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Vom Bügelfeuer und den singenden Drähten. Ein Besuch in der Remise Kleinmünchen der Linz AG Linien.

An einem Donnerstagvormittag traf sich eine größere Gruppe von Blinden, Sehbehinderten und deren Begleitpersonen bei der Straßenbahnhaltestelle Remise Kleinmünchen im Süden von Linz. Die Hilfsgemeinschaft der Blinden und Sehschwachen Österreichs vom Standort Linz hat bei den Linz AG Linien für ihre Mitglieder in dieser Remise eine Führung organisiert.

 

Die Linz AG Linien verfügen gegenwärtig über zwei Remisen für Straßenbahnen. Die Remise Kleinmünchen in der Wiener Straße gegenüber der Denkstraße. Diese ist durchgehend in Betrieb und die Remise Weingartshof: Leonding in der Welser Straße. Hier wäre die nächste Haltestelle Doblerholz.

 

Nach der Begrüßung durch Herrn P. von der Linz AG öffneten sich für uns die Tore in die Halle der Remise Kleinmünchen. Die beiden Schienenstränge vor der Halle erweiterten sich drinnen zu einer Choreografie von Straßenbahnschienen die in alle Richtungen verliefen. Für mich erschien dieses Muster im Boden als hätte hier ein Künstler Hand angelegt. Ein Künstler wird es nicht gewesen sein, sondern eher mehr ein technischer Zeichner.

 

Die Halle war sehr groß und unser erstes Ziel war eine kleine orange Straßenbahn, die sicher die meisten Linzer schon einmal gesehen haben. Besonders in der Winterzeit. Es ist die Bah mit der die Schienen vom Schnee geräumt werden. Diese Bahn hat vorne und hinten ein Schneeschild und wird von 2 Personen bedient.

 

Der Fahrer braucht beide Hände zum Führen  der Bahn und die zweite Person ist für die Bedienung der Schneeschilder zuständig. Schließlich müssen diese Schilder angehoben, abgesenkt oder die Winkel verstellt werden. Und im Haltestellenbereich darf der Schnee nicht in die Haltestelle geschoben werden, sondern er wird im Schneeschild gesammelt und erst nach der Haltestelle wieder zur Seite geschoben.

 

Auch wird im Winter der Wetterbericht genau beobachtet. Wenn in Linz mit Schneefall zu rechnen ist, wird ein Schneepflug immer bei der Bergstadion der Pöstlingbergbahn in Stellung gebracht. Schließlich lässt sich die Straße bergab leichter vom Schnee räumen als bergauf.

 

Die Pöstlingbergbahn ist eine historische Bergbahn in Linz, die seit 1898 in Betrieb ist. Sie verbindet den Linzer Hauptplatz mit dem Pöstlingberg und gilt als eine der steilsten Adhäsionsbahnen. Die Fahrt dauert etwa 20 Minuten und führt durch malerische Landschaften, vorbei an Sehenswürdigkeiten wie dem Ars Electronica Center und der Donau.

 

Was ist eine Adhäsionsbahn?

 

Eine Adhäsionsbahn, auch als Reibungsbahn bekannt, ist ein Eisenbahnsystem, bei dem die Fortbewegung allein durch die Haftreibung zwischen den Rädern des Fahrzeugs und den Schienen erfolgt. Dieses Prinzip ist das Standardverfahren bei den meisten Eisenbahnen weltweit.

 

Die Haftreibung entsteht durch den Druck der Räder auf die Schienen. Diese Reibung ermöglicht es, dass die Räder nicht durchdrehen, sondern sich kontrolliert abrollen.

 

Adhäsionsbahnen können moderate Steigungen bewältigen, in der Regel bis zu etwa 100 ‰ (Promille). Bei höheren Steigungen, wie sie bei Zahnradbahnen vorkommen, reicht die Haftreibung allein nicht aus.

 

Die Pöstlingbergbahn in Linz ist eine der steilsten Adhäsionsbahnen der Welt. Sie überwindet eine maximale Steigung von 116 ‰ (Promille), das sind ca. 49,4 Grad. Das macht sie zu einer beeindruckenden technischen Leistung und einem besonderen Highlight für Bahnliebhaber!

 

Die Bahn wurde modernisiert und bietet heute barrierefreie Wagen. Im Sommer gibt es auch Nostalgiewaggons für ein nostalgisches Erlebnis.

 

Nach dem orangen Schneepflug ging es zu einen weiterem Highlight in der Halle. Auf dem Weg dorthin fielen uns viele kurze Bretter am Boden auf. Sie dienten der Abdeckung der alten Montagegruben für die Reparaturarbeiten auf der Unterseite der alten Straßenbahngarnituren.

 

Dann standen wir vor einem Straßenbahnwagen der mit nur einem PS unterwegs war. Dieser große Waggon wurde nur von einen Pferd gezogen. Das war die Linzer Pferdestraßenbahn.

 

Interessanterweise war die Pferdestraßenbahn Teil eines größeren Trends in Europa, bei dem Pferdebahnen als Vorläufer moderner Straßenbahnen dienten. Heute erinnern nur noch historische Dokumente und einige erhaltene Artefakte an diese Zeit.

 

Die Geschichte der Pferdestraßenbahn in Linz ist faszinierend und spiegelt die Entwicklung des städtischen Verkehrs im 19. Jahrhundert wider. Die Pferdestraßenbahn wurde am 1. März 1880 eröffnet und verband den damaligen Westbahnhof (heute Hauptbahnhof) mit Urfahr. Sie war eine wichtige Verbindung über die Donau und wurde mit Pferdekraft betrieben – daher der Name.

Die Strecke verlief durch die Bahnhofstraße, Landstraße und über die Donaubrücke bis nach Urfahr. Die Pferdestraßenbahn war zunächst ein großer Erfolg, da sie eine bequeme und effiziente Möglichkeit bot, sich in der Stadt zu bewegen. Allerdings wurde sie 1897 durch die elektrische Straßenbahn ersetzt, die moderner und leistungsfähiger war.

 

Die Pferdestraßenbahn in Linz hatte eine begrenzte Kapazität, da sie von Pferden gezogen wurde. Typischerweise boten solche Straßenbahnen Platz für etwa 20 bis 30 Personen, abhängig von der Größe und Bauweise der Wagen. Es gab sowohl offene Sommerwagen als auch geschlossene Wagen, die sich in ihrer Kapazität leicht unterscheiden konnten.

 

Nach dieser Zeitreise kamen wir sofort in die moderne Zeit zurück. Vor der Halle wartete eine moderne Straßenbahngarnitur auf uns.

 

Heute ist man in Linz mit Cityrunnern unterwegs. Die Cityrunner sind seit dem Jahr 2002 im Einsatz. Diese Cityrunner werden von Bombardier Transportation hergestellt. Dieses Modell gehört zur Flexity-Produktlinie, die für ihre modernen und komfortablen Niederflurfahrzeuge bekannt ist.

 

Wenn ein neuer Cityrunner nach Linz kommt wird er auf einem Tieflader angeliefert. Dieser Lader ist mit Schienen ausgestattet und die Straßenbahn wird hinaufgezogen und in Linz in der Remise passiert dann alles umgekehrt.

 

Jedenfalls konnte man auch mitansehen wie ein so langer Cityrunner in der Halle von einem kleinen Stapler durch die Gegend gezogen wurde. Ist das selbe Prinzip wie bei der Pferdestraßenbahn. Wenn der Rollwiderstand überwunden ist hatte das Pferd überhaupt kein Problem die Last zu ziehen.

 

Wer kann sich noch an die ersten Garnituren erinnern? Die ersten drei hatten noch Stoffsitzbezüge. Die wurden dann durch Kunstlederbezüge ausgewechselt. Was natürlich leichter zu reinigen und auch um einiges hygienischer ist.

 

Es gibt zur Zeit auch 4 Obuslinien, die von den LINZ AG LINIEN betrieben werden.

Diese Busse der Linien 41, 43, 45 und 46 sehen den Cityrunnern sehr ähnlich

 

Die Obusse in Linz sind beeindruckende 24 Meter lang und gehören damit zu den längsten Bussen in Österreich. Sie bieten Platz für etwa 180 Fahrgäste und sind vollständig elektrisch betrieben, was sie umweltfreundlich und emissionsfrei macht. Die Obusse wurden vom belgischen Hersteller Van Hool gefertigt.

 

Als die ersten O-Busse dieser Baureihe in den Haltestellen einfuhren wusste man manchmal nicht ob man bei der richtigen Haltestelle steht. Bus oder Straßenbahn!

 

Wir verteilten uns im vorderen Bereich des Cityrunners und Herr P. erklärte uns einige Besonderheiten dieser Fahrzeuge. So erfuhren wir einiges über das Bremssystem. Das auch heute noch mit Unterstützung durch einen Bremssand betrieben wird. Dieser Sand, ein feiner Quarzsand ist auch bei Modelleisenbahnern sehr beliebt. Er dient dort im Gleisbau als Schotter zwischen den Schwellen.

 

Ebenso erfuhren wir einiges über die Notbremsen, den Notrufknöpfen oder dem Schaltern, mit denen man auch als Passagier im Notfall die Türen öffnen kann. Auch wissen wir jetzt, dass man die Rampe für die Menschen im Rollstuhl vom Personal der Linz AG Linien aus- und einklappen lassen soll. Schließlich sind in der heutigen Zeit überall Sensoren angebracht. In Linz soll ein Rollstuhlfahrer unterwegs sein, der einen entsprechenden Haken am Rollstuhl befestigt hat.Damit er die Rampe „selbstbestimmt“ aus- und einklappen kann. Für die Personen, die so etwas nicht mehr kennen. Man kann auch Schürhaken dazu sagen“

 

Und wir wissen jetzt auch, dass die Türen beim Schließen sehr sensible reagieren. Die sollen sogar eine Hundeleine spüren. So gibt es die wahre Geschichte eines Blinden in Linz, dessen Stock in der Tür eingeklemmt wurde und mit der Bahn mitgenommen wurde. Die blinde Person stand an der Haltestelle und der Stock verschwand mit der Straßenbahn. Er hatte Glück, ein Fahrgast kam mit dem Stock zurückgerannt.

 

Im Bereich für die Kinderwägen und den Rollstuhlplätzen gibt es in den Bahnen und Bussen auch entsprechende Knöpfe, damit die Türen länger offen bleiben und man mehr Zeit zum Aussteigen hat.

 

Was auch interessant zu erfahren war ist das System der Überwachungskameras in den Öffis in Linz. Ein Videorekorder im Führerstand zeichnet 140 Stunden Filmmaterial auf. Dieses Material darf aber nur nach entsprechenden Vorfällen und auch nur durch die Polizei gesichtet werden.

 

Dann setzte sich Herr P. in den Führerstand und er drehte eine Runde mit dem Cityrunner am Gelände der Linz AG Linien in Kleinmünchen. Obwohl man auf die Notbremsung vorbereitet war und sich auch festhielt konnte man den abrupten Stopp der Bahn deutlich wahrnehmen und man wurde nach vorne gedrückt. Man braucht sich daher nicht wundern, dass in der Bahn vieles durch die Gegend fliegt wenn es zu einer Notbremsung im Normalbetrieb kommt. Deshalb wundert es mich auch immer, dass manche Eltern ihre Kinder in der Straßenbahn herumtollen, auf den Sitzen herumklettern oder in den komischsten  Verrenkungen bei den Fenstern herumhängen lassen. So wie die sprichwörtlichen Affen am Schleifstein. Wenn es in solchen Situationen zu einer Notbremsung kommt dann „Gute Nacht“!

 

Dann hatten wir die Gelegenheit uns in dem Führerstand des Cityrunners zu setzen und zu ertasten was sich vor einem so abspielt. Von den Anzeigen bekommt man als blinde oder sehbehinderte Person nicht viel mit da alles per Touchscreen zu bedienen ist. Mit den Händen bedient man zwei Joysticks. Beim Stick für die Beschleunigung und zum Bremsen der Straßenbahn fühlt man entsprechende Anschlagspunkte. Beim anderen Stick befindet sich der Druckknopf für die Klingel.

 

Das Fahrpersonal gibt bei Dienstantritt die Liniennummer ein und dann passiert alles automatisch wie zum Beispiel die Durchsage der Haltestellen oder das Stellen eventueller Weichen. Individuelle Durchsagen werden von der Fahrerin oder dem Fahrer am Bildschirm je nach Bedarf ausgesucht und betätigt.

 

Was passiert eigentlich wenn das Fahrpersonal einen persönlichen Notfall erleidet? Dafür gibt es den „Totmannschalter“.

 

Den Totmannschalter (Anmerkung: Könnte man doch auch Gendern!) in der Straßenbahn nennt man auch „Sicherheitsfahrschalter“ „. Diese Vorrichtung sorgt dafür, dass die Straßenbahn nur dann fährt, wenn der Fahrer aktiv ist und den Schalter gedrückt hält. Lässt der Fahrer den Schalter los, kommt die Straßenbahn automatisch zum Stillstand, um Unfälle oder Unwohlsein des Fahrers zu verhindern.

 

In den Cityrunner wird dieser Sicherheitsfahrschalter mit dem rechten Fuß gedrückt und muss auch während der gesamten Fahrt gedrückt bleiben. .Kippt das Fahrpersonal nach vorne oder der Fuß geht vom Sicherheitsfahrschalter wird sofort eine Bremsung eingeleitet.

 

Auch diese Sicherheitsmaßnahme konnte man im Führerstand mit dem Fuß ertasten.

 

Ebenfalls haben die Cityrunner nicht nur vorne einen Führerstand, sondern auch im hinteren Bereich. Der ist aber nicht so Umfangreich. Schließlich müssen die Bahnen manchmal auch Rückwerts fahren.

 

Die Zeit in der Remise verging durch das viele neu erworbene Wissen und die praktischen Erfahrungen leider sehr schnell. Und wir danken den Linz AG Linien,, dass sie uns einen Einblick in ihre Remise und Werkstatt gewährt haben. Es sind bleibende Erinnerungen und Erfahrungen. Wir wissen jetzt, dass wir in Linz mit sehr guten Straßenbahnen und Bussen unterwegs sind. Die von fachkundigen Personal bedient und gewartet werden.

 

Ein danke an Sonja und Ingrid von der HG für ihre professionelle Umsetzung dieser Besichtigung bei den Linz AG Linien. Und ein Danke an meine Begleitung Daniela.

 

Für einige der Gruppe gab es dann noch im Dachcafe in der Linzer Innenstadt einen gemütlichen Abschlusscafe.

 

Es tauchten aber während der Führung noch weitere interessante und individuelle Fragen rund um die Linz AG Linien und dem Umfeld der Öffis auf!

 

Etwas zur Fahrzeugausstattung:

 

Seit 2013 ist in allen Straßenbahngarnituren der Linz Linien gratis W-LAN verfügbar, analog zu Hotspot Linz. Neuere Modelle der CityRunner-Garnituren verfügen über Videoüberwachung als Sicherheitsausstattung. Alle Garnituren sind mit Bildschirmen versehen, über die Haltestellen-Informationen sowie im Rahmen von Infoscreen auch Nachrichten, Wissenswertes und Unterhaltendes.

