{"id":1964,"date":"2024-09-27T21:02:08","date_gmt":"2024-09-27T19:02:08","guid":{"rendered":"http:\/\/hojas.co.at\/blog\/?p=1964"},"modified":"2024-09-27T21:02:08","modified_gmt":"2024-09-27T19:02:08","slug":"eine-woche-im-haus-ingruene-des-bsvv-diesmal-mit-wehmut-vielleicht-das-letzte-mal-07-09-2024-bis-14-09-2024-eine-woche-im-haus-ingruene-des-bsvv-diesmal-mit-wehmut-vielleicht-das-letzte-mal","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/hojas.co.at\/blog\/eine-woche-im-haus-ingruene-des-bsvv-diesmal-mit-wehmut-vielleicht-das-letzte-mal-07-09-2024-bis-14-09-2024-eine-woche-im-haus-ingruene-des-bsvv-diesmal-mit-wehmut-vielleicht-das-letzte-mal\/","title":{"rendered":"Eine Woche im Haus Ingr\u00fcne des BSVV. Diesmal mit Wehmut. Vielleicht das letzte Mal! &#8211; 07.09.2024 bis 14.09.2024.  Eine Woche im Haus Ingr\u00fcne des BSVV. Diesmal mit Wehmut. Vielleicht das letzte Mal! &#8211; 07.09.2024 bis 14.09.2024."},"content":{"rendered":"<p>Dieser Text ist etwas l\u00e4nger, Schlie\u00dflich haben wir sehr viel erlebt und waren auch \u00f6fters getrennt unterwegs. Weiters habe ich einige Zusatzinformationen zu einigen unserer Besichtigungen und Erkundigungen zusammengestellt. Und als kleine Draufgabe gibt es eine \u00dcbersicht unserer Aktivit\u00e4ten der sieben Jahre im Haus Ingr\u00fcne am Ende meiner Schilderungen. Da ist schon\u00a0 einiges zusammengekommen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Samstag, 07.09.2024 \u2013 Es ist wie \u201enach Hause\u201c kommen.<\/h3>\n<p>Im Jahr 2018 machte sich eine Gruppe Blinder, Sehbehinderter und deren Begleitpersonen zum ersten Mal auf dem Weg nach Vorarlberg. Sie hatten sich f\u00fcr die Genusswoche im \u201eFerienhaus Ingr\u00fcne\u201c des BSVV (Blinden- und Sehbehindertenverband Vorarlberg) angemeldet.<\/p>\n<p>2024 sind sie noch immer unterwegs und waren jetzt bereits zum siebten Mal im Ferienhaus Ingr\u00fcne. Das &#8222;Haus Ingr\u00fcne&#8220; steht als Erholungszentrum und Ferienhotel f\u00fcr Blinde, Sehbehinderte und deren Angeh\u00f6rige zur Verf\u00fcgung<\/p>\n<p>Diesmal mit einem wehm\u00fctigen Gef\u00fchl. Es k\u00f6nnte vielleicht das letzte Mal sein, dass ein Urlaub im Haus Ingr\u00fcne f\u00fcr unsere Gruppe m\u00f6glich war. Aus \u201eGr\u00fcnden\u201c wird \u00fcberlegt, ob der Ferienbetrieb im Ferienhaus Ingr\u00fcne \u201evor\u00fcbergehend ausgesetzt\u201c wird. Um Missverst\u00e4ndnisse auszuschlie\u00dfen. Das betrifft wahrscheinlich nur den \u00b4Ferienbetrieb und nicht die Aktivit\u00e4ten des BSVV und dessen Mitglieder.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Deshalb war es f\u00fcr uns auch ein sentimentaler Trip nach Schwarzach in Vorarlberg. Jedenfalls erwarteten uns einige besondere H\u00f6hepunkte in dieser Woche.<\/p>\n<p>Da die Sitzplatzreservierungen f\u00fcr die Zugfahrt bereits im Mai und die Ein- und Ausstiegshilfe der \u00d6BB auch bereits 3 Wochen vor der Reise organisiert wurde konnte nichts mehr schiefgehen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>So trafen sich Alfons, Andrea, Anni, Brigitte, Christian, Erika, Gerhard, Gregor, Johanna, Maria, Monika und Veronika mit viel Gep\u00e4ck am Samstag bei der Info am Hauptbahnhof Linz. Obwohl diesmal der Zug aus Wien mit Versp\u00e4tung in Linz ankam, tat das der guten Stimmung keinen Abbruch. Als es so weit war, war auch das \u00d6BB-OS (\u00d6BB-Operative Services \u2013 vorher MUNGOS) zur Stelle. Mit deren Unterst\u00fctzung ging das Einsteigen in den Railjet schnell und problemlos von statten. So verlief die Fahrt nach Dornbirn kurzweilig, kamen aber auch dort mit Versp\u00e4tung an.<\/p>\n<p>Bei der Ankunft in Dornbirn stand das \u00d6BB-OS schon bereit und half uns beim Aussteigen. Auch hier verlief diese Prozedur unter Mithilfe aller Beteiligten schon sehr professionell.<\/p>\n<p>Ebenfalls wartete auch schon Elias, der Leiter des Ferienhauses Ingr\u00fcne und David (Zivildiener) mit den zwei B\u00fcsslis des BSVV auf uns. Da es von Dornbirn nach Schwarzach nur einige Kilometer sind, waren wir auch hurtigst am Ziel oder zu Hause. Da die Zimmerbelegung eigentlich die letzten 6 Jahre fast immer gleich war, hatten wir auch das Einchecken sehr schnell erledigt und konnten uns zum Willkommensdrunk zusammensetzen und unser Programm f\u00fcr die kommende Woche kennenlernen.<\/p>\n<p>Was sich auch schon zum Ritual entwickelte war nach dem Abendessen der Spaziergang nach Bildstein. Das ist ein gem\u00fctlicher Fu\u00dfmarsch von etwa 25 Minuten stetig Bergan. Der Grund dieser Abendwanderung ist der grandiose Sonnenuntergang \u00fcber dem Rheintal. Leider wurde wetterbedingt diesmal nichts aus dem sch\u00f6nen Schauspiel.<\/p>\n<p>Bildstein liegt im Bezirk Bregenz s\u00fcdlich des Bodensees auf 659 Metern H\u00f6he. \u00dcberregional bekannt ist die Gemeinde f\u00fcr die im Ortszentrum befindliche, \u00fcber das ganze Rheintal weithin sichtbare Wallfahrtskirche Bildstein. Bis zum Jahr 1857 lautete der amtliche Name der Gemeinde \u201eSteu\u00dfberg\u201c, erst danach wurde der heutige Gemeindename Bildstein offiziell eingef\u00fchrt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Abends gab es dann einen gem\u00fctlichen Ausklang am \u201eovalen Tisch\u201c.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Sonntag, 08.09.2024 \u2013 Relaxen und Ankommen im \u201eHaus Ingr\u00fcne\u201c.<\/h3>\n<p>Was man in den letzten beiden Jahren nicht mehr h\u00f6rte, war das Gel\u00e4ute von den Kuhglocken und das Kr\u00e4hen eines Hahns. Diese, zum Land unbedingt geh\u00f6renden Kl\u00e4nge, vernahm man immer in der Fr\u00fch vor dem Ferienheim. Sie kamen von der anderen Seite des Tals. Andere Ger\u00e4usche, die uns die sieben Jahre begleiteten waren das Pl\u00e4tschern des Brunnens und das Rauschen des Baches, der direkt beim Ferienhaus vorbei flie\u00dft. Dieses sanfte Rauschen konnte bei Hochwasser auch zum\u00a0 lautem Brausen anwachsen und seine Gef\u00e4hrichkeit unter Beweis stellen.<\/p>\n<p>Ein weiteres Ritual der Gruppe ist am Sonntag der Besuch der Sonntagsmesse in der Wallfahrtskirche Bildstein. Leider sind im Ort Bildstein die Gasth\u00e4user am Sonntagvormittag geschlossen oder man bekommt keinen Platz. Somit fiel der Fr\u00fchshoppen meistens aus. Deshalb waren beim Mittagessen alle p\u00fcnktlich am Mittagstisch.<\/p>\n<p>Da es f\u00fcr Sonntag kein Programm gab, gestaltete man sich den Nachmittag indivituell. Einige machten es sich im und um das Ferienhaus gem\u00fctlich und entspannten sich beim \u201eNichtstun\u201c und andere waren in der Umgebung unterwegs. So gingen sie runter nach Schwarzach und kamen \u00fcber einen speziellen Weg direkt zur\u00fcck ins Ferienhaus. . Schlie\u00dflich hat das \u00f6sterreichische Bundesheer eigens f\u00fcr Blinde und Sehbehinderte sch\u00f6ne, schattige Waldwege rund um die Anlage angelegt.<\/p>\n<p>Abends versammelten wir uns wieder um dem \u201eoval Table\u201c und da Christian seine Gitarre dabei hatte kam es zum Musikabend. Alte Schlager, Austropop, das Tr\u00f6pferlbad oder der Campingurlaub von Pirron und Knapp, ein russisches Kochrezept und auch Bobbejaan stand wieder an der Bar und hatte kein Geld.<\/p>\n<h3><\/h3>\n<h3>Montag, 09.09.2024 &#8211; Schokolademanufaktur Fenkart neu und ein Salzgenuss.<\/h3>\n<p>Dieses Jahr konnten wir wieder die Schokolademanufaktur Fenkart in Hohenems besuchen und an einer F\u00fchrung teilnehmen. Die Schokolademanufaktur wurde umgebaut und neu gestaltet. Sie wurde zu einer Schauschokolademanufaktur und man konnte bei der Herstellung der verschiedenen Schokoladesorten ganz nah dabei sein. (Gl\u00e4serne Schokoladenwelt). Jetzt wurde auch schon mit der Produktion f\u00fcr die Weihnachtszeit begonnen und so konnte man schon die Nikol\u00e4use in verschiedenen Gr\u00f6\u00dfen oder das Christkind f\u00fcr Erwachsene in Highheels sehen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Am Beginn wurde uns ein Film von der Firma Fenkart vorgef\u00fchrt und wie es sich geh\u00f6rt, bekamen wir einen kleinen Popcornbecher, gef\u00fcllt mit, in Schokolade getauchten Popcorns.<\/p>\n<p>Was diesmal auch neu war, wir bekamen alle Audioguide\u00b4s. Wie es sich herausstellte waren diese Ger\u00e4te nicht bei allen beliebt. So konnten wir uns aber frei durch die Ausstellung bewegen. Aber ohne Begleitung w\u00e4re man als Blinde Person logischerweise um einiges schwieriger durch die R\u00e4umlichkeiten gekommen. Unsere Popcornbecher wurden zwischendurch immer wieder mit den verschiedensten Schokoladensorten aufgef\u00fcllt.<\/p>\n<p>Neu ist auch die Stadion mit verschiedenen Ger\u00fcchen. Mittels eines Zerst\u00e4ubers konnte man sich die verschiedenen Ger\u00fcche in die Nase blasen und \u201evielleicht\u201c richtig erraten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich wurde nach der Besichtigung auch der Verkaufsraum mit seinen unz\u00e4hligen Schokoprodukten gest\u00fcrmt. Da werden schon einige Kilogramm Schokolade aus ohenems dden Weg nach Linz finden.<\/p>\n<p>Unserer charmanten Begleitung von Fenkart habe ich die App \u201eHearunymus\u201c schmackhaft gemacht. Vielleicht wird man die Geschichte von Fenkart demn\u00e4chst nicht nur \u00fcber die Audioguide\u00b4s in Hohenems h\u00f6ren sondern \u00fcberall \u00fcber das Smartphone.<\/p>\n<p>N\u00e4heres zu App Hearonymus am Ende des Berichtes.<\/p>\n<p>Nachmittags teilte sich die Gruppe wieder. Einige machten es sich im Ferienhaus gem\u00fctlich und die anderen zog es in die Salzgrotte nach Lindau. Jedenfalls kamen sie ausgeschlafen und entspannt zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Der Besuch der Salzgrotte in Lindau war immer ein Fixpunkt auf unserer Vorarlbergtour.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Dienstag, 10.09.2024 \u2013 Wir bauen eine Orgel und der Karren.<\/h3>\n<p>Am Vormittag kam es zu einem Highlight unserer Reise. Im Fr\u00fchjahr 2024 besuchte ich mit der Hilfsgemeinschaft der Blinden und Sehschwachen \u00d6sterreichs am Standort Linz das Brucknerhaus und dort konnten wir die Orgel in allen Facetten kennenlernen.<\/p>\n<p>Der Organist Martin Riccabona erz\u00e4hlte uns Wissenswertes \u00fcber das Instrument, f\u00fchrte uns in die geheimen Winkel zwischen den Pfeifen und zog bei kleinen musikalischen Kostproben alle Register! Auf die Frage, wer diese Orgel gebaut hat, bekamen wir zur Antwort: \u201eDie Firma Rieger Orgelbau\u201c in Schwarzach in Vorarlberg. Somit war f\u00fcr mich ab diesen Zeitpunkt schon klar, wen wir im September in Vorarlberg besuchen werden. Schlie\u00dflich liegt das Ferienhaus des BSVV in Schwarzach. Die Firma Rieger Orgelbau h\u00e4tten wir auch zu Fu\u00df besuchen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Rieger Orgelbau\u00a0 gibt es seit 1843 und geh\u00f6rt zu den gr\u00f6\u00dften Orgelbaufirmen der Welt. In der Werkstatt in Schwarzach werden neue Orgeln f\u00fcr Kirchen, Kathedralen, Konzerts\u00e4le oder Hochschulen, sowie Kleinorgeln gebaut. Dar\u00fcber hinaus werden historische Instrumente restauriert.<\/p>\n<p>Ihre Orgeln stehen oder h\u00e4ngen \u00fcberall auf \u201efast\u201c allen Kontinenten. Brucknerhaus, Stephansdom in Wien, Grazer Domorgel, Domorgel St. Peter Regensvurg, Kasel usw.<\/p>\n<p>Eine Liste der Rieger Orgeln findet man bei den Zusatzinfos am Ende des Berichts.<\/p>\n<p>Etwas zur Riegerorgel in Regensburg:<\/p>\n<p>Die 2009 erbaute Orgel ist mit 80 Registern auf 4 Manualen die gr\u00f6\u00dfte freih\u00e4ngende Orgel der Welt. Die Orgel ist um eine etwa sieben Tonnen schwere Stahlkonstruktion aufgebaut, ihr Gesamtgewicht betr\u00e4gt 36,7 Tonnen. Als Neuheit wird diese Orgel an nur vier Stahlseilen aufgeh\u00e4ngt.<\/p>\n<p>Der Besuch in den Werkst\u00e4tten und das Erleben, wie eine Orgel durch sehr viele einzelne Schritte der Orgelbauer zum Leben erwacht, ist ein einmaliges Erlebnis. Schlie\u00dflich wird nur das Rohmaterial gekauft. Alles andere wird hier selbst hergestellt. Auch die kleinste Schraube oder Niete. Daf\u00fcr gibt es die verschiedensten Werkst\u00e4tten wie Schlosserei, Tischlerei oder der Bereich, wo das Blech f\u00fcr die Orgelpfeifen gegossen wird. Wir hatten das Gl\u00fcck und konnten mitverfolgen, wie aus einer fl\u00fcssigen Zinklegierung das Blech f\u00fcr die sp\u00e4teren Orgelpfeifen gegossen wird und wie die einzelnen Teile der Pfeifen gel\u00f6tet und nachbearbeitet werden.<\/p>\n<p>Der traditionelle, f\u00fcr den Bau einer Orgel haupts\u00e4chlich verwendete Werkstoff ist Holz. Aus Holz werden das Geh\u00e4use, die Windladen, die Tasten und ein Teil der Pfeifen gefertigt. Bei Instrumenten mit einer mechanischen Steuerung (Traktur) findet Holz oft auch f\u00fcr die Mechanikteile Verwendung. F\u00fcr die Metallpfeifen kommen meist Zinn-Blei-Legierungen zum Einsatz (sogenanntes Orgelmetall), seit dem 19. Jahrhundert auch Zink und im 20. Jahrhundert Kupfer (vereinzelt auch Porzellan, Plexiglas und andere Kunststoffe). F\u00fcr die Bel\u00e4ge der Klaviatur werden Rinderknochen (selten Elfenbein) sowie verschiedene H\u00f6lzer (Ebenholz, geschw\u00e4rzter Birnbaum (f\u00fcr die schwarzen Tasten), Grenadill) verwendet.<\/p>\n<p>Wir konnten sehr vieles angreifen und ertasten und bekamen dadurch eine bessere Vorstellung was zu einer gro\u00dfen Orgel alles geh\u00f6rt. Auch hatten wir die verschiedenen Ger\u00fcche der einzelnen Bereiche in unseren Nasen. Der Geruchsunterschied zwischen der Schlosserei und der Tischlerei oder anderen Bereichen in den Werkst\u00e4tten war sofort erkennbar. Ebenso klingt eine Metallkreiss\u00e4ge anders als eine Holzkreiss\u00e4ge Auch erkennt man die Unterschiede zwischen H\u00e4mmer aus Metall, Holz, Gummi, Blei oder mit Filz ummantelt nicht nur beim Angreifen.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend an einer Orgel gebaut wird, wird in den B\u00fcros schon an anderen Orgeln geplant und gezeichnet. Und eine andere wird irgendwo in der Welt an seinem Bestimmungsort gebracht, aufgestellt und bis zur Spielreife bearbeitet.<\/p>\n<p>Wir hatten auch das Gl\u00fcck den Intonateur (Orgelstimmer)\u00a0 bei seiner Arbeit zuzusehen oder besser, zuzuh\u00f6ren. Hier wird etwas gebogen, dort etwas abgeschliffen und woanders wird daraufgeklopft bis der richtige Ton ert\u00f6nt. In der Fachsprache nennt man das \u201eInternieren\u201c.\u00a0 Auf die Frage nach seinem absoluten Geh\u00f6r meinte er, er habe sich dieses abtrainiert, weil es bei dieser Arbeit hinderlich sei.<\/p>\n<p>Intonation ist die Kunst, die einzelnen Register so aufeinander abzustimmen, dass sie unter den jeweiligen akustischen Gegebenheiten des Kirchenraums optimal klingen und dies nicht nur einzeln, sondern auch gemeinsam (Mischf\u00e4higkeit). Au\u00dferdem kann man bei gro\u00dfen Orgeln, in denen der gleiche Registername mehrfach vorkommt, diese unterschiedlich intonieren, so dass sich eine gr\u00f6\u00dfere Klangvielfalt ergibt.<\/p>\n<p>Nach dieser tollen F\u00fchrung bei Rieger Orgelbau ging es am Nachmittag in eine h\u00f6here Region von Dornbirn. 2023 besuchten wir die Schwerflh\u00fctte. Das ist eine kleine, private Almh\u00fctte und liegt auf 909 m Seeh\u00f6he in den Dornbirner Bergen. Damals besuchten wir die 5 Alpakas. Von der Schwerflh\u00fctte blickten wir 2023 auf den Karren. Diesmal blickten wir vom Karren auf die Schwerflh\u00fctte.<\/p>\n<p>Der Karren ist der Hausberg von Dornbirn. Er ist 971 Meter hoch und geh\u00f6rt zur Gruppe der Schuttannenberge im Bregenzerwaldgebirge.<\/p>\n<p>Die Karrenseilbahn Dornbirn brachte uns in weniger als f\u00fcnf Minuten zur Bergstadion. Von dort er\u00f6ffnet sich ein sagenhafter Ausblick \u00fcber das Rheintal, den Bodensee und die Schweizer Berge. Da die Seilbahn bis tief in die Nacht f\u00e4hrt hat man auch in der Dunkelheit einen zauberhaften Ausblick \u00fcber das Lichtermeer der Stadt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Den imposanten Ausblick auf der Karren-Kante kann man auch mit einer Selfie-Point-Kamera f\u00fcr sich festhalten.<\/p>\n<p>Der Karren ist der perfekte Ausgangs- und Endpunkt f\u00fcr zahlreiche Wanderungen. Was nat\u00fcrlich auch einige von uns taten und eine Runde am Hausberg der Dornbirner drehten. Der Treffpunkt war dann das Panaromarestaurant mit dem grandiosen Ausblick. Da die Seilbahn alle 15 Minuten f\u00e4hrt, hat man keinen Zeitdruck beim nach Hause fahren.<\/p>\n<p>Was auch hier wieder auff\u00e4llt, ist die Barrierefreiheit. Auch hier kommt man mit Kinderwagen, Rollstuhl. Rollator oder mit anderen Gehhilfen auf dem Berg. Diesbez\u00fcglich ist Vorarlberg ein Vorzeigeland in \u00d6sterreich.<\/p>\n<p>Abends kamen wir wieder am\u00a0 \u201eoval Table\u201c zusammen\u00a0 und da Diesmal auch Gabi und Birgit dabei waren kam es zum musikalischen Abend mit Singen und Gitarrenspiel mit Christian. Diesmal wurde von Birgit kein Lied von Dr. Ilse Bauer* gesungen. Wer das ist, erf\u00e4hrt ihr am Ende des Berichts in den Zusatzinfos..<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Mittwoch, 11.09.2024 \u2013 Bauernmarkt, rotes Haus, Dornbirner Ach\u00a0 und Feldkirch.<\/h3>\n<p>Mittwoch Vormittag hatten wir wieder ein geteiltes Programm. Man konnte an der ornbirner Ach spazieren oder den Dornbirner Wochenmarkt besuchen.<\/p>\n<p>Im Bauch von Dornbirn findet jedem Mittwoch und Samstag der Wochenmarkt statt.<\/p>\n<p>Der Dornbirner Wochenmarkt liegt zentral vor der Martinskirche in der Fu\u00dfg\u00e4ngerzone. Rund um den Markt finden sich zahlreiche Gasth\u00e4user, Caf\u00e9s und Restaurants mit wunderbaren Gastg\u00e4rten und Blick auf das Markttreiben.<\/p>\n<p>Am Marktherumschlendern und sich vielleicht mit frischen Produkten eindecken ist mehr als einkaufen. Was einige von uns auch taten. Und da die Martinskirche direkt vor uns lag, besuchten wir auch diese.<\/p>\n<p>Die r\u00f6misch-katholische Pfarrkirche Dornbirn-St. Martin (auch: Marktkirche oder farrkirche Dornbirn-Markt) steht im zentralen Stadtteil Markt in der Gemeinde Dornbirn. Sie ist dem heiligen Martin geweiht und geh\u00f6rt zum Dekanat Dornbirn in der Di\u00f6zese Feldkirch. Das Bauwerk steht unter Denkmalschutz.<\/p>\n<p>Das Wahrzeichen vo Dornbirn \u201eDas rote Haus\u201c befindet sich auch beim Marktplatz.<\/p>\n<p>Das Ehepaar Michael Danner und Verena Rhomberg errichtete 1639 das \u201cRote Haus\u201d an Stelle des 1570 abgebrannten Pfarrhofes. Es ist ein Beispiel f\u00fcr die hier fr\u00fcher vorherrschende Holzbauweise. Bemerkenswert sind die vierteiligen Fenstergruppen, die bemalten, versenkbaren Zugl\u00e4den und die mit Ranken verzierte Unterseite der Dachtraufe. Die rote Farbe erhielt es durch den im 18. Jahrhundert \u00fcblichen Schutzanstrich aus Ochsenblut und Ochsengalle.<\/p>\n<p>Die zweite Gruppe nutzte auch das sch\u00f6ne Wetter und spazierte an der Dornbirner Ach entlang. Die Dornbirner Ach ist der gr\u00f6\u00dfte Fluss Dornbirns und ein beliebtes Naherholungsgebiet. Sie entspringt im Bergdorf Ebnit,<\/p>\n<p>Die Dornbirner Ach (auch Dornbirnerach oder Dornbirner Ache) ist neben der n\u00f6rdlicher verlaufenden Bregenzer Ach einer der wichtigsten Abfl\u00fcsse f\u00fcr die kleineren B\u00e4che des westlichen Bregenzerwaldgebirges und des unteren Rheintals in Vorarlberg. Bis zur Rheinregulierung m\u00fcndete die Dornbirner Ach bei Fu\u00dfach in den Bodensee. Heute flie\u00dft der rund 30 Kilometer lange Fluss bei Hard in den Bodensee und durchquert zuvor das Gemeindegebiet der Stadt Dornbirn. Vorher schl\u00e4ngelt sie sich noch durch die Rappenloch- und Alplochschlucht.<\/p>\n<p>Man k\u00f6nnte auch der Dornbirner Ach entlang und durchs Lauteracher Ried zum Jannersee wandern. Am Jannersee waren wir 2020.<\/p>\n<p>\u00dcbrigens, Dornbirn hat etwa 51.000 Einwohner, die Landeshauptstadt Bregenz etwa 30.000. Dornbirn ist auch die zehntgr\u00f6\u00dfte Stadt \u00d6sterreichs.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Zum Mittagessen trafen wir uns alle wieder im Ferienhaus bevor es am Nachmittag nach Feldkirch ging.<\/p>\n<p>Auch diesmal teilte sich die Gruppe und die Besichtigungsfreudigen hatten das Vergn\u00fcgen mit Gabi Marte ihre Heimatstadt kennenzulernen.<\/p>\n<p>Feldkirch beeindruckt mit der bezaubernden Altstadt, den mittelalterlichen Laubeng\u00e4ngen und verwinkelten Gassen. \u00dcber der Stadt thront die Schattenburg. Von ihrem Bergfried \u00f6ffnet sich ein wundersch\u00f6ner Blick \u00fcber die Stadt.<\/p>\n<p>Feldkirch hat sehr viel zu bieten. Unter anderem ein buddhistisches Kloster, die Frauenkirche Vorarlberg, die Heiligkreuzkapelle, die Johanniterkirche, das Kapuzinerkloster, der Marktplatz Feldkirch, das Schloss Amberg und die Schattenburg,<\/p>\n<p>Die Schattenburg ist eine H\u00f6henburg oberhalb der Stadt Feldkirch, mit welcher sie durch die ehemalige Stadtmauer verbunden ist. Graf Hugo, der Stadtgr\u00fcnder Feldkirchs, lie\u00df die Burg um 1200 erbauen. Bis 1390 war sie Stammburg der Grafen von Montfort. Sp\u00e4ter verwalteten die Habsburger die Anlage bis sie 1825, halb verwahrlost, von der Stadt Feldkirch gekauft wurde. Der 1912 gegr\u00fcndete Heimatpflege- und Museumsverein Feldkirch konnte die Burg wiederbeleben und seit 1917 beherbergt die Schattenburg das Schattenburgmuseum mit 18 Museumsr\u00e4umen.<\/p>\n<p>Die hochmittelalterliche Burg stellt eine der besterhaltenen Burganlagen Mitteleuropas dar. Wie vielfach angenommen wird, geht der Name Schattenburg auf die Wehrvorrichtungen der Burg (schaten = Schutz) zur\u00fcck. Die Burg verf\u00fcgt \u00fcber eine der bedeutendsten historischen Waffensammlungen<\/p>\n<p>Auch die Stadt Feldkirch ist in der App \u201eHearonymus\u201c vertreten. N\u00e4heres am Ende des Berichts.*<\/p>\n<p>Diesmal hatten wir ein neues und sehr sportliches Abendprogramm. Da im Ferienhaus Ingr\u00fcne auch ein Showdowntish f\u00fcr die G\u00e4ste bereitsteht, kam es am Abend zum Showdownturnier mit 6 Teilnehmern. Wir hatten das Gl\u00fcck, dass 2 Profischiedsrichter dieses Spiels in unserer Gruppe waren. Andrea und Gregor hatten das improvisierte Turnier sehr gut im Griff. 5 Teilnehmer hatten nur das Pech, dass auch Monika, ein Showdownprofi aus Linz mitspielte. Die dann dieses Turnier nach schweren und schnellen Ballwechseln auch gewann. Elias spendete eine Flasche Sekt und einen Wanderpokal. Der nicht lange in den H\u00e4nden von Monika verbleiben sollte. Eine schwere Niederlage war dieses Turnier f\u00fcr die m\u00e4nnlichen Teilnehmer. Die ersten drei Pl\u00e4tze belegten die Frauen und dann kam erst das starke Geschlecht. Es hat aber sehr viel Spa\u00df gemacht.<\/p>\n<h3><\/h3>\n<h3>Donnerstag, 12.09.2024 \u2013 Meinem Alltag auf der Spur und die Zeppeline.<\/h3>\n<p>Vormittags ging es nach Dornbirn in die Innatura. Die inatura ist ein naturgeschichtliches Landesmuseum in Dornbirn . Sie ist eine Erlebnisausstellung,\u00a0 denn im Mittelpunkt stehen das Ausprobieren, Spielen, Erleben und Begreifen und eignet sich somit sehr gut f\u00fcr das Schlechtwetterprogramm. Wir waren bereits 2019 dort und verlie\u00dfen die Ausstellung damals durch den menschlichen K\u00f6rper.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Auf dem Weg zur Ausstellung sah man bei der Hinfahrt schon den Schnee von den Bergh\u00f6hen herunterschauen. Tags zuvor waren noch die grauen Berge zu erkennen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Diesmal gab es eine Sonderausstellung die uns zum Besuch verleitete.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201eUm alles in der Welt. Meinem Alltag auf der Spur\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Hier wurde eine Ausstellung realisiert, in der den weltweiten Spuren unseres Alltagslebens auf den Grund gegangen wird. Das Anliegen dieser Ausstellung ist es, die Folgen unseres Lebensstils deutlich zu machen und gleichzeitig L\u00f6sungswege aufzuzeigen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Um verst\u00e4ndlich zu sein, richtet sich der Fokus der Ausstellung auf sechs Leitthemen: Essen, Kleidung, Auto, Strom, Handy und Sorgearbeit.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Uns erwartete im ersten Teil der Ausstellung ein riesiges Wimmelbild der ganzen Welt. In diesem Bild entdeckten wir Gitti, Yunus, Emil und Boran, Mario, Lea, und Anna. Jede Person stellt eines der Themen vor und hilft dabei, sich in dem komplexen globalen Netzwerk zurecht zu finden, das durch die Globalisierung entstanden ist. Woher kommt die Baumwolle f\u00fcr das T-Shirt von Yunus? Und wohin f\u00fchrt der Weg des Shirts, nachdem er es entsorgt hat? Woher kommen die Rohstoffe f\u00fcr das Smartphone von Lea und wie entsteht die Energie f\u00fcr unsere elektronischen Ger\u00e4te? Mehr als 10.000 Elemente, die der aus Vorarlberg stammende K\u00fcnstler Simon Vith gezeichnet hat, wurden vom Grafiker Laurenz Feinig zu diesem Bild arrangiert.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Samuel, der uns diesmal begleitete zeigte sein Talent als Begleitperson und als menschlicher Audioguide. Er las uns die Inhalte der \u00b4Schautafeln und Schaubilder vor. Und das waren nicht wenige. Aber wir haben nicht alle Tafeln und Bilder geschafft. F\u00fcr dieses Museum sollte man sich mehrere verregnete Tage\u00a0 w\u00fcnschen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Auch f\u00fcr die Innatura gibt es in der App Hearonymus entsprechende Audioguidrs.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Nachmittags kam das zweite gro\u00dfe Besichtigungsereignis unserer Woche. Wir sahen sie in den vergangenen Jahren bei sch\u00f6nem Wetter\u00a0 immer wieder \u00fcber Bildstein dahinschweben. Auch im Vorjahr, bei unserer Kutschenfahrt in Eichenberg flogen sie lautlos \u00fcber dem Bodensee.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Es ist nur 45 bis 50 Minuten Autofahrt von Schwarzach entfernt. Wir fuhren nach Friedrichshafen ins Zeppelinmuseum.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Im denkmalgesch\u00fctzten Geb\u00e4ude des Hafenbahnhofs vereint das Zeppelin Museum Friedrichshafen die weltweit bedeutendste Sammlung zur Luftschifffahrt mit einer Kunstsammlung, die die gro\u00dfen Meister aus S\u00fcddeutschland vom Mittelalter bis zur Neuzeit umfasst.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Zeppelin LZ 129 \u201eHindenburg\u201c (Kennzeichen D-LZ129), benannt nach dem deutschen Reichspr\u00e4sidenten Paul von Hindenburg, war neben seinem Schwesterluftschiff LZ 130 eines der beiden gr\u00f6\u00dften jemals gebauten Luftfahrzeuge. Seine Jungfernfahrt war im M\u00e4rz 1936. Am 6. Mai 1937 wurde er bei der Landung in Lakehurst (New Jersey, USA) zerst\u00f6rt, als sich die Wasserstofff\u00fcllung entz\u00fcndete. 35 der 97 Menschen an Bord sowie ein Mitglied der Bodenmannschaft kamen ums Leben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Etwas zur Hindenburg:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ma\u00dfe<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>L\u00e4nge: 245 m<\/p>\n<p>Breite: 41,2 m<\/p>\n<p>H\u00f6he: 44,7 m<\/p>\n<p>Traggas: Wasserstoff<\/p>\n<p>Gaszellen: 16<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Luftschiffe der heutigen Zeit:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das \u201eNT\u201c im Namen des hochmodernen Flugger\u00e4ts steht \u00fcbrigens f\u00fcr \u201eNeue Technologie\u201c \u2013 denn genau diese steckt im Zeppelin und unterscheidet sie von ihren Vorg\u00e4ngern aus den 1940er-Jahren. Die High-Tech-Luftschiffe fliegen mit unbrennbarem Helium und haben eine besonders strapazierf\u00e4hige Au\u00dfenh\u00fclle. Um die Sicherheit an Bord muss man sich heute also keinerlei Gedanken machen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Zu Beginn unserer Tour durch das Zeppelinmuseum stiegen wir die lange Stiege des ehemaligen Bahnhofs hinauf bis zum Vortragsraum. Hier erz\u00e4hlte man uns die Geschichte des Zeppelins. Wir konnten verschiedene Exponate angreifen und ertasten. Darunter Modelle der Flugschiffe oder die Au\u00dfenhaut der damaligen Hindenburg oder der aktuellen Luftschiffe.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Pl\u00f6tzlich kam Unruhe bei unseren sehenden Begleitern auf. Der Vortragsraum war mit gro\u00dfen Fenstern ausgestattet. Mit\u00a0 direktem Blick auf dem Bodensee. \u00dcber dem Bodensee schwebte majest\u00e4tisch ein Luftschiff heran. Man sah es nur von vorne. Es wurde gr\u00f6\u00dfer und immer gr\u00f6\u00dfer. Dann drehte sich das Luftschiff um 90 Grad nach rechts und der Zeppelin schwebte dann langsam in seinem Anlegehafen ein.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Dann ging es zur F\u00fcrhung durch die Hindenburghalle. An einer Wand war ein aufgeschnittenes Modell der LZ 129 befestigt und man hatte einen guten Einblick auf die innere Konstruktion des Luftschiffes. Da wir alles angreifen konnten, hatten wir auch das Gef\u00fchl f\u00fcr die unterschiedlichen Gr\u00f6\u00dfen, sei es nun die Passagierkabinen, Die Antriebsgondeln oder die dazugeh\u00f6rigen Propeller. Ebenso konnte man das Aluminiumgerippe, dass unter der Au\u00dfenh\u00fclle lag sehr gut erkennen und ertasten,.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Dann konnten wir in das Heiligtum des Luftschiffes vordringen. In die Nachbauten der Passagierr\u00e4ume der Hindenburg. Sei es die Bar, der Speisesaal, die K\u00fcche, der Rauchsalon, die Sanit\u00e4ranlagen, die Schlafr\u00e4ume, der Gesellschaftsraum oder das Schreib- und Lesezimmer. Spannend, dass es auch einen Rauchsalon gab. Deshalb mu\u00dften alle Passagiere ihre Feuerzeuge abgeben und es gab nur ein Feuerzeug beim Kabinenwart. Den Passagieren standen ungef\u00e4hr ger\u00e4umige 400 m\u00b2 zur Verf\u00fcgung. Auch hier konnte man sehr vieles angreifen oder es sich in den Sesseln bequem machen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Fliegt oder f\u00e4hrt der Zeppelin?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Aussage der Zeppelin w\u00fcrde nicht fliegen sondern fahren ist nicht ganz richtig. Der Zeppelin startet mit einer statischen Schwere von ca. 350 kg, somit ist er schwerer als Luft und man spricht vom Fliegen. Hei\u00dfluftballone fahren, da sie \u201eleichter\u201c sind als Luft.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das war ein faszinierender Einblick in die Vergangenheit.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Es gibt auch eine App und Podcast\u00b4s zum Zeppelinmuseum. Mehr in den Zusatzinfos.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Abends kam es wieder zum Kegeln in der Hauseigenen Kegelbahn. Auch das ist schon ein Ritual, schlie\u00dflich spielen wir auch hier seit 7 Jahren. Und immer dabei waren und sind Manfred Schuller und Herta G\u00e4chter. Auch Gabi Marte versuchte manchmal ihr Kegelgl\u00fcck. Die beliebte Fuchsjagd wurde diesmal ausgelassen. Schlie\u00dflich war das gro\u00dfe \u00a0Ziel Monika ihren am Vortag gewonnenen Wanderpokal wieder abzujagen. Was nach vielen Sch\u00fcben, spannenden Duellen und nach vielen Rechnen Manfred vor Gregor gelang. Wir gratulieren Manfred zum Gewinn des Wanderpokals. Angeblich darf dieser Pokal Vorarlberg nie verlassen. Dann werden immer die besten Vorarlberger in die Turniere geschickt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wir danken auch Manfred, Herta und Gabi f\u00fcr die sieben sch\u00f6nen, spannenden und oft auch nervigen Kegelabende im Haus Ingr\u00fcne. Die werden in guter Erinnerung bleiben. Schon deshalb, weil wir trotz verzweifelter Versuche, viele Kegeln zu treffen, immer sehr viel Spa\u00df hatten und auch sehr viel gelacht haben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Freitag, 13.09.2024 \u2013 Vorarlberger Schmankerln und gem\u00fctlicher Ausklang.<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Voemittags gingen wir zu Fu\u00df nach Schwarzach hinunter um uns mit Vorarlberger Schmankerln einzudecken. Dieses Land hat schlie\u00dflich mehr als nur Schokolade zu bieten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Ort Schwarzach z\u00e4hlt zu den Gemeinden im Bezirk Bregenz und hat rund 3.840 Einwohner. In der Zeit von 1804 bis einschlie\u00dflich 1814 geh\u00f6rte Schwarzach zu Bayern und wurde dann wieder \u00d6sterreich zugeordnet.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>So ist Riebel (Maismehl), neben K\u00e4se, der Klassiker der Vorarlberger K\u00fcche. Ebenso gibt es auch sehr bek\u00f6mmliche Fleisch- und Wurstsorten. Schn\u00e4pse, Lik\u00f6re und Br\u00e4nde. Sicher war f\u00fcr Jeden etwas dabei. Es wurden auch schon Eisenpfannen von Vorarlberg nach Ober\u00f6sterreich exportiert. Diejenigen, die viel eingekauft haben wurden mit dem Shuttle zur\u00fcck ins Ferienhaus gefahren. Die anderen gingen die Strecke zu Fu\u00df zur\u00fcck.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Am Nachmittag sa\u00dfen wir noch einmal bei Kaffee und Kuchen zusammen. Schlie\u00dflich wei\u00df man nicht, ob dieser Nachmittagskaffee vielleicht der Letzte f\u00fcr diese Gruppe f\u00fcr lange Zeit in Vorarlberg war.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Am Abend nahm Christian noch einmal seine Gitarre und spielte f\u00fcr uns einige seiner Lieder. Diesmal kam auch noch ALEXA zum Einsatz. Sie sollte nicht umsonst mitgefahren sein.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>So ging eine Woche mit einigen tollen Highlights in Schwarzach in Vorarlberg zu schnell vorbei. Wir k\u00f6nnen auf insgesamt sieben tolle Ferienwochen im Haus Ingr\u00fcne zur\u00fcckblicken. In dieser Zeit haben wir viele nette, hilfsbereite, lustige und wunderbare Menschen kennengelernt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Eine Liste unserer Aktivit\u00e4ten in dieser Zeit findet man am Ende des Berichts.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Samstag, 14.09.2024 \u2013 Mit Wehmut zur\u00fcck nach Linz.<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das regnerische Wetter an diesem Samstag war optimal f\u00fcr die Heimreise. Die beiden zuverl\u00e4ssigen B\u00fcsslis des BSVV brachten uns zur\u00fcck zum Bahnhof in Dornbirn. Dort erwartete uns am Bahnsteig auch schon die Einstiegshilfe des \u00d6BB-OS. Die Begr\u00fc\u00dfung war: \u201eJa hallo, dich kennen wir doch vom Vorjahr!\u201c. Mit dieser Hilfe klappte dann auch das Einsteigen in 2 Gruppen wieder optimal und wir fuhren gem\u00fctlich Linz entgegen. W\u00e4hrend der Zugfahrt konnte man im Westen auch noch verschneite Bergspitzen ausmachen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Auch bei der fast p\u00fcnktlichen Ankunft im verregneten Linz stand die Ausstiegshilfe bereit und so verlief auch das Ankommen ohne Probleme. Wir waren wieder zu Hause.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Und wo es 2025 hingehen wird steht noch in den Sternen. Ideen sind aber schon vorhanden.Man muss sie nur noch reifen lassen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wir bedanken uns beim Team vom \u201eFerienhaus Ingr\u00fcne\u201c des BSVV f\u00fcr die tolle Unterst\u00fctzung in dieser Woche und das wir mit euch auch viel Spa\u00df hatten. Das waren Samuel, David, Lukas, Cedric, Dunja, Jasmina, Moni, Elias und unser Koch Mike. Willi, der zweite Koch war diesmal auf Urlaub (Schulbeginn). Das gilt auch f\u00fcr alle anderen, die uns die letzten 6 Jahre immer gut betreut und unterst\u00fctzt haben. Egal wo immer sie diese Zeilen lesen werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Herta, Gabi, Birgit\u00a0 und Manfred. Auch euch danken wir f\u00fcr die sch\u00f6nen Jahre bei euch in Vorarlberg. Vielleicht schafft ihr den weiterbetrieb des Hauses.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ein danke an Christian f\u00fcr seine musikalischen Einlagen und das er immer seine Gitarre dabei hat.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Auch f\u00fcr Erika gibt es wieder ein danke. Voriges Jahr die selbstgestrickten Socken und diesmal ein wunderbarer Schal. Jetzt brauche ich nur etwas f\u00fcr dazwischen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ein besonderes und sehr gro\u00dfes Danke geht an Andrea, Anni, Brigitte, Gregor, Johanna und Maria. Die schon sehr lange unsere Begleiter und Unterst\u00fctzung sind. Ohne ihnen w\u00e4ren viele dieser sch\u00f6nen und tollen Fahrten nie m\u00f6glich gewesen. Diese tollen Leute waren nicht nur in Vorarlberg f\u00fcr uns da, sondern sind auch in Ober\u00f6sterreich sehr oft zur Stelle.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Und zum Schluss ein gro\u00dfes danke an unsere Organisatorin dieser Reisen, Monika Aufreiter. Als sie 2018 die Genusswoche im \u201eHaus Ingr\u00fcne\u201c das erste Mal organisierte, dachte wohl niemand daran, dass wir die n\u00e4chsten 6 Jahre wiederkommen werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Und zum ersten Mal auch ein Danke an die \u00d6BB-OS. Bei allen Fahrten funktionierte die Ein- oder Ausstiegshilfe immer hervorragend. Besonders bei der Heimreise in Dornbirn. Dort versprach uns unser Freund aus dem Vorjahr, der Zug f\u00e4hrt erst ab wenn ihr alle sitzt. Hat fast funktioniert.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Diese Gruppenreiseblinder und Sehbehinderter kommt durch \u201eprivates Engagement\u201c\u00a0 zustande und es steht kein Verein oder sonstige Einrichtung dahinter. Es ist also auch f\u00fcr andere Personen oder Gruppen m\u00f6glich solche Reisen. zu planen und zu organisieren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Also steht auf und macht etwas sinnvolles! Es kann nicht sein, dass es in \u00d6sterreich vielleicht bald kein eigenes Ferienhaus f\u00fcr Blinde und Sehbehinderte mehr geben wird. Vielleicht sollten sich die Vereine Aktivit\u00e4ten \u00fcberlegen und planen, die f\u00fcr ihre Mitglieder auch leistbar sind. Wenn man schon Gelder f\u00fcr sehr teure Blindenf\u00fchrhunde f\u00fcr bestimmte Blinde und Sehbehinderte locker macht, dann sollte man auch die selben Gelder f\u00fcr andere Zusch\u00fcsse, wie finanzielle Unterst\u00fctzung f\u00fcr Begleitpersonen bei Ferien- oder Urlaubsaufenthalten anderer Blinder oder Sehbehinderter ebenso locker, locker machen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>Unsere Aktivit\u00e4ten in den sieben Jahren in Vorarlberg im Haus Ingr\u00fcne:<\/h2>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Salzgrotte in Lindau;<\/p>\n<p>Schokoladenmanufaktur Fenkart in Hohenems;<\/p>\n<p>Seeb\u00fchne der Bregenzer Festspiele, Bregenz;<\/p>\n<p>Pf\u00e4nder, Bregenzer Hausberg;<\/p>\n<p>Dornbirn und Dornbirner Ach;<\/p>\n<p>Feldkirch;<\/p>\n<p>Schwarzach, Pfarrkirche Hl. Sebastian;<\/p>\n<p>Bildstein und Oberbildstein;<\/p>\n<p>Hopfenmuseum Tettnang, Deutschland (Hopfensau);<\/p>\n<p>Imkerei &amp; Schaubrennerei in Alberschwende;<\/p>\n<p>Weindorf Nonnenhorn am bayrischen Bodensee;<\/p>\n<p>Wein und Tee Sommelier in Bregenz;<\/p>\n<p>Bregenzerw\u00e4lder K\u00e4sehaus in Andelsbuch;<\/p>\n<p>Innatura in Dornbirn;<\/p>\n<p>\u00d6lm\u00fchle Saller in Lochau;<\/p>\n<p>Hofladen in Lauterach;<\/p>\n<p>Blumeninsel Mainau, Deutschland;<\/p>\n<p>Rappenlochschlucht in Dornbirn;<\/p>\n<p>Schuhmachermuseum Karl Nachbauer in Hohenems;<\/p>\n<p>Messepark in Dornbirn (Hier hatten einige Park missverstanden\u2026);<\/p>\n<p>Schnapsbrennerei Prinz in H\u00f6rbranz;<\/p>\n<p>Radiomuseum Herbert Rauch in Lustenau;<\/p>\n<p>Jannersee in Lauterach;<\/p>\n<p>Erscheinungskapelle, Bildstein;<\/p>\n<p>Rheinfall in Schaffhausen, Schweiz;<\/p>\n<p>L\u00fcnersee in Brand bei Bludenz;<\/p>\n<p>Lindau, Deutschland;<\/p>\n<p>Schneiderkopf in Bildstein;<\/p>\n<p>Hauseigene Kapelle, Haus Ingr\u00fcne;<\/p>\n<p>Silvretta-Hochalpenstra\u00dfe und Silvretta-Stausee;<\/p>\n<p>Bodenseefahrt mit der \u201eVorarlberg\u201c nach Meersburg;<\/p>\n<p>Bodenseefahrt am Lake Constance mit der MS Konstaz;<\/p>\n<p>Wasserwanderweg in Hittisau;<\/p>\n<p>Schwerflh\u00fctte (Schwefel) in den Dornbirner Bergen, Kehlegg;<\/p>\n<p>Bregenzerwaldbahn auch W\u00e4lderbahn oder W\u00e4lderb\u00e4hnle in Bezau;<\/p>\n<p>Juppenwerkstatt Riefensberg im Bregenzer Wald;<\/p>\n<p>Sennerei Hittisau im Bregenzer Wald;<\/p>\n<p>Dreil\u00e4nderblick in Dornbirn;<\/p>\n<p>Bezau im Bregenzer Wald;<\/p>\n<p>Kutschenfahrt Familie Fetz in Eichenberg;<\/p>\n<p>Oldtimermuseum in Hard;<\/p>\n<p>Rieger Orgelbau in Schwarzach;<\/p>\n<p>Zeppelinmuseum in Friedrichshafen;<\/p>\n<p>Gondelfahrt auf dem Karren, Dornbirn;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>Zus\u00e4tzliche Informationen zu unserer Vorarlbergreise 2024:<\/h2>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>App Audioguide Hearonymus:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Mit der kostenlosen Hearonymus-App wird das Smartphone zum modernen Audioguide f\u00fcr Museen, Ausstellungen und Sehensw\u00fcrdigkeiten. Mit der Suchm\u00f6glichkeit nach Ort, Kategorie und\/oder Thema findet man schnell den richtigen Audioguide f\u00fcr jeden Anlass. Die &#8222;Suche in der Umgebung&#8220; weist auf neue, bisher vielleicht nicht gekannte, Sehensw\u00fcrdigkeiten hin.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Diese Audioguide\u00b4s gibt es auf Hearonymus:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Dornbirn InNatura Erlebnis, Naturschau<\/p>\n<p>Feldkirch: Wanderausstellung zum 50 j\u00e4hrigen Jubil\u00e4um der Di\u00f6zese Feldkirch.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Hearonymus im Apple Appstore: <a href=\"https:\/\/apps.apple.com\/at\/app\/hearonymus\/id543631084\">https:\/\/apps.apple.com\/at\/app\/hearonymus\/id543631084<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Hearonymus bei Google Play: <a href=\"https:\/\/play.google.com\/store\/apps\/details?id=at.codepool.hearonymus&amp;hl=de_AT\">https:\/\/play.google.com\/store\/apps\/details?id=at.codepool.hearonymus&amp;hl=de_AT<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>App f\u00fcr das Zeppelinmuseum Friedrichshafen:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die kostenlose Multimedia App des Zeppelin Museums! Umfangreiche Hintergrundinformationen in f\u00fcnf Sprachen. Bilder und Videos zur Geschichte der Zeppeline und der Luftschifffahrt. Infos zur hochkar\u00e4tigen Kunstsammlung und den aktuellen Ausstellungsprojekten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Zeppelin App im Applestore: <a href=\"https:\/\/apps.apple.com\/de\/app\/zeppelin-museum-app\/id1597256388\">https:\/\/apps.apple.com\/de\/app\/zeppelin-museum-app\/id1597256388<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Zeppelin App bei Google Play: <a href=\"https:\/\/play.google.com\/store\/apps\/details?id=de.museum.zeppelin.mediaguide&amp;hl=de_AT\">https:\/\/play.google.com\/store\/apps\/details?id=de.museum.zeppelin.mediaguide&amp;hl=de_AT<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Sag mir, was du siehst.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Youtubekanal und Podcast zum Zeppelinmuseum Friedrichshafen:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Sag mir, was du siehst auf Youtube: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/playlist?list=PLiioFm2CSi4gYt7gtZeJ84j_0fAgUFKRz\">https:\/\/www.youtube.com\/playlist?list=PLiioFm2CSi4gYt7gtZeJ84j_0fAgUFKRz<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Sag mir, eas du siehst Podcast auf Apple: <a href=\"https:\/\/podcasts.apple.com\/us\/podcast\/sag-mir-was-du-siehst\/id1676222022\">https:\/\/podcasts.apple.com\/us\/podcast\/sag-mir-was-du-siehst\/id1676222022<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Infos und Links zu Rieger Orgelbau in Schwarzach:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Eine Liste von Riegerorgeln: https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Liste_von_Rieger-Orgeln<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Youtubevideo zurRiegerorgel in Kasel: <a href=\"https:\/\/www.nutrisolution.info\/vision20-20\/index-vsl.php?wbraid=CmQKCAjwl6-3BhBfElQA_TuuKumGx_70DyAxP6V3h1uGKUSKbedYQsFTc2kLvPidlQn8Vs_Bbm2_jrfPt5Tv6S89Q4kZB8tfE9haPJlU8Yv1KgDrsmAXjsvJXoIXr2fGHRAaAghC&amp;part=ytb&amp;data1=21665246809_165594884846_712120454144&amp;cmpid=66b1e0e0874ede0001819b68&amp;sub1=%7b3.9.24-VISION-YT-AUT-SCR15A-NOSC-H1-JD%7d&amp;sub2=&amp;sub3=&amp;sub4=165594884846&amp;sub5=712120454144&amp;sub6=21665246809&amp;sub7=c&amp;sub8=&amp;sub9=ytv&amp;sub10=youtube.com&amp;ref_id=\">https:\/\/www.nutrisolution.info\/vision20-20\/index-vsl.php?wbraid=CmQKCAjwl6-3BhBfElQA_TuuKumGx_70DyAxP6V3h1uGKUSKbedYQsFTc2kLvPidlQn8Vs_Bbm2_jrfPt5Tv6S89Q4kZB8tfE9haPJlU8Yv1KgDrsmAXjsvJXoIXr2fGHRAaAghC&amp;part=ytb&amp;data1=21665246809_165594884846_712120454144&amp;cmpid=66b1e0e0874ede0001819b68&amp;sub1={3.9.24-VISION-YT-AUT-SCR15A-NOSC-H1-JD}&amp;sub2=&amp;sub3=&amp;sub4=165594884846&amp;sub5=712120454144&amp;sub6=21665246809&amp;sub7=c&amp;sub8=&amp;sub9=ytv&amp;sub10=youtube.com&amp;ref_id=<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wer ist Dr. Ilse Bauer? Das ist Monika Martin.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Was man bei solchen Reisen immer dabei haben muss sind: Ausweis, Reisepass oder F\u00fchrerschein, Behindertenpass und Parkausweis. Diese Dokumente kann man immer brauchen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u00a9 September 2024 by Gerhard Hojas<\/p>\n<h2><\/h2>\n<h2>Fr\u00fchlingswallfahrt der Blindenpastoral am 15.06.2024 nach Wels.<\/h2>\n<p>Am Samstag den 15.06.2024 war es wieder so weit. Die Fr\u00fchjahrswa.lfahrt der Blindenpastoral f\u00fchrte die Pilgergruppe diesmal nicht so weit von Linz fort. So fanden sich die ersten 16 Wallfahrer unter der Leitung von Monika Aufreiter am Hauptbahnhof Linz ein. Um 09:00 Uhr ging es mit der Bahn nach Wels, wo\u00a0 wir nach 22 Minuten Zugfahrt auch schon eintrafen. Dort stie\u00dfen weitere Wallfahrer zur Gruppe. Darunter auch Johanna, die uns dann zum Ziel unserer Reise geleitete.<\/p>\n<h4>Das Ziel war die Filialkirche in der Vorstadt.<\/h4>\n<p>Die r\u00f6misch-katholische Filialkirche in der Vorstadt, auch Marienkirche Wels, steht in der Herrengasse in der Stadt Wels in Ober\u00f6sterreich. Sie ist Mari\u00e4 Verk\u00fcndigung und dem heiligen Bonaventura geweiht und geh\u00f6rt zur Stadtpfarre Wels im Dekanat Wels in der Di\u00f6zese Linz. Das Bauwerk steht unter Denkmalschutz.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die heutige Marienkirche diente bis 1785 als Klosterkirche der Kapuziner, welche im Zuge der Gegenreformation durch die Initiative des Kremsm\u00fcnsterer Abtes Antonius Wolfradt 1628 nach Wels berufen wurden.<\/p>\n<p>Bei der Marienkirche kamen noch einige Wallfahrer hinzu, womit die \u201aGruppe auf 26 Teilnehmer anwuchs und somit komplett war. Durch Aussendungen im Newsletter Donaukurier und des BSV O\u00d6 wurden auch Menschen au\u00dferhalb der Blindenpastoral auf diese Wallfahrt aufmerksam und nahmen daran teil.<\/p>\n<p>Um 10:00 Uhr feierte Blindenseelsorger KonsR Mag. Franz Lindorfer mit der Gruppe in der Marienkirche die Heilige Messe. Das Thema: \u201eMaria Verk\u00fcndigung\u201c. Franz machte mit seiner ruhigen und angenehmen Art auch diesmal die Heilige Messe zu einem besonderen Erlebnis und regte zum Nachdenken an. Besonders, als er \u00fcber das \u201eVertrauen\u201c sprach.<\/p>\n<p>Unterst\u00fctzt wurde Franz von Veronika Kriener und Benedikt Felbauer. Von Veronika kam die <strong>Lesung<\/strong>: Jes 7,10-14 und Benedikt Begleitete die Messe mit seinem bezauberten und unvergleichlichen Orgelspiel.<\/p>\n<p>Bevor es zum Mittagessen in eine Pizzeria ging stellten wir uns vor der Marienkirche f\u00fcr ein Gruppenfoto zusammen. Anschlie\u00dfend wartete der Nachtw\u00e4chter auf uns.<\/p>\n<p>Um 14:00 Uhr erwartete uns Herr Klaus Sturmbauer in der Gestalt des Nachtw\u00e4chters beim Ledererturm. Oder wie er sich selber nennt: Leopold III. Der Hut, der Umhang, die Laterne und die Hellebarde sind oder waren die Ausstattung der Nachtw\u00e4chter.<\/p>\n<h4>Was ist eine Hellebarde?<\/h4>\n<p>Die Hellebarde oder auch Helmbarte ist eine Mischform von Hieb- und Stichwaffe, die die Mannstoppwirkung eines Spie\u00dfes mit der panzerbrechenden Wirkung der Axt kombinierte. Sie geh\u00f6rt zu den Stangenwaffen des Fu\u00dfvolks und wurde vorwiegend vom 14. bis zum 16. Jahrhundert verwendet.<\/p>\n<p>Die Nachtw\u00e4chter sind nicht mehr unterwegs um wie in alten Zeiten f\u00fcr Ordnung zu sorgen. Sie zeigen vielmehr allen, die sich mit ihnen auf den Weg machen, unbekannte Seiten von Wels. Die Geschichten, die sie zu erz\u00e4hlen wissen, beleuchten die mystische, ja oft gespenstische Seite der zweitausend Jahre alten Stadt. Wo sich unheimliche Ereignisse zutragen, wo vielleicht sogar der Teufel seine Hand im Spiel hat, wo es geistert: Nichts bleibt den aufmerksamen Nachtw\u00e4chtern verborgen.<\/p>\n<p>All dieses geheimnisvolle Wissen um ihren Beruf und der Stadt Wels gab Leopold III. mit viel Humor an diesem Samstagnachmittag an sein Gefolge weiter. Es war ein faszinierender Anblick, als Leopold III. mit seinem wallenden Mantel, seinem Hut, der Laterne und der Hellbarde durch die engen Gassen der Welser Altstadt vor uns hermarschierte und uns auch noch Einblicke in das dunkle Wels im Mittelalter gab..<\/p>\n<p>Der Abschluss dieser Wallfahrt fand in einen sehr sch\u00f6nen und gem\u00fctlichen Kaffeehaus statt bevor es f\u00fcr die Gruppe mit der Bahn zur\u00fcck nach Linz ging.<\/p>\n<p>Dank der Leitung durch Monika Aufreiter und den Organisatoren und Mitwirkenden bei der Heiligen Messe, Blindenseelsorger KonsR Mag. Franz Lindorfer, Veronika Kriener und Benedikt Felbauer war auch diese Fr\u00fchlingswallfahrt der Blindenpastora ein gelungenes Erlebnis, dass man sich merkt.<\/p>\n<p>Ein danke geht auch wieder an die Begleitpersonen der Blinden und Sehbehinderten. Ohne deren freiwilliges Engagement w\u00e4ren solche Unternehmungen nicht m\u00f6glich. Wir sch\u00e4tzen euer Engagement ehr.<\/p>\n<p>Bei dieser Gelegenheit mache ich auch auf die n\u00e4chste Wallfahrt der Blindenpastoral aufmerksam. Sie findet am Samstag,12.10.2024 statt. K\u00f6nnte man schon im Kalender vormerken.<\/p>\n<p>\u00a9 Juni 2024 by Gerhard Hojas<\/p>\n<h2>Infos zu unseren Reisen ins L\u00e4ndle ab 2018<\/h2>\n<p>Eine Foto- und H\u00f6rbildersammlung unserer Vorarlbergreisen habe ich auf einer eigenen Seite zusammengestellt. Auf der Seite werden die Fotos beschrieben. Auch die H\u00f6rbilder sind mit Begleittext beschrieben. Die Seite kann man mit den Navigationstasten der Screenreader bedienen. (\u00dcberschriften, Grafiken, Texte und Links).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Link: <a href=\"http:\/\/www.hojas.co.at\/vorarlberg\/Vorarlberg.htm\">http:\/\/www.hojas.co.at\/vorarlberg\/Vorarlberg.htm<\/a><\/p>\n<p>Auch alle\u00a0 Infos unserer Besuche bei Ausstellungen, F\u00fchrungen und Ausfl\u00fcge in Vorarlberg, die f\u00fcr \u201aBlinde und Sehbehinderte ohne Probleme durchf\u00fchrbar sind, habe ich auf einer eigenen Internetseite zusammengestellt.<\/p>\n<p>Link: <a href=\"http:\/\/hojas.co.at\/blog\/freizeitaktivitaeten-vorarlberg\/\">http:\/\/hojas.co.at\/blog\/freizeitaktivitaeten-vorarlberg\/<\/a><\/p>\n<p>\u00a9 by Gerhard Hojas<\/p>\n<h2>Salzkammergut \u2013 Fr\u00fchlingswanderung \u00a0rund um den Altausseer See &#8211; Mai 2024.<\/h2>\n<p>Das sch\u00f6ne Wetter ausnutzend, ging es am 11.05.2024 f\u00fcr einige Blinde und Sehbehinderte und deren Begleitpersonen zu einer Wanderung in das steirische Altaussee.\u00a0 Die Zugfahrt ging von Linz \u00fcber Gmunden, Ebensee in die Kaiserstadt Bad Ischl. Von dort ging es dann in etwa 25 Minuten mit dem Auto weiter nach Altaussee.<\/p>\n<p>Eingebettet in die Bergwelt des Toten Gebirges z\u00e4hlt der Altausseer See i(Seeh\u00f6he 712 Meter) m steirischen Salzkammergut z<u>weifelsohne<\/u> zu den sch\u00f6nsten Alpenseen. Den man auf dem herrlich angelegten Seerundweg erkunden kann. Der See ist in etwa 3 km lang und 1 km breit und misst an seiner tiefsten Stelle 53 Meter. Das glasklare Wasser gelangt durch das Karstgebiet des Toten Gebirges \u00fcber unterirdische Zufl\u00fcsse in den See. Vom Seeufer aus kann man unz\u00e4hlige Forellen und Saiblinge beobachten, welche im Altausseer See in reichen Mengen vorkommen.<\/p>\n<p>Ausgangspunkt f\u00fcr unsere Seerunde ist einer der \u00f6ffentlichen Parkpl\u00e4tze im Zentrum von Altaussee. Wir parken direkt bei der Kirche und starten dort im Uhrzeigersinn unsere Wanderung um den Altausseer See.