{"id":1824,"date":"2022-11-10T21:44:26","date_gmt":"2022-11-10T19:44:26","guid":{"rendered":"http:\/\/hojas.co.at\/blog\/?p=1824"},"modified":"2022-11-10T21:44:26","modified_gmt":"2022-11-10T19:44:26","slug":"herbstwanderung-des-ooe-blindensportclubs-durch-den-plochwald-im-muehlviertel-in-oberoesterreich","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/hojas.co.at\/blog\/herbstwanderung-des-ooe-blindensportclubs-durch-den-plochwald-im-muehlviertel-in-oberoesterreich\/","title":{"rendered":"Herbstwanderung des O\u00d6 Blindensportclubs durch den Plochwald im M\u00fchlviertel In Ober\u00f6sterreich."},"content":{"rendered":"<p>So wie 2021 organisierte der Spartenleiter f\u00fcr Bergsteigen und Wandern des Ober\u00f6sterreichischen Blindensportclubs Alfons Aufreiter zusammen mit \u00a0Anni Wagner auch 2022 eine Herbstwanderung im M\u00fchlviertel.<\/p>\n<p>Am Sonntag, 30.10.2022 war es so weit. Eine Gruppe aus Linz verlie\u00df die graue Stadt und fuhr zu einen idyllischem Marktfleck im n\u00f6rdlichen M\u00fchlviertel. Das Ziel war Windhag bei Freistadt. Beim dortigen Treffpunkt warteten schon die restlichen Wanderfreunde. Bei herrlichstem Herbstwetter mit viel Sonnenschein und warmer Temperatur marschierten 19 Blinde, Sehbehinderte und deren Begleitpersonen los.<\/p>\n<p>Wir marschierten Richtung Sportplatz und danach begann die pure Wanderidylle. \u00a0\u00dcber Wiesen, Felder und \u00fcber Waldfl\u00e4chen mit moosbedeckten B\u00f6den Gingen wir durch ein ansteigendes Waldst\u00fcck zur Lippenh\u00f6he, von der das n\u00f6rdliche M\u00fchlviertel vor uns lag. Dieser Ort soll ein ganz besonderer Kraftplatz sein. Schlie\u00dflich befinden sich in der N\u00e4he zwei sch\u00f6n gelegene keltische Opferschalen. Die Lippenh\u00f6he st\u00e4rkt alle, die sich \u00fcberfordert f\u00fchlen, und steht f\u00fcr Klarheit, Offenheit und Kommunikation.<\/p>\n<p>Beim entspannten dahintrotten roch man die herbstliche Stimmung, h\u00f6rte und sp\u00fcrte die Laubbl\u00e4tter unter den Wanderschuhen und man genoss das Rascheln der verschiedenen Laubbl\u00e4tter, wie Ahorn oder Buche. Und was sonst noch so am Waldboden herumlag. Verwitterte Granitbl\u00f6cke waren ein Dauerbegleiter.<\/p>\n<p>Eine l\u00e4ngere Zeit marschierten wir durch ein leicht ansteigendes Waldst\u00fcck Richtung Plochwald zum Edlbauer \u2013 Steinfelsen, einem wie von Riesenhand aufgebauten Felsenturm. Alle nur denkbaren Felsformationen liegen hier herum. Es m\u00fcssen schon sehr kreative Riesen gewesen sein, die hier am Werk waren. In unmittelbarer Umgebung liegt ein schon sehr verfallenes Haus, das schon in den F\u00fcnfzigerjahren verlassen wurde. Hier kann man sehr gut erkennen, wie sich die Natur alles zur\u00fcck holt.<\/p>\n<p>Unterhalb dieses Felsens, in einen dunklen Waldst\u00fcck, passierte vor einiger Zeit eine grausame Geschichte. Hierher fl\u00fcchtete ein M\u00f6rder und versteckte sich in dieser d\u00fcsteren und finsteren Gegend. Gl\u00fccklicherweise spielte dies alles nur im Film. \u201eDer Tote am Teich\u201c und \u201eDer Tote im See\u201c lie\u00dfen ihr Leben in dieser idyllischen M\u00fchlviertler Gegend durch M\u00f6rderhand. Hierher hat sich der vermeintliche Film-M\u00f6rder, gespielt von Josef Hader, zur\u00fcckgezogen.<\/p>\n<p>Zum Gl\u00fcck waren wir nicht \u00e4ngstlich und legten am Fu\u00dfe des Edlbauer \u2013 Steinfelsens unsere Rast ein. Zum gem\u00fctlichen Verweilen trugen auch die rustikalen Tische und B\u00e4nke bei. Mit Unterst\u00fctzung von Aufstiegshilfen lohnt es sich, den Felsen zu erklettern, um den herrlichen Ausblick nach Westen \u00fcber die M\u00fchlviertler Landschaft zu genie\u00dfen. Was einige von uns auch taten und auf den Felsen herumkraxelten.