 

Während Abstellplätze für Kinderwägen und Rollstühle bestehen, ist die Mitnahme von nicht zusammengeklappten Fahrrädern, E-Scootern oder ähnlichen Fahrzeugen aktuell (Stand: November 2023) nicht möglich. Eine zukünftig mögliche Fahrrad-Mitnahme insbesondere außerhalb der Stoßzeiten wird allerdings diskutiert.

 

 

Cityrunner als Werbeträger:

 

So werden die Straßenbahnen in Linz auch als Werbeträger genützt. Die Cityrunner werden durch eine externe Firma mit den entsprechenden Werbemotiven beklebt und ausgestattet. Das Bekleben der Bahn kostet einen fünfstelligen Eurobetrag. Das ist aber noch nicht alles. Dazu kommt dann noch eine monatliche Miete im vierstelligen Eurobetrag.

 

Was ist nun das Bügelfeuer oder der Lichtbogen?

 

Die Funken, die zwischen einer Stromleitung und einem Stromabnehmer einer Straßenbahn entstehen, nennt man Lichtbogen. Dieser Lichtbogen tritt auf, wenn ein elektrischer Strom durch die Luft zwischen zwei Punkten fließt und dabei Funken erzeugt. Es sieht ziemlich beeindruckend aus, kann aber auch ein Anzeichen für einen schlechten Kontakt oder Verschleiß sein.

 

Dieses sogenannte Bügelfeuer kann man auch bei den Cityrunnern öfters beobachten und man hört diesen Funkenschlag.

 

Warum verlaufen die Strom- oder Oberleitungen bei Zügen und Straßenbahnen nicht parallel, sondern im Zick-Zack?

 

Die Oberleitungen für Straßenbahnen und auch für elektrische Züge werden tatsächlich in einem Zick-Zack-Muster (auch „Schlangenlinie“ genannt) gespannt. Dies geschieht, um den Verschleiß an den Stromabnehmern gleichmäßig zu verteilen.

 

Wenn der Draht immer gerade gespannt wäre, würde der Stromabnehmer immer an der gleichen Stelle in Kontakt mit dem Draht stehen und sich dort schnell abnutzen. Durch das Zick-Zack-Muster bewegt sich der Kontaktpunkt kontinuierlich hin und her, was den Verschleiß auf eine größere Fläche verteilt und so die Lebensdauer des Stromabnehmers und des Drahtes verlängert.

 

Warum summen manchmal die Oberleitungsdrähte einer herannahenden Straßenbahn?

 

Das Summen der Oberleitungsdrähte wird durch den elektrischen Strom verursacht, der durch die Drähte fließt, um die Straßenbahn mit Energie zu versorgen. Die elektrische Spannung erzeugt ein elektromagnetisches Feld, das die Drähte vibrieren lässt und somit das summende Geräusch erzeugt.

 

Diese Vibrationen können durch verschiedene Faktoren verstärkt werden, wie z.B. die Geschwindigkeit der Straßenbahn, die Spannung des Stroms und die physikalischen Eigenschaften der Oberleitungsdrähte selbst. Zusätzlich kann auch die Luftfeuchtigkeit oder Wind eine Rolle spielen, indem sie die Schwingungen der Drähte beeinflussen.

 

Die ältere Generation wird sich auch noch an das Summen der Stromleitungen, die über Land führten, erinnern. Besonders im Winter war das oft zu hören.

 

Das Summen der Drähte von Strommasten im Winter kann ebenfalls durch elektrische Ströme verursacht werden. Dies tritt besonders bei kaltem Wetter auf, da kalte Luft dichter ist und Schall besser leitet, sodass das Summen lauter und deutlicher hörbar wird. Zudem kann Eisbildung auf den Drähten zu zusätzlichen Vibrationen und somit zu einem verstärkten Geräusch führen.

 

Als Kind war mir dieses Summen immer Unheimlich. Heute kann ich es sehr oft zwischen den Straßenbahnhaltestellen Saporoshjestraße  Und Ebelsberg vernehmen. Da ich in dieser Gegend sehr oft zu Fuß unterwegs bin und die Trasse der Straßenbahn direkt neben dem Gehsteig verläuft kann ich das Summen oder Zischen der Oberleitungsdrähte schon lange vorher wahrnehmen bevor die verantwortliche Straßenbahn heranrauscht.

 

Genau diese Strecke zwischen Saporoshjestraße  Und Ebelsberg  Müsste Mitgliedern des Blindensports bekannt vorkommen. Jedenfalls ist diese Gegend in Bildstein in Vorarlberg oder in der Vöcklabruckergegend bekannt. Es betrifft die Sektion „Schießen“ beim Blindensport. Und hier mischen zwei Topfrauen aus Oberösterreich bei diversen Wettkämpfen kräftig mit.

 

Etwa in der Mitte dieser beiden Straßenbahnhaltestellen befindet sich eine Minigolfanlage, das Restaurant Löwenfeld und hinter diesem Restaurant befindet sich die Schießanlage Ebelsberg. Bei dieser Schießanlage hält der Blindensport öfters ein Trainingslager für ihre Schützen ab. Aus dieser Sektion kommen Weltklassesportler. Man kann sich diesbezüglich auf der Internetseite des Blindensports schlau machen. Wenn diese Gruppe wieder einmal zu Fuß zum Hotel oder zum Schießplatz unterwegs ist, dann  einmal auf die singenden Drähte horchen.

 

Vor sehr langer Zeit war hier auch, damals noch ohne Cityrunner, Napoleon unterwegs. Die Schlacht bei Ebelsberg fand am 3. Mai 1809 statt. Sie war Teil des Fünften Koalitionskrieges und endete mit einem Sieg der französischen Armee. Es war eine der blutigsten Auseinandersetzungen des Fünften Koalitionskrieges. . Besonders tragisch war, dass etwa 1.000 Soldaten in den Flammen des brennenden Ebelsberg ums Leben kamen.

 

Was passiert wenn eine Straßenbahn auf der Strecke auf der Strecke bleibt?

 

Ich habe das bei der Straßenbahnhaltestelle Herz Jesu Kirche einmal miterlebt. Die liegengebliebene Bahn wartete auf den nachkommenden Cityrunner. Dann wurden die beiden Bahnen mit einer Abschleppstange verbunden und die zweite Bahn schob die vordere in den Haltestellenbereich. Hier konnten die Fahrgäste aussteigen. Dann wurde die zweite Bahn in den Haltestellenbereich gefahren und dort konnten oder mussten auch diese Fahrgäste die Bahn verlassen. Dann rauschten beide Cityrunner davon. Bis zur nächsten Umkehrschleife beim Hauptbahnhof. Beide Fahrer waren über Funk verbunden. Schließlich musste der Fahrer in der anschiebenden Bahn nach Anweisungen aus der ersten Bahn fahren. Das ist logischerweise auch die einzige Möglichkeit eine Bahn abzuschleppen. Schließlich kann keine Abschleppbim entgegen kommen.

 

Umkehrschleifen der Cityrunner:

 

Es gibt bei den Endhaltestellen der Straßenbahnen die entsprechenden Umkehrschleifen und auch zwischen den einzelnen Strecken befinden sich solche Umkehr- oder Wendeschleifen. Die werden zum Beispiel bei Schienenersatzverkehren in Betrieb genommen. Die Pöstlingbergbahn kommt ohne diese Schleifen aus. Das Fahrpersonal wechselt nur den Führerstand.

 

Die Umkehrschleifen für die Linie 1 befinden sich in Auwiesen und der Universität. Für die Linie 2 sind es die Umkehrschleifen in der SolarCity und der Universität. Die Linie 3 fährt zwischen Landgutstraße und Trauner Kreuzung Richtung Leonding. Und die Linie 4 ist zwischen Schloss Traun und Landgutstraße unterwegs.

 

Umkehrschleifen für Notfälle oder für Ersatzverkehre befinden sich in der Sonnensteinstraße, in St. Magdalena, in der neuen Welt, in der Hillerstraße  (war vorher die Endhaltestelle der Linie 2 bevor sie bis in die Solar Citý verlängert wurde), Hauptbahnhof, Remise Kleinmünchen und Remise Leonding.

 

Wenn zum Beispiel bei der Umkehrschleife „Neue Welt“ mit der Straßenbahn rangiert wird, dann wird hier die Bahn verkehrt aus dem Haltestellenbereich bis zum Wendekreis zurück gefahren, dann wird die Weiche gestellt damit die Bahn in die Umkehrschleife fahren kann. Jetzt wird sie wieder mit dem Vorderteil in die Umkehrschleife gefahren. Wenn sie diese verlassen hat steht sie wieder auf dem Gleis in die entgegengesetzte Fahrtrichtung. Jetzt wird wieder eine Weiche gestellt und die Straßenbahn fährt jetzt wieder verkehrt in den Haltestellenbereich. Die Weiche wird deshalb wieder umgestellt damit die Bahn nicht wieder in die Umkehrschleife fährt sondern in den Haltestellenbereich. Bei dieser Umkehrschleife funktioniert hier das Wenden der Bahn deshalb so aufwendig weil der Haltestellenbereich und die Wendeschleife parallel zu einander liegen. In den Remisen oder beim Hauptbahnhof drehen die Straßenbahnen nur eine Ehrenrunde  und sie fahren wieder in die andere Richtung. Diese Rangiertätigkeiten bei der Wendeschleife „Neue Welt“  sollte man einmal miterleben.

 

Zahlen, Daten und Fakten rund um die Linz AG Linien:

 

Liniennetz und Haltestellen:

 

Anzahl der Linien: 38

Streckennetz: 214 km

Haltestellen: 364

Haltestellenbereiche: 863

Mittlerer Haltestellenabstand: 428 m

Fahrscheinautomaten: 426

Elektronische Fahrgastanzeigen (DFI): 407

 

Fuhrpark:

 

Straßenbahnen (Cityrunner): 62

Pöstlingbergbahn: 4 + 3 revitalisierte

Doppelgelenk-Obusse: 20

Busse: 88

 

Ein Danke an die Hilfsgemeinschaft der Blinden und Sehschwachen Österreichs, dass sie diese Führung für ihre Mitglieder organisiert hat!

 

Beste Grüße und Allzeit gute Fahrt!

 

© März 2025 by Gerhard Hojas

Kritik des BSVÖ am Pfandsystem nicht nachvollziehbar!

Kritik des Blinden- und Sehbehindertenverbandes Österreichs wegen angeblicher fehlender Barrierefreiheit des neuen Pfandsystems nicht nachvollziehbar.

 

In den letzten Tagen erschienen in den Medien, darunter auch im ORF und im Newsletter Donaukurier Berichte des Blinden- und Sehbehindertenverbandes Österreichs (BSVÖ) über eine angebliche mangelnde Barrierefreiheit des neuem Pfandsystems für Blinde und Sehbehinderte.

 

Jedenfalls werden in diesen Berichten die Blinden und Sehbehinderten wieder als die armen und hilflosen „Hascherln“ dargestellt. Denen man nichts zutraut.

 

Am 1. Jänner 2025 wurde in Österreich das Pfandsystem für Einweg­getränke­verpackungen aus Kunststoff­ und Metall eingeführt. Die Verordnung des Klimaschutzministeriums regelt alle Details.

 

Da die Rückgabeautomaten nicht erst in der Nacht vom 31.12.2024 auf dem 01.01.2025 aufgebaut und aufgestellt wurden, sondern schon lange vorher in Betrieb waren hatten alle die Möglichkeit sich schon vorher über deren Funktion und Bedienbarkeit zu informieren.

 

Ich habe das getan und einen entsprechenden Erfahrungsbericht für Blinde und Sehbehinderte bereits am 26.12.2024 in entsprechenden Mailinglisten, unter anderem auch im Donaukurier verteilt.

 

Hier ist dieser Bericht nachzulesen:

 

Link zum Erfahrungsbericht bezüglich der Rückgabeautomaten für das Pfandgebinde: https://hojas.co.at/blog/oesterreich-am-1-jaenner-startet-das-pfandsystem-ein-erfahrungsbericht-mit-den-rueckgabeautomaten/

 

Für mich als betroffene Person stellt dieses Pfandsystem und die Rückgabeautomaten für das Pfandgebinde keine Barrieren da.

 

Laut BSV´Ö (Blinden- und Sehbehindertenverband Österreich) sind hier aber nur Barrieren für seine Mitglieder zu erkennen. Was aber für mich als ein sehr mobiler, selbstbewusster und selbstständiger Blinder nicht nachvollziehbar ist.

 

Einer der Kritikpunkte des BSVÖ am Pfandsystem sind die angeblich nicht barrierefreien Rückgabeautomaten. Die sollen nur per Touchscreen bedienbar sein. Was für Blinde und Sehbehinderte logischerweise ein „no go“ ist;

 

Wie bereits erwähnt habe ich einige dieser Rückgabeautomaten schon im Dezember 2024 ausprobiert und auch genau beschrieben wie die Automaten funktionieren und aufgebaut sind. Das hat sich bis heute in Linz nicht geändert. Weiters gehe ich davon aus, dass die Rückgabeautomaten im Osten und Westen Österreichs genau so funktionieren wie im Rest Österreichs.

 

Das man die Rückgabeautomaten mit Touchscreens bedienen muss sind für mich reine Fakenews. Die Touchscreens oder sonstige Tasten am Automaten sind für die Rückgabe und besonders für Blinde und Sehbehinderte überhaupt nicht relevant. Die Touchscreens haben auch keine relevanten Informationen parat.

 

Eine Bedienung über Touchscreen bei der Flaschenpfandrückgabe wäre ziemlich sinnlos  Schließlich müssten hier die Kunden in verschiedenen Sprachen informiert werden. Hier würden aber die Analphabeten aufschreien.

 

Als Blinde oder Sehbehinderte Person brauche ich nur mein Pfandgebinde einwerfen und warten. Pfandgebinde ohne Kennzeichnung wird nicht angenommen und ich kann dieses Gebinde ohne Gefahr   wieder entnehmen. Wenn einige Sekunden kein Pfandgebinde eingeworfen wird, wird automatisch ein Kassenbon ausgeworfen. Man hört auch genau wo das passiert. Ich brauche überhaupt nichts angreifen oder eine Taste betätigen. Es passiert alles automatisch. Also für Blinde und Sehbehinderte barrierefrei. Man braucht nur mehr den Bon herausziehen.

 

Am Touchscreen könnte man den Auswurf des Kassenbeleges beschleunigen. Oder bei Lidl aussuchen ob man dieses Geld spenden will.

 

Ich habe in Linz bei BILLA, Lidl, Hofer und Eurospar diese Automaten ausprobiert und entsprechende Videos erstellt. Die Automaten sind bei allen 4 Geschäften identisch und funktionieren genau gleich. Bei Lidl dauert der Auswurf des Kassenbeleges etwas länger.

