Jährliche Archiv: 2026

Apptipp für IOS und Android – Supercards – Kundenkarten App

Anmerkung Gerhard Hojas: Da die Kundenkartenapp „Stocard“ schon seit längerer Zeit nicht mehr verfügbar ist, haben sich inzwischen verschiedene Alternativen etabliert. Eine davon ist die App **Supercards Kundenkarten**. Sie lässt sich mit VoiceOver sehr gut bedienen, und auch das Einscannen von den Kundenkarten (Strichcodes oder QR-Codes) funktioniert problemlos. Die App gibt dabei stets eine akustische Rückmeldung. Zudem können Karten nachträglich bearbeitet und beispielsweise beschriftet werden.

 

Wer eine Apple Watch verwendet, kann die App auch direkt auf der Uhr nutzen. Je nach Konfiguration ist es möglich, die Kundenkarte beim Einkauf sofort über die Uhr scannen zu lassen und anschließend mit Apple Pay zu bezahlen –Ohne die Geldbörse aus der Tasche holen zu müssen.

 

Ich konnte auch meine ÖAMTC Clubkarte scannen und die App hatte eine entsprechende Vorlage gespeichert. Auch mein Klimaticket scannte die App ein. Bei einer nächsten Fahrscheinkontrolle lasse ich diesen QR.Code testen. Ob er auch erkannt wird. Bevor Rückmeldungen kommen. Man braucht immer einen gültigen Ausweis dazu!

 

Die Ray-Ban Meta war eine sehr gute Hilfe beim sortieren und zuordnen der Kundenkarten.

 

Da die App auf Apple-Geräten für uns Blinde und Sehbehinderte hervorragend funktioniert, gehe ich davon aus, dass sie auch auf Android-Smartphones gut nutzbar ist.

 

Die App „SuperCards – Kundenkarten App“ speichert alle deine Kunden‑, Bonus‑ und Mitgliedskarten digital auf dem Smartphone. Sie ist schnell, werbefrei, funktioniert ohne Anmeldung und lässt sich sehr gut mit Screenreadern wie VoiceOver oder TalkBack bedienen. Die folgenden Infos basieren auf den offiziellen

 

Was die App kann

 

Kundenkarten digital speichern – über 4000 Kartenvorlagen verfügbar.

 

Barcodes anzeigen, damit sie an der Kassa gescannt werden können.

 

Karten blitzschnell hinzufügen – per Kamera oder manuell.

 

Keine Werbung, kein Tracking – sehr datenschutzfreundlich.

 

Keine Registrierung nötig – sofort nutzbar.

 

Import aus anderen Apps wie Stocard)?( oder Klarna möglich.

 

Offline nutzbar – Karten funktionieren auch ohne Internet.

 

Verschlüsselte Speicherung im anonymen Modus.

 

Apple Watch‑Unterstützung (iOS) – Karten direkt am Handgelenk.

 

Bedienung – Schritt für Schritt:

 

Die App ist übersichtlich aufgebaut und funktioniert gut mit VoiceOver (iOS) und TalkBack (Android). Alle wichtigen Elemente sind klar beschriftet.

 

Der  Startbildschirm:

 

Nach dem Öffnen hörst du eine Liste deiner gespeicherten Karten.

 

Jede Karte wird als einzelner Eintrag vorgelesen: „Karte: Billa Plus – Doppeltipp zum Öffnen“.

 

Neue Karte hinzufügen:

 

Aktiviere unten rechts den Button „Karte hinzufügen“.

 

Du kannst wählen:

 

Vorlage suchen (z. B. „Billa“, „dm“, „Müller“)

Barcode scannen

Manuell eingeben

 

Für Screenreader‑Nutzer:

 

Beim Scannen sagt die App klar an, wenn der Barcode erkannt wurde.

 

Alternativ kannst du die Kartennummer eintippen, falls das Scannen schwierig ist.

 

Karte verwenden:

 

Öffne die gewünschte Karte in der Liste.

 

Der Barcode wird groß angezeigt und ist gut erkennbar.

 

An der Kassa einfach das Display zeigen – der Scanner liest den Code.

 

Für Blinde:

 

Die App liest den Kartennamen und die Kartennummer vor.

 

Falls der Scanner den Code nicht erkennt, kannst du die Nummer ansagen.

 

 

Einstellungen:

 

Anonymer Modus: Karten bleiben nur lokal gespeichert und verschlüsselt.

 

Import/Export: Karten aus anderen Apps übernehmen.

