{"id":2256,"date":"2026-10-26T19:56:10","date_gmt":"2026-10-26T17:56:10","guid":{"rendered":"http:\/\/hojas.co.at\/blog\/?p=2256"},"modified":"2026-10-26T19:56:10","modified_gmt":"2026-10-26T17:56:10","slug":"reisebericht-5-tage-steiermark-gedanken-im-gepaeck-und-reiseausklang","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/hojas.co.at\/blog\/reisebericht-5-tage-steiermark-gedanken-im-gepaeck-und-reiseausklang\/","title":{"rendered":"Reisebericht 5 Tage Steiermark &#8211; Gedanken im Gep\u00e4ck und Reiseausklang"},"content":{"rendered":"<p>Nach dem Auspacken der Koffer setzte der eigentliche Reisenachklang ein: In der Ruhe daheim entfalteten die Begegnungen und Eindr\u00fccke der f\u00fcnf Steiermark-Tage erst ihre volle Wirkung \u2013 bereichert durch all jenes Hintergrundwissen und die kleinen Randinformationen, die w\u00e4hrend der Reise keinen offiziellen Platz fanden, aber das Erlebnis im Hintergrund sp\u00fcrbar abrundeten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>Wie kommen eigentlich die historischen Geb\u00e4ude in das Freilichtmuseum St\u00fcbing?<\/h2>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das Verfahren zur Versetzung historischer Geb\u00e4ude in das \u00d6sterreichische Freilichtmuseum St\u00fcbing wird in der Fachsprache als <strong>Translozierung<\/strong> (von lateinisch <em>trans<\/em> = hin\u00fcber, <em>locus<\/em> = Ort) bezeichnet.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Da die Bauten in St\u00fcbing nicht blo\u00df Schauobjekte sind, sondern die funktionale Kulturlandschaft ganz \u00d6sterreichs abbilden sollen, folgt die Versetzung einem strengen wissenschaftlichen und handwerklichen Protokoll.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Die 6 Schritte des Translozierungsverfahrens.<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<ol>\n<li>Entdeckung, Auswahl und Standortanalyse:<\/li>\n<\/ol>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ein Objekt wird ausgew\u00e4hlt, wenn es am Originalstandort durch Verfall, Abbruch oder Infrastrukturprojekte gef\u00e4hrdet ist und gleichzeitig einen typischen regionalen Baustil repr\u00e4sentiert. Vor Ort wird gepr\u00fcft, wie viel Originalsubstanz noch erhalten ist.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ol start=\"2\">\n<li>Detaillierte Bestandsaufnahme und Dokumentation:<\/li>\n<\/ol>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Grundlage f\u00fcr den Wiederaufbau:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das Geb\u00e4ude wird im Ist-Zustand exakt vermessen, fotografiert und zeichnerisch erfasst.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Kartierung:<\/strong> Grundrisse, Schnittzeichnungen und Gef\u00fcgeanalysen werden erstellt.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Nummerierung:<\/strong> Jedes einzelne Bauteil \u2013 vom h\u00f6lzernen Wandbalken \u00fcber Dachsparren bis hin zu T\u00fcrzargen \u2013 erh\u00e4lt eine Einkerbung, Plakette oder Farbmarkierung mit einem genauen Koordinatencode.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ol start=\"3\">\n<li>Der behutsame R\u00fcckbau (Abtragung):<\/li>\n<\/ol>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Demontage in Einzelteile:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das Bauwerk wird in umgekehrter Reihenfolge seiner Entstehung auseinandergenommen:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Dachdeckung und Dachstuhl werden zuerst abgetragen, gefolgt von W\u00e4nden und Decken.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Massivbauteile aus Stein oder Ziegel sowie empfindliche Lehmputze oder Feuerstellen werden fotografiert und teils in Fragmenten oder als Belegmuster gesichert.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>morsche oder zerst\u00f6rte Teile werden dokumentiert, damit sie sp\u00e4ter materialgerecht ersetzt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ol start=\"4\">\n<li>Transport und Zwischenlagerung:<\/li>\n<\/ol>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Materialschonende Logistik:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die nummerierten Holzbalken, Beschl\u00e4ge und Werkstoffe werden geordnet nach St\u00fcbing transportiert. Bei Bedarf werden die H\u00f6lzer getrocknet, ges\u00e4ubert oder konservatorisch gegen Sch\u00e4dlingsbefall behandelt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ol start=\"5\">\n<li>Re-Organisation und Wiederaufbau in St\u00fcbing:<\/li>\n<\/ol>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Verankerung im Museumstal:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Im Museumstal wird zun\u00e4chst ein passendes Fundament vorbereitet, das den geografischen und topografischen Gegebenheiten des urspr\u00fcnglichen Standorts entspricht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das Holzger\u00fcst wird anhand des Nummerierungssystems wie ein riesiges Puzzle wieder zusammengesetzt.