 

Man sieht, dass alles ohne Berühren des Touchscreens funktioniert und auch der Kassenbeleg automatisch ausgeworfen wird. Jedenfalls frage ich mich wie hier ein BSVÖ die Barrierefreiheit dieser Automaten getestet hat?

 

Die Geschäfte waren :

Eurospar in der Saporoshjestraße;

Hofer in der Saporoshjestraße;

Lidl am Schillerplatz;

Mein Stamm-BILLLA im Ennsfeld;;

 

Video Pfandflaschenrückgabe bei Eurospar in Linz (Saporoshjestraße): https://www.youtube.com/watch?v=Dk2CBJQbkTM

 

Video Pfandflaschenrückgabe bei Lidl in Linz (Schillerplatz): https://www.youtube.com/watch?v=xrwHwdTAtfQ

 

Video Pfandflaschenrückgabe bei Hofer in Linz (Saporoshjestraße): https://www.youtube.com/watch?v=sGIUIAsFO8Y

 

Video Pfandflaschenrückgabe bei BILLA im Ennsfeld in Linz:

https://www.youtube.com/watch?v=yeuYO9keA3Q

 

Wie die Situation in den „nicht österreichischen“ Geschäften ist, kann ich nicht sagen. Da ich aber diese Menschen als sehr nett, freundlich und hilfsbereit kenne wird es auch dort keine Probleme bei der Pfandrückgabe geben.

 

Die Pfandgebinde sind für Blinde und Sehbehinderte als solches nicht erkennbar da sie keine taktile Kennzeichnung aufweisen:

 

Das Pfandlogo hat keine Prägung und ist somit nicht tastbar. Während der Übergangsfrist wo zeitgleich alte und neue Verpackungen mit Pfand in den Regalen stehen wird es daher möglicherweise notwendig sein, sehende Menschen zu Fragen, ob es ein Pfandgebinde ist oder nicht. Nach Ablauf der Übergangsfrist werden alle Pet-Flaschen und Getränkedosen mit Pfand sein.

 

In meinen Stammgeschäften werde ich auf ein Pfandlogo auf einer Flasche oder Dose aufmerksam gemacht wenn ich es im Einkauf dabei habe. Ansonsten frage ich immer bei der Kasse. Bei manchen Pfandflaschen weiß ich in der Zwischenzeit, dass sie nur mehr mit Pfand erhältlich sind. Das Personal an der Kassa braucht nur auf dem Monitor zu schauen um sofort zu sehen welche meiner gekauften Getränke mit Pfand sind.

 

Und was sehr wichtig ist, ich habe einen Mund zum Fragen! Deshalb brauchen Blinde und Sehbehinderte nicht immer irgendwelche taktilen Kennzeichnungen. Die die Produkte übrigens weiter verteuern würden.

 

Ebenfalls ist für mich der ausgeworfene Beleg beim Rückgabeautomaten keine Barriere. Schließlich kann ich auch hier an der Kassa fragen oder ich kann mir diese Belege per App z. B. Seeing AI vorlesen lassen. Das stellt auch für Blinde und Sehbehinderte kein Problem dar.

 

Es ist auch sonst kein Kassabon für Blinde und Sehbehinderte ohne fremde oder technische Hilfe lesbar. Auch kein Kassabeleg im Kino oder im Möbelhaus hat entsprechende Erkennungsmerkmale. Man denke auch an die Rezepte beim Doktor. Auch die sind ohne Hilfe nicht lesbar. . Blinde und Sehbehinderte haben auch kein Problem mit ihren Lottoscheinen in die Trafik zu laufen und dort nachzufragen ob am Lottoschein eventuell ein Gewinn aufscheint.

 

Es liegt schon in der Eigenverantwortung jeder selbstbestimmten Person auch mit neuen Herausforderungen umgehen zu lernen. Dazu gehört nun auch, dass ich jetzt meine Flaschen nicht mehr so wegwerfe, sondern ich mir zu Hause ein entsprechendes System zurechtlege. Und bei den Bons kann man fragen oder man hat die Unterstützung durch die Technik-

 

Da ich sehr viele Blinde und Sehbehinderte mit ihren Lebensgewohnheiten kenne, weiß ich , dass sie mit einer Einkaufshilfe unterwegs sind und für sie dieses Problem der Rückgabe eines Pfandgebindes gar nicht stellt.

 

Ebenso gibt es auch sehr viele Blinde und Sehbehinderte die ein sehr großes Problem mit der Mobilität haben. Auch die wird man am Rückgabeautomaten ohne Begleitung nicht antreffen.

 

Ebenso ist für mich noch immer ein sehr wichtiger Punkt im Leben, dass zwischen „können können“ und „können wollen“ ein sehr großer Unterschied besteht. Weiters sollte man auch immer bedenken dass nicht „Jeder das Gleiche“ sondern „Jeder das Seine“ bekommt.

 

Ich persönlich bin als blinde Person mit dieser Entwicklung zufrieden und komme sehr gut damit zu recht. Das größere Problem ist eher das Auffinden der Rückgabeautomaten.

 

Meine Kritik an den Blindenverbänden:

 

Obwohl schon sehr lange bekannt war, dass ein Pfandsystem in Österreich kommt, haben die Verbände anscheinend nicht darauf reagiert. Diese Automaten sind nicht erst seit dem 01. Jänner im Betrieb.

 

Weiters fehlt es hier an der entsprechenden Recherche. Wäre sehr interessant zu erfahren wie hier der BSVÖ zu seinen Erfahrungswerten bezüglich der mangelnden Barrierefreiheit der Rückgabeautomaten gekommen ist. Wenn man nur per Telefon oder per Mail die Infos bekommt sollte man schon auch selbst einmal nachsehen und Hand anlegen. Ich persönlich verlasse mich auf niemanden!

 

Warum habe ich bereits im Dezember darüber informiert und die Automaten getestet?

 

Die Blindenverbände hätten bereits im Vorfeld entsprechende Infos und Praxiserfahrungen  an ihre Mitglieder weitergeben können. Ebenfalls hätten sie entsprechende Erklärvideos erstellen können. Das kann ich als Einzelperson auch Amateurhaft. Was machen denn deren Jugendgruppen den so?

 

Es wäre die Aufgabe der Blindenverbände ihren Mitgliedern das System „Pfandflaschenrückgabe“ vor Ort bei den Automaten zu erklären. LPF nennt man doch so etwas?

 

Aber das ist nun mal typisch Österreich. Ich persönlich habe aber eine eigene Vorstellung von einer professionellen Vereinsarbeit.

 

Jedenfalls haben für mich aber die Kleinwüchsigen und die Menschen im Rollstuhl diesmal den schwarzen Peter gezogen. Schließlich ist der Einwurf für die Flaschen und Dosen doch sehr weit oben. Aber einige mir bekannte Menschen im Rollstuhl haben auch hier ihre persönlichen Lösungen gefunden. Also, Jedem das Seine!

 

Deshalb kann man niemals solche großen Entwicklungen und Investitionen für alle gleich machen. Anscheinend funktioniert hier das „Design for all“ oder „Universaldesign“ oder auch „Inklusivdesign“ noch nicht!

 

Es soll auch niemand sagen müssen: „In deiner blinden Welt bin ich der Behinderte“!

 

© März 2025 by Gerhard Hojas / Linz

Österreich – Unter stützungs fonds der ÖGK.

Die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK) hilft in besonderen Notlagen im Zusammenhang mit Gesundheitskosten und bietet deshalb freiwillige Zuschüsse aus dem Unterstützungsfonds an.

Bei finanziellen Belastungen, die im Zusammenhang mit den Aufgaben der gesetzlichen Krankenversicherung stehen, können Sie einen Antrag auf einen finanziellen Zuschuss aus dem Unterstützungsfonds stellen. Dabei werden Ihre Familien-, Einkommens- und Vermögensverhältnisse berücksichtigt.

Bitte beachten Sie, dass Sie keinen Rechtsanspruch auf diese Unterstützung haben.

Voraussetzungen

Finanzielle Zuschüsse aus dem Unterstützungsfonds sind grundsätzlich nur für jene Leistungen möglich, für die die ÖGK zuständig ist. Folgendes können Sie zum

Heilbehelfe und Hilfsmittel
Zahnersätze
Zahnspangen
Krankenhauskosten für Angehörige

Die Kosten müssen insgesamt mindestens EUR 40,00 betragen und können auch gesammelt eingereicht werden.

Nicht einreichen können Sie zum Beispiel:

Aufzahlungen für persönlich gewünschte Ausführungen von Heilbehelfen und Hilfsmitteln (Hörgeräte etc.)
Bestattungskosten
Kosten für Rehabilitations-, Erholungs- oder Kuraufenthalte
Kostenbeiträge für Spitalsaufenthalte
Umbau- oder Lebenserhaltungskosten

Antrag stellen

Link zu den Antragsformularen für jedes Bundesland (Nicht barrierefrei): https://www.gesundheitskasse.at/cdscontent/?contentid=10007.870700&portal=oegkportal

Bewilligungsverfahren

Der Landesstellenausschuss entscheidet über die Gewährung von finanziellen Zuschüssen aus dem Unterstützungsfonds.

Die Unterstützungen werden anhand der österreichweit einheitlichen Richtlinien (403 KB) im Einzelfall festgelegt. Dabei werden Ihre finanziellen Verhältnisse geprüft. Die Höhe der Unterstützung orientiert sich an Ihrem Netto-Einkommen; zudem wird auch das Einkommen von allen im gemeinsamen Haushalt lebenden Personen berücksichtigt.

Über das Ergebnis informieren wir Sie schriftlich.

Dateien zum Herunterladen:

Richtlinien Unterstützungsfonds (403 KB): https://www.gesundheitskasse.at/cdscontent/load?contentid=10008.763148&version=1736500734

Richtlinien für die Gewährung von Unterstützungen in Form von finanziellen Zuschüssen aus dem Unterstützungsfonds der Österreichischen Gesundheitskasse

Informationsblatt Unterstützungsfonds (102 KB): https://www.gesundheitskasse.at/cdscontent/load?contentid=10008.753841&version=1650350995

Link zur Seite ÖGK Unterstützungsfonds: https://www.gesundheitskasse.at/cdscontent/?contentid=10007.870473

© März 2025 by Gerhard Hojas

Ein Spaziergang in Graz und die Fahrt dorthin.

Am Samstag, 25.01.2025 ging es wieder einmal nach Graz. Martin hatte alles  gut organisiert und so stand auch das ÖBB-OS (ÖBB-Operative Services – vorher MUNGOS)pünktlich beim Treffpunkt am Hauptbahnhof Linz. Sie brachten uns zum barrierefreien Abteil beim Zug und unterstützten Martin mit der Hebebühne beim Einsteigen in das Zugabteil. Auch die Zugbegleiterin war zur Stelle und betreute uns während der 3 Stunden Fahrt vorzüglich. Auch das Bordservice war sehr zuvorkommend und hilfsbereit.

 

In Hinterstoder stieg Katharina, die Assistentin von Martin zu und so verlief die Fahrt sehr kurzweilig.

 

Die Pyhrnbahn bietet viele malerische Abschnitte, aber einer der schönsten Streckenabschnitte liegt zwischen Kirchdorf an der Krems und Selzthal. Hier führt die Bahn durch das beeindruckende Steyrtal und die Urlaubsregion Pyhrn-Priel. Besonders sehenswert sind die Abschnitte rund um Klaus und den Bosrucktunnel, wo die Bahn durch die Ennstaler Alpen fährt

 

Die Landschaft ist geprägt von Bergen, Tälern und Flüssen, und die Fahrt bietet atemberaubende Ausblicke auf die Natur. Es ist eine wunderbare Strecke, um die Schönheit der österreichischen Alpen zu genießen.

 

Dazu gehört auch die Fahrt durch dem Bosrucktunnel. Der Bosruck-Eisenbahntunnel und die beiden Röhren des Bosruck-Straßentunnels unterqueren den Bergstock des Bosruck in den westlichen Ennstaler Alpen. Sie verbinden die Bundesländer Oberösterreich und Steiermark. Der 4.766 m lange Bosruck-Eisenbahntunnel verbindet die Bahnhöfe der Pyhrnbahn Spital am Pyhrn und Ardning.

 

Er wurde in den Jahren 1901 bis 1906 im Rahmen des großen staatlichen Investitionsprojekts „Neue Alpenbahnen“ für die k.k. Staatsbahnen errichtet, nachdem mehrere Trassenvarianten über den Pyhrnpass verworfen worden waren.

 

Es ist noch gar nicht so lange her und man konnte die Fenster des Eisenbahnwagens öffnen und wenn man durch so alte Tunnels fuhr hatte man immer den modrigen Geruch in der Nase und eine erfrischende kühle Brise wehte durch den Waggon. . Mit den alten Cityshuttles hat man das Feeling auch noch heute.

 

Der erste Halt in der Steiermark ist beim Bahnhof Selzthal. Dieser Bahnhof verbindet die durchgehende Rudolfsbahn mit der Pyhrnbahn und der Ennstalbahn.

 

Er ist somit ein wichtiger Eisenbahnknoten im östlichen Ennstal. Er gehört zu den denkmalgeschützten Objekten in Selzthal. Besonders schön ist der Jugendstil-Wartesaal.

 

Der alte Bahnhof in Selzthal sollte ur­sprünglich den Namen Liezen bekommen, da vor dem Bau eine Gemeinde Selzthal noch nicht bestand. Selzthal ist erst durch den Bau der Kronprinz-Rudolf-Bahn, Strecke Weyer-Rottenmann, entstanden.

 

Wenn man keine durchgehende Zugverbindung zwischen Linz und Graz wählt sollte man nicht vergessen in Selzthal Umzusteigen. Jetzt gibt es wieder je 4 durchgehende Verbindungen in beide Richtungen.

 

Was kann man zu Rottenmann, dem nächsten Halt Richtung Graz, sagen? Vielleicht können sich ältere Spieler am PC erinnern. Von Rottenmann ging das erste Simulationsspiel „SimsCyty“ in die Welt (1989).

 

Ab Rottenmann macht der Zug dann auch Tempo. Zwischen Rottenmann und Leoben ist hier die schnellste Teilstrecke auf der Pyhrnbahn.

 

Je näher wir Graz kamen desto mehr Erinnerungen machten sich in mir breit. Das begann bereits in Bruck und Frohnleiten mit ihren Papierfabriken. Die gehörten früher alle zur Leykam Mürztaler Gruppe und da habe ich meinen ersten Beruf als Maschinenschlosser erlernt. In Frohnleiten war auch unser Haustischler zu Hause. Er hatte immer furchtbare Angst das er beim Schwarzarbeiten erwischt wird. Deswegen durften wir seine Arbeiten immer nur in der Nacht abholen und bei völliger Dunkelheit, also ohne Licht. Er kannte sich in seiner Werkstatt ja aus, wir aber nicht. Das waren schmerzhafte Erinnerungen mit vielen blauen Flecken. Oder wenn der Lichtkegel eines Autos auftauchte mussten wir uns sofort verstecken. Aber er hat sehr gut und sehr genau gearbeitet. In 40 Jahren haben sich keine Fenster, Türen oder Balken verzogen.

