{"id":1739,"date":"2022-01-06T21:50:59","date_gmt":"2022-01-06T19:50:59","guid":{"rendered":"http:\/\/hojas.co.at\/blog\/?p=1739"},"modified":"2022-01-06T21:50:59","modified_gmt":"2022-01-06T19:50:59","slug":"suchmaschinentricks-hilfreiche-und-sinnvolle-operatoren-und-verknuepfungen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/hojas.co.at\/blog\/suchmaschinentricks-hilfreiche-und-sinnvolle-operatoren-und-verknuepfungen\/","title":{"rendered":"Suchmaschinentricks. Hilfreiche und sinnvolle Operatoren und Verkn\u00fcpfungen"},"content":{"rendered":"<p>Als wichtigste Werkzeug bei Internet-Recherche \u00fcberhaupt sind Suchmaschinen. F\u00fcr Recherche in einer solchen immensen Datenmenge wie der des Internets sind sie unerl\u00e4sslich. Ein Suchergebnis einer solchen Suchmaschine, egal ob Google, Bing, Ecosia, Yandex oder DuckDuckGo, ist jedoch immer nur so gut wie die an sie gestellte Anfrage. F\u00fcr die meisten Zwecke reicht zwar ein einfacher Suchbegriff und ein anschlie\u00dfendes Scrollen und Bl\u00e4ttern in der Ergebnisliste. Wenn man aber komplexere Anfragen stellen m\u00f6chte, wie sich sich im Laufe einer Faktencheck-Recherche \u00f6fters ergeben, braucht es manchmal ein paar Hilfsmittel, um sich das Leben nicht unn\u00f6tig schwer zu machen und die Suchergebnisse zu pr\u00e4zisieren. Ein paar praktische Tools und Taktiken wollen wir hier einmal vorstellen.<\/p>\n<p>Vorab eine grunds\u00e4tzliche Sache: Suchmaschinen wie Google tracken ihre Nutzer. Wer mit einem aktiven Google-Profil sucht, bekommt entsprechend dem eigenen Surfprofil angepasste Ergebnisse. Manche Seiten, die eher den eigenen Interessen entsprechen oder von einem oft besucht wurden, werden in den Ergebnissen h\u00f6her gewichtet. Man l\u00e4uft also Gefahr, damit immer in seiner eigenen Filterblase zu suchen \u2013 ein Effekt, der im Positiven als auch im Negativen Auswirkungen hat: Sucht man beispielsweise Informationen \u00fcber ein wissenschaftliches Thema und ist in der Regel auf seri\u00f6sen Seiten mit fundierten Quellen, beispielsweise auf Webpr\u00e4senzen von Universit\u00e4ten, wissenschaftlichen Publikationsplattformen oder dergleichen unterwegs, wird man Ergebnisse eher aus diesem Dunstkreis erhalten. Umgekehrt wird jemand, der auf bekannten Fake-News-Plattformen unterwegs ist, auch immer wieder bevorzugt Treffer aus seiner Filterblase erhalten.<\/p>\n<p>Um m\u00f6glichst neutrale Suchergebnisse zu erhalten, empfiehlt es sich, f\u00fcr eine Recherche den anonymen oder privaten Browsermodus zu nutzen. Die Suche wird hier nicht durch bereits vorhandene Cookies oder einen langen Browserverlauf beeinflusst. Ebenfalls wird der Suchmaschinenanfrage kein Google-Profil mit allen eventuell m\u00f6glichen Zusatzinformationen zugeordnet. Es gibt auch Suchmaschinen, die explizit kein solches Tracking betreiben, wie beispielsweise DuckDuckGo, jedoch ist manchmal eine Suche in verschiedenen Suchmaschinen hilfreich.