{"id":1991,"date":"2025-03-02T11:38:33","date_gmt":"2025-03-02T09:38:33","guid":{"rendered":"http:\/\/hojas.co.at\/blog\/?p=1991"},"modified":"2025-03-02T11:38:33","modified_gmt":"2025-03-02T09:38:33","slug":"ein-spaziergang-in-graz-und-die-fahrt-dorthin","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/hojas.co.at\/blog\/ein-spaziergang-in-graz-und-die-fahrt-dorthin\/","title":{"rendered":"Ein Spaziergang in Graz und die Fahrt dorthin."},"content":{"rendered":"<p>Am Samstag, 25.01.2025 ging es wieder einmal nach Graz. Martin hatte alles \u00a0gut organisiert und so stand auch das \u00d6BB-OS (\u00d6BB-Operative Services \u2013 vorher MUNGOS)p\u00fcnktlich beim Treffpunkt am Hauptbahnhof Linz. Sie brachten uns zum barrierefreien Abteil beim Zug und unterst\u00fctzten Martin mit der Hebeb\u00fchne beim Einsteigen in das Zugabteil. Auch die Zugbegleiterin war zur Stelle und betreute uns w\u00e4hrend der 3 Stunden Fahrt vorz\u00fcglich. Auch das Bordservice war sehr zuvorkommend und hilfsbereit.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In Hinterstoder stieg Katharina, die Assistentin von Martin zu und so verlief die Fahrt sehr kurzweilig.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Pyhrnbahn bietet viele malerische Abschnitte, aber einer der sch\u00f6nsten Streckenabschnitte liegt zwischen Kirchdorf an der Krems und Selzthal. Hier f\u00fchrt die Bahn durch das beeindruckende Steyrtal und die Urlaubsregion Pyhrn-Priel. Besonders sehenswert sind die Abschnitte rund um Klaus und den Bosrucktunnel, wo die Bahn durch die Ennstaler Alpen f\u00e4hrt<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Landschaft ist gepr\u00e4gt von Bergen, T\u00e4lern und Fl\u00fcssen, und die Fahrt bietet atemberaubende Ausblicke auf die Natur. Es ist eine wunderbare Strecke, um die Sch\u00f6nheit der \u00f6sterreichischen Alpen zu genie\u00dfen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Dazu geh\u00f6rt auch die Fahrt durch dem Bosrucktunnel. Der Bosruck-Eisenbahntunnel und die beiden R\u00f6hren des Bosruck-Stra\u00dfentunnels unterqueren den Bergstock des Bosruck in den westlichen Ennstaler Alpen. Sie verbinden die Bundesl\u00e4nder Ober\u00f6sterreich und Steiermark. Der 4.766 m lange Bosruck-Eisenbahntunnel verbindet die Bahnh\u00f6fe der Pyhrnbahn Spital am Pyhrn und Ardning.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Er wurde in den Jahren 1901 bis 1906 im Rahmen des gro\u00dfen staatlichen Investitionsprojekts \u201eNeue Alpenbahnen\u201c f\u00fcr die k.k. Staatsbahnen errichtet, nachdem mehrere Trassenvarianten \u00fcber den Pyhrnpass verworfen worden waren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Es ist noch gar nicht so lange her und man konnte die Fenster des Eisenbahnwagens \u00f6ffnen und wenn man durch so alte Tunnels fuhr hatte man immer den modrigen Geruch in der Nase und eine erfrischende k\u00fchle Brise wehte durch den Waggon. . Mit den alten Cityshuttles hat man das Feeling auch noch heute.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der erste Halt in der Steiermark ist beim Bahnhof Selzthal. Dieser Bahnhof verbindet die durchgehende Rudolfsbahn mit der Pyhrnbahn und der Ennstalbahn.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Er ist somit ein wichtiger Eisenbahnknoten im \u00f6stlichen Ennstal. Er geh\u00f6rt zu den denkmalgesch\u00fctzten Objekten in Selzthal. Besonders sch\u00f6n ist der Jugendstil-Wartesaal.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der alte Bahnhof in Selzthal sollte ur\u00adspr\u00fcnglich den Namen Liezen bekommen, da vor dem Bau eine Gemeinde Selzthal noch nicht bestand. Selzthal ist erst durch den Bau der Kronprinz-Rudolf-Bahn, Strecke Weyer-Rottenmann, entstanden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wenn man keine durchgehende Zugverbindung zwischen Linz und Graz w\u00e4hlt sollte man nicht vergessen in Selzthal Umzusteigen. Jetzt gibt es wieder je 4 durchgehende Verbindungen in beide Richtungen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Was kann man zu Rottenmann, dem n\u00e4chsten Halt Richtung Graz, sagen? Vielleicht k\u00f6nnen sich \u00e4ltere Spieler am PC erinnern. Von Rottenmann ging das erste Simulationsspiel \u201eSimsCyty\u201c in die Welt (1989).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ab Rottenmann macht der Zug dann auch Tempo. Zwischen Rottenmann und Leoben ist hier die schnellste Teilstrecke auf der Pyhrnbahn.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Je n\u00e4her wir Graz kamen desto mehr Erinnerungen machten sich in mir breit. Das begann bereits in Bruck und Frohnleiten mit ihren Papierfabriken. Die geh\u00f6rten fr\u00fcher alle zur Leykam M\u00fcrztaler Gruppe und da habe ich meinen ersten Beruf als Maschinenschlosser erlernt. In Frohnleiten war auch unser Haustischler zu Hause. Er hatte immer furchtbare Angst das er beim Schwarzarbeiten erwischt wird. Deswegen durften wir seine Arbeiten immer nur in der Nacht abholen und bei v\u00f6lliger Dunkelheit, also ohne Licht. Er kannte sich in seiner Werkstatt ja aus, wir aber nicht. Das waren schmerzhafte Erinnerungen mit vielen blauen Flecken. Oder wenn der Lichtkegel eines Autos auftauchte mussten wir uns sofort verstecken. Aber er hat sehr gut und sehr genau gearbeitet. In 40 Jahren haben sich keine Fenster, T\u00fcren oder Balken verzogen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Bekannt ist Frohnleiten auch daf\u00fcr, dass es einen Abgang vom Hauptplatz gibt, der beheizt ist. Das r\u00fchrt vom ehemaligen Reichtum der Stadt, der sich einst auf die M\u00fclldeponie bezog. Eine Fu\u00dfbodenheizung f\u00fcr den Hauptplatz, wie vielfach kolportiert wird, gibt es jedoch nicht. Frohnleiten ist auch die einzige Stadt im Bezirk Graz- Umgebung.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Dann fuhren wir durch Peggau. Hier befindet sich eine Zementfabrik. Fr\u00fcher war das die Mayr-Melnhof &amp; Co Zementfabrik. (MM Zement). Da liefen alle mit wei\u00dfen Kapperln mit der Aufschrift MM Kalk herum.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In Peggau befindet sich auch der 2. Zugang zur Lurgrotte, einer Tropfsteinh\u00f6hle. Bis 1974 konnte man die Lurgrotte von Semriach bis nach Peggau durchwandern. Durch das schwere Hochwasser im Jahr 1974 wurde ein Teil der Grotte versch\u00fcttet.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Lurgrotte hat eine Gesamtl\u00e4nge von 10,2 km und ein Niveaudifferenz von 273 m. Die L\u00e4nge des Schau- h\u00f6hlenbereichs betr\u00e4gt 4,286 m.