{"id":1775,"date":"2022-05-28T20:02:51","date_gmt":"2022-05-28T18:02:51","guid":{"rendered":"http:\/\/hojas.co.at\/blog\/?p=1775"},"modified":"2022-05-28T20:02:51","modified_gmt":"2022-05-28T18:02:51","slug":"e-scooterproblematik-fuer-menschen-mit-behinderung-in-linz","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/hojas.co.at\/blog\/e-scooterproblematik-fuer-menschen-mit-behinderung-in-linz\/","title":{"rendered":"E-Scooterproblematik f\u00fcr Menschen mit Behinderung in Linz."},"content":{"rendered":"<p>Sehr geehrter Herr B\u00fcrgermeister Klaus Luger,<\/p>\n<p>sehr geehrter Herr Mobilit\u00e4tsreferent Martin Hajart,<\/p>\n<p>sehr geehrte Damen und Herren!<\/p>\n<p>Zum Thema E-Scooterproblematik in Linz habe ich als schwerst sehbehinderte und somit betroffene Person meine eigene Meinung. Die sich nicht mit der euphorischen Meinung, wie auf der Homepage der Stadt Linz, deckt. Aber vielleicht kann man in den n\u00e4chsten Wochen ja positiv \u00fcberrascht werden. Jedenfalls habe ich das subjektive Empfinden, dass man schon wieder auf die Menschen mit Behinderung vergessen hat.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ich habe mich im Jahr 2021 mit den Betreibern der E-Scooter in Verbindung gesetzt und auf die Probleme der Blinden und Sehbehinderten Menschen durch die wild abgestellten E-Scooter hingewiesen. So habe ich mich z. B. mit Herrn Martin\u00a0 Skerlan von der Firma Tier getroffen und \u00fcber die Probleme der Menschen mit Behinderung gesprochen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ich kann anmerken, dass die Scooter der Firma Tier in Linz die wenigsten Probleme machen. Das k\u00f6nnen sie in meiner Bildergalerie, die bereits 340 Fotos von wild abgestellten E-Scootern in Linz zeigen, feststellen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>F\u00fcr mich ist der Verhaltenskodex der Stadt Linz, so wie er zur Zeit praktiziert wird, in voller L\u00e4nge \u201eGESCHEITERT\u201c.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Mir sind Blinde Personen bekannt, die \u00fcber solche wild abgestellten E-Scooter gestolpert und grfallen sind, sich auch schwer verletzt haben und sich entsprechend im Krankenhaus oder beim Arzt behandeln haben lassen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Leider haben diese Personen keine Anzeige erstattet. Es ist immer die gleiche Begr\u00fcndung. \u201eEs ist alles so aufwendig und kompliziert\u201c. Das kann man Blinden und Sehbehinderten Menschen sicher nachvollziehen, dass sie keine Fotos machen oder Zeugen zusammentrommeln oder einen Unfallbericht verfassen k\u00f6nnen. Auch hier geh\u00f6rt eine Verbesserung f\u00fcr diese Personengruppe hergestellt. Dann g\u00e4be es mehr Anzeigen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Weiters scheint auch nicht bekannt zu sein, dass es in Linz im \u00f6ffentlichen Raum Einrichtungen f\u00fcr Menschen mit Behinderung gibt, die freigehalten werden \u201eM\u00dcSSEN\u201c. Das steht auch so in der Stra\u00dfenverkehrsordnung unter \u00a7 24.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Dazu geh\u00f6ren die taktilen Bodeninformationen (TBI), diese ber\u00fchmten Rillen im #boden. Die f\u00fcr Blinde die Orientierung mit dem Blindenstock darstellen. Weiters gibt es diese Anmeldetableaus an bestimmten Kreuzungen, die sogenannten akustisch taktilen Signalanlagen (ATAS). Die haben die Aufgabe, Blinde und Sehbehinderte Menschen sicher \u00fcber die Stra\u00dfe zu bringen. Entweder mit Akustik oder mit Vibration. Auf der Oberseite dieser Tableaus befindet sich ein Richtungspfeil, an dem sich die Blinde Person orientiert, in welche Richtung sie gehen muss. Auf der Unterseite befindet sich ein Vibrationstaster. Der zeigt der \u201aBlinden Person durch vibrieren an, ob sie die Gr\u00fcnphase hat. Man brauch dadurch nicht immer die Akustik aktivieren und die Anrainer nerven. Weiters befindet sich auf dem Tableau eine taktile Querungsstrecke. Damit ertastet man, wieviel Fahrstreifen, Rad- oder Stra\u00dfenbahngleise man queren muss. Die Blinde oder Sehbehinderte Person muss somit diese Anmeldetableaus ungehindert erreichen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Alle diese, f\u00fcr Blinde und Sehbehinderte, wichtige Einrichtungen werden und wurden von wild abgestellten E-Scootern blockiert. Womit sie diese Gruppe enorm gef\u00e4hrden. Au\u00dferdem blockieren sie, von Blinden, im Mobilit\u00e4tstraining einstudierte Wege.