<\/p>\n<p>Wir folgen den Wegmarkierungen und wandern entlang einer Uferstra\u00dfe an einigen Hotels und Villen vorbei. Bald m\u00fcndet die breite Forststra\u00dfe in einen schmalen Seerundweg, der direkt unter den Felsw\u00e4nden des Loser in \u00f6stlicher Richtung zur Seewiese f\u00fchrt. Dabei genie\u00dft man herrliche Ausblicke auf das schneebedeckte Dachsteinmassiv und den markaten Sarstein.<\/p>\n<p>An der Jausenstation Seewiese angekommen, diese befindet sich am n\u00f6rdlichsten Teil des Sees, genie\u00dfen wir den herrlichen Blick \u00fcber den Altausseer See. Wir st\u00e4rken uns mit hausgemachten Strudeln, Kaffee und k\u00fchlen Getr\u00e4nken f\u00fcr die weitere Seeumrundung. Hier besteht auch die M\u00f6glichkeit per Schiff zur\u00fcck an das Westufer zu gelangen.<\/p>\n<h4>James Bond (Daniel Craig) f\u00e4hrt Pl\u00e4tte.<\/h4>\n<p>Die Aufregung war gro\u00df, als das beschauliche Altaussee im J\u00e4nner 2015 zur Filmlocation f\u00fcr den James Bond Film \u201cSpectre\u201d wurde. Wesentliche Aufnahmen fanden auf dem winterlichen See, und der Seewiese statt.<\/p>\n<p>Doch in Altaussee war der Geheimagent auf einer traditionellen Pl\u00e4tte unterwegs und machte sich auf die Jagd nach dem B\u00f6sen. Die Pl\u00e4tte , das handgefertigte Holz Boot im Ausseerland, das fr\u00fcher zum Transport von Salz und anderen G\u00fctern verwendet wurde, dient heute dem bewusst langsamen vorankommen am See. Das f\u00fcr das Salzkammergut typische Holzboot wurde somit zum Hauptdarsteller. Im idyllischen Jagdhaus auf der Seewiese kam es dann zum Showdown.<\/p>\n<p>Kurz nach der Seewiese passieren wir am \u00f6stlichen Ufer den kleinen Ostersee und ein verlassenes Haus und gelangen zu einigen Buchten mit Badem\u00f6glichkeit. Wir befinden uns unter den steil aufragenden Felsw\u00e4nden der Trisselwandn<\/p>\n<p>Der Weitermarsch am S\u00fcdufer f\u00fchrt unter schattenspendenden B\u00e4umen beim \u00a0Strandcafe vorbei. Auch wir bekamen eine Pl\u00e4tte zu sehen. Sie wurde lautlos und sehr gem\u00e4chlich entlang des Seeufers gesteuert. Etwas sp\u00e4ter erreichen wir den Ausfluss des Altausseer Sees. Da sich hier auch das Hotel Seevilla befindet, braucht man sich nicht wundern, wenn einem ein Rolls Roys entgegenkommt. Von hier war es dann nicht mehr weit zum Ausgangspunkt \u00a0unserer Seewanderung.<\/p>\n<p>Der Abschluss dieses sch\u00f6nen Fr\u00fchlingstages fand auf dem P\u00f6tschenpass statt. Der P\u00f6tschenpass, meist nur kurz P\u00f6tschen genannt, ist ein 993 Meter hoher Pass im Salzkammergut an der ober\u00f6sterreichisch-steirischen Grenze. Die P\u00f6tschenh\u00f6he liegt in den n\u00f6rdlichen Kalkalpen und verbindet Bad Goisern in Ober\u00f6sterreich und das Ausseerland in der Steiermark. Umgebende Berge sind der Hohe Sarstein (1975 Meter) im S\u00fcden und der Sandling (1717 Meter) im Norden. Von den Auffahrten hat man jedoch auch gute Blicke zum Hohen Dachstein (2995 Meter).<\/p>\n<p>Nachdem wir die letzten Sonnenstrahlen, die der P\u00f6tschenpass hergab, \u00a0in uns aufnahmen, ging es wieder nach Bad Ischl und von dort mit der Bahn zur\u00fcck nach Linz.<\/p>\n<p>Ein gro\u00dfes danke an unsere Begleitpersonen.<\/p>\n<p>Tipp f\u00fcr Menschen im Rollstuhl. Die Wanderung rund um den Altausseer See ist auch f\u00fcr Menschen im Rollstuhl machbar. Die Wege sind breit, gut gewartet und es ist fast alles eben. F\u00fcr Blinde und Sehbehinderte, die gut bei Fu\u00df sind, stellt diese Wanderung \u00fcberhaupt kein Problem dar.<\/p>\n<p>\u00a9 Mai 2024 by Gerhar Hojas<\/p>\n<h2>Wallfahrt der Blindenpastoral nach Rohrbach-Berg am Samstag 14.10.2023<\/h2>\n<p>Am Samstag, 14.10.2023 war es wieder soweit. Die Blindenpastoral lud blinde, sehbehinderte Menschen und Freunde zur Wallfahrt nach Rohrbach in Ober\u00f6sterreich ein<\/p>\n<p>So trafen sich 23 Wallfahrerinnen und Wahlfahrer im Busterminal beim Hauptbahnhof Linz und starteten p\u00fcnktlich mit den Linienbus 230 \u00a0\u00a0nach Rohrbach. Dort angekommen erwartete uns schon Blindenseelsorger Mak. Franz Lindorfer. Er f\u00fchrte uns\u00a0 in einigen Minuten von der Bushaltestelle bis zur Stadtpfarrkirche Rohrbach. Dort trafen wir auf die restlichen Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Wallfahrt. Somit war die Gruppe mit 34 Personen komplett.<\/p>\n<h4>Etwas zu Rohrbach-Berg:<\/h4>\n<p>Rohrbach-Berg ist eine Stadtgemeinde im Oberen M\u00fchlviertel und Verwaltungssitz des Bezirks Rohrbach mit einer Fl\u00e4che von 37,90 km\u00b2 und 2 Einwohnern (Stand 1. J\u00e4nner 2023).<\/p>\n<p>Die Gemeinde entstand am 1. Mai 2015 durch die Fusion der vordem selbst\u00e4ndigen Gemeinden Rohrbach in Ober\u00f6sterreich und Berg bei Rohrbach, nachdem bei einer Volksbefragung am 19. Oktober 2014 in beiden ehemals selbst\u00e4ndigen Gemeinden mehrheitlich daf\u00fcr votiert worden war.<\/p>\n<p>Rohrbach-Berg liegt 45 Kilometer nordwestlich der Landeshauptstadt Linz, 10 km s\u00fcdlich der Staatsgrenze zu Tschechien und 21 km \u00f6stlich der Staatsgrenze zu Deutschland im Oberen M\u00fchlviertel. Die leicht zug\u00e4ngliche Lage an alten Verkehrswegen auf einem flachen Ausl\u00e4ufer des Zwischenm\u00fchlr\u00fcckens beg\u00fcnstigte die Entwicklung zum zentralen Verwaltungsort der Region.<\/p>\n<p>Vor der heiligen Messe erz\u00e4hlte uns Pfarrer Alfred die Geschichte der Stadtpfarrkirche Rohrbach und nahm gleich einen H\u00f6hepunkt \u00a0der Wallfahrt vorweg. Wir durften n\u00e4mlich nach der heiligen Messe in der Kirche alles anfassen, ertasten und erf\u00fcllen.<\/p>\n<p>Blindenseelsorger KonsR Mag. Franz Lindorfer zelebrierte nach den Ausf\u00fchrungen von Pfarrer Alfred in seiner bekannten ruhigen und angenehmen Art mit uns die heilige Messe. Unterst\u00fctzt wurde er vom, wie immer, meisterlichen Orgelspiel von Benedikt Felbauer. Diesmal konnten wir auch die wunderbare Stimme von Kantor (Kirchenmusiker, Vors\u00e4nger) Christoph Grubhofer in der Stadtpfarrkirche vernehmen. Und auch Veronika Krinner trug mit ihrer Lesung des zweiten Briefes an die Korinther, Kapitel 4 (<strong>2 Kor 4,7-18; 5,6-7<\/strong>) zum Gelingen dieser Messe bei. Diese feierliche und sp\u00fcrbare Stimmung wird uns lange in Erinnerung bleiben.<\/p>\n<p>Nach der Messe nutzten wir nat\u00fcrlich die Gelegenheit, die Kirche mit unseren Fingern zu erkunden und den Erkl\u00e4rungen unserer Begleitpersonen zuzuh\u00f6ren. Faszinierend war es festzustellen, was man aus Beton, besonders aus wei\u00dfem, machen kann. So wurde zum Beispiel der Ambo (Lesepult) beim Gie\u00dfen auf den Kopf gestellt, damit eine sehr glatte Oberfl\u00e4che entsteht. Eine Fundgrube aus ertastbaren Str\u00e4uchern, Kr\u00e4utern, Getreidearten, Bl\u00fcten und Blumen war die Erntedankkrone. Wo hier auch die dazugeh\u00f6rigen D\u00fcfte nicht fehlen. Ebenso fand der gesch\u00e4lte \u201eWoaz Striezel\u201c seinem Platz auf der Erntedankkrone.<\/p>\n<p>Die r\u00f6misch-katholische Stadtpfarrkirche Rohrbach ist ein denkmalgesch\u00fctztes Bauwerk in Rohrbach-Berg im M\u00fchlviertel. Die Hauptkirche der Stadt Rohrbach steht leicht erh\u00f6ht nord\u00f6stlich des Stadtplatzes und ist dem heiligen Apostel Jakobus dem \u00c4lteren geweiht. Die Kirche gilt als einer der wichtigsten Barockbauten n\u00f6rdlich der Donau und liegt an der Jakobsweg-Teilstrecke, die von \u010cesk\u00fd Krumlov \u00fcber Stift Schl\u00e4gl nach Passau f\u00fchrt .<\/p>\n<p><strong>Der 75 Meter hohe Kirchturm ist das Wahrzeichen der Kirche und der Stadt Rohrbach und z\u00e4hlt zu den h\u00f6chsten Kircht\u00fcrmen in Ober\u00f6sterreich. Die Untergescho\u00dfe stammen aus der Zeit um 1450, die Obergescho\u00dfe d\u00fcrften in der ersten H\u00e4lfte des 16. Jahrhunderts entstanden sein. Die Kirchturmspitze wurde 1877 vollendet.<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><strong>Die vier Glocken stammen alle von der Glockengie\u00dferei St. Florian und ersetzen das Vorg\u00e4ngergel\u00e4ut. Am 4. Dezember 1949 wurden die Glocken geweiht.<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><strong>Nach f\u00fcnfj\u00e4hriger Renovierung erstrahlt die Stadtpfarrkirche in neuem Glanz.<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><strong>So wurden unter anderem der Turm, das Kirchendach, die Au\u00dfenfassade sowie auch die Inneneinrichtung erneuert. Nach der Neugestaltung des Altarraums, der Restaurierung der gro\u00dfen, raumhohen Alt\u00e4re mit ihren k\u00fcnstlerisch hochwertigen Gem\u00e4lden und Skulpturen, der Kanzel und auch des Orgelgeh\u00e4uses sowie der reich geschnitzten Emporengitter wurden noch Gem\u00e4lde renoviert und einzelne Bilder und Skulpturen kamen zum Restaurieren ins Atelier. F\u00fcnf Jahre ( April 2017bis ins Fr\u00fchjahr 2022) dauerte die Renovierung. Mittlerweile ist sie abgeschlossen und die Stadtpfarrkirche erstrahlt nun in neuem Glanz.<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong>Nach dem Mittagessen bei der Leibetseder Gastronomie direkt am Stadtplatz in Rohrbach machten wir uns auf dem Weg in das Museum der Wahrnehmung. zur \u201eVilla Sinnenreich\u201c.<\/p>\n<p>Die VILLA sinnenreich, das au\u00dfergew\u00f6hnliche Museum der Wahrnehmung, befindet sich inmitten eines Parks nahe dem Stadtzentrum. Die Villa steht unter Denkmalschutz.<\/p>\n<p>Die Villa wurde vom Lederfabrikanten Wilhelm Poeschl in den Jahren 1922\/23 nach Pl\u00e4nen des Architekten Hugo Kathrein erbaut. Im Jahr 1995 kaufte die Stadtgemeinde Rohrbach von der Industriellenfamilie Poeschl die Villa und den umliegenden Park. Sie wurde zeitgem\u00e4\u00df adaptiert und mit modernen Anbauten erweitert und 2004 er\u00f6ffnet.<\/p>\n<p>Auf 400 m\u00b2 Ausstellungsfl\u00e4che gibt es 50 Exponate und Stationen zum Thema &#8222;Wahrnehmung und Sinnest\u00e4uschung&#8220;. F\u00fcr die Gestaltung konnten Professoren sowie Absolventinnen und Absolventen der Kunstuniversit\u00e4t Linz und freischaffende K\u00fcnstlerinnen und K\u00fcnstler gewonnen werden.<\/p>\n<p>Im Park der Villa angekommen, konnten wir schon die ersten Exponate ausprobieren. So gab es eine Wasserspringschale. Die Schale hat die Eigenschaft, dass beim Reiben der an der Schale befindlichen Griffe das Wasser durch \u00dcberlagerung (Interferenz) zum Schwingen erregt wird, wodurch sich eine \u201eWasserfont\u00e4ne\u201c und ein Ton ergibt. Oder die klingenden Steine (Lithophon). Da konnte man mit einem Gummihammer kr\u00e4ftig auf die geschliffenen Steine hauen und entsprechende T\u00f6ne hervorzaubern.<\/p>\n<p>In 2 Gruppen wurden wir unter kompetenter Begleitung durch die Welt der Akustik, des Ertastbaren, des Riechens, des Schmeckens und des selber Ausprobierens gef\u00fchrt. So konnte man essbare Eintrittskarten \u2013 zur Wahrnehmung des Geschmackssinn kosten und verspeisen. Oder aus dem Ohr des Mister Ohrlovsky konnte der eigene Herzschlag geh\u00f6rt werden. Im Barragans Haus wird man vom Zwerg zum Riesen. \u00dcber das Geruchsmemory mit Gew\u00fcrzen bis zum Erkennen\u00a0 in kleinen S\u00e4ckchen abgepackten Gegenst\u00e4nden waren alle Sinne gefordert. So konnte man sich auch als W\u00fcnschelruteng\u00e4ngerin oder W\u00fcnschelruteng\u00e4nger probieren. Manche hatten ein entsprechendes Talent und die magnetisierten St\u00e4be schlugen heftig aus.<\/p>\n<p>Die Villa Sinnenreich ist barrierefrei und kann auch von Menschen im Rollstuhl oder mit Rollator besucht werden.<\/p>\n<p>Nach dem Besuch der Villa Sinnenreich trafen wir uns in Lilly\u00b4s Stadtcafe zum Abschlu\u00dfcafe und hier trennten sich auch wieder unsere Wege. Um 17:00 Uhr ging es mit dem Linienbus zur\u00fcck nach Linz. Wo wir kurz nach 18:00 Uhr im Busterminal ankamen und mit einer sehr sch\u00f6nen Erinnerung an eine sch\u00f6ne Wallfahrt nach Hause fuhren.<\/p>\n<p>Ein Danke an Monika Aufreiter und ihr Team, die wie immer eine tolle Wallfahrt f\u00fcr die Blinden und Sehbehinderten organisierten. Dazu geh\u00f6ren nat\u00fcrlich alle Mitwirkenden bei der heiligen Messe in der Stadtpfarrkirche Rohrbach.<\/p>\n<p>Und nat\u00fcrlich auch wieder ein sehr gro\u00dfes Danke an die Begleitpersonen der Blinden und Sehbehinderten. Ohne deren selbstloses Engagement w\u00e4ren solche Unternehmungen nicht m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Und wir freuen uns schon auf die n\u00e4chste gemeinsame Wallfahrt. Wohin sie\u00a0 uns auch f\u00fchren wird.<\/p>\n<p>\u00a9 Gerhard Hojas<\/p>\n<h2>Eine Gruppe aus Ober\u00f6sterreich im Ferienhotel \u201eHaus Ingr\u00fcne\u201c des Blinden- und Sehbehindertenverbandes Vorarlberg. Samstag 09.09.2023 bis 16.09.2023.<\/h2>\n<h3>Samstag, 09.09.2023 \u2013 Es geht bereits zum sechsten Mal ins L\u00e4ndle.<\/h3>\n<p>Auch 2023 zog es die Gruppe Blinder, Sehbehinderter und deren sehende Begleitung von Linz nach Schwarzach. Bereits zum sechsten Mal fuhr die Gruppe ins \u201eHaus Ingr\u00fcne\u201c des Blinden- und Sehbehindertenverbandes Vorarlberg. Dieses Haus steht als Erholungszentrum und Ferienhotel f\u00fcr Blinde, Sehbehinderte und deren Angeh\u00f6rige zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<p>Andrea, Anni, Alfons, Christian, Claudia, Erika, Gerhard, Ingrid, Johanna, Maria, Monika und Veronika trafen sich am Samstag, 09.09.2023 bei der Info am Hauptbahnhof Linz. Da alles bestens Organisiert war, konnte nichts mehr schiefgehen. Die Platzreservierungen f\u00fcr die Hin- und R\u00fcckfahrt wurden bereits im Mai get\u00e4tigt und die Einstiegshilfe der \u00d6\u2019BB stand auch bereit. Mit dieser Einstiegshilfe konnten wir in zwei Gruppen aufgeteilt, im reservierten Wagen rasch einsteigen. Somit konnte eine eventuelle Versp\u00e4tung der \u00d6\u2019BB nicht mit einer Gruppe Blinder aus Linz in Verbindung gebracht werden. Das Aussteigen in Dornbirn klappte durch die Hilfe des bereitstehenden \u00d6BB-Personals auch wieder problemlos. Durch den Einsatz des Blindenstockes sind Blinde und Sehbehinderte eigentlich auch noch \u201eEinarmig\u201c unterwegs und k\u00f6nnen eine solche Hilfe sehr gut annehmen.<\/p>\n<p>Ebenso waren auch Elias und Fidelis vom \u201eHaus Ingr\u00fcne\u201c schon vor Ort und brachten uns mit den beiden Bussen des BSV V zu unserem Quartier auf 600 Meter Seeh\u00f6he. G\u00e4ste des Ferienhauses werden neben dem Bahnhof Dornbirn auch von Bregenz und Lindau abgeholt.<\/p>\n<p>Nachdem wir fast alle die Hausbr\u00e4uche schon kannten, bezogen wir unsere Zimmer und anschlie\u00dfend wurde uns von Elias unser Programm f\u00fcr die n\u00e4chste Woche vorgestellt.<\/p>\n<p>Da es bei uns schon ein Ritual ist, marschierten wir nach dem Abendessen nach Bildstein (659 Meter) hoch. Ziel war nat\u00fcrlich der traumhafte Sonnenuntergang. Da auch das Wetter mitspielte, hatten auch andere diese Idee und so waren sehr viele Sonnenuntergangsanh\u00e4nger bereits vor Ort. Sie sa\u00dfen in der Wiese oder auf B\u00e4nken und andere veranstalteten sogar noch ein Picknick. Schlie\u00dflich hat man von hier aus eine wunderbare Aussicht auf das Reinthal und auf dem Bodensee. Auch der sp\u00e4tabendliche Blick auf das Lichtermeer am See &#8211; weit weg! \u2013 wird das Kopfkino noch lange besch\u00e4ftigen.<\/p>\n<p>Bildstein liegt im Bezirk Bregenz s\u00fcdlich des Bodensees \u00dcberregional bekannt ist die Gemeinde f\u00fcr die im Ortszentrum befindliche und weithin, sichtbare Wallfahrtskirche Maria Bildstein. Bis zum Jahr 1857 lautete der amtliche Name der Gemeinde \u201eSteu\u00dfberg\u201c, erst danach wurde der heutige Gemeindename Bildstein offiziell eingef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Auf dem Weg vom \u201eHaus Ingr\u00fcne\u201c bis Bildstein fallen besondere H\u00e4user auf. Tausende kleiner Holzschindeln bilden die Fassade vieler Bregenzerw\u00e4lder H\u00e4user.<\/p>\n<p>Nach dem Abstieg zum Ferienhotel genossen wir die milde Abendluft und machten es uns vor dem Haus gem\u00fctlich.<\/p>\n<h3>\u00a0Sonntag 10.09.2023 \u2013 Entspannen unter schattigen B\u00e4umen und im oder am Pool.<\/h3>\n<p>Auch der Sonntag ist f\u00fcr die Gruppe schon ein Ritual. Nach dem Fr\u00fchst\u00fcck ging es wieder nach Bildstein hoch. Auf Schusters Rappen ist diese Strecke in 20 Minuten zu bew\u00e4ltigen. Ziel war diesmal die Basilika Maria Bildstein. Andere nutzten die Gelegenheit und spazierten durch Bildstein bis zur Erscheinungskapelle. Die Kapelle liegt etwa 5 Gehminuten von der Basilika entfernt, am Waldesrand. Hier verweilt man gerne f\u00fcr \u201eein paar stille Minuten\u201c.<\/p>\n<p>Und wo man am Abend zuvor den Sonnenuntergang genoss, zogen am Tage die Bussarde ihre Kreise und lie\u00dfen ihre markanten Schreie \u00fcber das Tal erklingen. Diese Schreie werden wir in den n\u00e4chsten Tagen noch \u00f6fter h\u00f6ren.<\/p>\n<p>Da auch am Sonntag ein warmes und traumhaftes Wetter \u00fcber Schwarzach lag, vergn\u00fcgten sich Nachmittags einige am und im hauseigenen Pool. Andere machten es sich unter schattigen B\u00e4umen bequem. Und so verging ein ruhiger Sonntag.<\/p>\n<h3>\u00a0Montag 11.09.2023 \u2013 Ein Dreil\u00e4nderblick und unterwegs mit Marina, Gerd und Falke.<\/h3>\n<p>Montagvormittag machten wir uns zu einer Wanderung zum Dreil\u00e4nderblick auf. Wir wurden mit den beiden Bussen zum Ausgangspunkt der Wanderung gebracht. Cedric, der Zivildiener im \u201eHaus Ingr\u00fcne\u201c war einer unserer Busfahrer und auch unser Wanderf\u00fchrer. Die Tour f\u00fchrte durch ein landschaftlich sehr sch\u00f6nes Gebiet. W\u00e4hrend wir an Obstwiesen, Bauernh\u00f6fen und Weiden mit Ziegen vorbeimarschierten, konnten wir auch hier die Schreie der Bussarde vernehmen. Am Ziel angekommen, wurden wir mit einer traumhaften Aussicht belohnt. Oberhalb von Dornbirn hat man eine der sch\u00f6nsten Ausblicke auf das Rheintal, die Schweizer Berge bis hin zum Bodensee. Leider ist das auf der Anh\u00f6he gelegene Gasthaus mit der Traumaussicht geschlossen. Am R\u00fcckweg konnte man sich an kleinen Schnaps- und Lik\u00f6rstadionen etwas st\u00e4rken.<\/p>\n<p>Nachmittags ging es nach Eichenberg, wo uns schon Marina, Gerd und Falke erwarteten. Gerd und Falke sind 2 Tigerschecken. Das sind wei\u00dfe Norikerpferde mit braunen Flecken. Falke ist ein vierj\u00e4hriger Hengst und Gerd ist ein siebenj\u00e4hriger Wallach. Und Marina war unsere Kutscherin.<\/p>\n<p>Der Fuhrpark der Familie Fetz besteht aus \u00fcber 15 verschiedenen Wagen. Von der romantischen Hochzeitskutsche, bis zum Gesellschaftswagen f\u00fcr 24 Personen ist alles dabei.<\/p>\n<p>F\u00fcr unsere Gruppe wurde eine 12-Sitzer-Kutsche eingespannt. Da wir aber 13 Personen waren, durfte Gabi am Kutschbock, neben Marina Platz nehmen.<\/p>\n<p>Marina fuhr mit uns die sogenannte Panorama-Route.<\/p>\n<p>Diese Route f\u00fchrt von der malerisch gelegenen Berggemeinde Eichenberg durch den dichten Tannenwald, bevor sich der Blick auf den Bodensee und das Schweizer Bergpanorama er\u00f6ffnet. Marina erkl\u00e4rte uns w\u00e4hrend der Fahrt die Gegend und interessante Objekte in der Landschaft. So fuhren wir unter einer Hocheinfahrt durch. Diese Hocheinfahrten f\u00fchrten \u00fcber Stra\u00dfen, Gr\u00e4ben oder sonstigen Vertiefungen in die Tenne oder Heustadel. Ebenso fuhr bei unserer Kutschenfahrt ein Zeppelin gerade \u00fcber dem Bodensee.<\/p>\n<p>Da es streckenweise auch bergauf ging, hatten die beiden Pferde eine anstrengende Arbeit vor sich. Schlie\u00dflich mussten sie 14 Personen und eine schwere Kutsche ziehen. Da wir auch bei einigen Wasserl\u00e4ufen vorbeikamen, konnten Gerd und Falke am R\u00fcckweg eine kleine Rast einlegen um zu trinken. Durch die beschlagenen Hufe konnte man ihre Gangart, den Schrit, sehr gut am Asphalt h\u00f6ren.<\/p>\n<p>Nach der R\u00fcckkehr konnte man die Pferde streicheln und nat\u00fcrlich wurden jede Menge Fotos geschossen. Diese Touren werden auch im Winter angeboten.<\/p>\n<p>Abends nutzten wir das sch\u00f6ne Wetter und machten es uns wieder vor dem Haus gem\u00fctlich und genossen den sch\u00f6nen Septemberabend \u00fcber Schwarzach. An manchen Tagen konnte man die Kirchenglocken von Schwarzach aus dem Tal und von Bildstein von der Anh\u00f6he gleichzeitig h\u00f6ren.<\/p>\n<h3>Dienstag 12.09.2023 \u2013 Bregenz, Alexawunschkonzert und die R\u00fcckkehr zur Schwerfelh\u00fctte und der Fuchs und der J\u00e4ger waren auch wieder da.<\/h3>\n<p>Dienstagvormittag teilte sich die Gruppe auf und einige fuhren zu einer Bregenzbesichtigung. Da darf nat\u00fcrlich ein Spaziergang entlang der Seepromenade und ein Besuch der Festspielarena nicht fehlen. Die Zuhausegebliebenen konnten sich bei der mitgebrachten Alexa ihre Lieblingsmusik bestellen. Dazu machten sie es sich auf den B\u00e4nken vor dem Ferienhotel mit Kaffee und anderen Getr\u00e4nken sehr gem\u00fctlich.<\/p>\n<p>Am Nachmittag ging es auf die Schwerflh\u00fctte. Das ist eine kleine, private Almh\u00fctte und liegt auf 909 m Seeh\u00f6he in den Dornbirner Bergen. Nat\u00fcrlich kein elektrischer Strom und ein Wassertrog vor der H\u00fctte, zum K\u00fchlen der Getr\u00e4nke.<\/p>\n<p>Wir waren in 2 Gruppen auf dem Weg zur H\u00fctte unterwegs. Eine Gruppe nahm die l\u00e4ngere und steile Herausforderung an und die andere Gruppe wurde n\u00e4her an die Schwerfelh\u00fctte herangefahren. Hier war auch Moni wieder als Begleitperson dabei.<\/p>\n<p>Die n\u00e4chste Ortschaft ist ein Bergdorf namens Kehlegg. Kehlegg liegt am \u00f6stlichen Rand des Vorarlberger Rheintals und an den westlichen Ausl\u00e4ufern des Bregenzerwaldgebirges auf einer H\u00f6he von 794 Metern Seeh\u00f6he.<\/p>\n<p>Wir waren auch schon im Vorjahr Gast in dieser H\u00fctte. Diesmal wurden wir aber schon von vierbeinigen Bewohnern der steilen Wiese erwartet.<\/p>\n<p>Hier haben f\u00fcnf Alpakas ihr neues zu Hause gefunden. Das Alpaka, ist eine aus den s\u00fcdamerikanischen Anden (Peru) stammende, domestizierte Kamelart, die vorwiegend wegen ihrer Wolle gez\u00fcchtet wird.<\/p>\n<p>Die Herde besteht aus 3 erwachsenen Weibchen und 2 Jung -Alpakas.<\/p>\n<p>Lola, Anuk und Dora sind die Erwachsenen Alpakas und der Kindergarten sind Anton (3 Monate alt) und Dana (3 Wochen alt). Da die Namen der Jungtiere mit dem gleichen Anfangsbuchstaben beginnen m\u00fcssen wie der Name der Mutter, kann man sich denken, wer zusammengeh\u00f6rt.<\/p>\n<p>Wir machten es uns auf den vor der H\u00fctte aufgestellten B\u00e4nken behaglich und konnten das frische und k\u00fchle Wasser vom Wassertrog genie\u00dfen. Und wie es sich geh\u00f6rt, aus Blechh\u00e4ferln. Nat\u00fcrlich konnten dann auch die Alpakas gestreichelt werden. Ebenso gab es auch hier ein umfangreiches Fotoshooting mit den f\u00fcnf Stars.<\/p>\n<p>So verging ein gem\u00fctlicher Nachmittag und so nebenbei hatten wir noch eine sch\u00f6ne Sicht auf Erhebungen im Bregenzer Wald. Der Karren und der Breitenberg. Und mit \u201eSchwerfl\u201c ist der Schwefel gemeint.<\/p>\n<p>Diese Muttertiere der Alpakas bei der Schwerflh\u00fctte stammen nicht aus Peru sondern aus Ober\u00f6sterreich.<\/p>\n<p>Zur\u00fcck im \u201eHaus Ingr\u00fcne\u201c ging ein schweres Gewitter nieder und wir waren froh unter Dach zu sein.<\/p>\n<p>Abends gab es wieder das Kegelscheiben in der Hauseigenen Anlage. Eigentlich kann man schon sagen: \u201eUnser tradionelles Kegelscheiben\u201c. Das geh\u00f6rt seit unserem ersten Besuch im Jahr 2018 dazu. Und wie jedes Jahr kamen auch wieder Manfred Schuller und Herta G\u00e4chter vom Blindenapostolat Vorarlberg zum Spiel der Kegeln dazu. Ebenso versuchte auch Gabi Marte, wie so oft, ihr Kegelgl\u00fcck. Sie unterst\u00fctzte Manfred an der Tafel. Es wurden verschiedene Varianten des Kegelscheibens durchgespielt. Unter anderem auch die beliebte Variante der Fuchsjagt. Obwohl alle den Ehrgeiz hatten, die mei\u00dften Kegeln umzuwerfen oder als Fuchs so lange wie m\u00f6glich zu \u00fcberleben, stand die \u201eGaudi\u201c im Vordergrund.<\/p>\n<p>Die einzige \u201eSau\u201c an diesem Abend konnte sich Christian gut schreiben lassen.<\/p>\n<h3>\u00a0Mittwoch, 13.09.2023 \u2013 Der Tag der vielen M\u00f6glichkeiten.<\/h3>\n<p>Am Mittwoch hatte man die M\u00f6glichkeit verschiedene Aktivit\u00e4ten durchzuf\u00fchren.<\/p>\n<p>So besuchten einige die Salzgrotte in Lindau und konnten bei Entspannungsmusik und salziger Luft etwas gutes f\u00fcr ihre Atemwege tun.<\/p>\n<p>Die anderen fuhren nach Alberschwende im Bregenzerwald und besuchten dort die Imkerei &amp; Schaubrennerei Bentele. Hier sind 150 Bienenv\u00f6lker zu Hause und produzieren den Honig, der in den verschiedensten Produkten von Bentele verarbeitet wird. Nat\u00fcrlich werden im Hofladen auch noch andere Produkte aus Vorarlberg, wie K\u00e4se, Schn\u00e4pse, Speck und Wurst oder Schokolade angeboten.<\/p>\n<p>Am Nachmittag konnte man sich massieren lassen oder nach Hohenems zur Schokoladenmanufaktur Fenkart fahren und sich f\u00fcr zu Hause mit Schokolade einzudecken. Da die Schokoladenmanufaktur gerade umgebaut wird, konnten wir diesmal an keiner Schokoverkostung teilnehmen.<\/p>\n<p>Andere verbrachten den Nachmittag bei dem sch\u00f6nen Wetter wieder am und im Pool oder machten es sich vor dem Haus unter der Markise bequem.<\/p>\n<p>Abends hatte dann wieder Alexa ihren gro\u00dfen Auftritt und spielte \u201efast\u201c alles, was gew\u00fcnscht wurde. Auch \u201eDrunten in der gr\u00fcnen Au\u201c hatte sie im Repertoire.<\/p>\n<h3>\u00a0Donnerstag, 14.09.2023 \u2013 Ein Tag am Lake Constance und in Lindau.<\/h3>\n<p>Nach dem Fr\u00fchst\u00fcck ging es nach Lindau zum Lake Constance. Das ist der englische Name f\u00fcr den Bodensee. Diesmal war ein Ganztagesausflug mit einer Rundfahrt am Bodensee geplant. Da wir bis zur Abfahrt unseres Schiffes noch Zeit hatten, spazierten wir gem\u00fctlich durch die sch\u00f6ne Stadt Lindau. Durch die vielen Besucher herrscht hier immer ein reges Treiben und durch die vielen Stra\u00dfenk\u00fcnstler ist auch an jeder Ecke etwas zu erleben. Eine Blumendame war ein gefragtes Fotomotiv. Diese deutsche Stadt kann man \u00fcbrigens auch mit dem Klimaticket per Bahn erreichen.<\/p>\n<p>Pl\u00f6tzlich gaben unsere Smartphones einen Alarmton von sich. Ob aus der Hosentasche, der Handtasche oder aus dem Rucksack. Es war ein extrem schriller und durchdringender Ton. F\u00fcr uns \u00d6sterreicher war das schon sehr ungew\u00f6hnlich und auch ein wenig be\u00e4ngstigend. Da man nicht wei\u00df was los ist und warum es auch auf unseren Smartphones so laut schrillt. Jetzt wissen wir es. Seit 2020 findet j\u00e4hrlich am zweiten Donnerstag im September in Deutschland der bundesweite Warntag statt.<\/p>\n<p>Nachdem wir uns auf das Schiff begeben und die Pl\u00e4tze im oberen Deck eingenommen hatten, dauerte es nur noch wenige Minuten bis die Rundreise losging. Um 14:00 Uhr legte unser Schiff, die MS Konstanz vom Hafen Lindau ab.<\/p>\n<p>Wenn man die MS Konstanz so sieht, k\u00f6nnte man vermuten, es w\u00e4re ein Neubau. Doch das Schiff hat schon 50 Jahre auf dem Buckel. Die komplette Schifffahrtsaison ist die MS Konstanz -entgegen der Namensgebung- im Hafen Lindau stationiert.<\/p>\n<p>Das Schiff hat eine L\u00e4nge von 57 m und eine Breite von 11,4 m und auf den beiden Decks haben 690 Personen Platz. Davon gibt es 217 Innensitzpl\u00e4tze.<\/p>\n<p>Die MS Konstanz fuhr nahe der deutschen, schweizerischen und \u00f6sterreichischen Uferlandschaften und wir genossen herrliche Ausblicke auf die 3-L\u00e4nder-Region.<\/p>\n<p>Von Lindau Von Bad Schachen \u00fcber die Halbinsel Wasserburg bis zur Bregenzer Bucht und wieder zur\u00fcck in den Hafen von Lindau, wo uns schon der majest\u00e4tische L\u00f6we und der beeindruckende 30 m hohe Leuchtturm erwartete.<\/p>\n<p>Und so nebenbei erfuhr man vom Kapit\u00e4n, dass Lindau aus einer Fischersiedlung entstanden ist und vorher wegen der vielen Linden auf der Insel \u201eLindenau\u201c hie\u00df und sp\u00e4ter zu Lindau umbenannt wurde.<\/p>\n<p>Was wir auf der MS Konstanz auch noch lernten war, dass Die Sprache der Ober\u00f6sterreicherinnen und Ober\u00f6sterreicher so r\u00e4tselhaft ist. Von den zwe, den zwo und den zwoa. Christian hat es uns erkl\u00e4rt.<\/p>\n<p>Abends gab es eine musikalische Unterhaltung mit Christian, Birgit und Claudia. Abwechselnd spielten sie auf der Gitarre oder am Keyboard und lie\u00dfen ihre Lieder zu unserer Freude erklingen. Nat\u00fcrlich wurde, wenn es ging, auch mitgesungen.<\/p>\n<h3>\u00a0Freitag, 15.09.2023 \u2013 Ein Hauch von Stan &amp;Ollie, Jerry Cotton und der 68er sowie ein Hauch von Toni Inauer.<\/h3>\n<p>Als wir nach dem Fr\u00fchst\u00fcck nach Hard aufbrachen konnten wir noch nicht ahnen, dass wir etwas sehen und erleben werden, dass wir lange nicht vergessen werden. Wir waren unterwegs in das Oldtimermuseum Hard.<\/p>\n<p>100 Jahre Traktor-, Automobil- und Motorradgeschichte werden im Privatmuseum von ALPLA-Gr\u00fcnder Alwin Lehner (1932\u20132018) pr\u00e4sentiert. Alwin Lehner, geboren in Bregenz, gr\u00fcndete im Jahr 1955 gemeinsam mit seinem Bruder Helmuth Lehner die \u201eAlpenplastik Lehner Alwin GmbH\u201c.<\/p>\n<p>Von historischen Traktoren \u00fcber Motorr\u00e4der unterschiedlicher Marken bis zu Auto-Ikonen wie dem Jaguar E-Type oder dem Ford T. kann man hier bestaunen.<\/p>\n<p>Ralf Sanoner, der Restaurator all dieser Fahrzeuge erwartete uns bereits auf einem ehemaligen Firmengel\u00e4nde. Wir wurden mit Handschlag begr\u00fc\u00dft und auch mit Handschlag verabschiedet. Wir merkten sofort, dass Ralf mit ganzem Herzen bei der Sache \u201eOldtimer\u201c war. Und zu diese Liebe zu den Fahrzeugen lie\u00df er uns die n\u00e4chsten Stunden teilhaben. Wir durften alles anfassen, uns auf die Motorr\u00e4der und in die Beiwagen setzen, sich in den Oldtimern bequem machen, an den Lenkr\u00e4dern drehen und auch einen Mercedes 300 SL mit Fl\u00fcgelt\u00fcren starten und ordentlich Gas geben.<\/p>\n<p>Als die gro\u00dfen T\u00fcren der Hallen hochfuhren konnte man nur mehr gro\u00dfe Augen bekommen. Die Fahrzeuge sind auf mehrere Hallen aufgeteilt.<\/p>\n<p>So bestand ein Ausstellungsraum nur mit sensationellen Motor\u00e4dern unterschiedlicher Marken. Ralf meinte: Von A bis Z. Von Adler bis Z\u00fcndapp. So waren auch 2 Motorr\u00e4der mit Beiwagen, eine Indian und eine Harley-Davidson zu bestaunen. Mehr noch, wir konnten uns in die Beiw\u00e4gen setzen und feststellen, dass diese Beiw\u00e4gen ziemlich viel Beinfreiheit haben und das Aus- und Einsteigen gar nicht so ein gro\u00dfes Problem ist.<\/p>\n<p>Im n\u00e4chsten Ausstellungsraum ging es in die Mercedeshalle. Hier erwartete uns gleich der Adenauer Mercedes. Das Dienstfahrzeug des ehemaligen deutschen Bundeskanzlers. Daneben gab es noch sehr viele Mercedesmodelle. Unter anderem auch ein Mercedes f\u00fcr Hochzeitsfahrten. Ralf und seine Autos kann man auch zu verschiedenen Anl\u00e4sen mieten. Auch diese Oldtimer konnte man angreifen und sich reinsetzen. Ich durfte mich in einem Mercedes Sportwagen mit Fl\u00fcgelt\u00fcren setzen und das Auto starten und ordentlich Gas geben.<\/p>\n<p>Ebenfalls zum Angreifen gab es den Lanz Bulldog und wie kann es anders sein, den Steyr 15. Den erkennt man auch durch ertasten.<\/p>\n<p>Auch im Museum zum Bestaunen gibt es den legend\u00e4ren Ford T. Es ist das gleiche Modell, mit dem Stan &amp; Ollie in ihren Filmen herum gefahren sind. Nat\u00fcrlich war das auch ein beliebtes Fotomotiv. Dann gab es den Jaguar E. In diesem Auto war und ist der Romanheld Jerry Cotton unterwegs. Auch in den Jerry Cotton Filmen, Gespielt von George Nader, ist er im roten Jaguar E unterwegs.<\/p>\n<p>Ebenso gab es den VW Bus der Hippies, den Bulli. Auch hier konnte man sich hinter das Steuer setzen und feststellen, dass diese Fahrzeuge mit sehr wenigen Instrumenten auskamen und die Sitzb\u00e4nke in der damaligen Zeit doch nicht so bequem waren.<\/p>\n<p>2 Symbole, die man auch noch ertasten und erf\u00fcllen konnte waren unter anderem das VW-Logo auf der Vorderseite des VW Busses und die Spirit of Ecstasy.<\/p>\n<p>Das Logo vom VW besteht aus 3 Teilen. Die beiden Buchstaben, wobei das V genau \u00fcber dem W ausgerichtet ist und beide werden von einem Kreisring umschlossen. Das konnte man beim VW Bulli sehr gut ertasten. Und Spirit of Ecstasy ist der Name der K\u00fchlerfigur, die seit 1911 den Verschluss des Wasserk\u00fchlers eines Rolls-Royce ziert. Landl\u00e4ufig wird sie auch Emily genannt. Schlie\u00dflich ist auch ein solches Fahrzeug in der Sammlung vorhanden.<\/p>\n<p>Das teuerste Sammlerexemplar hat einen Wert von 670.000 Euro. Der Gesamtwert der Ausstellung betr\u00e4gt 10 Millionen Euro. Dementsprechend abgesichert und versichert ist das gesamte Areal.<\/p>\n<p>Auch dieses unvergessliche Erlebnis ging zu Ende und wir konnten uns schon auf dem letzten Ausflugstripp unserer Vorarlbergwoche vorbereiten.<\/p>\n<p>Nachmittags ging es nach Bezau. Auf der Fahrt dorthin kamen wir auch bei der Endstadion der Bregenzerwaldbahn, im Volksmund auch W\u00e4lderbahn oder W\u00e4lderb\u00e4hnle genann vorbei, mit der wir im vorigen Jahr unterwegs waren. Ziel war diesmal aber die Seilbahn Be Bezau.<\/p>\n<p>Bezau im Bregenzer Wald liegt auf einem weiten Talboden in 650 Metern H\u00f6he und z\u00e4hlt rund 2000 Einwohner.<\/p>\n<p>Von Bezau f\u00e4hrt die moderne Seilbahn bis zur Stadion Sonderdach (1204 m Seeh\u00e4\u00f6he) und dann weiter zur Bergstation Baumgarten (1650 m Seeh\u00f6he). Dort befindet sich ein Panoramarestaurant mit Aussichtsterrasse. Und von hier aus erschlie\u00dfen sich viele Wanderwege in alle Richtungen und das von leicht bis schwer.<\/p>\n<p>Als wir in das pr\u00e4chtige Alpenpanorama hinein marschierten, h\u00f6rten wir aus der Ferne das L\u00e4uten von Kuhglocken und es fing zu regnen an. Deshalb zogen es einige vor sich in das Panoramarestaurant zu setzen und genossen von dort die Ausblicke.<\/p>\n<p>Da wir nicht viel Zeit hatten und die letzte Gondelfahrt nach unten nicht verpassen wollten, war die Wanderung nur sehr kurz. Sie machte aber Gusto f\u00fcr einen Tagesausflug 2024.<\/p>\n<p>Was in Vorarlberg besonders auff\u00e4llt ist die Barrierefreiheit. Auch die Seilbahn Bezau und das Panoramarestaurant Baumgarten sind barrierefrei zug\u00e4nglich.<\/p>\n<p>Und wer ist der gro\u00dfe Sohn von Bezau? Toni Innauer wurde hier am 01.04.1956 geboren. Hier soll er bei der Stadion Sonderdach \u00fcber die H\u00e4user gesprungen sein. Kein Wunder, so steil wie es hier ist.<\/p>\n<p>Das war unser letzter Ausflug in Vorarlberg im Jahr 2023 und wir machten uns f\u00fcr die Heimreise bereit.<\/p>\n<h3>Samstag, 16.09.2023 \u2013Mit vielen Erinnerungen zur\u00fcck nach Linz.<\/h3>\n<p>In den beiden Bussen des BSV V ging es wieder zum Bahnhof Dornbirn. Auch dort wurden wir von der Einstiegshilfe der \u00d6BB unterst\u00fctzt und in 2 Gruppen in unserem reservierten Wagen gebracht. Auch sie informierten ihre Kollegen in Linz und so war auch dort das Aussteigen mit dem vielen Gep\u00e4ck kein Problem. So kamen wir fast p\u00fcnktlich am Hauptbahnhof in Linz an und konnten auf eine ungew\u00f6hnliche Woche in Vorarlberg zur\u00fcckblicken.<\/p>\n<p>So wie immer in den letzten Jahren zuvor ist auch diesmal wieder das Service und der Umgang mit uns im \u201eHaus Ingr\u00fcne\u201c durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Blinden- und Sehbehindertenverbandes Vorarlberg mit einer \u201er\u00f6mischen Eins\u201c zu bewerten.<\/p>\n<p>Das sind und waren Barbara, Belinda, Cedric, Christine, Elias, Fidelis, Mike, Moni und Willi. Sie alle haben daf\u00fcr gesorgt, dass wir eine tolle Woche in Vorarlberg erleben durften und so nebenbei auch noch Verw\u00fchnt wurden. Daf\u00fcr ein gro\u00dfes Danke. Der Obmann des BSV V Dieter Wolter kann stolz auf diese Gruppe sein..<\/p>\n<p>Aber ein solches Unternehmen w\u00e4re ohne unseren Begleiterinnen und Begleitern niemals m\u00f6glich gewesen. Daf\u00fcr auch ein Danke an Andrea, Anni, Ingrid, Johanna, Maria aus Ober\u00f6sterreich und Cedric, Gabi und Moni aus dem L\u00e4ndle. Sch\u00f6n, dass wir mit euch so viel erleben durften.<\/p>\n<p>Ein Danke auch an Elias, der die Ausfl\u00fcge und Besichtigungen f\u00fcr uns geplant und organisiert hat.<\/p>\n<p>Manfred und Herta geb\u00fchrt auch ein gro\u00dfes Danke, schlie\u00dflich besuchen sie uns seit unserem ersten Besuch in Vorarlberg alle Jahre wieder und wir haben beim Kegeln unserem Spa\u00df. Und auch die Gespr\u00e4che neben den Kegelscheiben sind eine Wohltat.<\/p>\n<p>Birgit, Christian und Claudia auch danke f\u00fcr die musikalischen Einlagen die uns den Donnerstagabend zu schnell vergehen lie\u00dfen.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich darf hier Erika nicht fehlen. Schlie\u00dflich hat sie f\u00fcr die M\u00e4nner in der Runde Socken gestrickt. Und sie tragen sich sehr angenehm. Stricken habe ich pers\u00f6nlich nie auf die Reihe bekommen. Danke Erika und wir hoffen, dass wir einen sehr strengen Winter bekommen.<\/p>\n<p>Zum Schluss muss auch unsere Organisatorin dieser Reisen, Monika Aufreiter erw\u00e4hnt werden. Als sie 2018 die Genusswoche im \u201eHaus Ingr\u00fcne\u201c das erste Mal organisierte, dachte wohl niemand daran, dass wir die n\u00e4chsten 5 Jahre, auch in Zeiten von Corona\u201c wiederkommen werden. Schlie\u00dflich gab und gibt es in Vorarlberg immer wieder etwas neues zu enddecken. Und da wir diesbez\u00fcglich schon wieder etwas neues gefunden haben, haben wir f\u00fcr das Jahr 2024 im \u201eHaus Ingr\u00fcne\u201c schon wieder einen Termin vorgesehen. Liebe Monika, danke f\u00fcr dein gro\u00dfes Engagement.<\/p>\n<p>Diese Gruppenreiseblinder und Sehbehinderter kommt durch \u201eprivates Engagement\u201c zustande und es steht kein Verein oder sonstige Einrichtung dahinter. Es ist also auch f\u00fcr andere Personen oder Gruppen m\u00f6glich solche Reisen. zu planen und zu organisieren. Das ist besonders im Ferienhotel des Blinden- und Sehbehindertenverbandes Vorarlberg, im \u201eHaus Ingr\u00fcne\u201c m\u00f6glich. Dieses Haus ist f\u00fcr Blinde eingerichtet und sie kommen dort auch alleine zurecht. Im Ferienhotel gibt es \u00fcber die Saison verschiedene Aktivit\u00e4tenwochen. Oder wenn man eine Gruppe wie wir sind, stellen wir unsere Aktivit\u00e4ten im Rahmen der M\u00f6glichkeiten selber zusammen. F\u00fcr Begleitungen bei den diversen Aktivit\u00e4ten wird ebenso gesorgt wie man bei der Anreise oder Abreise von den Bahnh\u00f6fen Dornbirn, Bregenz oder Lindau abgeholt und wieder dorthin gebracht wird.<\/p>\n<p>Der BSV V ist in \u00d6sterreich noch die einzige Einrichtung die ein solches umfangreiches Angebot f\u00fcr Blinde und Sehbehinderte mit ihrem Ferienhotel im Angebot hat. Hier kann Stubenberg sicher niemals mithalten.<\/p>\n<p>Deshalb w\u00e4re es wichtig, das alle anderen Einrichtungen f\u00fcr Blinde und Sehbehinderte in \u00d6sterreich das letzte Ferienhotel f\u00fcr uns mit allen Mitteln unterst\u00fctzen sollten. Sie k\u00f6nnten genauso kleine Gruppenreisen nach Vorarlberg organisieren und in der Gruppe etwas neues erfahren und kennenlernen. Eine private und sehr engagagierte Gruppe aus Ober\u00f6sterreich zeigt das schon seit Jahren vor, wie so etwas funktioniert. Wir sind als Gruppe auch \u00fcberall gerne gesehen und deshalb sehen wir uns auch als Botschafter der Blinden und Sehbehinderten<\/p>\n<p>Und wir freuen uns schon auf September 2024.<\/p>\n<p>F\u00fcr n\u00e4here Infos zum \u201eHaus Ingr\u00fcne\u201c: <a href=\"https:\/\/bsvv.at\/haus-in-gruene\/\">https:\/\/bsvv.at\/haus-in-gruene\/<\/a><\/p>\n<p>Eine Foto- und H\u00f6rbildersammlung unserer Vorarlbergreisen habe ich auf einer eigenen Seite zusammengestellt. Auf der Seite werden die Fotos beschrieben. Auch die H\u00f6rbilder sind mit Begleittext beschrieben. Die Seite kann man mit den Navigationstasten der Screenreader bedienen. (\u00dcberschriften, Grafiken, Texte und Links).<\/p>\n<p>Link: <a href=\"http:\/\/www.hojas.co.at\/vorarlberg\/Vorarlberg.htm\">http:\/\/www.hojas.co.at\/vorarlberg\/Vorarlberg.htm<\/a><\/p>\n<p>Auch alle Infos unserer Besuche bei Ausstellungen, F\u00fchrungen und Ausfl\u00fcge in Vorarlberg, die f\u00fcr \u201aBlinde und Sehbehinderte ohne Probleme durchf\u00fchrbar sind, habe ich auf einer eigenen Internetseite zusammengestellt.<\/p>\n<p>Link: <a href=\"http:\/\/hojas.co.at\/blog\/freizeitaktivitaeten-vorarlberg\/\">http:\/\/hojas.co.at\/blog\/freizeitaktivitaeten-vorarlberg\/<\/a><\/p>\n<p>\u00a9 Oktober 2023 by Gerhard Hojas<\/p>\n<h3>Austausch \u00fcber Barrierefreiheit in Graz und Linz.<\/h3>\n<p>Am Mittwoch, 28.06.2023 ging es mit der \u00d6BB von Linz nach Graz. Menschen im Elektrorollstuhl, Blinde und die entsprechende Assistenz wollten die Barrierefreiheit in der steirischen Landeshauptstadt kennenlernen. Referenten und Behindertenvertreter von freiraum-europa und von der IVMB (Vereinigung der Interessenvertretungen der Menschen mit Beeintr\u00e4chtigungen in O\u00d6) machten sich auf der S\u00fcdbahnstrecke auf dem Weg in einer der s\u00fcdlichsten Landeshauptst\u00e4dte \u00d6sterreichs.<\/p>\n<p>Anmerkung: Die IVMB ist die gew\u00e4hlte Vertretung der Menschen mit Beeintr\u00e4chtigungen in Ober\u00f6sterreich.<\/p>\n<p>Deshalb geh\u00f6rte das Einsteigen mit der Ein- und Umstiegshilfe der \u00d6BB am HBF Linz schon zum Projekt \u201eErfahrungsaustausch in Graz\u201c. Das funktionierte auch Problemlos und wir sa\u00dfen in einen komfortablen Abteil. Mit dem \u00fcblichen Bordservice wardie Fahrt kurzweilig und nach 3 Stunden waren wir in Graz.<\/p>\n<p>Auch hier funktionierte das Aussteigen mit Hilfe der \u00d6BB reibungslos und wir betraten Grazer Boden. Eigentlich nichts Besonderes, da ich einige Tage zuvor auch schon in Graz war. Somit kein gro\u00dfer Schritt f\u00fcr die Menschheit.<\/p>\n<p>Das n\u00e4chste Ziel war der Behindertenparkplatz vor dem Spar. Hier sollte etwas warten, was es in Linz nicht gibt. Eines von mehreren Behindertentaxis. Aber Fehlanzeige, die Behindertenparkpl\u00e4tze waren zwar da, aber kein Taxi. Da es aber die Smartphones gibt war diese Angelegenheit auch sehr schnell geregelt. Der Fahrer stand am falschen Ort. Beim Hotel Daniel, nur einige Minuten Gehzeit entfernt. So war er sofort beim vereinbarten Treffpunkt und ab ging es in die Schlossallee zum Cafe Eggenberg. Das Cafe ist auch mit den \u00f6ffentlichen Verkehrsmitteln sehr gut erreichbar, aber wir wollten das Behindertentaxi kennenlernen und damit fahren. Dieses Fahrzeug war sehr komfortabel. Da konnten neben Rollst\u00fchlen auch mehrere Personen mitfahren.<\/p>\n<p>Anmerkung: Wenn in Zukunft in \u00d6sterreich Taxikonzessionen vergeben werden, dann sollte das zus\u00e4tzliche Betreiben von Behindertentaxis eine Voraussetzung zum Erhalt der Lizenz werden. Aber es hindert niemand eine behindertenfreundliche Stadt daran, dass von Taxibetreibern zu verlangen.<\/p>\n<p>Auch das Cafe Eggenberg ist eine Augenweide. Es ist nicht nur gro\u00df, es ist riesengro\u00df. Und hat auch einen riesigen und wundersch\u00f6nen Gastgarten. Sollte es auch sein, schlie\u00dflich ist das bekannte Schloss Eggenberg mit seinem wundersch\u00f6nen Park nicht weit entfernt.<\/p>\n<p>Hier trafen wir uns mit Robert und seiner Assistenz von SL Steiermark (Selbstbestimmt leben Steiermark) zum Essen. Da man sich in der Steiermark befindet und am Salat kein Kern\u00f6l m\u00f6chte, sollte man das bei der Bestellung bekanntgeben. In der Steiermark ist das Kern\u00f6l Standard.<\/p>\n<p>Das B\u00fcro von SL Steiermark befindet sich nur einige Meter vom Cafe entfernt. Man muss nur \u00fcber einen sch\u00f6nen Innenhof auf die andere Seite wechseln. Besser kann ein B\u00fcro gar nicht liegen.<\/p>\n<p>ier trafen wir auch die Experten aus Graz, die extra von SL STMK f\u00fcr uns eingeladen wurden.<\/p>\n<p>Frau Dr. Jutta Hochstein. Verantwortlich f\u00fcr Servicequalit\u00e4t &amp; Innovation bei der Holding Graz. In Linz ist das die Linz AG.<\/p>\n<p>Frau Dipl. Ing. Constanze Koch-Schmuckerschlag. Zust\u00e4ndig bei der Stadt Graz f\u00fcr das Referat barrierefreies Bauen bei der Stadtbaudirektion.<\/p>\n<p>Herr Mag. Wolfgang Palle, Behindertenbeauftragter der Stadt Graz.<\/p>\n<p>Und Herr Robert Konegger, Obmannstellvertreter von Selbstbestimmt Leben Steiermark ((SL-Stmk). Er organisierte und moderierte dieses Treffen.<\/p>\n<p>Bei den Gespr\u00e4chen stellten sich bald die Unterschiede zwischen Graz und Linz bez\u00fcglich Barrierefreiheit im \u00f6ffentlichen Raum heraus. So gibt es einen Unterschied bei den akustisch taktilen Signalanlagen (ATAS). In Graz, so wie auch in anderen St\u00e4dten in \u00d6sterreich sind die ATAS in einem gewissen Zeitfenster immer aktiv. In Linz kann und muss man die ATAS mit einem Funkhandsender aktivieren. Ich kann mit beiden Systemen leben.<\/p>\n<p>Wenn in Graz eine neue Kreuzung errichtet wird oder bestehende Kreuzungen erneuert werden, werden sie automatisch mit ATAS ausger\u00fcstet. Was eigentlich der Sinn von Barrierefreiheit darstellt. In Linz ist das nicht der Fall. In Linz wird der BSV O\u00d6 gefragt, ob etwas f\u00fcr Blinde getan werden muss (Typisches Beispiel: Die Ampel am Pfarrplatz f\u00fcr 70.000 Euro. Sie zeigt die Sekunden f\u00fcr die sehenden Fu\u00dfg\u00e4nger an, wann es Gr\u00fcn wird. Die Akustik f\u00fcr Blinde und Sehbehinderte wird aber nicht installiert. Wird nicht ben\u00f6tigt, obwohl hier der Verein Miteinander ans\u00e4ssig ist). Genauso ist es bei der Errichtung von taktilen Bodeninformationen. Aus Graz kommt auch das bekannte Grazer \u2013 T. Hier k\u00f6nnen bei Kreuzungen Menschen im Rollstuhl, mit Kinderw\u00e4gen oder Rollatoren, sowie Blinde und Sehbehinderte ohne Behinderung durch Kanten, die Stra\u00dfe queren.<\/p>\n<p>Ebenso erfuhren wir einiges \u00fcber dem \u00f6ffentlichem Verkehr der Holding Graz. Das im Jahr 2022 120 neue Fahrerinnen und Fahrer f\u00fcr die Busse und Stra\u00dfenbahnen eingestellt wurden und \u00fcber die Trainings dieser Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. So arbeiten sie mit dem Alterssimulationsanzug \u201eGert\u201c und werden dadurch um 30 Jahre \u00e4lter. Und k\u00f6nnen dadurch ein Verst\u00e4ndnis f\u00fcr das \u00e4lter werden bekommen und wie sich solche Menschen in \u00f6ffentlichen Verkehrsmitteln f\u00fchlen.<\/p>\n<p>Anmerkung: Der Alters\u00adsimulations\u00adanzug GERT bietet die M\u00f6glichkeit, die typischen Einschr\u00e4nkungen \u00e4lterer Menschen auch f\u00fcr J\u00fcngere erlebbar zu machen.<\/p>\n<p>Die altersbedingten Einschr\u00e4nkungen sind:<\/p>\n<p>\u25a0\u00a0 Eintr\u00fcbung der Augenlinse<\/p>\n<p>\u25a0\u00a0 Einengung des Gesichtsfeldes<\/p>\n<p>\u25a0\u00a0 Hochtonschwerh\u00f6rigkeit<\/p>\n<p>\u25a0\u00a0 Einschr\u00e4nkung der Kopfbeweglichkeit<\/p>\n<p>\u25a0\u00a0 Gelenkversteifung<\/p>\n<p>\u25a0\u00a0 Kraftverlust<\/p>\n<p>\u25a0\u00a0 Einschr\u00e4nkung des Greifverm\u00f6gens<\/p>\n<p>\u25a0\u00a0 Einschr\u00e4nkung des Koordinationsverm\u00f6gens<\/p>\n<p>Der Preis f\u00fcr solche Alterssimulationsanz\u00fcge liegt bei etwa 1400 Euro. Solche Anz\u00fcge sollten eigentlich alle Verkehrsunternehmen f\u00fcr ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Programm haben.<\/p>\n<p>Link zu einem Alterssimulationsanzug: <a href=\"https:\/\/www.produktundprojekt.de\/alterssimulationsanzug\/?gclid=CjwKCAjwzJmlBhBBEiwAEJyLu8oO29oDMMok3q3cDTU-BxOlPwrKC7HFwWvluPGCw8vcwBA6mrbyPRoCOnsQAvD_BwE\">https:\/\/www.produktundprojekt.de\/alterssimulationsanzug\/?gclid=CjwKCAjwzJmlBhBBEiwAEJyLu8oO29oDMMok3q3cDTU-BxOlPwrKC7HFwWvluPGCw8vcwBA6mrbyPRoCOnsQAvD_BwE<\/a><\/p>\n<p>Als ich von den eigenartigen \u201eselbstdefinierten Linzer Standards\u201c erz\u00e4hlte, l\u00f6ste das einiges Schmunzeln aus. Es gibt die \u201eAustrian Standards\u201c also die sogenannten \u00d6-Normen. Linz h\u00e4lt sich nicht an diese Normen, schlie\u00dflich haben sie dem \u201eStandard Linz\u201c. Wenn also die Lautst\u00e4rke bei akustisch taktilen Signalanlagen nicht der \u00d6-Norm entspricht, greift sofort der \u201eLinzer Standard\u201c und es passt wieder alles. Das ist kein Scherz.<\/p>\n<p>Anschlie\u00dfend ging es mit Frau Dr. Jutta Hochstein von der Holding Graz zum Praxistest durch ihre Stadt. Hier konnten die Fahrerinnen und Fahrer zeigen was sie bei den Trainings gelernt haben.<\/p>\n<p>In Graz k\u00f6nnen die Aufmerksamkeitsfelder oder Einstiegsfelder von allen Menschen mit Behinderung gen\u00fctzt werden. Bei diesem gro\u00dfen, genoppten Feldern bleiben die \u00f6ffentlichen Verkehrsmittel mit der ersten T\u00fcr stehen. Wenn nun eine als Beeintr\u00e4chtigt \u00a0erkennbare Person (Rollstuhl, Blindenstock, Rollator, Gehhilfen etc.) auf diesem Feld steht, wird vom Fahrpersonal Hilfe angeboten. In Graz wurden bei unseren Fahrten immer die entsprechenden Unterst\u00fctzungen angeboten. Schlie\u00dflich brauchten wir f\u00fcr den Elektrorollstuhl die Rampe zum Ein- und Aussteigen. Beim Aussteigen war das Fahrpersonal sofort zur Stelle und bot die Unterst\u00fctzung an. In Graz gibt es zwei Arten von Rampen. Eine, die wie in Linz, im Boden eingelassen ist und die zweite Variante befindet sich in einer Seitenwand bei der T\u00fcr.<\/p>\n<p>Die letzte Fahrt an diesem Tag in Graz f\u00fchrte uns zur\u00fcck zum Hauptbahnhof. Die Stra\u00dfenbahnhaltestelle beim HBF ist sehr gro\u00df und es bleiben sehr oft mehrere Stra\u00dfenbahnz\u00fcge hintereinander stehen. Was passiert, wenn ganz vorne am Noppenfeld eine Person mit Behinderung Steht?<\/p>\n<p>Die nachfolgenden Stra\u00dfenbahnen oder Busse m\u00fcssen beim Noppenfeld anhalten, die T\u00fcr \u00f6ffnen und die wartende Person fragen, wohin sie fahren will. Das ist \u00fcbrigens eine Dienstanweisung an das Fahrpersonal. Das k\u00f6nnte man in Linz auch so handhaben. Passiert wahrscheinlich aber nicht. Zumindest habe ich davon noch nichts bemerkt. Bei den Bushaltestellen K\u00e4rntnerstra\u00dfe, Taubenmarkt oder Goethekreuzung w\u00e4re so eine Ma\u00dfnahme sinnvoll.<\/p>\n<p>So wie in Linz, gibt es auch am HBF in Graz einen Sparmarkt. Auch hier gibt es merkliche Unterschiede im Umgang mit Menschen mit Behinderung. Der Umgang in Graz beim Sparmarkt ist um einiges freundlicher und kompetenter als am HBF Linz. Auch wenn viel Betrieb ist, nehmen sich die Angestellten Zeit f\u00fcr dich und f\u00fchren dich durch das Gesch\u00e4ft. Und man merkt, dass hier ein langj\u00e4hriges Personal im Einsatz ist, die schon oft mit Menschen mit Behinderung ihre runden im Gesch\u00e4ft gezogen haben. Mir wurde auch die Bedienung der Selbstbedienungskasse gezeigt und vorgef\u00fchrt. Wenn der Touchscreenmonitor nicht w\u00e4re, w\u00e4re dieses System auch f\u00fcr Blinde und Sehbehinderte zu bedienen. Man w\u00fcrde etwas l\u00e4nger brauchen. Und was mich \u00fcberrascht und gefreut hat, war die Bedienung bei der Fleischtheke. Nachdem ich meine Bestellung erhalten hatte, wurde ich von der Dame hinter der Theke gefragt, ob ich noch etwas brauche und ob sie mich begleiten kann?<\/p>\n<p>Wird mir zur Zeit in Linz am HBF sicher nicht passieren. Jedenfalls sind mir Beschwerden von Blinden und Sehbehinderten bekannt, die mit dem Umgang mit ihnen nicht bis gar nicht zufrieden sind. Das h\u00e4ngt vielleicht auch mit der Fluktuation des Personals zusammen. Vielleicht k\u00f6nnte hier ein geballtes Auftreten von Menschen mit Behinderung ein Umdenken bewirken. Funktioniert ja im Billa bei der Herz Jesu Kirche hervorragend. Durch die N\u00e4he zum RISS und BBRZ haben sie st\u00e4ndig Kontakt mit dieser Personengruppe und das bewirkt automatisch einiges. Nat\u00fcrlich geh\u00f6rt die soziale Kompetenz jeder einzelnen Person auch dazu. Wenn man es nicht drauf hat, dann hilft auch keine Schulung. Ich habe diesbez\u00fcglich keine Probleme beim Einkaufen. Wenn ich zum Beispiel in meinem Stammgesch\u00e4ft Hilfe brauche, dann l\u00e4ute ich bei der Flaschenr\u00fcckgabe und warte auf das Personal.<\/p>\n<p>Was am HBF Graz genauso gut funktioniert wie am HBF Linz ist der Umgang mit erkennbaren Blinden und Sehbehinderten. In der Kassenhalle kommt das \u00d6BB-Personal eigentlich schnell auf dich zu und bringt dich zu deiner gew\u00fcnschten Ansprechstelle und begleitet dich wieder raus. Das funktioniert in Linz auch sehr gut.<\/p>\n<p>Aufgefallen ist mir auch, dass in Graz bei den Haltestellen keine gelbe oder wei\u00dfe Sicherheitsmarkierung angebracht ist. Die Erkl\u00e4rung ist ganz einfach. Den Grund haben die historische Semmeringbahn und die traditionsreiche Grazer Altstadt gemeinsam. Sie sind UNESCO Weltkulturerbe. Und da w\u00e4ren nur sehr helle graue Markierungen erlaubt. Was Sehbehinderte nichts bringt und f\u00fcr Blinde eh sinnlos ist.