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Feuerstellen &amp; Mauerwerk:<\/strong> Herde, Selchen, Rauchk\u00fcchen und Kachel\u00f6fen werden nach den Dokumentationspl\u00e4nen neu aufgemauert oder verputzt.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Materialtreue:<\/strong> Besch\u00e4digte H\u00f6lzer oder Dachschindeln werden ausschlie\u00dflich mit traditionellen Handwerkstechniken und passenden regionalen Holzarten (z. B. L\u00e4rche, Fichte, Eiche) erg\u00e4nzt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ol start=\"6\">\n<li>Einbettung und Kontextualisierung:<\/li>\n<\/ol>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ganzheitliches Ensemble:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Wiederaufbau endet nicht mit der H\u00fclle des Geb\u00e4udes:<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Innenausstattung:<\/strong> R\u00e4ume werden mit originalgetreuem Hausrat, M\u00f6beln und Werkzeugen der jeweiligen Epoche eingerichtet.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Umgebung:<\/strong> Z\u00e4une, Hausg\u00e4rten mit regional typischen Kr\u00e4utern und Feldfr\u00fcchten sowie Nutztierweiden werden um das Objekt herum angelegt, um das historische Ensemble vollkommen zu machen.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Ausnahmen und Sonderf\u00e4lle:<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Rekonstruktion \/ Nachbau:<\/strong> L\u00e4sst sich ein historisch bedeutendes Bauwerk am Originalstandort aufgrund des Denkmalschutzes oder starker Bauf\u00e4lligkeit nicht abtragen, wird in St\u00fcbing nach den historischen Pl\u00e4nen und Aufma\u00dfen ein getreuer Nachbau errichtet.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Ganzteilversetzung:<\/strong> Sehr seltene, moderne Variante, bei der kleinere Bauten nicht zerlegt, sondern am St\u00fcck auf Tiefladern transportiert werden (in Freilichtmuseen bei Holzblockbauten gelegentlich genutzt, in St\u00fcbing \u00fcberwiegend klassische Translozierung in Einzelteilen).<\/p>\n<h2><\/h2>\n<p>Die Geschichte der steirischen Harmonika. Wann und wo ist sie entstanden?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Entstehung erstreckt sich als schrittweiser Prozess in der zweiten H\u00e4lfte des 19. Jahrhunderts im Gro\u00dfraum Wien und B\u00f6hmen\/K\u00e4rnten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Wiener Orgel- und Klavierbauer Cyrill Demian meldete 1829 ein Patent f\u00fcr ein kleines Tasteninstrument namens Accordion an. Es war ein- oder zweireihig, wechselt\u00f6nig (auf Zug und Druck erklingen unterschiedliche T\u00f6ne) und spielte auf der Bassseite feste Akkorde.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Musikanten im Wiener Raum forderten tiefere, kr\u00e4ftigere B\u00e4sse, die mit dem Klang von Blasinstrumenten wie der Tuba oder dem Helikon mithalten konnten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In dieser Phase entstanden die ersten Instrumente, die man als echte \u201eSteirische\u201c bezeichnet. Sie zeichneten sich durch zwei wesentliche Neuerungen aus:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Helikonb\u00e4sse: Durch besonders lange, breite Stimmzungen klingen die Bassnoten tief, knackig und blasinstrumenten\u00e4hnlich.<\/p>\n<ul>\n<li><\/li>\n<\/ul>\n<p>Gleichton: Auf der zweiten (und sp\u00e4teren weiteren) Knopfreihe wird beim Ziehen und Dr\u00fccken auf einer bestimmten Taste derselbe Ton wiedergegeben, was das Melodiespiel in verschiedenen Tonarten massiv erleichtert.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Es gibt nicht den einen einzelnen Erfinder, sondern vielmehr einige Pioniere, die den Typus der steirischen Harmonika gepr\u00e4gt und serienm\u00e4\u00dfig etabliert haben:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Josef Novak (Klagenfurt): Er gilt als der erste gewerbliche Hersteller des klassischen Typs in \u00d6sterreich. Novak gr\u00fcndete 1874 seinen Betrieb in Klagenfurt. Seine Instrumente verf\u00fcgten bereits \u00fcber die typische Bauweise mit Helikonb\u00e4ssen und dem pr\u00e4genden \u00e4u\u00dferen Holzgeh\u00e4use.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Franz Zechner &amp; Peter Stachl (Graz): In der Steiermark selbst verfeinerten ab den 1890er-Jahren Grazer Instrumentenbauer wie Franz Zechner und Peter Stachl sen. die Mechanik, die Belegung der Basskn\u00f6pfe und die Stimmplatten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Josef Hlav\u00e1\u010dek (Louny\/Prag, B\u00f6hmen): Zur gleichen Zeit baute Hlav\u00e1\u010dek im b\u00f6hmischen Teil der Monarchie diatonische Instrumente mit Helikonb\u00e4ssen, die dort als Heligonka bekannt wurden und baugleich mit den fr\u00fchen steirischen Modellen waren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die sp\u00e4tere Evolution: Die Griffschrift<\/p>\n<p>Lange Zeit wurde die Steirische ausschlie\u00dflich nach Geh\u00f6r \u00fcberliefert. Erst 1975 verfeinerte der steirische Musiklehrer Max Rosenzopf ein Tabulatur-System, die sogenannte Griffschrift. Statt echter Tonh\u00f6hen zeigt die Griffschrift an, welcher Knopf auf Zug oder Druck gedr\u00fcckt werden muss. Das ebnete den Weg f\u00fcr den enormen Lern- und Popularit\u00e4tsboom, den das Instrument seit den 1980er-Jahren in der alpenl\u00e4ndischen Volksmusik und der Neuen Volksmusik erlebt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Max Rosenzopf \u2013 Ein steirischer Musikpionier:<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Max Rosenzopf wurde am <strong>24. September 1937 in Geistthal<\/strong> (Weststeiermark) geboren und verstarb am <strong>30. Januar 2020 in K\u00f6flach<\/strong>.