 

Sortierung: Karten alphabetisch oder nach Nutzung ordnen.

 

Alle Einstellungen sind klar beschriftet und gut mit Screenreadern bedienbar.

 

Tipps für blinde und sehbehinderte Nutzer

 

VoiceOver/TalkBack aktiv lassen, die App ist dafür optimiert.

Beim Scannen den Barcode mittig vor die Kamera halten – die App gibt akustisches Feedback.

 

Falls ein Geschäft den Barcode nicht scannen kann, einfach die Kartennummer vorlesen.

 

Karten, die du oft brauchst, kannst du nach oben sortieren.

 

Kosten: Die App ist Kostenlos!

 

Link zum Appstore für Supercards: https://apps.apple.com/at/app/supercards-kundenkarten-app/id6482576688

 

Link zu Google Play für Supercards: https://play.google.com/store/apps/details?id=de.superapps.supercards&hl=de_AT

Ebelsberg

© Jänner 2026 by Gerhard Hojas, Linz /

Technik-Tipp: Externe Speichermedien an iPhone und iPad anschließen

Hinweis Gerhard Hojas: Seit der iPhone-15-Serie verfügen die Geräte über einen USB-C-Anschluss. Das bedeutet, dass du USB-Sticks oder externe Festplatten mit USB-C-Stecker direkt anschließen kannst. Der Zugriff auf die Daten erfolgt ganz einfach über die vorinstallierte „Dateien-Ap“p.

 

Plattformübergreifender Datenaustausch:

 

Diese Funktion ist ideal, um Dateien (wie Musik, Fotos, Filme, Word- oder Excel-Dokumente etc.) von einem Windows-PC auf einen Stick zu kopieren und sie anschließend am iPhone, iPad oder Mac zu nutzen. Das funktioniert natürlich auch in die andere Richtung.

 

Musik und Filme flexibel nutzen:

 

Ich habe beispielsweise meine Musiksammlung und Filme vom Windows-Rechner auf einen Kingston-Stick übertragen und kann diese nun direkt am iPhone oder iPad abspielen. In Verbindung mit einen guten Bluetoothlautsprecher kann auch das Anhören von Filmen ein wahrer Genuss sein. So habe ich mir den legendären Vierteiler „Der Seewolf“ am IPad angehört. Und auch „12 Uhr Mittags hat einen sehr guten Klang“.

Wichtiger Hinweis zur Einschränkung: Da die Standard-App „Dateien“ keine Wiedergabelisten (Playlists) unterstützt und ein direkter Import in die Apple-Musik-App nicht möglich ist, gibt es eine komfortablere Lösung. Am Ende dieser Nachricht findest du eine Anleitung, wie du dies mit einer hervorragenden Drittanbieter-App umsetzen kannst.

 

Ab welcher iPhone-Version gibt es USB C?

 

Laut aktuellen Informationen hat Apple 2023 erstmals USB C beim iPhone 15, iPhone 15 Plus, iPhone 15 Pro und iPhone 15 Pro Max eingeführt.

Alle älteren Modelle – also iPhone 14 und früher – nutzen weiterhin den Lightning Anschluss.

 

Warum der Wechsel?

 

EU Regulierung für einheitliche Ladeanschlüsse.

 

Vereinheitlichung mit iPad und Mac.

 

Schnellere Datenübertragung (vor allem bei den Pro Modellen).

 

Durch die Verwendung eines USB-C-Anschlusses beim iPhone, iPad oder Mac ,wird die Nutzung von externem Speicher erheblich erleichtert.

 

Wichtige technische Voraussetzungen zum Anschluss eines USB-Sticks::

 

Nicht jeder USB-Stick funktioniert optimal. Achte auf diese drei Punkte:

 

  • Anschluss-Typ: Sie benötigen einen Stick mit USB-C-Stecker. Alternativ funktionieren „Dual-Sticks“, die auf einer Seite USB-C und auf der anderen USB-A (für den Computer) haben.

Dateiformat: Der Stick muss in exFAT oder APFS formatiert sein. Die meisten neuen Sticks sind bereits in exFAT vorformatiert und funktionieren sofort.

 

Stromverbrauch: Das iPhone liefert maximal 4,5 Watt über den Anschluss. Große externe Festplatten ohne eigene Stromversorgung funktionieren oft nicht, kleine USB-Sticks hingegen fast immer.