<\/p>\n<p>Und was noch besonders auff\u00e4llt. In Graz wird ein anderer Umgang mit Menschen mit Behinderung gepflegt. Freundlich, nett und hilfsbereit. Das h\u00e4ngt sicher auch damit zusammen, dass Graz eine sehr alte Universit\u00e4tsstadt, die immer sehr viele junge Menschen in die Stadt bringt, ist. Wogegen Linz eine Arbeiterstadt ist und immer bleiben wird. Was aber nicht hei\u00dfen soll, dass es in Linz keine netten, freundlichen und hilfsbereiten Menschen gibt. Aber es ist ein anderes \u201eAuf dich zukommen\u201c.<\/p>\n<p>Was es in Graz noch gibt, ist die M\u00f6glichkeit, nicht barrierefreie Gehsteige bei der Stadt Graz zu melden. \u00a0Sollte es in jeder Stadt geben.<\/p>\n<p>Um 16:56 Uhr ging es dann zur\u00fcck nach Linz. Und jetzt gab es ein Problem. Das Zugabteil mit dem barrierefreien Stellplatz war nicht vorhanden. Trotz Hinweis in der App Scotty. Es wurde ein Wagen der Schweizer Bahn angeh\u00e4ngt. Da es aber nicht unser Problem war, mussten sich die Fahrg\u00e4ste beim breiten Elektrorollstuhl vorbeischieben. Da half auch das Spiel mit den Rangierproblemen am Bahnhof. Wer kann sich noch daran erinnern?<\/p>\n<p>Jedenfalls verlief die R\u00fcckreise nach Linz auch wieder sehr schnell und wir kamen p\u00fcnktlich am HBF Linz an. Wir nahmen viele positive Erkenntnisse aus Graz mit. Besonders, das Graz im Bezug auf Barrierefreiheit gegen\u00fcber Linz um Jahre voraus ist. Das h\u00e4ngt nat\u00fcrlich mit den handelten Personen zusammen. Die hier ihre Ideen, ihre Erfahrungen einbringen. Die den Mut haben etwas neues zu probieren und auch den Mut haben, gegen den Strom zu schwimmen. Und die eine aufgeschlossene und mutige B\u00fcrgermeisterin haben.<\/p>\n<p>Ich pers\u00f6nlich bin daf\u00fcr und werde mich daf\u00fcr auch stark machen, dass zum Beispiel der n\u00e4chste Behindertenbeauftragte der Stadt Linz eine \u201eweisungsungebundene\u201c Person sein muss. Ein pragmatisierter Magistratsmitarbeiter ist f\u00fcr solche wichtigen T\u00e4tigkeiten v\u00f6llig ungeeignet. Schlie\u00dflich handelt er wahrscheinlich im Sinne des Arbeitgebers und nicht im Sinne der Behinderten. Und wenn er faul oder inkompetent ist, kann ihm auch nichts passieren.<\/p>\n<p>Wir bedanken uns bei Selbstbestimmt Leben Steiermark und den Expertinnen und Experten der Stadt Graz, dass sie sich die Zeit f\u00fcr uns genommen und viele positive Einblicke in ihre Stadt gegeben haben. Die wir auch nach Linz tragen werden. Vielleicht wird es Widerstand geben, auch von Behinderteneinrichtungen, die bis jetzt eine ruhige Kugel geschoben haben. Mut kann man sich halt nicht kaufen.<\/p>\n<p>So gibt es f\u00fcr mich keine Aufmerksamkeits- oder Einstiegsfelder, sondern nur mehr Noppenfelder. Und die sind nicht nur f\u00fcr blinde und Sehbehinderte, sondern f\u00fcr alle Menschen, die die entsprechende Hilfe beim Ein- und Aussteigen in die \u00d6ffis ben\u00f6tigen.<\/p>\n<p>Die Idee zu dieser Grazfahrt kam mir, als ich im Internet auf das Handbuch &#8222;Bus und Bim f\u00fcr alle&#8220; der Holding Graz gesto\u00dfen bin. Eine umfangreiche und auch barrierefreie Brosch\u00fcre \u00fcber das \u00f6ffentliche Verkehrsnetz in Graz. So etwas umfangreiches und \u00fcbersichtliches findet man nat\u00fcrlich in Linz auch nicht. Und da war meine Frage: Was k\u00f6nnen die in Graz, was man in Linz nicht kann? \u00a0Die Linz AG und die Stadt Linz k\u00f6nnen mich gerne vom Gegenteil \u00fcberzeugen.<\/p>\n<p>Jedenfalls geh\u00f6rt die Behindertenarbeit in Linz und in O\u00d6 komplett neu aufgestellt und aufgebaut. Hier wurde in den letzten Jahren nichts weitergebracht. Da muss man sich jetzt ein Beispiel an Graz nehmen. Ich erinnere mich noch an die Zeit, als eine betr\u00fcgerische Dame die SLI O\u00d6 in den Ruin getrieben hat und damit viele positive Ideen und Projekte mitgenommen hat. So wurde damals auch die inklusive . Theatergruppe \u201eESSELLISSIMO\u201c mitgerissen.<\/p>\n<p>Und das positivste Erlebnis kommt zum Schluss. Es kam zu einem Wiedersehen nach fast 40 Jahren.<\/p>\n<p>Beim Essen im Cafe Eggenberg stellte sich heraus, dass Robert Konegger und ich von 1984 bis 1986 im BBRZ Linz die Ausbildung zum B\u00fcrokaufmann absolviert haben. Wir waren im selben Lehrgang, aber in Parallelklassen. So konnten wir uns schon einmal \u00fcber unsere ehemaligen Lehrer austauschen. Jedenfalls haben wir unsere Berufung in der Arbeit mit Menschen mit Behinderung gefunden. Und man trifft sich im Leben immer zwei Mal.<\/p>\n<p>Link zum Bericht bei SL Steiermark: <a href=\"https:\/\/www.sl-stmk.at\/de\/aktuelles\/meldungen\/2023-06-28-Gaeste-Linz-Barrierefreiheit.php\">https:\/\/www.sl-stmk.at\/de\/aktuelles\/meldungen\/2023-06-28-Gaeste-Linz-Barrierefreiheit.php<\/a><\/p>\n<p>Fotos gibt es auf Facebook: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/hojager\">https:\/\/www.facebook.com\/hojager<\/a><\/p>\n<p>\u00a9 Juli 2023 by Gerhard Hojas<\/p>\n<h3>Blinde und Sehbehinderte in der Haushaltsabteilung vom Mediamarkt.<\/h3>\n<p>Im Jahr 2016 war ich f\u00fcr freiraum-europa auf der internationalen Funkausstellung\u00a0 IFA in Berlin. Damals war ich auf der Suche nach Haushaltsger\u00e4ten, die f\u00fcr Blinde und Sehbehinderte zu bedienen sind.<\/p>\n<p>Von der Hochleistungswaschmaschine bis zum intelligenten K\u00fchlschrank; Auf der IFA war alles vorhanden. Die Grenze vom Nutzen zur technischen Spielerei war und ist manchmal flie\u00dfend. Die Industrie zeigte, dass Geschirrsp\u00fcler und Herde, K\u00fchlschr\u00e4nke und W\u00e4schetrockner noch sparsamer, schneller, leistungsf\u00e4higer und einfacher zu bedienen sind. Doch etwa 1,2 Millionen Menschen in Deutschland oder etwa 320.000 Menschen in \u00d6sterreich k\u00f6nnen davon nicht profitieren. So viele Blinde und Sehbehinderte gibt es n\u00e4mlich, und die haben mit vielen Produkten massive Schwierigkeiten.<\/p>\n<p>Die fortschreitende Digitalisierung elektronischer Ger\u00e4te, umfangreiche Funktionspakete und der zunehmende Einsatz von Touchscreens schaffen Barrieren, denn sie erfordern in zunehmendem Ma\u00dfe visuelle Kontrolle. Die Bedienbarkeit von z. B. Waschmaschinen, TV-Ger\u00e4ten und Herden in privaten Haushalten ist aber eine Grundvoraussetzung f\u00fcr die selbstbestimmte Alltagsbew\u00e4ltigung.<\/p>\n<p>Der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband e.V. (DBSV) und die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen e.V. (BAGSO) organisierte auf der IFA 2016 eine Sonderausstellung sowie eine Fachveranstaltung zum Thema \u201eNutzbarkeit und Barrierefreiheit von Haushalts- und Unterhaltungselektronik\u201c.<\/p>\n<p>Die Produktpalette reichte von aufklebbaren Folien in Brailleschrift f\u00fcr einen Backofen mit Drehreglern von K\u00fcppersbusch\u00fcber Saugrobotern mit einer Steuerung mit einer App bis hin zu einer Waschmaschine von Miele mit einen optimalen Drehregler und einen Touchscreen mit akustischer Ausgabe. Er wurde von einer blinden Mitarbeiterin von Miele mitentwickelt und wird von ihr noch st\u00e4ndig weiter verbessert. Diese Waschmaschine kam 2017 auf dem Markt.<\/p>\n<p>Weiters gab es noch die Fernseher von Samsung und Panasonic mit einer Men\u00fcf\u00fchrung mit Sprachausgabe. Das alles ist heute bei den meisten Anbietern schon Standard.<\/p>\n<p>Zu bemerken war, dass die Firmen verschiedene Zug\u00e4nge zum Thema \u201ebarrierefrei\u201c einschlagen. DeLonghi hat vor einigen Jahren Kaffeeautomaten f\u00fcr Blinde mit Brailleschrift ausgestattet. Ist von dieser Produktpalette aber wieder abgekommen, weil der Markt nicht vorhanden war oder ist. Und ist wieder auf Drehregler und taktile Tasten umgestiegen. Man sah hier wieder die unterschiedlichen Unternehmensphilosophien.<\/p>\n<p>2016 war schon einmal ein Anfang, dass sich viele Unternehmen Gedanken dar\u00fcber machen ob ihre Produkte auch von allen bedient und benutzt werden k\u00f6nnen oder ob bestimmte Gruppen von der Ben\u00fctzung solcher Ger\u00e4te von vornherein schon ausgeschlossen werden.<\/p>\n<p>Am Mittwoch, 12.04.2023 trafen wir in Linz eben auf genau diese Waschmaschine von Miele mit akustischer Unterst\u00fctzung f\u00fcr Blinde und Sehbehinderte. .Die Waschmaschine\u00a0 Miele WDD 131 und kostet Euro 1249,&#8211;. Wenn man die T\u00fcr anders Angeschlagen haben will, kostet das Euro 129,&#8211; extra.<\/p>\n<p>An diesem Tag besuchten wir im Rahmen des Info-Forums der Hilfsgemeinschaft der Blinden und Sehschwachen \u00d6sterreichs am Standort Linz die Haushaltsabteilung im Mediamarkt in der Linzer Landstra\u00dfe. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Mediamarkt haben im Vorfeld unseres Besuches schon professionelle Vorarbeit geleistet und diese Waschmaschine herangeschafft. Sowie weitere Artikel mit Sprachausgabe, wie Personenwage oder das sprechende Blutdruckmessger\u00e4t von Beurer.<\/p>\n<p>Jedenfalls konnten wir diese Waschmaschine auf Herz und Nieren pr\u00fcfen. Diese Waschmaschine k\u00f6nnen auch alle anderen kennenlernen. Sie bleibt in der Mediamarktfiliale in der Landstra\u00dfe stehen.<\/p>\n<p>Da die Palette von Waschmaschinen sehr gro\u00df ist, konnten wir auch die Unterschiede bei den einzelnen Modellen feststellen. Wichtig bei solchen Ger\u00e4ten ist ein guter Drehregler mit einer gut ertastbaren Markierung am Regler und einrastbarer Programme.<\/p>\n<p>Ein weiterer Punkt waren die Elektroherde. Die meisten der ausgestellten E-Herde sind mit Drehreglern ausgestattet. Die Drehregler waren alle versenkbar, was f\u00fcr Blinde und sehbehinderte wichtig ist. So kann man nicht unabsichtlich eine Platte einschalten. Aber auch hier gibt es Unterschiede. Es gibt Herde, bei denen sich die Drehregler in jeder Position hineindr\u00fccken lassen und andere nur, wenn sie ausgeschaltet sind. Hier merkt man sofort, ob irgendetwas eingeschaltet ist.\u00a0 Dazu kommt der Unterschied Herd mit Ceramfeld oder mit Induktionsfeld. Menschen mit einem Herzschrittmacher sollten auf Induktionsherde verzichten.<\/p>\n<p>Ebenfalls ein wichtiger Punkt ist das \u00d6ffnen des Backrohrs. Soll es die T\u00fcr zum Aufklappen sein oder ein Wagen zum Herausziehen. Hier geht es um das Backblech. Beim Wagen mu\u00df ich das Backblech in einer bestimmten Position einh\u00e4ngen. Was f\u00fcr eine Blinde oder Sehbehinderte Person nur schwer m\u00f6glich ist. Und bei bereits vorgew\u00e4rmten Backrohr und mit Handschuhen kaum m\u00f6glich ist. Auch hier sollte man beim Kauf \u00f6fters bei Elektrom\u00e4rkten vorbeischauen und die Elektroger\u00e4te durchtesten. F\u00fcr das sind sie ja gedacht. Es gibt auch kombinierte Herde mit Strom und Gas.Die alten E-Herde mit den hervorstehenden Herdplatten gibt es so nicht mehr. Ausser bei den externen Kochplatten. Hier konnte man fr\u00fcher schmerzhaft feststellen, dass die kalte Herdplatte genauso aussieht als die Hei\u00dfe. Und ich wei\u00df jetzt, f\u00fcr was das l\u00e4ngliche Ceramfeld einen Sinn Hat. Zum Fisch braten.<\/p>\n<p>Bei den Kaffeevollautomaten gibt es keine gro\u00dfe Auswahl die f\u00fcr Blinde und Sehbehinderte gut bedienbar w\u00e4ren. Eigentlich gibt es nur die De&#8217;Longhi Magnifica S ECAM 22.110. De&#8217;Longhi hat sein Konzept von 2016 beibehalten und verkauft noch Kaffeemaschinen mit gut f\u00fchlbaren Kn\u00f6pfen und Drehreglern. Dieser Kaffeevollautomat ist auch sonst leicht zu bedienen. Diese Maschine gibt es auch in wei\u00df. Ich habe aber 3 Wochen darauf warten m\u00fcssen. Ansonsten bleiben noch die Filtermaschinen oder die Kapselmaschinen.<\/p>\n<p>F\u00fcr diese De&#8217;Longhi-Kaffeemaschnie gibt es auch eine Schablone von der Firma Feelware in Deutschland. Sie ist auch bei VIDEBIS erh\u00e4ltlich. Die Schablone hat die Funktion, die Tasten besser erf\u00fchlen zu k\u00f6nnen. Es gibt auch blinde und Sehbehinderte Menschen, die ein eingeschr\u00e4nktes Tastgef\u00fchl haben. Ausserdem gibt es Menschen, die ein begrenztes Feld zum Greifen haben. Auch hier k\u00f6nnen Schablonen helfen. So wurden f\u00fcr diese Personen Computertastaturen entwickelt, die nur Postkartengr\u00f6\u00dfe haben und mit einem Griffel bedient werden.<\/p>\n<p>Auch bei den Mikrowellen gibt es gro\u00dfe Unterschiede bei der Bedienung. Dazu kommt das Fassungsverm\u00f6gen und ob die Mikrowelle eingebaut wird. Wichtig ist die Bedienung und da reichen 2 gut einrastbare Drehregler vollkommen aus. Ein Regler f\u00fcr die Wattanzahl und ein Regler f\u00fcr die Zeit mit einer Klingel. Es gibt auch Mikrowellen mit Sprachausgabe oder mit einer App zu bedienen. Hier hei\u00dft es dann nat\u00fcrlich tiefer in die Tasche zu greifen.<\/p>\n<p>Dann ging es zu den Saug- und Wischrobotern. Auch diese Ger\u00e4te k\u00f6nnen eine gro\u00dfe Hilfe f\u00fcr Blinde und Sehbehinderte Menschen sein. Schlie\u00dflich k\u00f6nnen sie gr\u00f6\u00dftenteils die Bodenreinigung \u00fcbernehmen. Und die Bedienung ist mit Hilfe von Apps oder der Alexa auch keine gro\u00dfe Hexerei. Und sie bieten eine tolle Mitfahrgelegenheit f\u00fcr Katzen.<\/p>\n<p>In der Unterhaltungsabteilung wurde uns stellvertretend ein Samsung-Fernseher mit Sprachausgabe vorgestellt. Hier ist die Men\u00fcf\u00fchrung mit Sprachausgabe und ich kann als #blinde und Sehbehinderte Person den Fernseher ohne fremde Hilfe steuern und bedienen. Dementsprechend habe ich auch verschiedene Fernbedienungen zur Auswahl. Mit Nutzung der Sprachausgabe braucht man nicht so viele Tasten auf der Fernbedienung. In der Zwischenzeit sind alle Samsung-Fernseher mit einer Sprachausgabe erh\u00e4ltlich. Man muss sie beim Aufstellen und einrichten des Fernsehger\u00e4tes nur aktivieren. Ebenso sind auch die Fernseher von Panasonic und LG mit Sprachausgabe ausger\u00fcstet.<\/p>\n<p>Hinweis: Die Sprachausgabe beim Fernseher und die Audiodeskription (akustische Bildbeschreibung) sind 2 verschiedene Systeme und haben miteinander nichts zu tun.!<\/p>\n<p>Man soll sich schon \u00fcberlegen, ob alle Haushaltsger\u00e4te mit einer Sprachausgabe ausgestattet sein m\u00fcssen oder ob gut f\u00fchlbare Tasten und Drehregler nicht besser sind. Ich brauche einen K\u00fchlschrank, der ein akustisches Signal gibt, wenn ich ihn nicht richtig geschlossen habe und keinen, der bei offener T\u00fcr eine Ansprache h\u00e4lt.<\/p>\n<p>Es sollte ein \u201eDesign for all\u201c sein, damit niemand sagen muss: \u201eIn Deiner Welt bin ICH der Behinderte\u201c.<\/p>\n<p>Wir bedanken uns bei der Leitung vom Mediamarkt und ganz besonders bei den Miterbeiterinnen und Mitarbeitern f\u00fcr ihre Vorbereitung und das sie die unterschiedlichen Ger\u00e4te herangeschafft haben. Und sie freuen sich \u00fcber alle blinden und Sehbehinderten Personen, die bei ihnen vorbeischauen und sich beraten lassen.<\/p>\n<p>Auch die Firma feelware in Deutschland r\u00fcstet Haushaltsger\u00e4te f\u00fcr blinde und Sehbehinderte Menschen aus und nach. So hat auch VIDEBIS einige Artikel von feelware im Programm..<\/p>\n<p>Link zu feelware: https:\/\/feelware.eu\/de\/collections\/hilfsmittel-blind-kochen<\/p>\n<p>Weiters ist in der \u00d6ffentlichkeit schon bemerkbar, dass freiraum-europa und die Hilfsgemeinschaft der Blinden und Sehschwachen \u00d6sterreichs ein \u201eTeil der L\u00f6sung\u201c f\u00fcr die Blinden und Sehbehinderten in Ober\u00f6sterreich und ganz besonders in Linz sind.<\/p>\n<p>Eine Nachbesprechung des informativen Abends fand \u00fcbrigens \u00fcber den D\u00e4chern von Linz im Skygarden statt.<\/p>\n<p>\u00a9 Mai 2023 by Gerhard Hojas<\/p>\n<h3>Kreativworkshop f\u00fcr Blinde und Sehbehinderte mit Leinwand, Farben, Pinseln am Standort Linz der Hilfsgemeinschaft der Blinden und Sehschwachen \u00d6sterreichs am 03.05.2023.<\/h3>\n<p>Unter dem Motto \u201eWir k\u00f6nnen das!\u201c wurde am 03.05.2023 am Standort Linz der Hilfsgemeinschaft der Blinden und Sehschwachen \u00d6sterreichs der Kreativworkshop \u201eMalen mit verminderter Sehkraft\u201c veranstaltet.<\/p>\n<p>Die Nachwuchsk\u00fcnstler, von Vollblind bis schwer Sehbehindert, harrten der Dinge, die auf sie zukommen sollten. Zum Schutz vor der Kleckserei waren sie mit Arbeitsmantel, Gummihandschuhen, selbstgebastelten Ponchos aus einer Folie oder mit alten T-Shirts ausgestattet. Um am Ende des Workshops festzustellen, dass kaum gepatzt wurde. Die Farben landeten auf der Leinwand und nicht am Boden.<\/p>\n<p>Durch die tolle und professionelle Vorbereitung der Standortleiterin Christine B\u00fcrgstein, sowie unseres Mentors Mag. Dr. Walter \u00d6llinger und Ulli war schon alles f\u00fcr den Start vorbereitet. Die Tische waren abgeklebt, die Farben, \u00d6lkreiden, Stifte und Pinseln in allen Breiten und L\u00e4ngen warteten auf ihren Einsatz.<\/p>\n<p>Zum Start unserer K\u00fcnstlerkarriere packten wir erst einmal die 100 mal 60 cm gro\u00dfen Leinw\u00e4nde aus der Folie und dann erfuhren wir, welchen Zweck die mitgelieferten Keile haben und wie sie fachgerecht am Rahmen angebracht und befestigt werden. Dann mussten wir uns \u00fcberlegen, was wir eigentlich auf die noch leere und wei\u00dfe Leinwand bringen wollen. Wichtig war nat\u00fcrlich auch, wo f\u00e4ngt man an und mit welcher Farbe. Im laufe des Workshops stellte sich aber heraus, wenn etwas nicht sofort gelingt, man kann ja dar\u00fcber malen.<\/p>\n<p>Es war auch faszinierend, wie unterschiedlich der Zugang der einzelnen Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu ihren entstehenden Kunstwerken war. Und wieviel man als Vollblinde Person aus der Erinnerung heraus etwas gestalten, formen oder auch malen kann. So kam ein tolles Landschaftsbild von Martin zustande. Schlie\u00dflich muss man aus der Erinnerung heraus die Wolken, Gebirgsketten oder andere typische Landschaftsobjekte auf die Leinwand bringen. Hier wurde er von Ulli hervorragend assistiert. Aber es sind alle an diesem Tag entstandenen Bilder einmalige Kunstwerke geworden.<\/p>\n<p>Bei anderen entsteht das Bild w\u00e4hrend des Tuns auf der Leinwand. Da kann es schon vorkommen, dass nach 15 Minuten etwas anderes auf der Leinwand erscheint, als man vorher im Kopf hatte. Durch die vielen Farben, den unterschiedlichsten Pinseln, die Kombination von verschiedenen Maltechniken, das Einsetzen von Wasser (damit die Farben verrinnen), hat alles Auswirkungen auf das Endergebnis.<\/p>\n<p>So entstanden an diesem Mittwoch in der Anzengruberstra\u00dfe 6 in Linz die einmaligen Kunstwerke von Andrea, Sonja, Martin und Gerhard. Und es werden sicher noch einige hinzu kommen.<\/p>\n<p>Das w\u00e4re aber nicht ohne der professionellen Unterst\u00fctzung und Anleitung von Mag. Dr. Walter \u00d6llinger und von der Unterst\u00fctzung von Ulli m\u00f6glich gewesen. Mit ihrem Einf\u00fchlungsverm\u00f6gen und ihrer sozialen Kompetenz war niemand besser geeignet, diesen Workshop f\u00fcr Blinde und Sehbehinderte zu leiten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Mag. Dr. Walter \u00d6llinger betreibt das Atelier Rudolf 13 in Linz\/Urfahr und kann auf zahlreiche nationale Ausstellungen verweisen. Malen ist f\u00fcr ihn ein unverzichtbarer Teil seines Lebens geworden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich besteht die Idee, die im Kreativworkshop \u201eMalen mit verminderter Sehkraft\u201c entstandenen Kunstwerke auch der \u00d6ffentlichkeit zug\u00e4nglich zu machen. Schlie\u00dflich geh\u00f6rt die Kreativit\u00e4t zur Inklusion. In der Anzengruberstra\u00dfe 6 in Linz wurden die Strukturen geschaffen, dass Blinde und Sehbehinderte diese Kreativit\u00e4t Leben k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Danke an die Organisation f\u00fcr die Durchf\u00fchrung dieser tollen Veranstaltung!<\/p>\n<p>Da bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern schon neue Ideen im Kopf herumschwirren, k\u00f6nnen sie die Fortsetzung des Workshops kaum erwarten.<\/p>\n<p>Denn \u201eWir k\u00f6nnen das!\u201c.<\/p>\n<p>Link zur Homepage von Mag. Dr. Walter \u00d6llinger (): <a href=\"http:\/\/www.farbenspiele.at\/\">http:\/\/www.farbenspiele.at\/<\/a><\/p>\n<p>\u00a9 Mai 2023 by Gerhard Hojas<\/p>\n<h2 class=\"main-headline\">Herbstwanderung des O\u00d6 Blindensportclubs durch den Plochwald im M\u00fchlviertel In Ober\u00f6sterreich (30.10.2022).<\/h2>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>So wie 2021 organisierte der Spartenleiter f\u00fcr Bergsteigen und Wandern des Ober\u00f6sterreichischen Blindensportclubs Alfons Aufreiter zusammen mit \u00a0Anni Wagner auch 2022 eine Herbstwanderung im M\u00fchlviertel.<\/p>\n<p>Am Sonntag, 30.10.2022 war es so weit. Eine Gruppe aus Linz verlie\u00df die graue Stadt und fuhr zu einen idyllischem Marktfleck im n\u00f6rdlichen M\u00fchlviertel. Das Ziel war Windhag bei Freistadt. Beim dortigen Treffpunkt warteten schon die restlichen Wanderfreunde. Bei herrlichstem Herbstwetter mit viel Sonnenschein und warmer Temperatur marschierten 19 Blinde, Sehbehinderte und deren Begleitpersonen los.<\/p>\n<p>Wir marschierten Richtung Sportplatz und danach begann die pure Wanderidylle. \u00a0\u00dcber Wiesen, Felder und \u00fcber Waldfl\u00e4chen mit moosbedeckten B\u00f6den Gingen wir durch ein ansteigendes Waldst\u00fcck zur Lippenh\u00f6he, von der das n\u00f6rdliche M\u00fchlviertel vor uns lag. Dieser Ort soll ein ganz besonderer Kraftplatz sein. Schlie\u00dflich befinden sich in der N\u00e4he zwei sch\u00f6n gelegene keltische Opferschalen. Die Lippenh\u00f6he st\u00e4rkt alle, die sich \u00fcberfordert f\u00fchlen, und steht f\u00fcr Klarheit, Offenheit und Kommunikation.<\/p>\n<p>Beim entspannten dahintrotten roch man die herbstliche Stimmung, h\u00f6rte und sp\u00fcrte die Laubbl\u00e4tter unter den Wanderschuhen und man genoss das Rascheln der verschiedenen Laubbl\u00e4tter, wie Ahorn oder Buche. Und was sonst noch so am Waldboden herumlag. Verwitterte Granitbl\u00f6cke waren ein Dauerbegleiter.<\/p>\n<p>Eine l\u00e4ngere Zeit marschierten wir durch ein leicht ansteigendes Waldst\u00fcck Richtung Plochwald zum Edlbauer \u2013 Steinfelsen, einem wie von Riesenhand aufgebauten Felsenturm. Alle nur denkbaren Felsformationen liegen hier herum. Es m\u00fcssen schon sehr kreative Riesen gewesen sein, die hier am Werk waren. In unmittelbarer Umgebung liegt ein schon sehr verfallenes Haus, das schon in den F\u00fcnfzigerjahren verlassen wurde. Hier kann man sehr gut erkennen, wie sich die Natur alles zur\u00fcck holt.<\/p>\n<p>Unterhalb dieses Felsens, in einen dunklen Waldst\u00fcck, passierte vor einiger Zeit eine grausame Geschichte. Hierher fl\u00fcchtete ein M\u00f6rder und versteckte sich in dieser d\u00fcsteren und finsteren Gegend. Gl\u00fccklicherweise spielte dies alles nur im Film. \u201eDer Tote am Teich\u201c und \u201eDer Tote im See\u201c lie\u00dfen ihr Leben in dieser idyllischen M\u00fchlviertler Gegend durch M\u00f6rderhand. Hierher hat sich der vermeintliche Film-M\u00f6rder, gespielt von Josef Hader, zur\u00fcckgezogen.<\/p>\n<p>Zum Gl\u00fcck waren wir nicht \u00e4ngstlich und legten am Fu\u00dfe des Edlbauer \u2013 Steinfelsens unsere Rast ein. Zum gem\u00fctlichen Verweilen trugen auch die rustikalen Tische und B\u00e4nke bei. Mit Unterst\u00fctzung von Aufstiegshilfen lohnt es sich, den Felsen zu erklettern, um den herrlichen Ausblick nach Westen \u00fcber die M\u00fchlviertler Landschaft zu genie\u00dfen. Was einige von uns auch taten und auf den Felsen herumkraxelten.<\/p>\n<p>Nachdem 2 weitere Windhagerinnen zur Gruppe gesto\u00dfen waren, setzten wir unsere Wanderung fort und nach einem kurzen Wegst\u00fcck taucht auf dem weiteren Weg pl\u00f6tzlich ein mystischer See auf. Er ist ringsum von steilaufragenden Felsw\u00e4nden umgeben. Der Silbersee. Er bef\u00fcllt den ehemaligen Plochwald-Steinbruch. Seit mehr als 25 Jahren wird hier kein Granit mehr abgebaut. Eine verwunschene Landschaft, ideal f\u00fcr Poeten und Literaten. Genau hier stellten wir uns f\u00fcr das Gruppenfoto zusammen. Hier w\u00e4re eine kleine H\u00fctte am See f\u00fcr einen kreativen Schaffensprozess sicher bestens geeignet.<\/p>\n<p>Nach so viel Idylle setzten wir unsere Wanderung fort und n\u00e4herten uns einem weiteren Kraftort und Naturdenkmal. Die Jankaskirche. Am Fu\u00dfe dieser eindrucksvollen Felsformation, ebenfalls mitten im Wald und am S\u00fcdhang des Waschenberges gelegen, l\u00e4dt ein Rastplatz zum Verweilen ein. Eine Ansammlung von bizarren Felsgebilden, die mit etwas Fantasie eine Kirche mit Turm und einer vorgelagerten Sakristei darstellen. Jedenfalls kann man auf den Kirchturm hinaufsteigen. \u00dcber die senkrecht aufeinandergeschichteten Felsbl\u00f6cke ist dies nur mit Seilsicherungen m\u00f6glich, wenn auch immer noch sicher mit einem gewissen Prickeln. Auch hier lie\u00dfen es sich einige nicht nehmen, dies zu tun. Jedenfalls brauchten sie zum Abstieg dann doch etwas l\u00e4nger als geplant.<\/p>\n<p>Einst soll sich bei dem Felsen am Waschenberg der Teufel heimisch gemacht haben. Um Menschenseeln anzulocken, hatte er den Felsen wie eine Kirche eingerichtet. Neben dem Felsen in einer H\u00f6hle installierte er auch eine Sakristei.<\/p>\n<p>Jeden Sonntag wenn in Windhaag die Glocken l\u00e4uteten, begann auch der Teufel auf der Jankaskirche zu predigen. Er versprach dabei jedem der in die N\u00e4he kam und ihm seine Seele \u00fcberlasse, ihn mit drei gef\u00fcllten Schalen Geld zu belohnen.<\/p>\n<p>Als sich nach langer Zeit immer noch niemand gefunden hatte, der dem Teufel seine Seele versprach, wurde dieser so zornig, dass er mit lautem Gebr\u00fcll und Geschrei auf seinem Hinterteil \u00fcber den Felsen hinunterrutschte und auf Nimmerwiedersehen verschwand. Beim hinabrutschen erzitterte der ganze Felsen und ward von nun an voller Spr\u00fcnge und Risse. Auch das Dach der Sakristei st\u00fcrzte ein und es blieb nur eine kleine H\u00f6hle.<\/p>\n<p>Die Jankaskirche ist ein alter Heilkultplatz und st\u00e4rkt das Stirnchakra, unterst\u00fctzt also Wissen und Weisheit. Daneben befindet sich eine H\u00f6hle, Sakristei genannt, die Reinigungsritualen gedient hat. An dieser Stelle ist eine au\u00dferordentlich hohe magnetische Abweichung festzustellen.<\/p>\n<p>Als alle der Gruppe ihr Wissen und ihre Weisheit erfahren hatten, machten wir uns auf den letzten Teil der Herbstwanderung, die uns gem\u00fctlich zum Ausgangspunkt beim Sportplatz zur\u00fcckbrachte.<\/p>\n<p>Beim Tagesausklang und gem\u00fctlichen Zusammenhockn im Gasthaus Wieser bedankte sich Alfons Aufreiter bei den Begleitpersonen f\u00fcr ihre Unterst\u00fctzung f\u00fcr die Blinden und Sehbehinderten und wies auch darauf hin, dass ohne diese Ehrenamtlichen vieles f\u00fcr Menschen mit Behinderung nicht m\u00f6glich w\u00e4re.<\/p>\n<p>Ein Danke geht aber auch an Alfons und Anni und an alle, die zum Gelingen dieser eindrucksvollen Wanderung beigetragen haben. Deshalb: Nach der Herbstwanderung im M\u00fchlviertel ist vor der Herbstwanderung im M\u00fchlviertel.<\/p>\n<h4>Details zur Strecke:<\/h4>\n<p>Schwierigkeit: mittel<\/p>\n<p>L\u00e4nge der Strecke: etwa 11 Km<\/p>\n<p>Dauer: etwa 4 Stunden mit Rast und von Felsen herunterkraxeln<\/p>\n<p>Aufstieg: 337 H\u00f6henmeter<\/p>\n<p>H\u00f6chster Punkt: 1.006 Meter<\/p>\n<p>\u00a9 November 2022 by Gerhard Hojas<\/p>\n<h2>Herbstwallfahrt der Blindenpastoral Linz nach Allerheiligen im M\u00fchlkreis am 01.10.2022<\/h2>\n<p>Die Herbstwallfahrt der Blindenpastoral der Di\u00f6zese Linz fand am Samstag, 01.10.2022 statt. 23 Blinde, Sehbehinderte und Begleitpersonen trafen sich beim Stellwerk am Hauptbahnhof Linz und fuhren im Bus ihrem Zielentgegen.<\/p>\n<p>Das Ziel war diesmal die Wallfahrtskirche Allerheiligen im M\u00fchlkreis in Ober\u00f6sterreich. Hier stie\u00dfen noch weitere Wallfahrer hinzu und somit war die Gruppe mit 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmern komplett.<\/p>\n<p>Nachdem die Pilgergruppe von Windhaag bei Perg singend in die Kirche eingezogen waren wurde mit Zelebrant Mag. Josef Michal und Blindenseelsorger Konzelebrant Mag. Franz Lindorfer die heilige Messe gefeiert. Mag. Michal erz\u00e4hlte auch seine Verbindung zu den Blinden und Sehbehinderten durch den legend\u00e4ren Pater Lutz. Mag. Michal begleitete bei den Blindenfreizeiten, die Pater Winfried Lutz 1971 ins Leben rief , Blinde und Sehbehinderte\u00a0 bei ihren Wanderungen durch die Natur.<\/p>\n<p>Im Anschluss der heiligen Messe gab es f\u00fcr die Gruppe der Blindenpastoral eine akustische und ertastbare Kirchenf\u00fchrung.<\/p>\n<h4>Etwas zur Wallfahrtskirche Allerheiligen im M\u00fchlkreis:<\/h4>\n<p>Die erste urkundliche Erw\u00e4hnung einer Kirche in Allerheiligen findet man im Jahre 1454. Die Kirche in Allerheiligen geh\u00f6rte im Lauf der Jahrhunderte zu verschiedenen Grundherrschaften, beispielsweise ab 1551 zur Herrschaft Schwertberg. Die seelsorgliche Betreuung erfolgte anfangs von der Pfarrkirche Tragwein aus, wurde erst 1784 eine Pfarrexpositur von Tragwein, und wurde 1891 eine selbst\u00e4ndige Pfarre.<\/p>\n<p>Die Pfarr- und Wallfahrtskirche Allerheiligen im M\u00fchlkreis steht auf dem h\u00f6chsten Punkt des Bergr\u00fcckens in der Gemeinde Allerheiligen. Die auf Unsere Liebe Frau K\u00f6nigin Aller Heiligen geweihte r\u00f6misch-katholische Pfarrkirche und Wallfahrtskirche geh\u00f6rt zum Dekanat Perg in der Di\u00f6zese Linz. Die Kirche steht unter Denkmalschutz.<\/p>\n<h4>Gr\u00fcndungslegende:<\/h4>\n<p>Um das Jahr 1490 lebte in Allerheiligen ein von der Pest befallener Bauer. Sein letzter Wunsch war, seinen Leichnam auf einen Karren zu legen, ein paar Rinder vorzuspannen und diese frei ziehen lassen. An der Stelle, an der sie stehen blieben, sollte er begraben und eine H\u00fctte zum Gebet errichtet werden. Der Ort, wo der Wagen stehenblieb, war unbewohnte Wildnis. Zu der aus einer riesigen F\u00f6hre erbauten kleinen Kapelle pilgerten alsbald viele Menschen, vor allem Kranke, die sich Genesung erhofften und spendeten dabei so viel Geld, dass schon im Jahre 1492 mit dem Bau der heutigen Kirche begonnen werden konnte.<\/p>\n<p>Eine Besonderheit in der Wallfahrtskirche ist die fr\u00fchbarocke Orgel aus dem 17. Jahrhundert. Ein schmales hohes Geh\u00e4use mit rekonstruierten Fl\u00fcgelt\u00fcren beherbergt ein Werk mit zehn Registern auf einem Manual. J\u00e4hrlich finden im Sommer die Allerheiligener Orgeltage mit Musikern aus aller Welt statt. Die mittelt\u00f6nige Orgel ist eines der \u00e4ltesten und seltensten Instrumente \u00d6sterreichs. Die Orgel wurde 1995 von den Orgelbaumeistern Marc Garnier und Reinhold Humer restauriert. Der Pfeifenbestand wurde vervollst\u00e4ndigt und die Orgel erhielt auch wieder die urspr\u00fcngliche mittelt\u00f6nige Stimmung.<\/p>\n<p>Nach dem Mittagessen, dass wir im M\u00fchlviertler H\u00fcgelland, n\u00e4mlich in Erdleiten bei Bad Zell und mit herrlichem Blick in die m\u00fchlviertler Natur einnahmen, ging es im Bus weiter zum Bergbaumuseum Kaolinum in Allerheiligen.<\/p>\n<p>Hier erwartete uns ein gewaltiger Sprung in die Vergangenheit. Wir bekamen einen Einblick in die Geschichte des Bergbaus einst und jetzt. Mit dem Gru\u00df der Bergleute \u201eGl\u00fcck auf\u201c wurden wir empfangen und h\u00f6rten dann die Geschichten von Bergknappen, Steigern, Obersteigern, vom Bergbau \u00fcber und unter Tage, von den Transportwegen des Kaolinums, den schweren und gef\u00e4hrlichen Arbeitsbedingungen sowie von Geologie und Pal\u00e4ontologie.<\/p>\n<p>Dann ging es In einem detailgetreuen Schaustollen. Hier wurden die harten Bedingungen der Bergarbeiter \u00fcber und unter Tage gut nachvollziehbar dargestellt. Man konnte die fachm\u00e4nnische Arbeit der Zimmerleute, die die engen Stollen absicherten, ertasten und man sp\u00fcrte die Enge der Sch\u00e4chte oder einer Jausenkammer. W\u00e4hrend uns Josef, ein ehemaliger Bergmann, von der schweren Arbeit erz\u00e4hlte, dr\u00fcckte er uns eine schwere Bohrmaschine in die Hand. Dazu kam ein bis zu 6 Meter langer Bohrer. Dann erz\u00e4hlte er uns vom Sprengstoff und den Sprengkapseln. Davon, dass Sprengstoff und Sprengkapseln beim Transport zum Bergwerk gemeinsam am LKW transportiert wurde, dabei legte man auch noch eine Rast im Wirtshaus ein. Ebenso wurde vorgesorgt, wenn der Obersteiger im Stollen auftauchte. Dann wurden mit Lampen sofort Lichtsignale gegeben. Leider gab es auch Todesf\u00e4lle bei der Arbeit. So wurden Bergleute beim Bohren \u00fcber Kopf von herabfallen Steinen erschlagen. Oder sie wurden bei Sandeinbr\u00fcchen versch\u00fcttet und erstickten. Jedenfalls konnte man bei Problemen und Unf\u00e4llen nur mehr laufen. Es gab auch keinen Kontakt nach drau\u00dfen. Auch Josef kam einmal in solch eine Situation.<\/p>\n<p>Jedenfalls ist die Kameradschaft bei Bergleuten ein besonderes Gut. Das sah man damals beim Grubenungl\u00fcck in Lassing in der Steiermark. Damals, am 17. Juli 1998 stieg ein Team aus zehn Bergleuten in das Talkbergwerk von Lassing hinunter &#8211; mit dem Ziel, ihren Kumpel Georg Hainzl, der bei einem Schlammeinbruch in einer Jausenkammer eingeschlossen wurde, ans Tageslicht zur\u00fcckzuholen. Georg Hainzl wurde nach 10 Tagen lebend gerettet. Die zehn Kumpel, die zu Hilfe eilten und eine Rettungsaktion starteten, blieben f\u00fcr immer unten. Sie wurden bei einem zweiten Schlammeinbruch versch\u00fcttet.<\/p>\n<p>Die Kameradschaft unter den Kumpels, so erz\u00e4hlte uns Josef, h\u00f6rte sofort auf, wenn man ein menschliches Bed\u00fcrfnis versp\u00fcrte und man sich in der Grube erleichtern wollte. Das war ein absolutes \u201eno go\u201c! Man musste die Schicht im Stollen durchhalten. Man schwitzte bei der Arbeit fast alles raus. Wenn es nun nicht anders ging, musste eine Kiste herhalten. Die wurde dann nach Schichtende hinausgetragen. Nat\u00fcrlich nach dem Verursacherprinzip.<\/p>\n<p>Nachdem wir ans Tageslicht zur\u00fcckgekehrt waren, konnten wir im Schauraum des Museums neben Dokumenten, Fotos, Bergbauutensilien wie Grubenlampen und Vermessungsger\u00e4ten und Modellen auch viele Fundst\u00fccke aus dem Bereich der Geologie und Pal\u00e4ontologie bestaunen. Auch hier erfuhren wir interessante Geschichten \u00fcber die Bergleute. So zogen sie ihre Arbeitsmontur an einer Schnur auf eine H\u00f6he von 6 Metern. Das hatte mehrere Vorteile: Die M\u00e4use kamen nicht ran und durch die aufsteigende warme Luft wurde sie getrocknet. Oder das man in den Neunzehnhundertsechzigern einen Stundenlohn von 80 Groschen hatte und die Schutzpatronin der Bergleute die heilige Barbara (Barbara von Nikomedien) ist.<\/p>\n<p>Am Barbaratag (04. Dezember) soll man Kirsch- und andere Obstbaumzweige oder Birkenzweige schneiden. Diese Barbarazweige sollen bis zum Heiligen Abend bl\u00fchen. Das machten wir immer in der Volksschule und die Zweige bl\u00fchten tats\u00e4chlich.<\/p>\n<h4>Etwas zur Geschichte des Kaolinbergbaus:<\/h4>\n<p>Die Kaolingewinnung gibt es in dieser Gegend seit etwa 1808. Damals wurde ein Bewohner von Kriechbaum als Wei\u00dfenmacher erw\u00e4hnt. Das Kaolin wurde aus einer einfachen Grube gewonnen, in Holzbottichen gereinigt und in Jutes\u00e4cken gepresst. Eine Erw\u00e4hnung von Wei\u00dfer Erde, die wirtschaftlich genutzt wurde, erfolgte 1827. Es war die Rede vom Transport mit Pferdefuhrwerken nach Linz und die Verwendung zum Wei\u00dfen von Soldatenuniformen sowie zum Reinigen der Riemen und des Zaumzeuges der Pferde.<\/p>\n<p>In der Ortschaft Kriechbaum betrieben Landwirte ab der Mitte des 19. Jahrhunderts kleine Gruben \u00fcber Tage. Der Rohstoff wurde in Holzbottichen aufbereitet und von gr\u00f6\u00dferen R\u00fcckst\u00e4nden getrennt. Sogenannter Schwertberger Wei\u00dfton wurde an Ofensetzer und kleinere Hafner Betriebe in der Gegend um Linz und Steyr verkauft.<\/p>\n<p>Das war die Vorindustrielle Kaolingewinnung. Danach erfolgte die industrielle Kaolingewinnung. Mit der Gr\u00fcndung der KAMIG (\u00d6sterreichische Kaolin- und Montan Industrie Gesellschaft m.b.H.)im Jahre 1922, die bis heute besteht, verfolgte man das\u00a0 Ziel einer eigenen Kaolingewinnung in \u00d6sterreich zur Sicherung der Eigenversorgung.<\/p>\n<h4>Der Untertagebau:<\/h4>\n<p>Der Untertagebau geh\u00f6rt seit 2001 der Vergangenheit an. F\u00fcr den Untertagebau war die Lagerst\u00e4tte mit Schr\u00e4gsch\u00e4chten ausgerichtet. Als Abbauverfahren wurde ein in Scheiben gef\u00fchrter Querbau mit pfeilerartigem Verhieb angewendet.<\/p>\n<p>Wegen des hohen Gebirgsdruckes waren nur kleine Streckenquerschnitte m\u00f6glich, die mit Profilstahl oder Rundh\u00f6lzern abgest\u00fctzt werden m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Der Rohkaolin wurde durch Sprengarbeit gel\u00f6st, mit Kleinschrapper geladen und gleisgebunden in kleinen F\u00f6rderwagen (Hunte) h\u00e4ndisch zu den Sch\u00e4chten geschoben und mittels Schr\u00e4gaufzug zur Aufbereitu weitertransportiert.<\/p>\n<h4>Schwertberger Kaolinzug:<\/h4>\n<p>Der Schwertberger Kaolinzug, auch Kaolinbahn Schwertberg oder im Volksmund \u201eKaoline\u201c genannt, war die Werksbahn der Kaolin-Montan-Industrie-Gesellschaft (Kamig AG), die von Schwertberg (\u00d6sterreich) entlang des Flusses Aist ins Josefstal (Aisttal) f\u00fchrte.<\/p>\n<p>Die 1923 eingerichtete, 3,8 Kilometer lange Werksbahn mit einer Spurweite von 600 Millimeter f\u00fchrte vom Bahnhof in Schwertberg zur Aufbereitungs- und Verladeanlage in Josefstal und wurde 1981 stillgelegt. Die Eisenbahnstrecke verlief fast durchgehend entlang der Aisttalstra\u00dfe und passierte das Schloss Schwertberg. An die Stelle der Bahn trat ein Rohrleitungssystem, mit dem geschl\u00e4mmtes Kaolin direkt zur Aufbereitungsanlage nach Aisthofen gebracht wurde.<\/p>\n<p>Die Kamig AG erwarb 1930 von der Wiener Neust\u00e4dter Lokomotivfabrik die letzte dort erzeugte Lokomotive, eine feuerlose Dampfspeicherlokomotive. Die Lokomotive befindet sich im Eisenbahnmuseum Schwechat.<\/p>\n<h4>Was ist nun Kaolin und wof\u00fcr wird es verwendet?<\/h4>\n<p>Kaolin, auch als Porzellanerde, Porzellanton oder in der Apotheke als Bolus Alba bezeichnet, ist ein feines, eisenfreies, wei\u00dfes Gestein, das als Hauptbestandteil Kaolinit, ein Verwitterungsprodukt des Feldspats, enth\u00e4lt. Weitere Bestandteile sind verschiedene andere Tonminerale und unzersetzte Feldspatteilchen.<\/p>\n<p>Kaolin wird haupts\u00e4chlich in der Papierindustrie (ohne Kaolin w\u00e4re ein Blatt Papier wie ein L\u00f6schblatt), Ziegelindustrie, Porzellanfabrikation, Keramik- und Feuerfestindustrie, Farben und Lacke verwendet..<\/p>\n<p>Mit diesen Eindr\u00fccken verlie\u00dfen wir das Schaubergwerk und machten uns wieder auf den Weg nach Bad Zell. Da es in der Zwischenzeit zu regnen begonnen hatte, verzichteten wir auf einen Spaziergang und Zum Abschluss dieser \u00a0Wallfahrt besichtigten wir die r\u00f6misch-katholische Pfarrkirche Bad Zell. Anschlie\u00dfend ging es nach Linz zur\u00fcck, wo diese gelungene Herbstwallfahrt ihr Ende nahm.<\/p>\n<p>Ein gro\u00dfes Danke gilt den Begleitpersonen der Blinden und Sehbehinderten. Ohne ihnen w\u00e4ren solche Unternehmungen nur sehr schwer durchzuf\u00fchren.<\/p>\n<p>Ein Danke geht auch an Alois, unser Busfahrer der Firma Hehenberger, der uns sicher durch die Gegend chauffierte und auch wieder nach Hause brachte.<\/p>\n<p>Und nat\u00fcrlich ein gro\u00dfes Danke f\u00fcr die Arbeit von Monika Aufreiter und ihr Team.<\/p>\n<p>\u00a9 Oktober 2022 by Gerhard Hojas<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>Blinde und Sehbehinderte aus Ober\u00f6sterreich im \u201eHaus Ingr\u00fcne\u201c in Vorarlberg (03.09.2022 bis 10.09.2022)<\/h2>\n<p>Auch 2022 war es am 03. September wieder soweit. Eine Gruppe Blinder, Sehbehinderter und deren Begleitpersonen aus Ober\u00f6sterreich fuhren ins \u201eHaus Ingr\u00fcne\u201c des Blinden- und \u201aSehbehindertenverbandes Vorarlberg nach Schwarzach. Das &#8222;Haus Ingr\u00fcne&#8220; steht als Erholungszentrum und Ferienhotel f\u00fcr Blinde, Sehbehinderte und deren Angeh\u00f6rige, sowie Begleitpersonen zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<p>Die Teilnehmer waren Alfons, Andrea, Anni, Erika, Fleur, Gerhard, Hermine, Johanna, Maria, Monika und Veronika. Einige von dieser Gruppe waren diesmal schon das f\u00fcnfte Mal in Schwarzach. Als Gast war Gabi \u00f6fters bei den Unternehmungen dabei.<\/p>\n<h4>Samstag, 03.09.2022 \u2013 Von Linz ins L\u00e4ndle.<\/h4>\n<p>Die Anreise nach Dornbirn erfolgte diesmal problemlos und wir kamen alle gemeinsam beim Zielbahnhof Dornbirn an. Wichtig war, die Sitzpl\u00e4tze im Zug schon lange vorher zu reservieren. Die Z\u00fcge waren fast bis zum letzten Platz besetzt und ohne Reservierung h\u00e4tten wir sicher ein gr\u00f6\u00dferes Problem gehabt.<\/p>\n<p>Der Shuttledienst des BSV V funktionierte auch wieder hervorragend und so wurden wir von Tobi und Dominik am Bahnhof Dornbirn abgeholt und nach Schwarzach chauffiert. Da wir die Br\u00e4uche im \u201eHaus Ingr\u00fcne\u201c bereits sehr gut kennen und von Monika bereits vorher alles eingeteilt wurde konnten wir die Zimmer sofort beziehen und es uns anschlie\u00dfend bei einem Begr\u00fc\u00dfungskaffee und Kuchen gem\u00fctlich machen und ankommen. \u00a0Dabei informierte uns Elias, der Leiter vom \u201eHaus Ingr\u00fcne\u201c, \u00fcber unser Programm f\u00fcr die kommende Woche.<\/p>\n<p>Nach dem Abendessen marschierten wir nach Bildstein, um von dort oben den Sonnenuntergang \u00fcber dem Rheintal zu genie\u00dfen. Bildstein liegt im Bezirk Bregenz s\u00fcdlich des Bodensees auf 659 Metern H\u00f6he. \u00dcberregional bekannt ist die Gemeinde f\u00fcr die im Ortszentrum befindliche und weithin \u00fcber das ganze Rheintal sichtbare Wallfahrtskirche Bildstein. Bis zum Jahr 1857 lautete der amtliche Name der Gemeinde \u201eSteu\u00dfberg\u201c, erst danach wurde der heutige Gemeindename Bildstein offiziell eingef\u00fchrt.<\/p>\n<p>So wie im Jahr 2021 fand auch dieses Mal ein Fest im Veranstaltungssaal im Ferienhotel statt. Diesmal war eine \u201eT\u00fcrkisch-Bosnische\u201c Hochzeit angesagt. Unsere blinden Frauen unserer Gruppe konnten dann abends das Brautkleid anfassen und ertasten. Da diese Feierlichkeiten schon Nachmittags begannen und alle Frauen in tollster Garderobe auftraten, konnte man annehmen, dass auch die Braut darunter ist. Bis man uns erkl\u00e4rte, dass bei solchen Feierlichkeiten alle Frauen \u201eBraut\u201c sind. Die Feier verlief sehr ruhig und nach 24 Uhr war es leise im Haus. Da sich im Erholungszentrum ein sehr gro\u00dfer Veranstaltungssaal befindet, wird er gerne f\u00fcr solche Veranstaltungen vermietet. Das bringt dem BSV V nat\u00fcrlich Einnahmen und sie haben auch die kompetenten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die das auch organisieren k\u00f6nnen.<\/p>\n<h4>Sonntag, 04.09.2022 \u2013 Der Tag zum Ankommen und zum Spazieren<\/h4>\n<p>Am Sonntagmorgen konnte man von der anderen Talseite, so wie jedes Jahr davor, Kuhglocken vernehmen. Was diesmal aber fehlte, war das Kr\u00e4hen des Hahns. Er war auch die ganze Woche nicht mehr zu h\u00f6ren. Das kann nat\u00fcrlich viele Gr\u00fcnde haben. Ausgewandert, Halsschmerzen oder er hat eine Arbeit in einer K\u00fcche angenommen.<\/p>\n<p>Da an Sonn- und Feiertagen kein Programm gemacht wird, stellten wir unsere Sonntagsaktivit\u00e4ten selber zusammen. Einige gingen wieder nach Bildstein und besuchten dort in der Basilika Maria Bildstein den Gottesdienst. Die Gehzeit betr\u00e4gt von der Unterkunft bis nach Bildstein ungef\u00e4hr 20 Minuten. Es geht aber stetig bergauf. Durch ihre exponierte Lage mit atemberaubender Aussicht auf das Rheintal, den Bodensee und die benachbarte Schweiz ist die Basilika ein beliebtes Ziel unserer Gruppe. Au\u00dferdem ist sie ein Ort der Ruhe und der Kraft. Auch ein Highlight am Bildstein sind die Zeppeline. In der N\u00e4he befindet sich das Zeppelin Museum in Friedrichshafen, direkt am Bodensee gelegen. Dann kommt es schon vor, dass man die Luftschiffe fahren sieht.<\/p>\n<p>Nachmittags machten sich einige auf dem Weg und wanderten nach Oberbildstein. Auch hier ging es stetig bergauf. Musste man doch von 573 Meter Seeh\u00f6he auf 940 Meter hochmarschieren. Wir wurden aber durch fantastische Ausblicke belohnt. Es \u00f6ffnen sich weite Ausblicke ins Rheintal, nordw\u00e4rts zum Bodensee und in s\u00fcdlicher Richtung bis zur Alviergruppe, wobei dahinter noch die \u00fcber 3000 m hohen Ringelspitzen zu erkennen sind. Beim Farnach-Moos, einer gesch\u00fctzten Hochmoorlandschaft, wanderten wir vorbei an gewaltigen Stieren (Hochlandrindern),\u00a0 die hinter Elektroz\u00e4unen weideten, von uns aber keine Notiz nahmen. Von hier ging es dann gem\u00fctlich aufw\u00e4rts zum Ferienheim Oberbildstein. Nun sieht man auch in den Vorderen Bregenzerwald und bekommt zwischen Hochh\u00e4derich und Hohem Ifen sogar einige Gipfel der Allg\u00e4uer Alpen ins Blickfeld. Nach einer kurzen Rast bei der Kapelle in Oberbildstein ging es zur\u00fcck ins Tal.<\/p>\n<h4>Montag 05.09.2022 \u2013 Die Woche begann s\u00fc\u00df.<\/h4>\n<p>Morgens um 06:00 Uhr gab es ein Gewitter und es sch\u00fcttete gewaltig. Wir f\u00fcrchteten schon, dass wir wieder im Haus bleiben m\u00fcssen. Aber das Wetter beruhigte sich und so marschierten einige vormittags nach Schwarzach. Bei der Kirche in Ort wurde die Gruppe aus Ober\u00f6sterreich sofort vom Pfarrer, der mit einem Besen vor der Kirche sauber machte,\u00a0 erkannt. Schlie\u00dflich zelebrierte er am Vortag in Bildstein die Messe.\u00a0 Bis zum Mittagessen tr\u00f6delten wieder alle so langsam ein. Einige kamen im B\u00fcssli und andere nutzten den Waldweg, der eigens vom \u00f6sterreichischen Bundesheer f\u00fcr Blinde und Sehbehinderte angelegt wurde, um ins \u201eHaus Ingr\u00fcne\u201c zur\u00fcckzukommen.<\/p>\n<p>Nachmittags war es wieder soweit und wir fuhren nach Hohenems in \u201eunsere\u201c Schokolademanufaktur. Ausgew\u00e4hlte Edelkakaos aus Kleinkooperativen werden in dieser Manufaktur in Hohenems schonend ger\u00f6stet. Der \u201eMaitre Chocolatier\u201c produziert mit seinem kreativen Team edle Schokoladen von der Bohne bis zur fertigen Schokolade \u2013 also \u201eBean to Bar\u201c. Gunther Fenkart erz\u00e4hlte den Werdegang vom Kakaoanbau bis zur fertigen Schokolade und wir hatten die entsprechenden Kostproben vor uns stehen. Jedenfalls wurde auch ein Umbau angek\u00fcndigt und man kann in Zukunft auch Einblicke in die Herstellung der Schokolade bekommen. Da sind wir schon auf 2023 gespannt.<\/p>\n<p>Abends war wieder unser allj\u00e4hrliches Kegeln angesagt. Dazu kamen auch wieder Manfred, Herta und Moni zur Gruppe und erg\u00e4nzte die gesellige Runde. Und so wie jedes Jahr hatten wir unserem Spa\u00df, besonders die, die gleich in die Vollen trafen. Jedenfalls kamen auch der \u201eJ\u00e4ger und Fuchs\u201c nicht zu kurz. Nach der Kegelpartie machten wir es uns wieder beim ovalen Tisch gem\u00fctlich und lie\u00dfen den Abend ausklingen.<\/p>\n<h4>Dienstag, 06.09.2022 &#8211; Wasserwanderweg und die Schwerflh\u00fctte.<\/h4>\n<p>Dienstag war das Wetter angenehm, deshalb zogen wir outdooraktivit\u00e4ten vor. Wir fuhren nach Hittisau in den Bregenzerwald und begaben uns auf dem\u00a0 Wasserwanderweg. Angenehm k\u00fchl war es auf dieser Strecke. Er f\u00fchrt zum gro\u00dfen Teil am Wasser entlang und durch einen lichten Wald. St\u00e4ndig h\u00f6rte man das gewaltige Rauschen der Bolgenach.<\/p>\n<p>Der Ausgangspunkt unserer Wanderung war bei der Kirche in der Ortsmitte von Hittisau und wir wandern Richtung der 300 Jahre alten Kommabr\u00fccke, der \u00e4ltesten gedeckten Holzbr\u00fccke des Landes. Das Wort &#8222;Kumma&#8220; bedeutet &#8222;Einkerbung, Schlucht&#8220; und diese trennt die Gemeinde Hittisau von der 1938 eingemeindeten Ortschaft Bolgenach. Bolgenach hei\u00dft auch der Fluss, dem wir weiter folgen.<\/p>\n<p>Die heutige Kommabr\u00fccke wurde im Jahr 1720 errichtet und 1785 f\u00fcr das Befahren mit Fuhrwerken verst\u00e4rkt.<\/p>\n<p>2010 wurde die Kommabr\u00fccke im Auftrag der Gemeinde Hittisau einer Generalsanierung unterzogen. Dazu wurde die Br\u00fccke komplett abgetragen und von einem lokalen Bregenzerw\u00e4lder Zimmermannsbetrieb fachkundig restauriert. Bei der Restaurierung wurden ausschlie\u00dflich historische Zimmermannstechniken angewendet und weder N\u00e4gel noch Schrauben verwendet. F\u00fcr die zu ersetzenden Teile wurde das Holz von zehn wintergeschlagenen Wei\u00dftannen verbaut. Insgesamt wurden 55.000 Euro investiert.[1] Danach wurde die Br\u00fccke unter Denkmalschutz gestellt.<\/p>\n<p>Die Br\u00fccke hat eine Spannweite von 12,4 Metern und eine H\u00f6he von 5,5 Metern und liegt rund 15 Meter \u00fcber dem mittleren Wasserspiegel der Bolgenach. Das macht sie zum hochwassersichersten \u00dcbergang \u00fcber die Bolgenach. Heute wird die Kommabr\u00fccke nur noch von Wanderern und Spazierg\u00e4ngern im Zuge des Wanderwegs entlang der Kommaschlucht verwendet.<\/p>\n<p>Wir genossen den Weg entlang der Bolgenach, h\u00f6rten das Rauschen des Wassers, hatten den Geruch des Waldes und den Wiesen in der Nase und sp\u00fcrten die Sonnenstrahlen. Vom Untergrund sp\u00fcrten wir auch sehr viele Variationen unter unseren Sohlen. Konnten wunderbare Landschaften und die typischen Bregenzer H\u00e4user genie\u00dfen und nach einem Anstieg durch einem Hohlweg hatten wir nur mehr Autobahn zum Dorfplatz in Hittisau zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Der Wasserwanderweg ist beeindruckend f\u00fcr alle Sinne und somit f\u00fcr Blinde und Sehbehinderte sicher eine tolle Erfahrung und ein sch\u00f6nes Erlebnis.<\/p>\n<p>Am Nachmittag ging es auf die Schwerflh\u00fctte. Das ist eine kleine, private Almh\u00fctte und liegt auf 909 m Seeh\u00f6he in den Dornbirner Bergen. Nat\u00fcrlich kein elektrischer Strom und ein Wassertrog vor der H\u00fctte, zum K\u00fchlen unserer Getr\u00e4nke. Tief unten im Tal h\u00f6rt man einen Bach rauschen. Die Wiese vor uns hat eine Neigung von etwa 60 Grad. Was man auch als sehr steil bezeichnen kann. Und mittendrin steht eine Heuh\u00fctte. Fr\u00fcher wurden diese steilen Wiesen mit der Sense gem\u00e4ht. Das Heu wurde in den H\u00fctten bis zum Winter gelagert. Und wenn es der Schnee zulie\u00df, wurde das Heu mit Schlitten, die man vorher per Menschenkraft nach oben zog, ins Tal gefahren. Was auch oft eine lebensgef\u00e4hrliche Arbeit war.<\/p>\n<p>Talw\u00e4rts wurde auf dieser Wiese eine neue H\u00fctte errichtet. Demn\u00e4chst sollen hier 4 Alpakas ihr neues zu Hause finden. Das Alpaka, ist eine aus den s\u00fcdamerikanischen Anden (Peru) stammende, domestizierte Kamelart, die vorwiegend wegen ihrer Wolle gez\u00fcchtet wird.<\/p>\n<p>Wir f\u00fchlten uns wie bei einer Schulwanderung, machten es uns auf den vor der H\u00fctte aufgestellten B\u00e4nken bequem \u00a0und packten unsere mitgebrachten Jausenbrote aus. Schlie\u00dflich war sie auch schwer verdient. Die k\u00fchlen Getr\u00e4nke kamen aus\u00a0 dem Wassertrog und so verging ein gem\u00fctlicher Nachmittag. So nebenbei hatten wir noch eine sch\u00f6ne Sicht auf Erhebungen im Bregenzer Wald. Der Karren und der Breitenberg. wer wollte, konnte auch die H\u00fctte erkundigen. Und mit Schwerfl ist der Schwefel gemeint.<\/p>\n<h4>Mittwoch, 07.09.2022 \u2013 Von Bezau nach Schwarzenberg und retour.<\/h4>\n<p>Mittwoch konnte man sich vormittags massieren und es sich gut gehen lassen. Und am Nachmittag kam es zu einer Fahrt mit dem W\u00e4lderb\u00e4hnle, einer\u00a0 Museumsbahn. Das &#8222;W\u00e4lderb\u00e4hnle&#8220; ist eine sorgsam gepflegte Nostalgiebahn, die zwischen dem Bahnhof Schwarzenberg und Bezau f\u00e4hrt. Im Einsatz ist das B\u00e4hnle mit historischen Diesel- oder Dampflokomotiven.<\/p>\n<p>Die Bregenzerwaldbahn, im Volksmund auch W\u00e4lderbahn oder W\u00e4lderb\u00e4hnle genannt, ist eine Schmalspurbahn mit einer Spurweite von 760 Millimetern, der sogenannten Bosnischen Spurweite. Sie verband von 1902 bis 1983 auf einer 35,302 Kilometer langen Strecke Bregenz am Bodensee mit Bezau im Bregenzerwald. Heute ist nur noch ein 5,01 Kilometer langes Teilst\u00fcck als Museumsbahn in Betrieb.