<\/p>\n<p>Nachdem 2 weitere Windhagerinnen zur Gruppe gesto\u00dfen waren, setzten wir unsere Wanderung fort und nach einem kurzen Wegst\u00fcck taucht auf dem weiteren Weg pl\u00f6tzlich ein mystischer See auf. Er ist ringsum von steilaufragenden Felsw\u00e4nden umgeben. Der Silbersee. Er bef\u00fcllt den ehemaligen Plochwald-Steinbruch. Seit mehr als 25 Jahren wird hier kein Granit mehr abgebaut. Eine verwunschene Landschaft, ideal f\u00fcr Poeten und Literaten. Genau hier stellten wir uns f\u00fcr das Gruppenfoto zusammen. Hier w\u00e4re eine kleine H\u00fctte am See f\u00fcr einen kreativen Schaffensprozess sicher bestens geeignet.<\/p>\n<p>Nach so viel Idylle setzten wir unsere Wanderung fort und n\u00e4herten uns einem weiteren Kraftort und Naturdenkmal. Die Jankaskirche. Am Fu\u00dfe dieser eindrucksvollen Felsformation, ebenfalls mitten im Wald und am S\u00fcdhang des Waschenberges gelegen, l\u00e4dt ein Rastplatz zum Verweilen ein. Eine Ansammlung von bizarren Felsgebilden, die mit etwas Fantasie eine Kirche mit Turm und einer vorgelagerten Sakristei darstellen. Jedenfalls kann man auf den Kirchturm hinaufsteigen. \u00dcber die senkrecht aufeinandergeschichteten Felsbl\u00f6cke ist dies nur mit Seilsicherungen m\u00f6glich, wenn auch immer noch sicher mit einem gewissen Prickeln. Auch hier lie\u00dfen es sich einige nicht nehmen, dies zu tun. Jedenfalls brauchten sie zum Abstieg dann doch etwas l\u00e4nger als geplant.<\/p>\n<p>Einst soll sich bei dem Felsen am Waschenberg der Teufel heimisch gemacht haben. Um Menschenseeln anzulocken, hatte er den Felsen wie eine Kirche eingerichtet. Neben dem Felsen in einer H\u00f6hle installierte er auch eine Sakristei.<\/p>\n<p>Jeden Sonntag wenn in Windhaag die Glocken l\u00e4uteten, begann auch der Teufel auf der Jankaskirche zu predigen. Er versprach dabei jedem der in die N\u00e4he kam und ihm seine Seele \u00fcberlasse, ihn mit drei gef\u00fcllten Schalen Geld zu belohnen.<\/p>\n<p>Als sich nach langer Zeit immer noch niemand gefunden hatte, der dem Teufel seine Seele versprach, wurde dieser so zornig, dass er mit lautem Gebr\u00fcll und Geschrei auf seinem Hinterteil \u00fcber den Felsen hinunterrutschte und auf Nimmerwiedersehen verschwand. Beim hinabrutschen erzitterte der ganze Felsen und ward von nun an voller Spr\u00fcnge und Risse. Auch das Dach der Sakristei st\u00fcrzte ein und es blieb nur eine kleine H\u00f6hle.<\/p>\n<p>Die Jankaskirche ist ein alter Heilkultplatz und st\u00e4rkt das Stirnchakra, unterst\u00fctzt also Wissen und Weisheit. Daneben befindet sich eine H\u00f6hle, Sakristei genannt, die Reinigungsritualen gedient hat. An dieser Stelle ist eine au\u00dferordentlich hohe magnetische Abweichung festzustellen.<\/p>\n<p>Als alle der Gruppe ihr Wissen und ihre Weisheit erfahren hatten, machten wir uns auf den letzten Teil der Herbstwanderung, die uns gem\u00fctlich zum Ausgangspunkt beim Sportplatz zur\u00fcckbrachte.<\/p>\n<p>Beim Tagesausklang und gem\u00fctlichen Zusammenhockn im Gasthaus Wieser bedankte sich Alfons Aufreiter bei den Begleitpersonen f\u00fcr ihre Unterst\u00fctzung f\u00fcr die Blinden und Sehbehinderten und wies auch darauf hin, dass ohne diese Ehrenamtlichen vieles f\u00fcr Menschen mit Behinderung nicht m\u00f6glich w\u00e4re.<\/p>\n<p>Ein Danke geht aber auch an Alfons und Anni und an alle, die zum Gelingen dieser eindrucksvollen Wanderung beigetragen haben. Deshalb: Nach der Herbstwanderung im M\u00fchlviertel ist vor der Herbstwanderung im M\u00fchlviertel.<\/p>\n<h4>Details zur Strecke:<\/h4>\n<p>Schwierigkeit: mittel<\/p>\n<p>L\u00e4nge der Strecke: etwa 11 Km<\/p>\n<p>Dauer: etwa 4 Stunden mit Rast und von Felsen herunterkraxeln<\/p>\n<p>Aufstieg: 337 H\u00f6henmeter<\/p>\n<p>H\u00f6chster Punkt: 1.006 Meter<\/p>\n<p>\u00a9 November 2022 by Gerhard Hojas<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>So wie 2021 organisierte der Spartenleiter f\u00fcr Bergsteigen und Wandern des Ober\u00f6sterreichischen Blindensportclubs Alfons Aufreiter zusammen mit \u00a0Anni Wagner auch 2022 eine Herbstwanderung im M\u00fchlviertel. 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