetwas und stellte st\u00e4ndig fragen. Jedenfalls war es Samstagabend bei Heinerls Besuch einer Folge von \u201eW\u00fcnsch dir was\u201c oder\u00a0 \u201eDer goldene Schuss\u201c nicht zu folgen.<\/p>\n<p>F\u00fcr die J\u00fcngeren unter uns. Wir hatten keine Satellitensch\u00fcssel\u00a0 oder einen Kabelanschluss zum Fernseher. Wir hatten zwei Riesenantennen f\u00fcr FS1 und FS2 am Dachboden. Und wenn das Wetter schlecht war, sahen wir nur Schneetreiben am Bildschirm und hofften immer, das wenigstens der Ton bleibt. Weiters musste man aufstehen, wenn man das Programm wechseln wollte. Bei zwei Sendern kam das aber nicht so oft vor. Der Fernseher hatte dementsprechend auch nicht so viele Kn\u00f6pfe. Und ein Programm vor 18 Uhr gab es ja auch nicht. Au\u00dfer am Mittwoch, da kam um 17 Uhr immer der Kasperl. Und nach Sendeschluss, auch das gab es damals noch, wurde immer die Bundeshymne gespielt. Dann kam das Testbild. Das brauchte man, um die 2 Sender einzustellen. Das funktionierte mit Hilfe mehrerer Personen und \u00fcber zurufen.<\/p>\n<p>Jedenfalls war heute Heinrichs Tag. Er wusste es nur nicht. Er durfte sich 4 Mal das Spr\u00fcchlein \u201eFrisch und gsund\u201c anh\u00f6ren. Nat\u00fcrlich mit der entsprechenden Z\u00fcchtigung. Aber mehrere lange Unterhosen d\u00e4mpften sicher die Schl\u00e4ge. Auch die Brettlb\u00e4urin bekam das Spr\u00fcchlein zu h\u00f6ren. Und dann zeigte sie uns, wof\u00fcr sie bei uns Kindern so beliebt war. Sie konnte n\u00e4mlich w\u00e4hrend des Kuhmelkens die Milch in die M\u00e4uler der vor ihr sitzenden Katzen spritzen. Ihre 4 Katzen wussten das auch und so waren sie beim Melken immer mit weit aufgerissenen M\u00e4ulern dabei. \u00a0Dann ging es in die warme Stube und es gab Tee und Kekse. In der Stube stand der Holzofen mit dem Wasserschiff zum Aufw\u00e4rmen des Wassers. So hatte man immer warmes oder hei\u00dfes Wasser in der K\u00fcche. Am Wasserschiff war eine Haltestange f\u00fcr die verschiedenen Sch\u00f6pferangenietet. Da ich von vorigen Besuchen am Geh\u00f6ft oft mitbekam, wie Heinerl seine H\u00e4nde in dieses Wasserschiff tauchte, war ich vom Tee nicht sehr erfreut. Au\u00dferdem legte er immer seinem L\u00f6ffel, den er vorher in seiner Sch\u00fcrze abwischte, auf die Fensterbank. Der L\u00f6ffel teilte diese Fensterbank mit den Katzen. Aber das war nun diese Zeit.<\/p>\n<p>Nachdem wir uns beim Hund vorbeigeschlichen hatten marschierten wir einige hudert Meter auf einer tiefverschneiden Anh\u00f6he zum n\u00e4chsten Bauern. Auch der Joglbauer hatte einen Kettenhund. Da die Kette dieses Hundes an einem Drahtseil hing, dass \u00fcber dem Hof gespannt war, hatte er eine gro\u00dfe Bewegungsfreiheit. Zum Gl\u00fcck kannten wir den Hausbrauch und kamen \u00fcber die Hintert\u00fcr ins Haus und die Stube. In dieser Stube hatte der Bauer noch sein warmes Bettlager beim Ofen.<\/p>\n<p>Jedenfalls herschte schon reges Treiben im Haus. Hier war schon alles f\u00fcr das gro\u00dfe Brotbacken vorbereitet. Der gro\u00dfe Trog zum Kneten und die geflochtenen Brotk\u00f6rbe standen herum und die Brotschieber, zum Einschie\u00dfen und Herausholen des Brotes aus dem Ofen, hingen an der Wand.<\/p>\n<p>Nach unserer Aufgabe des \u201eFrisch und Gsundschlagens\u201c freuten wir uns schon auf das Kletzenbrot. Die Joglb\u00e4urin machte das beste Kletzenbrot in der Gegend. Es ist kein Vergleich mit heutigen Fr\u00fcchtebroten. Dazu gab es den Lindenbl\u00fctentee. Wir bekamen eigentlich \u00fcberall einen Lindenbl\u00fctentee. Alle Bauern hatten neben Nuss- und Obstb\u00e4umen auch noch den Lindenbaum. Ob es nun die Sommer- oder Winterlinde war, wei\u00df ich heute nicht mehr. Jedenfalls wurden die Bl\u00e4tter gesammelt, getrocknet und in trockener Umgebung aufbewahrt.