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Besonderheiten sind vom Eingang Semriach aus zu besichtigen: gr\u00f6\u00dfter, frei h\u00e4ngender Tropfstein der Welt und einer der zehn gr\u00f6\u00dften H\u00f6hlendome der Welt und vom Eingang in Peggau kommt man nach 2 km zum Blocksberg.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Zugang in Semriach ist barrierefrei und auch mit Rollst\u00fchlen zu befahren. Auch Blinde und Sehbehinderte sind immer wieder von den F\u00fchrungen durch die Grotte \u00fcberrascht. Als ich vor einigen Jahren mit Julia eine eigene F\u00fchrung bekamen konnten wir nur wenige Zentimeter \u00fcber uns an der Decke die kleinen Flederm\u00e4use beobachten. F\u00fcr mich ist es immer noch ein R\u00e4tsel wie die sich an der glatten Decke festkrallen konnten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Dank des unerm\u00fcdlichen Einsatzes von Familie Schinnerl, den Besitzern der H\u00f6hle, sind heute zwei Kilometer der Lurgrotte Semriach wieder f\u00fcr die \u00d6ffentlichkeit begehbar. Die Lurgrotte Semriach ist nach wie vor im Besitz der Familie Schinnerl, die sich seit 5 Generationen um den Ausbau und dem Erhalt der H\u00f6hle k\u00fcmmert.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Von Peggau aus begann auch mein Weg nach Linz. Damals befand sich noch ein Arbeitsamt in dieser Gemeinde. Weiter \u00fcber das gro\u00dfe Arbeitsamt in der gro\u00dfen Stadt Graz ging es nach Linz ins BBRZ. Damals gab es im Grazer Arbeitsamt noch einen Paternoster (Umlaufaufzug).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Weiter ging die Fahrt nach Deutschfeistritz. In dieser Gemeinde befindet sich ein Sensenmuseum und Sensenwerk. 2024 wurde Deutschfeistritz schwer von Unwettern getroffen.\u00a0 In gem\u00e4chlichem Tempo rollten wir auf St\u00fcbing zu. Hier befindet sich das \u00f6sterreichische Freilichtmuseum. Direkt mit einer Haltestelle der \u00d6BB vor der Haust\u00fcr.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Eingebettet in die Vielfalt der Natur laden historische Bauten aus ganz \u00d6sterreich zu einem authentischen Einblick in das Leben unserer Vorfahren ein.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>103 Objekte befinden sich am Museumsgel\u00e4nde, darunter Wohnh\u00e4user, Stallgeb\u00e4ude, M\u00fchlen, Almh\u00fctten und vieles mehr. Sie zeigen die Hauslandschaften der vergangenen 6 Jahrhunderte aus ganz \u00d6sterreich und S\u00fcdtirol. Das \u00e4lteste Geb\u00e4ude ist ein Getreidekasten, das &#8222;Schatzk\u00e4stchen&#8220; der Bauersleute, und stammt aus dem Jahr 1452.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Jedenfalls ist ein Besuch im Freilichtmuseum St\u00fcbing ein Ganztagesunternehmen. Besonders f\u00fcr Blinde und Sehbehinderte kann der Aufenthalt in dieser Anlage etwas interessantes und besonderes sein. Schlie\u00dflich kann man hier sehr vieles Ertasten und angreifen. Also das Museum hautnah erleben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Auf der anderen Seite der Mur liegt das verschlafene Friesach. Dort befand sich einmal die Holzindustrie K\u00f6ppl. Und da habe ich mir einige Jahre als Schlosser und Werkzeugschleifer meine Br\u00f6tchen verdient. Den Unterschied zwischen Stauchen eines Bands\u00e4geblattes und das Schr\u00e4nken eines Gatter- oder Kreiss\u00e4geblattes kenne ich heute noch. Ebenfalls in Friesach beheimatet war der \u201eJ\u00f6lly\u201c. Das war ein kleiner Kr\u00e4merladen bei dem man das Mehl noch aus einer Truhe sch\u00f6pfen musste. Und der noch 2 Groschen in seiner Kassa hatte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Von Friesach geht es auch in meine Heimatgemeinde Semriach. Da Weiz nicht weit entfernt ist gibt es auch Bez\u00fcge zu Arnold Schwazenegger und Franz Strohsack (Frank Stronach). Stronach ist in Kleinsemmering bei Weiz geboren und die Mutter von Schwarzenegger ist in Weiz (Weizbergfriedhof) beerdigt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Zug rollte weiter nach Gratwein. Hier habe ich im Hotel-Restaurant\u00a0 Fischerwirt 1984 zum ersten Mal F\u00fcrstenfeld von STS vernommen.\u00a0 Im Lagerhaus in Gratwein hat mein Bruder als Landmaschinenmechaniker gearbeitet. Ganz b\u00f6se Ger\u00fcchte von damals besagten, dass Mitarbeiter vom Lagerhaus am Wochenende bei den Bauern in der Umgebung herumschlichen und die landwirtschaftlichen Ger\u00e4te der heimgesuchten Bauern kaputt machten. Damit sie in der darauffolgenden Woche etwas zum Arbeiten hatten. Man sollte aber nicht immer alles Glauben!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Nachbargemeinde ist Gratkorn. Dort befindet sich die Papierfabrik SAPPI (vormals Leykam M\u00fcrztaler). Bei der ich, wie schon erw\u00e4hnt, zum Betriebsschlosser ausgebildet wurde. Dieses Unternehmen ist ein riesiger Wirtschaftsfaktor in der Gegend und ist weithin sichtbar.\u00a0 Wir Lehrlinge bekamen sehr viel mit auf unserem Weg. So konnten wir uns in der modernen Lehrwerkst\u00e4tte auf ein besonderes Berufsleben vorbereiten. Wir hatten Praxis, Theorie, Lehrlingssport, jedes Jahr eine Woche Schifahren im Lachtal und eine Woche am Meer. Daf\u00fcr mussten wir bei besonderen Anl\u00e4ssen immer in unserer blauen Montur Spalier stehen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>So standen wir bei einem Besuch vom damaligen Finanzminister Hannes Androsch in Reih und Glied. Da er mit seinem Chauffeur\u00a0 im Mercedes vorbeirauschte haben wir nicht viel mitbekommen und so war das Schauspiel nach einer Minute schon wieder vorbei. Mussten aber fast 1 Stunde warten weil sich seine Ankunft immer wieder verz\u00f6gerte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ebenso beim Besuch von Anton Benya. Als dieser dann vor einer der gro\u00dfen Papiermaschinen eine Rede hielt mussten die Lehrlinge wieder in die zweite Reihe treten und\u00a0 die Altgedienten standen in der ersten Reihe zum Klatschen. Einige Lehrlinge hatten das S\u00e4geblatt ihrer Eisens\u00e4ge dabei und als vorne heftig geklatscht wurde schnitten sie den Applautierenden von Hinten die Kordel am Hosenbund durch. Gab ein sehr sch\u00f6nes Bild ab als die Hosen vor Benya langsam nach unten rutschten. Da war es mit Klatschen vorbei. Schlie\u00dflich muss man ja mit einer Hand seine Hose oben halten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Solche Besuche hatten aber auch immer Vorteile. Schlie\u00dflich konnte man sich immer eine neue Montur ausfassen. Da konnte es schon vorkommen, dass sich Einige extra das Staufferfett an den H\u00e4nden sorgf\u00e4ltig an der Arbeitskleidung abwischten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Was mir aus dieser Zeit noch sehr gut in Erinnerung ist, ist der Ausdruck \u201eBersch oder der Bersch\u201c. Hat mit \u201eBursch\u201c nichts zu tun. Als Bersch wurden halbstarke Burschen im Alter von 12 bis 18 Jahren bezeichnet. So wurden dann auch oft die Lehrlinge bezeichnet. Bersch konnte Jeder sein. So wurde mir einmal\u00a0 mit\u00a0 \u201eHeh Bersch\u201c ein sehr wichtiger Arbeitsauftrag eines Gesellen erteilt. Ich sollte seine W\u00fcrstel (Kreiner)\u00a0 20 Minuten vor der Jausenzeit auf einer Kochplatte erw\u00e4rmen. Das habe ich nat\u00fcrlich gemacht. Habe aber vorher durch die Krainer einen Schwei\u00dfdraht gesteckt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ich bin heute noch dabei mich von solchen\u00a0 Streichen zu distanzieren. Ich habe alles gebeichtet. Au\u00dferdem ist ja alles schon verj\u00e4hrt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Was hei\u00dft SAPPI eigentlich?