<\/p>\n<p>Wir hatten einen eigenen Wagen und so konnten wir es uns auf den harten und engen B\u00e4nken doch etwas bequem machen. Jedenfalls war Bahnfahren fr\u00fcher sicher doch kein so gro\u00dfes Erlebnis. Aber man kannte nichts anderes und man kam so schneller ans Ziel. Wir bekamen eine alte Fahrkarte aus dicken Karton, die vom Schaffner auch ordnungsgem\u00e4\u00df mit seiner Zange gezwickt wurde. Leider fuhr bei unserer Reise keine Dampflok. So bekam man das Rattern der R\u00e4der unter uns in voller Lautst\u00e4rke mit. Was besonders positiv auffiel, der Wagen war barrierefrei und bei uns im Wagen befand sich auch eine Person mit Rollstuhl. Das war ein Waggon mit Hebelift f\u00fcr barrierefreien Einstieg von Rollstuhlfahrern.<\/p>\n<p>Wir fuhren bis Schwarzenberg und konnten dort eine Ausstellung \u00fcber diese Bahn besichtigen und fuhren dann nach Bezau zur\u00fcck. Die Fahrt hin und retour dauerte ungef\u00e4hr 60 Minuten. Man konnte sich einen kleinen Eindruck verschaffen, wie die Menschen fr\u00fcher unterwegs waren und waren doch etwas gl\u00fccklich, heute unterwegs zu sein. Aber das dachten sich die Bewohner unseres Planeten fr\u00fcher sicher auch. Bin ich froh, nicht mehr alles zu Fu\u00df gehen zu m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Zum Abendessen wurde im \u201eHaus Ingr\u00fcne\u201c wieder gegrillt und so konnte der Mittwoch auch mit sch\u00f6nen Erinnerungen ausklingen.<\/p>\n<h4>Donnerstag, 08.09.2022 \u2013 Salzgrotte und die Juppenwerkstatt Riefensberg.<\/h4>\n<p>Auch dieses Jahr besuchten einige von uns die Salzgrotte in Lindau und kamen ganz entspannt ins \u201eHaus Ingr\u00fcne\u201c zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Heute lernten wir etwas kennen, was wir aus Ober\u00f6sterreich so noch nicht Kannten.<\/p>\n<p>Die Juppenwerkstatt Riefensberg im Bregenzer Wald ist eine Manufaktur und ein Museum f\u00fcr die Tracht in Riefensberg. Der Name der Werkstatt leitet sich von der Juppe ab, eine Frauentracht und Kopfbedeckung aus dem Bregenzerwald. Sie ist die einzige Manufaktur, die die Bregenzerw\u00e4lder Frauentracht noch auf traditionelle Weise herstellt.<\/p>\n<p>Die Herstellung und das F\u00e4rben des Stoffes f\u00fcr die Juppe ist ein jahrhundertealtes Handwerk. Zum F\u00e4rben wird Leim, das aus 16 kg Rindsleder besteht, nach einem alten Rezept stundenlang in T\u00f6pfen gekocht. Darin wird der schwarz gef\u00e4rbte Leinenstoff getaucht, leicht gedreht, auf einer Wiese ausgelegt und anschlie\u00dfend von \u00fcber hundert Jahre alten Maschinen gegl\u00e4nzt und plissiert. (Plissieren &#8211; Mit einer gro\u00dfen Anzahl dauerhafter Falten versehen).<\/p>\n<p>In der Juppenwerkstatt wird ein weltweit einzigartiger Juppestoff aus gl\u00e4nzendem Leinen hergestellt (Glanzleinenjuppe). Ganze sechs Monate dauert es, bis das Textil schlie\u00dflich f\u00fcr die Weiterverarbeitung geeignet ist.<\/p>\n<p>Der Besuch der Juppenwerkstatt Riefensberg war wieder einmal ein Eintauchen in die Vergangenheit. Man konnte die Herstellung dieser einmaligen Tracht vom Ursprungsprodukt bis zum fertigen Kleidungst\u00fcck kennenlernen. Wir konnten die alten Maschinen angreifen und so ihre Funktionsweise besser verstehen. Wir hatten den Geruch einer Rauchkuchl in der Nase und schnupperten den Duft von N\u00e4hmaschinen\u00f6l. Mir kam dabei schon der Gedanke, warum man zwar eine so wunderbare und aufwendige Tracht herstellt, dieses Kleidungsst\u00fcck aber beim Tragen mehr als unbequem ist. Durch die steifen L\u00e4ngsfalten kann man sich nicht einmal richtig hinsetzen oder bewegen. Jedenfalls ist diese Tracht nicht billig und es wird penibel darauf geachtet, dass diese Kleidung auch ordnungsgem\u00e4\u00df getragen wird.<\/p>\n<p>Abends und zur\u00fcck im Erholungsheim konnten wir uns von der Alleinunterhalterin \u201eAlexa\u201c \u00a0musikm\u00e4\u00dfig so alles w\u00fcnschen, was uns gerade einfiel. Dieses kleine Wunderger\u00e4t ist bei mir immer im Koffer dabei.<\/p>\n<h4>Freitag, 09.09.2022 \u2013 Singing in the Rain und K\u00e4seschlemmerei.<\/h4>\n<p>Am vorletzten Tag machten wir vormittags einen Spaziergang entlang der Dornbirner Ach. Zumindest war es so geplant. Aber ein gewaltiger Regenschauer machte uns einen Strich durch unser Vorhaben und so brachen wir es vorzeitig ab und fuhren mit unserem Shuttle zur\u00fcck nach Schwarzach.<\/p>\n<p>Am Nachmittag ging es das letzte Mal in den Bregenzer Wald. Wir besuchten eine K\u00e4sesennerei in Hittisau. Wir bekamen eine F\u00fchrung durch die Produktionsanlagen und dabei wurde uns die Herstellung der verschiedenen K\u00e4sesorten erkl\u00e4rt.<\/p>\n<p>Die Sennerei Hittisau ist eine b\u00e4uerliche Genossenschaft und ist zudem Teil der &#8222;K\u00e4seStrasse Bregenzerwald&#8220;. Die Sennerei verarbeitet rund 6,5 Mio. kg Heumilch (Silofreie Milch) pro Jahr. Diese Milch stammt ausschlie\u00dflich von Bregenzerw\u00e4lder Heumilchbauern. 63 Landwirte beliefern den Betrieb mit tagesfrischer Heumilch.<\/p>\n<p>Nach der F\u00fchrung gab es eine Kostprobe von verschiedenen K\u00e4sesorten, nat\u00fcrlich mit Weintrauben und sehr gutem Vorarlberger Brot. Anschlie\u00dfend konnten wir uns im angeschlossenen Verkaufsladen weitere Kostproben nehmen und uns mit K\u00e4se eindecken.<\/p>\n<h4>Samstag, 10.09.2022 \u2013 Der Tag der Abreise.<\/h4>\n<p>Die Woche ist wieder zu schnell vergangen und wir mussten die Zimmer r\u00e4umen, da sich schon eine Gruppe deutscher Tandemfahrer angesagt haben. Die Heimreise nach Linz verlief auch problemlos und auch hier waren wir \u00fcber die Platzreservierungen gl\u00fccklich. Auch dieser Zug war in Dornbirn schon sehr voll und unsere reservierten Pl\u00e4tze waren auch schon belegt. Aber wir hatten ja die Reservierung. Und so erreichten wir am sp\u00e4ten Nachmittag Linz mit der Gewissheit, f\u00fcr 2023 schon wieder f\u00fcr eine Woche im \u201eHaus Ingr\u00fcne\u201c reserviert zu haben.<\/p>\n<p>Ein danke gilt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vom \u201eHaus Ingr\u00fcne\u201c des Blinden- und Sehbehindertenverbandes Vorarlberg: Elias, Belinda, Barbara, Katharina, Moni, Tobias, Dominik, Phillip und den beiden K\u00f6chen Mikey und Willi. Sowie Manfred, Herta und Gabi.<\/p>\n<p>Und ganz besonders ein danke f\u00fcr die Begleitpersonen der Blinden und Sehbehinderten in dieser Woche. Ohne deren Unterst\u00fctzung w\u00e4ren solche Unternehmungen f\u00fcr bestimmte Gruppen nicht m\u00f6glich: Andrea, Anni, Maria, Hermine und Johanna.<\/p>\n<p>Wir freuen uns schon auf 2023!<\/p>\n<p>\u00a9 September 2022 by Gerhard Hojas<\/p>\n<h2>Blinde, Sehbehinderte und deren Begleitpersonen auf den Spuren von Carl Ritter von Ghega am 09.08.2022<\/h2>\n<p>Alfons, Andrea, Anni, Gerhard, Johann und Vroni machten sich am Dienstag, 09.08.2022 schon sehr fr\u00fch auf und fuhren mit der Bahn zuerst nach Wien Meidling und dann weiter zum Bahnhof Semmering. Mit entsprechendem Platzreservierungen konnten wir die Zugfahrt und das gem\u00fctliche Fr\u00fchst\u00fcck genie\u00dfen.<\/p>\n<p>Diesmal war eine Wanderung entlang eines der gr\u00f6\u00dften Bau-Projekte des 19. Jahrhunderts, n\u00e4mlich vom Bahnhof Semmering bis zum Bahnhof Breitenstein, angesagt.<\/p>\n<p>Die Semmeringbahn f\u00fchrt von Gloggnitz \u00fcber den Semmering bis nach M\u00fcrzzuschlag. Sie gilt als erste normalspurige Gebirgsbahn von ganz Europa \u2013 und ist damit wichtiger Meilenstein in der Eisenbahn-Historie. 1998 wurde sie zum UNESCO-Weltkulturerbe erkl\u00e4rt. Heute f\u00e4hrt sie t\u00e4glich vom Wiener Hauptbahnhof \u00fcber Wiener Neustadt und Gloggnitz bis zum Semmering. Auf steirischer Seite geht es weiter bis nach M\u00fcrzzuschlag.<\/p>\n<h3>Etwas zur Geschichte der Semmeringbahn:<\/h3>\n<p>Die Semmeringbahn wurde schon zu ihrer Zeit als &#8222;harmonische Kombination von Technologie und Natur&#8220; angesehen. Beeindruckend und faszinierend schl\u00e4ngelt sie sich durch steile Felsw\u00e4nde hindurch, \u00fcberquert Br\u00fccken und Viadukte, verschwindet immer wieder in einem der 15 Tunnels und bietet wundersch\u00f6ne Ausblicke auf das Semmeringgebiet. Mit der Erfindung der Eisenbahn war es zum ersten Mal m\u00f6glich, Strecken, f\u00fcr die vorher Tagesreisen erforderlich waren, in kurzer Zeit zur\u00fcckzulegen. Eines konnte die Eisenbahn aber nicht \u00fcberwinden \u2013 das Gebirge! Bereits Erzherzog Johann hatte die Idee, eine Bahnlinie von Wien nach Triest \u00fcber den Semmering und nicht \u00fcber Ungarn zu f\u00fchren. 1841 erteilte der damalige Staatsminister Karl Friedrich K\u00fcbeck den Auftrag zur Errichtung einer Bahnlinie nach Triest. 1844 existierten die Bahnlinien von Wien nach Gloggnitz sowie von M\u00fcrzzuschlag nach Graz und nun galt es, eine Verbindung zwischen diesen beiden Strecken herzustellen.<\/p>\n<p>Um das Problem, wie der Semmering zu bezwingen sei, kam es zu einem heftigen Expertenstreit. In diesem Zusammenhang kommen die Pers\u00f6nlichkeit und das technische Genie Carl von Ghegas ins Spiel. Der geborene Venezianer konzipierte nach einer Studienreise in die Vereinigten Staaten die \u00dcberschienung des Semmerings als Adh\u00e4sionsbahn, die mit einer wohl durchdachten Linienf\u00fchrung den Gebirgssattel \u00fcberqueren sollte. 1848 wurden mit dem Eindruck der Revolution in Wien und zur Linderung der Arbeitslosigkeit die Baupl\u00e4ne f\u00fcr die Semmeringstrecke genehmigt und Carl Ghega, bekam die Bauleitung \u00fcbertragen. In einer Rekordzeit von nur sechs Jahren wurde die Semmeringstrecke als die erste vollspurige Bergbahn Europas errichtet. Schwierige geologische Bedingungen, Schluchten, und Bergr\u00fccken erschwerten die Verlegung der Schienenstr\u00e4nge, sodass die zus\u00e4tzliche Konstruktion von Tunnels, Viadukten und Br\u00fccken unumg\u00e4nglich war. Bis zu 20.000 Arbeiter waren mit dem Bau besch\u00e4ftigt, ausgestattet mit nur wenigen Baumaschinen und Schwarzpulver von geringer Sprengkraft. Etwa 1.000 Menschen verloren durch Unf\u00e4lle, insbesondere aber durch Typhus und Cholera, ihr Leben.<\/p>\n<p>Es galt jedoch auch noch ein anderes Problem zu l\u00f6sen. Eine Dampflokomotive zu finden, die die enorme Steigung \u00fcber den Semmering \u00fcberwinden k\u00f6nnte. Zwei Jahre nach Baubeginn wurde ein Wettbewerb f\u00fcr Gebirgslokomotiven veranstaltet. Alle vier vorgestellten Lokomotiven (Bavaria, Vindobona, Wr. Neustadt und Seraing) erf\u00fcllten die Anforderungen und waren f\u00fcr die Semmeringtrasse geeignet. Wilhelm von Engerth erhielt den Auftrag, die Pl\u00e4ne der vier Konkurrenz-Lokomotiven aufeinander abzustimmen. Aus diesen Pl\u00e4nen ging die Serie der f\u00fcr lange Zeit typischen Semmering-Lokomotiven hervor. Am 23. Oktober 1853 fuhr zum ersten Mal eine Lokomotive \u00fcber die gesamte Strecke. Am 16. Mai 1854 befuhren der Kaiser und die Kaiserin die Bahnstrecke, am 17. Juli 1854 konnte die Bahn feierlich er\u00f6ffnet und dem allgemeinen Personenverkehr \u00fcbergeben werden. Bis zum heutigen Tag hat sich an der Streckenf\u00fchrung nicht viel ge\u00e4ndert, nur der l\u00e4ngste Tunnel, der Semmeringtunnel, musste neu gebaut werden. Durch Wassereinbr\u00fcche waren Teile des Tunnels einsturzgef\u00e4hrdet und so wurde im Jahr 1952 der neue Tunnel mit einer L\u00e4nge von 1511,5 m er\u00f6ffnet.<\/p>\n<p>Die Semmeringbahn \u00fcberwindet eine, f\u00fcr damalige Verh\u00e4ltnisse unwahrscheinliche H\u00f6hendifferenz von 457 m, der h\u00f6chste Punkt liegt auf 896 m. Die Strecke umfasst rund 41 km, 16 Viadukte (davon mehrere zweist\u00f6ckig), 15 Tunnels und 100 gemauerte Bogenbr\u00fccken beziehungsweise Eisenbahnbr\u00fccken. Auf den Einsatz von Stahl und Eisen wurde vom Erbauer vollkommen verzichtet. 1998 wurde die Semmeringbahn vom UNESCO-Welterbe-Komitee zum Weltkulturerbe erkl\u00e4rt, mit der Begr\u00fcndung, dass sie \u201eeine herausragende technische L\u00f6sung eines gro\u00dfen physikalischen Problems in der Konstruktion fr\u00fcherer Eisenbahnen repr\u00e4sentiere\u201c. Zum Gedenken an das Genie der Baukunst des Carl Ritter von Ghega steht ein Denkmal am Bahnhof Semmering. Dieses ist gleichzeitig auch Ausgangspunkt des Bahnwanderweges.<\/p>\n<p>Anmerkung: Die Trasse der Semmeringbahn wurde bereits gebaut und die Schienen verlegt, obwohl es noch keine entsprechende Lokomotive dazu gab.<\/p>\n<p>Wir starten direkt beim Bahnhof Semmering (895 m) unsere Wanderung und marschieren entlang des Bahnk\u00f6rpers. Zuvor kann man sich im Informationszentrum s\u00e4mtliche Infos \u00fcber die Semmeringbahn einholen. Die Informationen sind mit entsprechendem QR-Codes versehen. Somit k\u00f6nnten auch Blinde und Sehbehinderte mit entsprechendem Equipment (Smartphone mit QR.Code-Leser) diese Infos barrierefrei abrufen. Diese Infotafeln mit den QR-Codes findet man entlang des gesamten Bahnwanderweges.<\/p>\n<p>Das Wetter hat es auch gut mit uns gemeint. Die Temperatur war angenehm und bei den schattigen Waldpassagen brachte uns nur das steile Gel\u00e4nde zum Schwitzen. Nach einiger Zeit erreichten wir die erste Aussichtswarte. Bei der Doppelreiter Aussichtswarte (919 m) bietet sich der Panoramablick auf die imposanten Viadukte und Tunnels mit Rax und Schneeberg im Hintergrund. Von hier aus k\u00f6nnen Zuge auf ihrer Fahrt \u00fcber das imposanteste Bauwerk der Ghegabahn, die &#8222;Kalte Rinne&#8220;, beobachtet werden. Diese Aussicht kann man nur genie\u00dfen, wenn man vorher den Aussichtsturm erstiegen hat.<\/p>\n<p>Bei dieser Aussichtswarte trafen wir auf ein Lebewesen, das zumindest von unserer Gruppe noch niemand gesehen hat. Jedenfalls habe ich nicht gewusst, dass es auch diese Tiere gibt. Aber ich habe mich sofort in das Tier verliebt.<\/p>\n<h3>Gemeint ist der Samojede, der sibirische Schlittenhund.<\/h3>\n<p>Mit seinem beeindruckenden, wei\u00dfen Fell und der fr\u00f6hlichen Art z\u00e4hlt der Samojede, auch bekannt unter dem Namen Samoiedskaia Sabaka, zu den beliebtesten Schlittenhunderassen der Welt.<\/p>\n<p>Der Samojede stammt aus Nordsibirien, wo er vor mehreren Jahrhunderten beim gleichnamigen Nomadenstamm als Zug- und Arbeitstier Verwendung fand. Die robusten, wei\u00dfen Hunde waren auch beim Schutz der Rentierherden und bei der Jagd eine gute Unterst\u00fctzung. Im Gegensatz zu anderen Schlittenhunderassen war der Samojede ein richtiges Familienmitglied und diente im Zelt als Bettw\u00e4rmer oder als Kopfpolster.<\/p>\n<p>Das auff\u00e4lligste Merkmal ist sein langes, pl\u00fcschiges und dichtes Fell. Die Fellfarbe der europ\u00e4ischen Z\u00fcchtung ist stets wei\u00df.<\/p>\n<p>Der Samojede ben\u00f6tigt eine abwechslungsreiche Besch\u00e4ftigung. Ohne ihre t\u00e4gliche Auslastung langweilen sich die Hunde schnell, besch\u00e4ftigen sich selbst und dekorieren die Wohnung um. Lange Spazierg\u00e4nge sind also bei jedem Wetter ein Muss. Deshalb sind sie als Begleiter bei Wanderungen gerne dabei.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ich habe den Hund auch angreifen und streicheln k\u00f6nnen. Sein Fell f\u00fchlt sich herrlich weich und warm an. Ich kann mir diese Hunde sehr gut als Fu\u00dfw\u00e4rmer oder als Bettw\u00e4rmer vorstellen.<\/p>\n<p>Jedenfalls wird uns dieser Hund und seine Begleiter an diesem Tag noch \u00f6fters begegnen. Der Hund war beim Gehen aber immer vorne. Auch wurden alle anderen Hunde, die wir begegneten, diszipliniert an einer Leine gef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Weiter ging es dann \u00fcber Stock, Wurzel und Stein bis zum n\u00e4chsten Aussichtspunkt, den man unbedingt besuchen muss. Der &#8222;20-Schilling-Blick (benannt nach dem Motiven des 20-Schilling Scheins).<\/p>\n<p>Ebenso marschierten wir unter imposanten Viadukten durch und konnten die Genauigkeit der verbauten Steine ertasten, die passgenau zusammengef\u00fcgt wurden. Damals wurde noch nicht mit Beton gebaut und so wurden die Steine passgenau zurechtgehauen. Ungef\u00e4hr wie damals bei den Pyramiden. Nur etwas kleiner.<\/p>\n<p>Irgendwann und irgendwo schlich sich bei unserer Wanderung ein Fehler ein und wir bogen falsch ab und so verl\u00e4ngerte sich unser Weg von 9 Km auf 17 Km. Hierbei ging es im Wald immer steil bergauf und nat\u00fcrlich wieder steil bergab. Zwischendurch kurze Autobahnstrecken, aber meistens Steige mit L\u00e4ngs- und Querwurzeln, steinigen Stufen, die unterschiedliche H\u00f6hen aufwiesen. Aber immer entlang der Bahnstrecke. Somit konnten wir neben der anstrengenden Wegstrecke zwischendurch immer die unter uns vorbeifahrenden Z\u00fcge h\u00f6ren und sehen. Da wir alles gute Geherinnen und Geher sind, haben wir auch diese H\u00fcrde nach einiger Zeit \u00fcberwunden.<\/p>\n<p>Als wir zum Ghega Museum kamen, hatten wir den gr\u00f6\u00dften Teil unserer Wanderung hinter uns. Dieses Museum in Breitenstein am Bahnwanderweg nahe dem Viadukt \u201eKalte Rinne\u201c widmet sich dem Leben des vision\u00e4ren Ingenieurs. Hier h\u00f6rten wir aus einem Tunnel einen Zug heranfahren. Der Zug kam aus dem Tunnel und fuhr direkt auf uns zu. Fuhr dann aber in einer weiten Schleife links an uns vorbei. Das war ein beeindruckender Anblick.<\/p>\n<p>Dazu passt auch die folgende Geschichte von Peter Rosegger bei seiner ersten Begegnung mit der Semmeringbahn.<\/p>\n<h3>Die erste Bahn \u00fcber den Semmering.<\/h3>\n<p>&#8222;&#8230; Da tat es schon ein kl\u00e4glich St\u00f6hnen. Auf der eisernen Stra\u00dfe heran kam ein kohlschwarzes Wesen. Es schien anfangs stillzustehen, wurde aber immer gr\u00f6\u00dfer und nahte mit m\u00e4chtigem Schnauben und Pfustern und stie\u00df aus dem Rachen gewaltigen Dampf aus. Und hinterher \u2026&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Kreuz Gottes!&#8220; rief mein Pate, &#8222;da h\u00e4ngen ja ganze H\u00e4user dran!&#8220;. Und wahrhaftig, wenn wir sonst gedacht hatten, an das Lokomotiv w\u00e4ren ein paar Steirerw\u00e4glein gespannt, auf denen die Reisenden sitzen konnten, so sahen wir nun einen ganzen Marktflecken mit vielen Fenstern heranrollen, und zu den Fenstern schauten lebendige Menschenk\u00f6pfe heraus, und schrecklich schnell ging\u00b4s, und ein solches Brausen war, da\u00df einem der Verstand still stand. Das bringt kein Herrgott mehr zum Stehen! fiel\u2018s mir noch ein. Da hub der Pate die beiden H\u00e4nde empor und rief mit verzweifelter Stimme: &#8222;Jessas, Jessas, jetzt fahren sie richtig ins Loch!&#8220; Und schon war das Ungeheuer mit seinen hundert R\u00e4dern in der Tiefe.&#8220;<\/p>\n<p>Anmerkung: Die Waldheimat von Peter Rosegger liegt nicht weit entfernt von M\u00fcrzzuschlag.<\/p>\n<p>Unser n\u00e4chstes Ziel war der Blunzenwirt in Breitenstein (779 m). Vom Ghega-Museum bis Breitenstein war der Weg, nach unserem hinauf und hinunter im steilen Wald, die reinste Autobahn. Das Highlight dieser Etappe war das Aktivieren des Sturzsensors der Applewatch nach einer kleinen Sturzeinlage.<\/p>\n<p>Aber es kam noch schlimmer. Der Blunzenwirt hatte geschlossen. Da wir aber ein gro\u00dfes Zeitfenster hatten, entschlossen wir uns gleich nach M\u00fcrzzuschlag zu fahren. Da der Bahnhof in Breitenstein auch auf einer Anh\u00f6he liegt, k\u00fcrzten wir die lange Strecke entlang der Stra\u00dfe durch eine Abk\u00fcrzung durch einen Wald ab. Auch dieser Anstieg war sehr steil aber ohne Wurzeln und Steine. Hier \u00fcberholte uns wieder einmal raschen Schrittes der Samojede und im Schlepptau sein Herrchen an der langen Leine.<\/p>\n<p>Beim Bahnhof in Breitenstein angekommen mussten wir feststellen, dass es durch eine Zugentgleisung am Vortag, einen Schienenersatzverkehr gibt. Da an der provisorischen Haltestelle schon einige Passagiere, darunter der Samojede, warteten, konnten wir nur hoffen, dass kein kleiner Bus kommt. Und es kam ein kleiner Bus. Der Buslenker schaute zwar etwas irritiert, schaffte es aber, uns alle im Bus unterzubringen. Im rasanten Tempo ging es \u00fcber die Kurvenreiche Stra\u00dfe von Breitenstein bis zum Bahnhof Semmering. Dort stiegen die meisten Passagiere aus. Ich wunderte mich, wo die Leute herkommen, die da vorne ausstiegen und vermutete, dass die alle hinten wieder einsteigen. Jedenfalls verlie\u00df uns auch der Samojede mit seiner Begleitung.<\/p>\n<p>F\u00fcr alle anderen Passagiere des Schienenersatzverkehrs war der Bahnhof M\u00fcrzzuschlag das Ziel. Es war auch hier ein Problem, ein uriges und traditionelles \u00d6sterreichisches Wirtshaus zu finden. Trotzdem kamen wir zu einer Jause und einer Rast bevor es per Bahn zur\u00fcck nach Meidling ging. Kurz vor der Ankunft war uns bewusst, dass wir den geplanten Zug nach Linz nicht erwischen werden und das somit unsere Platzreservierungen hinf\u00e4llig wurden. Aber 10 Minuten sp\u00e4ter fuhr ein IC nach Peenem\u00fcnde und mit den ging es zur\u00fcck nach Linz. Der Zug war sehr stark belegt und so sa\u00dfen wir verteilt im gesamten Zug. Die Passagiere waren International und kamen aus Chile, Norwegen, Sch\u00e4rding und viele Frauen mit Kindern kamen aus der Ukraine.<\/p>\n<p>Was schon am Bahnhof Meidling aufgefallen war, dass die Waggons des IC eine sehr gro\u00dfe \u00c4hnlichkeit mit den alten Garnituren der Westbahn hatten. Besonders aufgefallen ist das Auffindungssignal (ein gleichm\u00e4\u00dfiges Ticken) f\u00fcr Blinde und Sehbehinderte bei den ge\u00f6ffneten T\u00fcren. Nicht zum Verwechseln mit dem Signal beim Schlie\u00dfen der T\u00fcren. Dieses Signal erinnerte auch an die alten Westbahngarnituren. Nach R\u00fcckfrage beim Westshop in Linz bekam ich die Antwort: \u201eDas waren die alten Garnituren der Westbahn. Sie wurden nach Deutschland verkauft\u201c.<\/p>\n<p>So kamen wir zwar etwas ersch\u00f6pft aber um vieles Kl\u00fcger in Linz an und genossen noch ein gem\u00fctliches Abschlussgetr\u00e4nk im Stellwerk im Bahnhof.<\/p>\n<p>Ein danke an die Begleitpersonen, die uns sicher durch das schwierige Gel\u00e4nde und uns die Sch\u00f6nheiten unseres Landes n\u00e4hergebracht haben.<\/p>\n<h3>Tipp: Audioguide Semmeringbahn<\/h3>\n<p>Ein Reisebegleiter f\u00fcr die Zugfahrt \u00fcber den Semmering.<\/p>\n<p>Entlang der Semmeringbahn befinden sich zahlreiche historische Objekte, zumeist aus der Zeit der Monarchie:<\/p>\n<p>Unter anderem das S\u00fcdbahnhotel, das Ghegadenkmal im Bahnhof Semmering, das Historische Postamt K\u00fcb, das Hotel Panhans in Semmering, die Landschaft der Zauberberge, die Museumsbahn H\u00f6llentalbahn, das Schloss Gloggnitz, das Ghegamuseum neben dem Viadukt Kalte Rinne, das S\u00fcdbahnmuseum in M\u00fcrzzuschlag, W\u00e4chterh\u00e4user.<\/p>\n<p>Link zum Appstore: <a href=\"https:\/\/apps.apple.com\/us\/app\/audioguide-semmeringbahn\/id1327286196?l=de&amp;ls=1\">https:\/\/apps.apple.com\/us\/app\/audioguide-semmeringbahn\/id1327286196?l=de&amp;ls=1<\/a><\/p>\n<p>Link zu Google Play: <a href=\"https:\/\/play.google.com\/store\/apps\/details?id=com.audioguide.semmeringbahn\">https:\/\/play.google.com\/store\/apps\/details?id=com.audioguide.semmeringbahn<\/a><\/p>\n<p>\u00a9 im August 2022 by Gerhard Hojas<\/p>\n<h2>Bergtour des O\u00d6 Blindensportclubs am 23.07.2022 im Herzen des Nationalparks Kalkalpen<\/h2>\n<p>Bei angenehmen Wetter ging es am Samstag, 23.07.2022 zu einer Bergtour des Ober\u00f6sterreichischen Blindensportclubs. Um 07:00 Uhr ging es in Linz los und die Anreise f\u00fchrte die Gruppe per Autos Richtung S\u00fcden. Das Ziel war der Parkplatz Jagah\u00e4usl auf 641 Meter Seeh\u00f6he im Bodinggraben in der N\u00e4he von Molln. Das Jagah\u00e4usl im Bodinggraben liegt in einem der sch\u00f6nsten Talschl\u00fcsse im Nationalpark Kalkalpen.<\/p>\n<p>Vom Wasser verursachte Auswaschungen im Gestein &#8211; so genannte Bottiche (Volksmund &#8222;Bodinge&#8220;) &#8211; pr\u00e4gen die Schluchtlandschaft. Und so kam der Bodinggraben zu seinem Namen.<\/p>\n<p>Beim Aussteigen aus den Fahrzeugen konnte man sofort das angenehme und herrliche Rauschen der \u201ekrummen Steyrling\u201c vernehmen. Dieser Fluss ist ein \u00f6stlicher Nebenfluss der Steyr. Sie entspringt im Sengsengebirge nord\u00f6stlich von Windischgarsten im Gemeindegebiet von Rosenau am Hengstpa\u00df. Durch ein nur d\u00fcnn besiedeltes Tal flie\u00dft sie in nordwestlicher Richtung bis nach Molln, wo sie von rechts in die Steyr m\u00fcndet. Der Fluss wird unter anderem von Bach- und Regenbogenforellen sowie \u00c4schen besiedelt. Au\u00dferdem wird schon \u00fcber viele Jahrzehnte das Energiepotenzial des Flusses in mehreren Stufen von nahegelegenen Betrieben mittels Francis-Turbinen zur Stromerzeugung genutzt.<\/p>\n<p>In dieser idyllischen Landschaft stie\u00dfen weitere Teilnehmer der Wanderung zur Gruppe und so konnte die Tour in einem der sch\u00f6nsten Ecken des Nationalparks Kalkalpen gutgelaunt starten.<\/p>\n<p>Einige Minuten war die Gruppe gemeinsam unterwegs und folgten dem Stra\u00dfenverlauf Richtung Schaumbergalm, dann trennten sich ihre Wege. Eine Wandergruppe zweigte nach links in ein etwas anspruchvolleres Gel\u00e4nde ab. Dieser ziemlich steile Waldhang f\u00fchrte die Gruppe in Serpentinen nach oben zum Tr\u00e4mpl. Der Weg war doch etwas anspruchsvoller mit einigen Passagen mit h\u00f6heren, steinigen Stufen, Wurzeln und sogar mit einer Seilgesicherten Strecke.<\/p>\n<p>Der letzte Anstieg zum Tr\u00e4mpl auf 1424 m Seeh\u00f6he ist steil und mit schroffem Gestein versehen. Man wird aber mit einem herrlichen Panoramablick \u00fcber das Reichraminger Hintergebirge und Sengsengebirge belohnt. Obwohl am Gipfel des Tr\u00e4mpl viel Platz vorhanden ist, muss man aufpassen, da es auf einer Seite des Gipfelkreuzes doch extrem steil nach unten geht. Nachdem die Gipfelgruppe die Aussicht genossen hat, alle Fotos geschossen wurden und der Eintrag im Gipfelbuch vorgenommen wurde, ging es nach unten, zur Schaumbergalm.<\/p>\n<p>Der Tr\u00e4mpl liegt als Felsklotz wie eine Kugel auf einem Gugelhupf. Er hat keine Verbindung zum Untergestein. In einigen tausend Jahren wird er wahrscheinlich im Tal landen.<\/p>\n<p>Die zweite Gruppe w\u00e4hlte die leichtere Route und machte sich auf den<\/p>\n<p>langgezogenen Serpentinen der Forststra\u00dfe in Richtung der bewirtschafteten Schaumbergalm auf. Da es im Tal sehr schw\u00fcl war, war man nach einigen Minuten schon durchgeschwitzt. Aber je weiter man noch oben kam, wurde die Luft angenehmer und k\u00fchler. Und auch die Aussicht wurde immer grandioser. Es bot sich ein sch\u00f6ner Ausblick in den Bodinggraben und auf die gegen\u00fcberliegende Zaglbauernalm. Zwischendurch gab es auch immer wieder etwas Kr\u00e4uterkunde. Bald kam man auf das Weidegebiet der Schaumbergalm. Von hier aus hat man einen wunderbaren Blick auf den Steyrsteg, das Sengsengebirge mit dem Hohen Nock und den Kleinen Gr\u00f6\u00dftenberg.<\/p>\n<p>Die Ankunft der Gruppe bei der H\u00fctte wurde musikalisch begleitet vom Gebimmel der Kuhglocken des Weideviehs auf den Almwiesen. Die Tiere, etwa 70 St\u00fcck genie\u00dfen die Sommerfrische auf der Schaumbergalm auf 1150 Meter Seeh\u00f6he.<\/p>\n<p>Die Schaumbergalm gilt als eine der sch\u00f6nsten Almen im ober\u00f6sterreichischen Alpenvorland. Sie liegt inmitten des Nationalparks Kalkalpen zwischen dem Gr\u00f6\u00dftenberg (1.724 Meter) und dem Tr\u00e4mpl (1.424 Meter)<\/p>\n<p>Die m\u00fcden Wanderer machten es sich bei der H\u00fctte bei einer kleinen Jause bequem und warteten auf die Gipfelst\u00fcrmer von der anderen Gruppe. Was auch hier nicht fehlte, war das angenehme Rinnen des Gebirgswassers in einem Wasser- oder Brunntrog. Auch die Getr\u00e4nke waren im Trog zum K\u00fchlen eingelagert. Nachdem auch die andere Gruppe eingetroffen war, g\u00f6nnten auch sie sich eine Rast mit einer kleinen Jause und nachdem die Getr\u00e4nkeflaschen mit dem Bergwasser gef\u00fcllt waren, machte man sich auf dem R\u00fcckweg zum Jagah\u00e4usl. Diesmal marschierten alle auf der Forststra\u00dfe talw\u00e4rts.<\/p>\n<p>Beim Jagah\u00e4usl gab es dann eine l\u00e4ngere Rast und man konnte die wunderbare und ruhige Gegend auf sich wirken lassen. Man muss sich bewusst sein, dass man in solchen Gegenden mit Strom sparsam umgeht und man sicher keinen Empfang am Smartphone hat. Deshalb sollte man seine Wanderkarten offline speichern und sich bewusst sein, dass nur der Euronotruf funktioniert.<\/p>\n<p>Auch diese, vom O\u00d6 Blindensportclub, toll organisierte Bergtour ging einmal zu Ende und die Teilnehmer machten sich auf ihre Wege nach Hause.<\/p>\n<p>Ein gro\u00dfes Danke geht an die Begleiter und Organisatoren dieser Touren. Ohne deren Erfahrungen und sozialen Engagement w\u00e4re es f\u00fcr Blinde und Sehbehinderte nicht m\u00f6glich, solche wunderbaren Erfahrungen zu sammeln und kennen zu lernen. Und man hat mit dieser Unterst\u00fctzung immer das Gef\u00fchl, sicher Unterwegs zu sein.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich freuen sie sich schon auf die n\u00e4chsten Touren.<\/p>\n<p>\u00a9 Juli 2022 by Gerhard Hojas<\/p>\n<h2>Ein Rundgang mit Blinden, Sehbehinderten und Begleitpersonen am HBF Linz am Mittwoch 06.07.2022<\/h2>\n<p>Nach fast genau 3 Jahren war es wieder so weit. freiraum-europa und die Hilfsgemeinschaft der Blinden und Sehschwachen \u00d6sterreichs f\u00fchrten gemeinsam eine F\u00fchrung f\u00fcr Blinde, Sehbehinderte und dessen Begleitpersonen am Hauptbahnhof Linz durch.<\/p>\n<p>Eine ansehnliche Gruppe traf sich an einem Mittwochnachmittag bei der S\u00e4ule mit dem Blindenlogo und harrte der Dinge, die auf sie zukommen werden. Hier befindet sich auch der Infopoint der \u00d6BB sowie die vier Lifte, die in die obere Ebene und nach unten zur Stra\u00dfenbahn f\u00fchren.<\/p>\n<p>Der HBF Linz besteht aus 3 Ebenen. Die erste Ebene ist der Haupteingang mit dem Bahnhofsvorplatz und den Taxist\u00e4nden. Hier befindet sich auch der Terminaltower. Mit 98,5 Metern, nach dem Mariendom, das zweith\u00f6chste Geb\u00e4ude in Linz. In der untersten Ebene befinden sich die Stra\u00dfenbahnhaltestellen der Linz AG. Und in der mittleren Ebene spielt sich am HBF Linz alles ab.<\/p>\n<p>Der Bahnhof Linz ist komplett barrierefrei. Man kommt entweder auf Stiegen, Rolltreppen oder Liften an sein gew\u00fcnschtes Ziel.<\/p>\n<p>Es gibt einige wichtige Einrichtungen, die ein Bahnhof unbedingt haben soll. Darunter fallen ganz besonders die Einrichtungen zum Erwerb der Fahrkarten. Am HBF Linz kann man sich die Fahrkarten in der Kassenhalle der \u00d6BB, beim Westshop der Westbahn und in den Trafiken f\u00fcr FlixBus und den Linz AG Linien holen.<\/p>\n<p>In der Kassenhalle der \u00d6BB gibt es ein besonderes Service f\u00fcr Blinde und Sehbehinderte. Ungef\u00e4hr 2 Meter nach dem Eingang befindet sich eine taktile Auffanglinie. Die \u201egekennzeichnete\u201c Blinde oder Sehbehinderte Person braucht bei dieser Linie nur warten und wird von Mitarbeiterinnen oder Mitarbeitern der Bahn abgeholt und auch wieder nach drau\u00dfen begleitet. Dieses Service funktioniert hervorragend. Eine weitere M\u00f6glichkeit, als Blinde oder Sehbehinderte Person an eine Fahrkarte zu kommen, sind die 6 Fahrscheinautomaten in der Halle direkt beim Infopoint. Alle Fahrscheinautomaten der \u00d6BB sind mit einer taktilen Telefonnummer und einer Automatennummer beschriftet. Diese Hinweise sind auch in Blindenschrift vorhanden. Die Blinde oder Sehbehinderte Person ruft unter der angegebenen \u201aTelefonnummer an, gibt die Automatennummer und das Fahrziel bekannt und das Servicepersonal der Bahn bedient diesen Automaten. Nachdem man bezahlt hat, wird die Karte ausgedruckt. Das funktioniert auf allen Bahnh\u00f6fen der \u00d6BB. Einer dieser Automaten ist f\u00fcr Menschen im Rollstuhl und f\u00fcr kleinw\u00fcchsige Menschen tiefer gesetzt.<\/p>\n<p>Man soll sich \u00fcberlegen, wo man sich Fahrkarten kauft. Wer die M\u00f6glichkeit hat, soll sich die Karten entweder am Computer oder am Smartphone per App kaufen. Das kann einen gro\u00dfen Preisunterschied ausmachen. F\u00fcr eine Fahrt nach Graz h\u00e4tte ich in einer Trafik 25 Euro bezahlt, \u00fcber die App am Smartphone hat mir die Fahrt nur 9 Euro gekostet.<\/p>\n<p>Eine weitere wichtige Einrichtung f\u00fcr Blinde und Sehbehinderte sind die Bankomaten mit Sprachausgabe. Es befinden sich f\u00fcnf St\u00fcck davon im und beim Bahnhof. Auf der Seite der Lifte oder der Kassenhalle befindet sich eine taktile Bodeninformation (TBI) die mich in westliche Richtung zum Spar f\u00fchrt.\u00a0 Auf dieser Seite befindet sich das Foyer der Sprdabank. Hier befinden sich zwei Bankomaten mit Sprachausgabe. \u00a0Die Funktionsweise wurde mit einem angeschlossenen Lautsprecher demonstriert. Da bei der Eingabe die Pin nicht gesprochen wird, konnte sogar ein Geldbetrag abgehoben werden.<\/p>\n<p>Anmerkung: Der kleine Lautsprecher in Form eines Fasses war bereits 2015 bei der Anton Bruckner Sinfoniewanderung von Ansfelden nach St.Florian dabei. Und bei jeder Stadion erklangen die entsprechenden St\u00fccke von Bruckner.<\/p>\n<p>Auch das AMS (Arbeitsmarktservice) hat im Hauptbahnhof eine Au\u00dfenstelle. Au\u00dfer einer Beratung kann man alle sonstigen Services in Anspruch nehmen. Arbeitssuche, Bewerbungen schreiben, Lebensl\u00e4ufe und andere Dokumente kontrollieren lassen.<\/p>\n<p>Auf der westlichen Seite, beim Spar, befindet sich ein Zugang zu den Bahnsteigen. Hier befinden sich die Zug\u00e4nge mit den Rolltreppen. Au\u00dferdem findet man hier auch einen Wartebereich mit Sitzm\u00f6glichkeiten.<\/p>\n<p>Wir gingen von dieser Seite bei den Bahnsteigen 5 und 6 zur\u00fcck zum \u00f6stlichen Zugang. Hier befinden sich die Lifte. Auf dieser Seite befinden sich bei der Stiege auch sehr tiefh\u00e4ngende Ankunfts- und Abfahrtsmonitore mit sehr gro\u00dfer Schrift. Ebenfalls befinden sich auf dieser Seite die Notrufs\u00e4ulen. Helmut erkl\u00e4rte uns bei den Handl\u00e4ufen die Bedeutung der taktilen Schriftzeichen. Jedenfalls erkennt man an dieser Beschriftung f\u00fcr die Blinden und Sehbehinderten, in welcher Richtung man zur Bahnhofshalle kommt.<\/p>\n<p>Beim Zugang zu den Bahnsteigen auf der \u00f6stlichen Seite befindet sich der Westshop der Westbahn und zwei weitere Geldautomaten mit Sprachausgabe. Diese Automaten werden von der Raika betrieben und sind mit NFC-Lesern ausgestattet. Ich pers\u00f6nlich finde diese Automaten f\u00fcr Blinde und Sehbehinderte zum Abheben sicherer, da doch immer Personal von der Westbahn in der N\u00e4he ist. Beim Westshop k\u00f6nnen Blinde und Sehbehinderte Linzbesucherinnen und Linzbesucher kostenlos einen Funkhandsender abholen.<\/p>\n<p>Ebenfalls auf der \u00f6stlichen Seite befindet sich eine WC-Anlage mit einem Behinderten-WC, dass man mit dem Euro-Key aufsperren kann. Au\u00dferdem befindet sich auch ein Rufknopf bei der T\u00fcr. Falls man einmal den Schl\u00fcssel vergessen hat.<\/p>\n<p>Gegen\u00fcber der WC-Anlage befinden sich die Schlie\u00dff\u00e4cher, die aber f\u00fcr Blinde nicht barrierefrei sind.<\/p>\n<p>Wenn man hier weitergeht kommt man zum Busterminal, zu den Bahnsteigen 1, 2, 21 und 22 sowie zum Zugang zur Tiefgarage mit sehr vielen Behindertenparkpl\u00e4tzen. Wenn man hier mit einem Taxi ankommt, ist man sofort in der Bahnhofshalle und man erspart sich sehr viel Zeit. Hier sind auch Ankunfts- und Abfahrtsmonitore mit sehr gro\u00dfer Schrift montiert. Hier befinden sich weitere Schlie\u00dff\u00e4cher, die ebenfalls f\u00fcr Blinde und Sehbehinderte untauglich sind.<\/p>\n<p>Vor dem Zugang zu den WC-Anlagen und den Schlie\u00dff\u00e4chern befindet sich links ein McDonalds. Daran kann man sich orientieren, dann kommt man auch zur Stiege und den Rolltreppen f\u00fcr die Stra\u00dfenbahnhaltestelle Richtung Stadteinw\u00e4rts.<\/p>\n<p>Ebenfalls kommt man hier entlang der TBI zur K\u00e4rntnerstra\u00dfe. Links befindet sich die People Bar und rechts das seit 2015 geschlossene Lokal Drehscheibe. Nach<\/p>\n<p>den automatischen T\u00fcren steht man vor dem Lift, der Stiege oder den Rolltreppen \u00a0um zum Landesdienstleistungszentrum (LDZ) oder zur Bushaltestelle K\u00e4rntnerstra\u00dfe der Linz AG Linien zu gelangen.<\/p>\n<p>Wenn man sich hier am unteren Ende bei der Stiege und den Rolltreppen befindet, hat man die M\u00f6glichkeit zu den Stra\u00dfenbahnhaltestellen in beide Fahrtrichtungen zu gelangen. Es befinden sich links und rechts T\u00fcren, die zu einer Stiege und dann in den Haltestellenbereich f\u00fchren. Das hat den Vorteil, wenn es zum Schienenersatzverkehr kommt, kann man von der Bushaltestelle K\u00e4rntnerstra\u00dfe direkt zu den Stra\u00dfenbahnhaltestellen gelangen und man muss nicht durch die Bahnhofshalle. Und man erspart sich sehr viel Zeit. Wenn man von der Bushaltestelle K\u00e4rntnerstra\u00dfe kommt und man f\u00e4hrt mit der Stra\u00dfenbahn Richtung Traun oder Auwiesen, muss man den rechten Stiegenabgang nehmen. Man kommt dann ans Ende der Stra\u00dfenbahn.<\/p>\n<p>Man kann von dieser Seite auch die K\u00e4rntnerstra\u00dfe unterqueren und kommt zum Lift oder zur Stiege Richtung B\u00f6hmerwaldstra\u00dfe und ist direkt bei der Bushaltestelle K\u00e4rntnerstra\u00dfe Richtung Froschberg. Man erspart sich dadurch die Querung der starkbefahrenen K\u00e4rntnerstra\u00dfe.<\/p>\n<p>So fuhren wir mit der Rolltreppe nach oben und standen vor dem Landesdienstleistungszentrum (LDZ). Von dieser Stelle erreicht man die einige Meter entfernte Bushaltestelle K\u00e4rntnerstra\u00dfe, die bei einem Schienenersatzverkehr angefahren wird. Ebenfalls kommt man von hier zum Wissensturm, zum Hotel Ibis und zum Hotel zur Lokomotive. Direkt beim Wissensturm befindet sich die Haltestelle von FlixBus. Weiters befindet sich hier die Kreuzung K\u00e4rntnerstra\u00dfe \u2013 Postzufahrt. Diese Kreuzung ist mit einer ATAS ausgestattet. Wenn man sich genau in die entgegengesetzte Richtung bewegt kommt man nach einigen Metern zur Kreuzung K\u00e4rntnerstra\u00dfe \u2013 Buszufahrt LDZ. Hier fahren die Busse in das Busterminal. Auch als Fu\u00dfg\u00e4nger kommt man hier zum Busterminal. Ebenfalls ist diese Kreuzung mit einer ATAS ausgestattet. Weiters kommt man von hier in wenigen Minuten zum Volksgarten und zum Musiktheater.<\/p>\n<p>Der Aufgang zum Eingang des LDZ ist imponierend. Die breite und lange Stiege, die zwei langen Rolltreppen und der Lift locken die Kunden und G\u00e4ste zum Hochkommen ein. Der Blickpunkt ist die Schlange aus Metall, die sich auf der Stiege schl\u00e4ngelt. Das war auch das Ziel. Diese Schlange wurde genau \u00fcber einer TBI aufgestellt, wodurch dieses logischerweise unterbrochen wurde. Diesbez\u00fcglich war am Tag der Sehbehinderung 2018 ein Bericht in den O\u00d6 Nachrichten. (Dr\u00fcberspringen kann ich nicht!). Weder das Land O\u00d6 noch der K\u00fcnstler haben darauf reagiert. Es ist noch nicht so lange her, da konnte man diesem Bereich jederzeit betreten. Da die Menschen hier aber ihren Mist nicht mitgenommen haben und dementsprechend alles verdreckt und verm\u00fcllt wurde, wurde der Zugang mit einem Glasverbau verkleidet und man kann nur mehr zu dem \u00d6ffnungszeiten diesem Bereich betreten.<\/p>\n<p>Vom LDZ kommt man wieder direkt zum \u00f6stlichen Eingang beim Bahnhof.\u00a0 Hier befindet sich der f\u00fcnfte Bankomat mit Sprachausgabe. Er ist im Au\u00dfenbereich bei der Hypo angebracht. Kann ich aber nicht empfehlen, da hier doch einige zwielichtige Gestalten herumlaufen. Links kommt man wieder zum Busterminal und rechts geht es zum Eingang in das Bahnhofsgeb\u00e4ude. Auf dieser Seite, beim Restaurant \u201eStellwerk\u201c, fr\u00fcher war hier das Cafe Paris, befindet sich der \u00f6stliche Eingang in das Bahnhofsgeb\u00e4ude auf der oberen Ebene. Hier findet man wieder eine TBI, die mich zu den Liften f\u00fchrt. Da auf dieser Ebene kein geschlossener Boden vorhanden ist, kann man auf die untere Ebene blicken. Es ist alles mit einem Gel\u00e4nder umgeben. An diesem Gel\u00e4nder kann man sich gut orientieren und sich mit einer Hand am Gel\u00e4nder entlang f\u00fchren lassen.<\/p>\n<p>Auf meine Frage: \u201eWer wei\u00df, warum dieses Gel\u00e4nder \u201eballig\u201c ist?\u201c, gab es keine Antwort. Weil sie mit \u201eballig\u201c nichts anfangen konnten. \u201eBauchig\u201c wurde dann verstanden. Ich kenne \u201eballig\u201c seit meiner Lehrzeit als Maschinenschlosser und da war \u201ebauchig\u201c kein Fachbegriff. Der Grund des bauchigen Gel\u00e4nders ist ganz einfach. Man kann darauf nichts abstellen und somit kann auch nichts auf die darunter befindlichen Personen fallen.<\/p>\n<p>Auf dieser Seite beim Restaurant befindet sich das zweite Behinderten-WC. \u00a0Man geht vom Eingang bis zur gegen\u00fcbeliegenden Wand. Links befindet sich eine T\u00fcr mit dem Zeichen \u201eEintritt verboten\u201c und da muss man rein. In diesem Bereich befanden sich einmal ein Sexshop und ein Wettb\u00fcro.<\/p>\n<p>Wenn man sich rechts weiterbewegt, mit der Hand am bauchigen Gel\u00e4nder, kommt man zur ersten Auffanglinie f\u00fcr die beiden Lifte in die mittlere Ebene und zur Stra\u00dfenbahnhaltestelle Stadteinw\u00e4rts. Die n\u00e4chste Auffanglinie zeigt mir die beiden Lifte f\u00fcr die Stra\u00dfenbahnhaltestelle Richtung S\u00fcden und Traun an.<\/p>\n<p>Anmerkung: taktile Bodeninformationen f\u00fchren mich bei Liften immer zu den Rufkn\u00f6pfen und bei Stiegen immer zu den Gel\u00e4ndern. Wenn alles fachm\u00e4nnisch ausgef\u00fchrt wurde.<\/p>\n<p>Jetzt kann man schon das Blumengesch\u00e4ft riechen. Hier befindet man sich in der Mitte der Bahnhofshalle in der oberen Ebene. Nach rechts kommt man zum Haupteingang und zum Bahnhofsvorplatz, wo die zwei L\u00f6wen aufgestellt sind. Weiters f\u00fchren hier zwei Stiegen in die mittlere Ebene. Ebenfalls gibt es hier zwei Rolltreppen.\u00a0 Wenn man das Geb\u00e4ude betritt, f\u00fchrt die linke Rolltreppe nach unten und ich bin genau bei der Kassenhalle, oder dort, wo unsere F\u00fchrung begann. Die gegen\u00fcbeliegende Rolltreppe f\u00fchrt von unten nach oben.<\/p>\n<p>Genau gegen\u00fcber des Haupteinganges befindet sich ein Warteraum f\u00fcr die \u00d6BB-Kunden. Dieser Raum ist sehr ruhig und angenehm. Er ist um einiges gem\u00fctlicher, als der Wartebereich in der mittleren Ebene auf H\u00f6he des Spar. Dieser Warteraum ist auch an eine TBI angebunden.<\/p>\n<p>Wenn man jetzt weitergeht, muss man sich am Gel\u00e4nder orientieren. Das soll aber kein Problem sein, da keine Stolperfallen im Weg sind. So k\u00f6nnte man die obere Ebene problemlos umrunden. Jedenfalls kommt man an einem Fris\u00f6rgesch\u00e4ft und einer Apotheke vorbei. Am Ende auf der westlichen Seite befindet sich links das Fundb\u00fcro der \u00d6BB. Hier kann man die Fundsachen, die man in den Z\u00fcgen oder im Bahnhofsgeb\u00e4ude gefunden hat, abgeben. Andere Fundsachen muss man zum Wissensturm bringen.<\/p>\n<p>An dieser Stelle sollte man aufpassen, da sich hier auch ein Zugang zur Polizeiinspektion befindet. Da k\u00f6nnen die Einsatzkr\u00e4fte schon mit einem \u201eHurra\u201c herausst\u00fcrmen.<\/p>\n<p>Auf dieser Seite befand sich auch einmal eine Filiale der Spardabank. Genau darunter befindet sich der Supermarkt Spar. Und hier befindet sich auch der westliche Aus- und Eingang zum Bahnhof. Wenn man hier vor das Geb\u00e4ude tritt, kommt man links zum Terminaltower mit dem Finanzamt und der Pensionsversicherungsanstalt. Weiters kommt man zum Postamt.<\/p>\n<p>Ebenfalls, nur einige Meter entfernt, befindet sich der Eingang zur Polizeiinspektion. Die T\u00fcr ist links und rechts mit schweren und dicken S\u00e4ulen abgesichert. Der Grund ist eigentlich sehr simpel. Wenn Passanten hier vorbeikommen, m\u00fcssen sie der T\u00fcr weit ausweichen. Und wenn die Polizei bei einem Einsatz die T\u00fcr schnell aufrei\u00dfen muss, kann sie niemanden treffen. Logischerweise muss die T\u00fcr nach au\u00dfen aufgehen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wenn man vom westlichen Zugang bei der TBI nach rechts geht, kommt man zu einem sehr gro\u00dfen Aufmerksamkeitsfeld. Bei diesem Feld steht das erste Taxi beim Haupteingang. Hier befindet sich auch eine Notrufs\u00e4ule.<\/p>\n<p>Somit sind wir wieder beim Haupteingang und an Ende der F\u00fchrung angelangt.<\/p>\n<p>Diese F\u00fchrung war auch eine gute Gelegenheit, sich kennenzulernen. Schlie\u00dflich haben sich hier verschiedene Einrichtungen getroffen um gemeinsam vielleicht etwas neues kennenzulernen. Waren doch freiraum-europa, die Hilfsgemeinschaft der Blinden und Sehschwachen \u00d6sterreichs, die Blindenpastoral, das RISS und Mitglieder des BSV vertreten.<\/p>\n<p>Da wir uns auch als Botschafter der Blinden und Sehbehinderten verstehen, gab es anschlie\u00dfend auch einen gem\u00fctlichen Abschluss in der People Bar. Da in diesem Lokal oft Blinde und Sehbehinderte verkehren, ist hier der Umgang mit dieser Gruppe f\u00fcr die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kein Problem. Das gilt auch f\u00fcr das Stellwerk oder die B\u00e4ckerei Kandur. Auch hier sind Blinde und Sehbehinderte als Br\u00fcckenbauer unterwegs. Nur so kann man die \u00d6ffentlichkeit sensibilisieren. Die Blinden und Sehbehinderten m\u00fcssen zu den Menschen gehen und nicht umgekehrt. Wir wollen doch etwas von ihnen.<\/p>\n<p>Ich werde bei meinen Veranstaltungen dieses Konzept beibehalten. Es funktioniert sehr gut.<\/p>\n<p>Wir bedanken uns bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern dieser Veranstaltung und hoffen, es hat ihnen genauso viel Spa\u00df gemacht wie uns.<\/p>\n<p>\u00a9 Juli 2022 by Gerhard Hojas<\/p>\n<h2>Wallfahrt <strong>zur heiligen Ottilie <\/strong>am Kollmitzberg im Mostviertel am 11.06.2022<\/h2>\n<p>Am Samstag, 11.06.2022 war es wieder so weit. Eine Gruppe Wallfahreinnen und Wallfahrern der Blindenpastoral Linz unter der Leitung von Monika Aufreiter machte sich auf dem Weg nach Amstetten in Nieder\u00f6sterreich. Das genaue Ziel war die Kirche am Kollmitzberg der Heiligen Ottilie.<\/p>\n<p>Um 08:00 Uhr ging es mit dem Reisebus der Firma Hehenberger\u00a0und der beliebten Busfahrerin Renate, vom Treffpunkt beim Stellwerk Caf\u00e9 Bistro am HBF Linz los. Beim Bahnhof Amstetten wurde ein kurzer Stopp eingelegt, da 4 weitere Wallfahrerinnen und Wallfahrer aus Richtung Wien kommend im Bus zustiegen. Darunter auch die Leiterin des Blindenapostolats \u00d6sterreich, Henriette Etzenberger.<\/p>\n<p>Bei der Ankunft in <strong>Kollmitzberg wurden wir schon vom Leiter des <\/strong>Blindenapostolats <strong>St. P\u00f6lten, Heinz Kellner und von Hermine Mittermair erwartet.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Etwas zu Kollmitzberg:<\/strong><\/p>\n<p><strong>Kollmitzberg liegt in der Marktgemeinde Ardagger an der Moststra\u00dfe und gilt als einer der sch\u00f6nsten Aussichtspunkte weit und breit. Man genie\u00dft hier nahezu freie Sicht in alle Himmelsrichtungen \u2013 vom Schneeberg bis zum Traunstein und \u00fcber das Donauland bis weit ins b\u00f6hmische Massiv. Der 469 m hohe Berg ist ein Ausl\u00e4ufer des b\u00f6hmischen Massivs auf dem rechten Donauufer. Verschwommene Verwallungen zeigen, dass der Kollmitzberg als Ganzes einmal eine Wallburg gewesen sein d\u00fcrfte (laut Bodenforschungen des Bundesdenkmalamtes). Auch die Kirche war einst eine Wehrkirche. Ihr Turm hat 2 m dicke Mauern. Auf gut \u00fcbersichtlichen Pl\u00e4tzen hatte man fr\u00fcher Beobachtungsst\u00e4nde, die dazu errichtet waren, Feinde so fr\u00fch wie m\u00f6glich zu erkennen.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Um 09:45 Uhr wurde <\/strong>in der Wallfahrtskirche <strong>mit unserem Blindenseelsorger Franz Lindorfer die Heilige Messe gefeiert. Hier gilt ein besonderer Dank Herrn Reinhard Amon.\u00a0 Er ist kurzfristig als Organist eingesprungen und hat mit seinem fabelhaften Orgelspiel alle Anwesenden erfreut.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Anschlie\u00dfend erkl\u00e4rte Hermine Mittermair die Geschichte der Wallfahrtskirche und zur heiligen Ottilie, die Schutzpatronin der Sehbehinderten und Blinden.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Die weithin sichtbare Wallfahrtskirche zur Heilligen Ottilie am Kollmitzberg in der Marktgemeinde Ardagger im Bezirk Amstetten wurde 1260 erstmals erw\u00e4hnt und gilt bereits seit dem Mittelalter als beliebte Pilgerst\u00e4tte. Sie ist die einzige der heiligen Ottilie geweihte r\u00f6misch-katholische Wallfahrtskirche in \u00d6sterreich und geh\u00f6rt zum Dekanat Amstetten in der Di\u00f6zese St. P\u00f6lten.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Die Kirche hat ein gotisches Presbyterium mit Ma\u00dfwerkfenstern und Netzrippen sowie einem Sakramentsh\u00e4uschen und einer Ottilien-Statue. Seit 1691 finden Wallfahrten zur heiligen Ottilie statt, die besonders bei Augenleiden angerufen wird.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Etwas zur Ausstattung der Kirche:<\/strong><\/p>\n<p><strong>Ottilienaltar: <\/strong><\/p>\n<p><strong>Gegen\u00fcber dem S\u00fcdeingang befindet sich der Ottilienaltar mit einer geschnitzten, vergoldeten, sp\u00e4tgotischen Sitzplastik der Kirchenpatronin entstanden um 1500. Sie zeigt die Schutzpatronin gegen Augenleiden mit ihrem Attribut, der ge\u00f6ffneten Bibel mit einem Augenpaar. Wahrscheinlich war die Figur Teil eines gr\u00f6\u00dferen gotischen Fl\u00fcgelaltars, welcher aber in der Barockzeit abhanden kam.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Deckenbilder: <\/strong><\/p>\n<p><strong>Die Deckenbilder im Langhaus stammen vom Wiener Maler Franz Pitza. Sie wurden im Jahr 1955 geschaffen und zeigen Szenen aus dem Leben der hl. Ottilia.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Sakramentsh\u00e4uschen: <\/strong><\/p>\n<p><strong>Die Schmiedeeisent\u00fcr des 6 m hohen Sakramentsh\u00e4uschens an der n\u00f6rdlichen Chorwand zeigt die Jahreszahl seiner vermutlichen Entstehung 1492. Es diente zur Aufbewahrung der geweihten Hostien, verlor aber dann seine Funktion im Zuge der liturgischen Neuordnung im Konzil von Trient.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Die heilige Ottilie: <\/strong><\/p>\n<p><strong>Die heilige Ottilia lebte vor rund 1300 Jahren im Elsass. Sie wurde blind geboren \u2013 was damals wohl ein noch schlimmeres Schicksal als heute bedeutete. Im Augenblick ihrer Taufe soll sie dann aber, so hei\u00dft es, auf wunderbare Weise ihr Augenlicht erlangt haben. Sp\u00e4ter wurde Ottilia \u00c4btissin und stand zwei Kl\u00f6stern vor. Der Kult der inzwischen Heilig gesprochenen Ottilia als Helferin bei Augenleiden war im Mittelalter vor allem in S\u00fcddeutschland weit verbreitet. <\/strong><\/p>\n<p><strong>Die Legende berichtet, dass ihr als gewaltt\u00e4tig bekannter Vater seine blind geborene Tochter Odilia t\u00f6ten lassen wollte, die Mutter Bethsvinda sie aber retten konnte und durch eine Amme in das Kloster Palma &#8211; wohl das heutige Baume-les-Dames am Doubs &#8211; bringen lie\u00df. Dort wurde Odilia das Augenlicht geschenkt, als der durch einen Engel zu ihr gewiesene Wanderbischof Erhard von Regensburg sie<\/strong><\/p>\n<p>Auch dem Ottilienwasser, das auf dem Kollmitzberg entspringt, wird eine heilende Wirkung zugesprochen, die vor allem Augenleiden lindern soll.<\/p>\n<p><strong>Nach diesen interessanten Einblicken und Eindr\u00fccken machten wir uns \u00a0bereit zum <\/strong>Abgang zum Augenblickeweg.<\/p>\n<p>Der Kollmitzberg selbst stellt aufgrund seiner weitr\u00e4umigen Sichtbarkeit einen regionalen Blickpunkt sowie einen Aussichtspunkt dar, der ein 360 Grad-Panorama bietet.<\/p>\n<p>Vor diesem Hintergrund wurde der \u201eAugenblicke\u201c-Themenweg angelegt. In acht Stationen sind die Besucher eingeladen, auf dem Kollmitzberg besondere Augenblicke zu erleben. Bei der ersten Station in der Wallfahrtskirche geht es um den \u201eBlick ins Innere\u201c. Zweite Station ist der \u201eDonaublick\u201c mit Panorama zum Donautal, Machland und Strudengau, gefolgt vom \u201eBlick nach oben\u201c auf der Bergkuppe des Kollmitzbergs: ein idealer Ort, um das Wetterph\u00e4nomen Wind genauer zu erforschen.<\/p>\n<p>N\u00e4chste Station ist der \u201eHeilende Augen-Blick\u201c am Augenbr\u00fcndl der Heiligen Ottilia in der N\u00e4he des Feuerwehrhauses. Jedenfalls warteten auf uns noch folgende Blicke: \u201eAlpenblick\u201c, \u201eSeitenblick\u201c, \u201eBlick nach unten\u201c und \u201eBlick zur\u00fcck\u201c. Entlang des Weges gab es viele B\u00e4nke zum Entspannen sowie Fernrohre, um das Rundum-Panorama in vollen Z\u00fcgen genie\u00dfen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Weniger beschaulich, aber daf\u00fcr sehr unterhaltsam geht es am Kollmitzberg an einem Wochenende im September zu: dann findet der traditionsreiche Kollmitzberger Kirtag mit knapp 300 Ausstellern und \u00fcber 30.000 Besuchern statt! \u00dcbrigens: der Kirtag dauerte im 17. Jahrhundert bis zu 14 Tage. Unter anderem kamen an die 100 Schuster aus dem ganzen Land, boten ihr Schuhwerk an und kauften Rohleder von H\u00e4ndlern. Aus dieser Zeit stammt der Begriff \u201eSchusterkirtag\u201c. Eine spezielle Schuh-Kunstinstallation am Rand des Themenweges erinnert daran.