<\/p>\n<p>Sucheinstellungen \u00fcber das Men\u00fc bei Google<\/p>\n<p>\u00dcber einer Google-Ergebnisliste befindet sich unterhalb des Eingabefeldes ein Men\u00fc, wo man die Ergebnistypen wie Bilder oder Videos ausw\u00e4hlen kann. Wenig beachtet befindet sich ganz rechts ein Button \u201eSuchfilter\u201c, der weitere Einstellungen offenbart. Eine der wichtigsten Funktionen bei der Recherche ist die Einschr\u00e4nkung auf einen bestimmten Zeitraum. Hier kann man das Datumsfenster definieren, auf das die Suche beschr\u00e4nkt werden soll:<\/p>\n<h2>Suchfilter nach Datum bei Google<\/h2>\n<p>Einschr\u00e4nken der Suchergebnisse auf einen bestimmten Zeitraum<\/p>\n<p>Sucht man beispielsweise nach dem Datum der Erstver\u00f6ffentlichung eines bestimmten Artikels, so kann man hier durch wiederholtes Suchen und Verfeinern des Zeitraums diesen oft genau bestimmen. Wie auch schon in unserem Artikel zur Bilderr\u00fcckw\u00e4rtssuche beschrieben, kann man diese Einstellung auch auf die Bildersuche und nat\u00fcrlich auch auf die Videosuche anwenden.<\/p>\n<p>Weitere Einstellungen, die sich hinter dem Suchfilter-Button verstecken, sind die Auswahl der Sprache der Ergebnisse und eine Einstellung, die steuert, ob alle Ergebnisse oder nur wortw\u00f6rtliche Treffer angezeigt werden sollen.<\/p>\n<p>\u201eGoogle-Fu\u201c \u2013 oder wie man den Aktienfond vom Suppenfond trennt<\/p>\n<p>Im Internet-Sprachgebrauch hat sich hier vielerorts der informelle Begriff des \u201eGoogle-Fu\u201c etabliert, stammend aus der Gewohnheit im umgangssprachlichen Englischen die Nachsilbe \u201e-Fu\u201c an eine T\u00e4tigkeit anzuh\u00e4ngen, um meisterliche Beherrschung analog des Kung-Fu auszudr\u00fccken. Kung Fu (\u529f\u592b, G\u014dngf\u016b) bezeichnet im Chinesischen Sprachgebrauch etwas durch harte, geduldige Arbeit Erreichtes, im Bereich des Lernens, \u00dcbens oder der Kunst, w\u00e4hrend die Kampftechnik eigentlich \u6b66\u672f (W\u01d4sh\u00f9) hei\u00dft. Das passt also hier eigentlich sehr gut, da teilweise wirklich die Erfahrung und \u00dcbung im Umgang mit den hier gezeigten Methoden den \u201eMeistergrad\u201c ausmacht.<\/p>\n<p>Generell ist es hilfreich, die Suchanfragen kurz und pr\u00e4zise zu formulieren, auf F\u00fcllw\u00f6rter zu verzichten und bei ungenauen Treffern die Anfrage zu pr\u00e4zisieren. Wenn man sich eine Historie oft verwendeter Suchanfragen anschaut, findet man manchmal Formulierungen, die ebenso erstaunlich wie sinnbefreit sind. \u00dcbertrieben ausgedr\u00fcckt: Wenn ich auf der Suche nach einem Pasta-Rezept bin, bringt sicherlich auch die Suchanfrage \u201eWie kann ich f\u00fcr heute Abend ein tolles Pasta-Rezept f\u00fcr leckere Nudeln finden\u201c Ergebnisse. Jedoch ist es Google herzlich egal, wann ich meine Nudeln kochen m\u00f6chte. Ebenso ist es f\u00fcr die Ergebnisse irrelevant, wer kocht. Google erkennt zwar anscheinend eine Menge irrelevanter F\u00fcllw\u00f6rter, aber eine Anfrage nach \u201ePastarezept\u201c h\u00e4tte sicherlich mindestens den gleichen Effekt gehabt, wenn nicht noch einen besseren. Kurz und knapp, so wenig wie m\u00f6glich, so viel wie n\u00f6tig, und bei Bedarf weitere Suchbegriffe hinzuf\u00fcgen ist oft der beste Ansatz.<\/p>\n<p>Ein Beispiel f\u00fcr ein Suchproblem, wo eine pr\u00e4zise Suchanfrage zu mehr relevanten Ergebnissen f\u00fchrt, ist zum Beispiel die Suche nach \u201eFond\u201c. Dieses Wort wird sowohl im Zusammenhang mit Wertpapieren, als auch mit Suppen gebraucht. Die Suche liefert also mit Sicherheit Treffer f\u00fcr beide Themenbereiche. Besser umzuformulieren, wie eben beschrieben, hilft in diesem Fall auch nicht weiter. M\u00f6chte man sich hier also eher \u00fcber kulinarische Aspekte informieren, aber trotzdem allgemein nach \u201eFond\u201c suchen, w\u00e4re