{"id":1773,"date":"2022-05-22T20:05:16","date_gmt":"2022-05-22T18:05:16","guid":{"rendered":"http:\/\/hojas.co.at\/blog\/?p=1773"},"modified":"2022-05-22T20:05:16","modified_gmt":"2022-05-22T18:05:16","slug":"e-scooter-die-rueckkehr-der-plagen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/hojas.co.at\/blog\/e-scooter-die-rueckkehr-der-plagen\/","title":{"rendered":"E-Scooter \u2013 Die R\u00fcckkehr der Plagen."},"content":{"rendered":"<p>Durch die milden Temperaturen im\u00a0 Winter waren sie auch in dieser Jahreszeit nicht g\u00e4nzlich aus Linz verschwunden. Die E-Scooter, die derzeitige Gei\u00dfel der Menschheit und die Plagen f\u00fcr behinderte und \u00e4ltere Menschen.<\/p>\n<p>Jetzt, zur warmen Jahreszeit kommen sie wieder vermehrt zum Vorschein und stehen \u00fcberall dort, wo man sie nicht braucht und wo sie auch niemals hingeh\u00f6ren. Mitten am Gehsteig, an Hausmauern angelehnt, auf taktilen Bodeninformationen, an akustisch taktilen Ampeln, bei Zebrastreifen, bei Stiegenauf- und abg\u00e4ngen, bei Rolltreppen, bei Liftt\u00fcren, bei Hausein- und ausfahrten, mitten im Geb\u00fcsch, mitten auf Parkwegen, bei Haltestellen, in Warteh\u00e4uschen und noch einigen weiteren Pl\u00e4tzen.<\/p>\n<p>Linz reagierte mit einem Verhaltenskodex auf den Scooter-Boom und die damit verbundenen Probleme im Verkehr und an \u00f6ffentlichen Pl\u00e4tzen. Dieser Verhaltenskodex sollte f\u00fcr mehr Ordnung und vor allem Sicherheit im Linzer Stra\u00dfenverkehr sorgen.<\/p>\n<p>Insgesamt besteht dieser Verhaltenskodex aus elf Punkten \u2013 auf Verbote wurde dabei bewusst verzichtet.<\/p>\n<p>Zudem wird das Abstellen der Fahrzeuge geregelt: Dazu geh\u00f6rt beispielsweise, eine Funktion zur Anzeige von Parkpl\u00e4tzen\/Parkzonen sowie Parkverbotszonen in die Scooter-Applikation zu implementieren. Die Betreiber verpflichten sich zudem, gef\u00e4hrlich abgestellte E-Roller binnen kurzer Zeit aus der Gefahrenzone zu beseitigen.<\/p>\n<p>Anmerkung: Woher wissen die Betreiber, wo die Scooter gef\u00e4hrlich abgestellt wurden? Weiters ist \u201egef\u00e4hrlich\u201c ein sehr flexibler Begriff. Schlie\u00dflich kann \u201egef\u00e4hrlich\u201c f\u00fcr Blinde etwas anderes als f\u00fcr Sehende bedeuten.<\/p>\n<p>Weiters haben oder h\u00e4tten die Betreiber darauf zu achten, dass ihre Roller nicht mehr in Radst\u00e4ndern, in Warteh\u00e4usern von Haltestellen oder auf schmalen Gehwegen (Breite unter 2,50 Meter) geparkt werden. Bei wiederholter Missachtung sollen Fahrer von den Betreiberfirmen vom Gebrauch ausgeschlossen werden.<\/p>\n<p>Anmerkung: Wenn man ausgeschlossen wird, dann wechselt man den Anbieter oder verwendet eine andere Kreditkarte. Somit hat das keinen Erziehungseffekt.<\/p>\n<p>Zudem setzen die Anbieter darauf, dass auch die Scooter-Fahrer die Fahrzeuge umsichiger abstellen. Warum sollten Menschen, die bei Rot die Kreuzung queren, st\u00e4ndig auf ihre Smartphones gaffen, Behinderten in den \u00d6ffis die Sitzpl\u00e4tze wegnehmen, ihren M\u00fchl nicht ordnungsgem\u00e4\u00df entsorgen k\u00f6nnen, ein proletenhaftes Verhalten an dem Tag legen, pl\u00f6tzlich die E-Scooter \u201eumsichtig\u201c abstellen?