<\/p>\n<p>Jetzt hatten wir uns eine gem\u00fctliche Rast und ein gutes Mittagessen im Gasthof zur Donaubr\u00fccke verdient. Dieser befindet sich mitten im malerischen Donautal, an der Donaubr\u00fccke, welche das Mostviertel mit dem unteren M\u00fchlviertel verbindet. Von hier kann man den unvergesslichen Blick auf die Stadt Grein und das Schloss Greinburg genie\u00dfen. Auch f\u00fchrt der Donauradwanderweg Passau \u2013 Wien direkt hier vorbei.<\/p>\n<p>Was haben \u201eGr\u00fcne Hoyerswerder, Fr\u00fche Schweizerbergamotte, Gr\u00fcne Magdalene, Kleine Muskateller, Herzogin von Angouleme oder Stuttgarter Gaishirtle\u201c gemeinsam? Sie sind, wie die \u201eM\u00fcskierte Pomeranzenbirne\u201c alles Birnensorten. Das konnten wir alles nach unserer Rast lernen.<\/p>\n<p>Da wir uns im Zentrum der nieder\u00f6sterreichischen Moststra\u00dfe befanden, war unser n\u00e4chster Programmpunkt das MostBirnHaus. Hier erfuhren wir alles \u00fcber die Birne. Von der Bl\u00fcte bis zum fertigen Produkt konnten wir alle Schritte miterleben. Aber auch das Leben mit der Birne wurde uns kurzweilig und interessant n\u00e4hergebracht.<\/p>\n<p>In der Ausstellung eingebunden ist auch das \u201eGod\u2019n Haus\u201c.<\/p>\n<p>Im Mostviertel nahmen die God\u2019nleute (Taufpaten) traditionellerweise eine wichtige Rolle im Familienleben ein. Sie standen dem T\u00e4ufling in vielen Lebensfragen zur Seite und warfen ein achtsames Auge auf das Kind. Am God\u2018ntag wurden Bekannte und Verwandte eingeladen und es gab immer nur besonderes Geschirr, Most und Essen.<\/p>\n<p>Auch uns hat die God\u2019n zum geselligen God\u2018ntag in ihr kleines H\u00e4uschen eingeladen. Der Tisch war gedeckt und man hatte das Gef\u00fchl, dass im n\u00e4chsten Augenblick die komplette Verwandtschaft auf Besuch zur God\u2019n kommt. Jedenfalls war es ein faszinierender Besuch in der Vergangenheit.<\/p>\n<p>Ebenso der Besuch im Mostkeller. Man musste eine schmale und steile Treppe hinuntersteigen. Und dabei, wie es fr\u00fcher so war, den Kopf einziehen. Dann stand man in einem wunderbaren gemauerten Gew\u00f6lbe. Es war alles vorhanden. Die Mostf\u00e4sser, die Mostflaschen und alles, was in solchen R\u00e4umlichkeiten vorkommen muss. Was ich pers\u00f6nlich nicht fand, war eine Mostpippn oder G\u00e4rgl\u00e4ser. Aber was sofort in die Nase Stach, war der typische Geruch solcher Keller. Den vergisst man sein Leben nie mehr.<\/p>\n<p>Anschlie\u00dfend gab es eine Birnenmostverkostung und nat\u00fcrlich auch eine Saftverkostung in der \u201eSpezerei\u201c.<\/p>\n<p>\u201eSpezerei\u201c ist ein heute kaum gebr\u00e4uchlich aus dem Mittelhochdeutschen stammender Begriff f\u00fcr Gew\u00fcrzwaren. Er wurde auch f\u00fcr Lebensmittel- oder Gemischtwarenl\u00e4den verwendet.<\/p>\n<p>Zum Abschluss des Tages besuchten wir noch das Stift Ardagger. Ob die sp\u00e4tromanische Architektur, der einzigartige Kreuzgang, die unterirdische S\u00e4ulenkrypta oder das Margaretenfenster, das bedeutendste Glasgem\u00e4ldefenster der Romanik, dieses Stift ist ein vielf\u00e4ltiger Genuss und immer einen Besuch wert.<\/p>\n<p>Auch diese Wallfahrt hatte einmal ein Ende und so kamen wir, zwar etwas m\u00fcde und ersch\u00f6pft, Samstag abend p\u00fcnktlich beim HBF Linz an.<\/p>\n<p>Es war ein gelungener und lehrreicher Tag. Der ohne der Organisation und Leitung von Monika Aufreiter, so nicht m\u00f6glich gewesen w\u00e4re. Ein Danke an Franz Lindorfer f\u00fcr seine Messen, die immer zum Nachdenken anregen. Auch ein Danke an Reinhard Amon f\u00fcr sein tolles Orgelspiel. Und ein besonderer Dank gilt Hermine Mittermair f\u00fcr ihre F\u00fchrungen und Erkl\u00e4rungen, die ma\u00dfgeblich am Gelingen des Tages beitrugen. Ebenfalls ein Danke an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus St. P\u00f6ten und Wien, die sich den Ober\u00f6sterreichern anschlossen.<\/p>\n<p>Und nat\u00fcrlich ein gro\u00dfer und besonderer Dank an die Begleitpersonen. Ohne denen w\u00e4ren solche Unternehmungen nicht m\u00f6glich. Nat\u00fcrlich darf man Renate, unsere Busfahrerin nicht vergessen, auch ihr ein Danke.<\/p>\n<p>Bei der Recherche f\u00fcr diesem Bericht bin ich auf das \u201eMostWiki\u201c gesto\u00dfen.<\/p>\n<p>Link zum MostWiki: <a href=\"https:\/\/www.mostwiki.at\/\">https:\/\/www.mostwiki.at\/<\/a><\/p>\n<p>\u00a9 Juni 2022 by Gerhard Hojas<\/p>\n<h2>Weihnachtsgeschichte 1971 \u2013 Der unschuldige Kindertag<\/h2>\n<p>Eine Geschichte, die sich vor langer Zeit zugetragen hat: Der unschuldige Kindertag 1971.<\/p>\n<p>Aals unsere Oma, meine Schwester und mich am 28. Dezember 1971 um 5 Uhr in der Fr\u00fch aus dem warmen Betten holte, war es im Zimmer eiskalt. Der kleine Holzofen im Zimmer war um diese Zeit nicht geheizt. Deshalb waren auch die Fensterscheiben mit wunderbaren Eisblumen bedeckt. Da half auch keine zweite Fensterreihe, die im Winter immer eingeh\u00e4ngt wurde.<\/p>\n<p>Heute war ein besonderer Tag. Es war der \u201eTag der unschuldigen Kinder\u201c. Am Tag der unschuldigen Kinder, dem 28. Dezember, ziehen traditionell die Kinder von Hof zu Hof und w\u00fcnschen mit Zweigenschl\u00e4gen, dem Schappen, Gesundheit und Gl\u00fcck f\u00fcr das neue Jahr.<\/p>\n<p>Da wir Stundenlang durch Schnee und K\u00e4lte marschieren werden, war f\u00fcr mich auch die lange Unterhose diesmal kein Thema. Dazu kamen die von Mutter und Oma selbstgestrickten Pullover, Hauben , F\u00e4ustlinge und Schals. Da unsere Mutter zu dieser Zeit in Graz bei Humanic arbeitete, brauchten wir uns um warme F\u00fc\u00dfe auch keine Sorgen machen.<\/p>\n<p>Als erstes holten wir unsere Weidenruten. Die hatte unser Gro\u00dfvater schon einige Tage vorher f\u00fcr uns vorbereitet. Und so kam die Oma als erstes in den Genuss des auf dem Hintern klopfen.\u00a0 Dazu kam der Spruch:<\/p>\n<p>\u201eFrisch und g&#8217;sund, frisch und g&#8217;sund,<\/p>\n<p>lang lem und g&#8217;sund bleim,<\/p>\n<p>und nix klong,<\/p>\n<p>bis i wieder kum schlong.\u201c<\/p>\n<p>Daf\u00fcr gab es dann auch 5 Schilling f\u00fcr die Sparefroh-Sparb\u00fcchse. Anschlie\u00dfend kam unser Vater, der im Nebenraum noch schlief, an die Reihe. Decke weg und \u201eFrisch und gsund\u201c. Dann war der Gro\u00dfvater an der Reihe. Der befand sich noch im Rinderstall beim F\u00fcttern und Melken der K\u00fche. Er konnte nat\u00fcrlich auch beurteilen, wie seine Weidenruten wirkten. Wahrscheinlich war er damit sehr zufrieden, denn er gab uns je 10 Schilling.<\/p>\n<p>Zum Schluss kam unsere Mutter an die Reihe. Die stand in der K\u00fcche und machte f\u00fcr uns das Fr\u00fchst\u00fcck fertig. Nat\u00fcrlich mit der frischen Milch der K\u00fche, also mit viel Rahm. Mit Bensdorpkakao und Lindekaffee.<\/p>\n<p>Wer sich noch erinnern kann.<\/p>\n<p>Lange Zeit war um 1970 der Bensdorp-Riegel \u2013 massesparend mit Rillen \u2013 f\u00fcr 1 Schilling die kosteng\u00fcnstigste Portion Schokolade in \u00d6sterreich. Es gab sie in den Sorten Milchschokolade ohne (blau bedruckte Papierschleife \u00fcber Aluminiumpapier-Umschlag) und mit N\u00fcssen (gr\u00fcn). Die dickeren, schm\u00e4leren, schwereren Riegel gab es in einigen Sorten mehr, etwa auch als Bitterschokolade oder gef\u00fcllt um 2 bis 2,50 Schilling. Und das 125 g alkalisiertes Kakaopulver gibt es seit zumindest 1960 in der blau-rot bedruckten Faltschachtel mit eingeklebtem Papiersack. Das Markenzeichen darauf ist seit damals das Profil eines Frauenkopfs mit holl\u00e4ndischer Trachtenhaube. Diesen Kakao habe ich bis heute in meiner K\u00fcche stehen.<\/p>\n<p>Und dann gab es die Figuren in der Lindekaffeepackung. Das war schon f\u00fcr uns Kinder sehr wichtig, diesen Kaffee zu kaufen. Lange vor Playmobil, Barbie oder Legofiguren gab es die Indianer, Cowboys, Ritter und andere Haudegen als Figuren zum Aufstellen. \u00dcber die Jahre kam eine ansehnliche Sammlung zusammen und sie standen \u00fcberall auf den Fensterb\u00e4nken.<\/p>\n<p>Einigen wird er noch ein Begriff sein, Linde Kaffee, ein Ersatzkaffee. Um ihn besser zu verkaufen, wurden in den Packungen zwischen den 1950er und 70er Jahren Spielfiguren f\u00fcr Kinder versteckt. Dieses Marketingkonzept ging auf. Diese Figuren werden heute in den Verkaufsplattformen wie \u201eeBay oder Will haben\u201c teuer ver- und gekauft. Weiters gibt es in K\u00e4rnten auch ein Museum f\u00fcr etwa 6000 Lindefiguren.<\/p>\n<p>Es gab auch noch die Franckw\u00fcrfel als Kaffeeersatz. Nach der Tradition von Heinrich Franck S\u00f6hne sind in Linz das Franckviertel und die Franckstra\u00dfe benannt.<\/p>\n<p>Da aber heute ein besonderer Tag war, gab es auch etwas Bohnenkaffee. Aber erst, nachdem ich die Kaffeebohnen mit der Kaffeem\u00fchle gemahlen hatte. Da wir unsere Milch an den Milchhof in Graz lieferten, bekamen wir von dort auch Butter und K\u00e4se. Und diese K\u00f6stlichkeiten gab es zu Kakao und Kaffee. In der K\u00fcche gab es au\u00dfer dem E-Herd, keine elektrischen K\u00fcchenger\u00e4te.<\/p>\n<p>Nach so einer St\u00e4rkung ging es los. Es war klirrend kalt, als wir vor das Haus traten. Von rechts h\u00f6rten wir den R\u00f6tschbach rauschen und von der linken Seite h\u00f6rte man das Rauschen unseres M\u00fchlbaches mit seinen 2 Wasserr\u00e4dern. Durch das spritzende Wasser bildenden sich \u00fcberall Eiszapfen. Und die funkelten im Mondlicht. In 3 Tagen sollte es ja den Wolfsmond geben. Der erste Vollmond im Jahr. Da mein Vater M\u00fcllermeister war, hatte ich das Vergn\u00fcgen in einer M\u00fchle \u00a0aufzuwachsen. Der Haus- oder Vulgoname\u00a0 war auch \u201eSchmollm\u00fchle\u201c. Leider wurde sie 3 Jahre sp\u00e4ter, infolge des Neubaus der Landstra\u00dfe abgerissen. Viele Teile der M\u00fchle kamen in das wenige \u00a0Kilometer entfernte Freilichtmuseum St\u00fcbing. Und mein Vater ging dann in die Fabrik arbeiten.<\/p>\n<p>Da zur damaligen Zeit die \u00f6ffentliche Schneer\u00e4umung noch nicht gut organisiert war, marschierten wir einige Meter auf der zugeschneiten Landstra\u00dfe, bis wir zum Zugang zur Forststra\u00dfe kamen. \u00a0Jedenfalls war es im Winter keine Besonderheit, wenn der linienm\u00e4\u00dfige Schnauzenbus der Post zu sp\u00e4t kam, weil der Fahrer immer wieder die Schneeketten an- und ablegen musste. Das waren noch die Busse mit dem Lederriemen bei der T\u00fcr, damit sie der Fahrer zuziehen konnte. \u00a0Und die verschneiten Stra\u00dfen wurden noch von den sogenannten Wegmachern per Hand gestreut.<\/p>\n<p>So stapften wir dann etwa 45 Minuten im Pulverschnee bergan. Es war ein unheimlicher Spaziergang im tiefverschneiten Wald, da mir die Geschichte von H\u00e4nsel und Gretel durch dem Kopf ging. Zwischendurch h\u00f6rte man ein Krachen und Rauschen, wenn der Schnee von den B\u00e4umen fiel oder rieselte. Auch 2 Wildwechsel querten unseren Weg. Ich konnte mit den vorhandenen Tierspuren nichts anfangen. Vielleicht wenn es nur die Spuren von Reh und B\u00e4r oder Hase und Pferd gewesen w\u00e4ren, h\u00e4tte ich sie deuten k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Wir waren heilfroh, als wir aus dem Wald auf die Lichtung traten und auf der Anh\u00f6he das Licht des Brettlbauers sahen, das erste Geh\u00f6ft auf unserer Tour. Hier k\u00fcndigte sich das n\u00e4chste Problem in dieser Zeit an. Dieser Bauer hatte noch seinen Kettenhund. Der war zwar durch seine Kette in der Bewegungsfreiheit eingeschr\u00e4nkt, ich konnte und wollte das aber nie so richtig glauben. Bis zur Haust\u00fcr des Bauernhauses kam er aber immer. Er biss zwar nicht, aber durch sein bellen und kl\u00e4ffen und sein zerren an der Kette, fl\u00f6\u00dfte er mir sehr viel Respekt ein. Zum Gl\u00fcck war die B\u00e4urin im Kuhstall und so konnten wir beim Kettenhund vorbei. Die Brettlb\u00e4urin war schon einige Jahre Witwe, da ihr Mann bei der Heuernte vom Blitz erschlagen wurde. Und so bewirtschaftete sie den Hof zusammen mit einem Knecht. Der Heinerl oder Heini, wie er genannt wurde. Und auf dem hatte ich es besonders abgesehen.<\/p>\n<p>Da wir damals in der Gegend die Ersten mit einem Fernseher waren, kamen \u00f6fters die Nachbarn zum Schauen. Beim Schauen blieb es aber nie, sondern es wurde auch viel geredet und der Heinerl war der \u00c4rgste. Laufend quasselte er irgendetwas und stellte st\u00e4ndig fragen. Jedenfalls war es Samstagabend bei Heinerls Besuch einer Folge von \u201eW\u00fcnsch dir was\u201c oder\u00a0 \u201eDer goldene Schuss\u201c nicht zu folgen.<\/p>\n<p>F\u00fcr die J\u00fcngeren unter uns. Wir hatten keine Satellitensch\u00fcssel\u00a0 oder einen Kabelanschluss zum Fernseher. Wir hatten zwei Riesenantennen f\u00fcr FS1 und FS2 am Dachboden. Und wenn das Wetter schlecht war, sahen wir nur Schneetreiben am Bildschirm und hofften immer, das wenigstens der Ton bleibt. Weiters musste man aufstehen, wenn man das Programm wechseln wollte. Bei zwei Sendern kam das aber nicht so oft vor. Der Fernseher hatte dementsprechend auch nicht so viele Kn\u00f6pfe. Und ein Programm vor 18 Uhr gab es ja auch nicht. Au\u00dfer am Mittwoch, da kam um 17 Uhr immer der Kasperl. Und nach Sendeschluss, auch das gab es damals noch, wurde immer die Bundeshymne gespielt. Dann kam das Testbild. Das brauchte man, um die 2 Sender einzustellen. Das funktionierte mit Hilfe mehrerer Personen und \u00fcber zurufen.<\/p>\n<p>Jedenfalls war heute Heinrichs Tag. Er wusste es nur nicht. Er durfte sich 4 Mal das Spr\u00fcchlein \u201eFrisch und gsund\u201c anh\u00f6ren. Nat\u00fcrlich mit der entsprechenden Z\u00fcchtigung. Aber mehrere lange Unterhosen d\u00e4mpften sicher die Schl\u00e4ge. Auch die Brettlb\u00e4urin bekam das Spr\u00fcchlein zu h\u00f6ren. Und dann zeigte sie uns, wof\u00fcr sie bei uns Kindern so beliebt war. Sie konnte n\u00e4mlich w\u00e4hrend des Kuhmelkens die Milch in die M\u00e4uler der vor ihr sitzenden Katzen spritzen. Ihre 4 Katzen wussten das auch und so waren sie beim Melken immer mit weit aufgerissenen M\u00e4ulern dabei. \u00a0Dann ging es in die warme Stube und es gab Tee und Kekse. In der Stube stand der Holzofen mit dem Wasserschiff zum Aufw\u00e4rmen des Wassers. So hatte man immer warmes oder hei\u00dfes Wasser in der K\u00fcche. Am Wasserschiff war eine Haltestange f\u00fcr die verschiedenen Sch\u00f6pferangenietet. Da ich von vorigen Besuchen am Geh\u00f6ft oft mitbekam, wie Heinerl seine H\u00e4nde in dieses Wasserschiff tauchte, war ich vom Tee nicht sehr erfreut. Au\u00dferdem legte er immer seinem L\u00f6ffel, den er vorher in seiner Sch\u00fcrze abwischte, auf die Fensterbank. Der L\u00f6ffel teilte diese Fensterbank mit den Katzen. Aber das war nun diese Zeit.<\/p>\n<p>Nachdem wir uns beim Hund vorbeigeschlichen hatten marschierten wir einige hudert Meter auf einer tiefverschneiden Anh\u00f6he zum n\u00e4chsten Bauern. Auch der Joglbauer hatte einen Kettenhund. Da die Kette dieses Hundes an einem Drahtseil hing, dass \u00fcber dem Hof gespannt war, hatte er eine gro\u00dfe Bewegungsfreiheit. Zum Gl\u00fcck kannten wir den Hausbrauch und kamen \u00fcber die Hintert\u00fcr ins Haus und die Stube. In dieser Stube hatte der Bauer noch sein warmes Bettlager beim Ofen.<\/p>\n<p>Jedenfalls herschte schon reges Treiben im Haus. Hier war schon alles f\u00fcr das gro\u00dfe Brotbacken vorbereitet. Der gro\u00dfe Trog zum Kneten und die geflochtenen Brotk\u00f6rbe standen herum und die Brotschieber, zum Einschie\u00dfen und Herausholen des Brotes aus dem Ofen, hingen an der Wand.<\/p>\n<p>Nach unserer Aufgabe des \u201eFrisch und Gsundschlagens\u201c freuten wir uns schon auf das Kletzenbrot. Die Joglb\u00e4urin machte das beste Kletzenbrot in der Gegend. Es ist kein Vergleich mit heutigen Fr\u00fcchtebroten. Dazu gab es den Lindenbl\u00fctentee. Wir bekamen eigentlich \u00fcberall einen Lindenbl\u00fctentee. Alle Bauern hatten neben Nuss- und Obstb\u00e4umen auch noch den Lindenbaum. Ob es nun die Sommer- oder Winterlinde war, wei\u00df ich heute nicht mehr. Jedenfalls wurden die Bl\u00e4tter gesammelt, getrocknet und in trockener Umgebung aufbewahrt.<\/p>\n<p>Am Hof arbeiteten die 2 behinderten Br\u00fcder des Bauern als Knechte. Der Sepp und der Bertl. Sie konnten sich nur sehr schwer artikulieren und beide hatten einen Kropf. In der damaligen Zeit war das keine Seltenheit. Sepp und Bertl waren sehr angenehme und sehr flei\u00dfige M\u00e4nner, die auch bei anderen Bauern aushalfen. Als meine Eltern 1974 das neue Haus bauten, war Sepp fast immer bei uns. Sehr zum Missfallen des Joglbauers. Bei uns bekam Sepp sicher mehr bezahlt! Sepp und Bertl hatten ein Markenzeichen. Die gro\u00dfe gebogene Pfeife und der Tabakbeutel. Das Klischee, das solche Pfeifen in Zahnl\u00fccken stecken, traf bei den beiden ins Schwarze. Bertl hatte ein weiteres Problem. Da er einen eigenartigen, schlurfenden Gang hatte, wurde er von allen Hunden angefallen. Deshalb sah man oft nur Sepp alleine durch die Gegend wandern. Oft am Sonntag, da marschierte er zum Wirt und holte 2 Packungen Tabak.<\/p>\n<p>Die B\u00e4urin gab uns je einen halben Laib ihres Kletzenbrotes und wir machten uns wieder auf den Weg. Jetzt mussten wir wieder durch einen Wald und wieder ins Tal hinabgehen um zum n\u00e4chsten Hof zu kommen.\u00a0 Auf dieser Strecke kamen wir zu einen weiteren Weg, der in den Schuttigraben f\u00fchrte. Rauschend schoss der Schuttibach aus dieser Schlucht. Weit hinten im Graben stand die halbverfallene Schuttim\u00e4hle.<\/p>\n<p>Das diese Gegend f\u00fcr uns unheimlich und verflucht war, hing mit unserem Gro\u00dfvater zusammen. Er kannte als Holzknecht sehr viele Geschichten und auch sehr viele Spukgeschichten. Jedenfalls bin ich mit dem Gro\u00dfvater den Schuttigraben im Jahr 2 mal durchmarschiert. Auch bei der Schuttim\u00fchle vorbei. 2 Mal im Jahr gingen wir mit einer Kuh am Strick zum Stier. Es war der k\u00fcrzeste Weg durch den Schuttigraben. Und da erz\u00e4hlte mir der Gro\u00dfvater seine Schauergeschichten, die sich rund um die M\u00fchle zugetragen haben sollen. Jedenfalls sollen dort Wilderer 2 J\u00e4ger erschlagen und dann hinter der M\u00fchle vergraben haben. Die Wilderer hat man nie erwischt. Aber dort, wo man die toten J\u00e4ger gefunden hat, soll es immer wieder vorkommen, dass dort kerzen brennen und sie auch bei Regen oder Sturm nicht verl\u00f6schen. In Vollmondn\u00e4chten soll man ein Wimmern und Jammern vernehmen und ganz schlimm soll die wilde Jagd hier durchziehen. Jedenfalls hatte mein Gro\u00dfvater sein gr\u00f6\u00dftes Vergn\u00fcgen beim Erz\u00e4hlen solcher Geschichten. Ich bin diesen Graben als Kind nie alleine gegangen und sp\u00e4ter auch nie.<\/p>\n<p>Uns war diese Gegend unheimlich und deshalb schauten wir, dass wir schnell von hier wegkamen und waren froh, als wir beim n\u00e4chsten Bauern ankamen. Es war der Vorletzte auf unserer Runde und schnell marschierten wir dann weiter. Beim letzten Bauern bekamen wir in unseren Tee immer einen Schuss Schnaps. Der sollte uns auf dem Heimweg w\u00e4rmen. Was er auch tat.<\/p>\n<p>Wir kamen um die Mittagszeit, zwar ersch\u00f6pft und m\u00fcde aber gl\u00fccklich, \u00a0wieder zu Hause an und pr\u00e4sentierten stolz unsere Mitbringsel. Das Geld f\u00fcr den n\u00e4chsten Weltspartag und die kulinarischen Beigaben f\u00fcr den Rest der Weihnachtszeit. Ich bin dann noch 3 mal diese Runde gegangen und dann f\u00fchlte ich mich schon zu alt (oder zu gro\u00df) dazu.<\/p>\n<p>Leider verlieren diese Br\u00e4uche immer mehr an Bedeutung und werden von eingeschleppten Sitten wie \u201eHelloween\u201c abgel\u00f6st. Obwohl beim Tag der unschuldigen Kinder mit Ruten zugehauen wurde und wird, hat niemand einen bleibenden Schaden davongetragen. Und auch Heinerl ist im Fr\u00fchjahr wieder auf seiner blauen Puch DS gesessen. Sicher haben die langen Unterhosen geholfen.<\/p>\n<p>\u00a9 2021 by Gerhard Hojas<\/p>\n<h2>Almsommer am Hochgr\u00fcndeck. Die Fu\u00dfwallfaht 2021 der Blindenpastoral Linz.<\/h2>\n<p>Nach fast genau 5 Jahren (02.07.2016) war es wieder so weit. Monika Aufreiter, Leiterin der Blindenpastoral in Linz, organisierte zusammen mit tatkr\u00e4ftiger Unterst\u00fctzung von Alfons Aufreiter die Fu\u00dfwallfahrt auf das Hochgr\u00fcndeck in St. Johann im Pongau (Salzburg).<\/p>\n<p>Am Samstag, 10.07.2021 trafen sich 14 gutgelaunte Pilger beim Treffpunkt f\u00fcr Blinde und Sehbehinderte am Hauptbahnhof Linz. Sie fuhren mit dem Zug bis nach Salzburg und stiegen dort in die Zuggarnitur nach St. Johann um. Dort erwartete uns schon eine f\u00fcnfk\u00f6pfige Pilgergruppe aus der Steiermark (Graz und Leoben) die mit auf das Hochgr\u00fcndeck marschierte. Au\u00dferdem erwartete uns Robert und seine Freunde von der Bergrettung St. Johann im Pongau, die uns die 2 Tage kr\u00e4ftigst unterst\u00fctzten.<\/p>\n<p>Es ist die <strong>Fu\u00dfwallfahrt<\/strong> 2016 auf das Hochgr\u00fcndeck noch allen in Erinnerung. Damals attackierte beim Abstieg eine Mutterkuh 5 Teilnehmer der Pilgergruppe und verletzte dem Blindensellsorger Franz.<\/p>\n<p>Nachdem das Gep\u00e4ck f\u00fcr das Heinrich Kiener Haus am Hochgr\u00fcndeck im Fahrzeug der Bergrettung verstaut war und sie uns einige H\u00f6henmeter nach oben fuhren, konnte die Wanderung beginnen. Zwischen St. Johann im Pongau und den Heinrich Kiener Haus besteht doch ein H\u00f6henunterschied von ungef\u00e4hr 1.200 Meter.<\/p>\n<p>Der Wettergott meinte es am Samstag sehr gut mit uns und wir hatten den ganzen Tag Sonnenschein. Die Strecke ist doch sehr anspruchsvoll. Aber auf dem Forststra\u00dfen und sschattenspendenden Waldpassagen war das Marschieren keine so gro\u00dfe Anstrengung.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem wartete Robert immer bei Ausstiegen aus Waldpassagen auf die Gruppe um zu sehen, ob alles in Ordnung ist und ob vielleicht einige ein St\u00fcck des Weges fahren m\u00f6chten.<\/p>\n<p>Nachdem alle das Heinrich Kiener Haus am Hochgr\u00fcndeck, ein Grasberg, erreicht hatten war eine gem\u00fctliche Rast angesagt. Und man konnte die grandiose Aussicht auf 300 Berggipfel oder in die sehr tief untenliegenden T\u00e4ler genie\u00dfen.<\/p>\n<p>Das Heinrich-Kienerhaus liegt auf 1.800 m Seeh\u00f6he umgeben von Almweiden auf dem Hochgr\u00fcndeck, das zu den am h\u00f6chsten bewaldeten Bergen Europas und den sch\u00f6nsten Aussichtsbergen \u00d6sterreichs z\u00e4hlt.<\/p>\n<p>Es ist weithin bekannt f\u00fcr seinen \u00fcberw\u00e4ltigenden Panoramarundblick. \u00dcber das Salzachtal mit Hochk\u00f6nig ,Tennengebirge und Berchtesgadener Alpen, den Hohen Tauern mit dem Gro\u00dfglockner,dem Dachsteingebirge bis zu den K\u00e4rntner Gipfeln erfasst das Auge \u00fcber dreihundert Bergspitzen.<\/p>\n<p>Ein besonderes Erlebnis sind hier die Sonnenauf und -unterg\u00e4nge.<\/p>\n<p>Jetzt hie\u00df es auch Abschied nehmen vom Komfort von zu Hause. Jetzt war kaltes Wasser zum Waschen, Stockbetten und \u00f6kologisches Plumsklo, ohne Herzerl in der T\u00fcr, angesagt. Schlie\u00dflich waren wir ja eine Pilgergruppe und 2 Tage Schlichtheit sollte uns nicht schaden. .<\/p>\n<p>Das Heinrich Kiener Haus z\u00e4hlt zu den \u00f6kologischsten H\u00e4usern in den Alpen.<\/p>\n<p>Der Strom wird nicht, wie zumeist auf Schutzh\u00fctten \u00fcblich, von einem Stromaggregat, sondern mittels Solaranlagen, Fotovoltaikanlagen und einem Windkraftwerk gewonnen. Der so erzeugte Strom wird in Batterien gespeichert. Somit ist auch in Schlechtwetterzeiten die H\u00fctte stets bestens versorgt.<\/p>\n<p>Mittels Solarluftkollektoren wird das Haus stets mit Frischluft versorgt. Im Winter wird so die H\u00fctte vor starkem Ausfrieren gesch\u00fctzt, im Sommer das Raumklima in Gaststube und K\u00fcche verbessert.<\/p>\n<p>Im Dachboden befindet sich ein 500-Liter-Hygienepuffer, der f\u00fcr hygienisches Hei\u00dfwasser sorgt. Eine weitere Energiequelle ist der K\u00fcchenheizungsherd. Die \u00fcbersch\u00fcssige W\u00e4rme, die beim Arbeiten in der K\u00fcche entsteht, wird in den Puffer gespeist. Erreicht der Puffer die H\u00f6chsttemperatur, so geht die W\u00e4rme in den Heizkreislauf. So sind auch die Zimmer und Lager stets beheizt.<\/p>\n<p>Eine bahnbrechende Erfindung des H\u00fcttenwirtes sind die \u201eKomposttoiletten&#8220; in der H\u00fctte und zus\u00e4tzlich im Freien. Die Komposttoilette ist eine Toilettenanlage, die sich im Haus befindet und in der auch K\u00fcchenabf\u00e4lle mitkompostiert werden k\u00f6nnen. Die Rotte, die in der Anlage entsteht, wird als D\u00fcnger f\u00fcr die Forstkulturen verwendet und als Schutz f\u00fcr die B\u00e4ume vor Verbiss von Schafen und Wild. Au\u00dferdem entwickelte der Wirt eine \u201eGrauwasseranlage&#8220;, in der die Abw\u00e4sser aus K\u00fcche und Waschraum in sieben Stufen gereinigt werden.<\/p>\n<p>Sp\u00e4ter versammelten sich alle beim Gipfelkreuz (1.827 m) und der Blindenseelsorger Franz hielt eine Andacht, die zum Nachdenken anregte. Es war ein besonderes Erlebnis am Gipfel zu stehen und Franz zuzuh\u00f6ren. Umgeben von Almweiden auf dem Hochgr\u00fcndeck, das zu den am h\u00f6chsten bewaldeten Bergen Europas und den sch\u00f6nsten Aussichtsbergen \u00d6sterreichs z\u00e4hlt. Dazu kam noch die wunderbare Stille der Alpen.<\/p>\n<p>Abends, in der gem\u00fctlichen und geheizten Stube der Schutzh\u00fctte wurden 3 Sechziger nachgefeiert. 1961 scheint ein guter Jahrgang gewesen zu sein. Bis Jahresende kommen noch weitere Sechziger dazu. Und wer diese Gruppe kennt, der wei\u00df auch, wer das Licht abgedreht hat.<\/p>\n<p>Das Wetter meinte es am Sonntag nicht so gut mit uns. Das merkten schon die Fr\u00fchaufsteher, die den Sonnenaufgang am Gipfel miterleben wollten. Sie marschierten um 04:40 Uhr los und waren nach 15 Minuten schon wieder zur\u00fcck. Jedenfalls konnten sie es sich bis zum Fr\u00fchst\u00fcck um 8 Uhr im Bett noch gem\u00fctlich machen.<\/p>\n<p>Im leichten Regen marschierten wir zur St. Vinzenz Friedenskirche. Sie ist die Privatkapelle des Heinrich-Kiener-Hauses und liegt unweit des Gipfels oberhalb der H\u00fctte auf 1.808 m Seeh\u00f6he. Dort wurde um 10:00 Uhr mit Blindenseelsorger Franz die Eucharistie gefeiert. Dabei wurde auch an die Gedacht, die nicht mehr dabei sein konnten. Anschlie\u00dfend erz\u00e4hlte der Erbauer der Holzkirche, Hermann Hinterh\u00f6lzl sen. Die Geschichte seiner Kirche und man sp\u00fcrte, dass man einen besonderen Menschen vor sich hat.<\/p>\n<p>Die Geschichte der St. Vinzenz Friedenskirche am Hochgr\u00fcndeck.<\/p>\n<p>Gleich oberhalb der H\u00fctte steht auf dem Westgipfel, einem geomantischen Kraftplatz die baulich interessante Friedenskirche. Bis ins Detail symbolisch gestaltet soll diese Kirche die Vision umfassenden Friedens zwischen Menschen aller V\u00f6lker und Religionen in Harmonie mit der Sch\u00f6pfung sichtbar machen.<\/p>\n<p>Im Sommer 2003 begann der H\u00fcttenwirt des Heinrich Kiener Hauses, Hermann Hinterh\u00f6lzl sen. mit dem Bau der Friedenskirche am Hochgr\u00fcndeck. Sie wurde von ihm in Eigenarbeit nach eigenem Entwurf, ganz aus Holz in St\u00e4nderbauweise errichtet. Das Holz, als Symbol der Sch\u00f6pfung, stammt aus der unmittelbaren Umgebung. Der Bau entstand aus einem Miteinander vieler Menschen, die durch Arbeitsleistung oder Spenden zur Errichtung beitrugen.<\/p>\n<p>Am 5. September 2004 wurde die Kirche von Erzbischof Alois Kothgasser im Rahmen einer feierlichen Bergmesse dem heiligen Vinzenz, dem Patron der Forstleute, geweiht.<\/p>\n<p>Die Kirche ist bis ins kleinste Detail der Form und der Ma\u00dfe symbolisch gestaltet. Sie hat den Grundriss in Form eines gleichseitigen Kreuzes. Diese Kreuzesform hat, z\u00e4hlt man Innen- und Au\u00dfenwinkel, zw\u00f6lf Eckpunkte. Die Zahl zw\u00f6lf steht f\u00fcr die zw\u00f6lf Apostel als Fundamentsteine der christlichen Gemeinschaft. Ihre Namen sind in die W\u00e4nde eingeschnitzt. Ebenso steht die Zahl zw\u00f6lf f\u00fcr die zw\u00f6lf St\u00e4mme Israels, deren Namen in die tragenden Au\u00dfens\u00e4ulen der Kirche eingekerbt sind.<\/p>\n<p>Die Mitte des Raumes \u00f6ffnet sich nach oben in den mit einem Kreuz gekr\u00f6nten Turm. Hier h\u00e4ngt eine der gr\u00f6\u00dften Glocken des Salzburger Landes mit einem Gewicht von 1.040 kg.<\/p>\n<p>Der Altar besteht aus einer 365 kg. schweren Granitplatte, die auf drei Granitfindlingen ruht. In den Altar eingelassen ist eine Reliquie der Heiligen Edith Stein.<\/p>\n<p>Die Bestuhlung ist aus f\u00fcnf verschiedenen H\u00f6lzern, als Symbol f\u00fcr die Bewohner der f\u00fcnf Erdteile und Hautfarben, gefertigt. Das r\u00f6tliche Apfelbaumholz f\u00fcr die Ureinwohner Amerikas, die braune Eiche f\u00fcr die Aborigines Australiens, der dunkle Nussbaum f\u00fcr die Afrikaner, die gelbliche Bergulme f\u00fcr die Asiaten, der wei\u00dfe Ahorn f\u00fcr die Europ\u00e4er.<\/p>\n<p>Die Kirche steht an einem Platz mit einem au\u00dfergew\u00f6hnlichen Panoramarundblick. Sie steht immer offen und wird von vielen G\u00e4sten und Einheimischen besucht. Sie ist Station des St. Rupert Pilgerweges.<\/p>\n<p>Leider ist die Kirche auch Ziel von Menschen, die nichts Gutes im Schilde f\u00fchren. Es wurden schon einige Gegenst\u00e4nde aus der Kirche gestohlen.<\/p>\n<p>Dann begann der gro\u00dfe Aufbruch und die Pilger machten sich auf dem Heimweg. Die guten Marschierer gingen direkt vom Schutzhaus Richtung Vogei H\u00fctte los und die anderen wurden ein St\u00fcck nach unten gefahren. Es kamen alle durchn\u00e4sst aber gl\u00fccklich und zufrieden bei der Vogei H\u00fctte an. Die Vogei H\u00fcttn befindet sich an der Bergstation des ehemaligen Hahnbaum-Sesselliftes auf 1 130 m Seeh\u00f6he.<\/p>\n<p>Bei der Vogei H\u00fctte wartete bereits Robert und nach einer kleinen Rast wurden die Pilger zur\u00fcck zum Bahnhof in St. Johann im Pongau gefahren. Die Fu\u00dfwallfahrt endete am Sonntag mit der Ankunft am Linzer Hauptbahnhof um 19:28 Uhr.<\/p>\n<p>Ein ganz gro\u00dfes Lob geb\u00fchrt Elisabeth aus Graz. Die mit 84 Lebensjahren diese Wallfahrt mitgemacht und sehr viel positives in die Gruppe gebracht hat.<\/p>\n<p>Ein gro\u00dfes Danke an die Begleitpersonen, ohne denen ein solches Unternehmen nicht m\u00f6glich w\u00e4re.<\/p>\n<p>Weiters ein gro\u00dfes Danke an Robert und seinen Freunden von der Bergrettung St. Johann im Pongau. Ohne deren Unterst\u00fctzung w\u00e4re eine solche Wallfahrt f\u00fcr einige nicht m\u00f6glich gewesen. Sie hatten immer ein Auge auf uns.<\/p>\n<p>Ein gro\u00dfes Danke an das tolle Team vom Heinrich-Kiener-Haus mit Hermann Hinterh\u00f6lzl jun. als Chef.<\/p>\n<p>Und nat\u00fcrlich auch an Monika und Alfons ein gro\u00dfes Danke. Ohne deren Engagement w\u00e4re ein solches Unternehmen nicht zustande gekommen.<\/p>\n<p>Die Pilger freuen sich schon auf ein Wiedersehen am Hochgr\u00fcndeck. Schlie\u00dflich wollen sie das H\u00fcttenfeeling genie\u00dfen und einige haben die Hoffnung nicht aufgegeben, doch noch den Sonnenaufgang am Hochgr\u00fcndeck zu erleben.<\/p>\n<p>\u00a9 Juli 2021 Gerhard Hojas<\/p>\n<h2>Unsere Woche 2021 im\u00a0 Erholungszentrum des BSV V in Schwarzach \u2013 Ein Reisebericht. 28.08.2021 bis 04.09.2021<\/h2>\n<h1>Samstag, 28.08.2021 &#8211; L\u00e4ndle, wir kommen. Aber auf Raten.<\/h1>\n<p>Sie waren auch 2021 unterwegs. Bereits zum vierten Mal machte sich eine Gruppe der Blindenpastoral Linz auf dem Weg nach Vorarlberg. Ziel war auch diesmal wieder das Erholungszentrum des Blinden- und Sehbehindertenverbandes Vorarlberg im \u201eHaus Ingr\u00fcne\u201c in Schwarzach.<\/p>\n<p>Die Teilnehmer Alfons, Gerhard, Anni, Christian, Hermine, der und die Scheiti, Monika, Erika, Veronika, Brigitte und Maria kamen diesmal in Raten in Dornbirn an. Man sollte sich nicht auf die Wagenstandsanzeige am Bahnsteig und der tats\u00e4chlichen Wagenreihung verlassen. Und wenn die T\u00fcren beim Zug geschlossen sind, dann bleiben sie auch geschlossen. Jedenfalls waren wir am Sonntag aber komplett.<\/p>\n<p>Bei der Ankunft in Dornbirn hatten wir ein regnerisches Wetter wie 2020. Und auch diesmal sollte die Schlechtwetterperiode noch etwas anhalten.<\/p>\n<p>Da wir die Gegebenheiten im Haus schon kannten, brauchten wir beim Einchecken keine Unterst\u00fctzung und so konnten wir es uns bis zum Abendessen gem\u00fctlich machen. Abends genossen wir das gem\u00fctliche Zusammensitzen. Oder wie es im L\u00e4ndle hei\u00dft: Zusammenhocken.<\/p>\n<h1>Sonntag, 29.08.2021 \u2013 Leider doch kein D\u00e9j\u00e0 vu.<\/h1>\n<p>Leider hatten wir am Sonntag kein D\u00e9j\u00e0 vu. Es war das Gleiche Wetter wie im Jahr zuvor. Somit ergab sich auch ein \u00e4hnliches Sonntagsprogramm wie 2020. Einige marschierten oder fuhren zur Wallfahrtskirche Bildstein (Seeh\u00f6he 659 m) hoch und nahmen dort am Gottesdienst teil.<\/p>\n<p>Die anderen entspannten sich im Haus und genossen die Ruhe und die Annehmlichkeiten.<\/p>\n<p>Nachmittags versammelten wir uns im gro\u00dfem Aufenthaltsraum und da wir mit Hermine und Christian 2 sehr gute Musikanten dabei hatten klangen unsere Lieder bald durchs Haus. Mit Gitarre und Akkordeon wurden Volks- und Heimatlieder, sowie alte Schlager zum Besten gegeben. Jede und Jeder wie sie konnten!<\/p>\n<h1>Montag, 30.08.2021 \u2013 Ein 60er und Nachmittags wurde es s\u00fc\u00df..<\/h1>\n<p>Wegen des starken Regens wurde Montagvormittag ein 60er (Regenschicht) gemacht.<\/p>\n<p>Nachmittags wurde es aber s\u00fc\u00df. Es ging zur Schokolademanufaktur Gunther Fenkart in Hohenems.<\/p>\n<p>Einige von uns waren bereits 2018 zu Besuch beim \u201eMaitre Chocolatier\u201c. Und weil es ihnen so gut gefallen hat, kamen sie 2021 wieder.<\/p>\n<p>Der \u201eMaitre Chocolatier\u201c produziert edle Schokoladen von der Bohne bis zur fertigen Schokolade \u2013 also \u201eBean to Bar\u201c.<\/p>\n<p>Auf Tellern vorbereitet lagen vor uns Schokoladen, Pralinen, N\u00fcsse in Schokolade getunkt und noch weitere K\u00f6stlichkeiten. Bei interessanten Erz\u00e4hlungen von Kaokaoanbau, Ernte, Transport, Lagerung und das R\u00f6sten der Kaokaobohnen bis zum fertigen Endprodukt konnten wir zwischendurch die Teller leeren.<\/p>\n<p>Anders als ein Confiseur, Konditor oder die meisten Chocolatiers produziert \u00a0die Schokolademanufaktur Fenkart s\u00e4mtliche Schokoladen selbst.<\/p>\n<p>Ein Confiseur ist jemand, der fertige Schokolade weiter veredelt. Ob er nun daraus eine veredelte Schokoladentafel oder Konfekt in jeglicher Form herstellt, spielt dabei keine Rolle.<\/p>\n<p>Ein P\u00e2tissier ist nichts anderes als ein Konditor, er kann gleichzeitig auch ein Confiseur sein. Er stellt jegliche Art von Konditoreiprodukten her, worunter nat\u00fcrlich Konfekt f\u00e4llt, aber auch Desserts etc. Hierbei ist es unerheblich, ob er eine klassische Konditorenausbildung genossen hat oder sein Handwerk als P\u00e2tissier in der Gastronomie gelernt hat. In den seltensten F\u00e4llen ist ein P\u00e2tissier auch ein Chocolatier.<\/p>\n<p>Ein Chocolatier (aus dem Franz\u00f6sischen) stellt Schokoladenprodukte her. Er ist ein Konditor oder Confiseur, der auf Schokolade spezialisiert ist und fertigt S\u00fc\u00dfigkeiten aus Schokolade. Chocolatiers arbeiten handwerklich mit vorgefertigter Schokoladenmasse und sind daher von den industriellen Schokoladenherstellern zu unterscheiden.<\/p>\n<h2>Es ist ein langer Weg von der Kaokaobohne bis zur echten Schokolade. Und Schokolade ist nun mal nicht Schokolade.<\/h2>\n<h2>So ist wei\u00dfe Schokolade keine Schokolade.<\/h2>\n<p>Bei der Herstellung der wei\u00dfen Schokolade wird g\u00e4nzlich auf die Verwendung der Kakaomasse verzichtet, da diese f\u00fcr die dunkle Farbe verantwortlich ist. F\u00fcr die weitere Produktion wird nur die Kakaobutter ben\u00f6tigt. Ihr werden weitere Zutaten, wie beispielsweise Zucker, Milchpulver oder Vanille, hinzugef\u00fcgt.<\/p>\n<h2>Auch die Nougatschokolade ist keine Schokolade.<\/h2>\n<p>Nougat oder Noisette ist im eigentlichen Sinne keine Schokolade, denn es besteht fast ausschlie\u00dflich aus Haseln\u00fcssen, Zucker und Fett. Das Haselnussmehl wird dann mit Puderzucker, Vanillin, Fett, Kakaobutter und Milchpulver in eine feste Masse gebracht.<\/p>\n<p>Mit dieser Erkenntnis und viel gekaufter Schokolade kehrten wir in unser Quartier zur\u00fcck.<\/p>\n<h1>Dienstag, 31.09.2021 \u2013 Schlafen in der Salzgrotte und St\u00e4dtetouren.<\/h1>\n<p>Am Dienstag wurde das Wetter schon besser und wir konnten unsere Ausfl\u00fcge und Touren starten. Vormittags teilten wir uns in 2 Gruppen auf. Eine Gruppe besuchte die Salzgrotte in Lindau und die anderen schauten sich die Stadt Lindau am Bodensee an.<\/p>\n<p>Lindau ist die s\u00fcdwestlichste Stadt Bayerns und befindet sich im Dreil\u00e4ndereck Deutschland\/\u00d6sterreich\/Schweiz. Der gr\u00f6\u00dfere Teil der Stadt liegt auf dem Festland, die Altstadt hingegen auf der Insel im Bodensee. Dort befindet sich auch der Kopfbahnhof. Somit in unmittelbarer Nachbarschaft des Lindauer Hafens.<\/p>\n<p>Lindau hat die sch\u00f6nste Hafeneinfahrt am Bodensee und ist somit<\/p>\n<p>weit \u00fcber die Grenzen der Stadt hinaus bekannt. Vor einem beeindruckenden Alpen- und Bodenseepanorama prangen majest\u00e4tisch der Bayerische L\u00f6we und der Neue Leuchtturm.<\/p>\n<p>Der sechs Meter hohe, aufmerksam \u00fcber den See hinweg schauende L\u00f6we ist ein Werk des M\u00fcnchner Professors Johann von Halbig. Er besteht aus Kehlheimer Sandstein und wiegt etwa 50 Tonnen. Auf dem Sockel des L\u00f6wens sind die r\u00f6mischen Ziffern \u201cMDCCCLVI\u201d festgehalten \u2013 sie geben Aufschluss \u00fcber das Jahr der Fertigstellung des Bauwerkes: 1856.<\/p>\n<p>Der Neue Leuchtturm ist 36 Meter hoch und misst einen Sockelumfang von 24 Metern. Er ist eines der wenigen Bauwerke seiner Art, die eine Uhr in der Fassade haben.<\/p>\n<p>Wenn man die 139 Stufen nach oben zur Aussichtsplattform erklimmt, kann man auf den 5 Etagen am\u00fcsante Anekdoten und wissenswerte Fakten \u00fcber Lindau und den Bodensee erfahren<\/p>\n<p>Was man in Lindau nicht vers\u00e4umen darf, ist das Flanieren \u00fcber die Uferpromenade.<\/p>\n<h2>Nachmittags besuchten wir die Stadt Feldkirch.<\/h2>\n<p>Feldkirch beeindruckt mit der bezaubernden Altstadt, den mittelalterlichen Laubeng\u00e4ngen und verwinkelten Gassen. \u00dcber der Stadt thront die Schattenburg. Von ihrem Bergfried \u00f6ffnet sich ein wundersch\u00f6ner Blick \u00fcber die Stadt.<\/p>\n<p>Feldkirch hat sehr viel zu bieten. Unter anderem ein buddhistisches Kloster, die Frauenkirche Vorarlberg, die Heiligkreuzkapelle, die Johanniterkirche, das Kapuzinerkloster, der Marktplatz Feldkirch, das Schloss Amberg und die Schattenburg,<\/p>\n<p>Die Schattenburg ist eine H\u00f6henburg oberhalb der Stadt Feldkirch, mit welcher sie durch die ehemalige Stadtmauer verbunden ist. Graf Hugo, der Stadtgr\u00fcnder Feldkirchs, lie\u00df die Burg um 1200 erbauen. Bis 1390 war sie Stammburg der Grafen von Montfort. Sp\u00e4ter verwalteten die Habsburger die Anlage bis sie 1825, halb verwahrlost, von der Stadt Feldkirch gekauft wurde. Der 1912 gegr\u00fcndete Heimatpflege- und Museumsverein Feldkirch konnte die Burg wiederbeleben und seit 1917 beherbergt die Schattenburg das Schattenburgmuseum mit 18 Museumsr\u00e4umen.<\/p>\n<p>Die hochmittelalterliche Burg stellt eine der besterhaltenen Burganlagen Mitteleuropas dar. Wie vielfach angenommen wird, geht der Name Schattenburg auf die Wehrvorrichtungen der Burg (schaten = Schutz) zur\u00fcck. Die Burg verf\u00fcgt \u00fcber eine der bedeutendsten historischen Waffensammlungen<\/p>\n<p>Abends kam es dann schon zum traditionellen Kegelscheiben in der Hauseigenen Kegelbahn. Manfred, Herta, Gabi und Moni lie\u00dfen es sich nicht nehmen, sich mit uns zu messen. Und wie bereits die Jahre zuvor machte es wieder sehr viel Spa\u00df und der Abend dauerte etwas l\u00e4nger.<\/p>\n<h1>Mittwoch, 01.09.2021 \u2013 Wandern, relaxen und massieren.<\/h1>\n<p>Das Wetter war herrlich und so erkundigten wir Dornbirn. Unter der F\u00fchrung von Moni machten wir einen Spaziergang entlang der Dornbirner Arch.<\/p>\n<p>Die Dornbirner Ach (auch Dornbirnerach oder Dornbirner Ache) ist neben der n\u00f6rdlicher verlaufenden Bregenzer Ach einer der wichtigsten Abfl\u00fcsse f\u00fcr die kleineren B\u00e4che des westlichen Bregenzerwaldgebirges und des unteren Rheintals in Vorarlberg. Bis zur Rheinregulierung m\u00fcndete die Dornbirner Ach bei Fu\u00dfach in den Bodensee. Heute flie\u00dft der rund 30 Kilometer lange Fluss bei Hard \u00f6stlich vom und einige Kilometer parallel zum Rhein in den Bodensee und durchquert zuvor das Gemeindegebiet der Stadt Dornbirn.<\/p>\n<p>Man k\u00f6nnte auch der Dornbirner Ach entlang und durchs Lauteracher Ried zum Jannersee wandern. Am Jannersee waren wir 2020.<\/p>\n<p>Nach dem Mittagessen besuchten wir die hauseigene Kapelle und gedachten unseren Verstorbenen und Kranken.<\/p>\n<p>Das Programm f\u00fcr dem Nachmittag war dann wieder indivituell. Einige besuchten das Radiomuseum Herbert Rauch in Lustenau und andere nutzten das sch\u00f6ne Wetter um die Umgebung zu erkundigen. Bis nach Bildstein und weiter bis zum Schneiderkopf ging f\u00fcr einige die Wanderung.<\/p>\n<p>Am Ende des Schneiderkopfweges genie\u00dft man beim Bergkreuz knapp unter dem Gipfel (971 m) den wundersch\u00f6nen Ausblick in den Bregenzerwald und zu den Schweizer Bergen. \u00dcber den Aussichtspunkt Schneider zieht sich der Wanderweg auf Bildsteiner Gebiet durch eine abwechslungsreiche Kulturlandschaft hinunter nach Grub und mit geringem H\u00f6henunterschied durch waldiges Gel\u00e4nde hinab zur Wallfahrtskirche Bildstein. Von dort sind es nur mehr 15 Minuten zum Erholungszentrum des BSV V.<\/p>\n<p>Und wer Lust hatte konnte sich anschlie\u00dfend massieren lassen.<\/p>\n<h1>Donnerstag, 02.09.2021 &#8211; \u00dcber die sch\u00f6nste Gebirgsstra\u00dfe der Alpen.<\/h1>\n<p>Am Donnerstag war ein Ganztagesausfug angesagt. Es ging \u00fcber die #Silvrettahochalpenstra\u00dfe zum Silvretta-Stausee auf 2.030 Meter Seeh\u00f6he..<\/p>\n<p>Die Silvretta ist eine Gebirgsgruppe in den zentralen Ostalpen. Anteil haben \u00d6sterreich mit den Bundesl\u00e4ndern Tirol und Vorarlberg und die Schweiz mit dem Kanton Graub\u00fcnden.<\/p>\n<h2>Silvretta-Hochalpenstra\u00dfe:<\/h2>\n<p>Die Silvretta-Hochalpenstra\u00dfe ist eine der sch\u00f6nsten und beliebtesten Gebirgsstra\u00dfen der Alpen. Nicht ohne Grund nennt man sie auch &#8222;Traumstra\u00dfe der Alpen f\u00fcr Genie\u00dfer&#8220;. Die spektakul\u00e4re Bergkulisse und die direkt am Wegesrand liegenden Seen Vermunt und Silvretta ziehen Besucher mit und ohne Fahrzeug in ihren Bann.<\/p>\n<p>Sie f\u00fchrt vom Vorarlberger Montafon \u00fcber das Vermunt und die Bielerh\u00f6he durch die Berge der Silvretta ins Tiroler Paznaun, das Tal der Trisanna. Die 22,3 km lange mautpflichtige Stra\u00dfe zwischen Partenen und Galt\u00fcr ist mit 400.000 Benutzern eine der beliebtesten Gebirgsstra\u00dfen der \u00f6sterreichischen Alpen.<\/p>\n<p>Die westliche Anfahrt mit 32 Kehren beginnt am Ortsende von Partenen und ist bis zur Bielerh\u00f6he bzw. bis zum Silvretta-Stausee etwa 15 Kilometer lang. Die maximale Steigung betr\u00e4gt 12 Prozent.<\/p>\n<p>Der \u00f6stlich vom See liegende Teil der Silvretta-Hochalpenstra\u00dfe liegt in Tirol, beginnt im Galt\u00fcrer Ortsteil Wirl an der Mautstelle auf 1725 m H\u00f6he im Paznaun, besitzt nur zwei Kehren und ist zum selben Ziel etwa zehn Kilometer lang.<\/p>\n<p>Auf dem h\u00f6chsten Punkt der Stra\u00dfe (2.032 Metern \u00fcber dem Meer) befindet sich der Silvretta-Stausee. Auf einem gut ausgebauten Wanderweg kann man den See umrunden.<\/p>\n<p>Die Silvretta-Hochalpenstra\u00dfe entstand w\u00e4hrend der Stausee- und Kraftwerksbaut\u00e4tigkeiten durch die Vorarlberger Illwerke. Diese lie\u00dfen bereits 1925, nach dem Baubeschluss f\u00fcr das Vermuntwerk, einen alten unbefestigten Karrenweg von Partenen hinauf zum Vermuntsee als Transportweg verbreitern, damit Zement- und Kieslastwagen ihre Fracht bis zur Baustelle der Vermunt-Staumauer bringen konnten. Nach der Fertigstellung 1930 tat sich nicht mehr viel.<\/p>\n<p>Erst ab 1938, beschleunigt durch den \u201eAnschluss\u201c \u00d6sterreichs an Deutschland, wurde die Strecke bis auf die Bielerh\u00f6he verl\u00e4ngert, um dort die Silvretta-Staumauer anzulegen. Im weiteren Verlauf der Bauarbeiten wurden vermehrt Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter, oft unter unmenschlichen Bedingungen, eingesetzt. Mit dieser Ausbauphase verlor der historisch bedeutsame \u00dcbergang am Zeinisjoch endg\u00fcltig seine Bedeutung. \u00dcber den Umweg der Silvrettastra\u00dfe r\u00fcckten nun auch die Ortschaften Partenen und Galt\u00fcr weiter auseinander.<\/p>\n<p>Die endg\u00fcltige Fertigstellung der Verbindung zwischen Partenen und Galt\u00fcr und somit der Hochalpenstra\u00dfe war gewisserma\u00dfen ein Produkt des Zufalls: S\u00e4mtliche angefragten Baufirmen trauten sich den Bau der kurvenreichen Stra\u00dfe vom Vermuntsee durch schwieriges Gel\u00e4nde nach Partenen nicht zu. Zudem fanden die Verantwortlichen sich mit dem Problem, dass aus der Zeit des Staumauerbaus sich auf der Bielerh\u00f6he noch ein \u00fcbergro\u00dfer Bagger befand, konfrontiert. Anstatt ihn f\u00fcr den R\u00fccktransport ins Tal zu zerlegen und per Seilbahn nach Partenen zu schaffen, so wie er auch Jahre davor heraufbef\u00f6rdert worden war, bahnte sich der Bagger in den Jahren 1951 bis 1954 aus eigener Kraft seinen Weg durch das steil abfallende Tal nach Partenen, womit die Grundlage f\u00fcr die heutige Trasse geschaffen war.<\/p>\n<p>Damit war eine durchgehende Stra\u00dfe geschaffen, die 1954 f\u00fcr den \u00f6ffentlichen Verkehr freigegeben und bis 1961 auf ihrer gesamten L\u00e4nge zweispurig ausgebaut wurde.<\/p>\n<h2>Silvretta-Stausee:<\/h2>\n<p>Der Silvretta-Stausee ist der h\u00f6chstgelegene Stausee der illwerke vkw AG. Im Jahr 1938 wurde mit dem Bau der drei Absperrbauwerke begonnen. Der erste Teilstau erfolgte 1943, der erste Vollstau 1951. Beim Bau in der NS-Zeit waren viele Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter eingesetzt. Oberhalb des Stausees steht eine kleine Kapelle (Barbarakapelle) mit Gedenktafeln f\u00fcr die beim Bau Verungl\u00fcckten.<\/p>\n<p>Der 1,31 km\u00b2 gro\u00dfe Stausee liegt knapp unterhalb der Bielerh\u00f6he auf einer Seeh\u00f6he von 2030 m in einer Senke der Silvretta, dem ehemaligen Ochsenboden. \u00dcber den \u00f6stlichen Staudamm verl\u00e4uft die Grenze zum Bundesland Tirol. Das Klostertal und das Ochsental liegen s\u00fcdlich, die Lobspitzen westlich (h\u00f6chste Lobspitze ist die Hintere Lobspitze, 2.873 m) und die Vermuntalpe westlich des Sees. Die Ill entspringt dem nahe gelegenen Ochsentalgletscher und dem Vermuntgletscher, durchflie\u00dft das Ochsental und ergie\u00dft sich in den Stausee. Der das Klostertal durchflie\u00dfende Bach m\u00fcndet ebenfalls in den See. Weiters wird das Wasser des Tiroler Bieltalbaches im Bieltal gefasst und unter dem Massiv des den Stausee \u00f6stlich begrenzenden Hohen Rads hindurch in den Silvretta-Stausee geleitet.<\/p>\n<p>Die Hauptmauer mit Hochwasserentlastung, Grundablass und Umlaufstollen hat eine maximale H\u00f6he von 80 m und einer Kronenl\u00e4nge von 432 m. Sie hat 407.000 m\u00b3 Betoninhalt.<\/p>\n<p>Gespeist wird der See prim\u00e4r durch die Ill, die dem nahe gelegenen Ochsentalgletscher entspringt.<\/p>\n<p>Um den See f\u00fchrt ein gut befestigter Wanderweg, der \u00fcber die Staumauer, den Bielerdamm und \u00fcber die gro\u00dfen Zufl\u00fcsse f\u00fchrt. F\u00fcr eine Runde um den See braucht man etwas mehr als zwei Stunden.<\/p>\n<h2>Fakten zum Silvretta-Stausee:<\/h2>\n<p>L\u00e4nge: 2,47 Km,<\/p>\n<p>Breite : 690 m,<\/p>\n<p>Tiefe: 251 m<\/p>\n<p>Fl\u00e4che: 1,31 Km\u00b2<\/p>\n<p>Wassertemperatur: Durchschnittlich 10 Grad Celsius<\/p>\n<p>Bei der Wanderung um den Stausee kann es schon vorkommen, dass Pferde die Stra\u00dfe oder den Gehweg blockieren und man ausweichen muss. Und man bekommt das Rauschen der herabst\u00fcrzenden Wassermassen aus einigen Metern Entfernung sehr gut mit.<\/p>\n<p>Aufgrund des regen Weidebetriebs an der Stra\u00dfe ist auch mit Tieren auf der Fahrbahn und Sch\u00e4den an Fahrzeugen zu rechnen. Die K\u00fche mit K\u00e4lbern sind uns auf dem Heimweg nach unten begegnet.<\/p>\n<p>Den Abend konnten wir im Erholungszentrum noch im Freien genie\u00dfen.<\/p>\n<h1>Freitag. 03.09.2021 \u2013 Mit der \u201eVorarlberg\u201c unterwegs am Bodensee.<\/h1>\n<p>Am vorletzten Tag wagten wir uns auf das Wasser und machten eine Bodenseefahrt. In Lindau gingen wir auf das Motorschiff \u201eVorarlberg\u201c und schipperten bis Meersburg.<\/p>\n<p>Die Pl\u00e4tze am Schiff waren schnell belegt und so sa\u00dfen einige drau\u00dfen am Deck und die anderen unter Deck bei Kaffee.<\/p>\n<h2>Motorschiff Vorarlberg:<\/h2>\n<p>Das Motorschiff Vorarlberg ist ein Passagierschiff auf dem Bodensee mit dem Heimathafen Bregenz. Sie wurde am 12. August 1965 in Dienst gestellt und wird seither in der Kursschifffahrt und f\u00fcr Sonder- und Ausflugsfahrten eingesetzt. Eigner sind seit 2005 die Vorarlberg Lines-Bodenseeschifffahrt (VLB) in Bregenz. Der Name des Schiffes war Ausl\u00f6ser der Fu\u00dfachaff\u00e4re.<\/p>\n<p>Um die Namensgebung des Schiffes entspann sich ein monatelanger und heftiger Streit zwischen der \u00f6sterreichischen Bundesregierung (die den Namen Karl Renner vorgesehen hatte) und dem Land Vorarlberg und seiner Bev\u00f6lkerung (die auf dem von Anfang an vorgeschlagenen Namen Vorarlberg beharrte). Der Streit gipfelte am 21. November 1964 in einem Eklat: Tausende Demonstranten verhinderten die offizielle Schiffstaufe und tauften das Schiff mit einer Flasche Bodenseewasser auf den Namen Vorarlberg. Der Vorfall schlug hohe politische Wellen und der Disput um die Namensgebung wurde erst im Juli 1965 beigelegt. Am 30. Juli 1965 wurde die Vorarlberg von Korneuburg aus \u201eferngetauft\u201c.<\/p>\n<p>Nach einer Stunde und 40 Minuten hatten wir unser Ziel \u201eMeersburg\u201c erreicht und gingen von Bord. Die Gruppe teilte sich auf und erkundigte getrennt die Stadt.<\/p>\n<p>Meersburg soll\u00a0 die sch\u00f6nste Kleinstadt des Bodensees sein. Die mittelalterliche Stadt Meersburg liegt am n\u00f6rdlichen Ufer des Bodensee am \u00dcbergang vom Obersee zum \u00dcberlinger See auf einer H\u00f6he von 400 bis 500 Metern.<\/p>\n<p>Meersburg besteht aus einer Unterstadt und Oberstadt. Allein zwischen Unter- und Oberstadt besteht ein H\u00f6henunterschied von 40 Metern.<\/p>\n<p>Zur Stadt Meersburg geh\u00f6rt eine richtige Stadtmauer. Darum gibt es das Unterstadttor direkt nach dem Hafen. Zun\u00e4chst bestand Meersburg nur aus der jetzigen Oberstadt sowie einer Stadtmauer, die 1260 erbaut wurde. Da die Stadt schnell wuchs, wurde das Gebiet der Unterstadt zum See hin gr\u00f6\u00dftenteils k\u00fcnstlich aufgesch\u00fcttet. Das Zentrum bildete die Marktstra\u00dfe, welche heute den Namen Unterstadtstra\u00dfe tr\u00e4gt. Die Stadtmauer umschloss schon immer die Unter- und Oberstadt in der sich die meisten historischen Geb\u00e4ude befinden.<\/p>\n<p>In der Oberstadt befindet sich die \u00e4lteste bewohnte Burg Deutschlands: Die Meersburg. In der mittelalterlichen Burg bekommt man\u00a0 in 30 eingerichteten R\u00e4umen einen Einblick, wie das Leben fr\u00fcher gewesen sein muss. Waffenhalle, Rittersaal, Stall oder Burgverlies. Ein Highlight sind die Wohnr\u00e4ume von Annette von Droste-H\u00fclshoff. Deutschlands bekannte Dichterin verbrachte viel Zeit hier.<\/p>\n<p>Die mittelalterliche Alte Burg war seit Mitte des 13. Jahrhunderts im Besitz der Konstanzer F\u00fcrstbisch\u00f6fe. Der amtierende Konstanzer Bischof verlegte seine Residenz von Konstanz nach Meersburg, als sich die B\u00fcrger in der Stadt der Reformation anschlossen. Danach war dieser Ort f\u00fcr 200 Jahre lang der Sitz der Bisch\u00f6fe.<\/p>\n<p>Wenn man durch die kleinen Gassen der Ober- und Unterstadt schlendert, kann man die tollen Fachwerkh\u00e4user, kleine Shops und Caf\u00e9s erkunden. Besonders die alten Bauwerke rund um den Marktplatz, Winzergasse, Steigstra\u00dfe und Kirchstra\u00dfe sollte man besuchen.<\/p>\n<p>Die Stadt hat den Flair des Mittelalters. Eine Stadt zum Verlieben.