{"id":1799,"date":"2022-08-03T09:25:37","date_gmt":"2022-08-03T07:25:37","guid":{"rendered":"http:\/\/hojas.co.at\/blog\/?p=1799"},"modified":"2022-08-03T09:25:37","modified_gmt":"2022-08-03T07:25:37","slug":"bergtour-des-ooe-blindensportclubs-am-23-07-2022-im-herzen-des-nationalparks-kalkalpen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hojas.co.at\/blog\/bergtour-des-ooe-blindensportclubs-am-23-07-2022-im-herzen-des-nationalparks-kalkalpen\/","title":{"rendered":"Bergtour des O\u00d6 Blindensportclubs am 23.07.2022 im Herzen des Nationalparks Kalkalpen"},"content":{"rendered":"<p>Bei angenehmen Wetter ging es am Samstag, 23.07.2022 zu einer Bergtour des Ober\u00f6sterreichischen Blindensportclubs. Um 07:00 Uhr ging es in Linz los und die Anreise f\u00fchrte die Gruppe per Autos Richtung S\u00fcden. Das Ziel war der Parkplatz Jagah\u00e4usl auf 641 Meter Seeh\u00f6he im Bodinggraben in der N\u00e4he von Molln. Das Jagah\u00e4usl im Bodinggraben liegt in einem der sch\u00f6nsten Talschl\u00fcsse im Nationalpark Kalkalpen.<\/p>\n<p>Vom Wasser verursachte Auswaschungen im Gestein &#8211; so genannte Bottiche (Volksmund &#8222;Bodinge&#8220;) &#8211; pr\u00e4gen die Schluchtlandschaft. Und so kam der Bodinggraben zu seinem Namen.<\/p>\n<p>Beim Aussteigen aus den Fahrzeugen konnte man sofort das angenehme und herrliche Rauschen der \u201ekrummen Steyrling\u201c vernehmen. Dieser Fluss ist ein \u00f6stlicher Nebenfluss der Steyr. Sie entspringt im Sengsengebirge nord\u00f6stlich von Windischgarsten im Gemeindegebiet von Rosenau am Hengstpa\u00df. Durch ein nur d\u00fcnn besiedeltes Tal flie\u00dft sie in nordwestlicher Richtung bis nach Molln, wo sie von rechts in die Steyr m\u00fcndet. Der Fluss wird unter anderem von Bach- und Regenbogenforellen sowie \u00c4schen besiedelt. Au\u00dferdem wird schon \u00fcber viele Jahrzehnte das Energiepotenzial des Flusses in mehreren Stufen von nahegelegenen Betrieben mittels Francis-Turbinen zur Stromerzeugung genutzt.<\/p>\n<p>In dieser idyllischen Landschaft stie\u00dfen weitere Teilnehmer der Wanderung zur Gruppe und so konnte die Tour in einem der sch\u00f6nsten Ecken des Nationalparks Kalkalpen gutgelaunt starten.<\/p>\n<p>Einige Minuten war die Gruppe gemeinsam unterwegs und folgten dem Stra\u00dfenverlauf Richtung Schaumbergalm, dann trennten sich ihre Wege. Eine Wandergruppe zweigte nach links in ein etwas anspruchvolleres Gel\u00e4nde ab. Dieser ziemlich steile Waldhang f\u00fchrte die Gruppe in Serpentinen nach oben zum Tr\u00e4mpl. Der Weg war doch etwas anspruchsvoller mit einigen Passagen mit h\u00f6heren, steinigen Stufen, Wurzeln und sogar mit einer Seilgesicherten Strecke.<\/p>\n<p>Der letzte Anstieg zum Tr\u00e4mpl auf 1424 m Seeh\u00f6he ist steil und mit schroffem Gestein versehen. Man wird aber mit einem herrlichen Panoramablick \u00fcber das Reichraminger Hintergebirge und Sengsengebirge belohnt. Obwohl am Gipfel des Tr\u00e4mpl viel Platz vorhanden ist, muss man aufpassen, da es auf einer Seite des Gipfelkreuzes doch extrem steil nach unten geht. Nachdem die Gipfelgruppe die Aussicht genossen hat, alle Fotos geschossen wurden und der Eintrag im Gipfelbuch vorgenommen wurde, ging es nach unten, zur Schaumbergalm.