eine passende Anfrage:<\/p>\n<h2>Fond -Aktien -Wertpapier* -Geld<\/h2>\n<p>Damit wird Google die Treffer ausgeben, die \u201eFond\u201c beinhalten, nicht aber \u201eWertpapier\u201c, \u201eWertpapiere\u201c oder \u201eWertpapierportfolio\u201c und \u201eGeld\u201c. Alleine damit hat man sich bestimmt viel Scrollen durch irrelevante Ergebnisse erspart. Eine Google-Suche zu einer Recherche besteht oft aus einer wiederholten Verfeinerung einer Suchanfrage. Das Fingerspitzengef\u00fchl, wie man diese Suchoperatoren einsetzt, kommt mit der Erfahrung und der st\u00e4ndigen Verwendung.<\/p>\n<p>Eine interessante Randnotiz an dieser Stelle: Die hier beschriebene Suchanfrage liefert zwar \u2013 wie erwartet \u2013 nur Ergebnisse aus der K\u00fcche (und W\u00f6rterb\u00fcchern), die ersten paar Eintr\u00e4ge der Liste sind jedoch explizit aus dem Finanzsektor: Es ist Werbung, auch zu erkennen an dem vorangestellten Wort \u201eAnzeige\u201c. Der Google-Werbung ist es n\u00e4mlich herzlich egal, ob man W\u00f6rter ausschlie\u00dfen m\u00f6chte oder nicht, wenn ein Wort im Suchfeld steht und es Werbung dazu gibt, wird Werbung geliefert. Diese ist f\u00fcr die Recherche allerdings meistens sowieso weniger bis gar nicht interessant.<\/p>\n<p>Was es f\u00fcr hilfreiche und sinnvolle Operatoren f\u00fcr Google gibt, ist hier einmal zusammengefasst. Manche Operatoren funktionieren auch in anderen Suchmaschinen, die teilweise ihrerseits Funktionen haben, die in Google nicht zur Verf\u00fcgung stehen. Da Google immer noch die meistgenutzte Suchmaschine ist, beschr\u00e4nken wir uns hier auf die wichtigsten Google-Funktionen.<\/p>\n<h2>Anf\u00fchrungszeichen<\/h2>\n<p>&#8222;Suchbegriff&#8220;<\/p>\n<p>Durch das Einfassen des Begriffes oder des Satzes in Anf\u00fchrungszeichen wird nach der exakten Entsprechung gesucht. Andere Schreibweisen oder eine andere Wortreihenfolge werden nicht ber\u00fccksichtigt.<\/p>\n<h2>Oder-Verkn\u00fcpfung<\/h2>\n<p>Begriff1 OR Begriff2<\/p>\n<p>Begriff1 | Begriff2<\/p>\n<p>Der Operator \u201eOR\u201c sucht nach beiden Begriffen. In der Ergebnisliste erscheinen auch Treffer mit nur einem der Suchw\u00f6rter. Anstelle von \u201eOR\u201c kann auch das Pipe-Symbol (|) verwendet werden.<\/p>\n<h2>Und-Verkn\u00fcpfung<\/h2>\n<p>Begriff1 AND Begriff2<\/p>\n<p>Der Operator AND sucht nach beiden Begriffen. In der Ergebnisliste erscheinen Treffer zu beiden Begriffen. Dies ist die Standard-Suchmethode von Google, der Operator ist daher nur in Kombination sinnvoll.<\/p>\n<h2>Das Minuszeichen \u2013<\/h2>\n<p>Begriff1 -Begriff2<\/p>\n<p>Das einem Wort vorangestellte Minuszeichen schlie\u00dft dieses aus der Suche aus. Die Suchergebnisse weisen nur Treffer auf, die Begriff1, aber nicht Begriff2 enthalten.<\/p>\n<h2>Der Platzhalter *<\/h2>\n<p>Begriff*<\/p>\n<p>Der Asterisk (*) dient als Platzhalter f\u00fcr ein oder beliebig viele Zeichen. Alle W\u00f6rter, die mit \u201eBegriff\u201c anfangen werden hier mit in die Suche einbezogen. Im eingangs gezeigten Beispiel wurden in Kombination mit dem Minuszeichen alle Begriffe, die mit \u201eWertpapier\u201c anfangen, ausgeschlossen.