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die deutsche \u00dcbersetzung von &#8222;South African Pulp and Paper Industries Limited&#8220; lautet: &#8222;S\u00fcdafrikanische Zellstoff- und Papierindustrie GmbH.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Graz war nun nicht mehr weit entfernt.\u00a0 Wir fuhren noch bei Judendorf-Stra\u00dfengel\u00a0 vorbei. Die Kirche auf einer Anh\u00f6he ist von allen Seiten eine imposante Erscheinung. Wenn ich l\u00e4nger in Graz bin \u00fcbernachte ich immer in Judendorf beim Gasthaus Lammer. Der Ort ist von Graz in 7 Minuten mit der S-Bahn zu erreichen und das Gasthaus ist 2 Minuten vom Bahnhof entfernt. Au\u00dferdem\u00a0 lebt hier meine n\u00e4here Familie. Und in Judendorf-Stra\u00dfengel ist eine weltbekannte und weltber\u00fchmte Musikgruppe zu Hause.\u00a0 Von hier kommt OPUS.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Und es ist nicht weit bis zum \u00e4ltesten bestehenden Zisterzienserstift der Welt. In der Gemeinde Gratwein-Stra\u00dfengel befindet sich das Stift Rein. Es wurde im Jahr 1129 von Markgraf Leopold dem Starken von Steyr gegr\u00fcndet. Die Stiftskirche wurde 1979 von Papst Johannes Paul II. zu einer Basilica minor erhoben. Heute leben und arbeiten 12 M\u00f6nche im Kloster.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die ganze Zeit sind wir entlang der Mur gefahren. Bis Peggau begleitete sie uns auf der rechten Seite und dann bis Graz auf der linken Seite. Man h\u00f6rt das Rattern wenn man in Peggau \u00fcber die Murbr\u00fccke f\u00e4hrt. Kurz vor Graz f\u00e4hrt man beim Nordportal des Plabutschtunnel der Pyhrnautobahn (A9) vorbei.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Plabutschtunnel Ist der l\u00e4ngste 2-R\u00f6hrige Stra\u00dfentunnel Europas. Der l\u00e4ngste der beiden Tunnels (Westr\u00f6hre) hat eine l\u00e4nge von 10085 m.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Langsam rollte der Zug in Graz auf seinem Zielbahnsteig ein. Er war p\u00fcnktlich und auch die Ausstiegshilfe des \u00d6BB Os war schon zur Stelle. So war auch Martin schnell aus dem Waggon und wir konnten unsere Graztour beginnen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Am Hauptbahnhof Graz, und nicht nur dort befindet\u00a0 sich oft ein Brezenstand. Diese\u00a0 Brezen geh\u00f6ren zur kulinarischen Grazer Lebensart. Das Rezept ist bis heute ein gut geh\u00fctetes Geheimnis. Es sind Toni Wagner\u00b4s Brezen von der B\u00e4ckerei Strohmayer. Diese Brezen gibt es nur in Graz und sie schmecken hervorragend. Ich wollte mir bei der Heimfahrt nach Linz einige kaufen, aber da war kein Brezenstand mehr vorhanden. Ausverkauft ist nun Mal ausverkauft!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ab jetzt war Katharina meine Begleitung und so machten wir uns auf zur Stra\u00dfenbahnhaltestelle beim HBF. Da diese Haltestelle sehr lang ist, stellten wir uns ganz vorne auf das Einstiegs- oder Aufmerksamkeitsfeld f\u00fcr Menschen mit Behinderung. Auch wenn jetzt mehrere Stra\u00dfenbahnz\u00fcge gleichzeitig einfahren wird jede Fahrerin oder Fahrer bei dir stehenbleiben, die T\u00fcr \u00f6ffnen, die Liniennummer bekanntgeben und wenn man mitfahren will kommt das Fahrpersonal heraus und bietet eine Unterst\u00fctzung an. Bei Menschen im Rollstuhl wird die Rampe ausgeklappt und bei der Zielhaltestelle ist das Fahrpersonal wieder zur Stelle und unterst\u00fctzt beim Aussteigen. So auch bei unserer Zielhaltestelle beim S\u00fcdtiroler Platz.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Hier, am Beginn der Mariahilferstra\u00dfe Richtung Lendplatz\u00a0 befindet sich auch das Friendly Alien, das pr\u00e4gnante Grazer Kunsthaus von Weltruf. Hier begann unser gem\u00fctlicher Spaziergang durch die Mariahilferstra\u00dfe, eine echt starke Strecke ins Grazer Lendviertel. Diese Stra\u00dfe stellt die Verbindung zwischen dem Lendplatz mit der Innenstadt her.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Vor mehr als 45 Jahren war das noch ein ber\u00fcchtigter Rotlichtbezirk, ges\u00e4umt von Nachtclubs und Bordellen. Heute hat sich die Gegend vom Scherbenviertel zum Kreativquartier gemausert und ist ein beliebtes Ausgehviertel mit vielen trendigen Shops, L\u00e4den und Restaurants.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In der Mariahilferstra\u00dfe gab es auch ein Schuhgesch\u00f6ft Neuner. Das war unser Familienschugesch\u00f6ft. Wenn es f\u00fcr uns Kinder wieder an der Zeit f\u00fcr neue Schuhe war wurden am Morgen unsere F\u00fc\u00dfe am Papier abgezeichnet und wenn wir von der Schule nach Hause kamen hatten wir unsere neuen Schuhe. Nat\u00fcrlich 2 bis 3 Nummern gr\u00f6\u00dfer. Schlie\u00dflich sollten sie doch einige Jahre ihre Pflicht tun. Ebenfalls in dieser Stra\u00dfe war unser Messer- und Scherenschleifer. Hier wurden vorwiegend\u00a0 unsere Schneidwerkzeuge des muskelbetriebenen Fleischwolfes gesch\u00e4rft. Dieses Gesch\u00e4ft gibt es noch immer und auch noch an der gleichen Stelle.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wenn man die Mariahilferstra\u00dfe entlangschlendert kann man zwischendurch immer einen Blick auf den Schlossberg mit dem Uhrturm erhaschen. Schlie\u00dflich bewegten Wir uns paralletzum Lendkai und zur Mur.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>So kamen wir zum Lendplatz im Lendviertel. Oder das Dorf in der Stadt, wie die Anrainer liebevoll ihr Gr\u00e4tzl nennen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>So wie damals findet am Lendplatz auch heute noch t\u00e4glich ein Markt statt, wo die Bauern der Umgebung ihre Ware feilbieten, viele davon in Bio-Qualit\u00e4t. Von Blumen aus ihren G\u00e4rten \u00fcber das selbstgepresste Kern\u00f6l bis zum geselchten Fleisch, immer von Montag bis Samstag.