<\/p>\n<p>Meine damalige Meinung zum Verhaltenskodex: \u201eDas ein Verhaltenskodex dazu f\u00fchren soll, dass die Roller umsichtig und sicher abgestellt werden, k\u00f6nnen aber nur sehr naive und lebensferne Menschen annehmen\u201c.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Link zum Verhaltenskodex der Stadt Linz: <a href=\"http:\/\/hojas.co.at\/blog\/elektro-roller-in-linz-und-der-verhaltenskodex\/\">http:\/\/hojas.co.at\/blog\/elektro-roller-in-linz-und-der-verhaltenskodex\/<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Leider hatte ich Recht und man sollte davon ausgehen, dass dieser Verhaltenskodex in Linz gescheitert ist. Gescheitert sind bei der E-Scooterproblematik f\u00fcr mich nicht nur die Politik, sondern auch die meisten Sch\u00f6nwettervereine und Sch\u00f6nwetterverb\u00e4nde, die sich angeblich f\u00fcr die Belange der Menschen mit Behinderung einsetzen. Da fehlt es meiner Meinung an der fachlichen Kompetenz, was mit der heutigen Technik bereits m\u00f6glich w\u00e4re. Wenn man von QR-Code, NFC , Apps\u00b4s oder GPS keine Ahnung hat, sollte sich auch bei E-Scootern nicht zu weit aus dem Fenster lehnen.<\/p>\n<p>Was haben sie in den letzten Jahren im Bezug der E-Scooter alles unternommen? Ich meine hiermit, etwas vern\u00fcnftiges und nachhaltiges? Eine Schleife mit Hinweisen, wie man die Scooter sicher abstellen sollte, wie zum Beispiel in Wien passiert, finde ich f\u00fcr sinnlos. Die Aufschriften m\u00fcssten in mehreren Sprachen erfolgen. Au\u00dferdem will man Scooterfahren und nicht lesen. Weiters ist es den Disziplinlosen ziemlich egal was auf so einer Schleife steht. Ich lese solche Schleifen nur, wenn sie an Kr\u00e4nzen befestigt sind. Ebenfalls w\u00fcrde ich keinen Scooter angreifen um eine solche Schleife anzubringen. Man k\u00f6nnte dann immer behaupten, ich h\u00e4tte das Ding besch\u00e4digt. Ich sehe auch hier keinen Erziehungseffekt.<\/p>\n<p>Wer beispielsweise mit Kinderwagen, Rollator oder Rollstuhl unterwegs ist und dann auch noch auf schlampig abgestellte E-Scooter auf schmalem Gehsteigen trifft, hat logischerweise ein gr\u00f6\u00dferes Problem. Genauso hat diese Gruppe auch dann ein Problem, wenn solche Scooter genau bei Liftt\u00fcren oder Rolltreppen stehen. Diese Gruppe ist haupts\u00e4chlich durch die E-Scooter behindert.<\/p>\n<p>Die Gruppe der Blinden und Sehbehinderten ist durch die E-Scooter auch noch der Gefahr des Stolperns und St\u00fcrzens ausgesetzt. Weiters werden bekannte und eintrainierte Wege verstellt. Scooter, die auf einer taktilen Bodeninformation oder an einer akustisch taktilen Ampel abgestellt oder angelehnt werden, sind weitere Hindernisse und Gefahren. Die Blinde oder Sehbehinderte Person kann das Anmeldetableau am Ampelmasten nicht mehr erreichen. Ebenso geht eine Gefahr von Scootern aus, die an Hausmauern oder bei Gehsteigkanten abgestellt werden. Auch das sind Mobilit\u00e4tshilfen f\u00fcr die Blinden und Sehbehinderten.<\/p>\n<p>In den sozialen Netzwerken h\u00e4ufen sich die Berichte \u00fcber die schlampig abgestellten oder herumliegenden E-Scootern. Sei es nun Facebook, Whatsapp oder andere Messengerdienste, Newsletter oder E-Mails. Es sind immer die Gleichen Probleme und es betrifft aber nicht nur \u00d6sterreich.