<\/p>\n<p>Am sp\u00e4ten Nachmittag trafen wir uns wieder am Hafen, genossen ein gutes Eis und gingen dann wieder auf die Vorarlberg und es ging zur\u00fcck nach Lindau. Am Bahnhof in Lindau wurden uns von einer Stra\u00dfenmusikantin noch ein paar St\u00e4ndchen gespielt.<\/p>\n<p>Nach unserer R\u00fcckkehr wurde gegrillt und wir bekamen ein wunderbares Abend- und Abschiedsessen. Und beim anschlie\u00dfenden Lagerfeuer und Musik bekamen wir Besuch von Gabi und Birgit. Hermine und Christian gaben noch einmal ihr Bestes und griffen in die Saiten und Tasten und lie\u00dfen die Kl\u00e4nge \u00fcber das Tal klingen. Die, die es dann noch l\u00e4nger am Lagerfeuer ausgehalten haben, konnten noch einen Fuchs wahrnehmen, der um das Lager schlich.<\/p>\n<p>So ging die Woche in Vorarlberg wieder zu schnell vorbei.<\/p>\n<p>\u00a9 by Gerhard Hojas<\/p>\n<h1>Samstag, 04.09.2021 \u2013 Zur\u00fcck nach Linz und eine neue Gruppe war schon da.<\/h1>\n<p>Nach einer Woche hie\u00df es wieder einmal \u201eAbschied nehmen\u201c. Aber wir haben schon f\u00fcr 2022 reserviert. Da merkt man erst, wie schnell die Zeit vergeht. Bis September 2022 werden sich neue Ausflugsziele auftun, wie zum Beispiel im Bregenzer Wald oder eine Fahrt mit der Bregenzer W\u00e4lderb\u00e4hnle, eine Schmalspurbahn und, und, und\u2026<\/p>\n<p>Samstag in der Fr\u00fch kam bereits eine \u201eneue Gruppe\u201c aus der Steiermark, Wien und Nieder\u00f6sterreich an. Sie waren im Nachtzug aus Graz unterwegs. Wir w\u00fcnschen ihnen genauso viel Spa\u00df und Unterhaltung, wie wir es die letzten 4 Jahre schon hatten.<\/p>\n<p>Solche Unternehmungen w\u00e4ren ohne unsere treuen Begleitern nicht so einfach m\u00f6glich. Deshalb gilt ein gro\u00dfes Danke an: Den und die Scheiti, Brigitte, Anni, Maria, Hermine.<\/p>\n<p>Auch wieder ein gro\u00dfes Danke an das Team im Erholungszentrum \u201eHaus Ingr\u00fcne\u201c des BSV V in Schwarzach. Elias, Belinda, Ramona, Anika, Moni, Martin und\u00a0 Stefan.<\/p>\n<p>Sowie die, die uns Besucht haben: Manfred, Herta, Gabi, Birgit und Zeyneb.<\/p>\n<p>Wir kamen alle P\u00fcnktlich und zufrieden Samstagnachmittag am Linzer HBF an.<\/p>\n<p>Wir freuen uns auf 2022!<\/p>\n<p>Quelle: Mit Unterst\u00fctzung von Wikipedia<\/p>\n<p>\u00a9 September 2021 G. Hojas<\/p>\n<h2>Herbstwanderung des Ober\u00f6sterreichischen Blindensportclubs \u00fcber das M\u00fchlviertler Hochplateau.<\/h2>\n<p>Am Samstag, 09.10.2021 trafen sich Mitglieder, Begleitpersonen und Freunde des Ober\u00f6sterreichischen Blindensportclubs bei herrlichem Herbstwetter in Linz. Der Grund dieser Zusammenkunft war eine geplante Wanderung im M\u00fchlviertel. Der Spartenleiter f\u00fcr Bergsteigen und wandern, Alfons Aufreiter hatte zusammen mit seiner Begleitung Anni \u00a0diese Wanderung geplant und mitorganisiert.<\/p>\n<p>Nachdem alle die 3 G-Kontrolle problemlos bestanden hatten und die Teilnehmer noch auf einige Coronama\u00dfnahmen wie Registrierung, Maskenpflicht im Auto hingewiesen wurden, konnte es losgehen und der Konvoi startete Richtung Forellenhof in Mitterbach.<\/p>\n<p>In Mitterbach stieg die Wandergruppe auf 24 Personen an. Was aber sofort auffiel, war der Temperaturunterschied zwischen Linz und Mitterbach. Dazwischen liegen doch einige H\u00f6henmeter. Nachdem auch hier alles organisatorische Erledigt war setzten sich Alfons und Anni in Bewegung und alle hielten sich brav hintan.<\/p>\n<p>Der erste Teil der Wanderung f\u00fchrte durch die herbstliche Landschaft vom Forellenwirt durch Wald und Wiese bis zur Anh\u00f6he von Sp\u00f6rbichl zu Freddy und Charly. So werden die beiden Windkraftanlagen des Windparks Sp\u00f6rbichl genannt. Die beiden Windr\u00e4der wurden im Oktober 1999 auf einer Seeh\u00f6he von 950 Metern errichtet und haben eine Narbenh\u00f6he von 65 Meter und einen Rotordurchmesser von 47 Meter. 2020 wurden Sp\u00f6rbichls Windr\u00e4der bei einem Fotowettbewerb zum sch\u00f6nsten Platz in Windhaag bei Freistadt gew\u00e4hlt. Es handelte sich um ein Wintermotiv der Windr\u00e4der. Diesmal waren Freddy und Charly akustisch kaum wahrnehmbar, obwohl sie sich langsam im Wind drehten. Freddy und Charly sind die Grundbesitzer, auf denen sich die beiden Windr\u00e4der befinden.<\/p>\n<p>Eine erste Rast wurde bei der Kapelle in Sp\u00f6rbichl (904 Meter Seeh\u00f6he), wo sich auch das Ortszentrum befindet, eingelegt. Jedenfalls wurden die Wanderer schon mit einer St\u00e4rkung erwartet, die nat\u00fcrlich gerne angenommen wurde. Die Spender der fl\u00fcssigen Nahrungserg\u00e4nzungsmittel waren der ehemalige B\u00fcrgermeister von Sp\u00f6rbichl, Alfred Klepatsch und seine Frau Marianne. Andere n\u00fctzten die Gelegenheit und besichtigten die Kapelle.<\/p>\n<p>Nach der \u00dcberraschenden St\u00e4rkung konnte die Wandergruppe nun nichts mehr aufhalten und sie marschierten weiter Richtung Posth\u00f6f, wo ein Steinbruch charakteristisch f\u00fcr diese Gegend ist. Noch dazu, wo es nun leicht bergab ging.<\/p>\n<p>Der Steinbruch in Sp\u00f6rbichl wird im Tagebau betrieben. Was im Steinbruch in Terrassenform (Gel\u00e4ndeform) abgebaut wird, ist Granit. Die Terrassen werden durch\u00a0 Sprengungen am Berg erzeugt und das gewonnene Material wird durch sogenannte Brecher (Zerkleinerungsmaschine) in die entsprechenden Gr\u00f6\u00dfen gebracht. Hier wird ein mobiler Brecher eingesetzt. Mobile Brecher k\u00f6nnen sich nicht nur auf der Baustelle bewegen, sondern sind insgesamt mobil. Sie k\u00f6nnen aufgrund des relativ geringen Transportgewichts zum Ort der Aufbereitung gebracht werden, um dort direkt das Material zu recyceln. Im umgekehrten Fall ist das gesamte Material von der Baustelle zur station\u00e4ren Aufbereitungsanlage zu transportieren, was mit Transportkosten verbunden ist und vermehrtes Lkw-Verkehrsaufkommen verursacht.<\/p>\n<p>Hier wird der Granit nicht nur abgebaut und gebrochen, sondern auch weiterverarbeitet. Vom Pflasterstein \u00fcber die Arbeitsplatte in der K\u00fcche bis zum Denkmal kann man alles aus Granit anfertigen. Dieser heimische Rohstoff aus Sp\u00f6rbichl wird international verwendet und verarbeitet. Man kann s\u00e4mtliche Produkte in der &#8222;lebenden Galerie&#8220; im Werk Oberwindhaag besichtigen.<\/p>\n<p>Das Wetter lud direkt dazu ein In dieser Umgebung die n\u00e4chste Rast einzulegen und die Jause auszupacken. Wie es sich f\u00fcr diese Umgebung geh\u00f6rt, mit Granitbl\u00f6cken als Sitzgelegenheit. Man konnte \u00fcber die Natur staunen, da man sah, dass Fichten sich am steinigen Untergrund am Berg halten und gedeihen. Das ist der Vorteil der Flachwurzler. Der Nachteil ist, dass sie nicht sturmresistent sind.<\/p>\n<p>Nachdem uns Anni interessante Geschichten \u00fcber und aus den Steinbruch erz\u00e4hlt hat, machte sich die Gruppe wieder auf die Beine und marschierte weiter. Zwischendurch konnte man verschiedene Granitbl\u00f6cke und gebrochene Steine anfassen und ertasten. Vorbei ging es beim alten Bier- und Sprengstofflager. Eine eigenartige Kombination, die es heute so sicher nicht mehr gibt.<\/p>\n<p>Weiter ging es Richtung Riemetschlag, Elmberg und Heinrichschlag. Hier konnte man das M\u00fchlviertler Hochplateau richtig erleben und genie\u00dfen. Vorbei ging es in der sanften H\u00fcgellandschaft an Bauernh\u00f6fen und an Weiden mit K\u00fchen, Pferden, Schafen und Ziegen mit besonders gro\u00dfen H\u00f6rnern. Ein St\u00fcck des Weges wurden die Wanderer auch von einer Kuhherde begleitet. Jedenfalls waren die K\u00fche sehr erstaunt als sie die Gruppe ankommen sah. Wahrscheinlich hatten sie noch nie eine so gro\u00dfe Gruppe Zweibeiner gem\u00fctlich dahintrotten gesehen.<\/p>\n<p>Gem\u00fctlich, nach 4 Stunden Gehzeit n\u00e4herten sich die Wanderer dem Ziel des Rundweges. Das war der Forellenwirt. Hier nahm die gelungene und gut organisierte\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0Herbstwanderung des Ober\u00f6sterreichischen Blindensportklubs sein gem\u00fctliches und kulinarisches Ende.<\/p>\n<p>Ein gro\u00dfes Danke geb\u00fchrt wieder einmal den Begleitpersonen f\u00fcr ihr Engagement, ohne denen ein solches Vorhaben nicht m\u00f6glich w\u00e4re. Das gilt auch f\u00fcr alle Begleitpersonen,, die mit dem Privatfahrzeugen f\u00fcr die Blinden und Sehbehinderten unterwegs sind.<\/p>\n<p>Ein Danke auch an Wolfgang f\u00fcr sein professionelles Coronamanagement.<\/p>\n<p>Ein Danke gilt auch f\u00fcr Alfons und Anni f\u00fcr das Erkunden der Wanderoute und das anschlie\u00dfende Organisieren der Wanderung.<\/p>\n<p>Jedenfalls freuen sich alle schon auf die n\u00e4chste Wanderung.<\/p>\n<p>\u00a9 Oktober 2021 Gerhard Hojas<\/p>\n<h2>Menschen mit Behinderung aus Ober\u00f6sterreich am Filmset bei \u00a0\u201eDes Teufels Bad\u201c (29.10.2021 bis 30.10.2021)<\/h2>\n<p>Es geschieht in Ober\u00f6sterreich in der Mitte des 18. Jahrhunderts. Ein kleines Kind wird ermordet, eine Frau gesteht und stellt sich. Sie will f\u00fcr ihr Verbrechen hingerichtet werden. Und sie ist kein Einzelfall. (Quelle: Filminstitut.at).<\/p>\n<p>Das ist eine Kurzbeschreibung eines historischen Spielfilms, der gerade im Entstehen ist. Basierend auf einem wahren, bisher unbeleuchteten Kapitel europ\u00e4ischer Geschichte. Ein Film \u00fcber Frauen, Religion und Ritualmord und orientiert sich an damaligen Gerichtsprotokollen.<\/p>\n<p>Gedreht wird in \u00d6sterreich und Deutschland. Die Drehorte in \u00d6sterreich befinden sich haupts\u00e4chlich im Waldviertel (Sa\u00df, Kleinzwettl, H\u00f6llental).<\/p>\n<p>Bei des Teufels Bad sind auch sehr viele Laiendarsteller aus Ober\u00f6sterreich, die zuvor nat\u00fcrlich alle gecastet wurden, dabei. Nach Empfehlung von der Kunstwerkstatt Theater Malaria (Diakoniewerk) wurden auch die Darstellerinnen und Darsteller der integrativen Theatergruppe ESSELLISSIMO von der Ulrich Seidl Film gecastet. Das war aber bereits im Jahr 2017. So lange l\u00e4uft dieses Projekt schon und durch Corona wurde es immer weiter nach hinten verschoben.<\/p>\n<p>Anfang Oktober 2021 kam die Anfrage von Henry Steinmetz \u00a0(Castingdirektor bei der Ulrich Seidl Film) ob noch Interesse besteht. Und so kamen Sabine P. und ich zu Filmehren.<\/p>\n<p>Der erste Termin war am 23.10.2021 in K\u00f6nigsleiten bei Litschau. K\u00f6nigsleiten ist ein wundersch\u00f6nes und ruhiges Ferien- und Theaterdorf im Waldviertel. So ging es am Samstag zur Kost\u00fcmprobe mit g\u00fcltigem PCR-Test ins Waldviertel. Nach der Ankunft wurden wir auch sofort wieder einem Coronatest unterzogen. Vorher gab es keinen Zutritt.<\/p>\n<p>Zur Kost\u00fcmprobe kamen wir in einem Raum mit unz\u00e4hligen Kleiderst\u00e4ndern voller verschiedenster Klamotten. Dazu kamen noch Regale, angef\u00fchlt mit den unterschiedlichsten Schuhen. Nat\u00fcrlich alles der Zeit angepasst. So um das 18. Jahrhundert.<\/p>\n<p>Da man schon vorher seine Kleider- und Schuhgr\u00fc\u00dfe bekannt gegeben hatte, wurde man mit seiner entsprechenden Kleidung ausger\u00fcstet. Es wurde dann alles probiert, getauscht, und wiederprobiert, bis alles sa\u00df und passte. Es gab nat\u00fcrlich mehrere Hosen, Hemden oder Schuhe zum Ausprobieren. Mein Janker war nicht barrierefrei. Da war das Innenfutter so kaputt, dass ich ohne Hilfe nicht reinkam. Schlie\u00dflich passte alles und wir wurden von allen Seiten fotografiert.<\/p>\n<p>Ich habe mir auch die verschiedenen Schuhe angesehen und wunderte mich, wie man damals damit gehen konnte. Sie waren schwer, fest und steif. Heute l\u00e4uft man mit Schischuhen so herum.<\/p>\n<p>Im Kost\u00fcm ging es anschlie\u00dfend in die Maske zum Schminken. Mir wurde mit dem Hinweis, \u201c im Mittelalter gab es keine gewaschenen Haare\u201c, sofort ein Fett in die Haare geschmiert und dann wurden sie zu einem Zopf zusammengebunden. Nat\u00fcrlich kam dann noch Schminke ins Gesicht um unreine Haut oder \u00c4derchen zu simulieren. Auch hier wieder Fotos von allen Seiten. Dann kam wieder das zur\u00fcckverwandeln an die Reihe. Abschminken und zur\u00fcck in die Privatkleidung. Ich bekam noch die Anweisung, in der kommenden Woche nicht die Haare zu waschen und einen Bart wachsen zu lassen. Und ganz wichtig: Eine warme Unterw\u00e4sche anzuziehen. Die Filmszenen spielten schlie\u00dflich im Mai.<\/p>\n<p>Da es am Freitag, 29.10.2021 schon sehr fr\u00fch los ging, fuhren wir schon am Donnerstag nach K\u00f6nigsleiten. Wir bekamen in Litschau ein Appartement f\u00fcr 2 N\u00e4chte zur Verf\u00fcgung gestellt und brauchten uns auch nicht um die Verpflegung k\u00fcmmern.<\/p>\n<p>Am Freitag, nach dem Eintreffen nat\u00fcrlich wieder sofort der Coronatest. Dann bekam man eine Nummer und mit dieser Nummer erhielt man seine vorbereitete Garderobe. Das faszinierende dabei, sie fragten nicht, wer man ist, sie wussten es und kannten uns alle beim Vornamen.<\/p>\n<p>An den Kleiderst\u00e4ndern h\u00e4ngten jetzt S\u00e4cke mit den Nummern. Nat\u00fcrlich gab es auch hier wieder eine Unterst\u00fctzung beim Umkleiden. Man bekam sein Kost\u00fcm und die Privatkleidung kam in den Sack. Der kam dann zur\u00fcck mit der Nummer auf den Garderobest\u00e4nder. Das war mit Unterst\u00fctzung eine Angelegenheit von einigen Minuten. Gleichzeitig waren 5 Umkleidebereiche eingerichtet. Nat\u00fcrlich nach Geschlecht getrennt. Am 2. Tag ging es noch schneller.<\/p>\n<p>Anschlie\u00dfend kam wieder die Maske an die Reihe. Es wurde nach den Fotos aus der Vorwoche gearbeitet. Diesmal wurden auch noch die Fingern\u00e4gel und die H\u00e4nde geschminkt. Eigentlich alles, was von der Haut sichtbar war. Auch hier waren gleichzeitig mehrere Maskenbildner am Werk.<\/p>\n<p>Wenn eine Gruppe fertig war wurde sie im Shuttlebus nach Sa\u00df gefahren. Ungef\u00e4hr 10 Minuten Fahrzeit von K\u00f6nigsleiten entfernt. Dort stand ein alter Vierkanter aus dem 18. Jahrhundert. Und sonst nichts, au\u00dfer einer wundersch\u00f6nen Waldviertler Gegend. Und ein gro\u00dfer Autopark von der Ulrich Seidl Film.<\/p>\n<p>Nachdem man in den Innenhof des Vierkanters kam, war man sofort in einer anderen Welt. Die alten Schuppen, das Strohdach, die kleinen Fenster und der rauhe Boden des Innenhofes mit seinen verschieden hohen Granitplatten und somit unebenen Boden. Sehr viele Komparsen standen verteilt oder in Gruppen im Hof und warteten gespannt, so wie wir, was da auf uns zukommt. Eine Gruppe tschechischer Komparsen stach heraus. Es waren H\u00fcnen mit 2 Meter Gr\u00f6\u00dfe, alle hatten lange wei\u00dfe Haare und B\u00e4rte. Was sie aber nicht hatten, das waren \u201eZ\u00e4hne\u201c. Anscheinend stellten sie eine Gruppe tschechischer Holzknechte dar. Mich erinnerten sie an R\u00fcbezahl. Anderen wurden f\u00fcr bestimmte Filmszenen die Z\u00e4hne gelb gef\u00e4rbt.<\/p>\n<p>Den gr\u00f6\u00dften Spa\u00df hatten die Kinder und der Hund Jagger (Laut seinem Herrchen, nach Mick Jagger). Der bekam alle paar Sekunden seine Streicheleinheiten. Die Kinder, vom Baby bis Jugendliche, sahen in ihren mittelalterlichen Kost\u00fcmen sehr putzig aus. Auch Jagger bekam eine an die Zeit angepasste Leine. Das Herrchen von Jagger, ein \u00e4lterer Mann mit langen wei\u00dfen Haaren und Bart hatte es nicht so gut getroffen. Er musste die ganze Zeit mit Holzschuhen herumlaufen.<\/p>\n<p>F\u00fcr den Dreh wurde der ebene Boden seit dem Fr\u00fchjahr ab- und ausgegraben. Mit Granitplatten und vierschieden gro\u00dfen Steinen ausgelegt und sehr uneben zur\u00fcckgelassen. Zwischen den Platten gab es Spalten und waren auch noch schief verlegt. So wie es fr\u00fcher so \u00fcblich war und niemanden st\u00f6rte. Wer vielleicht das Freilichtmuseum in St\u00fcbing bei Graz kennt und dort die alten Bauernh\u00e4user besucht hat, wei\u00df, was ich meine. Der Mann mit seinem Holzschuhen hatte keine Freude mit den Steinen und ich auch nicht besonders.<\/p>\n<p>An mehreren Stellen brannten gro\u00dfe Feuer. Es gab doch eine gro\u00dfe Hochzeit zu feiern. Bei einer Feuerstelle wurde in gro\u00dfen Suppent\u00f6pfen herumger\u00fchrt. Schlie\u00dflich sollten die Karotten- und Klachlsuppe f\u00fcr einige Filmszenen zum Ausschenken bereit stehen. Bei einer anderen Feuerstelle steckte eine Wildsau am Spies und es sollte mehrere Stunden dauern bis sie zum Verspeisen bereit war. Dem Komparsen an Feuer, der den Spies drehte wurde versprochen, dass er nach einer Stunde abgel\u00f6st wird. Diesen Job wollte aber niemand und so drehte er nach 6 Stunden noch immer glei\u00dfig die Sau. Daf\u00fcr bekam er dann sicher eine Extraportion Wildsau in der Holzsch\u00fcssel.<\/p>\n<p>Obwohl hier mehrere offene und gro\u00dfe Feuer im Innenhof brannten, passierte nichts. Alle Holzteile und das Strohdach wurden vorher mit entsprechenden Fl\u00fcssigkeiten impr\u00e4gniert. So gab es auch keine Funken, die unkontrolliert herumflogen. Deshalb war auch ein Mitarbeiter f\u00fcr Spezialeffekte dabei. Es waren auch \u00fcberall Feuerl\u00f6scher versteckt und drau\u00dfen stand die Feuerwehr in Bereitschaft. Ich habe mich am Anfang nur gewundert, warum ein Holzbalken, der direkt \u00fcber einem Feuer hing, nicht zu brennen begann. Das R\u00e4tsel hat mir dann der Experte f\u00fcr die Spezialeffekte erkl\u00e4rt. Und das Feuer nicht immer gleich Feuer ist. Besonders beim Film.<\/p>\n<p>Es wurden \u00fcber dem Tag verteilt (es ging f\u00fcr einige Komparsen bis 22:00 Uhr)<\/p>\n<p>Mehrere Filmszenen gedreht. Es wird einmal besprochen und erkl\u00e4rt, dann durchgespielt, dann noch einmal und noch einmal. In der Zwischenzeit wird die Kamera, die Beleuchtung,, der Ton und was so alles dazugeh\u00f6rt, aufgebaut. Dann wurde gedreht. Bis alles zusammenpasste (Kamera, Beleuchtung, Ton, Positionen etc.) wurde auch hier mehrmals ein Anlauf genommen. Wenn dieser Dreh abgeschlossen war, wurde f\u00fcr die gleiche Szene alles umgestellt und umgebaut. Und die Szene aus einer anderen Position gefilmt.<\/p>\n<p>Einen Tag zuvor war das Filmteam im H\u00f6llental und drehten dort eine Szene beim W\u00e4schewaschen am und im Bach. Die Komparsen erz\u00e4hlten, dass sie schon blaue H\u00e4nde hatten, da die Szenen 10 Mal wiederholt wurden. Im kalten Herbstbach ist das Waschen und das Auswringen nicht so einfach. Das galt auch f\u00fcr die Hauptdarstellerin.<\/p>\n<p>Es wurden auch f\u00fcr das Suppe ausschenken genaue Anweisungen gegeben. Schlie\u00dflich wurden auch hier wieder Kamera, Licht und Ton ben\u00f6tigt. Hier konnte man frei Schnauze reden, sollte aber ober\u00f6sterreichisch klingen. Beim Aufschneiden der Wildsau wurde vorher auch das Aufschneiden geprobt. Schlie\u00dflich \u00fcbernahm Maria Hofst\u00e4dter, als Mutter der Hauptdarstellerin im Film, selbst diese Aufgabe. Man bekam die gegrillte Wildsau in einer Holzsch\u00fcssel und musste nat\u00fcrlich mit den Fingern essen. Um auch authentisch r\u00fcberzukommen, wischte man seine Finger dann in den Janker. Eine gegrillte Wildsau schmeckt sehr gut. Und als Steirer kenne ich eine Klachlsuppe auch ganz genau.<\/p>\n<p>Zwischendurch wurde flei\u00dfig getanzt und musiziert. Nat\u00fcrlich auch wieder nach Regieanweisungen und bei laufender Kamera, Ton und Beleuchtung. Da auch diese Szenen mehrmals wiederholt wurden, hingen einige schon bald die Zunge heraus. Aufgrund des unebenen Bodens hielt ich mich von diesen Vergn\u00fcgen fern und w\u00e4rmte mich in der Zwischenzeit am Feuer. Klatschen und Johlen kann auch zur Stimmung beitragen. Jedenfalls lies der Regisseur \u00f6fters, \u201ejetzt Stimmung\u201c und \u201eBrillen und Handys weg, wir drehen\u201c, im Hof h\u00f6ren.<\/p>\n<p>Die Musikanten waren den ganzen Tag im Einsatz. Es wurde immer und \u00fcberall aufgespielt. Das waren Profis an ihren mittelalterlichen Instrumenten. Die Instrumente im Mittelalter waren die Harfe, Laute, Fidel, Horn, Fl\u00f6te und Trommeln, aber auch heute weniger bekannte wie das Psalterium, Trumscheit, die Schalmei, Drehleier oder Sackpfeifen.<\/p>\n<p>Auch der Most- und Bierschenk hatte immer viel zu tun. Schlie\u00dflich gab es den ganzen Tag echtes Bier und echten Most zu trinken. Einigen merkte man das schon an, besonders den tschechischen H\u00fcnen. Das war aber beabsichtigt und man konnte ganz sich selber spielen. Aber daf\u00fcr ist Ulrich Seidl ja bekannt. Nat\u00fcrlich gab es auch alkoholfreie Getr\u00e4nke. Schlie\u00dflich waren ja auch Kinder dabei.<\/p>\n<p>Dann wurde alles f\u00fcr Innenaufnahmen\u00a0 in den Stadl verfrachtet und es ging wieder von vorne los. Um das Tageslicht noch auszun\u00fctzen, wurden auch noch Aufnahmen auf der Wiese vor dem Hof gedreht. Daf\u00fcr standen schon den ganzen Tag H\u00fchner im Stall bereit. Der Hauptdarsteller war nat\u00fcrlich der Hahn. Laut Hochzeitsbrauch wurde er Rituel umgebracht. Aber keine Sorge, nach den Aufnahmen kehrte er gl\u00fccklich und lebend zu seinen H\u00fchnern zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Am sp\u00e4ten Nachmittag wurden die ersten Komparsen zur\u00fcck nach K\u00f6nigsleiten gebracht. Das Umziehen ging jetzt schon schneller. Es stand auch wieder eine Assistenz bereit. Da man den ganzen Tag immer Feuer und Rauch ausgesetzt war, konnte man das auch entsprechend riechen.<\/p>\n<p>Am Samstag ging der Tag auch wieder mit dem Coronatest los. Dann wieder mit Unterst\u00fctzung in die verrauchten Klamotten und dann in die Maske. Und es ging immer schneller. Anschlie\u00dfend stand das Fr\u00fchst\u00fcck am Programm. Da konnte man sich diesmal Zeit lassen. Da wir alle in einem Gro\u00dfraumbus nach Kleinzwettl zur dortigen Wehrkirche gekarrt wurden, mussten wir warten, bis alle bereit waren.<\/p>\n<p>Im n\u00f6rdlichen Waldviertel liegt eine kleine Ortschaft, Kleinzwettl. Zwei geteerte Stra\u00dfen f\u00fchren hin, ein paar H\u00e4user und Bauernh\u00f6fe gibt es und die Wehrkirche. Sie steht auf einem sogenannten &#8222;Hausberg&#8220;, einer Bauform, die in der Mitte aus dem &#8222;Kernwerk&#8220; besteht, um das herum ein Graben ist und danach der &#8222;Wall&#8220; folgt.<\/p>\n<p>In Kleinzwettl wurde \u201eder Auszug aus der Kirche\u201c gedreht. Die mittelalterliche Wehrkirche mit einer in voller H\u00f6he erhaltener Bruchsteinmauer stellte genau das richtige Umfeld dar.<\/p>\n<p>Als wir bei der Kirche \u00a0ankamen, war die komplette Filmcrew schon l\u00e4ngst bei der Arbeit. Schlie\u00dflich musste wieder alles aufgebaut werden. Diesmal kam auch ein Kamerakran zum Einsatz.<\/p>\n<p>Der Kamerakran wird in der Film- und Fernsehtechnik eingesetzt, um Kamerafahrten in drei Dimensionen zu erm\u00f6glichen. Das Motiv wird beispielsweise \u201e\u00fcberflogen\u201c, die Kamera kann sich von oben auf das Motiv zubewegen oder von ihm entfernen. Es lassen sich auch Flugaufnahmen aus geringer H\u00f6he simulieren.<\/p>\n<p>Da es diesmal ein bisschen Action gab, waren auch eine Stuntkoordinatorin und ein Stuntgirl im Einsatz. Jedenfalls mussten wir die Braut, wie es damals wahrscheinlich der Brauch war, \u00fcber unseren K\u00f6pfen nach unten weiterreichen. Dazu gab es wieder die entsprechenden Anweisungen. Zuerst gab es ein Trockentraining, dann kam das Stuntgirl zum Einsatz. Sie wurde am Anfang der Gruppe nach oben gehoben und mit dem Kopf voraus nach unten weitergeschoben. Auch das wurde \u00f6fters geprobt. Dabei wurden unsere Positionen (2 Schritte nach oben, 1 Schritt nach rechts usw.) auch st\u00e4ndig angepasst. Mit der Krankamera wurden auch entsprechende Probefahrten gemacht. Schlie\u00dflich war die Hauptdarstellerin an der Reihe. Auch die musste einige Male \u00fcber unsere K\u00f6pfe nach unten. Mir wurde erz\u00e4hlt, dass sie nicht so gl\u00fccklich dreinschaute.<\/p>\n<p>Beim Proben mit dem Stuntgirl merkte man deren Training. Sie hatte eine extreme K\u00f6rperspannung von der Sohle bis zur Haarwurzel. Als sie \u00fcber unsere K\u00f6pfe weitergeschoben wurde, war sie so hart wie ein Brett. Somit war sie f\u00fcr uns leicht, sie \u00fcber unsere K\u00f6pfe zu schieben. Bei der Hauptdarstellerin war es schon etwas schwieriger. Sie konnte keine so starke K\u00f6rperspannung aufbauen und h\u00e4ngte somit gewaltig durch. Aber auch diese Szene brachten wir nach mehrmaligen Durchl\u00e4ufen in den Kasten. So sagte es zumindest der Kameramann.<\/p>\n<p>Eine weitere Szene, die gedreht wurde, war das Herunternehmen der Braut am Ende der Schlange. Auch das wurde \u00f6fters geprobt und gedreht. Und Schlie\u00dflich kam es dann zur letzten Szene an diesen Tag. Der Auszug aus dem Kirchhof. Dazu wurde nat\u00fcrlich wieder das komplette Equipment nach drau\u00dfen geschleppt und wieder aufgebaut. Dann wurde die Szene wieder besprochen, geprobt und gedreht. Einmal kam die Anweisung des Kameramannes, alles nochmal zur\u00fcck, da haben 2 direkt in die Kamera geblickt. Und alles marschierte wieder die Anh\u00f6he hinauf.<\/p>\n<p>Der Tag endete mit einem gemeinsamen Essen der Laiendarsteller \u00a0mit der gesamten Filmcrew inklusive der Hauptdarsteller in K\u00f6nigsleiten.<\/p>\n<p>Von der Idee bis zum Kinostart oder bis zur Ausstrahlung im Fernsehen kann sich ein Filmprojekt sehr lange hinziehen. Casting der Darsteller, suchen von geeigneten Objekten und Drehorten und deren Adaptierungen. Siehe ab- und umgraben des Innenhofes des Vierkanters. Nat\u00fcrlich mit der Wiederherstellung nach Drehende. Wenn das nicht m\u00f6glich ist, dann wird auch eine entsprechende Filmkulisse nach- und aufgebaut. So wurde zum Beispiel 1973 im steirischen Bad Mitterndorf f\u00fcr die Verfilmung von Jacks Londons \u201eWolfsblut\u201c eine komplette Westernstadt aufgebaut. Die Hauptdarsteller damals waren Franco Nero und Raimund Harmsdorf (Der Seewolf). Der nach einer Schmutzk\u00fcbelkampagne einer deutschen Zeitung kein Engagement mehr bekam und sich deshalb das Leben nahm.<\/p>\n<p>Es war ein tolles Erlebnis, so etwas einmal aus der ersten Reihe miterleben zu d\u00fcrfen und k\u00f6nnen. Da stellt sich die Frage, ob man das kann, gar nicht. Man kann es einfach. Alle, die so eine Gelegenheit bekommen, sofort zugreifen! Und wenn es nur ein Casting ist. Obwohl sehr viel Zeit mit warten verbracht wird, kann man \u00fcberall seine Eindr\u00fccke sammeln und auch ins ber\u00fchmte Fettn\u00e4pfchen treten.<\/p>\n<p>Wenn man nun fast blind ist, hat man auch entsprechende Erlebnisse, besonders wenn man nicht erkennt, wer neben dir steht.<\/p>\n<p>So stand ich mit einem Humpen bei der Wildsau am Grill und unterhielt mich mit dem Metzger. Da gesellte sich eine Dame zu uns und stie\u00df mit mir an. Als ich nach den Namen fragte, kam die Antwort: \u201eMaria\u201c. Ich stellte mich auch vor. Dann wollte ich wissen, ob sie auch zu den Komparsen geh\u00f6rt. Ihre Antwort: \u201eNein, ich bin die Hauptdarstellerin Maria Hofst\u00e4tter\u201c. Wir haben uns dann sehr gut unterhalten. Und ich kann immer sagen, dass ich Maria Hofst\u00e4tter am Filmset kennengelernt habe.<\/p>\n<p>Auch der Hund Jagger, von dem man in den 2 Tagen kein einziges Bellen geh\u00f6rt hat, zeigte was er draufhat, als eine Katze vorbeirannte.<\/p>\n<p>Und die Kinder tr\u00e4umten schon von Millionen, als sie ihre Gage abholten.<\/p>\n<p>Was schon bei der Ankunft zur Kost\u00fcmprobe auffiel, wir wurden nicht gefragt, wer wir sind. Sie wussten, wer wir waren und sprachen uns sofort mit unseren Vornamen an. Das wurde von der gesamten Crew so praktiziert und man f\u00fchlte sich sofort willkommen und mittendrin. Mir wurde auch kein Formular zum Ausf\u00fcllen vorgelegt. Entweder war es schon ausgef\u00fcllt oder mir wurde sofort Hilfe angeboten. Auch beim Drehen war immer eine Unterst\u00fctzung bereit, auch vom Regisseur himself. Sie wussten, wie man mit Menschen mit Behinderung umgeht. Solange es solche Menschen gibt, ist die Welt noch nicht verloren.<\/p>\n<p>Ich bin schon auf das Ergebnis gespannt. Wie aus vielen Einzelszenen und Episoden der Film zusammengeschnitten wird. F\u00fcr mich war es ein Kuddelmuddel, dass aber perfekt funktionierte. Es wurde nichts dem Zufall \u00fcberlassen. Es war immer alles zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Sie hatten an alles gedacht. Bis auf eines: Freitag Vormittag wurde verzweifelt jemand gesucht, der ein Bierfass anschlagen kann.<\/p>\n<p>Und eine gegrillte Wildsau schmeckt hervorragend.<\/p>\n<p>Details zum Film:<\/p>\n<p>Titel: Des Teufels Bad.<\/p>\n<p>Englischer Titel The Devil&#8217;s Bath<\/p>\n<p>Drehbuch und Regie: Veronika Franz, Severin Fiala<\/p>\n<p>Regie Severin Fiala, Veronika Franz<\/p>\n<p>Kamera Martin Gschlacht<\/p>\n<p>Schnitt Michael Palm<\/p>\n<p>Original-Ton Andreas Hildebrandt<\/p>\n<p>Sound Design Matz M\u00fcller, Erik Mischijew<\/p>\n<p>Kost\u00fcmbild Tanja Hausner<\/p>\n<p>Szenenbild Andreas Donhauser, Renate Martin<\/p>\n<p>Musik Anja Plaschg<\/p>\n<p>Besetzung Anja Plaschg (Agnes), Maria Hofst\u00e4tter (Mutter)<\/p>\n<p>Produktionsleitung Edgar Cox<\/p>\n<p>Fernsehbeteiligung ORF (Film\/Fernseh-Abkommen), BR\/Arte<\/p>\n<p>Drehort \u00d6sterreich, Deutschland<\/p>\n<p>Drehzeit November 2020 &#8211; Dezember 2021<\/p>\n<p>Drehtage 40<\/p>\n<p>Drehstart 07.11.2020<\/p>\n<p>Fertigstellung Winter 2022\/2023<\/p>\n<p>Produzent in \u00d6sterreich Ulrich Seidl<\/p>\n<p>Ein danke geht an die ehemalige Theatergruppe ESSELLISSIMO. Schlie\u00dflich habe ich dort einiges gelernt und hatte tolle Theaterkollegen. Ohne deren damaliger Unterst\u00fctzung und Geduld h\u00e4tte ich dieses Erlebnis nicht gehabt. Bis uns das Leben einholte und eine Dame mit enormer krimineller Energie alles zunichte machte. Leider ist sie schon wieder in Freiheit.<\/p>\n<p>Und ein besonders gro\u00dfes danke geht an Sabine f\u00fcr ihre gro\u00dfartige Unterst\u00fctzung. Ich habe mich immer sicher gef\u00fchlt.<\/p>\n<h2>Sp\u00f6rbichl bei Windhag \u2013 Eisstockschie\u00dfen f\u00fcr und mit Blinden und Sehbehinderten. (Sonntag, 26.01.2020)<\/h2>\n<p>Am Sonntag, 26.01.2020 wurde in Sp\u00f6rb\u00fcchl bei Windhag ein Eisstockschie\u00dfen f\u00fcr Blinde und Sehbehinderte organisiert. Der Initiator dieses Zusammenkommens war Alfons A.. Alfons organisiert auch die Montagswanderungen f\u00fcr Blinde und Sehbehinderte in Linz und Umgebung.<\/p>\n<p>Diese Eisbahn liegt idyllisch am Waldrand, ist mit Flutlicht f\u00fcr Abendturniere ausgestattet und hat nat\u00fcrlich die Holzh\u00fctte, um sich mit Tee aufzuw\u00e4rmen. Diese Eisbahn wird in PrivatInitiative betrieben und wird bestens betreut.<\/p>\n<p>Wir waren 12 Blinde, Sehbehinderte und Begleiter. Die Eisst\u00f6cke der Blinden und Sehbehinderten bekamen eine Glocke umgeh\u00e4ngt. Dann wurden 2 Mannschaften gebildet. Was nat\u00fcrlich wichtig war, wir befestigten uns Spikes an den Schuhen. Schlie\u00dflich will man ja stehend schie\u00dfen.<\/p>\n<p>Nachdem die Daube aufgelegt war, konnte es losgehen. Die Blinden und Sehbehinderten wurden durch ihre Mitspieler eingewiesen. Ein wenig nach rechts, ein wenig nach links, st\u00e4rker antauchen, passt. Nat\u00fcrlich aus sicherer Entfernung. Und mit dieser Hilfe wurden von den Blinden und Sehbehinderten auch sehr gute Treffer gelandet. Obwohl es im laufe des Nachmittags immer k\u00fchler wurde, vergn\u00fcgten wir uns einige Stunden am Eis. Nat\u00fcrlich mit einer Teepause dazwischen.<\/p>\n<p>Nach unserer Eisstockpartie sa\u00dfen wir noch in der warmen Holzh\u00fctte bei Tee und einer Jause zusammen und genossen die Gem\u00fctlichkeit. Einige fuhren anschlie\u00dfend ins Dorf Pieberschlag um dort im Gasthaus zum Waldlehrpfad die heimische K\u00fcche zu genie\u00dfen.<\/p>\n<p>Dieser nette und tolle Sonntagnachmittag wurde bei Kaffee und selbstgebackenen Mohn- und Nusskuchen abgeschlossen.<\/p>\n<p>Solche Veranstaltungen sind ohne kompetente Begleiter nicht durchzuf\u00fchren. Diese Begleiter bringen die entsprechende Geduld auf und \u00fcbertragen diese auf die Blinden und Sehbehinderten. Deshalb ein gro\u00dfes Danke an die Betreiber der Eisbahn f\u00fcr die gute und tolle Unterst\u00fctzung.<\/p>\n<p>Und auch ein Danke an Alfons A. f\u00fcr seine Initiative. Nat\u00fcrlich auch ein gro\u00dfes Danke an die Gastfreundlichkeit der Familie A. aus Sp\u00f6rb\u00fcchl.<\/p>\n<p>Ich freue mich auf das n\u00e4chste Eisstockschie\u00dfen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>Eine Woche im\u00a0 Erholungszentrum des BSV V in Schwarzach \u2013 Ein Reisebericht. 29.08.2020 bis 05.09.2020<\/h2>\n<h4>Auf dem Weg ins L\u00e4ndle \u2013 Samstag 29.08.2020<\/h4>\n<p>Zum dritten Mal machte sich eine Gruppe der Blindenpastoral Linz auf dem Weg Richtung Westen ins L\u00e4ndle. Alfons, Gerhard, Martin, Christian, Inka, Hans, Monika, Erika, Anni, Brigitte und Maria waren wieder eine Woche im Erholungszentrum des Blinden- und Sehbehindertenverbandes Vorarlberg im \u201eHaus Ingr\u00fcne\u201c in Schwarzach zu Gast.<\/p>\n<p>Die Zugfahrt am Samstag, 29.08.2020 verlief, abgesehen von der Mund- und Naseschutzma\u00dfnahme, problemlos. Bei der Ankunft in Dornbirn sch\u00fcttete es extrem und dieses Wetter sollte noch l\u00e4nger anhalten. Wir wurden am Bahnhof von Moni, Elias und Robert abgeholt und zum \u201eHaus Ingr\u00fcne\u201c chauffiert. Da wir uns ja schon auskannten, ging das Einchecken sehr schnell von statten und so konnten wir es uns bei Kaffee und Kuchen gem\u00fctlich machen und ankommen. Abends genossen wir das gem\u00fctliche Zusammensitzen.<\/p>\n<h4>Ankommen im L\u00e4ndle &#8211; Sonntag, 30.08.2020<\/h4>\n<p>F\u00fcr Sonntag war kein Programm von Elias (Leiter Erholungszentrum \u201eHaus Ingr\u00fcne\u201c geplant und somit stellten wir das Programm individuell zusammen. Einige spazierten oder fuhren zur Wallfahrtskirche Bildstein (Seeh\u00f6he 659 m) hoch und nahmen dort am Gottesdienst teil. Die Anderen blieben im Erholungszentrum und genossen deren Annehmlichkeiten.<\/p>\n<p>Nachmittags wellnesten wir und nach Kaffee und Kuchen trafen wir uns im gem\u00fctlichen Aufenthaltsraum. Da in unserer Gruppe 2 Musikanten waren, machten wir einen Musiknachmittag daraus. Christian und Martin spielten auf der Gitarre und am Akkordeon. Von den roten Lippen, die man k\u00fcssen soll, \u00fcber das Kufsteinlied bis drunten in der gr\u00fcnen Au war da schon einiges dabei. Auch Pirron und Knapp mit dem Tr\u00f6pferlbad und dem Campingurlaub kamen nicht zu kurz.<\/p>\n<h4>Reise in die Vergangenheit &#8211; Montag, 30.08.2020<\/h4>\n<p>Da das Wetter am Vormittag besser war, spazierten wir nach Schwarzach (Seeh\u00f6he 433 m) runter und besichtigten den Ort und die Pfarrkirche Hl. Sebastian. Nat\u00fcrlich mussten wir den steilen Weg auch wieder zur\u00fcckgehen.<\/p>\n<p>Der Ort Schwarzach z\u00e4hlt zu den Gemeinden im Bezirk Bregenz und hat rund 3.840 Einwohner. In der Zeit von 1804 bis einschlie\u00dflich 1814 geh\u00f6rte Schwarzach zu Bayern und wurde dann wieder \u00d6sterreich zugeordnet.<\/p>\n<p>Nachmittags machten wir uns nach Hohenems auf und besuchten dort das Schuhmachermuseum von Karl Nachbauer. Es war ein Besuch in der Vergangenheit. Nicht der Letzte in dieser Woche.<\/p>\n<p>Werkzeug, Ger\u00e4te, spezielle N\u00e4hmaschinen, dutzende Holzleisten f\u00fcr alle Schuhgr\u00f6\u00dfen und das notwendige Rohmaterial erinnern an ein Handwerk, das mittlerweile beinahe ausgestorben ist, nachdem es vor langer Zeit noch allt\u00e4glich war.<\/p>\n<p>Daneben konnten wir Dokumente, verschiedene Werkzeuge und alte Haushaltsger\u00e4te angreifen und begreifen. Es lag auch noch der Geruch der alten Zeit in der Luft. Faszinierend war ein Fernseher aus dem Jahr 1957.<\/p>\n<h4>Ein Hauch von Salzbergwerk &#8211; Dienstag 01.09.2020<\/h4>\n<p>Dienstag war noch immer Regen angesagt. Ein geplanter Ausflug ist buchst\u00e4blich ins Wasser gefallen. Aber das Erholungszentrum \u201eIngr\u00fcne\u201c ist f\u00fcr solches Wetter sehr gut ausgestattet.<\/p>\n<p>Einige fuhren ins gr\u00f6\u00dfte Einkaufszentrum Vorarlbergs. In den Messepark in Dornbirn. Die anderen genossen wieder die Annehmlichkeiten des Hauses. Dazu geh\u00f6ren eine Infrarot- und eine finnische Sauna, ein Fitnessraum (Ruderbank, Laufband, Ergometer, Crosstrainer, Massagetisch), ein Erholungsraum, ein gem\u00fctlicher Aufenthaltsraum, eine Blindenschie\u00dfanlage, ein Showdowntisch (Tischball oder Blindentischtennis) und eine Kegelbahn f\u00fcr Blinde und Sehbehinderte. Au\u00dferdem \u00a0standen uns auch ein Getr\u00e4nke und Kaffeeautomat zur Verf\u00fcgung. Nat\u00fcrlich alles mit Braille beschriftet und somit barrierefrei..<\/p>\n<p>Nachmittags ging es, wie bereits in den beiden Jahren zuvor, zum Durchatmen und zum Entspannen in die Salzgrotte nach Lindau.<\/p>\n<p>Angenehme Entspannungsmusik in Verbindung mit der warmen Atmosph\u00e4re der beleuchteten Salzkristalle sowie das gro\u00dfe Gradierwerk (die Saline) lie\u00dfen uns bald in einen entspannten Schlaf fallen. Nach dem sanften Wecken genossen wir noch ein Kristallsalz Peeling.<\/p>\n<p>Abends war Kegeln angesagt. Dazu kamen Manfred und Herta ins Erholungszentrum. Auch Dietmar und Elias gesellten sich dazu.<\/p>\n<p>Nachdem wir uns locker eingeschossen hatten, kam es nat\u00fcrlich zum Wettkampf zwischen 2 Gruppen. Zum Abschluss gab es eine Fuchsjagd. Eine sehr interessante und tolle Variante beim Kegeln. Diese Kegelvariante kannten die Ober\u00f6sterreicher noch nicht.<\/p>\n<h4>Saubirne und Goebbel\u00b4s-Schnauze &#8211; Mittwoch 02.09.2020<\/h4>\n<p>Endlich war auch das sch\u00f6ne Wetter bei uns in Schwarzach angekommen. Nach dem Fr\u00fchst\u00fcck fuhren wir in die Marktgemeinde H\u00f6rbranz und tauchten in die Welt das Schnapsbrennens ein. In der Schnapsbrennerei Prinz wurde uns die traditionelle Brennkunst erkl\u00e4rt und vorgestellt.<\/p>\n<p>Mitte des 16. Jahrhunderts wurde das Schnapsbrennen in \u00d6sterreich erstmals urkundlich erw\u00e4hnt. Waren es damals noch die M\u00f6nche, die sich in den Kl\u00f6stern mit diesem Handwerk besch\u00e4ftigten, so wurde es im Laufe der Zeit auch von den Bauern erlernt und betrieben. Zur Zeit der \u00f6sterreich-ungarischen Monarchie kam es dann zu einer regelrechten Hochbl\u00fcte des Schnapsbrennens, infolgedessen das \u201eSchnapsbrenn-Monopol\u201c durch Kaiserin Maria Theresia an besonders flei\u00dfige und rechtschaffende Bauern verliehen wurde.<\/p>\n<p>So kam es, dass der Fein-Brennerei (damals noch Gasthaus und Bauernhof mit angeschlossener Hausbrennerei) das Brennrecht urkundlich durch Kaiserin Maria Theresia verliehen wurde \u2013 ein Meilenstein f\u00fcr die damals noch junge Geschichte der Fein-Brennerei.<\/p>\n<p>In weiterer Folge wurde die Hausbrennerei in Verschlussbrennerei (Man kann Tag und Nacht brennen) umgewandelt, die einer strengen Kontrolle durch den Zoll unterliegt. \u00dcber 340 Plomben stellen sicher, dass der Zoll jeden Monat die Destillats-Menge kontrollieren kann. (F\u00fcr die #Brandweinsteuer).<\/p>\n<p>In der Schnapsbrennerei Prinz werden im Jahr zwischen 8.000 und 10.000 Tonnen verschiedener Obstsorten zu Schn\u00e4psen verarbeitet. Das Obst (Saubirne, Williamsbirne, Marille, Kirsche, Zwetschke) wird in 27 Tanks (110.000 Liter) zur Maische vergoren. Pro Tag werden etwa 30 Tonnen Maische verarbeitet. Aus 100 Kg Williamsbirne bekommt man etwa 2,5 Liter Schnaps heraus.<\/p>\n<p>Es gibt 3 Sorten von Destillaten: Schnaps, Edelbrand, Lik\u00f6r und nat\u00fcrlich gab es entsprechende Kostproben der einzelnen Destillate.<\/p>\n<p>Nachmittags gab es die n\u00e4chste Reise in die Vergangenheit und unserer Jugendzeit. Wir besuchten das Radiomuseum Herbert Rauch in Lustenau.<\/p>\n<p>Nicht weniger als 550 Radios gibt es in Rauch\u2019s Radiomuseum zu bestaunen. \u201cIn einem Lagerraum gibt es \u00a0nochmal so viele Ger\u00e4te. Die werden auch immer wieder als Ersatzteillager benutzt. Unter anderem findet man Ger\u00e4te der Marken Ingelen, Philips, Grundig, Blaupunkt, Jura, Minerva, Nora, Braun, Bang &amp; Olufsen, Saba und einige l\u00e4ngst vergessene Marken.<\/p>\n<p>Ein beeindruckendes und zeitgeschichtliches Ausstellungsst\u00fcck ist die \u201eGoebbel\u00b4s-Schnauze\u201c. Der Volksempf\u00e4nger aus der Nazizeit.<\/p>\n<p>Dazu kommen noch Fernseher, Tonbandger\u00e4te, Grammophone, Plattenspieler, Kassettenrekorder, Jukebox, Leierkasten und eine Schallplattensammlung von 13.000 Singles und hunderten Langspielplatten.<\/p>\n<p>Das wertvollste St\u00fcck im Museum ist f\u00fcr Rauch zweifelsohne der \u00f6sterreichische Ingelen Geographic US537W aus dem Jahr 1937: \u201cDas ist das St\u00fcck, von dem jeder Radiosammler tr\u00e4umt. In den 90ern wurde so ein Exemplar auf einer Auktion in Wien f\u00fcr 42.000 Schilling verkauft. Das Besondere am Ingelen ist seine Frequenzanzeige. Jeder ausgew\u00e4hlte Sender entspricht einer Stadt auf der Europakarte.<\/p>\n<p>Die Ausstellungsst\u00fccke kommen aus der ganzen Welt. Haupts\u00e4chlich sind die Radios aber aus der Schweiz. Fabriziert wurden sie in \u00d6sterreich, Deutschland, der Schweiz, Frankreich, England, Holland, Schweden, den Vereinigten Staaten von Amerika, Japan, Russland, Tschechien und der ehemaligen DDR.<\/p>\n<p>So nebenbei gab es auch noch andere Ausstellungst\u00fccke wie Schreibmaschine, Registrierkasse oder ein altes Wandtelefon.<\/p>\n<p>Wir konnten viele Ausstellungst\u00fccke anfassen und einige sogar ausprobieren. \u201aBei den Hits aus den F\u00fcnfzigern und Sechzigern, die manche auch mit Begeisterung mitsangen, wurden wir wieder jung.<\/p>\n<p>Es war eine Reise in die Vergangenheit und in unsere Jugendzeit. Viele solcher Ger\u00e4te haben wir selbst noch benutzt.<\/p>\n<p>Auf der R\u00fcckfahrt fuhren wir nach Lauterach und einige besuchten einem Hofladen. Den kannten wir schon von unserer Urlaubswoche aus dem Jahr 2019. \u00a0Sie holten sich einen Riebel (Vollkorngriess). Auch eine handgeschmiedete Eisenpfanne (Riebelpfanne mit Doppelgriff) war bei der R\u00fcckfahrt dabei.<\/p>\n<p>Da wir Zeit hatten, \u00a0machten wir noch einen kleinen Abstecher zum Jannersee. Einen Badesee in Lauterach. Im See wurde auch nach Opfern von Jack Unterweger gesucht.<\/p>\n<p>Abend spazierten wir nach Bildstein hoch und konnten einen grandiosen Blick \u00fcber das Rheintal mit traumhaften Sonnenuntergang genie\u00dfen. In Bildstein befindet sich auch eine Erscheinungskapelle.<\/p>\n<h4>Schweizer Wasserspiele &#8211; Donnerstag 03.09.2020<\/h4>\n<p>Heute war ein Ganztagesausflug angesagt. Nach dem Fr\u00fchst\u00fcck fuhren wir in die Schweiz und besuchten ein Highlight unweit des Bodensees. Nach etwa 1 \u00bd Stunden fahrt kamen wir nach Schaffhausen, zum Rheinfall. Einer der gr\u00f6\u00dften Wasserf\u00e4lle Europas<\/p>\n<p>Auf dem Weg vom Bodensee nach Basel stellen sich dem Hochrhein mehrfach widerstandsf\u00e4hige Gesteine in den Weg, die das Flussbett verengen und die der Fluss in Stromschnellen und einem Wasserfall, dem Rheinfall, \u00fcberwindet.<\/p>\n<p>Wir h\u00f6rten schon von weitem das gewaltige Rauschen des Wasserfalls.<\/p>\n<p>Der Rheinfall hat eine H\u00f6he von 23 Metern und eine Breite von 150 Metern. Der Kolk (Wassergef\u00fcllte Vertiefung, Aush\u00f6hlung\u00a0 am Fu\u00df von Wasserst\u00fcrzen) in der Prallzone hat eine Tiefe von 13 Metern. Bei mittlerer Wasserf\u00fchrung des Rheins st\u00fcrzen im Rheinfall 373 Kubikmeter Wasser pro Sekunde \u00fcber die Felsen.\u00a0 Die h\u00f6chste Abflussmenge wurde im Jahr 1965 mit 1250 Kubikmetern, die geringste Abflussmenge im Jahr 1921 mit 95 Kubikmetern pro Sekunde gemessen.<\/p>\n<p>Der Rheinfall wird in der Mitte durch einen Felsen geteilt.<\/p>\n<p>Wir fuhren mit einem Ausflugsboot dicht an den Rheinfall heran. Da wir einen Audioguide bekammen, hatten wir immer die entsprechenden Infos zu unserer Fahrt.<\/p>\n<p>Auf dieser Rundfahrt erlebten wir die hinabst\u00fcrzenden Wassermassen aus n\u00e4chster N\u00e4he. Der Kapit\u00e4n steuerte das Boot schon so, dass wir auch etwas vom herabst\u00fcrzenden Wasser abbekammen. Nat\u00fcrlich schaukelte das Boot auch etwas heftiger. Was einiges Kreischen unter dem Bootsinsassinnen und Bootsinsassen ausl\u00f6ste.<\/p>\n<p>Bei anderen Rundfahrten kann man sich auch am mittleren Felsen absetzen lassen. Die Besteigung der Aussichtsplattform mit naher Sicht auf den Fall erfolgt \u00fcber schmale und steile Treppen.<\/p>\n<p>Nachdem wir wieder das Ufer erreicht hatten, suchten wir uns einen gem\u00fctlichen Platz zum Jausenen. Wir hatten ein gut gef\u00fclltes Lunchpaket mitbekommen. Diesen Platz fanden wir auch, mit direktem Blick auf den Rheinfall und immer das Rauschen im Hintergrund. Die Preise in den Restaurants waren nicht ohne. Wiener Schnitzel Euro 27,&#8211;, Frankfurter Euro 15,&#8211;, eine Kugel Eis 4 Fr\u00e4nkli (Euro 3,50).<\/p>\n<p>Anschlie\u00dfend spazierten wir \u00fcber viele Stufen am Rande des Rheinfalls bis zur Gemeinde Dachsen hoch. Immer begleitet vom gewaltigen Rauschen des Wasserfalls, der nur wenige Meter neben uns in die Tiefe st\u00fcrzte.<\/p>\n<p>Den Abend lie\u00dfen wir im Erholungszentrum sehr gem\u00fctlich, und da es das Wetter zulie\u00df, im Freien ausklingen.<\/p>\n<h4>Die Perle der Alpen &#8211; Freitag 04.09.2020<\/h4>\n<p>Auch am letzten Tag unserer Aktivit\u00e4ten im L\u00e4ndle war ein Ganztagesausflug angesagt. Wir fuhren ins Brandnertal. Auf einer kurvenreichen Bergstra\u00dfe und einer traumhaft sch\u00f6nen Gegend fuhren wir auf eine Seeh\u00f6he von 1558 m. Unser Ziel war die Talstadion der L\u00fcnerseebahn in Brand bei Bludenz.<\/p>\n<p>Die L\u00fcnerseebahn ist eine Luftseilbahn und Pendelbahn. Sie verbindet die Talstation am Talende im Gemeindegebiet von Brand mit der Bergstation bei der Staumauer des L\u00fcnersees im Gemeindegebiet von Vandans auf 1983 m Seeh\u00f6he.<\/p>\n<p>Die neue L\u00fcnerseebahn ist seit dem Juli 2020 wieder im Betrieb. Die Bahn ist komplett barrierefrei und somit auch mit Rollst\u00fchlen, Rollatoren oder Kinderw\u00e4gen zu nutzen.<\/p>\n<p>Mit der L\u00fcnerseebahn erreichten wir einen der sch\u00f6nsten Alpseen innerhalb einer 5-min\u00fctigen Seilbahnfahrt. Bequemer geht es nicht mehr, um einen hoch gelegenen Alpensee zu erreichen. Am Seeufer liegt die voll bewirtschaftete \u201eDouglash\u00fctte\u201c des Alpenvereins.<\/p>\n<p>Oben angekommen hatten wir einen traumhaften Blick auf den t\u00fcrkisblauen See und das R\u00e4tikongebirge, das sich im See spiegelten.<\/p>\n<p>Hier begann auch unsere Wanderung um den See. Der L\u00fcnersee ist der Startpunkt f\u00fcr zahlreiche Wanderungen unter anderem zur Schesaplana, dem h\u00f6chsten Berg im R\u00e4tikon. Das hatten wir aber nicht vor.<\/p>\n<p>Wir wandten uns nach rechts und wanderten auf einem Schotterweg dahin. Wir wurden von 2 Rollstuhlwanderen (Elektrisch) \u00fcberholt. Etwa zur H\u00e4lfte des Weges machten wir bei der Alpe L\u00fcnersee H\u00fctte (S\u00fcdseite des Sees) Rast. Zwischen H\u00fchnern und Ziegen sowie anderen Wanderern verzehrten wir unsere Jause. 4 von unserer Gruppe wollten es wissen und vollendeten den Rundweg. Die anderen gingen den Weg zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Man kann den L\u00fcnersee, mit Rast, gem\u00fctlich in 3 Stunden umrunden. Start- und Zielpunkt ist die Douglash\u00fctte bei der Bergstadion. Der Rundweg ist auch f\u00fcr Menschen mit Behinderung zu meistern. F\u00fcr Blinde und Sehbehinderte, die gut zu Fu\u00df sind, sollte der L\u00fcnerseerundweg kein Problem darstellen.<\/p>\n<p>Die einzigartige Natur des R\u00e4tikon, die frische Bergluft und ein atemberaubendes Bergpanorama machte diese Wanderung zum Erlebniss. Wir sind 2020 deswegen erst im September ins Erholungszentrum gefahren. Wir wollten unbedingt zum Lunersee und im Mai\/Juni liegt dort noch Schnee.<\/p>\n<p>Um wieder ins Tal und somit zu unseren B\u00fcssli\u00b4s zu gelangen, h\u00e4tten wir \u00fcber den &#8222;B\u00f6sen Tritt&#8220; absteigen k\u00f6nnen. Alternativ w\u00e4hlten wir aber doch wieder die Seilbahn um sicher ins Tal zu gelangen.<\/p>\n<p>Zur\u00fcck im Erholungszentrum wurde am Abend gegrillt und wir wurden mit Vorarlberger K\u00f6stlichkeiten verw\u00f6hnt. Der Abschluss unserer Woche war aber das Lagerfeuer. Christian und Martin nahmen wieder Gitarre und Akkordeon in die H\u00e4nde und unterhielten uns mit ihrem umfangreichen Musikrepertoire. Nachdem auch Bobbe Jaan\u00b4s \u201eIch steh an der Bar und habe kein Geld\u201c verklungen war wurde auch das Team vom Erholungszentrum aktiv und versuchte mit dem Hit \u201eVo Mello bis ge Schoppornou bea i glofo\u201c uns noch etwas typisch vorarlbergerisches mitzugeben.<\/p>\n<h4>Heimreise \u2013 Samstag, 05.09.2020<\/h4>\n<p>Die Woche im Erholungszentrum des BSV V ist nat\u00fcrlich wieder zu schnell vergangen. Die Blinden und Sehbehinderten bedanken sich bei ihren Begleiterinnen und Begleitern (Maria, Anni, Brigitte, Inka und Hans\/Scheiti). Sowie f\u00fcr die tolle Organisation und Unterst\u00fctzung des Teams des BSV V (Elias, Bruno, Tanja, Anna, Ramona, Moni, Zenep, Belinda, Robert, Benny, Dietmar, Manfred, Herta).<\/p>\n<p>Wir freuen uns schon auf ein Wiedersehen im Jahr 2021. Schlie\u00dflich haben wir den Termin schon fixiert.<\/p>\n<p>Linkliste:<\/p>\n<p>Link zu einem Filmbeitrag \u00fcber das Schuhmachermuseum: https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=Bl1HYz4bpHs<\/p>\n<p>Rauchs Radiomuseum &#8211; Herbert Rauch im Interview<\/p>\n<p>Link : https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=j_tJkWCYgzA<\/p>\n<p>Link zum Imagefilm vom \u201eHaus Ingr\u00fcne\u201c<\/p>\n<p><span class=\"embed-youtube\" style=\"text-align:center; display: block;\"><iframe class='youtube-player' width='640' height='360' src='https:\/\/www.youtube.com\/embed\/EAxidykTwv0?version=3&#038;rel=1&#038;fs=1&#038;autohide=2&#038;showsearch=0&#038;showinfo=1&#038;iv_load_policy=1&#038;wmode=transparent' allowfullscreen='true' style='border:0;'><\/iframe><\/span><\/p>\n<h2>Blinde und Sehbehinderte auf den Spuren einer Sage \u2013 09.10.2020<\/h2>\n<p>&#8222;&#8230;In der Fr\u00fch ein Nebelmeer, mittags ein H\u00e4usermeer, abends ein Lichtermeer und in der Nacht gar nichts &#8222;Meer&#8220;. Dies war die Antwort vor vielen, vielen Jahren, eines armen B\u00e4uerleins an den Teufel am Hexenstein &#8211; heute Weltstein &#8211; bei Schwertberg, als dieser ihm Gold versprach und daf\u00fcr seine Seele wollte, au\u00dfer er k\u00f6nne das R\u00e4tsel der 4 Weltmeere l\u00f6sen. So bekam der arme Bauer das Gold, aber seine Seele durfte er behalten.<\/p>\n<p>Die Spuren dieser Sage erkundeten am Freitag, den 09.10.2020 Blinde, Sehbehinderte und deren Begleitpersonen aus Ober\u00f6sterreich. Bei sonnigen und angenehmen Herbstwetter begann die Wanderung beim\u00a0 Steg bei der Freizeitwiese an der Aist in Schwertberg.<\/p>\n<p>Die Weltstoarunde f\u00fchrte durch das wildromantische Josefstal, entlang der Aist. \u00dcber schattige Wald- und Wiesenwege ging es zur Burgruine Windegg.<\/p>\n<p>Die Burgruine Windegg wurde im 13. Jahrhundert errichtet und 1980 vom damals gegr\u00fcndeten Arbeitskreis in zahlreichen Arbeitsstunden restauriert. Mit der Burgruine Windegg hat O\u00d6 wohl das sch\u00f6nste Beispiel einer romanischen Burg.<\/p>\n<p>Von dort f\u00fchrte die Wanderung weiter zum h\u00f6chsten Punkt der Marktgemeinde Schwertberg &#8211; dem Weltstein (478 m) &#8211; der der &#8222;Weltstoarunde&#8220; auch ihren Namen verleiht.<\/p>\n<p>Nach dem sehr steilen Aufstieg konnten wir uns bei einer gem\u00fctlichen Rast auf den B\u00e4nken und einer guten Jause entspannen und Kr\u00e4fte f\u00fcr den Abstieg sammeln. Nat\u00fcrlich hielten wie \u00a0unsere Eindr\u00fccke der Wanderung auch im Gipfelbuch fest.<\/p>\n<p>Weiter gings auf wundersch\u00f6nen Waldwegen bis zur Ortschaft Lina. In dieser Umgebung hat man eine tolle Aussicht. An sch\u00f6nen Tagen bis Traunstein, Gro\u00dfer Priel, Spitzmauer usw&#8230;,<\/p>\n<p>Wir konnten auch 2 Bussarde beobachten und in der Ferne gl\u00e4nzte silberfarben das riesige Automeer der Firma H\u00f6dlmayr. H\u00f6dlmayr beliefert alle Autoh\u00e4ndler in \u00d6sterreich und hat in Schwertberg seine globale Fahrzeuglogistik. Somit stehen hier tausende Autos zur Auslieferung bereit.<\/p>\n<p>Nachdem wir die W\u00e4lder von Lina hinter uns hatten, kamen wir in Winden bei einem Biohof mit Streichelzoo vorbei. Hier konnten wir auch riesige K\u00fcrbisse anschauen und ertasten. Au\u00dferdem war die Luft erf\u00fcllt von dem endlosen Schnattern zahlloser G\u00e4nseschn\u00e4bel. So ein lautes und aufgeregtes Schnattern wurde ja auch dem heiligen Martin von Tours zum Verh\u00e4ngnis.