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>F\u00fcr mich geh\u00f6rt dieser Marktplatz zu den sch\u00f6nsten Bauernm\u00e4rkten. Genauso wie alle anderen M\u00e4rkte in Graz. Und da hat diese Stadt einiges zu bieten. Und in Graz geht man nicht einfach auf dem Markt man trifft sich auch.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Lendplatz bedeutete f\u00fcr meine Gro\u00dfeltern, meine Eltern und f\u00fcr mich als Kind so etwas wie das Tor zu Graz. Wenn wir von unserer Heimatgemeinde, in die Stadt fuhren, endete dort der Bus oder man parkte den \u00b4hellgr\u00fcnen VW K\u00e4fer am Parkplatz am Lendplatz und f\u00fcr uns begann die gro\u00dfe weite Welt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>So gab und gibt es noch immer die Fahrschule Mayr. Dort hatte ich die Vorbereitung zur Fahrpr\u00fcfung. Die ich dann durch ein Gutachten des Amtsarztes nicht mehr ablegen durfte. Auch ein sehr wichtiges Gesch\u00e4ft am Lendplatz war der Hasiba. Das war eine Roman- und Comictauschb\u00f6rse. Hier holte und tauschte ich meine Comichefte und Schundromane. Wer erinnert sich noch an Bessy, Lasso, Silberpfeil, Buffalo Bill, der schwarze Wolf, Wastl, Superman, Battman oder\u00a0 Felix. So erhielt ich durch Fix &amp; Foxi auch meinen damaligen Spitznamen \u201eLupo\u201c. Auch Jerry Cotton, John Cameron, Perry Rhodan und Lassiter konnte man unter meinem Kopfpolster finden. In der Zwischenzeit hat sich mein Lese- und H\u00f6rspektrum um einiges ver\u00e4ndert und erweitert. Dieses Gesch\u00e4ft gibt es auch schon lange nicht mehr.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ich war auf der Suche nach einem bestimmten W\u00fcrstelstand. Dort war ich immer mit meinem Vater nachdem wir beim Hofer eingekauft hatten. Der erste Hofer wurde in Graz am Lendkai 59 er\u00f6ffnet. Das war am 23.01.1969. . Damit war dies die zweite Filiale in \u00d6sterreich nach der Er\u00f6ffnung der ersten Filiale in Hausmannst\u00e4tten im Jahr zuvor. Und er ist noch immer an der gleichen Stelle.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Es gab dort noch die 50 Kg Zuckers\u00e4cke. Die hatten im K\u00e4fer vorne im Kofferraum Platz. Im Winter lagen dort immer 2 bis 3 Zements\u00e4cke zum Beschweren f\u00fcr die Fahrten durch den Schnee. Dann gab es den Orangensaft in der 2 Liter Glasflasche, der gro\u00dfe Blechkanister mit dem Bona\u00f6l durfte auch nicht fehlen. Auch der Paprikaspreck war immer im Einkaufswagen. Und die Damen an der Kasse waren damals auch schon ohne einer Computerkasse sehr schnell. Und sie mussten sich die Preise noch merken.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Jedenfalls sind es von dieser Hoferfiliale bis zum Lendplatz nur einige Gehminuten. Und somit auch zum beliebten W\u00fcrstelstand \u201eHauser\u201c. Wir hatten damals immer unser Standardmen\u00fc. Mehr gab es eigentlich auch gar nicht. Ich bekam meine Frankfurter mit Senf und der Langsemmel. Mein Vater g\u00f6nnte sich immer die Krainer mit Senf und Kren und ein Brot. \u00d6fters war auch ein rotes Kracherl dabei.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der W\u00fcrstelstand befindet sich noch an der besagten Stelle. Er ist auch noch mit Hauser beschriftet. Leider ist kein Betrieb mehr. Auch der Zeitungskiosk, der daneben stand ist nicht mehr vorhanden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Da wir schon Hunger hatten und uns auch etwas aufw\u00e4rmen wollten steuerten wir durch die vielen Marktst\u00e4nde ein weiteres Highlight am Lendplatz an. Das \u201eLendplatzl\u201c.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das Gasthaus Lendplatzl in Graz besteht bereits seit dem 17. Jahrhundert. Es hat eine lange Tradition als Gasthof und Postkutschenstation. Heute ist es bekannt f\u00fcr seine gem\u00fctliche Atmosph\u00e4re und die steirische K\u00fcche. Wenn man das traditionelle steirische Backhendl oder den K\u00e4ferbohnensalat mit Kern\u00f6l und viel Zwiebel probieren will, ist hier genau richtig. Und das Gasthaus ist barrierefrei. Vor dem Gasthaus befindet sich eine Kreuzung mit einer akustischen Ampel f\u00fcr Blinde und Sehbehinderte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das alles gab es noch nicht als ich mit meinen Gro\u00dfeltern ins Lendplatzl ging. Da waren wir auch noch mit den Schnauzenbussen der Post unterwegs. Meine Gro\u00dfmutter bestellte immer ihre Nudelsuppe mit einer Langsemmel und eine roten Mischung. Mein Gro\u00dfvater hatte immer sein Bier und seine geliebte Flecksuppe. Die Flecksuppe ist eine traditionelle Spezialit\u00e4t aus der Steiermark und wird aus Kuttelfleck (Pansen) zubereitet.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ich hatte, wie immer, meine Frankfurter mit Senf, eine Langsemmel und das rote Kracherl. Fr\u00fcher war das immer der Alptraum eines jeden Wirts: \u201eEin rotes Kracherl, 4 Gl\u00e4ser und ein wei\u00dfes Tischtuch\u201c.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ein Klugschiss dazwischen: Woher kommt das Kracherl?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das Kracherl ist ein traditionelles \u00f6sterreichisches Erfrischungsgetr\u00e4nk, das vor allem in \u00d6sterreich und Bayern bekannt ist. Der Name &#8222;Kracherl&#8220; stammt von der speziellen Konstruktion der fr\u00fchen Limonadenflaschen. Diese Flaschen hatten einen Glaskugelverschluss, der durch den Druck der Kohlens\u00e4ure nach oben in den Flaschenhals gedr\u00fcckt wurde. Beim \u00d6ffnen der Flasche entstand ein typisches krachendes Ger\u00e4usch<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das Kracherl war besonders in der Nachkriegszeit ein beliebtes Getr\u00e4nk und wurde oft als Himbeer- oder Zitronenlimonade mit viel Zucker und Kohlens\u00e4ure angeboten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Im Heimathaus Windischgarsten (Ober\u00f6sterreich) befindet sich noch eine Kracherlflasche.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Zum roten Kracherl passt auch ein typisches Getr\u00e4nk aus der Steiermark, das \u201eSauschneiderbier\u201c.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das Sauschneiderbier ist ein typisches Getr\u00e4nk aus der Weststeiermark, insbesondere aus der Region um K\u00f6flach. Es handelt sich um eine Mischung aus Bier und Himbeerlimonade. Der Name &#8222;Sauschneider&#8220; bezieht sich auf einen alten landwirtschaftlichen Berufszweig, bei dem Sauschneider junge m\u00e4nnliche Ferkel kastrierten. Diese Sauschneider erhielten oft ein gutes Essen und Trinken als Dank, und um eine Betrunkenheit zu vermeiden, wurde ihnen oft Himbeerlimonade mit Bier serviert<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Heutzutage ist das Sauschneiderbier ein beliebtes Getr\u00e4nk und man bekommt es in\u00a0 jeder Buschenschank. Und auch in vielen Gastst\u00e4tten in Graz. Der Radler ist im Grunde auch nichts anderes als ein Bier- Limonadengetr\u00e4nk. Der Diesel soll eine Bier\/ Wien- oder Bier\/Colamischung sein.