<\/p>\n<p>Sogar auf der Meldeplattform von \u201eSchau auf Linz\u201c beschweren sich die sehenden Landsleute bereits \u00fcber die Scooter. Die immer gleich bleibende Antwort des SAL-Teams: \u201eWir haben die Betreiber informiert!\u201c.<\/p>\n<p>Ich habe in meiner Bildergalerie \u201eBlind in Linz\u201c, in der Gruppe \u201eE-Scooter\u201c bereits \u00fcber 340 Fotos \u00fcber die nicht ordnungsgem\u00e4\u00df abgestellten Plagen eingestellt. Jetzt h\u00f6re ich damit auf, da es in letzter Zeit zu einer Inflation gekommen ist.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Link zur Bildergalerie f\u00fcr Sehende: <a href=\"http:\/\/hojas.co.at\/blindinlinz\/index.php?\/category\/6\">http:\/\/hojas.co.at\/blindinlinz\/index.php?\/category\/6<\/a><\/p>\n<h3>Beispiele aus Linz:<\/h3>\n<p>Am 30. April bin ich in Linz vom Schillerpark zur Goethekreuzung spaziert. Das sind 2 Stra\u00dfenbahnhaltestellen. Dazwischen bin ich auf 8 wild abgestellte E-Scooter gesto\u00dfen. 3 davon standen auf einer TB&gt;I oder dicht daneben. Entlang der Wiener Stra\u00dfe 1 bis zur Herz Jesu Kirche standen 10 St\u00fcck herum. Auch hier war die TBI blockiert. Beim Billa bei der Herz Jesu Kirche gibt es eine Hausein- und ausfahrt. Eine Autofahrerin stieg w\u00fctend aus ihrem Wagen und musste 2 Scooter wegr\u00e4umen um die Durchfahrt n\u00fctzen zu k\u00f6nnen. Sie hat die Scooter ganz brav auf die vorbeif\u00fchrende TBI gestellt.<\/p>\n<p>Am 01. Mai war ich wider in der Linzer Landstra\u00dfe unterwegs. Bei der Goethekreuzung bei der \u201aAdresse Landstra\u00dfe 86 stellt man die Scooter gerne ab. Obwohl hier ein Fahrrad- und E-Scooterabstellplatz vorhanden sind, werden auch hier Scooter nicht ordnungsgem\u00e4\u00df abgestellt. Es f\u00fchrt eine TBI von der Kreuzung bis zur Hausmauer. Und da stehen sie meistens. Am 01. Mai ist aber auch noch ganz etwas anderes bei dieser Ecke gestanden. Ein Polizeiauto. Darin sa\u00dfen 2 Polizisten und starrten fasziniert auf die TBI und dem Scooter. Sonst passierte nichts. Als ich an die Seitenscheibe klopfte, wurde diese vorsichtig nach unten gelassen. Auf meine Frage, warum sie eine Einrichtung f\u00fcr Menschen mit Behinderung nicht freihalten?, kam die Gegenfrage, wo denn diese Einrichtung sei! Jedenfalls stellte es sich wieder einmal heraus, dass Polizisten keine TBI kennen. Die 2 waren der Meinung, diese Rillen dienen dazu, dass das Wasser besser von der Hausmauer abgeleitet wird. Jedenfalls bat ich die Beamten, sie sollen den Scooter entfernen. Als ich nach etwa einer Stunde zur\u00fcckkam waren die Polizisten verschwunden. Der Scooter stand aber immer noch da.<\/p>\n<p>Auch zwischen Unionkreuzung und Herz Jesu Kirche standen sie wieder wild herum. Direkt beim BFI standen 2 auf der TBI. Beim Zugang zum RISS in der Raimundstra\u00dfe standen gleich 3 hintereinander.