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Max Rosenzopf gilt als einer der wichtigsten Pioniere und Wegbereiter f\u00fcr das moderne Spiel und den systematischen Unterricht der Steirischen Harmonika. Seine wesentlichen Verdienste und Einfl\u00fcsse sind:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Rosenzopf hat das Griffschriftsystem f\u00fcr die 3- und 4-reihige Steirische Harmonika entscheidend weiterentwickelt und normiert. Mit Ver\u00f6ffentlichung seiner wegweisenden Lehrbuchsreihe (<em>\u201eDie steirische Harmonika \u2013 Eine Spielanleitung\u201c<\/em>, 1975) schuf er ein leicht verst\u00e4ndliches Notationssystem, das es auch Musikalischen ohne Kenntnis traditioneller Notenschrift erm\u00f6glichte, das Instrument methodisch zu erlernen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Er setzte sich ma\u00dfgeblich daf\u00fcr ein, dass die Steirische Harmonika (sowie das diatonische Hackbrett) als vollwertige Unterrichtsf\u00e4cher in den reglementierten Lehrplan steirischer und \u00f6sterreichischer Musikschulen aufgenommen wurden. Ab 1954 unterrichtete er selbst an Musikschulen (u. a. in Ligist und K\u00f6flach).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Er war rund zehn Jahre lang als Aufnahmeleiter f\u00fcr Volksmusik beim ORF-Landesstudio Steiermark t\u00e4tig.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Video \u00fcber Franz Parz:<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Dieses Video wurde im August 2011 aufgenommen. 2012 kam es zum Gro\u00dfbrand beim Harmonikabauer Franz Parz. In dieser Aufnahme spielt er die erste Fasslharmonika,die beim Brand vernichtet wurde.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Titel des Videos \u2013 Unterwegs: Bei der diesw\u00f6chigen Sendung schaut sich Gernot Zenz unter anderem bei einem Erzeuger steirischer Harmonikas um.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Quelle: Steiermark 1 TV GmbH &amp; Co KG<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=vh3lYEx2fW8\">https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=vh3lYEx2fW8<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Video Harmonika Franz Schmid:<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wie baut man eigentlich eine steirische Harmonika?<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=hB_welZzAbo\">https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=hB_welZzAbo<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Ist eine steirische Harmonika wirklich so teuer?<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Menschen schlucken beim Preis einer Steirischen Harmonika. \u201eGanz sch\u00f6n teuer&#8220;, denkt man sich schnell. Bis man einmal sieht, wie viel Aufwand wirklich hinter der Herstellung steckt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Franz Schmidt erkl\u00e4rt im Video, wie aus einem Holzbrett eine fertige Harmonika entsteht \u2013 angefangen in der Tischlerei, \u00fcber die Fertigung bis hin zum Stimmen und der Endkontrolle. Einblicke, die man sonst nur selten bekommt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Von den ausgew\u00e4hlten H\u00f6lzern \u00fcber den Korpus und den Balg bis hin zu den Stimmzungen: Jede Steirische Harmonika ist ein Unikat, das in aufwendiger Handarbeit entsteht. Wie viele Stunden das wirklich sind? Franz l\u00f6st&#8217;s im Video auf.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Quelle: Quetschn Academy &#8211; Die Steirische Harmonika Schule<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=TTyqd9Saebw\">https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=TTyqd9Saebw<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Die Teufelsgeige:<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Teufelsgeige ist ein volkst\u00fcmliches L\u00e4rm- und Rhythmusinstrument, das vor allem in der alpenl\u00e4ndischen Volksmusik sowie bei Fastnachts- und Brauchtumsveranstaltungen eingesetzt wird. Sie besteht aus einem Holzstab mit Schellen, Becken und einer abgespannten Saite \u00fcber einem Resonanzk\u00f6rper (oft eine Blechdose oder ein Schweinsblasen-Trommelfell), gekr\u00f6nt von einem geschnitzten Teufelskopf oder einer Maske. Der Spieler bringt das Instrument zum T\u00f6nen, indem er mit einem gezackten Holzstab \u00fcber die Saite streicht oder schl\u00e4gt und den Stab rhythmic auf den Boden stampft.