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Nachdem wir uns im Lendplatzl gest\u00e4rkt und gew\u00e4rmt hatten ging es wieder entlang der Mariahilferstra\u00dfe zur\u00fcck zum S\u00fcdtirolerplatz. Links und rechts der Stra\u00dfe befinden sich die urigsten Lokale und Gesch\u00e4fte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ein Kaffee bei Paul &amp; Bohne oder Wer Poolbillard, Snooker oder Darts spielen will ? Dann unbedingt einen Zwischenhalt im Lokal Brot &amp; Spiele einlegen. Hier hat man die Wahl\u00a0 zwischen 22 Burgervariationen oder Steaks und Wings. Noch schwieriger wird\u2019s bei der Wahl des Bieres: 130 Sorten aus aller Welt werden im Brot &amp; Spiele angeboten \u2013 sogar aus Hawaii und Vietnam.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wer lieber ein Caipirinha, Mojito oder Cuba Libre im Glas genie\u00dfen will geht in das Rangoon. Hier f\u00fchlt man sich wie in der Karibik. Und in dieser Stra\u00dfe soll auch der coolste Friseur der Stadt seine Heimat haben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Beim R\u00fcckweg kamen wir bei einem besonderem Projekt der Caritas vorbei.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das Projekt \u201eTagwerk\u201c der Caritas in Graz ist ein Jugendbesch\u00e4ftigungsprojekt f\u00fcr Jugendliche zwischen 15 und 25 Jahren. Es bietet sozial benachteiligten Jugendlichen die M\u00f6glichkeit, durch Tagesarbeitsvertr\u00e4ge ihr eigenes Geld zu verdienen und sich auf den Arbeitsmarkt vorzubereiten<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das Projekt legt gro\u00dfen Wert auf Nachhaltigkeit und Upcycling. Die Jugendlichen fertigen in den Werkst\u00e4tten einzigartige Produkte wie Planentaschen, Rucks\u00e4cke und Geldb\u00f6rsen aus Materialien, die aus Restbest\u00e4nden, \u00dcbersch\u00fcssen oder Fehlproduktionen stammen<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Was bedeutet Upcycling?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Upcycling bedeutet, aus alten oder ungenutzten Materialien neue und wertvollere Produkte zu schaffen. Im Gegensatz zum Recycling, bei dem Materialien zerlegt und zu Rohstoffen verarbeitet werden, bleibt beim Upcycling der urspr\u00fcngliche Zustand des Materials weitgehend erhalten, und es wird durch kreative Neugestaltung in etwas N\u00fctzliches oder Sch\u00f6nes verwandelt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ein Beispiel: Aus einer alten Holzpalette k\u00f6nnte ein schicker Couchtisch entstehen oder aus gebrauchten Plastikflaschen eine coole Lampe. Das Ziel des Upcyclings ist es, den Wert und die Lebensdauer der Materialien zu erh\u00f6hen und gleichzeitig Abfall zu reduzieren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Es gibt auch eine Verkaufsstelle vom tag.werk der Caritas in Graz. Du findest den Shop in der Mariahilferstra\u00dfe 13. Dort kannst du die einzigartigen Produkte, die von den Jugendlichen im Rahmen des Projekts hergestellt werden, erwerben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ebenfalls im tag.werk Store k\u00f6nnen Produkte eines anderen Caritasprojektes erworben werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das Projekt \u201estoff.werk.graz\u201c. Das ist ein N\u00e4hprojekt, das sich an langzeitarbeitslose und sozial benachteiligte Frauen in Graz richtet.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ziel des Projekts ist es, diesen Frauen einen ma\u00dfgeschneiderten Wiedereinstieg in die Arbeitswelt zu erm\u00f6glichen und ihren Selbstwert zu st\u00e4rken<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Im stoff.werk.graz werden Modeartikel und Accessoires in Handarbeit gefertigt, wobei gro\u00dfer Wert auf hohe Qualit\u00e4t, Nachhaltigkeit und lokale Produktion gelegt wird<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Auch diese gefertigten Kleidungsst\u00fccke und Produkte sind im tag.werk Store in der Mariahilferstra\u00dfe 13, im Offline Retail in der Mariahilferstra\u00dfe 19 sowie online erh\u00e4ltlich.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Es ist immer wieder faszinierend zu erkennen, dass man aus \u201eAllem\u201c etwas anderes machen kann. Besonders, wenn man die Ergebnisse sieht. Das man aus Plachen auch die unterschiedlichsten und fantasievollsten Taschen zaubern kann war mir bis jetzt nicht bekannt. Au\u00dfer, dass man manchen Personen nachsagt das sie sich bei \u201ePlachen Endt\u201c einkleiden. Aber diese Firma gibt es auch nicht mehr.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das werden jetzt aber nur die verstehen die noch wissen wo man Produkte von \u201ePlachen Endt\u201c gesehen hat.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ebenfalls ist es immer wieder ein gro\u00dfer Vorteil wenn man neugierig ist. Nur so kommt man an neue Informationen und lernt sehr viel neues kennen. Wir h\u00e4tten beim tagwerk auch vorbeigehen k\u00f6nnen. Aber so wissen wir, dass dieses Gesch\u00e4ft auch barrierefrei ist. Und wir haben durch das Gespr\u00e4ch im Gesch\u00e4ft einiges \u00fcber arbeitslose Jugendliche in Graz erfahren. Was f\u00fcr mich pers\u00f6nlich interessant war, schlie\u00dflich habe ich auch mit arbeitslosen Kids gearbeitet.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Nach diesem interessanten Zwischenstopp machten wir uns weiter Richtung S\u00fcdtirolerplatz. Dort angekommen ging es nach links zur Murbr\u00fccke. Auch hier ist die Kreuzung mit einer akustisch taktilen Ampel f\u00fcr Blinde und Sehbehinderte ausgestattet. Die Grazer ATAS funktionieren etwas anders als die ATAS in Linz. In Linz aktiviert man diese ATAS mit einem Funkhandsender. In Graz sind die ATAS st\u00e4ndig mit einem diskreten Ticken im Betrieb.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Beim \u00dcberqueren der Murbr\u00fccke fallen uns am Br\u00fcckengel\u00e4nder die vielen Vorh\u00e4ngeschl\u00f6sser auf. Sie sind auf beiden Seiten der Br\u00fccke und \u00fcber die gesamte L\u00e4nge am Gel\u00e4nder befestigt. Diese Schl\u00f6sser haben die unterschiedlichsten Gr\u00f6\u00dfen, Formen und Farben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Vorhangschl\u00f6sser an der Murbr\u00fccke in Graz sind sogenannte Liebesschl\u00f6sser<\/p>\n<p>. Dieser Brauch stammt urspr\u00fcnglich aus Italien und verbreitete sich weltweit. Verliebte Paare befestigen ein Vorh\u00e4ngeschloss an einem Br\u00fcckengel\u00e4nder und werfen den Schl\u00fcssel ins Wasser, um ihre ewige Verbundenheit zu symbolisieren<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In Graz ist die Murbr\u00fccke dicht mit diesen Schl\u00f6ssern beh\u00e4ngt, was sie zu einem beliebten Ort f\u00fcr Paare macht, um ihre Liebe zu bekunden. