{"id":1911,"date":"2023-10-20T20:39:53","date_gmt":"2023-10-20T18:39:53","guid":{"rendered":"http:\/\/hojas.co.at\/blog\/?p=1911"},"modified":"2023-10-20T20:39:53","modified_gmt":"2023-10-20T18:39:53","slug":"wallfahrt-der-blindenpastoral-nach-rohrbach-berg-am-samstag-14-10-2023","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/hojas.co.at\/blog\/wallfahrt-der-blindenpastoral-nach-rohrbach-berg-am-samstag-14-10-2023\/","title":{"rendered":"Wallfahrt der Blindenpastoral nach Rohrbach-Berg am Samstag 14.10.2023"},"content":{"rendered":"<p>Am Samstag, 14.10.2023 war es wieder soweit. Die Blindenpastoral lud blinde, sehbehinderte Menschen und Freunde zur Wallfahrt nach Rohrbach in Ober\u00f6sterreich ein<\/p>\n<p>So trafen sich 23 Wallfahrerinnen und Wahlfahrer im Busterminal beim Hauptbahnhof Linz und starteten p\u00fcnktlich mit den Linienbus 230 \u00a0\u00a0nach Rohrbach. Dort angekommen erwartete uns schon Blindenseelsorger Mak. Franz Lindorfer. Er f\u00fchrte uns\u00a0 in einigen Minuten von der Bushaltestelle bis zur Stadtpfarrkirche Rohrbach. Dort trafen wir auf die restlichen Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Wallfahrt. Somit war die Gruppe mit 34 Personen komplett.<\/p>\n<h4>Etwas zu Rohrbach-Berg:<\/h4>\n<p>Rohrbach-Berg ist eine Stadtgemeinde im Oberen M\u00fchlviertel und Verwaltungssitz des Bezirks Rohrbach mit einer Fl\u00e4che von 37,90 km\u00b2 und 2 Einwohnern (Stand 1. J\u00e4nner 2023).<\/p>\n<p>Die Gemeinde entstand am 1. Mai 2015 durch die Fusion der vordem selbst\u00e4ndigen Gemeinden Rohrbach in Ober\u00f6sterreich und Berg bei Rohrbach, nachdem bei einer Volksbefragung am 19. Oktober 2014 in beiden ehemals selbst\u00e4ndigen Gemeinden mehrheitlich daf\u00fcr votiert worden war.<\/p>\n<p>Rohrbach-Berg liegt 45 Kilometer nordwestlich der Landeshauptstadt Linz, 10 km s\u00fcdlich der Staatsgrenze zu Tschechien und 21 km \u00f6stlich der Staatsgrenze zu Deutschland im Oberen M\u00fchlviertel. Die leicht zug\u00e4ngliche Lage an alten Verkehrswegen auf einem flachen Ausl\u00e4ufer des Zwischenm\u00fchlr\u00fcckens beg\u00fcnstigte die Entwicklung zum zentralen Verwaltungsort der Region.<\/p>\n<p>Vor der heiligen Messe erz\u00e4hlte uns Pfarrer Alfred die Geschichte der Stadtpfarrkirche Rohrbach und nahm gleich einen H\u00f6hepunkt \u00a0der Wallfahrt vorweg. Wir durften n\u00e4mlich nach der heiligen Messe in der Kirche alles anfassen, ertasten und erf\u00fcllen.<\/p>\n<p>Blindenseelsorger KonsR Mag. Franz Lindorfer zelebrierte nach den Ausf\u00fchrungen von Pfarrer Alfred in seiner bekannten ruhigen und angenehmen Art mit uns die heilige Messe. Unterst\u00fctzt wurde er vom, wie immer, meisterlichen Orgelspiel von Benedikt Felbauer. Diesmal konnten wir auch die wunderbare Stimme von Kantor (Kirchenmusiker, Vors\u00e4nger) Christoph Grubhofer in der Stadtpfarrkirche vernehmen. Und auch Veronika Krinner trug mit ihrer Lesung des zweiten Briefes an die Korinther, Kapitel 4 (<strong>2 Kor 4,7-18; 5,6-7<\/strong>) zum Gelingen dieser Messe bei. Diese feierliche und sp\u00fcrbare Stimmung wird uns lange in Erinnerung bleiben.