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Der Schafflbass:<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Schafflbass ist ein traditionelles Rhythmus- und Begleitinstrument aus der alpenl\u00e4ndischen Volksmusik, dessen Resonanzk\u00f6rper auf einem <strong>Schaffl<\/strong> (\u00f6sterreichisch\/bairisch f\u00fcr einen h\u00f6lzernen Waschtrog, K\u00fcbel oder ein kleines Holzfass (Butterschaffl) ) basiert.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ein umgedrehtes h\u00f6lzernes Schaffl dient als Resonanzk\u00f6rper. Darauf wird vertikal ein Holzstab (Besenstiehl) befestigt, \u00fcber den eine einzelne Schnur gespannt ist.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Schnur wird mit den Fingern gezupft. Das Instrument wird oft genutzt, um in kleineren Runden ohne echten Kontrabass ein tiefes, rhythmisches Fundament zu legen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>Woher kommt das Kracherl?<\/h2>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das Kracherl ist ein traditionelles \u00f6sterreichisches Erfrischungsgetr\u00e4nk, das vor allem in \u00d6sterreich und Bayern bekannt ist. Der Name &#8222;Kracherl&#8220; stammt von der speziellen Konstruktion der fr\u00fchen Limonadenflaschen. Diese Flaschen hatten einen Glaskugelverschluss, der durch den Druck der Kohlens\u00e4ure nach oben in den Flaschenhals gedr\u00fcckt wurde. Beim \u00d6ffnen der Flasche entstand ein typisches krachendes Ger\u00e4usch<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das Kracherl war besonders in der Nachkriegszeit ein beliebtes Getr\u00e4nk und wurde oft als Himbeer- oder Zitronenlimonade mit viel Zucker und Kohlens\u00e4ure angeboten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Im Heimathaus Windischgarsten (Ober\u00f6sterreich) befindet sich noch eine Kracherlflasche.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das Heimatmuseum Windischgarsten (auch als Heimathaus bekannt) ist ein regionalgeschichtliches Museum, das Einblicke in die Kultur, Geschichte und Traditionen der Pyhrn-Priel-Region bietet.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Zum roten Kracherl passt auch ein typisches Getr\u00e4nk aus der Steiermark, das \u201eSauschneiderbier\u201c.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das Sauschneiderbier ist ein typisches Getr\u00e4nk aus der Weststeiermark, insbesondere aus der Region um K\u00f6flach. Es handelt sich um eine Mischung aus Bier und Himbeerlimonade. Der Name &#8222;Sauschneider&#8220; bezieht sich auf einen alten landwirtschaftlichen Berufszweig, bei dem Sauschneider junge m\u00e4nnliche Ferkel kastrierten. Diese Sauschneider erhielten oft ein gutes Essen und Trinken als Dank, und um eine Betrunkenheit zu vermeiden, wurde ihnen oft Himbeerlimonade mit Bier serviert<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Heutzutage ist das Sauschneiderbier ein beliebtes Getr\u00e4nk und man bekommt es in\u00a0 jeder Buschenschank. Und auch in vielen Gastst\u00e4tten in Graz. Der Radler ist im Grunde auch nichts anderes als ein Bier- Limonadengetr\u00e4nk. Der Diesel soll eine Bier\/ Wien- oder Bier\/Colamischung sein.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>Unterschied zwischen einer Laugenbrezen und der Grazer Wagner-Breze:<\/h2>\n<p>Der Unterschied zwischen der Grazer Wagner-Breze und einer klassischen Laugenbreze liegt vor allem in der <strong>Herstellung<\/strong>, der <strong>Konsistenz<\/strong> und dem <strong>Geschmack<\/strong>:<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Laugenbreze:<\/strong> Wird vor dem Backen kurz in ein Bad aus w\u00e4ssriger Natronlauge getaucht. Dadurch entsteht die typische, gl\u00e4nzende, dunkelbraune Kruste und der leicht seifig-herbe Laugen-Geschmack.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Wagner-Breze:<\/strong> Kommt <strong>v\u00f6llig ohne Lauge<\/strong> aus. Sie geht historisch auf die Bauart von <em>Fastenbrezen<\/em> zur\u00fcck. Der Teig wird in hei\u00dfen Wasserbr\u00fchen blanchiert bzw. angebr\u00fcht, bevor er im Ofen gebacken wird.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Bestreuung und Kruste:<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Laugenbreze:<\/strong> Wird meist schlicht mit grobem Siedesalz bestreut.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Wagner-Breze:<\/strong> Erh\u00e4lt direkt nach dem Backen ein traditionelles Bestreichen und wird in eine feine <strong>Mehl-Salz-Mischung<\/strong> (h\u00e4ufig unter Beigabe von K\u00fcmmel oder Roggenmehl) getaucht. Das verleiht ihr das charakteristische, mehlig-wei\u00dfe Finish auf der hellen Kruste.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Textur und Bisstyp:<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Laugenbreze:<\/strong> Hat typischerweise d\u00fcnne, knusprige \u00c4rmchen und einen dicken, weichen, fluffigen Bauch.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Wagner-Breze:<\/strong> Ist gleichm\u00e4\u00dfiger geformt und durchgehend <strong>trockener, m\u00fcrber und extrem knusprig (kross)<\/strong>. Sie zerf\u00e4llt beim Hineinbei\u00dfen splitternd und h\u00e4lt sich dadurch \u2013 trocken gelagert \u2013 auch viel l\u00e4nger als eine frische Laugenbreze.