 

Bekannt ist Frohnleiten auch dafür, dass es einen Abgang vom Hauptplatz gibt, der beheizt ist. Das rührt vom ehemaligen Reichtum der Stadt, der sich einst auf die Mülldeponie bezog. Eine Fußbodenheizung für den Hauptplatz, wie vielfach kolportiert wird, gibt es jedoch nicht. Frohnleiten ist auch die einzige Stadt im Bezirk Graz- Umgebung.

 

Dann fuhren wir durch Peggau. Hier befindet sich eine Zementfabrik. Früher war das die Mayr-Melnhof & Co Zementfabrik. (MM Zement). Da liefen alle mit weißen Kapperln mit der Aufschrift MM Kalk herum.

 

In Peggau befindet sich auch der 2. Zugang zur Lurgrotte, einer Tropfsteinhöhle. Bis 1974 konnte man die Lurgrotte von Semriach bis nach Peggau durchwandern. Durch das schwere Hochwasser im Jahr 1974 wurde ein Teil der Grotte verschüttet.

 

Die Lurgrotte hat eine Gesamtlänge von 10,2 km und ein Niveaudifferenz von 273 m. Die Länge des Schau- höhlenbereichs beträgt 4,286 m.

 

Die Besonderheiten sind vom Eingang Semriach aus zu besichtigen: größter, frei hängender Tropfstein der Welt und einer der zehn größten Höhlendome der Welt und vom Eingang in Peggau kommt man nach 2 km zum Blocksberg.

 

Der Zugang in Semriach ist barrierefrei und auch mit Rollstühlen zu befahren. Auch Blinde und Sehbehinderte sind immer wieder von den Führungen durch die Grotte überrascht. Als ich vor einigen Jahren mit Julia eine eigene Führung bekamen konnten wir nur wenige Zentimeter über uns an der Decke die kleinen Fledermäuse beobachten. Für mich ist es immer noch ein Rätsel wie die sich an der glatten Decke festkrallen konnten.

 

Dank des unermüdlichen Einsatzes von Familie Schinnerl, den Besitzern der Höhle, sind heute zwei Kilometer der Lurgrotte Semriach wieder für die Öffentlichkeit begehbar. Die Lurgrotte Semriach ist nach wie vor im Besitz der Familie Schinnerl, die sich seit 5 Generationen um den Ausbau und dem Erhalt der Höhle kümmert.

 

Von Peggau aus begann auch mein Weg nach Linz. Damals befand sich noch ein Arbeitsamt in dieser Gemeinde. Weiter über das große Arbeitsamt in der großen Stadt Graz ging es nach Linz ins BBRZ. Damals gab es im Grazer Arbeitsamt noch einen Paternoster (Umlaufaufzug).

 

Weiter ging die Fahrt nach Deutschfeistritz. In dieser Gemeinde befindet sich ein Sensenmuseum und Sensenwerk. 2024 wurde Deutschfeistritz schwer von Unwettern getroffen.  In gemächlichem Tempo rollten wir auf Stübing zu. Hier befindet sich das österreichische Freilichtmuseum. Direkt mit einer Haltestelle der ÖBB vor der Haustür.

 

Eingebettet in die Vielfalt der Natur laden historische Bauten aus ganz Österreich zu einem authentischen Einblick in das Leben unserer Vorfahren ein.

 

103 Objekte befinden sich am Museumsgelände, darunter Wohnhäuser, Stallgebäude, Mühlen, Almhütten und vieles mehr. Sie zeigen die Hauslandschaften der vergangenen 6 Jahrhunderte aus ganz Österreich und Südtirol. Das älteste Gebäude ist ein Getreidekasten, das „Schatzkästchen“ der Bauersleute, und stammt aus dem Jahr 1452.

 

Jedenfalls ist ein Besuch im Freilichtmuseum Stübing ein Ganztagesunternehmen. Besonders für Blinde und Sehbehinderte kann der Aufenthalt in dieser Anlage etwas interessantes und besonderes sein. Schließlich kann man hier sehr vieles Ertasten und angreifen. Also das Museum hautnah erleben.

 

Auf der anderen Seite der Mur liegt das verschlafene Friesach. Dort befand sich einmal die Holzindustrie Köppl. Und da habe ich mir einige Jahre als Schlosser und Werkzeugschleifer meine Brötchen verdient. Den Unterschied zwischen Stauchen eines Bandsägeblattes und das Schränken eines Gatter- oder Kreissägeblattes kenne ich heute noch. Ebenfalls in Friesach beheimatet war der „Jölly“. Das war ein kleiner Krämerladen bei dem man das Mehl noch aus einer Truhe schöpfen musste. Und der noch 2 Groschen in seiner Kassa hatte.

 

Von Friesach geht es auch in meine Heimatgemeinde Semriach. Da Weiz nicht weit entfernt ist gibt es auch Bezüge zu Arnold Schwazenegger und Franz Strohsack (Frank Stronach). Stronach ist in Kleinsemmering bei Weiz geboren und die Mutter von Schwarzenegger ist in Weiz (Weizbergfriedhof) beerdigt.

 

Der Zug rollte weiter nach Gratwein. Hier habe ich im Hotel-Restaurant  Fischerwirt 1984 zum ersten Mal Fürstenfeld von STS vernommen.  Im Lagerhaus in Gratwein hat mein Bruder als Landmaschinenmechaniker gearbeitet. Ganz böse Gerüchte von damals besagten, dass Mitarbeiter vom Lagerhaus am Wochenende bei den Bauern in der Umgebung herumschlichen und die landwirtschaftlichen Geräte der heimgesuchten Bauern kaputt machten. Damit sie in der darauffolgenden Woche etwas zum Arbeiten hatten. Man sollte aber nicht immer alles Glauben!

 

Die Nachbargemeinde ist Gratkorn. Dort befindet sich die Papierfabrik SAPPI (vormals Leykam Mürztaler). Bei der ich, wie schon erwähnt, zum Betriebsschlosser ausgebildet wurde. Dieses Unternehmen ist ein riesiger Wirtschaftsfaktor in der Gegend und ist weithin sichtbar.  Wir Lehrlinge bekamen sehr viel mit auf unserem Weg. So konnten wir uns in der modernen Lehrwerkstätte auf ein besonderes Berufsleben vorbereiten. Wir hatten Praxis, Theorie, Lehrlingssport, jedes Jahr eine Woche Schifahren im Lachtal und eine Woche am Meer. Dafür mussten wir bei besonderen Anlässen immer in unserer blauen Montur Spalier stehen.

 

So standen wir bei einem Besuch vom damaligen Finanzminister Hannes Androsch in Reih und Glied. Da er mit seinem Chauffeur  im Mercedes vorbeirauschte haben wir nicht viel mitbekommen und so war das Schauspiel nach einer Minute schon wieder vorbei. Mussten aber fast 1 Stunde warten weil sich seine Ankunft immer wieder verzögerte.

 

Ebenso beim Besuch von Anton Benya. Als dieser dann vor einer der großen Papiermaschinen eine Rede hielt mussten die Lehrlinge wieder in die zweite Reihe treten und  die Altgedienten standen in der ersten Reihe zum Klatschen. Einige Lehrlinge hatten das Sägeblatt ihrer Eisensäge dabei und als vorne heftig geklatscht wurde schnitten sie den Applautierenden von Hinten die Kordel am Hosenbund durch. Gab ein sehr schönes Bild ab als die Hosen vor Benya langsam nach unten rutschten. Da war es mit Klatschen vorbei. Schließlich muss man ja mit einer Hand seine Hose oben halten.

 

Solche Besuche hatten aber auch immer Vorteile. Schließlich konnte man sich immer eine neue Montur ausfassen. Da konnte es schon vorkommen, dass sich Einige extra das Staufferfett an den Händen sorgfältig an der Arbeitskleidung abwischten.

 

Was mir aus dieser Zeit noch sehr gut in Erinnerung ist, ist der Ausdruck „Bersch oder der Bersch“. Hat mit „Bursch“ nichts zu tun. Als Bersch wurden halbstarke Burschen im Alter von 12 bis 18 Jahren bezeichnet. So wurden dann auch oft die Lehrlinge bezeichnet. Bersch konnte Jeder sein. So wurde mir einmal  mit  „Heh Bersch“ ein sehr wichtiger Arbeitsauftrag eines Gesellen erteilt. Ich sollte seine Würstel (Kreiner)  20 Minuten vor der Jausenzeit auf einer Kochplatte erwärmen. Das habe ich natürlich gemacht. Habe aber vorher durch die Krainer einen Schweißdraht gesteckt.

 

Ich bin heute noch dabei mich von solchen  Streichen zu distanzieren. Ich habe alles gebeichtet. Außerdem ist ja alles schon verjährt.

 

Was heißt SAPPI eigentlich?

 

Die deutsche Übersetzung von „South African Pulp and Paper Industries Limited“ lautet: „Südafrikanische Zellstoff- und Papierindustrie GmbH.

 

Graz war nun nicht mehr weit entfernt.  Wir fuhren noch bei Judendorf-Straßengel  vorbei. Die Kirche auf einer Anhöhe ist von allen Seiten eine imposante Erscheinung. Wenn ich länger in Graz bin übernachte ich immer in Judendorf beim Gasthaus Lammer. Der Ort ist von Graz in 7 Minuten mit der S-Bahn zu erreichen und das Gasthaus ist 2 Minuten vom Bahnhof entfernt. Außerdem  lebt hier meine nähere Familie. Und in Judendorf-Straßengel ist eine weltbekannte und weltberühmte Musikgruppe zu Hause.  Von hier kommt OPUS.

 

Und es ist nicht weit bis zum ältesten bestehenden Zisterzienserstift der Welt. In der Gemeinde Gratwein-Straßengel befindet sich das Stift Rein. Es wurde im Jahr 1129 von Markgraf Leopold dem Starken von Steyr gegründet. Die Stiftskirche wurde 1979 von Papst Johannes Paul II. zu einer Basilica minor erhoben. Heute leben und arbeiten 12 Mönche im Kloster.

 

Die ganze Zeit sind wir entlang der Mur gefahren. Bis Peggau begleitete sie uns auf der rechten Seite und dann bis Graz auf der linken Seite. Man hört das Rattern wenn man in Peggau über die Murbrücke fährt. Kurz vor Graz fährt man beim Nordportal des Plabutschtunnel der Pyhrnautobahn (A9) vorbei.

 

Der Plabutschtunnel Ist der längste 2-Röhrige Straßentunnel Europas. Der längste der beiden Tunnels (Weströhre) hat eine länge von 10085 m.

 

Langsam rollte der Zug in Graz auf seinem Zielbahnsteig ein. Er war pünktlich und auch die Ausstiegshilfe des ÖBB Os war schon zur Stelle. So war auch Martin schnell aus dem Waggon und wir konnten unsere Graztour beginnen.

 

Am Hauptbahnhof Graz, und nicht nur dort befindet  sich oft ein Brezenstand. Diese  Brezen gehören zur kulinarischen Grazer Lebensart. Das Rezept ist bis heute ein gut gehütetes Geheimnis. Es sind Toni Wagner´s Brezen von der Bäckerei Strohmayer. Diese Brezen gibt es nur in Graz und sie schmecken hervorragend. Ich wollte mir bei der Heimfahrt nach Linz einige kaufen, aber da war kein Brezenstand mehr vorhanden. Ausverkauft ist nun Mal ausverkauft!

 

Ab jetzt war Katharina meine Begleitung und so machten wir uns auf zur Straßenbahnhaltestelle beim HBF. Da diese Haltestelle sehr lang ist, stellten wir uns ganz vorne auf das Einstiegs- oder Aufmerksamkeitsfeld für Menschen mit Behinderung. Auch wenn jetzt mehrere Straßenbahnzüge gleichzeitig einfahren wird jede Fahrerin oder Fahrer bei dir stehenbleiben, die Tür öffnen, die Liniennummer bekanntgeben und wenn man mitfahren will kommt das Fahrpersonal heraus und bietet eine Unterstützung an. Bei Menschen im Rollstuhl wird die Rampe ausgeklappt und bei der Zielhaltestelle ist das Fahrpersonal wieder zur Stelle und unterstützt beim Aussteigen. So auch bei unserer Zielhaltestelle beim Südtiroler Platz.

 

Hier, am Beginn der Mariahilferstraße Richtung Lendplatz  befindet sich auch das Friendly Alien, das prägnante Grazer Kunsthaus von Weltruf. Hier begann unser gemütlicher Spaziergang durch die Mariahilferstraße, eine echt starke Strecke ins Grazer Lendviertel. Diese Straße stellt die Verbindung zwischen dem Lendplatz mit der Innenstadt her.

 

Vor mehr als 45 Jahren war das noch ein berüchtigter Rotlichtbezirk, gesäumt von Nachtclubs und Bordellen. Heute hat sich die Gegend vom Scherbenviertel zum Kreativquartier gemausert und ist ein beliebtes Ausgehviertel mit vielen trendigen Shops, Läden und Restaurants.

 

In der Mariahilferstraße gab es auch ein Schuhgeschöft Neuner. Das war unser Familienschugeschöft. Wenn es für uns Kinder wieder an der Zeit für neue Schuhe war wurden am Morgen unsere Füße am Papier abgezeichnet und wenn wir von der Schule nach Hause kamen hatten wir unsere neuen Schuhe. Natürlich 2 bis 3 Nummern größer. Schließlich sollten sie doch einige Jahre ihre Pflicht tun. Ebenfalls in dieser Straße war unser Messer- und Scherenschleifer. Hier wurden vorwiegend  unsere Schneidwerkzeuge des muskelbetriebenen Fleischwolfes geschärft. Dieses Geschäft gibt es noch immer und auch noch an der gleichen Stelle.

 

Wenn man die Mariahilferstraße entlangschlendert kann man zwischendurch immer einen Blick auf den Schlossberg mit dem Uhrturm erhaschen. Schließlich bewegten Wir uns paralletzum Lendkai und zur Mur.

 

So kamen wir zum Lendplatz im Lendviertel. Oder das Dorf in der Stadt, wie die Anrainer liebevoll ihr Grätzl nennen.

 

So wie damals findet am Lendplatz auch heute noch täglich ein Markt statt, wo die Bauern der Umgebung ihre Ware feilbieten, viele davon in Bio-Qualität. Von Blumen aus ihren Gärten über das selbstgepresste Kernöl bis zum geselchten Fleisch, immer von Montag bis Samstag.

 

Für mich gehört dieser Marktplatz zu den schönsten Bauernmärkten. Genauso wie alle anderen Märkte in Graz. Und da hat diese Stadt einiges zu bieten. Und in Graz geht man nicht einfach auf dem Markt man trifft sich auch.

 

Der Lendplatz bedeutete für meine Großeltern, meine Eltern und für mich als Kind so etwas wie das Tor zu Graz. Wenn wir von unserer Heimatgemeinde, in die Stadt fuhren, endete dort der Bus oder man parkte den ´hellgrünen VW Käfer am Parkplatz am Lendplatz und für uns begann die große weite Welt.