<\/p>\n<p>Nach der Messe nutzten wir nat\u00fcrlich die Gelegenheit, die Kirche mit unseren Fingern zu erkunden und den Erkl\u00e4rungen unserer Begleitpersonen zuzuh\u00f6ren. Faszinierend war es festzustellen, was man aus Beton, besonders aus wei\u00dfem, machen kann. So wurde zum Beispiel der Ambo (Lesepult) beim Gie\u00dfen auf den Kopf gestellt, damit eine sehr glatte Oberfl\u00e4che entsteht. Eine Fundgrube aus ertastbaren Str\u00e4uchern, Kr\u00e4utern, Getreidearten, Bl\u00fcten und Blumen war die Erntedankkrone. Wo hier auch die dazugeh\u00f6rigen D\u00fcfte nicht fehlen. Ebenso fand der gesch\u00e4lte \u201eWoaz Striezel\u201c seinem Platz auf der Erntedankkrone.<\/p>\n<p>Die r\u00f6misch-katholische Stadtpfarrkirche Rohrbach ist ein denkmalgesch\u00fctztes Bauwerk in Rohrbach-Berg im M\u00fchlviertel. Die Hauptkirche der Stadt Rohrbach steht leicht erh\u00f6ht nord\u00f6stlich des Stadtplatzes und ist dem heiligen Apostel Jakobus dem \u00c4lteren geweiht. Die Kirche gilt als einer der wichtigsten Barockbauten n\u00f6rdlich der Donau und liegt an der Jakobsweg-Teilstrecke, die von \u010cesk\u00fd Krumlov \u00fcber Stift Schl\u00e4gl nach Passau f\u00fchrt .<\/p>\n<p><strong>Der 75 Meter hohe Kirchturm ist das Wahrzeichen der Kirche und der Stadt Rohrbach und z\u00e4hlt zu den h\u00f6chsten Kircht\u00fcrmen in Ober\u00f6sterreich. Die Untergescho\u00dfe stammen aus der Zeit um 1450, die Obergescho\u00dfe d\u00fcrften in der ersten H\u00e4lfte des 16. Jahrhunderts entstanden sein. Die Kirchturmspitze wurde 1877 vollendet.<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><strong>Die vier Glocken stammen alle von der Glockengie\u00dferei St. Florian und ersetzen das Vorg\u00e4ngergel\u00e4ut. Am 4. Dezember 1949 wurden die Glocken geweiht.<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><strong>Nach f\u00fcnfj\u00e4hriger Renovierung erstrahlt die Stadtpfarrkirche in neuem Glanz.<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><strong>So wurden unter anderem der Turm, das Kirchendach, die Au\u00dfenfassade sowie auch die Inneneinrichtung erneuert. Nach der Neugestaltung des Altarraums, der Restaurierung der gro\u00dfen, raumhohen Alt\u00e4re mit ihren k\u00fcnstlerisch hochwertigen Gem\u00e4lden und Skulpturen, der Kanzel und auch des Orgelgeh\u00e4uses sowie der reich geschnitzten Emporengitter wurden noch Gem\u00e4lde renoviert und einzelne Bilder und Skulpturen kamen zum Restaurieren ins Atelier. F\u00fcnf Jahre ( April 2017bis ins Fr\u00fchjahr 2022) dauerte die Renovierung. Mittlerweile ist sie abgeschlossen und die Stadtpfarrkirche erstrahlt nun in neuem Glanz.<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong>Nach dem Mittagessen bei der Leibetseder Gastronomie direkt am Stadtplatz in Rohrbach machten wir uns auf dem Weg in das Museum der Wahrnehmung. zur \u201eVilla Sinnenreich\u201c.<\/p>\n<p>Die VILLA sinnenreich, das au\u00dfergew\u00f6hnliche Museum der Wahrnehmung, befindet sich inmitten eines Parks nahe dem Stadtzentrum. Die Villa steht unter Denkmalschutz.