<\/p>\n<p>Am Hof arbeiteten die 2 behinderten Br\u00fcder des Bauern als Knechte. Der Sepp und der Bertl. Sie konnten sich nur sehr schwer artikulieren und beide hatten einen Kropf. In der damaligen Zeit war das keine Seltenheit. Sepp und Bertl waren sehr angenehme und sehr flei\u00dfige M\u00e4nner, die auch bei anderen Bauern aushalfen. Als meine Eltern 1974 das neue Haus bauten, war Sepp fast immer bei uns. Sehr zum Missfallen des Joglbauers. Bei uns bekam Sepp sicher mehr bezahlt! Sepp und Bertl hatten ein Markenzeichen. Die gro\u00dfe gebogene Pfeife und der Tabakbeutel. Das Klischee, das solche Pfeifen in Zahnl\u00fccken stecken, traf bei den beiden ins Schwarze. Bertl hatte ein weiteres Problem. Da er einen eigenartigen, schlurfenden Gang hatte, wurde er von allen Hunden angefallen. Deshalb sah man oft nur Sepp alleine durch die Gegend wandern. Oft am Sonntag, da marschierte er zum Wirt und holte 2 Packungen Tabak.<\/p>\n<p>Die B\u00e4urin gab uns je einen halben Laib ihres Kletzenbrotes und wir machten uns wieder auf den Weg. Jetzt mussten wir wieder durch einen Wald und wieder ins Tal hinabgehen um zum n\u00e4chsten Hof zu kommen.\u00a0 Auf dieser Strecke kamen wir zu einen weiteren Weg, der in den Schuttigraben f\u00fchrte. Rauschend schoss der Schuttibach aus dieser Schlucht. Weit hinten im Graben stand die halbverfallene Schuttim\u00e4hle.<\/p>\n<p>Das diese Gegend f\u00fcr uns unheimlich und verflucht war, hing mit unserem Gro\u00dfvater zusammen. Er kannte als Holzknecht sehr viele Geschichten und auch sehr viele Spukgeschichten. Jedenfalls bin ich mit dem Gro\u00dfvater den Schuttigraben im Jahr 2 mal durchmarschiert. Auch bei der Schuttim\u00fchle vorbei. 2 Mal im Jahr gingen wir mit einer Kuh am Strick zum Stier. Es war der k\u00fcrzeste Weg durch den Schuttigraben. Und da erz\u00e4hlte mir der Gro\u00dfvater seine Schauergeschichten, die sich rund um die M\u00fchle zugetragen haben sollen. Jedenfalls sollen dort Wilderer 2 J\u00e4ger erschlagen und dann hinter der M\u00fchle vergraben haben. Die Wilderer hat man nie erwischt. Aber dort, wo man die toten J\u00e4ger gefunden hat, soll es immer wieder vorkommen, dass dort kerzen brennen und sie auch bei Regen oder Sturm nicht verl\u00f6schen. In Vollmondn\u00e4chten soll man ein Wimmern und Jammern vernehmen und ganz schlimm soll die wilde Jagd hier durchziehen. Jedenfalls hatte mein Gro\u00dfvater sein gr\u00f6\u00dftes Vergn\u00fcgen beim Erz\u00e4hlen solcher Geschichten. Ich bin diesen Graben als Kind nie alleine gegangen und sp\u00e4ter auch nie.<\/p>\n<p>Uns war diese Gegend unheimlich und deshalb schauten wir, dass wir schnell von hier wegkamen und waren froh, als wir beim n\u00e4chsten Bauern ankamen. Es war der Vorletzte auf unserer Runde und schnell marschierten wir dann weiter. Beim letzten Bauern bekamen wir in unseren Tee immer einen Schuss Schnaps. Der sollte uns auf dem Heimweg w\u00e4rmen. Was er auch tat.<\/p>\n<p>Wir kamen um die Mittagszeit, zwar ersch\u00f6pft und m\u00fcde aber gl\u00fccklich, \u00a0wieder zu Hause an und pr\u00e4sentierten stolz unsere Mitbringsel. Das Geld f\u00fcr den n\u00e4chsten Weltspartag und die kulinarischen Beigaben f\u00fcr den Rest der Weihnachtszeit. Ich bin dann noch 3 mal diese Runde gegangen und dann f\u00fchlte ich mich schon zu alt (oder zu gro\u00df) dazu.<\/p>\n<p>Leider verlieren diese Br\u00e4uche immer mehr an Bedeutung und werden von eingeschleppten Sitten wie \u201eHelloween\u201c abgel\u00f6st. Obwohl beim Tag der unschuldigen Kinder mit Ruten zugehauen wurde und wird, hat niemand einen bleibenden Schaden davongetragen. Und auch Heinerl ist im Fr\u00fchjahr wieder auf seiner blauen Puch DS gesessen. Sicher haben die langen Unterhosen geholfen.<\/p>\n<p>Copyright 2021 by Gerhard Hojas<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine Geschichte, die sich vor langer Zeit zugetragen hat: Der unschuldige Kindertag 1971. Aals unsere Oma, meine Schwester und mich am 28. 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