<\/p>\n<p>Der Tr\u00e4mpl liegt als Felsklotz wie eine Kugel auf einem Gugelhupf. Er hat keine Verbindung zum Untergestein. In einigen tausend Jahren wird er wahrscheinlich im Tal landen.<\/p>\n<p>Die zweite Gruppe w\u00e4hlte die leichtere Route und machte sich auf den<\/p>\n<p>langgezogenen Serpentinen der Forststra\u00dfe in Richtung der bewirtschafteten Schaumbergalm auf. Da es im Tal sehr schw\u00fcl war, war man nach einigen Minuten schon durchgeschwitzt. Aber je weiter man noch oben kam, wurde die Luft angenehmer und k\u00fchler. Und auch die Aussicht wurde immer grandioser. Es bot sich ein sch\u00f6ner Ausblick in den Bodinggraben und auf die gegen\u00fcberliegende Zaglbauernalm. Zwischendurch gab es auch immer wieder etwas Kr\u00e4uterkunde. Bald kam man auf das Weidegebiet der Schaumbergalm. Von hier aus hat man einen wunderbaren Blick auf den Steyrsteg, das Sengsengebirge mit dem Hohen Nock und den Kleinen Gr\u00f6\u00dftenberg.<\/p>\n<p>Die Ankunft der Gruppe bei der H\u00fctte wurde musikalisch begleitet vom Gebimmel der Kuhglocken des Weideviehs auf den Almwiesen. Die Tiere, etwa 70 St\u00fcck genie\u00dfen die Sommerfrische auf der Schaumbergalm auf 1150 Meter Seeh\u00f6he.<\/p>\n<p>Die Schaumbergalm gilt als eine der sch\u00f6nsten Almen im ober\u00f6sterreichischen Alpenvorland. Sie liegt inmitten des Nationalparks Kalkalpen zwischen dem Gr\u00f6\u00dftenberg (1.724 Meter) und dem Tr\u00e4mpl (1.424 Meter)<\/p>\n<p>Die m\u00fcden Wanderer machten es sich bei der H\u00fctte bei einer kleinen Jause bequem und warteten auf die Gipfelst\u00fcrmer von der anderen Gruppe. Was auch hier nicht fehlte, war das angenehme Rinnen des Gebirgswassers in einem Wasser- oder Brunntrog. Auch die Getr\u00e4nke waren im Trog zum K\u00fchlen eingelagert. Nachdem auch die andere Gruppe eingetroffen war, g\u00f6nnten auch sie sich eine Rast mit einer kleinen Jause und nachdem die Getr\u00e4nkeflaschen mit dem Bergwasser gef\u00fcllt waren, machte man sich auf dem R\u00fcckweg zum Jagah\u00e4usl. Diesmal marschierten alle auf der Forststra\u00dfe talw\u00e4rts.<\/p>\n<p>Beim Jagah\u00e4usl gab es dann eine l\u00e4ngere Rast und man konnte die wunderbare und ruhige Gegend auf sich wirken lassen. Man muss sich bewusst sein, dass man in solchen Gegenden mit Strom sparsam umgeht und man sicher keinen Empfang am Smartphone hat. Deshalb sollte man seine Wanderkarten offline speichern und sich bewusst sein, dass nur der Euronotruf funktioniert.<\/p>\n<p>Auch diese, vom O\u00d6 Blindensportclub, toll organisierte Bergtour ging einmal zu Ende und die Teilnehmer machten sich auf ihre Wege nach Hause.<\/p>\n<p>Ein gro\u00dfes Danke geht an die Begleiter und Organisatoren dieser Touren. Ohne deren Erfahrungen und sozialen Engagement w\u00e4re es f\u00fcr Blinde und Sehbehinderte nicht m\u00f6glich, solche wunderbaren Erfahrungen zu sammeln und kennen zu lernen. Und man hat mit dieser Unterst\u00fctzung immer das Gef\u00fchl, sicher Unterwegs zu sein.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich freuen sie sich schon auf die n\u00e4chsten Touren.<\/p>\n<p>\u00a9 Juli 2022 by Gerhard Hojas<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bei angenehmen Wetter ging es am Samstag, 23.07.2022 zu einer Bergtour des Ober\u00f6sterreichischen Blindensportclubs. 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