<\/p>\n<p>Die Villa wurde vom Lederfabrikanten Wilhelm Poeschl in den Jahren 1922\/23 nach Pl\u00e4nen des Architekten Hugo Kathrein erbaut. Im Jahr 1995 kaufte die Stadtgemeinde Rohrbach von der Industriellenfamilie Poeschl die Villa und den umliegenden Park. Sie wurde zeitgem\u00e4\u00df adaptiert und mit modernen Anbauten erweitert und 2004 er\u00f6ffnet.<\/p>\n<p>Auf 400 m\u00b2 Ausstellungsfl\u00e4che gibt es 50 Exponate und Stationen zum Thema &#8222;Wahrnehmung und Sinnest\u00e4uschung&#8220;. F\u00fcr die Gestaltung konnten Professoren sowie Absolventinnen und Absolventen der Kunstuniversit\u00e4t Linz und freischaffende K\u00fcnstlerinnen und K\u00fcnstler gewonnen werden.<\/p>\n<p>Im Park der Villa angekommen, konnten wir schon die ersten Exponate ausprobieren. So gab es eine Wasserspringschale. Die Schale hat die Eigenschaft, dass beim Reiben der an der Schale befindlichen Griffe das Wasser durch \u00dcberlagerung (Interferenz) zum Schwingen erregt wird, wodurch sich eine \u201eWasserfont\u00e4ne\u201c und ein Ton ergibt. Oder die klingenden Steine (Lithophon). Da konnte man mit einem Gummihammer kr\u00e4ftig auf die geschliffenen Steine hauen und entsprechende T\u00f6ne hervorzaubern.<\/p>\n<p>In 2 Gruppen wurden wir unter kompetenter Begleitung durch die Welt der Akustik, des Ertastbaren, des Riechens, des Schmeckens und des selber Ausprobierens gef\u00fchrt. So konnte man essbare Eintrittskarten \u2013 zur Wahrnehmung des Geschmackssinn kosten und verspeisen. Oder aus dem Ohr des Mister Ohrlovsky konnte der eigene Herzschlag geh\u00f6rt werden. Im Barragans Haus wird man vom Zwerg zum Riesen. \u00dcber das Geruchsmemory mit Gew\u00fcrzen bis zum Erkennen\u00a0 in kleinen S\u00e4ckchen abgepackten Gegenst\u00e4nden waren alle Sinne gefordert. So konnte man sich auch als W\u00fcnschelruteng\u00e4ngerin oder W\u00fcnschelruteng\u00e4nger probieren. Manche hatten ein entsprechendes Talent und die magnetisierten St\u00e4be schlugen heftig aus.<\/p>\n<p>Die Villa Sinnenreich ist barrierefrei und kann auch von Menschen im Rollstuhl oder mit Rollator besucht werden.<\/p>\n<p>Nach dem Besuch der Villa Sinnenreich trafen wir uns in Lilly\u00b4s Stadtcafe zum Abschlu\u00dfcafe und hier trennten sich auch wieder unsere Wege. Um 17:00 Uhr ging es mit dem Linienbus zur\u00fcck nach Linz. Wo wir kurz nach 18:00 Uhr im Busterminal ankamen und mit einer sehr sch\u00f6nen Erinnerung an eine sch\u00f6ne Wallfahrt nach Hause fuhren.<\/p>\n<p>Ein Danke an Monika Aufreiter und ihr Team, die wie immer eine tolle Wallfahrt f\u00fcr die Blinden und Sehbehinderten organisierten. Dazu geh\u00f6ren nat\u00fcrlich alle Mitwirkenden bei der heiligen Messe in der Stadtpfarrkirche Rohrbach.<\/p>\n<p>Und nat\u00fcrlich auch wieder ein sehr gro\u00dfes Danke an die Begleitpersonen der Blinden und Sehbehinderten. Ohne deren selbstloses Engagement w\u00e4ren solche Unternehmungen nicht m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Und wir freuen uns schon auf die n\u00e4chste gemeinsame Wallfahrt. Wohin sie\u00a0 uns auch f\u00fchren wird.<\/p>\n<p>\u00a9 Gerhard Hojas<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Samstag, 14.10.2023 war es wieder soweit. 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