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>Tastmodelle f\u00fcr Blinde in Graz:<\/h2>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>n Graz gibt es an mehreren markanten Punkten im \u00f6ffentlichen Raum und vor Sehensw\u00fcrdigkeiten taktile<\/p>\n<p>Modelle bzw. Reliefs:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Grazer Uhrturm:<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>An der Nordseite des Uhrturms auf dem Schlossberg.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<h3>Oper Graz:<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Im Au\u00dfenbereich nahe dem Haupteingang der Grazer Oper.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<h3>Kunsthaus Graz:<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Im Au\u00dfenbereich nahe dem Nebeneingang (auf der Murseite).<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<h3>Grazer Landhaus &amp; Zeughaus:<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Im Eingangsbereich des Innenhofs (Renaissancehof) des Landhauses.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<h3>Graz Museum Schlossberg:<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ein Modell steht direkt vor dem Eingang zum Museum; zudem befindet sich in der Kanonenhalle ein taktiles Relief der Aussicht auf die Stadt.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<h3>Grazer Murinsel:<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ein Tastmodell der Murinsel wurde 2004 aufgestellt.\u00a0 <em>Dieses Modell wurde in der Vergangenheit gestohlen.<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>Der Grazer Schlossberg:<\/h2>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Nach einer bekannten steirischen Sage steht der Uhrturm auf dem <strong>Schlossberg<\/strong>, dessen Entstehung dem <strong>Teufel<\/strong> zugeschrieben wird.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Sage erz\u00e4hlt Folgendes:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Teufel machte den B\u00fcrgern von Graz einst das Angebot, ihren Hausberg, den <strong>Sch\u00f6ckl<\/strong>, noch viel h\u00f6her zu machen, damit er weit ins Land hinein sichtbar w\u00e4re. Als Gegenleistung verlangte der Leibhaftige die Seele des ersten Menschen, der den h\u00f6her gemachten Sch\u00f6ckl besteigt. Die B\u00fcrger willigten ein.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Daraufhin flog der Teufel weit fort nach Afrika, um einen gewaltigen Felsbrocken zu holen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Als er mit dem riesigen Stein auf dem R\u00fcckweg \u00fcber Graz flog, erblickte er unter sich eine feierliche Kirchenprozession. Da wurde dem Teufel schlagartig klar, dass <strong>Ostersonntag<\/strong> war \u2013 ein Tag, an dem er keine Macht \u00fcber die Menschen hatte und somit keine Seele f\u00fcr sich gewinnen konnte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Au\u00dfer sich vor Wut schleuderte der Teufel den gigantischen Felsen auf die Stadt hinab.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der gewaltige Brocken prallte auf den Boden und zerbrach in zwei Teile:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der <strong>gr\u00f6\u00dfere Teil<\/strong> bildete den <strong>Schlossberg<\/strong>, auf dem sp\u00e4ter der Grazer Uhrturm erbaut wurde.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der <strong>kleinere Teil<\/strong> wurde zum <strong>Austein<\/strong>, auf dem heute der Grazer Kalvarienberg steht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Dass der Grazer Uhrturm also heute so hoch \u00fcber der Stadt thront und weit \u00fcber Graz blickt, verdanken die Grazer nach der Sage diesem geprellten Teufel.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>Wie erreicht man den Uhrturm?<\/h2>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Den Uhrturm auf dem Schlossberg kann man auf verschiedene Arten erreichen:<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<h3>Zu Fu\u00df \u00fcber die Felsentreppe:<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Vom Schlossbergplatz f\u00fchren <strong>260 Stufen<\/strong> im Zickzack direkt hinauf zum Uhrturm (oft wird f\u00e4lschlicherweise die Gesamtzahl von 655 Stufen im gesamten Wegenetz genannt).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Zu Fu\u00df \u00fcber die Spazierwege:<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u00dcber sanfter ansteigende Fu\u00dfwege und Serpentinen (z. B. den Weldenweg von der Karmeliterplatz-Seite oder die Wege vom Stadtpark aus).<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<h3>Mit der Schlossbergbahn:<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Eine historische Standseilbahn, die vom Kaiser-Franz-Josef-Kai hinauf auf den Berg f\u00e4hrt.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<h3>Mit dem Schlossberglift:<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ein gl\u00e4serner Aufzug im Inneren des Berges, der direkt beim Schlossbergplatz startet und oberhalb in unmittelbarer N\u00e4he des Uhrturms ankommt.