 

So gab und gibt es noch immer die Fahrschule Mayr. Dort hatte ich die Vorbereitung zur Fahrprüfung. Die ich dann durch ein Gutachten des Amtsarztes nicht mehr ablegen durfte. Auch ein sehr wichtiges Geschäft am Lendplatz war der Hasiba. Das war eine Roman- und Comictauschbörse. Hier holte und tauschte ich meine Comichefte und Schundromane. Wer erinnert sich noch an Bessy, Lasso, Silberpfeil, Buffalo Bill, der schwarze Wolf, Wastl, Superman, Battman oder  Felix. So erhielt ich durch Fix & Foxi auch meinen damaligen Spitznamen „Lupo“. Auch Jerry Cotton, John Cameron, Perry Rhodan und Lassiter konnte man unter meinem Kopfpolster finden. In der Zwischenzeit hat sich mein Lese- und Hörspektrum um einiges verändert und erweitert. Dieses Geschäft gibt es auch schon lange nicht mehr.

 

Ich war auf der Suche nach einem bestimmten Würstelstand. Dort war ich immer mit meinem Vater nachdem wir beim Hofer eingekauft hatten. Der erste Hofer wurde in Graz am Lendkai 59 eröffnet. Das war am 23.01.1969. . Damit war dies die zweite Filiale in Österreich nach der Eröffnung der ersten Filiale in Hausmannstätten im Jahr zuvor. Und er ist noch immer an der gleichen Stelle.

 

Es gab dort noch die 50 Kg Zuckersäcke. Die hatten im Käfer vorne im Kofferraum Platz. Im Winter lagen dort immer 2 bis 3 Zementsäcke zum Beschweren für die Fahrten durch den Schnee. Dann gab es den Orangensaft in der 2 Liter Glasflasche, der große Blechkanister mit dem Bonaöl durfte auch nicht fehlen. Auch der Paprikaspreck war immer im Einkaufswagen. Und die Damen an der Kasse waren damals auch schon ohne einer Computerkasse sehr schnell. Und sie mussten sich die Preise noch merken.

 

Jedenfalls sind es von dieser Hoferfiliale bis zum Lendplatz nur einige Gehminuten. Und somit auch zum beliebten Würstelstand „Hauser“. Wir hatten damals immer unser Standardmenü. Mehr gab es eigentlich auch gar nicht. Ich bekam meine Frankfurter mit Senf und der Langsemmel. Mein Vater gönnte sich immer die Krainer mit Senf und Kren und ein Brot. Öfters war auch ein rotes Kracherl dabei.

 

Der Würstelstand befindet sich noch an der besagten Stelle. Er ist auch noch mit Hauser beschriftet. Leider ist kein Betrieb mehr. Auch der Zeitungskiosk, der daneben stand ist nicht mehr vorhanden.

 

Da wir schon Hunger hatten und uns auch etwas aufwärmen wollten steuerten wir durch die vielen Marktstände ein weiteres Highlight am Lendplatz an. Das „Lendplatzl“.

 

Das Gasthaus Lendplatzl in Graz besteht bereits seit dem 17. Jahrhundert. Es hat eine lange Tradition als Gasthof und Postkutschenstation. Heute ist es bekannt für seine gemütliche Atmosphäre und die steirische Küche. Wenn man das traditionelle steirische Backhendl oder den Käferbohnensalat mit Kernöl und viel Zwiebel probieren will, ist hier genau richtig. Und das Gasthaus ist barrierefrei. Vor dem Gasthaus befindet sich eine Kreuzung mit einer akustischen Ampel für Blinde und Sehbehinderte.

 

Das alles gab es noch nicht als ich mit meinen Großeltern ins Lendplatzl ging. Da waren wir auch noch mit den Schnauzenbussen der Post unterwegs. Meine Großmutter bestellte immer ihre Nudelsuppe mit einer Langsemmel und eine roten Mischung. Mein Großvater hatte immer sein Bier und seine geliebte Flecksuppe. Die Flecksuppe ist eine traditionelle Spezialität aus der Steiermark und wird aus Kuttelfleck (Pansen) zubereitet.

 

Ich hatte, wie immer, meine Frankfurter mit Senf, eine Langsemmel und das rote Kracherl. Früher war das immer der Alptraum eines jeden Wirts: „Ein rotes Kracherl, 4 Gläser und ein weißes Tischtuch“.

 

Ein Klugschiss dazwischen: Woher kommt das Kracherl?

 

Das Kracherl ist ein traditionelles österreichisches Erfrischungsgetränk, das vor allem in Österreich und Bayern bekannt ist. Der Name „Kracherl“ stammt von der speziellen Konstruktion der frühen Limonadenflaschen. Diese Flaschen hatten einen Glaskugelverschluss, der durch den Druck der Kohlensäure nach oben in den Flaschenhals gedrückt wurde. Beim Öffnen der Flasche entstand ein typisches krachendes Geräusch

 

Das Kracherl war besonders in der Nachkriegszeit ein beliebtes Getränk und wurde oft als Himbeer- oder Zitronenlimonade mit viel Zucker und Kohlensäure angeboten.

 

Im Heimathaus Windischgarsten (Oberösterreich) befindet sich noch eine Kracherlflasche.

 

Zum roten Kracherl passt auch ein typisches Getränk aus der Steiermark, das „Sauschneiderbier“.

 

Das Sauschneiderbier ist ein typisches Getränk aus der Weststeiermark, insbesondere aus der Region um Köflach. Es handelt sich um eine Mischung aus Bier und Himbeerlimonade. Der Name „Sauschneider“ bezieht sich auf einen alten landwirtschaftlichen Berufszweig, bei dem Sauschneider junge männliche Ferkel kastrierten. Diese Sauschneider erhielten oft ein gutes Essen und Trinken als Dank, und um eine Betrunkenheit zu vermeiden, wurde ihnen oft Himbeerlimonade mit Bier serviert

 

Heutzutage ist das Sauschneiderbier ein beliebtes Getränk und man bekommt es in  jeder Buschenschank. Und auch in vielen Gaststätten in Graz. Der Radler ist im Grunde auch nichts anderes als ein Bier- Limonadengetränk. Der Diesel soll eine Bier/ Wien- oder Bier/Colamischung sein.

 

Nachdem wir uns im Lendplatzl gestärkt und gewärmt hatten ging es wieder entlang der Mariahilferstraße zurück zum Südtirolerplatz. Links und rechts der Straße befinden sich die urigsten Lokale und Geschäfte.

 

Ein Kaffee bei Paul & Bohne oder Wer Poolbillard, Snooker oder Darts spielen will ? Dann unbedingt einen Zwischenhalt im Lokal Brot & Spiele einlegen. Hier hat man die Wahl  zwischen 22 Burgervariationen oder Steaks und Wings. Noch schwieriger wird’s bei der Wahl des Bieres: 130 Sorten aus aller Welt werden im Brot & Spiele angeboten – sogar aus Hawaii und Vietnam.

 

Wer lieber ein Caipirinha, Mojito oder Cuba Libre im Glas genießen will geht in das Rangoon. Hier fühlt man sich wie in der Karibik. Und in dieser Straße soll auch der coolste Friseur der Stadt seine Heimat haben.

 

Beim Rückweg kamen wir bei einem besonderem Projekt der Caritas vorbei.

 

Das Projekt „Tagwerk“ der Caritas in Graz ist ein Jugendbeschäftigungsprojekt für Jugendliche zwischen 15 und 25 Jahren. Es bietet sozial benachteiligten Jugendlichen die Möglichkeit, durch Tagesarbeitsverträge ihr eigenes Geld zu verdienen und sich auf den Arbeitsmarkt vorzubereiten

 

Das Projekt legt großen Wert auf Nachhaltigkeit und Upcycling. Die Jugendlichen fertigen in den Werkstätten einzigartige Produkte wie Planentaschen, Rucksäcke und Geldbörsen aus Materialien, die aus Restbeständen, Überschüssen oder Fehlproduktionen stammen

 

Was bedeutet Upcycling?

 

Upcycling bedeutet, aus alten oder ungenutzten Materialien neue und wertvollere Produkte zu schaffen. Im Gegensatz zum Recycling, bei dem Materialien zerlegt und zu Rohstoffen verarbeitet werden, bleibt beim Upcycling der ursprüngliche Zustand des Materials weitgehend erhalten, und es wird durch kreative Neugestaltung in etwas Nützliches oder Schönes verwandelt.

 

Ein Beispiel: Aus einer alten Holzpalette könnte ein schicker Couchtisch entstehen oder aus gebrauchten Plastikflaschen eine coole Lampe. Das Ziel des Upcyclings ist es, den Wert und die Lebensdauer der Materialien zu erhöhen und gleichzeitig Abfall zu reduzieren.

 

Es gibt auch eine Verkaufsstelle vom tag.werk der Caritas in Graz. Du findest den Shop in der Mariahilferstraße 13. Dort kannst du die einzigartigen Produkte, die von den Jugendlichen im Rahmen des Projekts hergestellt werden, erwerben.

 

Ebenfalls im tag.werk Store können Produkte eines anderen Caritasprojektes erworben werden.

 

Das Projekt „stoff.werk.graz“. Das ist ein Nähprojekt, das sich an langzeitarbeitslose und sozial benachteiligte Frauen in Graz richtet.

 

Ziel des Projekts ist es, diesen Frauen einen maßgeschneiderten Wiedereinstieg in die Arbeitswelt zu ermöglichen und ihren Selbstwert zu stärken

 

Im stoff.werk.graz werden Modeartikel und Accessoires in Handarbeit gefertigt, wobei großer Wert auf hohe Qualität, Nachhaltigkeit und lokale Produktion gelegt wird

 

Auch diese gefertigten Kleidungsstücke und Produkte sind im tag.werk Store in der Mariahilferstraße 13, im Offline Retail in der Mariahilferstraße 19 sowie online erhältlich.

 

Es ist immer wieder faszinierend zu erkennen, dass man aus „Allem“ etwas anderes machen kann. Besonders, wenn man die Ergebnisse sieht. Das man aus Plachen auch die unterschiedlichsten und fantasievollsten Taschen zaubern kann war mir bis jetzt nicht bekannt. Außer, dass man manchen Personen nachsagt das sie sich bei „Plachen Endt“ einkleiden. Aber diese Firma gibt es auch nicht mehr.

 

Das werden jetzt aber nur die verstehen die noch wissen wo man Produkte von „Plachen Endt“ gesehen hat.

 

Ebenfalls ist es immer wieder ein großer Vorteil wenn man neugierig ist. Nur so kommt man an neue Informationen und lernt sehr viel neues kennen. Wir hätten beim tagwerk auch vorbeigehen können. Aber so wissen wir, dass dieses Geschäft auch barrierefrei ist. Und wir haben durch das Gespräch im Geschäft einiges über arbeitslose Jugendliche in Graz erfahren. Was für mich persönlich interessant war, schließlich habe ich auch mit arbeitslosen Kids gearbeitet.

 

Nach diesem interessanten Zwischenstopp machten wir uns weiter Richtung Südtirolerplatz. Dort angekommen ging es nach links zur Murbrücke. Auch hier ist die Kreuzung mit einer akustisch taktilen Ampel für Blinde und Sehbehinderte ausgestattet. Die Grazer ATAS funktionieren etwas anders als die ATAS in Linz. In Linz aktiviert man diese ATAS mit einem Funkhandsender. In Graz sind die ATAS ständig mit einem diskreten Ticken im Betrieb.

 

Beim Überqueren der Murbrücke fallen uns am Brückengeländer die vielen Vorhängeschlösser auf. Sie sind auf beiden Seiten der Brücke und über die gesamte Länge am Geländer befestigt. Diese Schlösser haben die unterschiedlichsten Größen, Formen und Farben.

 

Die Vorhangschlösser an der Murbrücke in Graz sind sogenannte Liebesschlösser

. Dieser Brauch stammt ursprünglich aus Italien und verbreitete sich weltweit. Verliebte Paare befestigen ein Vorhängeschloss an einem Brückengeländer und werfen den Schlüssel ins Wasser, um ihre ewige Verbundenheit zu symbolisieren

 

In Graz ist die Murbrücke dicht mit diesen Schlössern behängt, was sie zu einem beliebten Ort für Paare macht, um ihre Liebe zu bekunden. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass das Gewicht der Schlösser die Brücken belasten kann, und daher regelmäßig einige entfernt werden.

 

Neben den vielen Vorhangschlössern kann man auch die bekannte Murinsel von der Brücke aus sehen. Sie ist von hier aus in etwa 10 Minuten Fußmarsch barrierefrei zu erreichen.

 

Die Murinsel in Graz ist eine faszinierende künstliche Insel, die im Jahr 2003 im Rahmen des Kulturhauptstadtjahres Graz 2003 eröffnet wurde. . Sie wurde von dem New Yorker Künstler Vito Acconci entworfen.

 

Die Insel hat die Form einer riesigen Muschel und besteht aus einem Netz aus Stahl und Glas. Sie ist etwa 50 Meter lang und 20 Meter breit. Zwei Brücken verbinden die Insel mit den beiden Ufern der Mur, wodurch sie leicht zugänglich ist. Es gibt ein Café und ein Amphitheater auf der Insel, die für verschiedene kulturelle Veranstaltungen genutzt werden.

 

Nachts wird die Murinsel farbenfroh beleuchtet und bietet ein faszinierendes Schauspiel, was sie zu einem beliebten Fotospot macht.

 

Nachdem wir auf der anderen Seite der Mur einen weiteren Brezelstand passiert hatten gingen wir weiter zum Paradeishof.

 

Der Paradeishof in Graz ist ein historisches Gebäude, das sich in der Sackstraße befindet. Der Paradeishof ist bekannt für seine Rolle als Veranstaltungsort für verschiedene Events und Märkte. Eines der bekanntesten Events ist der Internationale Trüffelmarkt, In der warmen Jahreszeit ist dieser Hof durch die Gastronomie von Leben erfüllt.

 

Der Paradeishof ist auch der Sitz von Kastner & Öhler, einem traditionsreichen Kaufhaus in Graz. Kastner & Öhler war vor sehr langer Zeit neben Quelle und Moden Müller, später Otto, ein sehr großes Versandhaus in Österreich. Kastner ist es auch heute noch. Und am Dach befindet sich das Freiblick Tagescafé. Es bietet eine wunderbare Aussicht über die Stadt. Hier kann man eine Pause vom Einkaufen machen.

 

Wir haben das Kaufhaus nur durchquert um auf der anderen Seite auf die Sackstraße zu gelangen und somit am Hauptplatz in Graz anzukommen.