 

 Empfohlene USB-Sticks:

 

Diese Modelle sind für ihre gute Kompatibilität mit iOS bekannt:

 

SanDisk Ultra Dual Drive Luxe (USB-C): Ein sehr kleiner Metall-Stick mit zwei Anschlüssen. Er ist robust und lässt sich leicht am Schlüsselbund befestigen.

 

Kingston DataTraveler Max: Einer der schnellsten Sticks auf dem Markt, ideal für die Pro-Modelle.

 

Samsung Type-C Flash Drive: Ein kompakter Stick, der sehr zuverlässig erkannt wird.

Anleitung: So greifst Du auf den Stick zu:

 

Sobald der Stick eingesteckt ist, gibt es keine automatische Pop-up-Meldung. Gehe so vor:

 

Öffne die App „Dateien“ (standardmäßig auf dem iPhone installiert).

 

Wählen unten rechts den Tab „Entdecken oder „Durchsuchen“.

 

In der Liste der Speicherorte erscheint unter „Auf meinem iPhone“ nun der Name Deines USB-Sticks.

 

Hinweis: Du kannst diese USB-Sticks auch an deinen Windows -Computer anschließen. Entweder verfügt der PC bereits über einen USB C Anschluss oder man verwendet entsprechende Adapter.

 

Abspielen von Musik oder Filmen von externen Speichermedien am iPhone:

 

Das Abspielen von Musik direkt von einem USB-Stick auf dem iPhone ist seit der Einführung der Dateien-App (Files App) deutlich einfacher geworden. Da Apple keine klassische „Import-Funktion“ direkt in die Musik-App erlaubt, nutzen wir den integrierten Player der Dateien-App oder eine spezialisierte Drittanbieter-App.

 

Eine solche Drittanbieter-App ist „VLC Mediaplayer“. Die App ist kostenlos und mit Voice Over sehr gut bedienbar. Mit dieser App kann man Playlisten erstellen und auch alle Filme abspielen.

 

Man muss über den VLC-Mediaplayer  auf den USB Stick zugreifen  und nicht über die App „Dateien“!

 

Link zum Appstore für VLC Mediaplayer: https://apps.apple.com/at/app/vlc-media-player/id650377962

 

© Jänner 2026 by Gerhard Hojas, Linz / Ebelsberg

Diskriminierung von Blinden und Sehbehinderten im neueröffneten Passage-Kaufhaus! Von Inklusion keine Spur.

Zwei Monate nach der Eröffnung – und noch immer keine Anzeichen von Verbesserungen für die blinde und sehbehinderte Community im Passage.

 

Inklusion bedeutet, dass jeder Mensch ganz natürlich dazu gehört. Es spielt keine Rolle, wie man aussieht, welche Sprache man spricht oder ob man eine Behinderung hat.

 

In einer inklusiven Welt muss sich nicht der Einzelne an die Umwelt anpassen, sondern die Umwelt ist von vornherein so gestaltet, dass alle überall mitmachen können. Niemand wird ausgegrenzt.

 

Was bedeutet Inklusion speziell für blinde und sehbehinderte Menschen?

Für blinde Menschen oder mit Sehbeeinträchtigung bedeutet Inklusion vor allem Barrierefreiheit und selbstbestimmte Teilhabe.

 

Dazu gehört besonders die Mobilität. Es gibt Leitsysteme am Boden (Rippen- und Noppenstrukturen), akustische Signale an Ampeln und Ansagen in Bus und Bahn. Lifte mit taktiler Beschriftung und Sprachausgabe. Taktile Lagepläne oder in Braille in Geschäften.

 

Inklusion ermöglicht es blinden und sehbehinderten Menschen, ihr Leben unabhängig von fremder Hilfe zu gestalten. Es geht nicht um Mitleid, sondern um das Recht, den Alltag, den Beruf und die Freizeit genau wie sehende Menschen zu erleben.

 

Am 04.11.2025 wurde im Neuen Rathaus in Linz der 1. Tag der Inklusion begangen. Zahlreiche Vereine, die vermutlich von der Stadt Linz und dem Land Oberösterreich gefördert werden, nahmen daran teil. Auffällig war jedoch, dass einige wichtige Vereine gar nicht eingeladen wurden – was bereits eine Form der Diskriminierung durch die Stadt Linz und eine Partei aus dem Gemeinderat darstellt. Diese Inklusionsveranstaltung wirkte eher wie eine Selbstbeweihräucherung der Stadt Linz und der teilnehmenden Einrichtungen..

 

Zwei Tage später, am 06.11.2025, wurde das umgebaute Passage-Kaufhaus in der Linzer Landstraße eröffnet.