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass das Gewicht der Schl\u00f6sser die Br\u00fccken belasten kann, und daher regelm\u00e4\u00dfig einige entfernt werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Neben den vielen Vorhangschl\u00f6ssern kann man auch die bekannte Murinsel von der Br\u00fccke aus sehen. Sie ist von hier aus in etwa 10 Minuten Fu\u00dfmarsch barrierefrei zu erreichen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Murinsel in Graz ist eine faszinierende k\u00fcnstliche Insel, die im Jahr 2003 im Rahmen des Kulturhauptstadtjahres Graz 2003 er\u00f6ffnet wurde. . Sie wurde von dem New Yorker K\u00fcnstler Vito Acconci entworfen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Insel hat die Form einer riesigen Muschel und besteht aus einem Netz aus Stahl und Glas. Sie ist etwa 50 Meter lang und 20 Meter breit. Zwei Br\u00fccken verbinden die Insel mit den beiden Ufern der Mur, wodurch sie leicht zug\u00e4nglich ist. Es gibt ein Caf\u00e9 und ein Amphitheater auf der Insel, die f\u00fcr verschiedene kulturelle Veranstaltungen genutzt werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Nachts wird die Murinsel farbenfroh beleuchtet und bietet ein faszinierendes Schauspiel, was sie zu einem beliebten Fotospot macht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Nachdem wir auf der anderen Seite der Mur einen weiteren Brezelstand passiert hatten gingen wir weiter zum Paradeishof.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Paradeishof in Graz ist ein historisches Geb\u00e4ude, das sich in der Sackstra\u00dfe befindet. Der Paradeishof ist bekannt f\u00fcr seine Rolle als Veranstaltungsort f\u00fcr verschiedene Events und M\u00e4rkte. Eines der bekanntesten Events ist der Internationale Tr\u00fcffelmarkt, In der warmen Jahreszeit ist dieser Hof durch die Gastronomie von Leben erf\u00fcllt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Paradeishof ist auch der Sitz von Kastner &amp; \u00d6hler, einem traditionsreichen Kaufhaus in Graz. Kastner &amp; \u00d6hler war vor sehr langer Zeit neben Quelle und Moden M\u00fcller, sp\u00e4ter Otto, ein sehr gro\u00dfes Versandhaus in \u00d6sterreich. Kastner ist es auch heute noch. Und am Dach befindet sich das Freiblick Tagescaf\u00e9. Es bietet eine wunderbare Aussicht \u00fcber die Stadt. Hier kann man eine Pause vom Einkaufen machen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wir haben das Kaufhaus nur durchquert um auf der anderen Seite auf die Sackstra\u00dfe zu gelangen und somit am Hauptplatz in Graz anzukommen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Am Hauptplatz befindet sich ein bekanntes und traditionsreiches Juwelier- und Uhrenfachgesch\u00e4ft. Weikhard kann man bis ins Jahr 1680 zur\u00fcckverfolgen. Die Weikhard-Uhr vor dem Gesch\u00e4ft ist ein bekanntes Wahrzeichen in Graz. Wenn man sich in Graz einen Treffpunkt ausmacht , dann ist es bei der Weikhard-Uhr. In Linz w\u00e4ren \u00a0es die 2 L\u00f6wen oder die 3 Faltigkeitss\u00e4ule. Aber die waren diesmal nicht unser Ziel.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wir steuerten die Sporgasse an. Die Sporgasse in Graz ist eine historische Stra\u00dfe, die \u00e4lter ist als die Stadt selbst. Sie f\u00fchrt vom Hauptplatz hinauf zum Schlossberg und ist heute eine beliebte Fu\u00dfg\u00e4ngerzone. Sie ist auch bekannt f\u00fcr ihre steilen Anstiege und historischen Geb\u00e4ude.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>W\u00e4hrend wir die steile, gepflasterte\u00a0 Stra\u00dfe bergauf gingen konnten wir viele bedeutende Bauten verschiedener Epochen entdecken , darunter das barocke Luegg-Haus, das Jugendstil-Haus und das Palais Saurau.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Stra\u00dfe hat ihren Namen von den Sporenmachern und Waffenschmieden, die hier im Mittelalter ans\u00e4ssig waren. Heute w\u00fcrde man sie vielleicht Strudelgasse nennen.\u00a0 Vor l\u00e4ngerer Zeit gab es in der Sporgasse ein Lokal, dass nur Strudel auf jede erdenkliche Art auf der Speisekarte hatte. Vorspeise, Hauptspeise und Nachspeise, alles Strudel.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wenn wir weitergegangen w\u00e4ren, w\u00e4ren wir zum Schlo\u00dfbergplatz gekommen. Der Schlossberg stand diesmal nicht am Programm. Da waren wir im August des Vorjahres.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wir gingen Richtung Opernringstra\u00dfe und kamen an der Grazer Oper vorbei. Eigentlich kann man in diesem Viertel sehr viele ber\u00fchmte und bekannte Geb\u00e4ude finden. So zum Beispiel das beeindruckende Mausoleum Kaiser Ferdinands II., die Grazer Burg mit ihrem ber\u00fchmten Doppeltwendeltreppenhaus oder das Palais Attems.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Langsam n\u00e4herten wir uns einer weiteren bekannten Gasse in Graz, die Herrengasse. Sie ist eine breite und prachtvolle Spazierstra\u00dfe zwischen Hauptplatz und Jakominiplatz. Durch die vielen Gesch\u00e4fte, Lokale und Kaffeeh\u00e4user auf beiden Seiten der Stra\u00dfe ist hier immer ein reges Treiben. Trotzdem hat die Herrengasse vor 10 Jahren schlimmes \u00a0erlebt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Es war ein schreckliches Ereignis, das die Stadt tief ersch\u00fctterte, die Amokfahrt in Graz am 20.06.2025. In der Herrengasse wurde ein 4 J\u00e4hriges Kind get\u00f6tet. Insgesamt gab es bei dieser Amokfahrt 3 Tote.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Man muss immer wieder erkennen, dass Licht und Schatten sehr nahe beieinander liegen. Und man immer hoffen muss, wenn solche Ereignisse passieren, dass man ziemlich weit entfernt ist.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In der Herrengasse angekommen erinnerte ich mich an meinem Assistenten am Smartphone. Ich bin ein Fan von Chatbot\u00b4s und hier besonders von ChatGPT und \u00a0Copilot.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>So wollte ich von ChatGPT wissen ob es in der N\u00e4he Tastmodelle f\u00fcr Blinde und Sehbehinderte gibt. Die Antwort kam prompt. ChatGPT verwies auf das Rathaus, das Landhaus, die Oper, dem Uhrturm und auf noch weitere Tastmodelle.