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<h2>Wie steil ist die Bergbahn (Schlossbergbahn)?<\/h2>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Die <strong>Schlossbergbahn<\/strong> (Standseilbahn) hat eine <strong>maximale Steigung von 60 %<\/strong> (bzw. rund 61 %). Die Strecke \u00fcberwindet auf einer L\u00e4nge von 212 Metern einen H\u00f6henunterschied von etwa 108 bis 110 Metern.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<h3>Wann fuhren Formel 1-Autos auf dem Schlo\u00dfberg?<\/h3>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Anmerkung: Das h\u00e4ngt mit der Person von Dr. Helmut Marko zusammen. <\/strong>Er war von 2005 bis Ende 2025 als <strong>Motorsportberater<\/strong> f\u00fcr den Red Bull Konzern sowie f\u00fcr das Formel-1-Team Red Bull Racing t\u00e4tig.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Er <\/strong>wurde in Graz geboren und ist dort bis heute zuhause. In Graz besitzt und betreibt er <strong>4 Hotels (Schlossberg-hotel, Augartenhotel, Lendhotel, (Kai 36)<\/strong> .<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Showrun im Juni 2019:<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Im Rahmen des Formel-1-Wochenendes am Red Bull Ring (Spielberg) fuhr <strong>Max Verstappen<\/strong> im Juni 2019 mit einem Red Bull Racing F1-Boliden bei einem spektakul\u00e4ren Showrun die Wege auf den Grazer Schlossberg hinauf.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Weitere F1-Aktionen:<\/strong> Red Bull nutzte den Schlossberg bereits mehrfach f\u00fcr Promo-Aktionen (u. a. h\u00e4ngte das Team 2012 ein F1-Auto an die Trasse der Schlossbergbahn). 2021 gab es im Rahmen des \u201eShowrun Graz\u201c weitere F1-Demos durch die Grazer Innenstadt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>Der Kapaunplatz<\/h2>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Kapaunplatz in Graz hat seinen Namen von einem Gasthaus, das sich dort befand. Das Gasthaus trug den Namen &#8222;Zum Kapaun&#8220; und war im 18. Jahrhundert ein beliebter Treffpunkt. Der Name &#8222;Kapaun&#8220; bezieht sich auf einen kastrierten Hahn, der als Delikatesse galt. Das Gasthaus und der Platz wurden nach dieser Spezialit\u00e4t benannt<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Heute ist es verboten H\u00e4hne zu kastrieren um ein gutes Backhendl zu bekommen. Im steirischen Sulmtal (Sulmtaler Dirndln) kann man die Kapauner aber trotzdem noch auf der Speisekarte finden. Hier werden die H\u00e4hne mit Kr\u00e4utern ruhig gestellt. Der Sinn dahinter war, dass die H\u00e4hne durch das kastrieren ruhig gestellt wurden und dadurch sehr viel Fleisch anlegten. Was bei H\u00e4hnen nicht funktionierte da diese beim \u00c4lterwerden immer aggressiver wurden und immer in Kampfbereitschaft waren und somit keine Zeit hatten Fleisch aufzubauen. Das Schicksal aller Halbstarken.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>Erzherzog Johann von \u00d6sterreich<\/h2>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Erzherzog Johann:<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Erzherzog Johann von \u00d6sterreich (1782\u20131859) war ein bedeutender Habsburger, der als moderner Reformer und F\u00f6rderer der Steiermark in die Geschichte einging. Nach seiner milit\u00e4rischen Laufbahn in den Napoleonskriegen wandte er sich vom Wiener Hof ab und widmete sein Leben der wirtschaftlichen wie kulturellen Entwicklung des Landes. Er gr\u00fcndete pr\u00e4gende Institutionen wie das Landesmuseum Joanneum, die Montanuniversit\u00e4t Leoben und die Steierm\u00e4rkische Sparkasse. Bekannt f\u00fcr seine Volksnahheit und die Liebe zur Natur, setzte er sich stark f\u00fcr Landwirtschaft, Bergbau und Eisenbahninfrastruktur wie die S\u00fcdbahn ein. Seine b\u00fcrgerliche Hochzeit mit der Ausseer Postmeisterstochter Anna Plochl galt f\u00fcr die damalige Zeit im Kaiserhaus als skandal\u00f6s, untermauerte aber seine tiefe Verbundenheit mit der Bev\u00f6lkerung. Im Reichenbach-Jahr 1848 wurde er kurzzeitig als Reichsverweser an die Spitze einer angestrebten deutschen Nationalregierung gew\u00e4hlt, ehe er als geliebter \u201esteirischer Prinz\u201c seine letzten Jahre in Graz verbrachte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>So gibt es auch den ber\u00fchmten Erzherzog-Johann-Jodler.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>Welche Verbindung gibt es zwischen den aktuellen amerikanischen Pr\u00e4sidenten Donald Trump und Judendorf-Stra\u00dfengel in der Steiermark?<\/h2>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Eigentlich eine sehr gro\u00dfe!