 

Für bestimmte Gruppen ist dieser neue „Verkaufstempel“ zweifellos eine Bereicherung im Alltag. Menschen im Rollstuhl, mit Rollator, Eltern mit Kinderwägen sowie andere körperlich eingeschränkte Personen profitieren von der barrierefreien Gestaltung. Es gibt keine Stufen oder Hindernisse, alle Bereiche sind zugänglich. Auch die Lifte sind problemlos nutzbar, sodass diese Gruppen ohne fremde Hilfe jedes Stockwerk und jedes Geschäft erreichen können.

 

Barrierefreiheit scheint für Architekten, Bauherren und Verantwortliche bei Stadt und Land jedoch bereits dann erfüllt zu sein, wenn keine Stufen oder Kanten vorhanden sind – und wenn die Rollstuhllobby zufrieden ist. Eine solche Lobby existiert in Linz und ganz Oberösterreich allerdings kaum.

 

Dabei gibt es in Linz und Oberösterreich eine Gruppe von Menschen, die immer wieder vergessen wird. Für die Verantwortlichen dieser Stadt, für sehr viele Einrichtungen und Geschäften  und für viele Architekten scheint sie schlicht nicht zu existieren. Schon 2024 zeigte sich dies beim neuen Zugang zum Schlossmuseum sowie 2025 beim Primärversorgungszentrum (PVZ) in Linz/Ebelsberg.

 

Im neuen Passage-Kaufhaus wurde diese Gruppe erneut übergangen – oder möchte man diese Community gar nicht als Kundschaft?

 

Dabei war die Vertretung dieser Community beim Inklusionstag durchaus präsent und stellte dort ihre Arbeit für mehr Teilhabe vor. Offensichtlich waren ihre Vertreter jedoch nicht im Passage-Kaufhaus selbst anzutreffen. Und wenn sie dort erscheinen, dann wohl nur mit Assistenz. Und dann haben diese Personen ja keine Probleme mit fehlender Barrierefreiheit.

 

Gemeint ist die Gruppe der Blinden und Sehbehinderten. Für diese Personen ist das neue Kaufhaus eine Katastrophe: Ohne Begleitung ist es kaum noch nutzbar. Eine derart blinden- und sehbehindertenfeindliche Umsetzung im Jahr 2025 grenzt an „Inkompetenz im Umgang mit Menschen mit Behinderung“ – man könnte auch von „schwerer Diskriminierung“ sprechen. Aber im Linzer Rathaus wird die Inklusion bejubelt.

 

Besonders störend ist, dass auf Hinweise zur mangelnden Barrierefreiheit für Blinde und Sehbehinderte meist die Ausrede folgt: „Das ist sicher noch nicht fertig!“ Doch wenn ein Gebäude offiziell eröffnet wurde, gilt es auch als fertig. Solche Ausreden sind nicht akzeptabel. Und wie man nach zwei Monaten sieht, ist dieses Kaufhaus offenbar immer noch nicht vollständig fertiggestellt. Zumindest für die Blinden und Sehbehinderten.

 

Eine weitere häufige Ausrede lautet: „Das hat der Architekt so geplant!“ Mag sein, dass der Architekt wenig Erfahrung mit barrierefreiem Bauen hat. Doch in den meisten Fällen setzt er lediglich das um, was ihm aufgetragen wurde.

Genau diese Antwort erhielt ich am 06.11.2025 von der Centerleiterin des Passage-Kaufhauses, Frau K.

 

Wer trägt eigentlich die Verantwortung für die unten angeführten Mängel im Umgang mit blinden und sehbehinderten Menschen im Passage-Kaufhaus?

 

Das neue Passage-Kaufhaus stellt für blinde und sehbehinderte Personen eine massive Barriere dar und ist ohne Assistenz kaum nutzbar. Viele der Maßnahmen, die für eine barrierefreie Nutzung selbstverständlich sein sollten, wurden schlicht nicht umgesetzt. Und das im Jahr 2025 – einer Zeit, in der man erwarten dürfte, dass Barrierefreiheit längst zum Standard gehört.

 

Was wurde für die blinde und sehbehinderte Community nicht umgesetzt?

 

Glasflächen:

 

Im gesamten Kaufhaus befinden sich zahlreiche Glasflächen, die für blinde und sehbehinderte Menschen ein erhebliches Sicherheitsrisiko darstellen. Viele dieser Flächen werden gar nicht oder erst sehr spät wahrgenommen – bereits bei den Eingangstüren beginnt dieses Problem.