 

Am Hauptplatz befindet sich ein bekanntes und traditionsreiches Juwelier- und Uhrenfachgeschäft. Weikhard kann man bis ins Jahr 1680 zurückverfolgen. Die Weikhard-Uhr vor dem Geschäft ist ein bekanntes Wahrzeichen in Graz. Wenn man sich in Graz einen Treffpunkt ausmacht , dann ist es bei der Weikhard-Uhr. In Linz wären  es die 2 Löwen oder die 3 Faltigkeitssäule. Aber die waren diesmal nicht unser Ziel.

 

Wir steuerten die Sporgasse an. Die Sporgasse in Graz ist eine historische Straße, die älter ist als die Stadt selbst. Sie führt vom Hauptplatz hinauf zum Schlossberg und ist heute eine beliebte Fußgängerzone. Sie ist auch bekannt für ihre steilen Anstiege und historischen Gebäude.

 

Während wir die steile, gepflasterte  Straße bergauf gingen konnten wir viele bedeutende Bauten verschiedener Epochen entdecken , darunter das barocke Luegg-Haus, das Jugendstil-Haus und das Palais Saurau.

 

Die Straße hat ihren Namen von den Sporenmachern und Waffenschmieden, die hier im Mittelalter ansässig waren. Heute würde man sie vielleicht Strudelgasse nennen.  Vor längerer Zeit gab es in der Sporgasse ein Lokal, dass nur Strudel auf jede erdenkliche Art auf der Speisekarte hatte. Vorspeise, Hauptspeise und Nachspeise, alles Strudel.

 

Wenn wir weitergegangen wären, wären wir zum Schloßbergplatz gekommen. Der Schlossberg stand diesmal nicht am Programm. Da waren wir im August des Vorjahres.

 

Wir gingen Richtung Opernringstraße und kamen an der Grazer Oper vorbei. Eigentlich kann man in diesem Viertel sehr viele berühmte und bekannte Gebäude finden. So zum Beispiel das beeindruckende Mausoleum Kaiser Ferdinands II., die Grazer Burg mit ihrem berühmten Doppeltwendeltreppenhaus oder das Palais Attems.

 

Langsam näherten wir uns einer weiteren bekannten Gasse in Graz, die Herrengasse. Sie ist eine breite und prachtvolle Spazierstraße zwischen Hauptplatz und Jakominiplatz. Durch die vielen Geschäfte, Lokale und Kaffeehäuser auf beiden Seiten der Straße ist hier immer ein reges Treiben. Trotzdem hat die Herrengasse vor 10 Jahren schlimmes  erlebt.

 

Es war ein schreckliches Ereignis, das die Stadt tief erschütterte, die Amokfahrt in Graz am 20.06.2025. In der Herrengasse wurde ein 4 Jähriges Kind getötet. Insgesamt gab es bei dieser Amokfahrt 3 Tote.

 

Man muss immer wieder erkennen, dass Licht und Schatten sehr nahe beieinander liegen. Und man immer hoffen muss, wenn solche Ereignisse passieren, dass man ziemlich weit entfernt ist.

 

In der Herrengasse angekommen erinnerte ich mich an meinem Assistenten am Smartphone. Ich bin ein Fan von Chatbot´s und hier besonders von ChatGPT und  Copilot.

 

So wollte ich von ChatGPT wissen ob es in der Nähe Tastmodelle für Blinde und Sehbehinderte gibt. Die Antwort kam prompt. ChatGPT verwies auf das Rathaus, das Landhaus, die Oper, dem Uhrturm und auf noch weitere Tastmodelle.

 

Die Tastmodelle beim Rathaus und im Landhaus haben wir uns natürlich angesehen und auch ertastet. Schließlich lagen sie auf dem Weg zum Hauptplatz.

 

Die Tastmodelle für blinde und sehbehinderte Menschen in Graz bestehen aus verschiedenen Materialien, die speziell dafür ausgewählt wurden, um eine taktile Erfahrung zu ermöglichen. Diese Modelle sind maßstabsgetreue Nachbildungen von Sehenswürdigkeiten wie dem Uhrturm, dem Land- und Rathaus oder  dem Kunsthaus.

 

Sie sind so gestaltet, dass sie durch Berührung erfahrbar sind und somit blinden und sehbehinderten Menschen eine Vorstellung von den Objekten vermitteln können.

 

Da das Rathaus direkt am Hauptplatz angesiedelt ist hatten wir ein weiteres Ziel erreicht. Durch die vielen Markstände und Lokale herrscht hier immer ein reges Treiben. Dazu gehören auch die vielen Straßenbahngarnituren, die hier ständig unterwegs sind und die Menschen bringen und abholen.

 

Am Hauptplatz in Graz steht der Erzherzog-Johann-Brunnen. Dieser Brunnen wurde 1878 enthüllt und zeigt in seiner Mitte die Figur von Erzherzog Johann. Der Brunnen symbolisiert die vier Hauptflüsse der ehemaligen Steiermark durch allegorische Frauengestalten: Enns, Mur, Drau und Sann.

 

Erzherzog Johann von Österreich, geboren am 20. Januar 1782 in Florenz, war ein Mitglied des Hauses Habsburg und der Bruder von Kaiser Franz I. Er war ein vielseitiger Mann, der sich für Geschichte, soziale Fragen, Militär- und Naturwissenschaften interessierte.

 

Johann war auch ein Förderer und Modernisierer von Industrie, Landwirtschaft, Eisenbahnwesen sowie Kultur- und Bildungswesen in der Steiermark

 

Erzherzog Johann war bekannt für seine unkonventionellen Ansichten und seine Ehe mit der bürgerlichen Anna Plochl, was dazu führte, dass er von der Thronfolge ausgeschlossen wurde

 

Bei diesem Brunnen kann man in den warmen Monaten auch seine Entspannung und Ruhe finden und das Treiben rundherum beobachten., Und wer kann, der kann auch den berühmten Erzherzog Johann Jodler summen (Wo i geh und steh tuat mir mei Herzerl weh…)

 

Von hier sind es nur einige Meter bis zur Franziskanergasse.

 

Die Franziskanergasse ist eine sehr schmale Fußgängerzone im Herzen der Stadt. Sie führt vom Hauptplatz bis zum Franziskanerplatz und ist ein beliebter Ort für Spaziergänge.

 

Wir schlenderten gemütlich durch diese Gasse und kamen beim Franziskanerplatz raus.

 

Der Franziskanerplatz in Graz ist ein malerischer und historischer Platz im Herzen der Stadt. Er ist bekannt für seine charmante Atmosphäre und seine Mischung aus Marktständen, Cafés, Restaurants und historischen Gebäuden. Der Platz ist nach dem Franziskanerkloster und der Franziskanerkirche benannt, die sich dort befinden

 

Der Franziskanerplatz hat eine lange Geschichte, die bis ins 13. Jahrhundert zurückreicht. Das Franziskanerkloster ist die älteste Klosterniederlassung in Graz und beeindruckt mit seinem gotischen Kreuzgang und der Jakobikapelle.

 

Hier befindet sich ein weiterer bekannter Platz.

 

Der Kapaunplatz in Graz hat seinen Namen von einem Gasthaus, das sich dort befand. Das Gasthaus trug den Namen „Zum Kapaun“ und war im 18. Jahrhundert ein beliebter Treffpunkt. Der Name „Kapaun“ bezieht sich auf einen kastrierten Hahn, der als Delikatesse galt. Das Gasthaus und der Platz wurden nach dieser Spezialität benannt

 

Heute ist es verboten Hähne zu kastrieren um ein gutes Backhendl zu bekommen. Im steirischen Sulmtal (Sulmtaler Dirndln) kann man die Kapauner aber trotzdem noch auf der Speisekarte finden. Hier werden die Hähne mit Kräutern ruhig gestellt. Der Sinn dahinter war, dass die Hähne durch das kastrieren ruhig gestellt wurden und dadurch sehr viel Fleisch anlegten. Was bei Hähnen nicht funktionierte da diese beim Älterwerden immer aggressiver wurden und immer in Kampfbereitschaft waren und somit keine Zeit hatten Fleisch aufzubauen. Das Schicksal aller Halbstarken.

 

Das ist ja auch ein Grund warum männliche Hühnerküken nach dem Schlüpfen getötet werden. Sie legen keine Eier und zum Essen sind sie auch nicht geeignet.

 

Und wer schon hier ist sollte ein besonderes Highlight am Franziskanerplatz besuchen. Das Café Schwalbennest, das an der Ecke zur Neutorgasse liegt und für seine gemütliche Atmosphäre bekannt ist.

 

Jetzt sind wir wieder bei der Murbrücke angekommen. Aber auf der anderen Seite bei der Neutorgasse. Diese Gasse wurde neugestaltet und soll bis ende dieses Jahres auch eine Straßenbahnlinie, die Neutorlinie, bekommen.

 

Während wir über die Brücke gingen konnten wir auch auf dieser Seite die vielen Vorhangschlösser am Brückengeländerausmachen. Wenn man einen Blick zurückwirft sieht man die prachtvolle Franziskanerkirche. Auf der anderen Seite der Mur und somit am Südtirolerplatz angekommen war es wieder Zeit zum Aufwärmen und für einen guten Kaffee. Hier führte uns eine taktile Bodeninformation für Blinde und Sehbehinderte direkt zum Eingang zum Cafe des Kunsthauses. Auch ein Türöffner für Menschen im Rollstuhl befindet sich bei der Tür.

 

Das Kunsthauscafé in Graz ist ein beliebter Treffpunkt im Herzen des Lendviertels und gibt es seit März 2015.  Man merkt schon beim Betreten des Cafe´s eine besondere Atmosphäre und die entsprechende Geräuschkulisse. Aber einer Geräuschkulisse einer gemütlichen und einer inspirierenden Umgebung. Dazu kam dann auch noch die Schnelligkeit und Freundlichkeit des Personals.

 

Hier hat man eine Mischung aus Frühstück, Brunch, Mittag- und Abendessen. Es gibt auch vegetarische und vegane Optionen. Besonders beliebt ist der exklusive Kaffee, der als einer der besten in Graz gilt.

 

Dieses Cafe gehört zum Kunsthaus Graz, auch bekannt als der „Friendly Alien“ und , wurde im Jahr 2003 eröffnet. Es wurde im Rahmen des Kulturhauptstadtjahres 2003 errichtet und gilt seitdem als neues architektonisches Wahrzeichen der Stadt Graz. Die ungewöhnliche Form und das innovative Design des Gebäudes heben es von anderen Ausstellungsgebäuden ab und machen es zu einem einzigartigen Ort für zeitgenössische Kunst.

 

Nach dieser gemütlichen und unerwarteten Aufwärmrunde war es Zeit zum Aufbruch Richtung Bahnhof. Die Straßenbahnhaltestelle liegt direkt vor dem  Cafe und so stellten wir uns wieder auf das Aufmerksamkeitsfeld und warteten auf die nächste Straßenbahn. Wegen technischen Problemen  mit einer automatischen Rampe konnten wir erst die vierte einfahrende Straßenbahn nehmen. In Graz sind das aber nur 3 bis 4 Minuten Wartezeit weil hier ständig die verschiedensten Linien verkehren. Auch diesmal war das Fahrpersonal der Holding Graz sehr freundlich und hilfsbereit. Ebenso beim Aussteigen bei der Haltestelle am Bahnhof. Dieser Fahrer war besonders gut aufgelegt.

 

Im Bahnhof ging Katharina mit mir zum Einkaufen  und dort besorgte ich mir beim freundlichen Spar einige Krainer.Schließlich habe ich die in Oberösterreich noch nicht gefunden. Auf dem Rückweg in die Bahnhofshalle hörte ich auf einmal Jemanden „Servus Linzer“ rufen. Diese Person habe ich in meinen 3 letzten Grazbesuchen fast immer an der gleichen Stelle am Bahnhof getroffen. Das erste Mal sind wir an einer Ecke zusammengestoßen. Dort, wo am Vormittag der Brezenstand aufgebaut war. Unser gemeinsamer Anknüpfungspunkt war der Blindenstock und einige Minuten später schon das RISS in Linz- Schließlich hat er auch dort eine umfangreiche Ausbildung genossen.

 

Als ich ihn das zweite Mal an der gleichen Stelle getroffen habe, hatte er gerade Besuch von einem blinden Linzer und seiner Frau. Dieses Ehepaar ist mir auch bekannt. Schließlich wohnen sie bei mir in der gleichen Straße, nur  4 Hausnummern weiter.

 

Aber das Leben ist manchmal doch sehr sonderbar und es wird sicher alles seine Gründe haben.

 

Jedenfalls erwartete uns in der Bahnhofshalle bereits das ÖBB OS damit sie uns wieder sicher in dem Zug nach Linz setzen können. Auch das klappte Problemlos und Katharina verabschiedete sich da sie in Graz blieb. Während der Zug langsam aus Graz rollte konnte man auf einmal Zigarettenrauch im Abteil  riechen. Der Übeltäter wurde sofort vom Zugbegleiter ausgemacht und da dieser Fahrgast auch keine Karte für die erste Klasse hatte musste er auch das Abteil verlassen.

 

Kurz vor Leoben zog wieder Zigarettenrauch durch das Abteil. Jetzt hatte es sich der Raucher am Behinderten WC gemütlich gemacht. Er hatte auch ein etwas größeres Dampferl. Da kam aber auch schon der Zugbegleiter herangerauscht und warf ihn in Leoben mit den Worten „Raus, in meinem Zug wird nicht geraucht“ aus dem Zug.

 

Etwas verwirrt fragte der so grob Behandelte, ob wir schon in Linz seien? Ich vermutete, dass er sicher einige Tage bis Linz Brauchen wird. Man fühlt sich aber als Fahrgast doch sicher wenn man solche resoluten Zugbegleiter im Zug hat. Wir haben einige interessante Gespräche mit ihm geführt.

 

Auch das Bordservice war sehr höflich und hilfreich und unterstützte Martin beim Trinken. Und so verging auch die Rückfahrt nach Linz sehr kurzweilig. Auch hier ´stand die ÖBB OS am Bahnsteig als wir pünktlich einfuhren. Nachdem auch hier mit der Ausstiegshilfe wieder alles tadellos funktionierte hatten wir wieder Linzer Boden unter den Füßen und Rädern.

 

Als wir am Bahnsteig unterwegs zum Lift waren hatten wir plötzlich 2 Begleiter die uns ihre Hilfe anboten. Man konnte ihre Alkoholfahne deutlich riechen und Beide hatten Bierdosen in der Hand. Beim Lift boten sie uns auch noch Drogen an. Da wir aber noch von Graz berauscht waren lehnten wir dankend ab.

 

In der Bahnhofshalle beim Infopoint torkelte uns der nächste Betrunkene entgegen und wünschte mir am 25. Jänner ein Prosit Neujahr. Martin sagte, das mich dieser Typ mit Gerhard angesprochen hat. Ich habe es nicht gehört und werde es auch abstreiten!

 

Aber so wussten wir, wir sind wieder in Linz. Und  das kurz nach 20:00 an einem Samstagabend.

 

Mit der Fahrt in einer Straßenbahn in den Linzer Süden nahm dieser spannende und interessante Tag mit seinen vielen neuen Eindrücken sein Ende. Ich werde sicher bald wieder nach Graz fahren. Schließlich muss ich mir Brezen und Krainer besorgen.