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Amalija Knavs (geborene Ul\u010dnik), die Mutter von Melania Trump, wurde am 9. Juli 1945 in <strong>Judendorf-Stra\u00dfengel<\/strong> geboren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ihre Geburt f\u00e4llt kurz nach Ende des Zweiten Weltkriegs in das damals von den Alliierten besetzte \u00d6sterreich. Kurze Zeit sp\u00e4ter zog die Familie nach Slowenien (damals Teil Jugoslawiens), wo Amalija Knavs aufwuchs, arbeitete und sp\u00e4ter Melania Trump (geb. Melanija Knavs) zur Welt brachte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Melanija Knavs) zur Welt brachte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Amalija Knavs verstarb am 9. Januar 2024 im Alter von 78 Jahren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Familie stammte urspr\u00fcnglich aus der Region <strong>Raka<\/strong> (in der N\u00e4he von Kr\u0161ko\/Sevnica im heutigen Slowenien, damals Teil des K\u00f6nigreichs Jugoslawien). W\u00e4hrend des Zweiten Weltkriegs beziehungsweise der Besatzungszeit wurden viele Menschen aus diesem Gebiet vertrieben, umgesiedelt oder suchten vor den Kriegswirren und politischen Umbr\u00fcchen Zuflucht in \u00d6sterreich.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Die Eltern von Amalija Knavs (Anton Ul\u010dnik und Amalija Gliha) gelangten in der Endphase bzw. unmittelbar nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs nach \u00d6sterreich. In diesem Kontext der Vertreibung und Umsiedlungen kam <strong>Amalija Ul\u010dnik am 9. Juli 1945 in Judendorf-Stra\u00dfengel<\/strong> zur Welt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Familie blieb jedoch nicht dauerhaft in \u00d6sterreich. Kurze Zeit nach Kriegsende kehrten die Eltern mit der kleinen Amalija in ihre Heimatregion im damaligen Jugoslawien zur\u00fcck.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Dort wuchs Amalija auf, arbeitete sp\u00e4ter in einer Textilfabrik in Sevnica und brachte 1970 ihre Tochter Melanija (Melania Trump) zur Welt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Geburt in \u00d6sterreich war somit ein kurzes Kapitel in der Familiengeschichte, das durch die Umst\u00e4nde des Zweiten Weltkriegs und die damaligen Bev\u00f6lkerungsverschiebungen in der Region bedingt war.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h1>Weitere Infos zu Reisen und Freizeit:<\/h1>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<h2>Urlaub und Freizeit bei Schlechtwetter<\/h2>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<h3>3000 Spiele und Programmideen f\u00fcr drinnen und drau\u00dfen<\/h3>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Du suchst Spiele f\u00fcr Deine Gruppenstunde in der Jungschar, Jungenschaft, Teeniekreis oder f\u00fcr das Ferienlager? Du veranstaltest eine Spielstrasse, ein Stationenspiel, ein Gel\u00e4ndelauf? Du brauchst noch einen Quiz, Kriminalgeschichten oder Krimi-R\u00e4tsel, Gruselgeschichten, Spiele und Ideen f\u00fcr Deine Freizeit oder eine Party mit Deinen Freunden? Vielleicht findest Du hier die ein oder andere Idee.<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Link zur Homepage der Spielesammlung: <a href=\"https:\/\/www.praxis-jugendarbeit.de\/spiele-sammlung.html\">https:\/\/www.praxis-jugendarbeit.de\/spiele-sammlung.html<\/a><\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<h3>Museen in \u00d6sterreich<\/h3>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Der Museumsbund \u00d6sterreich hat gemeinsam mit allen mit Museumsangelegenheiten befassten regionalen Einrichtungen in den Bundesl\u00e4ndern die Museumsregistrierung entwickelt, um Museen, die der ICOM-Definition entsprechen und sich an diese gebunden sehen, von anderen kulturellen, museums\u00e4hnlichen Institutionen und Einrichtungen zu unterscheiden.<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Link zu Museen in \u00d6sterreich: <a href=\"http:\/\/www.museen-in-oesterreich.at\/\">http:\/\/www.museen-in-oesterreich.at\/<\/a><\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<h3>Museumsatlas: Barrierefreie Museen finden.<\/h3>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>19923 Museen in Deutschland, den Niederlanden, D\u00e4nemark, \u00d6sterreich, der Schweiz, Frankreich, Luxemburg, dem Vereinigten K\u00f6nigreich, Belgien, Tschechien, Irland, Island, Spanien, Polen, Portugal und Liechtenstein \u2013 mit gepr\u00fcften Angaben zu Rollstuhlzugang, Aufzug, barrierefreiem WC und Angeboten f\u00fcr blinde, sehbehinderte und geh\u00f6rlose Menschen. W\u00e4hle aus, was<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Link zur Internetseite Museumsatlas: <a href=\"https:\/\/museumsatlas.com\/de\/barrierefreie-museen\/?fbclid=IwZnRzaAVBaFdleHRuA2FlbQIxMQBwZG9mBWZkaWQWUQjpX6Y1F4FD33QAQorBxC-A4N9BYHNydGMGYXBwX2lkCjY2Mjg1NjgzNzkAAR7IDGnjEn0zuCT4q4XwY1r3xXeA4RWVme38kqaNT3WuBNyO2udFJTyxoPUT8w_aem_O4k0Pf39Ji89NDHHXBoKJA\">https:\/\/museumsatlas.com\/de\/barrierefreie-museen\/?fbclid=IwZnRzaAVBaFdleHRuA2FlbQIxMQBwZG9mBWZkaWQWUQjpX6Y1F4FD33QAQorBxC-A4N9BYHNydGMGYXBwX2lkCjY2Mjg1NjgzNzkAAR7IDGnjEn0zuCT4q4XwY1r3xXeA4RWVme38kqaNT3WuBNyO2udFJTyxoPUT8w_aem_O4k0Pf39Ji89NDHHXBoKJA<\/a><\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Kosten der App: Die App ist kostenlos.