<\/p>\n<p>Auch im Umfeld zum BSV O\u00d6 und zu freiraum-europa machen die E-Scooter nicht halt. Ob sie nun bei der Kreuzung Makartstra\u00dfe \u2013 Lissagasse \u2013 Krausstra\u00dfe oder wie vor einigen Wochen direkt am \u201aGehsteig vor dem BSV O\u00d6 standen oder bei Liftzug\u00e4ngen und bei der Unionkreuzung direkt bei den Rolltreppen. Sie stehen eigentlich schon \u00fcberall herum.<\/p>\n<p>Jedenfalls wird diese Problematik auch das neue Kompetenzzentrum der Hilfsgemeinschaft der Blinden und Sehschwachen \u00d6sterreichs in Linz bei der Kreuzung Wiener Stra\u00dfe &#8211; Anzengruberstra\u00dfe betreffen. Es ist zwar nur eine sehr kurze Strecke von der Unionkreuzung bis zum Standort (etwa 200 Meter) , aber es befinden sich einige Lokale mit Schanig\u00e4rten entlang des Weges. Und da stellt man schon gerne seinen Scooter ab um seinen D\u00f6ner zu verzehren.<\/p>\n<p>Man darf nicht alle Ben\u00fctzerinnen und Ben\u00fctzer von E-Scootern in einen Topf werfen, Es ist ein kleiner Anteil dieser Gruppe. Deshalb halte ich den Vorschlag, die Betreiber der E-Scooter daf\u00fcr zur Verantwortung zu ziehen, ein bisserl sehr weltfremd und auch sehr lebensfern. Warum soll ich mich also an Regeln halten, wenn ich nicht zur Verantwortung gezogen werde. Auch das hat keinen Erziehungseffekt und man kann davon ausgehen, dass die Scooter noch wilder herumstehen. Es zahlt schlie\u00dflich auch kein Autoh\u00e4ndler die Strafen f\u00fcr Schnellfahren f\u00fcr seine Kunden.<\/p>\n<p>Meine pers\u00f6nliche Erfahrung sagt mir, man muss die Menschen dort treffen, wo es ihnen weh tut. Und das ist nun mal in der Geldb\u00f6rse. Das habe ich bei den arbeitsunwilligen Langzeitarbeitslosen gelernt. Wenn es um ihr Geld ging, dann konnten sie rennen. Genau so sehe ich das auch mit den E-Scooterfahrerinnen und E-Scooterfahrern. Die sollen daf\u00fcr auch verantwortlich gemacht werden. Wenn man mit keinen Konsequenzen rechnen muss, dann brauche ich mich auch an keine Regeln halten. Und noch weniger an einen Verhaltenskodex.<\/p>\n<p>Technisch w\u00e4re das kein Problem. Man wei\u00df ja, wer die Scooter nutzt. Welche Strecke gefahren wurde und wo sie abgestellt werden. Schlie\u00dflich wird ja danach abgerechnet. Genauso gibt es vordefinierte Haltebereiche. Und wenn es bestimmte Haltebereiche mit GPS-Daten gibt, dann kann man auch Bereiche definieren, an denen man Scooter nicht abstellen darf. Und wer das nicht tut und seinen Scooter an nicht definierten Orten abstellt, dann soll die Uhr und somit der Euro weiterz\u00e4hlen. Das wurde schon getestet und es funktioniert. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die verbotenen Zonen definiert sind. Und nat\u00fcrlich eine Frage des \u201eWOLLENS\u201c. Jedenfalls k\u00f6nnte man Google Maps oder Open\u2019StreetMap dazu n\u00fctzen.<\/p>\n<h3>F\u00fcr mich w\u00e4ren verbotene Zonen in Linz:<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ul>\n<li>Kreuzungsbereiche mit akustisch taktilen Ampeln. In Linz zum Beispiel m\u00fcssten nicht alle Kreuzungen mit ATAS als Verbotszone definiert werden. Hier reichen die Kreuzungen im Innenstadtbereich und im Umfeld von Einrichtungen f\u00fcr Menschen mit Behinderung.