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Weiters orientieren sich Blinde und Sehbehinderte Menschen auch an Hausmauern und Gehsteigkanten. Auch hier gibt es bez\u00fcglich der E-Scooterfahrerinnen und \u201aE-Scooterfahrer keine Disziplin.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ebenso werden die E-Scooter bei Liftzug\u00e4ngen, bei Rolltreppen und bei Stiegen achtlos abgestellt. Man stellt sich die Blinde Person vor, wenn sie den Lift betreten will und einScooter blockiert die T\u00fcr. Ebenso zum gro\u00dfen Problem wird es f\u00fcr Blinde, wenn sie die Rolltreppen oder Stiegen ben\u00fctzen und ein Scooter steht direkt beim Zugang..<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Solche Probleme treten immer bei der Unionkreuzung, Herz Jesu Kirche oder beim H\u2019BF Linz auf.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>F\u00fcr Menschen im Rollstuhl, mit Rollator oder mit Kinderwagen sind das l\u00e4stige Behinderungen auf ihrem Weg. F\u00fcr Blinde und Sehbehinderte Menschen stellt das aber eine Stolper- und Sturzgefahr da. Besonders wenn es nach unten geht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ebenso schreibt die Stadt Linz auf ihrer Homepage, dass man das wilde Abstellen der Scooter direkt in Haltestellenbereichen und\/oder bei Schulen, in der Umgebung von Alten- und Pflegeheimen, Krankenh\u00e4usern und \u00e4hnlichen Einrichtungen, wo mit vulnerablem Fu\u00dfgeherverkehr zu rechnen ist, einzuschr\u00e4nken.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Warum wurden schon wieder die Menschen mit Behinderung vergessen?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Es gibt in Linz einige Einrichtungen, wo sich sehe viele Menschen mit Behinderung aufhalten. Und hier besonders viele Blinde und Sehbehinderte. Im Umfeld Unionkreuzung bis Bulgariplatz befinden sich das BBRZ, das RISS, freiraum-europa, der BSV O\u00d6 und demn\u00e4chst er\u00f6ffnet die Hilfsgemeinschaft der Blinden und Sehschwachen \u00d6sterreichs ihr Kompetenzzentrum bei der Kreuzung Wiener Stra\u00dfe \u2013 Anzengruberstra\u00dfe. Auch dadurch ist in dieser Gegend ein vermehrtes Aufkommen von Blinden und Sehbehinderten zu rechnen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Weiters befinden sich in der Kapuzinerstra\u00dfe das Blindenpastoral der Di\u00f6zese Linz und das LSZ f\u00fcr H\u00f6r- und Sehbildung. Wurden auch alle diese Einrichtungen in die \u00dcberlegungen einbezogen?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Im Anhang finden sie eine Sammlung von Fotos von nicht ordnungsgem\u00e4\u00df abgestellten E-Scootern im Umfeld der Unionkreuzung bis zum Bulgariplatz, Makartstra\u00dfe, Raimundstra\u00dfe, Krausstra\u00dfe und Lissagasse. In diesem Bereich sind eben sehr viele Menschen mit Behinderung unterwegs. Diese Aufnahmen entstanden in einem sehr kurzen Zeitraum.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Falls der Anhang nicht ge\u00f6ffnet werden kann, finden Sie hier einen Link zum Download: <a href=\"http:\/\/www.hojas.co.at\/extern\/E-Scooterproblematik.pdf\">http:\/\/www.hojas.co.at\/extern\/E-Scooterproblematik.pdf<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>F\u00fcr mich als fast blinde Person habe ich meine Vorstellungen und Ideen, wo man E-Scooter nicht oder\u00a0 niemals abstellen darf. Jedenfalls w\u00e4re technisch schon sehr viel m\u00f6glich. Es ist nur eine Frage des \u201eWOLLESNS\u201c.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>F\u00fcr mich w\u00e4ren verbotene Zonen in Linz:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ul>\n<li>Kreuzungsbereiche mit akustisch taktilen Ampeln. In Linz zum Beispiel m\u00fcssten nicht alle Kreuzungen mit ATAS als Verbotszone definiert werden. Hier reichen die Kreuzungen im Innenstadtbereich und im Umfeld von Einrichtungen f\u00fcr Menschen mit Behinderung.