<\/p>\n<h2>Klammern und Kombinationen<\/h2>\n<p>(William Shatner OR Leonard Nimoy) -&#8222;Star Trek&#8220;<\/p>\n<p>Wie auch in der Mathematik, werden auch in der hier verwendeten, sogenannten Boolschen Algebra, Klammern zuerst ausgewertet. Es wird also zun\u00e4chst nach Webseiten gesucht, die entweder William Shatner oder Leonard Nimoy erw\u00e4hnen. Die Ergebnisse werden dann durch die nachgestellte Kombination aus Minus- und Anf\u00fchrungszeichen auf nur die Seiten reduziert, die die Schauspieler nicht in Verbindung mit ihren Rollen in Star Trek erw\u00e4hnen.<\/p>\n<h2>Der Parameter location:<\/h2>\n<p>location:Berlin<\/p>\n<p>Mit dem vorangestellten Schl\u00fcsselwort location: wird die Suche in den Google News auf einen bestimmten Ort beschr\u00e4nkt, in diesem Fall Berlin.<\/p>\n<h2>Der Parameter map:<\/h2>\n<p>map:Berlin<\/p>\n<p>Mit dem vorangestellten Schl\u00fcsselwort map: wird \u00fcber den Suchergebnissen eine von Google Maps generierte Karte als Bild angezeigt. Manchmal hilfreich, indem es die Zeit spart, Google Maps zu \u00f6ffnen und nach dem Ort zu suchen, wenn man nur einen groben \u00dcberblick ben\u00f6tigt.<\/p>\n<h2>Der Parameter filetype:<\/h2>\n<p>filetype:pdf<\/p>\n<p>Mit dem vorangestellten Schl\u00fcsselwort filetype: werden die Ergebnisse auf Treffer eines bestimmten Dateityps, in diesem Falle PDF, beschr\u00e4nkt. Hilfreich bei der Recherche in Dokumenten oder beim Versuch, bestimmte Publikationen zu finden (beispielsweise Online-Versionen von Flyern oder Brosch\u00fcren).<\/p>\n<h2>Der Parameter site:<\/h2>\n<p>site:dergoldenealuhut.de<\/p>\n<p>Mit dem vorangestellten Schl\u00fcsselwort site: wird die Suche auf die nachfolgend genannte URL beschr\u00e4nkt. Oft sehr hilfreich, um Blogs zu durchsuchen, deren eingebaute Suche wenig hilfreiche Ergebnisse liefert. Quasi das Vergr\u00f6\u00dferungsglas der Google-Suche.<\/p>\n<p>Google ist nicht die Antwort auf alles<\/p>\n<p>Google ist im Sprachgebrauch so synonym f\u00fcr Suchmaschine wie hierzulande Tempo f\u00fcr Taschent\u00fccher oder Kleenex in den USA. \u201eGooglen\u201c ist eine umgangsspr\u00e4chliche T\u00e4tigkeit geworden. Aber es gab ja auch ein Internet vor Google. Damals gab es Suchmaschinen und Indexdienste wie Altavista oder Yahoo. Google trat Ende der 90er Jahre auf den Plan und hat sich rasch zu dem Standard f\u00fcr Suchmaschinen etabliert.<\/p>\n<p>Besonders bei einer Faktencheck-Recherche, wo man m\u00f6glichst viele Quellen in Betracht ziehen m\u00f6chte, empfiehlt es sich, auch auf andere Suchmaschinen zur\u00fcckzugreifen. Auch wenn sich die Ergebnisse oft in weiten Teilen entsprechen, so gibt es doch immer mal den Eintrag, der im Index der einen Suchmaschine vorhanden ist, w\u00e4hrend alle anderen diesen nicht indexiert haben.<\/p>\n<p>Diese ganzen Tools und Tipps sind nat\u00fcrlich noch kein Garant f\u00fcr eine erfolgreiche Suche. Oft ist es eine Kombination aus verschiedenen Methoden und Herangehensweisen, die zum Ergebnis f\u00fchrt. In vielen F\u00e4llen k\u00f6nnen die Suchoperatoren aber zumindest Zeit sparen, da man nicht umst\u00e4ndlich durch seitenweise irrelevante Treffer scrollen muss.<\/p>\n<p>In diesem Sinne: Erfolgreiches Suchen!<\/p>\n<p>Link zum Originalbericht: https:\/\/dergoldenealuhut.de\/tools-suchmaschinentricks\/?fbclid=IwAR2_c7eCZzvQDKqL8VNwXnyN17VV5bGFiGiSprtYQJxIvKpR47XveFvxOqY<\/p>\n<p>Quelle: Internetseite: Der goldene Aluhut<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als wichtigste Werkzeug bei Internet-Recherche \u00fcberhaupt sind Suchmaschinen. 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