<\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p><strong>Link zum Appstore f\u00fcr den Museumsatlas: <a href=\"https:\/\/apps.apple.com\/us\/app\/museumsatlas\/id6819005064\">https:\/\/apps.apple.com\/us\/app\/museumsatlas\/id6819005064<\/a><\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<h2>Apps zu Freizeit und Reisen:<\/h2>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Hearonymus<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Mit der kostenlosen Hearonymus-App wird das Smartphone zum modernen Audioguide f\u00fcr Museen, Ausstellungen und Sehensw\u00fcrdigkeiten. Mit der Suchm\u00f6glichkeit nach Ort, Kategorie und\/oder Thema findet man schnell den richtigen Audioguide f\u00fcr jeden Anlass. Die &#8222;Suche in der Umgebung&#8220; weist auf neue, bisher vielleicht nicht gekannte, Sehensw\u00fcrdigkeiten hin.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die gekauften und heruntergeladenen Guides werden auf dem Smartphone gespeichert. So ist der Audiogenuss auch in Museen oder an Orten ohne Internetverbindung sichergestellt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Hearonymus-App ist die zentrale Plattform um Audioguides zu suchen, herunterzuladen, zu verwalten und anzuh\u00f6ren. Ganz einfache Bedienung.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Link zum Appstore: <a href=\"https:\/\/apps.apple.com\/at\/app\/hearonymus\/id543631084\">https:\/\/apps.apple.com\/at\/app\/hearonymus\/id543631084<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Link zu Google Play: <a href=\"https:\/\/play.google.com\/store\/apps\/details?id=at.codepool.hearonymus&amp;hl=de_AT&amp;gl=US\">https:\/\/play.google.com\/store\/apps\/details?id=at.codepool.hearonymus&amp;hl=de_AT&amp;gl=US<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>World Explorer<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Eine tolle App um seine Umgebung zu erkundigen. Zeigt alle Orte in der N\u00e4he an. Nat\u00fcrlich kann man auch Orte suchen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Link zum Appstore: <a href=\"https:\/\/apps.apple.com\/us\/app\/world-explorer-trot-the-globe\/id1360188652\">https:\/\/apps.apple.com\/us\/app\/world-explorer-trot-the-globe\/id1360188652<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Passenger rights<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Meine Rechte auf Reisen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Link\u00a0 zum Appstore: <a href=\"https:\/\/apps.apple.com\/us\/app\/passenger-rights\/id535428814\">https:\/\/apps.apple.com\/us\/app\/passenger-rights\/id535428814<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Link zu Google Play: <a href=\"https:\/\/play.google.com\/store\/apps\/details?id=eu.europa.publications.passengerrights&amp;hl=de_AT&amp;gl=US\">https:\/\/play.google.com\/store\/apps\/details?id=eu.europa.publications.passengerrights&amp;hl=de_AT&amp;gl=US<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Gesammelte Informationen \u00fcber Freizeitaktivit\u00e4ten, Reisen und Urlaube f\u00fcr Menschen mit Behinderung:<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/hojas.co.at\/blog\/reisen-freizeit\/\">https:\/\/hojas.co.at\/blog\/reisen-freizeit\/<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u00a9 Oktober 2026 by Gerhard Hojas, Linz \/ Ebelsberg<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach dem Auspacken der Koffer setzte der eigentliche Reisenachklang ein: In der Ruhe daheim entfalteten die Begegnungen und Eindr\u00fccke der f\u00fcnf Steiermark-Tage erst ihre volle Wirkung \u2013 bereichert durch all&#8230; <a class=\"read-more-button\" href=\"http:\/\/hojas.co.at\/blog\/reisebericht-5-tage-steiermark-gedanken-im-gepaeck-und-reiseausklang\/\">Lesen Sie mehr &gt;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","jetpack_publicize_message":""},"categories":[1],"tags":[],"jetpack_featured_media_url":"","jetpack_publicize_connections":[],"jetpack_sharing_enabled":true,"jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/pawkJb-Ao","_links":{"self":[{"href":"http:\/\/hojas.co.at\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2256"}],"collection":[{"href":"http:\/\/hojas.co.at\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/hojas.co.at\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/hojas.co.at\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/hojas.co.at\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2256"}],"version-history":[{"count":1,"href":"http:\/\/hojas.co.at\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2256\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2257,"href":"http:\/\/hojas.co.at\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2256\/revisions\/2257"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/hojas.co.at\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2256"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/hojas.co.at\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2256"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/hojas.co.at\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2256"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}