 

Ein großes Danke an Katharina für ihre tolle und gekonnte Begleitung und Unterstützung.

 

Fotos gibt es auf Facebook unter: https://www.facebook.com/permalink.php?story_fbid=pfbid02fUMZU4umTZuqMh7HeoJwCDvdh6wNDoCtqoS6WzvTEVaWEbhm8mLfdDwKyGoFwwVDl&id=1798185567

© Februar 2025 by Gerhard Hojas

Österreich – Am 1. Jänner startet das Pfandsystem. Ein Erfahrungsbericht mit den Rückgabeautomaten.

Anmerkung: Dieser Bericht wurde bereits am 26.12.2024 in entsprechenden Newsletter für Blinde und Sehbehinderte verbreitet.

Am 1. Jänner 2025 wird in Österreich das Pfandsystem für Einweg­getränke­verpackungen aus Kunststoff­ und Metall eingeführt. Die Verordnung des Klimaschutzministeriums regelt alle Details.

 

Wer ab 2025 in Österreich Getränke in Dosen oder Einweg-Kunststoffflaschen verkauft, muss diese auch zurücknehmen. Die Rücknahme erfolgt über Rücknahmeautomaten oder manuell.

 

Woran erkenne ich Einwegpfand-Produkte?

 

Alle Getränkeverpackungen, die dem Einwegpfand unterliegen, sind sichtbar mit dem Pfandlogo gekennzeichnet.

 

Anmerkung: Bezüglich Erkennbarkeit des Pfandlogos für Blinde und Sehbehinderte bekam Kurt Franz Renner nach einer entsprechenden Anfrage vom EWP Kundenservice folgende Antwort:

 

Das Pfandlogo hat keine Prägung und ist somit nicht tastbar. Während der Übergangsfrist wo zeitgleich alte und neue Verpackungen mit Pfand in den Regalen stehen wird es daher möglicherweise notwendig sein, sehende Menschen zu Fragen, ob es ein Pfandgebinde ist oder nicht. Nach Ablauf der Übergangsfrist werden alle Pet-Flaschen und Getränkedosen mit Pfand sein.

 

Erfahrungsbericht mit den Rückgabeautomaten:

 

Die Rückgabeautomaten sind bereits aufgestellt teilweise auch schon in Betrieb. Ich habe mir solche Rückgabeautomaten bei Hofer, Billa und Eurospar angeschaut und auch ausprobiert.

 

Die Rückgabeautomaten sind fast zu 100 Prozent identisch aufgebaut und funktionieren auch fast gleich. Die Touchscreens oder sonstige Tasten sind für eine ordnungsgemäße Rückgabe des Pfandgutes für Blinde nicht relevant. Wenn man natürlich irgendwelche Sonderwünsche bei der Rückgabe des Pfandgutes hat, muss man sich eine Hilfe holen. Aber das ist dann für alle Personen gleich.

 

Sie haben nur zwei Öffnungen für Getränkekisten sowie Pfandflaschen oder Pfanddosen. Die Öffnung für die Getränkekisten Befindet sich ganz unten beim Rückgabeautomaten  und ist logischerweise Rechteckig. Jedenfalls habe ich noch nie eine blinde Person getroffen die mit Bierkisten durch die Gegend rennt.

 

Die runde Öffnung für die Flaschen und Dosen befindet sich in etwa 160 cm Höhe direkt über der Öffnung für die Kisten.  Der Durchmesser beträgt etwa 20 cm. Auf der rechten Seite dieser Öffnung, am unteren Beginn des Einlasses, befindet sich der Schlitz für den Bonauswurf. Bei den Rückgabeautomaten bei Eurospar befindet sich hier auch noch eine Taste. Wenn es zu lange dauert mit dem Rechnungsbon.

 

Der Rückgabeautomat geht automatisch in Betrieb wenn man eine Getränkekiste, eine Flasche oder Dose einschiebt. Der Automat erkennt automatisch ob ein Pfandlogo aufgebracht ist. Bei meinen Versuchen mit Flaschen und Dosen reagierten die Automaten unterschiedlich.

 

Hofer: Man kann die Flasche oder Dose einwerfen, der Automat beginnt zu Arbeiten. Die Objekte ohne Pfandlogo werden nicht eingezogen und man kann sie wieder herausholen. Vorher erfolgt ein akustisches Signal.

 

Keine Angst! Es passiert nichts wenn man in die Öffnung greift. Man wird nicht reingezogen. Und ich habe noch beide Arme.

 

Billa: Funktioniert gleich wie bei Hofer. Nur gibt es hier kein akustisches Signal.

 

Eurospar: Auch hier ist die Vorgangsweise die Selbe . Hier wurde die Dose ohne Pfandlogo eingezogen und man konnte das Geräusch vernehmen als die Dose zerdrückt wurde. Nach einigen Sekunden wurde ein Bon ausgeworfen Nach einer Kontrolle des Bons mit der App „Seeing AI“ bekam ich die Bestätigung, dass ich 0 Euro erstattet bekomme.

 

Meistens sind mehrere solcher Rückgabeautomaten vorhanden. Ebenso befinden sich auch entsprechende Abfallbehälter im Umfeld. Logischerweise wird man das nicht angenommene Material nicht wieder nach Hause schleppen.

 

Mein persönlicher Eindruck über dieses Pfandsystem:

 

Für Blinde und Sehbehinderte sehe ich nach einer Eingewöhnungsphase kein Problem mit dem Umgang mit den Rückgabeautomaten. Da alles automatisch funktioniert und man auch keine Touchscreens oder Tasten betätigen muss. Und die Automaten auch kein Problem mit falsch eingeworfenem  Material haben. Außerdem kann man seine Flaschen und Dosen schon zu Hause vorsortieren. Ebenfalls wird man im Umfeld seiner Wohnung die Automaten nützen. Und wenn man die einmal kennt sehe ich kein Problem für die blinde und sehbehinderte Gemeinschaft.

 

Somit ist für mich auch nicht wichtig ob das Pfandlogo ertastbar ist. Ebenfalls haben auch die Getränkeflaschen unterschiedliche Formen und greifen sich anders an. Bei den Dosen ist das natürlich nicht so. Wenn nach einiger Zeit alle alten Dosen verschwunden sind gibt es auch hier kein Problem mehr. Außer ich schleppe billige Produkte aus dem Ausland ins Land. Eine tschechische Bierdose oder Colaflasche wird auch kein Automat annehmen. Braucht man gar nicht erst einmal probieren. Auch wenn man der Meinung ist, man ist ein ganz Schlauer!

 

Nähere Infos zu Recycling Pfand Österreich unter: www.recycling-pfand.at

 

© Dezember 2024 by Gerhard Hojas

Chatbot – ChatGPT,  Copilot, DeepSeek  oder Gemini für Menschen mit Behinderung. Eine nicht zu unterschätzende Hilfe.

Vor einigen Tagen war ich in Graz und in der Nähe des Hauptplatzes. Ich wollte von ChatGPT wissen ob es in der Nähe Tastmodelle für Blinde und Sehbehinderte gibt. Die Antwort kam prompt. ChatGPT verwies auf das Rathaus, das Landhaus, die Oper, dem Uhrturm und auf noch weitere Tastmodelle.

 

Die Tastmodelle beim Rathaus und im Landhaus haben wir uns natürlich angesehen und auch ertastet.  Mit der Eingabe in eine Suchmaschine hätten wir sicher auch ein entsprechendes Ergebnis erhalten, aber sicher mit mehr Aufwand und nicht so ordentlich aufgelistet.

 

Antworten vom Copilot bezüglich Tastmodelle für Blinde in Graz:

 

In Graz gibt es mehrere Tastmodelle für blinde und sehbehinderte Menschen, die es ermöglichen, die wichtigsten Gebäude der Stadt taktil zu erleben. Hier sind einige Orte, an denen du diese Tastmodelle finden kannst:

 

  • Uhrturm: An der Nordseite des Uhrturms.
  • Oper: In der Nähe des Haupteingangs, im Außenbereich.
  • Kunsthaus: In der Nähe des Nebeneingangs, murseitig im Außenbereich.
  • Rathaus: Im Eingangsbereich gegenüber der Portiersloge.
  • Graz Museum Schlossberg: Vor dem Eingang sowie ein Tastrelief der Aussicht auf die Stadt Graz von der Kanonenhalle aus.
  • Grazer Landhaus + Zeughaus: Im Eingangsbereich des Renaissancehofes des Grazer Landhauses.

 

Diese Modelle ermöglichen es sehbehinderten und blinden Menschen, die Baukultur und architektonischen Besonderheiten der Stadt Graz dreidimensional zu erfahren.

 

Wieder zu Hause in Linz habe ich die KI am Computer mit Copilot nach entsprechenden Tastmodellen für Blinde in Linz und Salzburg (Stadt) gefragt und uch diese KI hat mir die entsprechenden Antworten geliefert.

 

In Linz, Oberösterreich, gibt es einige bemerkenswerte Tastmodelle, die sehbehinderten und blinden Menschen helfen, die Stadt und ihre Sehenswürdigkeiten besser zu erleben

 

. Hier sind einige der wichtigsten Tastmodelle:

 

  1. Brucknerhaus: Ein maßstabsgetreues Metallguss-Tastmodell, das die Architektur des Brucknerhauses darstellt

 

  1. Lentos Kunstmuseum: Ein weiteres Metallguss-Tastmodell, das sehbehinderten Menschen die Form des Museums vermittelt

.

  1. AEC (Arbeitsgemeinschaft für Erlebnis- und Kulturpädagogik): Vor dem AEC gibt es ebenfalls ein Tastmodell, das sehbehinderten Menschen die Umgebung erlebbar macht

.

Diese Tastmodelle sind so gestaltet, dass sie die Topografie und die architektonisch prägenden Gebäude der Stadt erlebbar machen

 

Infos über das Tastmodell in der Stadt Salzburg:

 

Die Stadt Salzburg bietet ein Tastmodell der Altstadt für blinde und sehbehinderte Menschen an. Dieses Modell steht in der Franziskanergasse und wurde im Maßstab 1:700 errichtet.

 

Es hat eine Größe von etwa 216 x 117 cm und wiegt 180 Kilo.

 

Das Tastmodell wurde von der Stadt Salzburg in Zusammenarbeit mit der TSG Tourismus Salzburg GmbH und dem Tourismusverband Salzburger Altstadt umgesetzt.

 

Das Modell gibt nicht nur Blinden und sehbehinderten Menschen einen guten Eindruck von der Stadt, sondern ist auch für alle Besucherinnen und Besucher eine wertvolle Ergänzung. Es wurde von dem Künstler Felix Brörken aus Nordrhein-Westfalen erstellt, der das Handwerk des Bronze-Gießens von seinem Vater gelernt hat.

 

Die Gebäude, Brücken und Plätze des Modells wurden in Handarbeit geschnitzt und anschließend in Bronze gegossen. Die gesamte Planung und Durchführung erfolgte in enger Abstimmung mit dem Bundesdenkmalamt sowie der Sachverständigenkommission für die Altstadterhaltung.

 

Link zu Fotos auf meiner Facebookseite: https://www.facebook.com/permalink.php?story_fbid=pfbid0V3Cvr8so4194zvksbtKByzka4ACupavKjVDxSr79sR9Hn7cqTACMCDmnPvG21AhRl&id=1798185567

 

© Jänner 2025 by Gerhard Hojas

Blinde und Sehbehinderte Musikerinnen und Musiker aus Österreich!

Ich habe eine kleine Liste mir bekannter Blinder und Sehbehinderter Musikerinnen und Musiker aus Österreich zusammengestellt.

Auswahlkriterium für diese Liste war, dass es etwas zum Anhören auf youtube oder einer anderen Plattform gibt.. Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Richtigkeit und Vollständigkeit. Es gibt sicher noch viel mehr Blinde und Sehbehinderte Musiker aus Österreich.

Nina Laußermayr aus Oberösterreich

 

Link zum Youtubevideo: https://www.youtube.com/watch?v=RjL12kaKUgo

 

Arthur Viehböck aus Oberösterreich.

 

Link zum Youtubevideo (im Gasometer): https://www.youtube.com/watch?v=GlhUxc6eg64

 

Link zum Youtubevideo (King Arthur Starmania Casting): https://www.youtube.com/watch?v=0JTGsuMwTWE

 

Walter Klinger aus Oberösterreich –  Auch als „Elton John“ aus Linz bekannt.

 

Link zum Youtubevideo: https://www.youtube.com/watch?v=Mr7aA9x7Ew0

 

Link zu Live Radio aus OÖ: https://www.youtube.com/watch?v=xTZQsyX4mTg

 

Link zu Linz Wiki von Walter Klinger: https://www.linzwiki.at/wiki/Walter_Klinger/

 

Homepage von Walter Klinger: https://walter-klinger.at/

 

Walter Stöger aus Oberösterreich.

 

Link zum Youtubevideo: https://www.youtube.com/watch?v=Ju-TfPNC3aE

 

Link zum Youtubevideo: https://www.youtube.com/watch?v=PtkWpj681-E

 

Bericht in den OÖ Nachrichten (Walter Stöger: Die Gitarre ist eine tägliche Pflichtübung): https://www.nachrichten.at/oberoesterreich/Walter-Stoeger-Die-Gitarre-ist-eine-taegliche-Pflichtuebung;art4,2258941

 

Marion Kaindl aus Oberösterreich (Perg) – Es ist nicht alles Gold was glänzt.

 

Link zum Youtubevideo: https://www.youtube.com/watch?v=tYyIhfgULX4

 

Dino Banjanovic aus Wien – Supertalent 2013.

 

Link zum Youtubevideo: https://www.youtube.com/watch?v=Yot-zopE980&feature=youtu.be

 

Perfect – Ed Sheeran / Cover by Marion Kaindl and Dino Banjanovic

 

Link zum Youtubevideo: https://www.youtube.com/watch?v=ig7q_VyK_bo&feature=youtu.be

 

George Nussbaumer aus Vorarlberg – Amazing Grace“

 

Link zum Youtubevideo: https://www.youtube.com/watch?v=NccPQicCs2U

 

Ciara Moser aus Oberösterreich

 

Link zum Youtubevideo über Ciara Moser: https://www.youtube.com/watch?v=ZkawmkJYXrc

 

Link zu Youtubevideo Ciara Moser (James and Wes): https://www.youtube.com/watch?v=-3uJNqaORQ8

 

Jakob Bergmann aus Innsbruck  (Weltmeister auf der Steirischen-Diatonischen Harmonika).

 

Link zum Hexentanz auf der „Steirischen Harmonika von Jakob Bergmann“ https://www.youtube.com/watch?v=9QcQEC-wS18

 

Link zu Gablonzer Perlen auf der „Steirischen Harmonika von Jakob Bergmann“: https://www.youtube.com/watch?v=zJnVDpmJu9w

 

Link zur Homepage von Jakob Bergmann: http://www.jakobbergmann.com/

 

Sandra Seiwald aus Tirol – (Seiwald & Topf) Danke

 

Link zu Seiwald & Topf: https://www.youtube.com/watch?v=KPqHF0KxPXs

 

Link zu Seiwald & Topf: https://www.youtube.com/watch?v=XCV_pD-uwc4

 

Wolfgang Niegelhell aus der Steiermark ( Heiligenkreuz/Waasen in der Südsteiermark).