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Tastmodelle beim Rathaus und im Landhaus haben wir uns nat\u00fcrlich angesehen und auch ertastet. Schlie\u00dflich lagen sie auf dem Weg zum Hauptplatz.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Tastmodelle f\u00fcr blinde und sehbehinderte Menschen in Graz bestehen aus verschiedenen Materialien, die speziell daf\u00fcr ausgew\u00e4hlt wurden, um eine taktile Erfahrung zu erm\u00f6glichen. Diese Modelle sind ma\u00dfstabsgetreue Nachbildungen von Sehensw\u00fcrdigkeiten wie dem Uhrturm, dem Land- und Rathaus oder\u00a0 dem Kunsthaus.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Sie sind so gestaltet, dass sie durch Ber\u00fchrung erfahrbar sind und somit blinden und sehbehinderten Menschen eine Vorstellung von den Objekten vermitteln k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Da das Rathaus direkt am Hauptplatz angesiedelt ist hatten wir ein weiteres Ziel erreicht. Durch die vielen Markst\u00e4nde und Lokale herrscht hier immer ein reges Treiben. Dazu geh\u00f6ren auch die vielen Stra\u00dfenbahngarnituren, die hier st\u00e4ndig unterwegs sind und die Menschen bringen und abholen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Am Hauptplatz in Graz steht der Erzherzog-Johann-Brunnen. Dieser Brunnen wurde 1878 enth\u00fcllt und zeigt in seiner Mitte die Figur von Erzherzog Johann. Der Brunnen symbolisiert die vier Hauptfl\u00fcsse der ehemaligen Steiermark durch allegorische Frauengestalten: Enns, Mur, Drau und Sann.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Erzherzog Johann von \u00d6sterreich, geboren am 20. Januar 1782 in Florenz, war ein Mitglied des Hauses Habsburg und der Bruder von Kaiser Franz I. Er war ein vielseitiger Mann, der sich f\u00fcr Geschichte, soziale Fragen, Milit\u00e4r- und Naturwissenschaften interessierte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Johann war auch ein F\u00f6rderer und Modernisierer von Industrie, Landwirtschaft, Eisenbahnwesen sowie Kultur- und Bildungswesen in der Steiermark<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Erzherzog Johann war bekannt f\u00fcr seine unkonventionellen Ansichten und seine Ehe mit der b\u00fcrgerlichen Anna Plochl, was dazu f\u00fchrte, dass er von der Thronfolge ausgeschlossen wurde<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Bei diesem Brunnen kann man in den warmen Monaten auch seine Entspannung und Ruhe finden und das Treiben rundherum beobachten., Und wer kann, der kann auch den ber\u00fchmten Erzherzog Johann Jodler summen (Wo i geh und steh tuat mir mei Herzerl weh\u2026)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Von hier sind es nur einige Meter bis zur Franziskanergasse.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Franziskanergasse ist eine sehr schmale Fu\u00dfg\u00e4ngerzone im Herzen der Stadt. Sie f\u00fchrt vom Hauptplatz bis zum Franziskanerplatz und ist ein beliebter Ort f\u00fcr Spazierg\u00e4nge.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wir schlenderten gem\u00fctlich durch diese Gasse und kamen beim Franziskanerplatz raus.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Franziskanerplatz in Graz ist ein malerischer und historischer Platz im Herzen der Stadt. Er ist bekannt f\u00fcr seine charmante Atmosph\u00e4re und seine Mischung aus Marktst\u00e4nden, Caf\u00e9s, Restaurants und historischen Geb\u00e4uden. Der Platz ist nach dem Franziskanerkloster und der Franziskanerkirche benannt, die sich dort befinden<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Franziskanerplatz hat eine lange Geschichte, die bis ins 13. Jahrhundert zur\u00fcckreicht. Das Franziskanerkloster ist die \u00e4lteste Klosterniederlassung in Graz und beeindruckt mit seinem gotischen Kreuzgang und der Jakobikapelle.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Hier befindet sich ein weiterer bekannter Platz.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Kapaunplatz in Graz hat seinen Namen von einem Gasthaus, das sich dort befand. Das Gasthaus trug den Namen &#8222;Zum Kapaun&#8220; und war im 18. Jahrhundert ein beliebter Treffpunkt. Der Name &#8222;Kapaun&#8220; bezieht sich auf einen kastrierten Hahn, der als Delikatesse galt. Das Gasthaus und der Platz wurden nach dieser Spezialit\u00e4t benannt<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Heute ist es verboten H\u00e4hne zu kastrieren um ein gutes Backhendl zu bekommen. Im steirischen Sulmtal (Sulmtaler Dirndln) kann man die Kapauner aber trotzdem noch auf der Speisekarte finden. Hier werden die H\u00e4hne mit Kr\u00e4utern ruhig gestellt. Der Sinn dahinter war, dass die H\u00e4hne durch das kastrieren ruhig gestellt wurden und dadurch sehr viel Fleisch anlegten. Was bei H\u00e4hnen nicht funktionierte da diese beim \u00c4lterwerden immer aggressiver wurden und immer in Kampfbereitschaft waren und somit keine Zeit hatten Fleisch aufzubauen. Das Schicksal aller Halbstarken.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das ist ja auch ein Grund warum m\u00e4nnliche H\u00fchnerk\u00fcken nach dem Schl\u00fcpfen get\u00f6tet werden. Sie legen keine Eier und zum Essen sind sie auch nicht geeignet.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Und wer schon hier ist sollte ein besonderes Highlight am Franziskanerplatz besuchen. Das Caf\u00e9 Schwalbennest, das an der Ecke zur Neutorgasse liegt und f\u00fcr seine gem\u00fctliche Atmosph\u00e4re bekannt ist.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Jetzt sind wir wieder bei der Murbr\u00fccke angekommen. Aber auf der anderen Seite bei der Neutorgasse. Diese Gasse wurde neugestaltet und soll bis ende dieses Jahres auch eine Stra\u00dfenbahnlinie, die Neutorlinie, bekommen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>W\u00e4hrend wir \u00fcber die Br\u00fccke gingen konnten wir auch auf dieser Seite die vielen Vorhangschl\u00f6sser am Br\u00fcckengel\u00e4nderausmachen. Wenn man einen Blick zur\u00fcckwirft sieht man die prachtvolle Franziskanerkirche. Auf der anderen Seite der Mur und somit am S\u00fcdtirolerplatz angekommen war es wieder Zeit zum Aufw\u00e4rmen und f\u00fcr einen guten Kaffee. Hier f\u00fchrte uns eine taktile Bodeninformation f\u00fcr Blinde und Sehbehinderte direkt zum Eingang zum Cafe des Kunsthauses. Auch ein T\u00fcr\u00f6ffner f\u00fcr Menschen im Rollstuhl befindet sich bei der T\u00fcr.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das Kunsthauscaf\u00e9 in Graz ist ein beliebter Treffpunkt im Herzen des Lendviertels und gibt es seit M\u00e4rz 2015. \u00a0Man merkt schon beim Betreten des Cafe\u00b4s eine besondere Atmosph\u00e4re und die entsprechende Ger\u00e4uschkulisse. Aber einer Ger\u00e4uschkulisse einer gem\u00fctlichen und einer inspirierenden Umgebung. Dazu kam dann auch noch die Schnelligkeit und Freundlichkeit des Personals.