<\/li>\n<li>Ein- und Ausg\u00e4nge zu Liften im \u00f6ffentlichen Raum (Unionkreuzung, Herz Jesu Kirche, HBF Linz etc.);<\/li>\n<li>Zu- und Abg\u00e4nge bei Rolltreppen (Unionkreuzung, HBF Linz Bereich K\u00e4rntnerstra\u00dfe etc.);<\/li>\n<li>Zu- und Abg\u00e4nge bei Stiegen im \u00f6ffentlichen Raum (Unionkreuzung, Herz Jesu Kirche, HBF Linz, Hauptplatz Linz, Umfeld Schloss etc.);<\/li>\n<li>In Haltestellenbereichen und in Warteh\u00e4uschen;<\/li>\n<li>Im Umfeld von taktilen Bodeninformationen,<\/li>\n<li>Im Umfeld zu Ein- und Ausg\u00e4ngen von \u00f6ffentlichen Geb\u00e4uden etc..<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ul>\n<li>Wenn man die oben genannten \u00d6rtlichkeiten als Zonen definieren k\u00f6nnte, an denen E-Scooter nicht oder nur sehr schwer abgestellt werden k\u00f6nnen, dann w\u00e4re schon einmal ein bisserl mehr Sicherheit f\u00fcr Menschen mit einer Behinderung gegeben.<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Weiters sollten die E-Scooter mit einem leicht auffindbaren QR- oder NFC-Code, mit dem der Scooter eindeutig identifiziert\u00a0 werden kann, gekennzeichnet werden. Damit auch blinde oder sehbehinderte Menschen die M\u00f6glichkeit bekommen sollen, solche Scooter zu melden oder bei Unf\u00e4llen eine entsprechende Anzeige machen zu k\u00f6nnen. Das wird nat\u00fcrlich nicht f\u00fcr Alle n\u00fctzlich sein, aber wenn es einige verwenden k\u00f6nnen, dann hat es schon geholfen. Bis jetzt k\u00f6nnen Blinde und Sehbehinderte wild abgestellte Scooter nicht melden. (Es wurde immer nach der Firma gefragt).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ebenso sollten die Polizei und eventuelle Stadtwachen besser in Bezug auf Einrichtungen f\u00fcr Menschen mit Behinderung im \u00f6ffentlichen Raum geschult werden. Wie ich pers\u00f6nlich schon erfahren durfte, haben viele im Polizeibereich und besonders bei der Linzer Stadtwache keine Ahnung von einer TBI, einer ATAS oder einem Aufmerksamkeitsfeld und das diese Einrichtungen frei gehalten werden m\u00fcssen. Somit ist es f\u00fcr sie kein Problem, auf einer TBI neben einem Scooter zu stehen, ohne zu reagieren. So passiert z. B. Am 01. Mai bei der Goethekreuzung. Da stand ein Scooter auf einer TBI. Daneben stand ein Polizeiauto und die 2 Beamten starrten durch die Windschutzscheibe fasziniert auf die TBI und dem Scooter. Auf die Frage, warum sie eine Einrichtung f\u00fcr Menschen mit Behinderung nicht frei machen?, kam die Antwort: \u201eWo denn diese Einrichtung sei?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Auch hier geh\u00f6rt angesetzt. Es bringt ja nichts, wenn die Stadtwache und die Polizei durch die Stra\u00dfen marschieren und nicht wissen, was Einrichtungen f\u00fcr Menschen mit Behinderung im \u00f6ffentlichen Raum eigentlich sind.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ich bin kein Gegner des Fortschrittes und wenn es mein gesundheitlicher Zustand es zulassen w\u00fcrde, w\u00e4re ich sicher auch mit einem E-Scooter unterwegs. Als Kinder hatten wir ja noch die Roller mit Fu\u00dfantrieb. Ich bin mir sicher, dass man in Linz zu einer, f\u00fcr alle brauchbaren L\u00f6sung kommen wird. Man muss immer wieder an den ber\u00fchmten R\u00e4dchen drehen. So k\u00f6nnte Linz sogar ein Vorzeigemodell werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Vielleicht k\u00f6nnten sie meine Ideen und Vorschl\u00e4ge in Ihre \u00dcberlegungen einbeziehen. Es geht um die Sicherheit und Gesundheit von den Blinden und Sehbehinderten Menschen in Linz.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Meine Bildergalerie der wild abgestellten E-Scooter in Linz: <a href=\"http:\/\/hojas.co.at\/blindinlinz\/index.php?\/category\/6\">http:\/\/hojas.co.at\/blindinlinz\/index.php?\/category\/6<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Mit freundlichen Gr\u00fc\u00dfen<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sehr geehrter Herr B\u00fcrgermeister Klaus Luger, sehr geehrter Herr Mobilit\u00e4tsreferent Martin Hajart, sehr geehrte Damen und Herren! 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