Es fehlen normgerechte Markierungen, die Glasflächen klar erkennbar machen würden. Dadurch kann es passieren, dass man zwar eine Schaufensterpuppe erkennt, aber nicht bemerkt, dass sich bereits einen Meter davor eine Glaswand befindet. Zusätzlich ragen an mehreren Stellen unmarkierte Glaskanten in den Raum, was die Gefahr von Verletzungen weiter erhöht.

 

Kontraste:

 

Beim Betreten der Passage erleben sehbehinderte Menschen einen regelrechten „Blend-Schock“. Der extrem helle Boden bietet keinerlei Orientierungspunkte. Auch die weißen Wände tragen dazu bei, dass keine klaren Übergänge zwischen Boden, Wand und Raumstruktur erkennbar sind.

Besonders problematisch sind die weißen, eckigen Säulen, die mitten im Raum stehen. Da sie kaum Kontrast zum Hintergrund haben, besteht die Gefahr, dass man mit dem Blindenstock vorbeipendelt und direkt in eine Kante läuft.

 

Warum wurde hier nicht auf ausreichende Kontraste geachtet?

 

Ein Vergleich zeigt, dass es auch anders geht: In der BAWAG-Filiale in der Linzer Landstraße gibt es ebenfalls helle Böden und weiße Säulen. Dort sind die Säulen jedoch rund – und vor allem gibt es eine taktile Bodenführung vom Eingang bis zu einem Infopoint. Ab diesem Punkt unterstützt das Personal weiter. Ein solches System fehlt in der Passage vollständig.

 

Taktile Bodeninformationen:

 

Im gesamten Gebäude fehlen taktile Leitlinien, die Blinden und Sehbehinderten Orientierung bieten könnten. Es gibt keinerlei Bodeninformationen, die zu Liften, Rolltreppen, Geschäften oder zum barrierefreien WC im Untergeschoss führen.

 

Für ein Einkaufszentrum, das im Jahr 2025 modernisiert wurde, wäre ein taktiles Leitsystem das absolute Minimum – selbst wenn es nur bis zu einem zentralen Infopoint führen würde.

 

Lifte ohne Sprachausgabe und taktile Beschriftung:

 

Auch in den Liften wurde die Barrierefreiheit für blinde und sehbehinderte Menschen nicht berücksichtigt. Es gibt keine Sprachausgabe, die die Stockwerke ansagt, und die Bedienelemente wurden weder mit tastbaren Symbolen noch mit Brailleschrift ausgestattet.

 

Fehlende taktile und digitale Informationen:

 

Weder im Gebäude noch in den Liften existieren taktile Hinweise oder Beschriftungen in Braille. Besucherinnen und Besucher mit Sehbehinderung sind daher gezwungen, ständig andere Menschen um Hilfe zu bitten.

Ebenso fehlen digitale Lagepläne, die über QR-Codes abrufbar wären – ein einfach umsetzbarer Service, der die Orientierung erheblich erleichtern würde.

 

Fehlende visuelle Bodenmarkierungen für Sehbehinderte:

 

Vor dem Umbau gab es gut sichtbare Bodenmarkierungen, die den Verlauf der Rolltreppen klar erkennbar machten. Diese hilfreichen Orientierungshilfen wurden ersatzlos entfernt. Gerade für sehbehinderte Menschen wären solche Markierungen wichtig, um sicher und selbstständig den Weg aus dem Gebäude zu finden.

 

Keine Normgerechte Stufenmarkierungen:

 

Auch die Stufenmarkierungen in den Stiegenhäusern  entsprechen nicht der Norm für die Sicherheit.

 

Notausgänge:

 

Für Menschen mit Behinderung – insbesondere für blinde und sehbehinderte Personen – ist nicht erkennbar, wo sich die Notausgänge befinden. Es fehlen klare, tastbare oder akustische Hinweise, die im Ernstfall lebenswichtig wären.

 

Mein Resümee:

 

In einer Zeit, in der Barrierefreiheit und Inklusion längst selbstverständlich sein sollten, gibt es in Österreich noch immer eine Stadt, in der diese Begriffe offenbar nicht angekommen sind. Es hat seine Gründe, warum Linz häufig als die *behindertenfeindlichste Stadt Österreichs* bezeichnet wird – und diese Gründe liegen maßgeblich bei den handelnden Akteuren.