<\/p>\n<p>Die letzte Etappe unserer Weltsteinwanderung f\u00fchrte uns durch ein sehr steiles Waldst\u00fcck nach unten, direkt zum Ausgangspunkt unserer Wanderung. Zum Steg bei der Freizeitwiese an der Aist.<\/p>\n<p>Den sonnigen und warmen Nachmittag lie\u00dfen wir beim \u201eSchwertberger Br\u00e4u\u201c, einer kleinen Privatbrauerei in Schwertberg, bei Maurerforellen, Verhackertbroten und Mohnzelten im Gastgarten ausklingen.<\/p>\n<p>Ein Danke gilt den Begleiterinnen und Begleitern der Blinden und Sehbehinderten. Ohne deren Engagement w\u00e4re ein solches Vorhaben nicht m\u00f6glich.<\/p>\n<h3>Tour und Routeninformation:<\/h3>\n<p>Start- und Zielort: 4311 Schwertberg<\/p>\n<p>Ausgangs- und Zielpunkt: Steg bei der Freizeitwiese an der Aist<\/p>\n<p>Dauer: Ungef\u00e4hr 3 bis 4 Stunden (Mit Rast)<\/p>\n<p>L\u00e4nge: Ungef\u00e4hr 11 Kilometer<\/p>\n<p>H\u00f6henmeter (aufw\u00e4rts): 318 Meter<\/p>\n<p>H\u00f6henmeter (abw\u00e4rts): 318 Meter<\/p>\n<p>Niedrigster Punkt: 253 Meter<\/p>\n<p>H\u00f6chster Punkt: 475 Meter<\/p>\n<p>Gutes Schuhwerk wird empfohlen!<\/p>\n<h2>Blinde und Sehbehinderte kommen hoch hinaus. Ballonfahren im M\u00fchlviertel am 20.10.2020<\/h2>\n<p>Der Start des Hei\u00dfluftballons wurde wegen Corona und wegen widriger Wetterverh\u00e4ltnisse (Wind, wenig bis keine Sicht etc.) bereits sechs Mal verschoben.\u00a0 Am Dienstag, 20.10.2020 war es dann aber doch soweit und der Hei\u00dfluftballon konnte abheben.<\/p>\n<p>Das Abenteuer Ballonfahrt begann f\u00fcr einige Blinde und Sehbehinderte mit der Zugfahrt von Linz nach Schwertberg.<\/p>\n<p>Beim Startplatz des Hei\u00dfluftballons in Wartberg ob der Aist war bereits alles vorbereitet und aufger\u00fcstet. Mit der Ballonh\u00fclle, Brenner, Gebl\u00e4se, Korb, Verfolgerfahrzeugen und Anh\u00e4ngern kommt ein entsprechendes Equipment zusammen. Der Ballon mit Brenner und Korb f\u00fcr 16 Passagiere hat einen Wert von 100.000,&#8211; Euro.<\/p>\n<p>Der geflochtene, rechteckige Korb mit Propan-Gasbrenner lag auf der Seite. Die Ballonh\u00fclle war auf der Wiese in ganzer L\u00e4nge ausgelegt. Wir bekamen eine kleine F\u00fchrung und konnten alles angreifen und abtasten. So konnten wir feststellen, dass die Ballonh\u00fclle aus verschiedenen Materialien besteht. Au\u00dferdem konnten wir auch die Seile, die den Ballon am Korb halten, anfassen. W\u00e4hrend wir die H\u00fclle abschritten, konnten wir uns deren Ausma\u00dfe vorstellen. Die Gr\u00fc\u00dfe des Ballons ist beeindruckend. Er hat eine H\u00f6he von 33 Metern. Er ist der gr\u00f6\u00dfte Hei\u00dfluftballon in \u00d6sterreich. Der Korb ist innen vollst\u00e4ndig gepolstert und mit Haltegriffen ausgestattet. Diese werden bei der Landung noch sehr wichtig sein.<\/p>\n<p>Freiwillige halfen beim Aufrichten des Ballons. Sie hielten die \u00d6ffnung des Ballons, w\u00e4hrend ein lautes Gebl\u00e4se Luft in den Ballon blies. Durch die eingeblasene Luft richtete sich der Ballon immer weiter auf und zum Schluss wurde der Korb automatisch aufgestell.<\/p>\n<p>Jetzt war es Zeit zum Einsteigen. Da der Korb sehr stabil gebaut ist, gibt es logischerweise keine T\u00fcren zum Ein- und Aussteigen. Man muss in den Korb klettern. Mit der fachkundigen Anweisung und Hilfe der Balloncrew meisterten wir auch dieses Hindernis. Der Korb war in Vierer-, Dreier- und Zweierabteilen aufgeteilt.\u00a0 Laut Homepage des Veranstalters darf\u00a0 eine mitfahrende Person maximal 120 Kg \u00a0haben. Ein Paar sollte nicht nehr als 200 Kg haben. Das muss man bereits beim Buchen der Fahrt angeben. Au\u00dferdem sollten Kinder unter 8 Jahren auch nicht mitfahren. Man sollte doch aus dem Korb sehen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Nachdem alle 15 Ballonfahrer im Korb verstaut waren wurde vom Piloten der, doch sehr laute, Brenner gez\u00fcndet. Wenn man in der N\u00e4he des Brenners steht, f\u00fchlt man die W\u00e4rme der Flammen und man kann sich in luftiger H\u00f6he die Kopfbedeckung sparen. Man sp\u00fcrt nicht, wenn der Ballon vom Boden abhebt und langsam in die H\u00f6he schwebt. Der Pilot kann den Korb durch Luftd\u00fcsen in der Luft in jede Richtung drehen. Aber auch das kann man nur visuell erkenne. Oder man sp\u00fcrt es durch den Wind.<\/p>\n<p>Interessant war auch die Kommunikation des Piloten mit dem Flughafen H\u00f6rsching. Er musste immer seine Genehmigungen zum Steigen oder Sinken des Ballons einholen. So nebenbei unterhielt er sich auch mit dem Verfolgertross am Boden und beantwortete unsere Fragen. Da diesmal 2 Fallschirmspringeran Bord waren, stiegen wir auf eine H\u00f6he von 7000 Fu\u00df (2130 Meter). Als wir diese H\u00f6he erreicht hatten, stellten sich die 2 Fallschirmspringer auf dem Korb und lie\u00dfen sich r\u00fccklinks vom Korb fallen und waren sehr schnell verschwunden.<\/p>\n<p>In der H\u00f6he von 2100 Metern war die Temperatur angenehmer als in niederen Bereichen. Dort sp\u00fcrte man mehr den Wind. Aber in dieser H\u00f6he gab es eine traumhafte Fernsicht in alle Richtungen. Unter uns zog langsam das herbstliche M\u00fchlviertel vorbei. Man sah die verschiedensten Verf\u00e4rbungen des Laubwaldes. Dann sah man nur die gr\u00fcnen Nadelw\u00e4lder, die Wiesen, die \u00c4cker, die D\u00f6rfer und die feinen Linien, die diese D\u00f6rfer irgendwie verband. Die Traktoren erschienen als Miniaturfahrzeuge.<\/p>\n<p>In der Ferne sah man den Dachstein, den Schneeberg, die Rax, die Windr\u00e4der vom Windpark \u00a0Sp\u00fcrbichl und ironischerweise dahinter die T\u00fcrme vom Kernkraftwerk Temelin in Tschechien.<\/p>\n<p>Dann holte sich der Pilot vom Flughafen H\u00f6rsching die Genehmigung zum Sinken ein und nur vom Wind getrieben schwebten wir der Erde entgegen. Je tiefer wir kamen, desto intensiver vernahmen wir die Umweltger\u00e4usche von dort unten. Insider konnten auch die Pumpe eines Jauchenfasses ausmachen und man hoffte, dass man nicht auf einer frischged\u00fcngten Wiese landet.<\/p>\n<p>Wir wurden instruiert, wie wir uns bei der Landung richtig hinstellen und verhalten m\u00fcssen. Jetzt kamen auch die Haltegriffe zum Einsatz. Die Ballone landen immer, wenn alles gut geht, in Fahrtrichtung. Deshalb kann man die K\u00f6rbe in der Luft in jede Richtung drehen. Der Ballon setzte auf, hob wieder kurz ab, setzte wieder auf, hob noch einmal kurz ab und stand dann still. Das war absichtlich, da der Ballon Schwung hatte und abgebremst werden musste. Wir landeten beim Sportplatz in Neumarkt im M\u00fchlviertel. Die Verfolger am Boden hielten dann den Korb fest, sodass nichts mehr passieren konnte. Es wird darauf geachtet, dass bei der Landung so wenig Flurschaden wie m\u00f6glichentsteht.<\/p>\n<p>Eine Landung eines Hei\u00dfluftballons ist immer ein kleines Volksfest. Aus Nah und Fern kamen die Leute an und die Kinder hatten ihre Freude. Nachdem alle ausgestiegen waren, kam ein Bauer mit Mostkr\u00fcgen und verteilte sie unter den wagemutigen Ballonfahrern. Bevor es zur Ballonfahrertaufe ging, wurde noch zusammenger\u00e4umt.<\/p>\n<p>Es ist erstaunlich, wie schnell alles eingepackt und verstaut ist. Die H\u00fclle des Ballons wurde zusammengelegt und dann auf einem Wagen aufgerollt. Das kann man sich als motorisierten Schlauchwagen (wie im Garten) vorstellen. Anstelle der R\u00e4der waren, wie bei einem Panzer, Raupen montiert. Damit man im weicheren Gel\u00e4nde fahren kann. Der Ballon war in einigen Minuten aufgerollt und der Wagen fuhr dann auf dem Anh\u00e4nger.<\/p>\n<p>Beim Verladen des Korbes halfen alle zusammen und schoben ihn mit mehreren \u201eHo Rucks\u201c\u00a0 auf dem Anh\u00e4nger. Deshalb sind auch Griffe au\u00dferhalb des Korbes montiert.<\/p>\n<p>Im Anschluss fand die Ballonfahrertaufe statt. Hierbei werden alle Erstfahrer in den Ballonadelstand aufgenommen und erhalten Ihren ganz eigenen Adelstitel. Diesen Titel sollte man sich merken und wenn man andere Ballonfahrer trifft, sollte man sich damit vorstellen. Wenn man seinen Titel nicht kennt, kostet es eine Runde. Genauso muss man eine Runde bezahlen, wenn man vom \u201eFLIEGEN\u201c und nicht vom \u201eFAHREN\u201c spricht.<\/p>\n<p>Nachdem alle Feierlichkeiten beim Landeplatz abgeschlossen waren wurden wir mit dem Verfolgerfahrzeugen zum Ausgangspunkt der Ballonfahrt zur\u00fcckgebracht. Und f\u00fchr uns endete dieser wunderbare Tag bei einem gem\u00fctlichen Abschluss mit dem gr\u00f6\u00dften K\u00e4sekrainern und Bosnern von ganz Ober\u00f6sterreich in Pregarten, bevor es zur\u00fcck nach Linz ging.<\/p>\n<p>Fliegen oder Fahren:<\/p>\n<p>Wer sich \u00fcber Luftfahrtschiffe oder Hei\u00dfluftballons unterh\u00e4lt, tritt schnell ins Fettn\u00e4pfchen. Und zwar dann, wenn es darum geht, wie man die Bewegung bezeichnet. Denn ein Luftschiff f\u00e4hrt. Ein Flugzeug hingegen fliegt. Aber warum? Die Erkl\u00e4rung liegt in der Physik: Das Luftschiff fliegt mit Materialien, die leichter sind als die umgebende Luft (Helium oder hei\u00dfere Luft). Die Physiker haben also definiert, dass alles, was leichter als Luft ist, f\u00e4hrt. Flugzeuge sind schwerer und fliegen daher.<\/p>\n<p>Audioaufnahmen:<\/p>\n<p>Audioaufnahme des Gebl\u00e4ses, mit dem der Ballon aufgeblasen wurde:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.hojas.co.at\/extern\/audio\/Geblaese.MP3\">http:\/\/www.hojas.co.at\/extern\/audio\/Geblaese.MP3<\/a><\/p>\n<p>Audioaufnahme des Brenners: <a href=\"http:\/\/www.hojas.co.at\/extern\/audio\/Brenner.MP3\">http:\/\/www.hojas.co.at\/extern\/audio\/Brenner.MP3<\/a><\/p>\n<p>Ein danke an die Begleitpersonen (Die Scheiti und den Scheiti). Ohne denen w\u00e4re so ein toller Tag nicht m\u00f6glich gewesen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>Rund um Kirchschlag am 01.05.2019<\/h2>\n<p>Am Mittwoch, 01.05.2019 machte sich eine Gruppe Wanderer von Linz aus auf und fuhr mit Autos nach Kirchschlag. Dort wurden sie schon von weiteren Teilnehmern der Wandergruppe erwartet.<\/p>\n<p>Als alle bereit waren, machten sich 17 Blinde, Sehbehinderte und deren Begleiter, zur Tour, \u201eRund um Kirchschlag\u201c\u00a0 im oberen M\u00fchlviertel, auf. Am Beginn der Tour besuchte die Gruppe das Grab von Christian Packler, der in Kirchschlag seine letzte Ruhest\u00e4tte gefunden hat.<\/p>\n<p>Nach diesen besinnlichen Minuten und bei besonders freundlichen Wetter ging die \u201aWanderung los. Durch die Niederschl\u00e4ge der Vortage konnte man die Natur so richtig riechen und die gute Luft genie\u00dfen. Die Wanderung f\u00fchrte von Obergeng nach Untergeng. Und es konnten fast alle Bodenbeschaffenheiten unter den F\u00fc\u00dfen gesp\u00fcrt werden. Asphalt, Wald, Wiese, Schotter, Sand und Stein.<\/p>\n<p>Durch die Regenf\u00e4lle war eine Waldpassage, die Abw\u00e4rts f\u00fchrte etwas anstrengend. Glitschige und hohe Wurzeln, herabgefallene Baumwipfel mussten \u00fcberstiegen werden und man musste unter umgest\u00fcrzten B\u00e4umen durch oder dar\u00fcbersteigen. Aber durch die tollen Begleiterinnen und Begleiter wurden auch diese Hindernisse gemeistert.<\/p>\n<p>Nach einer St\u00e4rkung mit sehr gutem Essen und lustiger Unterhaltung am Wirtshaustisch ging es dann zur\u00fcck nach Kirchschlag. Auch dieser Teil der Wanderung f\u00fchrte wieder durch Wiese, Wald und Flur bis zum Ausgangspunkt der Wanderung. Die noch nicht \u201eM\u00fcden\u201c bestiegen noch den Aussichtsturm in Kirchschlag.<\/p>\n<p>Ein Danke f\u00fcr die tolle Organisation und F\u00fchrung der Gruppe geht an Angelika Pachler. Und ein gro\u00dfes Danke geht auch an die tollen Begleiterinnen und Begleiter der Blinden und Sehbehinderten. Ohne deren Unterst\u00fctzung w\u00e4ren solche Unternehmungen nicht m\u00f6glich.<\/p>\n<p>\u00a9 Oktober 2020 by Gerhard Hojas<\/p>\n<h2>Ein Bericht einer Woche im \u201eHaus Imgr\u00fcne\u201c des BSV V 2019<\/h2>\n<p>Nachdem eine Gruppe von 9 Blinden, Sehbehinderten und deren Begleitpersonen bereits im Vorjahr die Genusstage, die im Mai 2018, vom Blinden- und Sehbehindertenverband Vorarlberg organisiert und durchgef\u00fchrt wurde, genie\u00dfen konnten, machten sie sich auch im Mai 2019 auf dem Weg in den Westen. Diesmal waren wir schon zu Zehnt!<\/p>\n<p>Wir hatten eine Gruppenbuchung und konnten unsere Ausflugsziele selbst festlegen. Diese Gruppenwoche fand vom 18.05.2019 bis 25.05.2019 statt.<\/p>\n<p>Nachdem wir am Samstag p\u00fcnktlich am Bahnhof Dornbirn angekommen waren, wurden wir von den Zivildienern des BSV V (Marco und Aaron) abgeholt und zum \u201eHaus Imgr\u00fcne\u201c chauffiert. Den Rest des Tages verbrachten wir mit \u201eankommen\u201c.<\/p>\n<p>Sonntag, nach dem Fr\u00fchst\u00fcck, spazierten wir zur Wallfahrtskirche\u00a0 Bildstein. Bei dieser Kirche in der Gemeinde Bildstein hat man einen grandiosen Blick \u00fcber das Rheintal. Dann spazierten wir Richtung Oberbildstein weiter und am R\u00fcckweg besuchten wir die Erscheinungskapelle in Bildstein.<\/p>\n<p>Sonntag Nachmittag ging es nach Bregenz. Und dort zuerst mit der Pf\u00e4nderbahn \u00a0auf den Hausberg der Bregenzer, den Pf\u00e4nder. Der Pf\u00e4nder (1064 m) ist mit seiner einzigartigen Aussicht auf den Bodensee und auf 240 Alpengipfel der ber\u00fchmteste Aussichtspunkt der Region. Bei klarem Wetter reicht der Dreil\u00e4nder-Blick von den Allg\u00e4uer- und Lechtaler Alpen im Osten \u00fcber den Bregenzerwald, die steilen Gipfel des Arlberggebietes und der Silvretta, weiter \u00fcber den R\u00e4tikon bis zu den Schweizer Bergen und den Ausl\u00e4ufern des Schwarzwaldes im Westen. Zu unseren F\u00fc\u00dfen liegt der Bodensee, eingerahmt vom Rheintal und dem oberschw\u00e4bischen H\u00fcgelland.<\/p>\n<p>beim Berghaus Pf\u00e4nder begannen wir unseren Rundgang durch den Alpenwildpark. Gleich zu Beginn gab es die Lieblinge der Kinder, die Zwergziegen und die Hasen. Etwas weiter konnten wir die Steinb\u00f6cke beim Klettern bewundern. Weiter ging es zu den Wildschweinen, den Mufflons. Die Mufflonwidder erkennt man an den geschwungenen H\u00f6rnern. Das weitl\u00e4ufigste Gehege beherbergt ein stolzes Rothirschrudel.<\/p>\n<p>Im letzten Teil des Rundgangs beobachteten wir die Murmeltiere. In ihrem weitverzweigtem H\u00f6hlensystem halten sie von Mitte Oktober bis Mitte M\u00e4rz ihren Winterschlaf.<\/p>\n<p>Nachdem wir mit der Pf\u00e4nderbahn wieder im Tal angekommen waren, machten wir einen gem\u00fctlichen Spaziergang entlang des Bodensees. Er hat sein eigenes Flair. Das Highlight dieses Spazierganges war der Besuch der Seeb\u00fchne der Festspiele Bregenz. Rigoletto von Giuseppe Verdi mit der bekannten Arie \u201eLa donna \u00e8 mobile\u201c ist kommenden Sommer erstmals auf der Seeb\u00fchne zu sehen und h\u00f6ren.<\/p>\n<p>Den Abschluss des Tages genossen wir in einen gem\u00fctlichen Gastgarten.<\/p>\n<p>Der Montag begann verregnet. Und das wird bis Mittwoch so bleiben. Daher mussten auch wir unsere Outdoor-Aktivit\u00e4ten einschr\u00e4nken und unser Programm entsprechend \u00e4ndern.<\/p>\n<p>Montag Vormittag fanden wir uns in der Hauseigenen Kegelbahn ein und versuchten \u201everzweifelt\u201c eine \u201eSau\u201c zu scheiben. Das Mittagessen erl\u00f6ste uns.<\/p>\n<p>Nachmitttags besuchten wir, wie bereits im Vorjahr, die Salzgrotte in Lindau und konnten bei Entspannungsmusik und salziger Luft etwas gutes f\u00fcr unsere Atemwege tun.<\/p>\n<p>Am Dienstag regnete es noch immer und daher besuchten wir die inatura. Die Innatura ist eine Erlebnisausstellung in Dornbirn. Denn im Mittelpunkt stehen das Ausprobieren, Spielen, Erleben und Begreifen. Vom Elch bis zum Frosch, verschiedene Waldb\u00f6den und vieles mehr konnte man in der Innatura Ertasten und Begreifen. Die Ausstellung verlie\u00dfen wir durch den menschlichen K\u00f6rper.<\/p>\n<p>Dienstag Nachmittag hatten wir die Gelegenheit uns mit Vorarlberger K\u00f6stlichkeiten einzudecken. Andere aus unserer Gruppe genossen den Wellnessbereich im \u201eHaus Imgr\u00fcne\u201c und besuchten die Sauna.<\/p>\n<p>Auch am Mittwoch regnete es noch immer. Daher besuchten wir eine \u00d6lm\u00fchle in Lochau. Hier hatten wir die Gelegenheit, verschiedene \u00d6le zu kosten. Pistazien\u00f6l, Haselnuss\u00f6l, Mandel\u00f6l, Leindotter\u00f6l, Kokus\u00f6l, Erdnuss\u00f6l, Hanf\u00f6l, Borretsch\u00f6l, Schwarzk\u00fcmme\u00f6l, Sesam\u00f6l, Walnuss\u00f6l\u2026 .<\/p>\n<p><strong>Wir verputzten auch die \u201ePresslinge\u201c,<\/strong> also das, was beim \u00d6lpressen \u00fcbrig bleibt. Da auch die Presslinge noch sehr viele gesunde Inhaltsstoffe enthalten und fein schmecken, macht die \u00d6lm\u00fchle \u00a0daraus <strong>Mehle<\/strong>, die als Mehlersatz zum Kuchen backen etc. verwendet werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Mittwoch Nachmittags war es endlich mit dem Regen vorbei. \u00a0Und bevor wir einen Hofladen in Lauterach besuchten um deren regionale und kleinbetriebliche Produktion\u00a0 kennenzulernen, machten wir noch einen Spaziergang in Lauterach.<\/p>\n<p>Den Abend lie\u00dfen wir wieder im \u201eHaus Imgr\u00fcne\u201c gem\u00fctlich ausklingen.<\/p>\n<p>Donnerstag Vormittag war wieder ein Spaziergang nach Bildstein angesagt und nach dem Mittagessen ging es zur Insel Mainau. Tulpen im Fr\u00fchling, Rosen im Sommer und Dahlien im Herbst. Diese Blumeninsel ist ein Meer an Blumen, Ger\u00fcchen, Ger\u00e4uschen und anderen Einfl\u00fcssen, denen man sich nicht entziehen kann. Man k\u00f6nnte sich auf dieser Insel tagelang aufhalten.<\/p>\n<p>Und auch am Donnerstag genossen wir den Tagesausklang nach einen st\u00e4tem Abendessen am gem\u00fctlichen Stammtisch im \u201eHaus Imgr\u00fcne\u201c.<\/p>\n<p>Am Freitag war im \u201eHaus Imgr\u00fcne\u201c einiges los. Die Vorbereitungen f\u00fcr das Familienfest- anl\u00e4sslich 30 Jahre \u201esehsam\u201c (P\u00e4dagogische Sehfr\u00fchf\u00f6rderstelle) fingen bereits sehr fr\u00fch an. Man sieht, was man mit Ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, sowie Sponsoren alles machen kann.<\/p>\n<p>F\u00fcr uns ging es nicht zur Feier sondern in die Rappenlochschlucht.<\/p>\n<p>Vom G\u00fctle aus erreicht man in 10 Minuten den Einstieg zur Rappenlochschlucht. Die Schlucht ist eine der gr\u00f6\u00dften Schluchten Mitteleuropas. Seit einem Felssturz im Mai 2011 ist der alte Weg nicht mehr begehbar. Ein neuer f\u00fchrt am Rande der Rappenlochschlucht entlang. Wir genossen\u00a0 atemberaubende Ausblicke in die Schlucht und auf den Felssturz. Das Get\u00f6se der Wasserf\u00e4lle und das Rauschen des Wildbaches waren einmalig. Wir marschierten \u00fcber viele Stufen und Stege und das Wasser schoss unter und neben uns vorbei. Am Ende der Schlucht liegt der Staufensee der umrundet werden kann.<\/p>\n<p>Abends nahmen wir dann wieder am Stammtisch platz und waren doch ein wenig traurig, dass diese Woche schon wieder vorbei war.<\/p>\n<p>Samstags traten wir die R\u00fcckreise nach Linz an. Marco und Aaron brachten uns zum Bahnhof Dornbirn und so ging eine sch\u00f6ne und erlebnisreiche Woche zu Ende<\/p>\n<p>Das \u201eHaus Imgr\u00fcne\u201c des BSV V kann man allen Blinden und Sehbehinderten empfehlen. Man kann auch ohne Begleitung hier seinen Urlaub oder einfach nur entspannte Tage verbringen. Das Haus ist renoviert und Blindengerecht adaptiert. Es gibt eine Sauna, eine Kegelanlage, einen Fitness- und Entspannungsraum, eine Schie\u00dfanlage f\u00fcr Blinde, eine Bibliothek und ganz wichtig, einen gro\u00dfen Pool. Der Kaffee- und der Getr\u00e4nkeautomat sind mit Braille beschriftet.<\/p>\n<p>Ein gro\u00dfes Danke an das Team vom \u201eHaus Imgr\u00fcne\u201c f\u00fcr die tolle Unterst\u00fctzung und Bewirtung in dieser Woche.<\/p>\n<h2>Ein Reisebericht \u00fcber die 5 Tagesreise\u00a0 2019 der Hilfsgemeinschaft der Blinden und \u201aSehschwachen \u00d6sterreichs.<\/h2>\n<p>Zu den Franken und zur\u00fcck!<\/p>\n<p>Am Dienstag, 20.08.2019, ab 06:00 wurden die ersten Mitreisenden in Wien beim Franz Jonas Platz eingesammelt. Als um 07:15 Uhr bei der U4 Bushaltestelle Meidling die Letzten zugestiegen waren, fehlten nur noch drei aus Ober\u00f6sterreich. Aber da es zu den Bayern ins Land der Franken ging, wurden sie in Ansfelden bei Linz abgeholt.<\/p>\n<p>Dann ging es rasche weiter nach Passau, in die drei Fl\u00fcsse Stadt. Die Stadt liegt am Zusammenfluss der drei Fl\u00fcsse Donau, Inn und Ilz. Das Dreifl\u00fcsseeck ist weltweit die einzige Stelle, wo drei Fl\u00fcsse aus drei Himmelsrichtungen kommend sich vereinen und gemeinsam in die vierte weiterflie\u00dfen: von Norden die Ilz, von Westen die Donau und von S\u00fcden der Inn, als Donaustrom ziehen sie gegen Osten weiter.<\/p>\n<p>Das Wasser des aus den Alpen kommenden Inns ist gr\u00fcn, die Donau, durch Bodensubstanzen aus \u00c4ckern und Feldern, erscheint braun und die Ilz, die aus einem Moorgebiet kommt, ist schwarz, so dass die Donau ein l\u00e4ngeres St\u00fcck nach dem Zusammenfluss drei Wasserfarben (gr\u00fcn\/braun\/schwarz) aufweist. Auffallend ist dabei, wie stark das gr\u00fcne Wasser des Inns das Wasser der Donau beiseite dr\u00e4ngt.<\/p>\n<p>(In den Monaten Mai und Juni 2013 kam es in der Stadt zu den schwersten \u00dcberschwemmungen seit f\u00fcnfhundert Jahren, als am Pegel Passau\/Donau die historische Marke von 12,89 m erreicht wurde. Die Trinkwasserversorgung musste vor\u00fcbergehend eingestellt werden, an Schulen und der Universit\u00e4t setzte der Lehrbetrieb aus).<\/p>\n<p>Nach einem versp\u00e4teten Mittagessen, da wir eine falsche Adresse bekommen hatten, ging es mit einer sehr interessanten Stadtf\u00fchrung in Passau weiter. W\u00e4hrend wir durch die engen Gassen von Passau schlenderten erfuhren wir sehr viel von der Geschichte dieser Stadt. Und im Dom St. Stephan konnten wir die gr\u00f6\u00dfte Domorgel der Welt bewundern. (17.974 Pfeifen und 233 Register erklingen zur Ehre Gottes).<\/p>\n<p>Der prunkvolle Dom steht am h\u00f6chsten Punkt der Passauer Altstadt. Nach dem verheerenden Stadtbrand im Jahre 1662, als er fast v\u00f6llig abgebrannt war, fand der Dom in dem ber\u00fchmten Architekten C. Lurago seine Wiederauferstehung.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der Stadtf\u00fchrung erwischte uns noch der Ausl\u00e4ufer des Schlechtwetters und wir kamen in den Regen. Aber das nahmen wir alle nicht so tragisch. Anschlie\u00dfend fuhren wir zu unserem Zielort \u201eRothenburg ob der Tauber\u201c weiter, wo wir so gegen 19:30 Uhr ankamen. Da es schon sp\u00e4t war, nahmen wir zuerst das Abendessen ein und bezogen anschlie\u00dfend die Zimmer.<\/p>\n<p>Der zweite Tag.<\/p>\n<p>Nach dem Fr\u00fchst\u00fcck ging es in zwei Gruppen zur Stadtf\u00fchrung durch Rothenburg ob der Tauber. (Die Gruppen gelb und gr\u00fcn wurden bereits w\u00e4hrend der Busfahrt festgelegt und diese Gruppen blieben die ganze Zeit gleich. Somit kam es zu keinen unn\u00f6tigen Diskussionen!).<\/p>\n<p>Wenn man in Rothenburg ob der Tauber angekommen ist, dann ist man auch im Mittelalter angekommen. Hier ist die Zeit stehen geblieben. Rothenburg ob der Tauber liegt im romantischen Franken, am Rande des Taubertals. Es hat eine gut erhaltene Altstadt aus dem Mittelalter und gilt als eine der romantischsten St\u00e4dte Deutschlands.<\/p>\n<p>Unsere Stadtf\u00fchrung f\u00fchrte uns \u00fcber die mit Steinen gepflasterten Stra\u00dfen\u00a0 zu den bekanntesten Punkten in Rothenburg. Der historische Stadtkern ist von einer begehbaren Stadtbefestigung umgeben und in die weitgehend unverbaute Landschaft des Flusstals der Tauber eingebettet. Wir konnten die Fachwerksh\u00e4user mit dem steilen D\u00e4chern, die engen Gassen, die Gesch\u00e4fte und die Urspr\u00fcnglichkeit dieser Stadt bewundern. Der Stadtf\u00fchrer erz\u00e4hlte uns vom leben im Mittelalter, das kein sehr angenehmes war. Vom leben auf der Stra\u00dfe und wenn in der Nacht der Inhalt des Nachtopfes auf die Gasse geflogen kam. Wir erfuhren auch von vielen Redewendungen, die aus dem Mittelalter kommen. Vom Pechvogel, Lockvogel, den Galgenv\u00f6geln, warum die D\u00e4cher der H\u00e4user so steil waren und noch vieles mehr.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem gibt es Rothenburg auch zum Anfassen und Bef\u00fchlen. Die Stadt hat ein bronzenes Blindenstadtmodell der Rothenburger Altstadt, das vom K\u00fcnstler Egbert Broerken gestaltet wurde.<\/p>\n<p>Die gro\u00dfen und kleinen Strukturen, dicht bebaute Stra\u00dfenz\u00fcge und offene Fl\u00e4chen dahinter, die Gr\u00f6\u00dfenverh\u00e4ltnisse der Geb\u00e4ude zueinander, all das kann mit Hilfe des Stadtmodells rasch erfasst werden. Durch die Beschriftung, auch in Blindenschrift und die anschmiegsame und doch detaillierte Gestaltung des Stadtmodells bietet es besonders f\u00fcr uns Blinde und Sehbehinderte eine neue M\u00f6glichkeit, die Altstadt Rothenburgs kennenzulernen und sich zu orientieren.<\/p>\n<p>Nach dem Mittagessen, dass wir im Hotel einnahmen ging es nach Creglingen. Dort besuchten wir das Fingerhutmuseum. Dieses kleine Privatmuseum beherbergt \u00fcber 3500 Exponate. Die &#8222;Fingerh\u00fcter&#8220; vergangener Zeiten haben unglaubliche Kunstwerke im Miniaturbereich hergestellt.<\/p>\n<p>In anschaulicher Weise werden Fingerh\u00fcte, Werkzeuge und N\u00e4hutensilien (wie N\u00e4hzeuge, Nadelbeh\u00e4lter, Fingerhutbeh\u00e4lter, Ma\u00dfb\u00e4nder und vieles um die Handarbeiten) aus allen Erdteilen; vom Altertum bis zur Neuzeit, gezeigt. Vom einfachen Gebrauchs- bis zum wertvollen Zierfingerhut, in vielf\u00e4ltigsten Formen und unterschiedlichsten Materialien, wird f\u00fcr den Betrachter eine eigene Welt offenbart.<\/p>\n<p>In der Nachbarschaft zum Fingerhutmuseum gibt es eine weitere einmalige Sehensw\u00fcrdigkeit. Die Herrgottskirche, im fr\u00e4nkisch gotischen Stil erbaut, mit dem ber\u00fchmten Riemenschneideraltar. Einige von uns gingen zu Fu\u00df und die anderen fuhren mit dem Bus zur Kirche. Das letzte St\u00fcck, bis zur Kirche, mussten aber alle zu Fu\u00df zur\u00fccklegen.<\/p>\n<p>Der Marienaltar steht mitten im Schiff der Herrgottskirche von Creglingen und ist der Jungfrau Maria gewidmet. Es ist eines der bekanntesten Werke von Tilman Riemenschneider. Der Stil der fig\u00fcrlichen Ausf\u00fchrung spricht f\u00fcr eine Ausf\u00fchrung in den Jahren nach der Fertigstellung des Rothenburger Heiligblut-Retabels um 1505 bis 1508.<\/p>\n<p>Der Altar ist 9,20 Meter hoch und 3,68 Meter breit. Er besteht aus der Predella, dem Mittelschrein, zwei Seitenfl\u00fcgeln und dem Gesprenge.<\/p>\n<p>In der Predella sind in drei gleich gro\u00dfen Nischen die Anbetung der Weisen, das Reliquienfach (die Monstranz mit der Hostie ging verloren) und die au\u00dferbiblische Erz\u00e4hlung, wie der f\u00fcnfj\u00e4hrige Jesus von einer Kanzel aus vor Erwachsenen eine Rede h\u00e4lt, zu sehen.<\/p>\n<p>Im Altaraufsatz ist die Himmelfahrt Mariens dargestellt. Links und rechts finden sich die zw\u00f6lf Apostel. Das Gesprenge in der H\u00f6he des Altars zeigt die Kr\u00f6nung Mariens. Links sitzt Gottvater und rechts der Sohn auf seinem Thron. Im linken Seitenfl\u00fcgel sieht man oben die Heimsuchung, unten die Verk\u00fcndigung an Maria und im rechten Fl\u00fcgel oben die Geburt Jesu, unten die Darstellung Jesu im Tempel.<\/p>\n<p>Jedes Jahr am 25. August f\u00e4llt das Licht durch die Westrosette so auf den Altar, dass der Betrachter die Himmelfahrt Mariens mit eigenen Augen nachvollziehen kann. Urspr\u00fcnglich war dieses Datum der 15. August: Das Fest Maria Himmelfahrt. Durch die Kalenderreform Ende des 16. Jahrhunderts hat sich dieser Tag nach hinten verschoben.<\/p>\n<p>Nach diesen beiden interessanten Besichtigungen ding es zur\u00fcck nach Rothenburg, wo wir um 20:00 Uhr eine F\u00fchrung mit dem Nachtw\u00e4chter hatten. In seinem wallenden Umhang, den Hut, der Laterne und der Hellebarde machte er seinem Berufsstand alle Ehre. Mit erhabenen Schritt f\u00fchrte er uns durch das mittelalterliche Rothenburg und nach seinen Erz\u00e4hlungen aus dem Mittelalter waren wir froh, heute zu leben. . Und um 21:00 Uhr konnten wir den mechanischen Meistertrunk bei der Ratstrinkstube erleben.<\/p>\n<p>Zwischen 10:00 \u00a0und 22:00 Uhr kommt immer zur vollen Stunde die Kunstuhr an der Fassade mit General Tilly und Altb\u00fcrgermeiter Nusch zum Vorschein.<\/p>\n<p>Der dritte Tag.<\/p>\n<p>Heute, Donnerstag, fuhren wir in die zweitgr\u00f6\u00dfte Stadt Bayerns, nach N\u00fcrnberg. Die Stadt liegt im Norden des Bundeslandes. Nachdem wir uns wieder auf die gelben und gr\u00fcnen Gruppen aufgeteilt hatten, konnten wir mit der Stadtf\u00fchrung beginnen.<\/p>\n<p>Das Stadtbild ist von mittelalterlicher Architektur wie den Festungsmauern und T\u00fcrmen der Altstadt gepr\u00e4gt. Am Nordrand der Altstadt erhebt sich \u00fcber den roten Ziegeld\u00e4chern die Kaiserburg (Wahrzeichen). Auf dem Hauptmarkt im Stadtzentrum befinden sich der teilweise vergoldete, mehrstufige Sch\u00f6ne Brunnen und die gotische Frauenkirche aus dem 14. Jahrhundert. Auch das geschichtstr\u00e4chtige Geb\u00e4ude wie das Albrecht-D\u00fcrer-Haus standen bei uns am Programm.<\/p>\n<p>Wie wir alle wissen, sind die bekanntesten Produkte von N\u00fcrnberg Lebkuchen, handgefertigtes Spielzeug und die Bratw\u00fcrstel. In der Weihnachtszeit werden sie auf dem Christkindlesmarkt (auf dem Hauptmarkt) oder ganzj\u00e4hrig im Handwerkerhof angeboten, wo sich verschiedene Kunsthandwerksst\u00e4tten in historischem Ambiente angesiedelt haben.<\/p>\n<p>Das Mittagessen nahmen wir auf der Kaiserburg ein. Den Anstieg bis dorthin schafften wir fast alle zu Fu\u00df und hatten uns somit das Essen redlich verdient. Den Nachmittag hatten wir zur freien Verf\u00fcgung und konnten durch N\u00fcrnberg spazieren und das eine oder andere in den Einkaufskorb legen.<\/p>\n<p>Auch die N\u00fcrnberger Altstadt k\u00f6nnen Blinde und Sehbehinderte ertasten und f\u00fchlen. Das Bronzemodell steht am Fu\u00dfe des Burgbergs auf dem Rathausplatz. Hier ist die Altstadt als Relief nachgebildet &#8211; mit ma\u00dfstabsgetreuen Strukturen, wie zum Beispiel H\u00f6he und Lage der Geb\u00e4ude. Zudem sind s\u00e4mtliche Stra\u00dfennamen in Brailleschrift vorhanden. Das Modell wurde vom K\u00fcnstler Egbert Broerken geschaffen und hat die Abmessungen von ca. 170 x 110 cm. Der Ma\u00dfstab: 1:700.<\/p>\n<p>Der vierte Tag.<\/p>\n<p>Am Freitag, 23.08.2019 stand die Kaiser- und Bischofstadt Bamberg am Programm. Nachdem wir uns wider in Gelb und Gr\u00fcn aufgeteilt hatten konnten wir mit unseren Stadtf\u00fchrern die Tour durch Bamberg starten. Nat\u00fcrlich geh\u00f6ren die entsprechenden Infos zur Stadt dazu.<\/p>\n<p>Die Stadt Bamberg im bayerischen Regierungsbezirk Oberfranken hat ungef\u00e4hr 73.000 Einwohner. Da Bamberg auch noch eine gro\u00dfe Universit\u00e4tsstadt ist, kommen nochmal knapp 13.000 Studenten dazu. Pro Jahr besuchen \u00fcber 2 Millionen Touristen aus aller Welt die Weltkulturerbestadt. Bamberg liegt 262 m \u00fcber dem Meeresspiegel und hat eine Fl\u00e4che von 54,58 km\u00b2. Bamberg liegt am Main-Donaukanal auf dem immer mehr Flusskreuzfahrtschiffe verkehren.<\/p>\n<p>Bamberg wurde wie Rom auf sieben H\u00fcgeln erbaut und wird daher auch als das Fr\u00e4nkische Rom bezeichnet. Die Regnitz teilt sich in der Stadt auf zwei Seitenarme auf, dazwischen liegt eine Insel, die die Altstadt von Bamberg bildet<\/p>\n<p>Die Altstadt Bambergs wurde 1993 als der gr\u00f6\u00dfte unversehrt erhaltene historische Stadtkern Deutschlands als Weltkulturerbe in die Liste der UNESCO aufgenommen. In der historischen Altstadt gibt es zahlreiche Monumentalbauten aus dem 11. bis 18. Jahrhundert, aber auch unz\u00e4hlige barocke B\u00fcrgerh\u00e4user sowie Fachwerkh\u00e4usern in engen Kopfsteinpflaster-G\u00e4sschen. Zu den sehenswertesten Geb\u00e4uden z\u00e4hlen der Bamberger Dom, die neue Residenz, das Kloster Michelsberg sowie das alte Rathaus. Eine Augenweite ist auch Klein-Venedig, eine ehemalige Fischersiedlung direkt an der Regnitz.<\/p>\n<p>Wie der Name schon vermuten l\u00e4sst, liegt Klein Venedig direkt an der Regnitz, die in den Main m\u00fcndet. Ein kleines H\u00e4uschen reiht sich am Ufer an das andere und in der Tat hat man das Gef\u00fchl, als w\u00fcrde dieser Teil Bambergs Venedig entsprungen sein. Die H\u00e4user sind Pfahlbauten und stehen unter Denkmalschutz.<\/p>\n<p>\u201aWir hatten Gl\u00fcck und konnten auch das \u00a0bekannte Bamberger Sommerfest, der beliebten Sandkerwa kurz kennenlernen. Dabei findet auf der Regnitz das Fischerstechen statt. \u00c4hnlich einem Rittertournier. Nur halt mit Wasser. Die Stadt war dementsprechend abgesperrt und es gab \u00fcberall Umleitungen!<\/p>\n<p>Nachdem wir die Stadtf\u00fchrung beendet hatten und die Eindr\u00fccke noch frisch waren fuhren wir zum Mittagessen. Dort kosteten einige das Historisches Schlenkerla Rauchbier. Es soll angeblich so schmecken wie es hei\u00dft. Angeblich nach \u201eGeselchtem\u201c. Bamberg bezeichnet sich selbst als heimliche Hauptstadt des Bieres. Der erste Bierausschank ist f\u00fcr das Jahr 1093 urkundlich belegt. Insgesamt soll es \u00fcber 50 Bierspezialit\u00e4ten in Bamberg geben, die aus den 11 Brauereien in der Stadt kommen. Rund 60 Brauereien soll es im Umland geben. Na, dann Prost!<\/p>\n<p>Noch etwas \u00fcber die Zwiebeltreter von Bamberg.<\/p>\n<p>Die Einwohner Bambergs tragen den Spitznamen \u201eBamberger Zwiebeltreter\u201c. Das kam daher dass die G\u00e4rtner das Zwiebelkraut umtreten mussten, damit das Kraut nicht zu weit in die H\u00f6he schoss und die N\u00e4hrstoffe f\u00fcr die Zwiebeln erhalten blieben.<\/p>\n<p>Anschlie\u00dfend fuhren wir \u00a0noch Rothenburg zur\u00fcck und lie\u00dfen den letzten Tag in dieser sch\u00f6nen Stadt gem\u00fctlich ausklingen.<\/p>\n<p>Der f\u00fcnfte Tag.<\/p>\n<p>Der f\u00fcnfte Tag unserer Reise war der Tag der Heimfahrt. Um 09:00 Uhr fuhren wir los Richtung Regensburg, wo wir um 12:00 Uhr eine Stadtrundfahrt mit dem Bummelzug gehabt h\u00e4tten. Da wir aber auf der Autobahn in einem Stau kamen, vertauschten wir Mittagessen und die Fahrt mit dem Cityzug und widmeten uns zuerst der Kulinarik von Regensburg.<\/p>\n<p>Anschlie\u00dfend gab es die Stadtrundfahrt durch die einzigartige Geschichte der UNESCO Welterbestadt Regensburg.<\/p>\n<p>Vom Dom \u00fcber das alte Rathaus vorbei an der Steinerne Br\u00fccke bis zum Schloss von Thurn und Taxis, von den Patriziert\u00fcrmen \u00fcber die Donau bis zur historischen Wurstkuchl, kann man alles bequem von der Bahn aus bestaunen. So nebenbei erfuhren wir Witziges und Wissenswertes, Altert\u00fcmliches und Aktuelles, Glanzvolles und Grausames, Romantisches und Rasantes von Regensburg und seinen Bewohnern.<\/p>\n<p>Regensburg liegt am n\u00f6rdlichsten Punkt der Donau und an den M\u00fcndungen der linken Nebenfl\u00fcsse Naab und Regen. Im Stadtgebiet liegen zwei Donauinseln, der Obere W\u00f6hrd (mit dem \u00f6stlichen Zipfel Jahninsel unterhalb der Steinernen Br\u00fccke) und der Untere W\u00f6hrd. Der Stadtteil Stadtamhof geh\u00f6rte urspr\u00fcnglich zum n\u00f6rdlichen Uferbereich der Donau, er wurde durch den Bau des Europakanals, einer Schifffahrtsumgehung der Altstadt, ebenfalls zu einer Insel. Im Stadtgebiet sto\u00dfen vier sehr unterschiedliche Natur-Gro\u00dfr\u00e4ume aneinander:<\/p>\n<p>Die Oberpf\u00e4lzer Bezirkshauptstadt bietet eine mittelalterliche Altstadt und eine besonders reichhaltige Denkmallandschaft aus der Zeit des K\u00f6nigreichs Bayern. Neben der Steinernen Br\u00fccke und dem gotischen Dom gibt es eine einzigartige mittelalterliche Kirchenlandschaft. Bedeutend ist zudem die \u00fcber die Jahrhunderte erhaltene Bausubstanz eines politischen Machtzentrums: der Immerw\u00e4hrende Reichstag, zwei Kaiserpfalzen, der Bischofshof Sankt Emmeram sowie das Goldene Kreuz als Kaiserherberge.<\/p>\n<p>Auch Regensburg ist eine drei Fl\u00fcsse Stadt (Donau, Regen und Naab). Und wer kennt sie nicht, die von Wolfgang von Regensburg gegr\u00fcndeten Regensburger Domspatzen.<\/p>\n<p>Nach diesem sch\u00f6nen Eindr\u00fccken ging es nach Hause. Diesmal lie\u00dfen wir Passau links liegen und ohne Unterbrechung ging es bis nach Ansfelden bei Linz, wo drei Ober\u00f6sterreicher ausgeladen wurden. Nach einer Rast in St. Valentin erreichte die Reisegruppe der Hilfsgemeinschaft der Blinden und Sehschwachen \u00d6sterreichs p\u00fcnktlich das Ziel in Wien.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich gab es auch die \u201ePleiten, Pech und Pannen\u201c. Ohne die kommt keine gr\u00f6\u00dfere Gruppe aus. Aber Gemeinsam wurden, wie immer, alle Hindernisse \u00fcberwunden.<\/p>\n<p>Daf\u00fcr bedanke ich mich bei Gerhard Bruckner (Reiseleiter der HG).,Bei\u00a0 Fritz, der wie schon seit 20 Jahren, den Bus mit Blinden, Sehbehinderten und Begleitpersonen sicher durch Europa chauffiert. Au\u00dferdem ist Fritz eine sehr gro\u00dfe St\u00fctze und Hilfe f\u00fcr uns Blinde und Sehbehinderte. Mit seiner ruhigen Natur meistert er \u201eeigentlich\u201c alles. Wenn er mit uns Unterwegs ist, bekommt er selten ein warmes Essen! Auch ohne Helli (Helene) und Petra w\u00e4ren wir nur eine halbe Partie. Sie waren immer die Nachhut und passten auf, dass niemand verlorenging.<\/p>\n<p>Ich habe wieder sehr nette Menschen kennergelernt und freue mich schon auf die Reise 2020. Und es waren diesmal schon 4 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Ober\u00f6sterreich dabei.<\/p>\n<p>(Quellen: Wikipedia, Wikivojager)<\/p>\n<h2>Wanderung zum Lukawirt und zur\u00fcck. Eine Wanderung im M\u00fchlviertel<\/h2>\n<p>Am Samstag, 23.11.2019 machten sich Blinde, Sehbehinderte und deren Begleitpersonen zu einer kleinen\u00a0 Wanderung im M\u00fchlviertel auf.<\/p>\n<p>Ingrid, Annemarie, Karl, Martin und ich trafen uns im Busterminal beim HBF Linz. Von dort fuhren wir um 09:05 Uhr mit dem Postbus 311 in Richtung Freistadt B\u00f6hmertor. Die Fahrt ging bis zum Busterminal Freistadt (Stifterstra\u00dfe). Dort stiegen wir in den Postbus 758 Richtung Gm\u00fcnd um.<\/p>\n<p>(Das Busterminal Freistadt wurde neu gestaltet und ist mit Blindenleitsystemen ausgestattet. Leider mussten wir aber feststellen, das die Busfahrer der Postbusse nicht wussten, wof\u00fcr das \u201eAufmerksamkeitsfeld\u201c beim Blindenleitsystem gut ist!).<\/p>\n<p>Bei der Ankunft bei der Bushaltestelle Oberrauchenn\u00f6dt wurden wir bereits von Maria und Alfons erwartet. Somit war unsere siebenk\u00f6pfige Wandergruppe komplett und wir machten uns auf dem Weg zum ersten Etappenziel, den Forellenwirt in Grunbach. Nach einen leichten Anstieg kamen wir zur Kirche St. Michael.<\/p>\n<p>Die gotische Kirche St. Michael wird gerne von Kunstliebhabern besucht \u2013ihre Umgebung gilt als besonderer Ort der Kraft und bietet herrliche Ausblickebis ins Alpenvorland.<\/p>\n<p>In der gotischen Kirche St. Michael ob Rauchen\u00f6dt gibt es den um 1517 geschaffenen Fl\u00fcgelaltar zu bewundern. Im Schrein stehen die Figuren des Hl. Michael , Hl. Nikolaus und des Hl. Stephan. Im Laufe der Zeit wurden an dem Altar keine \u00c4nderungen vorgenommen und macht ihn deshalb f\u00fcr Kunstliebhaber besonders interessant.<\/p>\n<p>An der Kirche vorbei ging es durch das herbstliche M\u00fchlviertel. Es war ein sch\u00f6ner und angenehmer sonniger Herbsttag. Abgesehen vom k\u00fchlen Wind, der aber auch nur Stellenweise auftrat, war die Temperatur wanderfreundlich. Wir marschierten \u00fcber Wiesen, entlang von Feld- und Waldwegen und erreichten den Forellenwirt nach etwa 1 \u00bc Stunden. Bei dieser Wanderung kehrten wir nicht beim Forellenwirt ein, sondern wanderten weiter Richtung Windpark Sp\u00f6rbichl. Auch dieser Teil der Wanderung ist von der Umgebung ein Blickfang.<\/p>\n<p>Der Windpark Sp\u00f6rbichl liegt auf etwa 950 m Seeh\u00f6he und man kann die 2 Windr\u00e4der schon aus einiger Entfernung\u00a0 sehen. Und man kann sie auch h\u00f6ren.<\/p>\n<p>Etwas zum Windpark Sp\u00f6rbichl:<\/p>\n<p>Projektbetreiber ist die Neue Energie GmbH.<\/p>\n<p>Der Windpark Sp\u00f6rbichl ist ein B\u00fcrgerbeteiligungsprojekt mit 100 atypisch stillen Gesellschaftern.<\/p>\n<p>Standort: Sp\u00f6rbichl, Gemeinde Windhaag bei Freistadt, in ca. 950 m Seeh\u00f6he<\/p>\n<p>Errichtung: Oktober 1999<\/p>\n<p>Daten:<\/p>\n<p>Narbenh\u00f6he 65 m<\/p>\n<p>Rotordurchmesser 47 m<\/p>\n<p>Leistung 660 KW je Anlage<\/p>\n<p>Produkte \/ Angebote \/ Dienstleistungen<\/p>\n<p>Strom f\u00fcr 550 Haushalte, 2 Windkraftanlagen zu je 660 kW<\/p>\n<p>Wir konnten bei unserer Wanderroute auch den ersten Schnee ber\u00fchren. Stellenweise gab es wei\u00dfe Flecken. Aber auf 950 m Seeh\u00f6he ist das nicht unm\u00f6glich.<\/p>\n<p>Nachdem wir durch Sp\u00f6rbichl durch waren, kamen wir wieder in ein romantisches Waldgebiet. Hier nimmt man die Stille richtig in sich auf und man h\u00f6rt jedes Ger\u00e4usch. So nimmt man auch die 2 Wasserl\u00e4ufe sehr intensiv und aus einiger Entfernung wahr. (Einige von uns haben diese Strecke auch schon im tiefverschneiden Winter hinter sich gebracht.) Als wir dann aus den Wald herauskamen, konnten wir auf der Anh\u00f6he schon unser Ziel, den Lukawirt sehen. Um 13:00 Uhr erreichten wir unser Ziel und wir genossen das erste Getr\u00e4nk.<\/p>\n<p>Der Lukawirt in Sandl ist noch ein altes und uriges Landgasthaus. Mit der alten Wirtsstub\u00b4n, den kleinen Fenstern und einem alten Ofen zum Einheizen. Und der entsprechenden Gem\u00fctlichkeit, wo am Nebentisch flei\u00dfig Karten gespielt wird.<\/p>\n<p>Voriges Jahr hing ein Schild an der T\u00fcr \u201eWegen Heuernte geschlossen\u201c! Aber so ist es am Land. Am Land muss man mit dem \u201aWetter arbeiten.<\/p>\n<p>Der Lukawirt war auch Schauplatz der Landkrimis rund um Windhag mit Josef Hader.<\/p>\n<p>Nachdem wir uns mit dem ber\u00fchmten Schweinsbraten vom Lukawirt gest\u00e4rkt hatten, machten wir uns auf den R\u00fcckweg. Wir gingen die gleiche Route zur\u00fcck bis nach Sp\u00f6rbichl. Lie\u00dfen die Windr\u00e4der links liegen und machten uns bergab zum gem\u00fctlichen Wanderausklang in privater Runde.<\/p>\n<p>Um 21:18 Uhr ging es vom \u201aBahnhof Freistadt nach Linz zur\u00fcck wo wir um 22:07 Uhr ankamen. Wir waren zwar M\u00fcde aber doch zufrieden und gl\u00fccklich.<\/p>\n<h2>Genusswoche 05.05.2018 bis 12.05.2018 \u2013 Ein Genussbericht<\/h2>\n<p>Vom Blinden-\u00a0 und Sehbehindertenverband Vorarlberg (BSV V) wurde vom 05.05.2018 bis 12.05.2018 eine Genusswoche organisiert. Die Teilnehmer dieser Genusswoche, 9 Blinde, Sehbeeintr\u00e4chtigte und Begleiter aus Ober\u00f6sterreich, waren im eigenen Ferienhaus \u201eHaus im gr\u00fcne\u201c untergebracht.<\/p>\n<p>Es gab f\u00fcr jeden Tag ein Genussprogramm!<\/p>\n<p>Sonntag, nach unserem ersten Fr\u00fchst\u00fcck im \u201eHaus im gr\u00fcne\u201c spazierten wir zur Wallfahrtskirche Bildstein und nahmen dort am Gottesdienst teil. Anschlie\u00dfend hatten wir die Gelegenheit uns die Kirche erkl\u00e4ren zu lassen. Nach dem Mittagessen fuhren wir ins Hopfenmuseum Tettnang in Deutschland. Dort erlebten wir den Hopfen vom Anbau bis zum Bier. Im Hopfengut Museum konnten wir neben der modernen Technik auch eine spannende Reise in die wilde Hopfenbrocker- Zeit der 50er Jahre unternehmen. Und wer wissen will \u201ewer oder was\u201c\u00a0 die \u201eHopfensau\u201c ist, sollte bei der n\u00e4chsten Genusswoche des BSV V dabei sein.<\/p>\n<p>Montags besuchten wir eine Imkerei &amp; Schaubrennerei in Alberschwende. Nach einen &#8222;Begr\u00fc\u00dfungsschn\u00e4psle&#8220; wurden wir in das gro\u00dfz\u00fcgig aus Holz und Glas erbaute Bienenhaus gef\u00fchrt. Dort erfuhren wir einiges \u00fcber die Imkerei und \u00fcber die Wichtigkeit der Bienen f\u00fcr die menschliche Existenz. Anschlie\u00dfend lernten wir bei der F\u00fchrung durch die Schaubrennerei den Werdegang der edlen Br\u00e4nde von der Maische bis zur Destillation kennen.<\/p>\n<p>Am Dienstag gab es eine F\u00fchrung im Weindorf Nonnenhorn am bayrischen Bodensee. Wir erfuhren von der Geschichte des Weinanbaues in dieser Gegend und wurden in eine alte Weinpresse gef\u00fchrt. W\u00e4hrend der Unterhaltung wurden uns K\u00e4se- und Weinschmankerln gereicht und wir konnten so das Erz\u00e4hlte und das Ambiente der alten Weinpresse auf uns wirken lassen. Wir kennen jetzt auch den Unterschied zwischen Prosecco und Secco.<\/p>\n<p>Mittwochs hatten wir gleich 2 Genussveranstaltungen. Zuerst besuchten wir die Salzgrotte in Lindau und konnten bei Entspannungsmusik und salziger Luft etwas gutes f\u00fcr unsere Atemwege tun. Anschlie\u00dfend besuchten wir in Bregenz einen Wein und Tee Sommelier. Die \u00a0Weindegustation war auch f\u00fcr Anwesende, die keinen Wein tranken ein Vergn\u00fcgen und Geografisch lehrreich.<\/p>\n<p>Da Donnerstag ein Feiertag war wanderten wir am Vormittag nochmals zur Wallfahrtskirche Bildstein. Am Nachmittag waren wir im Bregenzerw\u00e4lder K\u00e4sehaus und konnten beim Schauk\u00e4sen dabei sein und mitmachen. W\u00e4hrend im Sennkessel die Milch langsam erw\u00e4rmt wurde, erz\u00e4hlte uns die Sennerin einiges \u00fcber die K\u00e4seproduktion im Bregenzerwald. Es ist ein interessanter und erlebnisreicher Weg von der Milch bis zur \u201eK\u00e4segeburt\u201c. Einige von uns r\u00fchrten auch im Sennkessel oder arbeiteten mit der K\u00e4seharfe. Interessant ist auch, dass Senner oder Sennerin ein Lehrberuf ist.<\/p>\n<p>Mich pers\u00f6nlich erinnerte diese K\u00e4seproduktion an die im Freilichtmuseum St\u00fcbing bei Graz aufgestellte Alph\u00fctte von der Mittelargenalpe (Vorarlberg).Dort wurden t\u00e4glich 750 Liter Milch zu K\u00e4se verarbeitet. Dazu wurden 60 K\u00fche 2 Mal t\u00e4glich gemolken.<\/p>\n<p>Am vorletzten Tag der Genusswoche hatten wir den Schokoladegenuss. Wir besuchten eine Schokolademanufaktur in Hohenems. Ausgew\u00e4hlte Edelkakaos aus Kleinkooperativen werden in dieser Manufaktur in Hohenems schonend ger\u00f6stet. Der \u201eMaitre Chocolatier\u201c produziert mit seinem kreativen Team edle Schokoladen von der Bohne bis zur fertigen Schokolade &#8211; also \u201eBean to Bar\u201c.<\/p>\n<p>Abends hatten wir unserem Spa\u00df in der Hauseigenen Kegelbahn. Der ehemalige Obmann des BSV V, Manfred Schuler, der seit Mittwoch dabei war, zeigte den Ober\u00f6sterreichern wie richtig gekegelt wird. Aber irgendwann wird es zur Revanche kommen!<\/p>\n<p>Wir hatten zwischendurch auch sch\u00f6ne Spazierg\u00e4nge und genossen die Abende entweder vor dem Haus oder in den gem\u00fctlichen Aufenthaltsr\u00e4umen. Ich versuchte mich an der Schie\u00dfanlage und musste feststellen, es gibt Bessere, viel Bessere. Da beim \u201eHaus im gr\u00fcne\u201c eine Kapelle in der N\u00e4he ist, besuchten einige der Gruppe auch die Maiandachten. Und so verging diese Woche wie im Flug!<\/p>\n<p>Wir haben nette, hilfsbereite und tolle Menschen kennen gelernt und wir bedanken uns beim Team von \u201eHaus im gr\u00fcne\u201c, allen Begleitern, die auch Sonn- und Feiertags f\u00fcr uns da waren und uns gut betreuten. Und ganz besonders bedanken wir uns bei den 2 Buam!<\/p>\n<p>Wir genossen diese Genusswoche bis zur letzten Minute und wir werden sicher wiederkommen!<\/p>\n<p>Gesammelte Links zu den einzelnen Veranstaltungen unter: <a href=\"http:\/\/www.hojas.co.at\/extern\/Freizeit\/Genusswoche.htm\">http:\/\/www.hojas.co.at\/extern\/Freizeit\/Genusswoche.htm<\/a><\/p>\n<p>\u00a9 Mai 2018 by Gerhard Hojas<\/p>\n<h2>Bericht Wallfahrt Stadl Paura am 16.06.2018<\/h2>\n<p>Am 16.06.2018 organisierte die Blindenpastoral Linz eine Wallfahrt zur einzigartigen Dreifaltigkeitskirche nach Stadl Paura.<\/p>\n<p>22 Wallfahrer trafen sich am Bahnhof in Linz und fuhren dann gemeinsam mit dem Zug bis nach Lambach. Dort wurden wir vom Blindenseelsorger Mag. Franz Lndorfer erwartet und begr\u00fc\u00dft. Wer wollte, konnte mit Franz im Auto nach Stadtl Paura mit fahren. Die anderen marschierten durch stille und k\u00fchle Gassen und entlang der Traun bis zur Dreifaltigkeitskirche in Stadl Paura.<\/p>\n<p>Blindenseelsorger Franz zelebrierte in seiner angenehmen, ruhigen und unnachahmlichen Art f\u00fcr uns die Heilige Messe. Unterst\u00fctzt wurde er von Josef Vorderderfler und an der Orgel faszinierte uns Benedikt Felbauer mit seinen Kl\u00e4ngen.<\/p>\n<p>Nach der Heiligen Messe erfuhren wir von Kaplan Elias einiges \u00fcber die Geschichte dieser Dreifaltigkeitskirche.<\/p>\n<p>Geschichte der Dreifaltigkeitskirche Stadl Paura.<\/p>\n<p>Im Jahr 1713 herrschte in \u00d6sterreich eine Pestepidemie. Maximilian Pagl, der in Stadl-Paura geboren war und zu der Zeit Abt von Stift Lambach war, gelobte, er w\u00fcrde eine ganz besondere Kirche bauen lassen, sollte man von dieser Seuche verschont bleiben. Die Barockkirche wurde von 1714 bis 1724 mit dem Linzer Baumeister Johann Michael Prunner auf dem Pauraberg erbaut. Die Kirche wurde mit dem Passauer F\u00fcrstbischof Johann Philipp von Lamberg am 29. Juli 1725 geweiht.<\/p>\n<p>Die Drei als Symbol der Dreifaltigkeit beherrscht die Architektur. Die Kirche hat drei T\u00fcrme, drei Alt\u00e4re, drei Orgeln, drei Halbkuppeln, drei Marmorportale &#8211; und der Grundriss selber ist dreieckig.<\/p>\n<p>Es werden alle drei Alt\u00e4re genutzt &#8211; dreimal im Jahr wechselt die Sitzordnung, das Eingangsportal und die Blickrichtung der Gl\u00e4ubigen. Dies richtet sich nach dem jeweiligen Festkreis.<\/p>\n<p>Auch der Pfarrhof wurde von Prunner erbaut. Die urspr\u00fcngliche Nutzung war ein Waisenhaus, dann als Heim f\u00fcr behinderte Kinder und sp\u00e4ter noch als Internat f\u00fcr Priesterstudenten.<\/p>\n<p>Da wir Nachmittags eine F\u00fchrung im Benediktinerstift Lambach hatten, gingen wir gem\u00fctlich den gleichen Weg zur\u00fcck nach Lambach. W\u00e4hrend des Mittagessens unterhielten wir uns \u00fcber das bisher geh\u00f6rte, gesehene und erlebte. Au\u00dferdem konnten wir uns bei dieser Gelegenheit besser kennenlernen.<\/p>\n<p>Mit gro\u00dfer Erwartung begannen wir dann auch die F\u00fchrung durch das Benediktinerstift Lambach.<\/p>\n<p>Durch die kompetente F\u00fchrung erhielt man einen Einblick zu den romanischen Fresken, Sommerrefektorium, Stiftskirche, Stiftsbibliothek und weiteren R\u00e4umlichkeiten. Besonders angetan waren wir vom Barocktheater Lambach und der Geschichte dazu. Es ist das einzig erhaltene Klostertheater \u00d6sterreichs.<\/p>\n<p>Etwas zur Geschichte des \u00a0Benediktinerstiftes Lambach<\/p>\n<p>Das Stift und die Stiftskirche wurde im Jahre 1056 von dem Hl. Adalbero, Graf von Wels und Lambach, Bischof von W\u00fcrzburg gegr\u00fcndet. Die Stiftskirche wurde 1233 nach Zerst\u00f6rung wieder instandgesetzt und von 1422 bis 1436 als zweischiffige Hallenkirche umgebaut.<\/p>\n<p>Der Kirchenbau in seinem heutigen Bestand geht auf die Baut\u00e4tigkeit der \u00c4bte Placidus Hieber (1640\u20131678), Severin Blasz (1678\u20131705) und Maximilian Pagl (1705\u20131725) zur\u00fcck und ist Ausdruck der \u00f6sterreichischen Klosterarchitektur des 17.\u00a0Jahrhunderts.<\/p>\n<p>In dieser Zeit wurde die Kirche von 1652 bis 1656 nach einem Entwurf von Filiberto Lucchese als einschiffige Anlage mit dreijochigem und zweijochigem, gerade geschlossenem Chor neu eingerichtet.<\/p>\n<p>Die Stuckdekoration von 1655 wird dem Stuckateur Thomas Zaisel aus Linz zugeschrieben.<\/p>\n<p>Von Christoph Abraham Walther aus Regensburg stammen die ein Jahr sp\u00e4ter entstandenen lebensgro\u00dfen Nischenfiguren zwischen den Doppelpilastern.<\/p>\n<p>Der Hochaltar nach einem Entwurf vermutlich von Antonio Beduzzi, 1716\u20131717 (Vorbild Mariazell von Johann B. Fischer von Erlach), besteht aus Salzburger Marmor.<\/p>\n<p>Zur weiteren Innenausstattung geh\u00f6ren das schmiedeeiserne Abschlussgitter unter der Orgelempore von 1662, der Bildteppich von 1712 (eventuell aus Antwerpen), die Deckplatte des Stiftergrabes von 1659 und die Kanzel von 1756.<\/p>\n<p>So verging der Tag und mit all dies erlangten Wissen traten wir am Abend unsere Heimreise an und wir hatten das Gef\u00fchl einen besonderen Tag verbracht und erlebt zu haben.<\/p>\n<p>\u00a9 Juni 2018 by Gerhard Hojas<\/p>\n<h2>Der Baumwipfelpfad auf dem Gr\u00fcnberg in Gmunden. Er\u00f6ffnung 28. Juli 2018<\/h2>\n<p>Die Natur aus einer anderen Perspektive erleben<\/p>\n<p>Er\u00f6ffnung 28. Juli 2018<\/p>\n<p>Projektbeschreibung<\/p>\n<p>Am 28. Juli 2018 \u00f6ffnet auf dem Gr\u00fcnberg in Gmunden der Baumwipfelpfad Salzkammergut seine Pforten. H\u00f6hepunkt des 1400 Meter langen und mit erlebnis- und lehrreichen Stationen versehenen Pfads ist der 39 Meter hohe, architektonisch einmalige Aussichtsturm mit integrierter Tunnelrutsche (ab Saison 2019). Die barrierearme Gestaltung des Pfads erm\u00f6glicht auch Familien mit Kinderwagen und Rollstuhlfahrern ein unbeschwertes Naturerlebnis!