<\/li>\n<li>Ein- und Ausg\u00e4nge zu Liften im \u00f6ffentlichen Raum (Unionkreuzung, Herz Jesu Kirche, HBF Linz etc.);<\/li>\n<li>Zu- und Abg\u00e4nge bei Rolltreppen (Unionkreuzung, HBF Linz Bereich K\u00e4rntnerstra\u00dfe etc.);<\/li>\n<li>Zu- und Abg\u00e4nge bei Stiegen im \u00f6ffentlichen Raum (Unionkreuzung, Herz Jesu Kirche, HBF Linz, Hauptplatz Linz, Umfeld Schloss etc.);<\/li>\n<li>In Haltestellenbereichen und in Warteh\u00e4uschen;<\/li>\n<li>Im Umfeld von taktilen Bodeninformationen,<\/li>\n<li>Im Umfeld zu Ein- und Ausg\u00e4ngen von \u00f6ffentlichen Geb\u00e4uden etc..<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ul>\n<li>Wenn man die oben genannten \u00d6rtlichkeiten als Zonen definieren k\u00f6nnte, an denen E-Scooter nicht oder nur sehr schwer abgestellt werden k\u00f6nnen, dann dann w\u00e4re schon einmal ein bisserl mehr Sicherheit f\u00fcr Menschen mit einer Behinderung vorhanden.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Weiters sollten die E-Scooter mit einem leicht auffindbaren QR- oder NFC-Code, mit dem der Scooter eindeutig identifiziert \u00a0werden kann, gekennzeichnet werden. Damit auch blinde oder sehbehinderte Menschen die M\u00f6glichkeit bekommen sollen, solche Scooter zu melden oder bei Unf\u00e4llen eine entsprechende Anzeige machen zu k\u00f6nnen. Das wird nat\u00fcrlich nicht f\u00fcr Alle n\u00fctzlich sein, aber wenn es einige verwenden k\u00f6nnen, dann hat es schon geholfen.<\/p>\n<p>Weiters sollten die Polizei und eventuelle Stadtwachen besser im Bezug auf Einrichtungen f\u00fcr Menschen mit Behinderung im \u00f6ffentlichen Raum geschult werden. Wie ich pers\u00f6nlich schon erfahren durfte, haben viele im Polizeibereich und besonders bei der Linzer Stadtwache keine Ahnung von einer TBI, einer ATAS oder einem Aufmerksamkeitsfeld und das diese Einrichtungen frei gehalten werden m\u00fcssen. Somit ist es f\u00fcr sie kein Problem, auf einer TBI neben einem Scooter zu stehen, ohne zu reagieren.<\/p>\n<p>Was mich besonders st\u00f6rt, ist die Tatsache, wenn sich Blinde oder Sehbehinderte bei nicht ordnungsgem\u00e4\u00df abgestellten E-Scootern verletzen und in \u00e4rztliche Behandlung m\u00fcssen, keine Anzeige machen. Die Begr\u00fcndung ist eigentlich immer die Gleiche: \u201eEs ist ja alles so kompliziert und aufwendig und das tue ich mir nicht an\u201c. Das stimmt so schon, aber wenn sich niemand daf\u00fcr die M\u00fche und den Aufwand macht, dann wird sich auch hier niemand Verantwortlich f\u00fchlen und es wird sich nie etwas \u00e4ndern. Leider sieht man diese Personen dann noch Wochen sp\u00e4ter herumhinken. Mein Mitleid h\u00e4lt sich aber in Grenzen.<\/p>\n<p>Zum Abschluss noch etwas \u00fcber die Polizei in Linz und die taktilen Bodeninformationen. Leider scheinen diese Rillen im Boden bei der Polizei in Linz noch nicht angekommen zu sein. Wie bereits im Bericht erw\u00e4hnt, musste ich auch bei anderen Gelegenheiten die Unwissenheit unserer Besch\u00fctzer zur Kenntnis nehmen.<\/p>\n<p>Ebenfalls am 01. Mai 2022 standen 2 Polizeiautos am Schillerplatz bei den 2 W\u00fcrstelst\u00e4nden. Auch diese beiden standen direkt \u00fcber der TBI, obwohl gen\u00fcgend Platz vorhanden war. Auch diese Besatzungen hatten von einer TBI keine Ahnung.