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Hier hat man eine Mischung aus Fr\u00fchst\u00fcck, Brunch, Mittag- und Abendessen. Es gibt auch vegetarische und vegane Optionen. Besonders beliebt ist der exklusive Kaffee, der als einer der besten in Graz gilt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Dieses Cafe geh\u00f6rt zum Kunsthaus Graz, auch bekannt als der &#8222;Friendly Alien&#8220; und , wurde im Jahr 2003 er\u00f6ffnet. Es wurde im Rahmen des Kulturhauptstadtjahres 2003 errichtet und gilt seitdem als neues architektonisches Wahrzeichen der Stadt Graz. Die ungew\u00f6hnliche Form und das innovative Design des Geb\u00e4udes heben es von anderen Ausstellungsgeb\u00e4uden ab und machen es zu einem einzigartigen Ort f\u00fcr zeitgen\u00f6ssische Kunst.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Nach dieser gem\u00fctlichen und unerwarteten Aufw\u00e4rmrunde war es Zeit zum Aufbruch Richtung Bahnhof. Die Stra\u00dfenbahnhaltestelle liegt direkt vor dem\u00a0 Cafe und so stellten wir uns wieder auf das Aufmerksamkeitsfeld und warteten auf die n\u00e4chste Stra\u00dfenbahn. Wegen technischen Problemen \u00a0mit einer automatischen Rampe konnten wir erst die vierte einfahrende Stra\u00dfenbahn nehmen. In Graz sind das aber nur 3 bis 4 Minuten Wartezeit weil hier st\u00e4ndig die verschiedensten Linien verkehren. Auch diesmal war das Fahrpersonal der Holding Graz sehr freundlich und hilfsbereit. Ebenso beim Aussteigen bei der Haltestelle am Bahnhof. Dieser Fahrer war besonders gut aufgelegt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Im Bahnhof ging Katharina mit mir zum Einkaufen \u00a0und dort besorgte ich mir beim freundlichen Spar einige Krainer.Schlie\u00dflich habe ich die in Ober\u00f6sterreich noch nicht gefunden. Auf dem R\u00fcckweg in die Bahnhofshalle h\u00f6rte ich auf einmal Jemanden \u201eServus Linzer\u201c rufen. Diese Person habe ich in meinen 3 letzten Grazbesuchen fast immer an der gleichen Stelle am Bahnhof getroffen. Das erste Mal sind wir an einer Ecke zusammengesto\u00dfen. Dort, wo am Vormittag der Brezenstand aufgebaut war. Unser gemeinsamer Ankn\u00fcpfungspunkt war der Blindenstock und einige Minuten sp\u00e4ter schon das RISS in Linz- Schlie\u00dflich hat er auch dort eine umfangreiche Ausbildung genossen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Als ich ihn das zweite Mal an der gleichen Stelle getroffen habe, hatte er gerade Besuch von einem blinden Linzer und seiner Frau. Dieses Ehepaar ist mir auch bekannt. Schlie\u00dflich wohnen sie bei mir in der gleichen Stra\u00dfe, nur\u00a0 4 Hausnummern weiter.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Aber das Leben ist manchmal doch sehr sonderbar und es wird sicher alles seine Gr\u00fcnde haben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Jedenfalls erwartete uns in der Bahnhofshalle bereits das \u00d6BB OS damit sie uns wieder sicher in dem Zug nach Linz setzen k\u00f6nnen. Auch das klappte Problemlos und Katharina verabschiedete sich da sie in Graz blieb. W\u00e4hrend der Zug langsam aus Graz rollte konnte man auf einmal Zigarettenrauch im Abteil\u00a0 riechen. Der \u00dcbelt\u00e4ter wurde sofort vom Zugbegleiter ausgemacht und da dieser Fahrgast auch keine Karte f\u00fcr die erste Klasse hatte musste er auch das Abteil verlassen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Kurz vor Leoben zog wieder Zigarettenrauch durch das Abteil. Jetzt hatte es sich der Raucher am Behinderten WC gem\u00fctlich gemacht. Er hatte auch ein etwas gr\u00f6\u00dferes Dampferl. Da kam aber auch schon der Zugbegleiter herangerauscht und warf ihn in Leoben mit den Worten \u201eRaus, in meinem Zug wird nicht geraucht\u201c aus dem Zug.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Etwas verwirrt fragte der so grob Behandelte, ob wir schon in Linz seien? Ich vermutete, dass er sicher einige Tage bis Linz Brauchen wird. Man f\u00fchlt sich aber als Fahrgast doch sicher wenn man solche resoluten Zugbegleiter im Zug hat. Wir haben einige interessante Gespr\u00e4che mit ihm gef\u00fchrt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Auch das Bordservice war sehr h\u00f6flich und hilfreich und unterst\u00fctzte Martin beim Trinken. Und so verging auch die R\u00fcckfahrt nach Linz sehr kurzweilig. Auch hier \u00b4stand die \u00d6BB OS am Bahnsteig als wir p\u00fcnktlich einfuhren. Nachdem auch hier mit der Ausstiegshilfe wieder alles tadellos funktionierte hatten wir wieder Linzer Boden unter den F\u00fc\u00dfen und R\u00e4dern.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Als wir am Bahnsteig unterwegs zum Lift waren hatten wir pl\u00f6tzlich 2 Begleiter die uns ihre Hilfe anboten. Man konnte ihre Alkoholfahne deutlich riechen und Beide hatten Bierdosen in der Hand. Beim Lift boten sie uns auch noch Drogen an. Da wir aber noch von Graz berauscht waren lehnten wir dankend ab.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In der Bahnhofshalle beim Infopoint torkelte uns der n\u00e4chste Betrunkene entgegen und w\u00fcnschte mir am 25. J\u00e4nner ein Prosit Neujahr. Martin sagte, das mich dieser Typ mit Gerhard angesprochen hat. Ich habe es nicht geh\u00f6rt und werde es auch abstreiten!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Aber so wussten wir, wir sind wieder in Linz. Und\u00a0 das kurz nach 20:00 an einem Samstagabend.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Mit der Fahrt in einer Stra\u00dfenbahn in den Linzer S\u00fcden nahm dieser spannende und interessante Tag mit seinen vielen neuen Eindr\u00fccken sein Ende. Ich werde sicher bald wieder nach Graz fahren. Schlie\u00dflich muss ich mir Brezen und Krainer besorgen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ein gro\u00dfes Danke an Katharina f\u00fcr ihre tolle und gekonnte Begleitung und Unterst\u00fctzung.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Fotos gibt es auf Facebook unter: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/permalink.php?story_fbid=pfbid02fUMZU4umTZuqMh7HeoJwCDvdh6wNDoCtqoS6WzvTEVaWEbhm8mLfdDwKyGoFwwVDl&amp;id=1798185567\">https:\/\/www.facebook.com\/permalink.php?story_fbid=pfbid02fUMZU4umTZuqMh7HeoJwCDvdh6wNDoCtqoS6WzvTEVaWEbhm8mLfdDwKyGoFwwVDl&amp;id=1798185567<\/a><\/p>\n<p>\u00a9 Februar 2025 by Gerhard Hojas<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Samstag, 25.01.2025 ging es wieder einmal nach Graz. 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