<\/p>\n<p>Auf der obersten Plattform des Turms angekommen bietet sich ein einzigartiger Blick vom Traunsee bis zum Dachstein.<\/p>\n<p>Barrierearm &amp; familienfreundlich.<\/p>\n<p>Baumwipfelpfad und Aussichtsturm sind bei einer maximalen Steigung von 6% auch mit Rollstuhl und Kinderwagen befahrbar. Die Netzkonstruktion des Gel\u00e4nders gew\u00e4hrt hierbei uneingeschr\u00e4nkte Sicht. Rollst\u00fchle und Rollatoren k\u00f6nnen kostenfrei am Eingangsbereich ausgeliehen werden.<\/p>\n<p>Erlebnis- und Spielstationen auf dem Baumwipfelpfad lassen nicht nur kleine Entdeckerherzen h\u00f6her schlagen.<\/p>\n<p>Gr\u00fcnberg-Seilbahn<\/p>\n<p>Schon seit dem Jahr 1957 bef\u00f6rdert die Gr\u00fcnberg-Seilbahn Einheimische wie G\u00e4ste auf den Gmundner Hausberg. Seit ihrem Neubau 2014 bieten zwei moderne, barrierefreie Gro\u00dfkabinen jeweils Platz f\u00fcr bis zu 60 Personen. An der Talstation der Gr\u00fcnberg-Seilbahn sind Kombitickets f\u00fcr Bahn und Baumwipfelpfad erh\u00e4ltlich. www.gruenberg.info<\/p>\n<p>Gastronomie<\/p>\n<p>In n\u00e4chster N\u00e4he zum Baumwipfelpfad befindet sich die Gr\u00fcnbergalm mit gutb\u00fcrgerlicher K\u00fcche auf hohem Niveau. Nach einer Wanderung zum Laudachsee bietet die Ramsaualm ein besonderes Ambiente und kulinarische K\u00f6stlichkeiten zum Verweilen und Genie\u00dfen.<\/p>\n<p>Aufenthaltsdauer &amp; Einlass<\/p>\n<p>F\u00fcr den Besuch des Pfads sollten Sie etwa eineinhalb Stunden einplanen. Bis eine Stunde vor Ende der \u00d6ffnungszeiten k\u00f6nnen Sie an unserer Kasse Eintrittskarten erwerben.<\/p>\n<p>Zahlen\u200a\/\u200aDaten\u200a\/\u200aFakten<\/p>\n<p>Turmh\u00f6he: 39 Meter<\/p>\n<p>Pfadh\u00f6he: bis zu 21 Meter<\/p>\n<p>Pfadl\u00e4nge: 1.400 Meter<\/p>\n<p>max. Steigung: 6%<\/p>\n<p>Tunnelrutsche: 55 Meter L\u00e4nge (ab Saison 2019)<\/p>\n<p>Link zur Infoseite Baumwipfelweg Gmunden: http:\/\/www.baumwipfelpfad-salzkammergut.at\/<\/p>\n<p>\u00a9 Juli 2018 by Gerhard Hojas<\/p>\n<h2>Reise 2018 der Hilfsgemeinschaft nach Slowenien<\/h2>\n<p>Auch im Jahr 2018 gab es bei der Hilfsgemeinschaft der Blinden und Sehschwachen wieder eine 5 Tagesreise. Diesmal ging es nach Slowenien.<\/p>\n<p>Am Samstag, dem 01.09.2018 war es dann wieder so weit. Ich habe zum ersten Mal den Umsteige- und Begleitservice der \u00d6BB in Anspruch genommen. Und es hat alles reibungslos funktioniert. Ich fuhr von Linz bis Wien Meidling. Dort\u00a0 wurde ich bereits \u00a0erwartet und zum Taxistand gebracht. Von dort ging es zum Treffpunkt zur Haltestelle U4 Meidling.<\/p>\n<p>Nachdem die letzten Mitreisenden in den Bus zugestiegen sind und \u201efast\u201c alle Koffer und Taschen verstaut waren, ging unsere Mehrtagesreise nach Slowenien los.<\/p>\n<p>Beim ersten Halt bei der Raststation Loipersbach genossen wir ein gemeinsames Fr\u00fchst\u00fcck. Nach dieser ersten, gr\u00f6\u00dferen Begr\u00fc\u00dfungs \u2013 und Kennenlernphase fuhren wir weiter Richtung S\u00fcden. Ein st\u00e4ndiger Begleiter an diesem Samstag war der Regen. Wir fuhren an Graz vorbei Richtung Steirisch\/Slowenische Grenze. Nachdem hier alle Formalit\u00e4ten (Maut) erledigt waren ging es zum ber\u00fchmten Trojani Pass.<\/p>\n<p>Als es noch keine durchgehende Autobahn zwischen Maribor und Ljubljana in Slowenien gab, m\u00fchten sich die Urlauberkolonnen Richtung Istrien auf einer Bergstra\u00dfe \u00fcber den Trojanepass. Die M\u00fchsal der kurvenreichen Strecke wurde bei einer Rast aber belohnt. Ziemlich \u00fcppig sogar. Dieser Pass ist n\u00e4mlich f\u00fcr seine Krapfen bekannt. Hier werden pro Tag nicht unter 5000 Krapfen verkauft. Im Fasching bis zu 8000 St\u00fcck.<\/p>\n<p>Nach dem Mittagessen am Trojani Pass weiterfahrt in die slowenische Hauptstadt Ljubljana (Gr\u00fcne Hauptstadt Europas 2016). Hier hatten wir eine lehrreiche, informative und besonders regenreiche \u00a0F\u00fchrung durch die Altstadt.<\/p>\n<p>Je n\u00e4her wir anschlie\u00dfend der slowenischen Adriak\u00fcste kamen, desto besser wurde das Wetter. Und beim Eintreffen bei der Hotelanlage in Ankaran schien sogar die Sonne.<\/p>\n<p>Nach einer kreativen und ungew\u00f6hnlichen Zimmerverteilung genossen wir unser erstes gemeinsames Abendessen.<\/p>\n<p>Der 2: Tag in Slowenien begr\u00fc\u00dfte uns mit viel Sonne und angenehmen Temperaturen. Und unsere Reiseleiterin f\u00fcr die n\u00e4chsten 3 Tage stie\u00df \u00a0zu unserer Gruppe. unser Ausflug f\u00fchrte uns in die slowenische Hafenstadt Koper. Auf der Fahrt nach Koper fielen uns die vielen Autos auf riesigen Abstellpl\u00e4tzen auf. Des R\u00e4tsels L\u00f6sung ist, dass Koper, nach Bremerhaven, der Zweitgr\u00f6\u00dfte Hafen Europas f\u00fcr die Ein- und Ausfuhr von Autos ist.<\/p>\n<p>Koper liegt nur rund 10 km von der Grenze zu Italien entfernt.<\/p>\n<p>Der Spaziergang durch die malerischen, engen Gassen der Altstadt war ein Highlight in Koper. Die zwei wichtigsten Sehensw\u00fcrdigkeiten in Koper sind die Kathedrale von Koper und der Pr\u00e4torenpalast nebenan, direkt am Hauptplatz. Der Hauptplatz tr\u00e4gt den Namen des ehemaligen jugoslawischen Staatschefs Tito ((Titoplatz oder slowenisch Tito Trg)).<\/p>\n<p>Nachmittags ging es ins Karstgebiet und besuchten dort eine Schinkenproduktion. Nat\u00fcrlich konnten wir auch die lokalen kulinarischen Spezialit\u00e4ten dieser Einrichtung verkosten.<\/p>\n<p>Der Karst, von slowenisch kras, was etwa \u201esteiniger und unfruchtbarer Boden\u201c bedeutet. Die Landschaft ist namensgebend f\u00fcr das geologische Ph\u00e4nomen Karst, das hier von Wissenschaftlern der Habsburgermonarchie erstmals eingehend erforscht wurde.<\/p>\n<p>Am 3. Tag unserer Reise stand Triest am Programm. Vormittags gab es eine kompetente Stadtf\u00fchrung durch die Hafenstadt mit dem alt-\u00f6sterreichischen Flair.<\/p>\n<p>Die Altstadt von Triest ist eine Mischung aus Wiener Pracht und mediterranem Lebensstil. es gibt gro\u00dfe und pr\u00e4chtige Pal\u00e4ste und viele Kirchen. Dennoch besteht die Altstadt aus einer kleinen Anzahl von schmalen Str\u00e4\u00dfchen und engen Durchg\u00e4ngen. Antikes trifft auf Relikte der KuK Monarchie und der Gegenwart mit modernen Modegesch\u00e4ften.<\/p>\n<p>Und am Nachmittag fuhren wir zum bekannten Schloss Miramare (ein Traumschloss auf einer Felsenklippe der Bucht von Grignano) und bewunderten die herrlichen R\u00e4umlichkeiten und die Parkanlage.<\/p>\n<p>Errichtet wurde es von Kaiser Franz Josephs Bruder Maximilian, der ab 1864 als Kaiser in Mexiko regiert. 1867 wird er dort hingerichtet. Nach dem Tod von Maximilian und der R\u00fcckkehr der geistig verwirrten Charlotte nach Belgien wurde das Schloss Castello di Miramare zu einer Sommerresidenz der Habsburger.<\/p>\n<p>Der 4. Tag begann mit Freizeit. Nach dem Fr\u00fchst\u00fcck hatten wir den Vormittag zur freien Verf\u00fcgung. Einige machten einen Strandspaziergang. Andere schlenderten in Ankaran herum und besuchten die M\u00e4rkte. Und andere wiederrum genossen den Vormittag auf der Terrasse des Hotels.<\/p>\n<p>Nach dem Mittagessen, dass wir im Hotel einnahmen, ging es in die Stadt des Salzes. Diese K\u00fcstenstadt ist auf dem Salz erwachsen. In den Salinen von Piran, wird noch heute nach den alten Verfahren erstklassige Salzbl\u00fcte gewonnen. Piran ist unumstritten die sch\u00f6nste Stadt an der kurzen K\u00fcste von Slowenien. Die Altstadt geh\u00f6rt zu den gr\u00f6\u00dften Sehensw\u00fcrdigkeiten, die Slowenien zu bieten hat.<\/p>\n<p>Piran liegt im Grenzgebiet zu Kroatien. Noch immer ist der genaue Verlauf der Grenze, vor allem in der Bucht von Piran, zwischen den beiden Staaten umstritten.<\/p>\n<p>. Dort besuchten wir eine Weinkellerei und erfuhren einiges \u00fcber die Weinproduktion in dieser Gegend. W\u00e4hrend der F\u00fchrung\u00a0 konnten wir die vielen und besonders gro\u00dfen \u201aWeinf\u00e4sser bestaunen. Nach dem Rundgang durch die Kellergew\u00f6lbe wurden wir zur Weinverkostung geladen.<\/p>\n<p>Danach ging es auf ein Piratenschiff zur Panoramafahrt \u00fcber das slowenische Meer und wir konnten den sch\u00f6nsten Teil der slowenischen K\u00fcste besichtigen.<\/p>\n<p>Wer nach der Schifffahrt und anschlie\u00dfenden Stadtrundgang nicht m\u00fcde war, suchte noch nach Souvenirs in den kleinen L\u00e4den. Zum R\u00fcckweg zu unserem Bus machte es sich bezahlt, dass wir eine einheimische Reiseleiterin hatten. Diejenigen, die zum gehen schon zu m\u00fcde waren, fuhren mit \u00f6ffentlichen Verkehrsmitteln zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Der 5. Tag begann etwas fr\u00fcher. Es war der Tag der Heimreise. Nachdem alles im Bus verstaut war ging es Richtung Heimat. Die R\u00fcckfahrt f\u00fchrte \u00fcber Krain nach Begungje, wo wir das Avsenik Oberkrainer Museum besuchten.<\/p>\n<p>Begunje liegt im Oberkrainer Oberland mit Blick auf die Julischen Alpen und ist ein beschauliches kleines D\u00f6rfchen mit ca. 1000 Einwohnern.<\/p>\n<p>Nach der gem\u00fctlichen Mittagsrast ging es \u00fcber den Loiblpass (1368 hoher Alpenpass \u00fcber die Karawanken zwischen K\u00e4rnten und der Oberkrain) Richtung Norden. In der N\u00e4he von Graz genossen wir noch eine kleine Nachmittagsrast und dann ging es durch bis nach Wien. Dort\u00a0 trafen wir auch fast genau nach Zeitplan ein.<\/p>\n<p>So vergingen 5 wunderbare Tage wie im Fluge.<\/p>\n<p>Das Sch\u00f6ne bei Reisen und Ausfl\u00fcgen der Hilfsgemeinschaft der Blinden und Sehschwachen ist, dass immer freiwillige und ehrenamtliche Helfer dabei sind. So k\u00f6nnen auch Blinde und Sehbehinderte ohne eigener Begleitperson bei solchen Veranstaltungen teilnehmen. Und den Begleitern f\u00e4llt kein Zacken aus der Krone, auch wenn sie beim Fr\u00fchst\u00fcck zum f\u00fcnften Mal aufstehen und etwas f\u00fcr die Blinden oder Sehbehinderten zum Essen holen. Genauso ist es bei F\u00fchrungen. Der Zusammenhalt und die Hilfsbereitschaft untereinander ist grandios. Das habe ich leider schon anders erleben m\u00fcssen.<\/p>\n<p>So bedanken wir uns bei Fritz, Petra, Helli und allen anderen freiwilligen Helfern, die f\u00fcr uns da waren. Ohne deren Engagement w\u00e4ren solche Reisen nicht m\u00f6glich. Und wir warten schon mit Spannung auf das Ziel von Fritz\u00b4s zwanzigster Reise f\u00fcr die Hilfsgemeinschaft.<\/p>\n<p>Und ein gro\u00dfes Danke an die Reiseleitung von Gerhard Bruckner von der HG.<\/p>\n<p>\u00a9 September 2018 by Gerhard Hojas<\/p>\n<h2>Besuch im Haus der Musik<\/h2>\n<p>Am Dienstag, 11.09.2018 besuchte ich mit Begleitung das \u201eHaus der Musik\u201c in Wien.<\/p>\n<p>Wir fuhren mit der Westbahn von Linz bis zum Praterstern in Wien. Von dort mit der U1 bis zum Stephansplatz und dann noch ein gem\u00fctlicher Fu\u00dfweg von 10 Minuten bis zur Seilerstra\u00dfe 30.<\/p>\n<p>Das Haus der Musik ist ein interaktives Klangmuseum und bietet neue, innovative Zug\u00e4nge zum Thema Musik.<\/p>\n<p>\u00dcber die musikalische Treppe &#8222;STAIRPLAY&#8220; begann die Museumstour.<\/p>\n<p>Wir lie\u00dfen die\u00a0 Highlights des Neujahrskonzertes Revue passieren und er w\u00fcrfelten einen eigenen Walzer beim Walzerw\u00fcrfel-Spiel.<\/p>\n<p>Dann konnten wir Nachh\u00f6ren, was man selbst im Mutterleib geh\u00f6rt hat. Und das waren sehr unheimliche Ger\u00e4usche. Anschlie\u00dfend konnten wir mit au\u00dfergew\u00f6hnlichen Experimenten in die Welt der Kl\u00e4nge eintauchen:<\/p>\n<p>Man hatte verschiedene Monitore mit Steuereinheiten (Drehregler, Joystick, etc) und immer zwei Kopfh\u00f6rer. Man konnte z. B. in einer virtuellen Umgebung verschiedene Kl\u00e4nge zu- oder abschalten. Bei einer anderen Stadion sprach man in ein Mikrofon und h\u00f6rte es erst einige Sekunden sp\u00e4ter im Kopfh\u00f6rer. In der Zwischenzeit spricht man aber schon wieder etwas anderes. Es kommt alles zeitlich verz\u00f6gert an. Wir konnten bei zwei Schuhplattlern die Geschwindigkeit \u00e4ndern und skurrile Klangmuster h\u00f6ren. Und noch\u00a0 vieles mehr.<\/p>\n<p>In einen anderen Raum konnten wir sehr viele Umweltger\u00e4usche durch H\u00f6rmuscheln, oder Rohre h\u00f6ren. (Die Ger\u00e4usche vom Broadway, die Ger\u00e4usche in einer japanischen U-Bahn, das innere einer Rakete beim Start, die Ger\u00e4usche auf einer Raumstation und sehr viel mehr) In dieser Klangstadion ist alles in Braille beschriftet.<\/p>\n<p>In der 3. Etage haben wir die gro\u00dfen Komponisten der klassischen Musikangetroffen. Haydn, Mozart, Beethoven, Schubert, Strauss, Mahler sowie die Begr\u00fcnder der Zweiten Wiener Schule sind hier in individuell gestalteten R\u00e4umlichkeiten zu sehen.<\/p>\n<p>Am Virtuellen Dirigenten freuen sich hier die Wiener Philharmoniker, von Dir geleitet zu werden! Man kann sich hier als Dirigent probieren. Das Ergebnis deines Versuches wird dir von einer bekannten Person virtuell mitgeteilt. Das schlimmste Ergebnis: Wenn die Auff\u00fchrung w\u00e4hrend deines Dirigierens abgebrochen wird.<\/p>\n<p>Das Haus der Musik muss man genie\u00dfen und sich Zeit lassen. Man kann dieses Museum w\u00e4hrend des Besuches verlassen und sp\u00e4ter wiederkehren. Es ist barrierefrei und es gibt auch spezielle F\u00fchrungen f\u00fcr Blinde und Sehbehinderte.<\/p>\n<p>Ich kann dieses Museum allen Blinden und Sehbehinderten empfehlen. Die Klangeindr\u00fccke sind enorm. Au\u00dferdem gibt es f\u00fcr IOS und Android eine entsprechende App dazu.<\/p>\n<p>Und wenn man schon in Wien ist, dann darf das Beste Eis der Welt nicht fehlen. (Mein subjektives Empfinden). Das Eis beim \u201eTichy\u201c (Erfinder der Eismarillen-Kn\u00f6del) am Reumannplatz 13. F\u00fcr das Studieren\u00a0 der Eiskarte sollte man ein wenig Zeit einplanen, denn der Eissalon bietet mehr als 70 Eiscoups an. Und f\u00fcr die Marillen-Hasser unter Euch ein kleiner Tipp: Auf der Karte gibt es auch Himbeer-Eiskn\u00f6del mit Mohn.<\/p>\n<p>Was mir in Wien noch aufgefallen ist, sind die vielen aufgeklebten und gut wahrnehmbaren Blindenleitsysteme. Auch \u00fcber die Fahrbahn. Und die vielen Verkehrslichtsignalanlagen mit Blindenakustik.<\/p>\n<p>Aber davon k\u00f6nnen wir in Linz nur tr\u00e4umen! Hauptsache wir haben 3D-Zebrastreifen und bekommen 3 gef\u00e4hrliche Kreuzungen. (Rechtsabbiegen bei Rot). Und die meisten Blindenleitsysteme sind auch noch durch Schanig\u00e4rten zugestellt.<\/p>\n<p>Link zum Haus der Musik: http:\/\/www.hausdermusik.com\/<\/p>\n<p>\u00a9 September 2018 by Gerhard Hojas<\/p>\n<h3>Spezielle F\u00fchrung f\u00fcr Blinde und Sehbehinderte in der \u201eIce Magic Linz\u201c &#8211; Ein R\u00fcckblick<\/h3>\n<p>Freizeit und Unterhaltung mit freiraum-europa!<\/p>\n<p>Am 27.12.2018 konnte eine Gruppe von Blinden, Sehbehinderten und deren Begleitung an einer Sonderf\u00fchrung der Eisskulpturenausstellung \u201eIce Magic Linz\u201c teilnehmen und die Skulpturen in ihrer ganzen Pracht ertasten und erfassen.<\/p>\n<p>Da die F\u00fchrung au\u00dferhalb der normalen \u00d6ffnungszeit ab 19:00 Uhr stattfand, hatten wir keinen Stress und konnten mit Ruhe alles genau erkunden und unsere Fragen stellen.<\/p>\n<p>Frank, der Initiator von \u201eIce Magic Linz\u201c, selbst ein belgischer Eisk\u00fcnstler, erz\u00e4hlte uns von der Entstehungsgeschichte der Eisskulpturenausstellungen und wie die einzelnen Kunstwerke geschaffen wurden.<\/p>\n<p>Vorher gab es solche (und gibt es auch noch immer) Skulpturen aus Sand. Dann kam jemand auf die Idee, man k\u00f6nnte es doch auch einmal mit Eis probieren und was man damit alles machen kann, konnten wir in Linz erleben.<\/p>\n<p>Die K\u00fcnstlerinnen und K\u00fcnstler sind wochenlang bei Minus 10 Grad am Schaffen gewesen, haben die Figuren aus dem Ged\u00e4chtnis, ihrer Fantasie und ihrer Ideen in die Halle gezaubert.<\/p>\n<p>Man erfuhr, wie die verschiedenen Eissorten hergestellt wurden. Es gab das milchige Eis, so wie wir es vom Eisw\u00fcrfel kennen. Da sind die Eisbl\u00f6cke in 2 Tagen fertig. Beim durchsichtigen Eis dauert die Herstellung eines Eisblockes schon einige Tage.<\/p>\n<p>Es gibt zwei Gr\u00fcnde, die verhindern, dass Eisbl\u00f6cke beim Gefrieren klar werden.<\/p>\n<p>Der erste Grund besteht in der Art, wie Eis in Eisw\u00fcrfelformen oder -beuteln gefriert. Wasser dehnt sich beim Gefrieren immer aus und in einem normalen Eisblockbeh\u00e4lter im Gefrierraum gefriert das Wasser von au\u00dfen nach innen. Die \u00e4u\u00dfere Schicht des Eisw\u00fcrfels wird also als erstes fest und ist dabei noch klar. Wenn jedoch dann die Mitte des W\u00fcrfels zu gefrieren beginnt und das Wasser sich ausdehnt, so dr\u00fcckt es auf die bereits gefrorene Au\u00dfenschicht und diese wird rissig und br\u00fcchig und erscheint dadurch milchig.<\/p>\n<p>Ein weiterer Grund, dass Eis beim Gefrieren tr\u00fcbe wird, ist die Luft, die sich im Wasser befindet. Diese Luft versucht beim Gefrieren zu entweichen, doch da die Au\u00dfenseiten des W\u00fcrfels bereits gefroren sind, gelingt ihr dies nicht. Deshalb sammelt sie sich in Form von Luftblasen im Inneren des Eisw\u00fcrfels und diese Luftbl\u00e4schen lassen den Eisw\u00fcrfel ebenfalls tr\u00fcbe erscheinen<\/p>\n<p>Um klare Eisw\u00fcrfel zu erhalten, muss man zwei Dinge beachten: Zum einen muss der Gefriervorgang verlangsamt werden, zum anderen muss verhindert werden, dass alle Seiten des W\u00fcrfels gleichzeitig gefrieren.<\/p>\n<p>Vor dem Einfrieren wird die Temperatur des Gefrierraumes deshalb h\u00f6her gedreht auf etwa minus 4 bis minus 1 Grad. Nun wird der Eisw\u00fcrfelbeh\u00e4lter in einen separaten K\u00fchlbeh\u00e4lter gestellt. Als n\u00e4chstes f\u00fcllt man bis zur Oberkante der Eisw\u00fcrfelform Wasser in den K\u00fchlbeh\u00e4lter und stellt diesen dann in den Gefrierraum. Das Wasser gefriert auf diese Weise langsamer und nur von der Oberseite aus, so dass es die M\u00f6glichkeit hat, sich problemlos auszudehnen. Au\u00dferdem k\u00f6nnen so auch die vorhandenen Luftbl\u00e4schen entweichen.<\/p>\n<p>Kann man zu Hause auch selber ausprobieren!<\/p>\n<p>Weiters haben Einige auch Hand angelegt und selbst das Eisschnitzen probiert. Auch ich konnte feststellen, dass Eis beim Bearbeiten gar nicht spr\u00f6de ist sondern es sich leicht bearbeiten l\u00e4sst. Mit handels\u00fcblichen Werkzeugen, wie Meisel, Schaber oder elektrischen Holzbearbeitungsmaschinen mit unterschiedlichen Aufs\u00e4tzen , wie man sie im Baumarkt kaufen kann, wurden die Skulpturen geformt und geschaffen.<\/p>\n<p>Genauso wurden die gro\u00dfen Eisbl\u00f6cke mit einer Handels\u00fcblichen Kettens\u00e4ge mit der normalen Kette in die richtige Form geschnitten. Nat\u00fcrlich ohne Ketten\u00f6l.<\/p>\n<p>Um Eisbl\u00f6cke miteinander zu verbinden, wurde zwischen ihnen eine erhitzte Aluminiumplatte gelegt. Dann wurde die Platte herausgezogen, der obere Eisblock f\u00e4llt auf den unteren Eisblock und durch die K\u00e4lte waren sie schnell verbunden. Oder man schob sie einfach zusammen. So kann man Eisbl\u00f6cke in allen Gr\u00f6\u00dfen schaffen oder die einzelnen Teile (zum Beispiel bei den Eingangsportalen) zusammensetzen. .<\/p>\n<p>Einige haben sich auch auf die Eisrutsche gewagt, andere wiederum haben die Sessel, das Bett, die Kutsche (nat\u00fcrlich alles aus Eis) getestet. Aber die Meisten waren dann bei der Eisbar anzutreffen.<\/p>\n<p>Wir waren dann aber doch froh, der K\u00e4lte entfliehen zu k\u00f6nnen und haben festgestellt, dass Plus 2 Grad eine sehr angenehme Temperatur ist. Einige haben sich anschlie\u00dfend im Cafe Volksgarten im Musiktheater noch etwas aufgew\u00e4rmt.<\/p>\n<p>Ich bedanke mich beim Team von \u201eIce Magic Linz\u201c, dass sie uns diesen au\u00dfergew\u00f6hnlichen Rundgang erm\u00f6glicht haben. Man kann nur hoffen, dass sie 2019, wie geplant, wieder nach Linz kommen!<\/p>\n<p>Ich pers\u00f6nlich konnte wieder einige sehr nette Menschen kennenlernen!<\/p>\n<p>Auf die Frage, woher ich wusste, das es bei der \u201eIce Magic Linz\u201c eine spezielle F\u00fchrung f\u00fcr Blinde und Sehbehinderte gibt, kann ich nur sagen, das ich der Erste war, der es gewusst hat (Da hatten sie bei der \u201eIce Magic\u201c noch gar keine Ahnung). Schlie\u00dflich habe ich die F\u00fchrung organisiert und es hat Spa\u00df gemacht.<\/p>\n<p>Mir sind die Bauaktivit\u00e4ten schon im Oktober im Volksgarten aufgefallen. Von den \u00fcblichen Adventsbuden noch keine Spur. Da habe ich dann nachgefragt, was da so tolles passiert.<\/p>\n<p>Man merkt: \u201eNeugierig\u201c sein ist kein Fehler!<\/p>\n<p>\u00a9 Dezember 2018 by Gerhard Hojas<\/p>\n<h2>Besuch der Wasserwelt Scharlinz in Linz am 10.05.2017<\/h2>\n<p>Bildung mit freiraum-europa!<\/p>\n<p>Am Mittwoch den 10.05.2017 besuchte ich von freiraum-europa mit Blinden und Sehbehinderten und deren Begleitern (SozialarbeiterInnen, Mobilit\u00e4tstreinerinnen und Zivildienern des RISS) die Wasserwelten in Scharlinz.<\/p>\n<p>Der Vortrag war sehr interessant und lehrreich. Man erfuhr, dass Wasser nicht nur aus dem Wasserhahn kommt. Sondern, bis es soweit ist, schon einen sehr langen Weg hinter sich hat. Weiters erfuhr man, dass das Wasser nicht nur in den Boden einsickert, sondern auch in der Tiefe vertikal weiterflie\u00dft. Das ist auch der Grund warum Umz\u00e4unungen in den Wasserschutzgebieten mindestens 600 m von den Brunnen entfernt sein m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Man erfuhr auch, dass am Froschberg und auf der Gugl ein riesiger Wasserspeicher vergraben ist. (100 mal 50 m). Dahin wird das Wasser aus Goldw\u00f6rth gepumpt. Damit es nach unten in die Haushalte flie\u00dfen kann.<\/p>\n<p>Weiters erfuhr man, dass Wasser kein Verbrauchsgut sondern ein Gebrauchsgut ist. Und es nicht weniger wird. Und man braucht 15.000 Liter Wasser bis man 1 Kg Rindfleisch am Tisch hat. Oder 3.000 Liter f\u00fcr ein Steak.<\/p>\n<p>Diesen Vortrag kann ich nur empfehlen!<\/p>\n<p>Ich bedanke mich bei der Linz AG und ganz besonders bei Herrn Franz f\u00fcr seinen hervorragenden Vortrag.<\/p>\n<p>Und man kann sich sehr gl\u00fccklich sch\u00e4tzen, wenn man in \u00d6sterreich lebt.<\/p>\n<p>Fotos zu dieser Veranstaltung findest Du hier.<\/p>\n<p>Link zu Foto BrunnenZugang: <a href=\"http:\/\/www.hojas.co.at\/extern\/wasser\/BrunnenZugang.jpg\">www.hojas.co.at\/extern\/wasser\/BrunnenZugang.jpg<\/a><\/p>\n<p>Dieses Foto zeigt einen Durchgang der mit blauem Neonlicht ausgestrahlt ist. Dieses blaue Licht\u00a0 soll das Wasser darstellen. An den W\u00e4nden sind bemalte Papierfische aufgeklebt. Diese Fische malen die Schulkinder an und kleben sie dann an die Wand.<\/p>\n<p>Link zu Foto ScharLinzVortrag: <a href=\"http:\/\/www.hojas.co.at\/extern\/wasser\/ScharLinzVortrag.jpg\">www.hojas.co.at\/extern\/wasser\/ScharLinzVortrag.jpg<\/a><\/p>\n<p>Dieses Foto zeigt die Gruppe beim theoretischen Vortrag.<\/p>\n<p>Link zu Foto ScharLinzWasserwerkVortrag: <a href=\"http:\/\/www.hojas.co.at\/extern\/wasser\/ScharLinzWasserwerkVortrag.jpg\">www.hojas.co.at\/extern\/wasser\/ScharLinzWasserwerkVortrag.jpg<\/a><\/p>\n<p>Dieses Foto zeigt die Gruppe beim Vortrag. Hier konnten auch die Schauobjekte angefasst werden.<\/p>\n<p>Link zu Foto ScharLinzSchauraum: <a href=\"http:\/\/www.hojas.co.at\/extern\/wasser\/ScharLinzSchauraum.jpg\">www.hojas.co.at\/extern\/wasser\/ScharLinzSchauraum.jpg<\/a><\/p>\n<p>Dieses Foto zeigt den Schauraum der Wasserwelten. Es sind hier sehr viele Legomodelle zum Thema Wasser aufgestellt.<\/p>\n<p>Link zu Foto SchnittmodellPumpe: <a href=\"http:\/\/www.hojas.co.at\/extern\/wasser\/SchnittmodellPumpe.jpg\">www.hojas.co.at\/extern\/wasser\/SchnittmodellPumpe.jpg<\/a><\/p>\n<p>Dieses Foto zeigt ein Schnittmodell einer Pumpe.<\/p>\n<p>Link zu Foto ScharLinzDemoObjekte: <a href=\"http:\/\/www.hojas.co.at\/extern\/wasser\/ScharLinzDemoObjekte.jpg\">www.hojas.co.at\/extern\/wasser\/ScharLinzDemoObjekte.jpg<\/a><\/p>\n<p>Dieses Foto zeigt verschiedeneDemoobjekte die im Wasserwerk eingesetzt sind oder eingesetzt waren.<\/p>\n<p>Alle Fotos wurden von Ing. Heinz Jaeger angefertigt.<\/p>\n<p>Link zu einen TV Beitrag der Linz AG zum Thema Wasser: <a href=\"https:\/\/www.linzag.at\/cms\/media\/linzagwebsite\/filmemusik\/service_2\/wasser_3\/2014_3\/Wasser_Spot_201405-INTERNET.mp4\">https:\/\/www.linzag.at\/cms\/media\/linzagwebsite\/filmemusik\/service_2\/wasser_3\/2014_3\/Wasser_Spot_201405-INTERNET.mp4<\/a><\/p>\n<p>Link zur Geschichte des Linzer Wassers:<\/p>\n<p>Wordformat: <a href=\"http:\/\/www.hojas.co.at\/extern\/wasser\/Geschichte_Trinkwasser.docx\">http:\/\/www.hojas.co.at\/extern\/wasser\/Geschichte_Trinkwasser.docx<\/a><\/p>\n<p>Textformat: <a href=\"http:\/\/www.hojas.co.at\/extern\/wasser\/Geschichte_Trinkwasser.txt\">www.hojas.co.at\/extern\/wasser\/Geschichte_Trinkwasser.txt<\/a><\/p>\n<p>PDF Format: <a href=\"http:\/\/www.hojas.co.at\/extern\/wasser\/Geschichte_Trinkwasser.pdf\">www.hojas.co.at\/extern\/wasser\/Geschichte_Trinkwasser.pdf<\/a><\/p>\n<p>Link zur Beschreibung des Umfeldes des Linzer Wassers:<\/p>\n<p>Wordformat: <a href=\"http:\/\/www.hojas.co.at\/extern\/wasser\/Umfeld_Wasser.docx\">www.hojas.co.at\/extern\/wasser\/Umfeld_Wasser.docx<\/a><\/p>\n<p>Textformat: <a href=\"http:\/\/www.hojas.co.at\/extern\/wasser\/Umfeld_Wasser.txt\">www.hojas.co.at\/extern\/wasser\/Umfeld_Wasser.txt<\/a><\/p>\n<p>PDF Format: <a href=\"http:\/\/www.hojas.co.at\/extern\/wasser\/Umfeld_Wasser.pdf\">www.hojas.co.at\/extern\/wasser\/Umfeld_Wasser.pdf<\/a><\/p>\n<p>Quelle: Linz AG und eigene Recherche<\/p>\n<p>\u00a9 by Gerhard Hojas<\/p>\n<h2>Einmal Ungarn und retour 2017<\/h2>\n<p>Ein Reisebericht \u00fcber die Ungarnreise 2017 der Hilfsgemeinschaft der Blinden und Sehschwachen \u00d6sterreichs.<\/p>\n<p>Los ging die Reise nach Ungarn am Sonntag 20.08.2017 um 06:00 Uhr in Wien. Startpunkt war der Franz Jonas Platz. Da stiegen die ersten Reisefreudigen in den Bus. Bis 07:20 waren dann\u00a0 alle eingesammelt und es ging los Richtung Grenze.<\/p>\n<p>An der Grenze machten wir den ersten Stopp. Erstens, um die WC Anlagen zu inspizieren und zweitens, um Euro in Forint zu verwandeln. Der Wechselkurs ist so grob umgerechnet 1 Euro f\u00fcr 300 Forint. Ich habe nichts umgewandelt und bin sehr gut mit den Euros ausgekommen. Die Ungarn nehmen eben gerne die Euros.<\/p>\n<p>Dann ging es weiter nach Balaton wo wir das Mittagessen einnahmen. Da lernte ich eine besondere Suppe kennen. Eine Erdbeersuppe. Sie hat sehr gut gemundet und hat den Durst gel\u00f6scht. Ist so \u00e4hnlich wie eine Gurkensuppe. Nur eben rot und ohne Gurkengeschmack. Anschlie\u00dfend machten wir einen Spaziergang entlang des Balaton. Auf der einen Seite des Weges sa\u00dfen die Fischer und warfen ihre Angeln aus und einige Meter entfernt gab es den \u00fcblichen L\u00e4rm auf einem Markt. Markt ist untertrieben. Der <strong>20. August<\/strong> ist zu Ehren des Staatsgr\u00fcnders Stefan (Istv\u00e1n) des Heiligen der offizielle Staatsfeiertag. Und da war am Markt schon einiges los.<\/p>\n<p>Anschlie\u00dfend fuhren\u00a0 wir Richtung Eger, wo unser Hotel Flora war. Die Fahrt bis Eger verlief ganz ruhig und wir kamen in unserem Zeitrahmen an. Das Einchecken verlief Dank der gemeinsamen Unterst\u00fctzung auch Problemlos und wir freuten uns schon auf das Abendessen.<\/p>\n<p>Obwohl es beim Abendessen und dem Fr\u00fchst\u00fcck ein Buffet gab war es durch die Unterst\u00fctzung \u2013 EIGENTLICH ALLER \u2013 kein Problem seinen Magen zu f\u00fcllen. Das war das Faszinierende und Wundersch\u00f6ne an dieser Reise: Da hat Jede(r) \u2013 Jede(n) unterst\u00fctzt.<\/p>\n<p>Beim Abendessen fielen uns orange bekleidete Sportler auf. Orange, das k\u00f6nnen nur Holl\u00e4nder sein. Es waren die amtierenden Europameister im \u201eUnterwasserhockey\u201c. In Eger fand zwischen 21.08.2017 und 27.08.2017 die Europameisterschaft im Unterwasserhockey statt. Bis 20.08.2017, 20:00 Uhr hatte ich noch nie von einer solchen Sportart geh\u00f6rt.<\/p>\n<p>Hier 2 Links zur Erkl\u00e4rung Unterwasserhockey:<\/p>\n<p>Link zu Welt der Hobbys: <a href=\"http:\/\/welt-der-hobbys.de\/unterwasserhockey\/\">http:\/\/welt-der-hobbys.de\/unterwasserhockey\/<\/a><\/p>\n<p>Link zu einem Youtubevideo \u00fcber Unterwasserhockey: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=eCv9Ux-HF0o\">https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=eCv9Ux-HF0o<\/a><\/p>\n<p>Und zum Abschluss des ersten Tages gab es auch noch ein tolles Feuerwerk zu h\u00f6ren.<\/p>\n<p>Der 2. Tag<\/p>\n<p>Beim Fr\u00fchst\u00fcck um 07:30 Uhr wirkten wir Alle schon frisch und munter. Da auch das Fr\u00fchst\u00fccksbuffet wieder sehr reichlich und sehr gut war werde ich von den einzelnen Speisen nichts mehr erz\u00e4hlen. Die ungarische K\u00fcche ist hervorragend und unsere Verk\u00f6stigung w\u00e4hrend unseres Aufenthaltes war einfach super und mehr als ausreichend.<\/p>\n<p>Im Hotel stie\u00df dann unsere Reiseleiterin f\u00fcr die n\u00e4chsten 3 Tage zu uns. Ihr Name ist T\u00fcnde und sie hat den richtigen tollen ungarischen Akzent. Unser Ziel war die Hortobagy-Puszta. \u00a0Bis zu unserer Ankunft um 11:30 Uhr in Mata erfuhren wir durch T\u00fcnde sehr viel \u00fcber die ungarische Geschichte. Das es auch in Ungarn Lipizzaner gibt und zwar im B\u00fck Gebirge und geh\u00f6rt zum B\u00fck Nationalpark.<\/p>\n<p>Link zum B\u00fck Nationalpark: <a href=\"http:\/\/www.urlaub-ungarn.at\/sightseeing\/nationalparks-und-naturschutzgebiete-ungarn\/nationalpark-buekk.html\">http:\/\/www.urlaub-ungarn.at\/sightseeing\/nationalparks-und-naturschutzgebiete-ungarn\/nationalpark-buekk.html<\/a><\/p>\n<p>Und wir zogen am M\u00e1tra Gebirge vorbei. Dieses Gebirge ist die h\u00f6chste Erhebung in Ungarn. Der h\u00f6chste Punkt: K\u00e9kestet\u00f6 (1014m).<\/p>\n<p>Link zum M\u00e1tra Gebirge: <a href=\"http:\/\/www.urlaub-ungarn.at\/regionen\/gebirge-ungarn\/matra-gebirge.html\">http:\/\/www.urlaub-ungarn.at\/regionen\/gebirge-ungarn\/matra-gebirge.html<\/a><\/p>\n<p>Im Mata Gest\u00fct bekamen wir eine F\u00fchrung durch die gro\u00dfen Pferdest\u00e4lle und konnten die Riesenr\u00f6sser hautnah erleben. Und was in St\u00e4llen sofort auff\u00e4llt ist das Gezwitscher der Schwalben. Und Schwalben habe ich schon lange keine mehr geh\u00f6rt.<\/p>\n<p>Link zum Mata Gest\u00fct: <a href=\"http:\/\/at.gotohungary.com\/reiten1\/-\/netaview\/49434\/%7B0%7D\">http:\/\/at.gotohungary.com\/reiten1\/-\/netaview\/49434\/%7B0%7D<\/a><\/p>\n<p>Anschlie\u00dfend ging es zur Kutschenfahrt (offener Planwagen) in die Weite der Puszta. Wir fuhren an H\u00fctten vorbei, die bis zum Boden mit Stroh eingedeckt waren, vorbei an den f\u00fcr diese Gegend typischen Brunnen und vorbei an St\u00e4llen mit den Zackelschafen. <em>Die Hortob\u00e1gy<\/em> ist die gr\u00f6\u00dfte, zusammenh\u00e4ngende, nat\u00fcrliche Grasheide Europas. Das z\u00e4he, anspruchslose Zackelschaf und das <em>Graurind<\/em> gibt es in dieser Gegend. Das Graurind hat extrem gro\u00dfe H\u00f6rner. Und sie werden als Zugtiere eingesetzt.<\/p>\n<p>Wir wurden von den Cowboys des Ostens erwartet. Den ungarischen Schafhirten auf ihren Pferden. Sie zeigten ihre Reitkunst und den Umgang mit der Peitsche. Die Pferde spielten dabei eine gro\u00dfe Rolle. Sie legten sich auf den Boden und die Hirten stellten sich auf sie und lie\u00dfen die Peitschen knallen. Dann zog noch ein Graurindergespann mit Wagen gem\u00e4chlich an uns vorbei. Man kann sich vorstellen, weit und breit keine Abgase, kein D\u00fcnger. Hier ist alles Natur und reinstes BIO.<\/p>\n<p>Dieser Teil der Puszta besteht aus einem Salzboden. Das hei\u00dft, wenn es regnet kann das Wasser nicht so schnell versickern und dann gibt es keine Ausfl\u00fcge. Die Saison geht nur \u00fcber den Sommer. Im Winter hat es bis zu Minus 20 Grad und im Sommer kann es bis zu 40 Grad Plus werden.<\/p>\n<p>Es war ein tolles Erlebnis.<\/p>\n<p>Link zum Hortobagy Nationalpark: <a href=\"http:\/\/www.urlaub-ungarn.at\/sightseeing\/nationalparks-und-naturschutzgebiete-ungarn\/nationalpark-hortobagy.html\">http:\/\/www.urlaub-ungarn.at\/sightseeing\/nationalparks-und-naturschutzgebiete-ungarn\/nationalpark-hortobagy.html<\/a><\/p>\n<p>Anschlie\u00dfend ging es zum Mittagessen in die Hortobagy-Csarda. Da wir nach dem Mittagessen noch Zeit hatten, besuchten wir wieder einen Markt. Das Sch\u00f6ne an diesen M\u00e4rkten ist, dass jedes Land, jede Region seine spezifischen M\u00e4rkte hat. Es w\u00e4re ja fad wenn Alle das Gleiche h\u00e4tten. Und so r\u00e4tseln noch Alle aus der Gruppe wozu ich eine Peitsche gekauft habe. Ich habe schon bei Amazon geschaut. Die Peitsche aus Eurer Fantasie schaut anders aus. (Gro\u00dfes Grinsen).<\/p>\n<p>Dann ging es zur\u00fcck ins Hotel.<\/p>\n<ol start=\"3\">\n<li>Tag.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Abfahrt um 08:30 nach Tokaj. Bekannt durch das Anbaugebiet von Wein und ganz besonders des Tokajers.<\/p>\n<p>Die Stadt Tokaj, ber\u00fchmt von seinen Weinen (Tokajer), liegt am Zusammenfluss von Tisza (Thei\u00df) und Bodrog. \u00a0Der Thei\u00df hat hier eine Breite von \u00fcber 150 m und flie\u00dft mit einer Geschwindigkeit von ca. 2 km\/h. Der Bodrog ist etwa 70 m breit und flie\u00dft etwas noch langsamer. Das Gebiet zwischen Bodrog und Tisza, n\u00f6rdlich von Tokaj, ist eine Polderlandschaft: Die D\u00e4mme der Fl\u00fcsse verhindern, dass das Fr\u00fchjahrhochwasser zu schnell abklingt. Ein ca. 30 km langer und mehrere km breiter Landstrich ist etwa f\u00fcr drei Monate unter Wasser.<\/p>\n<p>Wir machten auf der Thei\u00df eine gem\u00fctliche Panoramafahrt und genossen die Aulandschaften. Und auch hier war wieder die Hilfsbereitschaft der Reisemitglieder untereinander bewundernswert!<\/p>\n<p>Durch T\u00fcnde erfuhren wir wieder einiges \u00fcber die Gegend, den Fl\u00fcssen und den Weinen.<\/p>\n<p>Anschlie\u00dfend ging es zum Mittagessen.<\/p>\n<p>Link zu Tokaj: <a href=\"http:\/\/www.urlaub-ungarn.at\/regionen\/staedte-ungarn\/staedte-nordungarn\/tokaj.html\">http:\/\/www.urlaub-ungarn.at\/regionen\/staedte-ungarn\/staedte-nordungarn\/tokaj.html<\/a><\/p>\n<p>Link zu Wikipedia Tokaj: <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Tokaj\">https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Tokaj<\/a><\/p>\n<p>Nach dem Mittagessen hatten wir Zeit uns Tokaj etwas anzusehen und um 15:00 Uhr gab es eine Weinverkostung in einem urigen Weinkeller. F\u00fcr mich war es wie ein Besuch in der steirischen Weinstra\u00dfe. Die Gew\u00f6lbe, die Akustik, der typische Kellergeruch. Es wurden 6 verschiedene Weine kredenzt. Und das Lachen aus verschiedenen Richtungen wurde immer lauter.<\/p>\n<p>Es wurden zu den Weinen auch verschiedene K\u00e4sesorten zum zwischenknabbern angeboten. Da ich keinen Alkohol trinke habe ich mir gleich ein Teller mit K\u00e4se gesichert und jetzt bin ich K\u00e4sekenner.<\/p>\n<p>Wenn ich also als alter Weinkenner erz\u00e4hle:<\/p>\n<p>&#8222;Mein Importeur hat mir neulich einen rassigen Rotwein vom Balkan empfohlen. Ein einfacher Wein, aber zu Kurzgebratenem gut trinkbar.&#8220;<\/p>\n<p>Dann meinte ich:<\/p>\n<p>Ich habe bei Hofer einen billigen mazedonischen Rotwein im Tetrapack um Euro 2,80 f\u00fcr die Grillparty erstanden.<\/p>\n<p>Die R\u00fcckfahrt nach Eger verlief in lockerer Stimmung und es machten Witze die Runde die man als \u00fcber 18 einstuft.<\/p>\n<ol start=\"4\">\n<li>Tag<\/li>\n<\/ol>\n<p>Am vorletzten Tag unserer Reise ging es um 09:00 Uhr nach Debrecen. Wir hatten mit einer \u00f6rtlichen Reiseleiterin eine tolle Stadtf\u00fchrung mit anschlie\u00dfenden Besuch der Reformierten Kirche.<\/p>\n<p>Noch dazu ist dieses Wahrzeichen so riesig und beeindruckend, dass es nur schwer \u00fcbersehbar ist. Es handelt sich hierbei um die Gro\u00dfe Reformierte Kirche in Debrecen. Im\u00a0<a href=\"http:\/\/www.urlaub-ungarn.at\/wissenswertes\/ungarisch-fuer-anfaenger.html\">Ungarischen<\/a> hei\u00dft sie Reform\u00e1tus Nagytemplom und ist ein nationales Symbol f\u00fcr den protestantischen Glauben in Ungarn. Sie liegt mitten im Stadtzentrum zwischen dem Kossuth Platz und dem Calvin Platz und ist in ganz Ungarn die gr\u00f6\u00dfte reformierte Kirche des Landes.<\/p>\n<p>Link zu Debrecen: <a href=\"http:\/\/www.urlaub-ungarn.at\/regionen\/staedte-ungarn\/staedte-noerdliche-grosse-tiefebene\/debrecen.html\">http:\/\/www.urlaub-ungarn.at\/regionen\/staedte-ungarn\/staedte-noerdliche-grosse-tiefebene\/debrecen.html<\/a><\/p>\n<p>Link zur Reformierten Kirche: <a href=\"http:\/\/www.urlaub-ungarn.at\/sightseeing\/sehenswuerdigkeiten-debrecen\/grosse-reformierte-kirche.html\">http:\/\/www.urlaub-ungarn.at\/sightseeing\/sehenswuerdigkeiten-debrecen\/grosse-reformierte-kirche.html<\/a><\/p>\n<p>Nach dem Mittagessen ging es zur\u00fcck nach Eger. Da wir diesmal schon fr\u00fcher zur\u00fcck kamen, hatten wir auch die Gelegenheit uns Eger noch etwas anzusehen.<\/p>\n<p>Es gibt in Ungarn zahlreiche St\u00e4dte die den Titel &#8222;Stadt des Barocks&#8220; verdienen und einige weitere die den Titel &#8222;Stadt des Weines&#8220;, doch den Titel &#8222;Stadt des Barocks und des Weines&#8220; verdient wahrlich nur eine <a href=\"http:\/\/www.urlaub-ungarn.at\/regionen\/staedte-ungarn.html\">ungarische Stadt<\/a>, n\u00e4mlich Eger. Die historische Stadt im Norden des Landes ist seit Jahrzehnten f\u00fcr seine wundersch\u00f6ne Innenstadt und die vielf\u00e4ltigen Sehensw\u00fcrdigkeiten bekannt und der hier erzeugte <a href=\"http:\/\/www.urlaub-ungarn.at\/kulinarik\/koestliche-hungarica\/ungarische-getraenke\/ungarischer-wein.html\">ungarische\u00a0Wein<\/a> war schon im Mittelalter an\u00a0adeligen Tischen eine oft genossene Spezialit\u00e4t. Obwohl Eger nur die zweitgr\u00f6\u00dfte Stadt <a href=\"http:\/\/www.urlaub-ungarn.at\/regionen\/ungarische-regionen\/nordungarn.html\">Nordungarns<\/a> ist, haben bereits viele Menschen gesagt, dass diese Stadt inmitten der <a href=\"http:\/\/www.urlaub-ungarn.at\/regionen\/gebirge-ungarn.html\">ungarischen Gebirge<\/a> ein Ambiente besitzt, welches landesweit einzigartig ist.<\/p>\n<p>Link zu Eger: <a href=\"http:\/\/www.urlaub-ungarn.at\/regionen\/staedte-ungarn\/staedte-nordungarn\/eger.html\">http:\/\/www.urlaub-ungarn.at\/regionen\/staedte-ungarn\/staedte-nordungarn\/eger.html<\/a><\/p>\n<ol start=\"5\">\n<li>und letzter Tag<\/li>\n<\/ol>\n<p>Wir verluden unser Gep\u00e4ck noch vor dem Fr\u00fchst\u00fcck im Autobus und konnten dann ohne Stress und Hektik das gute Fr\u00fchst\u00fcck in Eger genie\u00dfen. T\u00fcnde kam noch vorbei und wir konnten uns nochmals von ihr verabschieden. Sie war f\u00fcr uns f\u00fcr die 3 Tage eine tolle Reisef\u00fchrerin. Man hat richtig gemerkt wie sie im Umgang mit uns Blinden und Sehbehinderten immer besser und lockerer wurde.<\/p>\n<p>Um 08:30 Uhr ging es Richtung Budapest, wo eine weitere Reiseleiterin zustieg. Es ist wunderbar, wenn man einen Busfahrer wie Fritz hat. Er hat eine 35 j\u00e4hrige Buserfahrung und war in dieser Zeit etwa 500 Mal in Budapest. Der braucht keinen Stadtplan. Dann ging es weiter ins barocke K\u00fcnstlerst\u00e4dtchen Szentendre.<\/p>\n<p>Die wundersch\u00f6ne\u00a0<a href=\"http:\/\/www.urlaub-ungarn.at\/regionen\/staedte-ungarn.html\">ungarische Stadt<\/a> Szentendre liegt etwa 20 Kilometer n\u00f6rdlich von\u00a0<a href=\"http:\/\/www.urlaub-ungarn.at\/regionen\/staedte-ungarn\/staedte-mittelungarn\/budapest.html\">Budapest<\/a> und 20 Kilometer s\u00fcdlich von\u00a0<a href=\"http:\/\/www.urlaub-ungarn.at\/regionen\/staedte-ungarn\/staedte-mittelungarn\/vac.html\">V\u00e1c<\/a>. Mit ihren rund 23.000 Einwohnern geh\u00f6rt sie zwar nicht zu den gro\u00dfen St\u00e4dten Ungarns, aber daf\u00fcr verzaubert die malerische Stadt seit Jahren die immer h\u00e4ufiger kommenden Touristen. Da Szentendre direkt am Ufer eines Seitenarmes der\u00a0<a href=\"http:\/\/www.urlaub-ungarn.at\/sightseeing\/natuerliche-sehenswuerdigkeiten-ungarn\/donau.html\">Donau<\/a> gegr\u00fcndet wurde, ergibt sich ein harmonisches Bild einer Kleinstadt mit der Natur des Donauufers. Szentendre kann auch als Stadt der Kirchen bezeichnet werden, immerhin entdeckt man 7 Kirchen in den freundlichen Passagen der Stadt.<\/p>\n<p>Bei der Stadtf\u00fchrung durch Szentendre (St. Andr\u00e4) ist wieder ein ganz, ganz alter Mythos auferstanden. Die Reiseleiterin erz\u00e4hlt uns etwas, ein Viertel der Golden Girls aus unserer Gruppe entdeckt einen Laden mit Handtaschen und Husch Husch weg waren alle. Die Reiseleiterin und die M\u00e4nner standen irgendwie verloren herum. Also, wie bringt man eine Gruppe von Frauen am schnellsten in einen Bus? Handtasche hinein werfen!<\/p>\n<p>Das Mittagessen nahmen wir \u00fcber den D\u00e4chern von Szentendre ein. Danach schlenderten wir ganz gem\u00fctlich durch die malerischen Gassen zur\u00fcck zum Bus und fuhren weiter nach Esztergom.<\/p>\n<p>In Esztergom hatten wir noch eine F\u00fchrung durch den Dom und eine F\u00fchrung durch die Schatzkammer. Und dann ging es zur\u00fcck nach Wien.<\/p>\n<p>Wenn es durch eine Baustelle und durch die Kontrollen an der \u00f6sterreichischen Grenze zu keinen Verz\u00f6gerungen gekommen w\u00e4re. Dann w\u00e4ren wir wie angek\u00fcndigt um 20:00 Uhr in Wien gewesen. So war es eben 21:00 Uhr.<\/p>\n<p>Link zu Szentendre (St. Andr\u00e4): <a href=\"http:\/\/www.urlaub-ungarn.at\/regionen\/staedte-ungarn\/staedte-mittelungarn\/szentendre.html\">http:\/\/www.urlaub-ungarn.at\/regionen\/staedte-ungarn\/staedte-mittelungarn\/szentendre.html<\/a><\/p>\n<p>Link zu Esztergom: <a href=\"http:\/\/www.urlaub-ungarn.at\/regionen\/staedte-ungarn\/staedte-mitteltransdanubien\/esztergom.html\">http:\/\/www.urlaub-ungarn.at\/regionen\/staedte-ungarn\/staedte-mitteltransdanubien\/esztergom.html<\/a><\/p>\n<p>Link zur Basilika in Esztergom: <a href=\"http:\/\/www.urlaub-ungarn.at\/sightseeing\/weitere-sehenswuerdigkeiten-ungarn\/basilika-von-esztergom.html\">http:\/\/www.urlaub-ungarn.at\/sightseeing\/weitere-sehenswuerdigkeiten-ungarn\/basilika-von-esztergom.html<\/a><\/p>\n<p>Da wir auch beim einzigartigen Donauknie vorbeikamen, hier ein Link: <a href=\"http:\/\/www.urlaub-ungarn.at\/sightseeing\/natuerliche-sehenswuerdigkeiten-ungarn\/donauknie.html\">http:\/\/www.urlaub-ungarn.at\/sightseeing\/natuerliche-sehenswuerdigkeiten-ungarn\/donauknie.html<\/a><\/p>\n<p>Der Zug nach Linz ging um 21:55 Uhr vom Hauptbahnhof in Wien ab und so ging eine wunderbare Reise zu Ende.<\/p>\n<p>Ich bedanke mich beim Reiseleiter Gerhard Bruckner von der Hilfsgemeinschaft und seinem Mitorganisator Fritz \u2013 unser Busfahrer und Hans Dampf in allen Gassen f\u00fcr die tollen 5 Tage.<\/p>\n<p>Es war wirklich eine kleine Familie. Alle haben zusammengeholfen. Und wenn man nur jemanden angerempelt oder angeschrien hat, nur damit der sich wie zu Hause f\u00fchlt. (ggg). Es gab keine Gruppenbildungen wie bei anderen Vereinen.<\/p>\n<p>Gerhard und Fritz brauchen kein Reiseb\u00fcro um solche Reisen zusammen zu stellen. Fritz hat seine Erfahrung als Busfahrer und Globetrotter und Gerhard wei\u00df als Betroffener was man den Blinden und Sehbehinderten zumuten und zutrauen kann. Die 2 machen diese Reisen f\u00fcr die Blinden und Sehbehinderten schon 18 Jahre. Jetzt, nach 18 Jahren wieder in Ungarn aber ein anderes Gebiet. Die Zeiten waren sehr gut abgestimmt, es gab keine Hetzerei, es waren immer alle dabei und alle hatten ihren Spa\u00df. Wir waren 5 Tage unterwegs und hatten 5 Tage Programm. Hier ging es um die Qualit\u00e4t und nicht um die Quantit\u00e4t. Ich h\u00e4tte eine sehr gute Reiseleiterin f\u00fcr euch und uns.<\/p>\n<p>Das war eine Reise, zusammengestellt von Betroffenen f\u00fcr Betroffene!<\/p>\n<p>Ein Danke an alle Ehrenamtlichen, die Mitgefahren und Mitgeholfen haben und die Linzer und Ober\u00f6sterreicher sind da in eine kleine Familie hineingekommen. Vielleicht fahren dann bei der n\u00e4chsten Reise noch mehr Ober\u00f6sterreicherinnen und Ober\u00f6sterreicher mit. Man ist keinen bestimmten Verein verpflichtet. Und bei der Hilfsgemeinschaft zahlt man als Mitglied keinen Mitgliedsbeitrag. und hat ein gr\u00f6\u00dferes Angebot an Veranstaltungen. Die H\u00f6rb\u00fccherei ist auch kostenlos und greift auf die B\u00fccher der H\u00f6rb\u00fccherei des BSV \u00d6 zu. Und was ganz wichtig ist. Die Beratung ist auch um einiges besser. Ich kann und darf das sagen, weil ich habe es selber erlebt.<\/p>\n<p>Zur Info: Das ist kein offizieller Reisebericht der Hilfsgemeinschaft der Blinden und Sehschwachen sondern ich habe meine pers\u00f6nlichen Eindr\u00fccke niedergeschrieben. Die \u201eHallo, hallo ich habe da etwas gelesen und das m\u00f6chte ich gerne melden\u201c k\u00f6nnen das Telefon wieder aus der Hand legen!<\/p>\n<p>Ich freue mich auf die n\u00e4chste Reise mit der Hilfsgemeinschaft und dort kl\u00e4rt sich vielleicht das R\u00e4tsel um die Peitsche.<\/p>\n<p>\u00a9 by Gerhard Hojas<\/p>\n<h2>F\u00fchrung \u201eForum Metall\u201c im Linzer Donaupark am 28.09.2016<\/h2>\n<p>Am Donnerstag, 28.09.2016 lud freiraum-europa zur F\u00fchrung \u201eForum Metall\u201c im Linzer Donaupark.<\/p>\n<p>\u201aBei herrlichstem Herbstwetter trafen wir uns im Foyer des Museums Lentos und nach einer geschichtlichen Einf\u00fchrung besichtigten und ertasteten wir die aufgestellten Skulpturen.<\/p>\n<p>Ob es die ausgestellten St\u00fccke von \u201eForum Metall\u201c Gr\u00fcnder Helmut Gs\u00f6llpointner, Piotr Kowalski, Erwin Reiter oder aller anderen K\u00fcnstler, es gab immer eine interessante Geschichte zur Entstehung der Skulptur zu erz\u00e4hlen.<\/p>\n<p>Wie zum Beispiel das &#8222;Thermocouple&#8220; von Piotr Kowalski aus Polen. Das sind, zwei nebeneinander aufragende massive, etwa 6 m hohe <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bimetall\">Bimetallstreifen<\/a>, einer mit der rostender Stahlseite zum Ufer hin orientiert und die gl\u00e4nzende <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Rostfreier_Stahl\">Chromnickelstahlseite<\/a> landeinw\u00e4rts &#8211; und der andere daneben umgekehrt. Bei 0 \u00b0C liegen die Bl\u00e4tter in einer Ebene, bei W\u00e4rme verbiegen sich die Bl\u00e4tter l\u00e4ngs jeweils mit der Rostseite aus der gemeinsamen Ebene hinaus und stehen oben entsprechend auseinander. Bei starken Minusgraden spreizen sich die Bl\u00e4tter umgekehrt. Deshalb ist der K\u00fcnstler immer mit einen F\u00f6hn herumgerannt um damit verschiedene Metalle auf ihre \u00c4nderung bei Temperaturunterschieden testen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Oder die Arbeiten von Erwin Reiter. Charakteristisch f\u00fcr seine Arbeiten ist die Welle bzw. Str\u00f6mung, die all seine Figuren sowohl im Bild als auch in der Plastik (meist aus Chrom-Nickelstahl) formt. \u201eStr\u00f6mung\u201c ist auch der Name jener Figur, die seit dem \u201e<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Forum_Metall\">Forum Metall<\/a>\u201c im Jahr 1977 am Linzer Donauufer steht und ein h\u00e4ufig verwendetes Motiv auf vielen Linzer Postkarten darstellt.<\/p>\n<p>Die Arbeiten Bayers, Paolozzis, Ueckers und anderer wurden f\u00fcr <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Linz_2009_%E2%80%93_Kulturhauptstadt_Europas\"><em>Linz09<\/em><\/a> mit einer Lichtinszenierung von <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/w\/index.php?title=Rolf_Derrer&amp;action=edit&amp;redlink=1\">Rolf Derrer<\/a> neu in Szene gesetzt<\/p>\n<p>Der Ausklang der F\u00fchrung fand im Lentos Cafe statt. Freiraum-europa bedankt sich bei den Teilnehmern und freut sich auf die n\u00e4chsten gemeinsamen Veranstaltungen.<\/p>\n<p>\u00a9 by Gerhard Hojas<\/p>\n<h2>Internationale Funkausstellung\u00a0 IFA Berlin 2016<\/h2>\n<p>Von der Hochleistungswaschmaschine bis zum intelligenten K\u00fchlschrank: Auf der internationalen Funkausstellung \u201eIFA\u201c 2016 in Berlin wurden\u00a0 reihenweise moderne Ger\u00e4tschaften vorgestellt. Die Grenze vom Nutzen zur technischen Spielerei ist manchmal flie\u00dfend. Die Industrie zeigte, dass Geschirrsp\u00fcler und Herde, K\u00fchlschr\u00e4nke und W\u00e4schetrockner noch sparsamer, schneller, leistungsf\u00e4higer und einfacher zu bedienen sind. Doch etwa 1,2 Millionen Menschen in Deutschland oder etwa 320.000 Menschen in \u00d6sterreich k\u00f6nnen davon nicht profitieren. So viele Blinde und Sehbehinderte gibt es n\u00e4mlich, und die haben mit vielen Produkten massive Schwierigkeiten.<\/p>\n<p>Die fortschreitende Digitalisierung elektronischer Ger\u00e4te, umfangreiche Funktionspakete und der zunehmende Einsatz von Touchscreens schaffen Barrieren, denn sie erfordern in zunehmendem Ma\u00dfe visuelle Kontrolle. Die Bedienbarkeit von z. B. Waschmaschinen, TV-Ger\u00e4ten und Herden in privaten Haushalten ist aber eine Grundvoraussetzung f\u00fcr die selbstbestimmte Alltagsbew\u00e4ltigung.<\/p>\n<p>Der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband e.V. (DBSV) und die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen e.V. (BAGSO) organisierten auf der IFA 2016 eine Sonderausstellung sowie eine Fachveranstaltung zum Thema &#8222;Nutzbarkeit und Barrierefreiheit von Haushalts- und Unterhaltungselektronik&#8220;.<\/p>\n<p>Ich war mit meiner Begleitung Julia f\u00fcr freiraum-europa auf der diesj\u00e4hrigen internationalen Funkausstellung in Berlin und wir besuchten die verschiedenen Firmen,an deren St\u00e4nde man \u201ebarrierefreie Elektroger\u00e4te\u201c besichtigen und ausprobieren konnten.<\/p>\n<p>Die Produktpalette reichte von aufklebbaren Folien in Brailleschrift f\u00fcr einen Backofen mit Drehreglern von K\u00fcppersbusch\u00fcber Saugrobotern mit einer Steuerung mit einer App bis hin zu einer Waschmaschine von Miele mit einen optimalen Drehregler und einen Touchscreen mit Sprachausgabe. Dieser Waschvollautomat soll im Fr\u00fchjahr 2017 auf den Markt kommen. Er wurde von einer blinden Mitarbeiterin von Miele mitentwickelt und wird von ihr noch st\u00e4ndig weiter verbessert. Auf diese Waschmaschine freue ich mich, da sie aus der Produktfamilie W1 Classic kommt und daher mit etwa Euro 800,&#8211; auch erschwinglich ist. Weiters gab es noch die Fernseher von Samsung und Panasonic mit einer Men\u00fcf\u00fchrung mit Sprachausgabe.<\/p>\n<p>Zu bemerken war, dass die Firmen verschiedene Zug\u00e4nge zum Thema \u201ebarrierefrei\u201c einschlagen. DeLonghi hat vor einigen Jahren Kaffeeautomaten f\u00fcr Blinde mit Brailleschrift ausgestattet. Ist von dieser Produktpalette aber wieder abgekommen, weil der Markt nicht vorhanden war oder ist. Und ist wieder auf Drehregler und taktile Tasten umgestiegen. Man sieht hier wieder die unterschiedlichen Unternehmensphilosophien. Die K\u00fcppersbusch Hausger\u00e4te GmbH will K\u00fcchenger\u00e4te\u00a0 mit Brailleschrift kennzeichnen. Es gibt aber nun<\/p>\n<p>Aber es ist schon einmal ein Anfang, dass sich viele Unternehmen Gedanken dar\u00fcber machen ob ihre Produkte auch von allen bedient und benutzt werden k\u00f6nnen oder ob bestimmte Gruppen von der Ben\u00fctzung solcher Ger\u00e4te von vornherein schon ausgeschlossen werden.<\/p>\n<p>Ich bin der Meinung, dass nicht alle Ger\u00e4te sprechen m\u00fcssen. Ich brauche keine Kaffeemaschine mit einer Appsteuerung sondern eine Kaffeemaschine mit gut f\u00fchlbaren taktilen Tasten und einen optimalen Drehregler. Das Gleiche gilt f\u00fcr Elektroherde und Back\u00f6fen. Genauso wenig brauche ich einen sprechenden K\u00fchlschrank. Wenn die T\u00fcr offen ist reicht ein akustisches Signal und keine Ansprache.<\/p>\n<p>Es sollte ein \u201eDesign for all\u201c sein, damit niemand sagen muss: \u201eIn Deiner Welt bin ICH der Beeintr\u00e4chtigte\u201c.<\/p>\n<p>freiraum-europa und ich werden die verschiedenen Neuheiten von der IFA in weiteren Berichten genauer vorstellen.<\/p>\n<p>Ich bedanke mich bei meiner tollen Begleitung Julia, die mich durch das U-Bahnsystem von Berlin und die riesengro\u00dfen Messehallen gef\u00fchrt hat. Sie ist sich kein einziges Mal verfahren oder vergangen. Und sie war und ist eine tolle Reiseleiterin.<\/p>\n<p>Weiters bedanke ich mich beim deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband e.V. (DBSV) f\u00fcr seine schriftliche Unterst\u00fctzung.<\/p>\n<p>\u00a9 Gerhard Hojas<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dieser Text ist etwas l\u00e4nger, Schlie\u00dflich haben wir sehr viel erlebt und waren auch \u00f6fters getrennt unterwegs. 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