<\/p>\n<p>Auch bei den Polizeiinspektionen im Lenaupark oder in Pichling in der Solarcity ist das Wissen von taktilen Hilfslinien f\u00fcr Blinde begrenzt bis gar nicht vorhanden.<\/p>\n<p>Ein besonderes Erlebnis hatte ich schon vor l\u00e4ngerer Zeit mit 5 Polizisten am Weihnachtsmarkt am Linzer Volksgarten. Das war gerade der Zeitpunkt, als Alexander Gaisch, jener Polizist, der einem Kollegen die &#8222;Wadln virerichten&#8220; wollte, weil dieser ihn nicht erkannte.<\/p>\n<p>Auch hier wurde das Polizeiauto bei der Goethekreuzung auf die TBI (damals noch Blindenleitsystem) gestellt und die Polizisten standen auf der anderen Stra\u00dfenseite. Als ich sie auf ihr Verhalten aufmerksam machte kristallisierte sich sofort ein R\u00e4delsf\u00fchrer heraus und der versuchte mir eine wilde Geschichte zu erz\u00e4hlen. Er fing damit an, dass diese Polizeieins\u00e4tze bis ins kleinste Detail geplant sind. So wird zum Beispiel genau festgelegt, wie ein Polizeiauto wo zu stehen hat. Das wird alles in einem Plan eingezeichnet und so m\u00fcssen sie dann ihr Auto im Einsatz hinstellen. Und somit d\u00fcrfen sie das Auto auch auf ein Blindenleitsystem stellen. Weil es ja so im Plan vorgesehen ist. Mich hat dann dieser Plan interessiert und wollte ihn auch gerne sehen. Nat\u00fcrlich d\u00fcrfen sie diese wichtigen Unterlagen im Einsatz nicht mitnehmen, sondern sie m\u00fcssen sich das alles einpr\u00e4gen. Deshalb waren sie sicher als Gruppe unterwegs. Jeder wusste ein Viertel vom Plan und der F\u00fcnfte wusste wo der Plan versteckt ist. Au\u00dferdem seien sie von der Polizei und sie d\u00fcrfen doch einiges mehr als der Normalb\u00fcrger. Und somit ihr heiliges Auto auf das Blindenleitsystem stellen.<\/p>\n<p>Mich erinnerte dieser Trupp an Kottan und seine Mitstreiter (Schramml, Schremser, Pilch etc.). Sicher waren sie davon \u00fcberzeugt, mich Normalb\u00fcrger \u00fcberzeugt oder gerollt zu haben. Ich war versucht, in der Polizeidirektion anzurufen und diesen tapferen Beamten durch \u201eAlexander Gaisch\u201c die &#8222;Wadln virerichten&#8220; zu lassen.<\/p>\n<p>Ich kann aber auch sagen, dass es sehr viele nette Polizistinnen und Polizisten gibt, die wenn man sie auf solche Missgeschicke hinweist, sich entschuldigen und wenn es m\u00f6glich ist, das Auto umstellen. Das wird aber niemand verlangen, wenn sie gerade einen gr\u00f6\u00dferen Einsatz haben. Aber man hat sie auf eine TBI aufmerksam gemacht und vielleicht hatte es einen Lerneffekt.<\/p>\n<p>Was mich aber schon etwas verwundert, ist die Tatsache, dass der aktuelle Obmann des Blinden- und Sehbehindertenverbandes O\u00d6, Dr. Niederwimmer ja Pressesprecher der Polizei war. Anscheinend war zu dieser Zeit ein \u201ekompetenter Umgang mit Menschen mit Behinderung\u201c nicht sein Kompetenz- und Aufgabenbereich. W\u00fcrde f\u00fcr mich pers\u00f6nlich aber einiges erkl\u00e4ren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Durch die milden Temperaturen im\u00a0 Winter waren sie auch in dieser Jahreszeit nicht g\u00e4nzlich aus Linz verschwunden. 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