 

Beim Umbau des Passage-Kaufhauses in der Linzer Landstraße treten die bestehenden barrierefeindlichen Mängel besonders deutlich zutage. Hier haben aus meiner Sicht alle Verantwortlichen versagt. Dieses Versagen lässt sich nicht auf eine einzelne Person oder Institution reduzieren.

 

Zu den Verantwortlichen zählen für mich:

 

Die Leitung und Verantwortlichen des Passage-Kaufhauses;

Die Architektinnen und Architekten, die den Umbau geplant haben;

Die Stadt Linz mit ihren zuständigen Behindertensprecherinnen und -sprechern;

Die politischen Parteien, die zwar Inklusion predigen, aber in der Praxis wenig davon verstehen und umsetzen;

Der Blinden- und Sehbehindertenverband Oberösterreich, der ebenfalls gerne von Inklusion spricht, aber wenig Engagement zeigt.

 

Bemerkenswert ist, dass der BSV OÖ laut Auskunft nach dem Informationsfreiheitsgesetz von der Stadt Linz jährlich Fördermittel erhalten hat und erhält. Dennoch scheint er sich nicht ausreichend für die Interessen seiner eigenen Klientel in Oberösterreich einzusetzen. Wofür wurden diese Gelder eigentlich vergeben? Und wo war die Expertise des Verbandes beim Umbau der Passage?

 

Vor diesem Hintergrund habe ich auch kein Verständnis dafür, dass das Land Oberösterreich weiterhin Zahlungen an den Dachverband BSVÖ leisten sollte. Zuletzt handelte es sich um rund 35.000 Euro pro Jahr (Quelle: Förderdatenbank Land OÖ). Aber diese Zahlungen werden hoffentlich eingestellt. Für solche Geldleistungen sollte sich der BSVOÖ mehr für ihre Klientel anstrengen“

 

Ich erwarte mir als betroffene Person von allen Verantwortlichen und Beteiligten ein rasches und entschlossenes Handeln, damit dieses traurige Kapitel der mangelnden Inklusion und Barrierefreiheit in Linz doch noch ein positives Ende findet.

 

Blinde und sehbehinderte Menschen erwarten eine zielorientierte und zeitgerechte Umsetzung eines wirklich barrierefreien Zugangs im neuen Passage-Kaufhaus in der Linzer Landstraße.

 

Fotos dazu gibt es auf meiner Facebookseite:

 

https://www.facebook.com/permalink.php?story_fbid=pfbid054po6LUzpFG6cmGVNdSgHmTNaeMUkAaEkbXLzNwZF3BUQ3avSdh3QTKRjCrCWFHLl&id=1798185567

 

© Jänner 2026 by Gerhard Hojas, Linz / Ebelsberg

Technik für Blinde und Sehbehinderte: Bluetooth-Transmitter

Was ist ein Bluetooth‑Transmitter?

 

Ein **Bluetooth‑Transmitter ist ein kleines Gerät, das Töne drahtlos** an Bluetooth‑Kopfhörer oder Bluetooth‑Lautsprecher sendet. Er macht also Geräte „Bluetooth‑fähig“, die selbst kein Bluetooth** haben – zum Beispiel Fernseher, Radios oder Computer.

 

Ein Bluetooth‑Transmitter ist ein kleiner Adapter, meist so groß wie eine Streichholzschachtel. Er hat einen Anschluss für ein Audiokabel (3,5 mm Klinkenstecker)und sendet den Ton per Funk an kabellose Kopfhörer oder Lautsprecher.

 

Wie funktioniert der Adapter?

 

Die Funktionsweise ist einfach: – Der Transmitter wird **mit einem Audiokabel** an ein Gerät angeschlossen, z. B. Fernseher, PC oder Stereoanlage. – Er **wandelt das Tonsignal** in ein Bluetooth‑Signal um. – Dieses Signal wird **drahtlos** an Bluetooth‑Kopfhörer oder Lautsprecher gesendet. – Beide Geräte müssen einmal **gekoppelt** werden, ähnlich wie beim Verbinden eines Smartphones mit Bluetoothkopfhörern.

 

Anmerkung Gerhard Hojas: Ich habe mir einen Bluetooth Transmitter zugelegt. Er kostete 16,35 Euro bei Amazon. Zuerst habe ich mir per KI-Assistenten „Copilot“ eine sehr genaue Anleitung für Blinde und Sehbehinderte erstellen lassen. Mit dieser Schritt für Schritt-Anweisung war die Inbetriebnahme des Transmitters sehr einfach. Ich habe ihn mit meinen AirPods gekoppelt und mit dem Milestone ausprobiert. Das hat sofort funktioniert. Fernseher oder Echo Dot ist auch kein Problem. Man kann diese Transmitter mit anderen Bluetooth-Kopfhörern genauso koppeln.

 

Bluetooth Transmitter Empfänger,Bluetooth 5.3 Adapter 2 in 1 Blue-Tooth Sender Klinke,Blue-Tooth Splitter für 2 Kopfhörer wie Airpods,Bl

 

Smartreceiver Transmitter

 

Preis am 21.12.2025 16,35 Euro

Link zu Amazon: https://www.amazon.de/dp/B0FJFGP474?ref=ppx_yo2ov_dt_b_fed_asin_title

© Jänner 2026 by Gerhard Hojas, Linz / Ebeslberg

Die Zeichen der Blindenschrift als Audiodateien

Hier findet ihr eine Sammlung der Blindenschrift‑Zeichen (Braille) als Audiodateien. Alle Dateien sind übersichtlich aufgelistet und enthalten jeweils eine Beschreibung der Braillezeichen.

 

Die Audiodateien umfassen:

  • die Braille‑Grundzeichen in alphabetischer Reihenfolge, jeweils mit Punktebezeichnung und zugehörigem Buchstaben
  • ein- und zweiformige Wortkürzungen
  • Kommakürzungen
  • Lautgruppenkürzungen
  • Vor- und Nachsilben
  • Satzzeichen

 

Jede dieser Kategorien liegt in einer eigenen Datei vor.

 

Hinweis zum Download:

 

Die Datei „Braillezeichen.zip“ ist eine komprimierte ZIP‑Datei. Zum Herunterladen einfach den angegebenen Link auswählen und entweder die Eingabetaste drücken oder einen Doppelklick mit der Maus ausführen.

Die Datei wird anschließend im Ordner „Downloads“ gespeichert – sofern auf dem Computer kein anderer Download‑Ordner festgelegt wurde.

 

Um die ZIP‑Datei zu entpacken, kann man sie in einen beliebigen Ordner verschieben und dort per Doppelklick oder mit der Eingabetaste öffnen. Nach dem Entpacken stehen die einzelnen Ordner mit den jeweiligen MP3‑Dateien bereit.

 

Falls diese Datei am iPhone oder iPad geöffnet wird, wird sie im Ordner „Dateien“ gespeichert und man kann dort die ZIP-Datei öffnen.

 

Link zum Download:

 

http://www.hojas.co.at/extern/braille/Braillezeichen.zip

 

Hinweis: Diese akustische Aufstellung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, Richtigkeit und Aktualität!

 

© Jänner 2026 by Gerhard Hojas, Linz / Ebelsberg

App Der Braille-Trainer

Der 4. Januar ist „Welt-Braille-Tag“

Mit neuer App können auch Sehende die Brailleschrift lernen!

Mit nur sechs tastbaren Punkten hat der 16-jährige Franzose Louis Braille blinden Menschen vor über 200 Jahren die Welt des Lesens und Schreibens eröffnet. An diese bahnbrechende Erfindung, die bis heute nichts von ihrer Bedeutung verloren hat, wird an seinem Geburtstag, dem 4. Januar, mit dem „Welt-Braille-Tag“ erinnert. Ein besonderes Geburtstagsgeschenk macht in diesem Jahr die Deutsche Blindenstudienanstalt e. V. (blista) in Marburg. Die App „Braille-Trainer“ zum Erlernen der Blindenschrift wurde von dem Hamburger Programmierer Martin Gertz entwickelt sowie in Zusammenarbeit mit dem bundesweiten Zentrum für Bildung und Barrierefreiheit an der blista kontinuierlich verbessert.

 

Links:

 

Apple AppStore:

https://apps.apple.com/de/app/braille-trainer/id1464977255

 

Google PlayStore:

https://play.google.com/store/apps/details?id=com.martingertz.brailletrainer

Quelle: blista Marburg

Computertipp für Menschen mit Behinderung: Kostenlose Softwareprodukte!

Kostenlose Softwarepakete für Textverarbeitung, Tabellenkalkulation und Präsentation (Obenoffice, LibreOffice, iWorks, Googel, Microsoft). Alle mit NVDA und Vo zu bedienen.

 

Einleitung:

 

Auf dieser Seite findet ihr eine Übersicht über die verschiedenen kostenlosen Softwarepakete für Textverarbeitung, Tabellenkalkulation und Präsentation. Es gibt nicht nur Microsoft mit den kostenpflichtigen Produkten. Auch diese Firma bietet diese Software kostenlos an. Dazu kommen noch Apple mit iWorks, Google mit ihren kostenlosen Softwareprodukten, sowie OpbenOffice und LibreOffice.

 

Alle angeführten Produkte werden unten mit den entsprechenden Downloadlinks angeführt. Alle diese Produkte habe ich installiert und ausprobiert. Sie sind alle mit dem kostenlosen Screenreader NVDA zu nutzen. Die installierten Apps funktionieren auf den IOS Geräten sehr gut mit Voice Over.

 

Anmerkung: Jedenfalls ist es und wäre es von Hilfsmittelfirmen unfair und unseriös nicht auf diese kostenlosen Angebote hinzuweisen. Schließlich brauche ich als Privatanwender sicher keinen teuren Screenreader sondern man kommt mit NVDA sehr gut klar. Und ich brauche auch keine Bezahlversion von Microsoft Office. Da diese Programme nichts kosten könnte man sie ja einmal Probeweise installieren und man merkt dann beim ‚Arbeiten ob ich mit dieser Lösung zurechtkomme. Und ich hätte mir sehr viel Geld erspart. Oder die Steuerzahler. Schließlich werden solche Lösungen sehr oft von der öffentlichen Hand finanziert.

 

Es wäre eigentlich die Aufgabe der Blindenverbände ihre Mitglieder auf diese Möglichkeiten hinzuweisen um die Kosten für ihre Mitglieder so gering als möglich zu halten. Aber da müsste man sich ja wieder auskennen und von etwas eine Ahnung haben!

 

Microsoft Office:

 

Microsoft stellt schon länger ein klar abgegrenztes kostenloses Angebot für einige Produkte zu Verfügung.

Warum gibt es Microsoft 365 (Office) jetzt auch gratis?

Microsoft bietet kostenlose Web‑Versionen von Word, Excel, PowerPoint & Co. an, um:

den Einstieg in Microsoft 365 zu erleichtern.

 

Natürlich darf man die Gratissoftware von Google und Apple nicht vergessen. Das könnte sicher auch ein Anreiz sein einige Produkte gratis anzubieten.

 

Eine Übersicht der einzelnen Microsoftprodukte und eine gute Beschreibung findet ihr auf der Youtubeseite von Jakob Neubauer:

 

https://www.youtube.com/watch?v=jvibUgDx2w4

 

Anmerkung: Es gibt mehrere Youtubekanäle, wo auf diese Möglichkeiten hingewiesen wird.

 

Libreoffice:

 

Hier gibt es den direkten Download‑Link zu LibreOffice auf Deutsch.

https://de.libreoffice.org/download/?lang=de

 

ObenOffice:

 

Download‑Link zur deutschen Version von OpenOffice

 

https://www.openoffice.org/de/download/index.html

 

Google Docs und Google Sheets:

Auch   Google bietet zwei kostenlsose Programme im Browser an:

 

Google Docs Textverarbeitung (ähnlich wie Microsoft Word);

Google Sheets  Tabellenkalkulation (ähnlich wie Excel);

 

Beide Programme laufen direkt im Browser – du musst nichts installieren. Du musst aber bei Google angemeldet sein.

 

Wie ruft man Google Docs oder Google Sheets auf?

 

Direktlinks:  Google Docs:  https://docs.google.com

Google Sheets: https://sheets.google.com

 

Über Google Drive: Öffne https://drive.google.com

Melde dich mit deinem Google‑Konto an.

 

Apple iWorks:

 

Auch Apple bietet seine Programme für Textverarbeitung, Tabellenkalkulation und Präsentation kostenlos an.

Die drei Programme von Apple für Textverarbeitung, Tabellenkalkulation und Präsentationen heißen zusammen iWork‑Suite.

 

Die einzelnen Apps sind:

 

Pages (Textverarbeitung);

Numbers (Tabellenkalkulation);

Keynote (Präsentation).

 

Diese Apps stehen am iPhone, iPad oder Mac kostenlos zur Verfügung.

 

Screenreader NVDA;

 

Link zum kostenlosen Screenreader NVDA:

 

Diese Seite bietet:

eine deutsche NVDA‑Version,

deutsche Dokumentation,

Befehlsreferenzen,

sowie Hinweise zu Add-ons und Neuerungen.

 

Link zu NVDA;  https://nvda.bhvd.de/index.

 

© Jänner 2026 by Gerhard Hojas