 

Link zum Youtubevideo: https://www.youtube.com/watch?v=OQfBYlssELg

 

Link zum Youtubevideo: https://www.youtube.com/watch?v=Zt6OcJjha4gt=25s

 

Link zur Homepage von Wolfgang Niegelhell: Wolfgang Niegelhell

 

Bettina Kiegler (Andyra) aus Wien

 

Link zu Das Lied des Fauns: https://www.youtube.com/watch?v=4_p_WBONdfo

 

Otto Lechner aus Wien – Accordion Tribe – Inte Quanta

 

Link zum Youtubevideo: https://www.youtube.com/watch?v=f_5LuNmpSeElist=PLJgSyhR8OUdRC4_mVh1EvvVZzu-MR-1r5

 

Link zur Homepage von Otto Lechner: http://www.ottolechner.at/ueberotto.html

 

Michael Hoffmann aus dem Burgenland

 

Link zum Youtubevideo: https://www.youtube.com/watch?v=3nvMiU8YAjk

 

Link zum Youtubevideo: https://www.youtube.com/watch?v=ainAywVQsrQ

 

Link zum Youtubevideo: https://www.youtube.com/watch?v=ZoU_IZAUM3Ilist=RDEM3wCmCAg0WaJaitproyx_Wwstart_radio=1

 

Link zur Biografie von Michael Hoffmann: http://www.michael-hoffmann.at/biografie.html

 

© Jänner 2025 by Gerhard Hojas

Gibt es Halterungen oder Vorrichtungen mit denen man Dokumente mit dem Smartphone oder Tablet scannen kann?

Es gibt solche Halterungen zum Einscannen von Dokumenten mit dem Smartphone oder dem Tablet. Diese Halterungen arbeiten immer unabhängig von den entsprechenden Scanapps. Hier kann man jede entsprechende App benützen.

 

Wie die Halterungen funktionieren kann ich nicht beschreiben weil ich persönlich noch keine benützt habe. Ich bin noch die alte Schule und arbeite mit Drucker und Flachbettscanner und der entsprechenden Software. Es gibt einen Podcast in der die Smartphonehalterung Scandi vorgestellt wird..

 

Solche

 

JOURIST ScanStand – scannen der Dokumente, Belege, Notizen und Visitenkarten bei Amazon.

 

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Preis: Aktuell 18,14 Euro, sonst 30,20 Euro. Stand 30.12.2024.

 

SCANLIO Pro | 2 x Faltbare Scanbox | Dokumente einfach und schnell mit dem

 

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Preis: 50,41 Euro, Stand 30.12.2024. (Hier kommen noch Portokosten dazu!)

 

Scandi – die Smartphone Halterung

 

Hilfsmittel für Blinde und Sehbehinderte der Werkstatt

 

Wir stellen Hilfsmittel für blinde und sehbehinderte Menschen her, die den Umgang mit dem Tablet und/oder Smartphone erleichtern.

 

https://www.nww-gruppe.de/de/arbeiten/produktion/hilfsmittel-fuer-blinde-sehbehinderte/?fbclid=IwY2xjawHegVBleHRuA2FlbQIxMAABHYcyuW2ob1dI-k0LzmrxWuk1JL6bBJ9KKF_ZaK-H3oYZXQ5wl1TPI5-sRA_aem_FN6MPfwuyI7Y8RBQU4z8TA

 

Preis: Etwa 90 Euro.

 

Podcast Vorstellung Scandi – die Smartphone Halterung

 

Link zum Podcast: https://offsight.podigee.io/34-sightcity-2019-scann-hilfe-fur-smartphones?fbclid=IwY2xjawHegfFleHRuA2FlbQIxMAABHVYAShQAbJnaX9Nrd2xbrgw_GhYAhm5frLgUgXZ1B-udI5EAsxtDRVuYzg_aem_2k__4jA4MVxmqAtLnfiMQw

Barrierefreies Reisen aus der Steiermark.

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Entdecke die Welt mit unseren Angeboten.

Willkommen bei Barrierefrei Reisen! Entdecken Sie die Welt ohne Hindernisse. Wir ermöglichen unvergessliche Abenteuer für Menschen mit unterschiedlichen Bedürfnissen. Erleben Sie barrierefreie Reisen in vollen Zügen!

 

FREIZEIT FREISEIN

 

Seit vielen Jahren ist die FREIZEIT FREISEIN Grenzenlos Barrierefrei Reisen OG Ihr Spezialist für den perfekt organisierten und auf Ihre Bedürfnisse abgestimmten Urlaub.

 

Die von uns angebotenen Reisen werden individuell auf Ihre Bedürfnisse angepasst.

 

Mit ausführlichen Unterlagen und dem durchdachten Angebot sind Sie unabhängig unterwegs und finden trotzdem überall Service und Unterstützung die Sie vor Ort benötigen.

 

Wir sind ein besonderes Unternehmen mit einem vielseitigen Angebot für Senioren oder körperlich bzw. geistig beeinträchtigten Menschen.

 

Besonders wichtig ist uns, dass Menschen mit und ohne Beeinträchtigung gemeinsam Urlaub machen können. Die ausgewählten barrierefreien Urlaubsziele bieten Aktivitäten, die für alle Teilnehmer zugänglich sind.

 

FREIZEIT FREISEIN hat sich zum einen die individuelle Betreuung für Menschen mit besonderen Bedürfnissen zur Aufgabe gemacht. Die Leistungen werden individuell auf unsere Klienten abgestimmt, um gezielt auf ihre persönlichen Wünsche und Bedürfnisse Rücksicht zu nehmen. So ermöglichen wir ein Höchstmaß an Selbständigkeit und Selbstbestimmung.

 

Zum anderen bietet die GRENZENLOS BARRIEREFREI REISEN OG Senioren und Menschen mit Beeinträchtigungen ein Reisebüro, das durch und durch auf das barrierefreie Reisen spezialisiert ist. Mit den individuell gestalteten Angeboten reisen Sie sicher und unbeschwert um die ganze Welt. Egal ob es ein Städtetrip in einer pulsierenden Metropole oder ein erholsamer Urlaub am Meer ist, ein Urlaub in den Bergen oder am See – wir haben das richtige Angebot für Sie!

 

Unser Angebot umfasst die Organisation von Urlauben in barrierefreien Hotels, Apartments, auf Campingplätzen und Ferienanlagen, …

 

Weiters kümmern wir uns um die benötigten Hilfsmittel vor Ort und um barrierefreie Ausflugsmöglichkeiten und Aktivitäten, die für alle zugänglich sind.

 

Das Kernstück des Angebotes sind professionell organisierte Reisen für Menschen mit körperlichen und/oder geistigen Beeinträchtigungen, auch Senioren kommen gerne bei Ihrer Urlaubsplanung auf uns zurück.

 

Das Service beginnt beim Angebot und beinhaltet alle Teile der geplanten Reise.

 

Das Ziel ist es, dem Gast die gesamte Organisationsarbeit abzunehmen und einen erholsamen und stressfreien Urlaub zu garantieren.

 

Gemeinsam mit unserem Team und den unzähligen Partnern im In- und Ausland sowie unseren Partner-Hotels und Unterkünfte, die sich auch im Bereich barrierefreies Reisen spezialisiert haben, erleben Sie nicht nur die schönsten Flecken in Österreich, sondern auch Reisen rund um den Globus stehen Ihnen mit uns offen.

 

Kontakt:

 

Grenzenlos Barrierefrei Reisen OG

Schützing 161,

8330 Riegersburg

Österreich

 

Telefon: +43-664-2454582

Mail: info@barrierefrei-reisen.at

 

 

Link zur Internetseite von Barrierefrei Reisen: https://www.barrierefrei-reisen.at/

 

Österreich – Wo können Blinde und Sehbehinderte noch Urlaub machen?

Anmerkungen:

 

Da jetzt auch das Ferienhaus „Ingrüne“ des Blinden- und Sehbehindertenverbandes Vorarlberg für 2025 (?) für Ferienaufenthalte nicht zu Verfügung steht, wird es für die Blinden und Sehbehinderten aus Österreich immer schwieriger und aufwendiger sich als Gruppe und auch als allein reisende Blinde Person entsprechende Unterkünfte zu finden. Natürlich kann ich als blinde Person mit einer Begleitung eigentlich überall mein Quartier beziehen. Aber wenn ich auf Fernseher mit Sprachausgabe oder für Blinde bedienbare Radios bestehe und das ich mich überall an Handläufen orientieren kann, schauen die Angebote schon mickriger aus.

 

So bleiben nicht mehr viele Möglichkeiten für die blinde Community gemeinsame Urlaube und Ferienaufenthalte in speziellen Häusern zu genießen. Man muss hier schon über die Grenzen nach Bayern oder Südtirol schauen.

 

Diese Mailaussendung enthält Infos über das Blindenzentrum St. Raphael in Bozen in Südtirol, über das AURA-Hotel Saulgrub in Bayern und zusätzliche Informationen für Urlaube und Freizeitaktivitäten für Menschen mit Behinderung

 

Ein danke an Veronika Kriener und Martin Marchsteiner für ihre Informationen!

 

Blindenzentrum St. Raphael Bozen:

 

Grundsätzliches zum Blindenzentrum St. Raphael Bozen:

 

Das Blindenzentrum ein Mehrgenerationenhaus mit integrierten Gästezimmern, welches so gebaut ist, dass sich ein blinder oder sehbehinderter Mensch selbstständig bewegen kann. Das Haus bietet ein Schwimmbad, einen Fitnessraum und einen großangelegten Park mit Orientierungshilfen und gemütlichen Sitzecken. Zusätzlich werden unterschiedliche Freizeitaktivitäten für die Hausgemeinschaft angeboten. An diesen Angeboten können sich auch die Gäste anschließen.

 

Fragen zum Aufenthalt im Blindenzentrum St. Raphael, Bozen:

 

Wird man am Bahnhof Bozen abgeholt?

 

Auf Anfrage können wir die Abholung übernehmen, wird berechnet. Ansonsten ist die Anreise mit dem Taxi eine bequeme Möglichkeit, der Taxistand ist direkt am Bahnhof. Für die Begleitung vom Zug bis zum Taxi oder unserem Abholdienst können wir den Bahnhofsdienst fragen. Wir können nämlich nur direkt mit dem Fahrer vor dem Bahnhof warten und auch das nur kurz, da vor dem Bahnhof seit längerem Baustelle ist.

 

Gibt es Busse für Ausflugsfahrten? Wenn ja, sind diese im

Preis inbegriffen oder sind die Fahrten extra zu zahlen?

 

Verleih Kleinbus für Gruppen pro Tag: 50€ und Fahrtspesen (1 Tag ist gratis), auf Vormerkung können 2 Kleinbusse bereitgestellt werden (9 Sitzer)

 

Werden Aufenthaltsprogramme zusammengestellt oder kann man das auch selber organisieren? Mit Ihrer Unterstützung.

 

Wir erstellen die Programme nur für die Projektwochen. Gästegruppen können die Programme selbst zusammenstellen, wir stehen Ihnen gerne für Infos oder Unterstützung zur Verfügung.

 

Ein Ausflugswunsch kann gerne angebracht werden. Das Ziel wird mit allen teilnehmenden Gästen abgestimmt.

 

Gibt es für Gruppen bestimmte An- oder Abreisetage? Kann man auch am Wochenende an- oder abreisen?

 

Für eine neue Gruppe ist das Wochenende kein idealer Anreisetag, die Rezeption ist am Wochenende nicht besetzt.

 

Gibt es für Blinde ohne Begleitung eine Begleitung bei diversen Ausflügen und was kostet diese?

 

Wir bevorzugen bei Gruppen, die eigne Begleitung mitzubringen. Wir organisieren in einigen Fällen Begleitung, allerdings sind das freiwillige und leider nicht immer zur Verfügung. In diesem Falle aber nur gegen Bezahlung. von 30,00 € bis 50,00 € pro Begleitperson pro Tag

 

Gibt es beim Essen ein Buffet? Wenn ja, gibt es dabei eine Unterstützung?

 

Es gibt nur Frühstücksbuffet, die Bedienung kann sie dabei etwas unterstützen, Mittag und Abendessen ist kleiner Tellerservice.

 

Mit welchen Zusatzkosten, neben den Aufenthaltspreisen, kann oder muss man rechnen?

 

Fahrtkosten, Begleitung, Eintritte und Ausflüge

 

Es werden nach Möglichkeiten zwei Ausflüge organisiert, wobei nur die Fahrtspesen extra verrechnet werden. Nur in Ausnahmefällen können zusätzliche Ausflüge nach Voranmeldung gegen Aufpreis organisiert werden.

 

Wie lange vorher muss man schon buchen? Z. B. für September 2025?

 

Für September 2025 sobald als möglich, wir sind schon ziemlich gebucht.

Kontaktdaten Blindenzentrum St. Raphael

 

Schießstandweg 36 –

39100 Bolzano

Autonome Provinz Bozen

Südtirol, Italien

 

Tel.: +39  0471-442392

 

Mail: info@blindenzentrum.bz.it

 

Internet: https://www.blindenzentrum.bz.it/ein-haus-voller-leben

 

 

 

 

Preisliste für das Jahr 2024 – Blindenzentrum St. Raphael Bozen:

 

Hinweis: Diese Preisliste kann für das Jahr 2025 leicht verändert werden.

 

Gästepreise 2024

 

Vollpension im Doppelzimmer      Euro 69,00

Vollpension im Einzelzimmer       Euro 79,00

Halbpension im Doppelzimmer    Euro  60,00

Halbpension im Einzelzimmer      Euro 70,00

Übernachtung mit Frühstück im DZ        Euro 49,00

Übernachtung mit Frühstück im EZ        Euro 59,00

 

Alle Preise verstehen sich pro Person und Tag.

 

Kinder unter 6 Jahren: kostenlos

 

Kinder von 6-12 Jahren: Reduzierung des Tagespreises um 50 Prozent

 

 

 

 

Projektwochen im Blindenzentrum St. Raphael Bozen 2025

 

Februar 2025

01.02. – 08.02.: I-Phone Schulung im Blindenzentrum

15.02. – 22.02.: Italienisch-Aufbaukurs für Anfänger*innen im Blindenzentrum

 

März 2025

15.03. – 22.03.: Projektwoche zum Thema Selbstsicherheit im Alltag mit Veronika Joas und Stefan Rehmann im Blindenzentrum

 

Mai 2025

10.05. – 17.05.: Frühlingswoche im Blindenzentrum

 

Juni 2025

07.06. – 14.06.: Aktivwoche in Zusammenarbeit mit Blindensportgruppe im Blindenzentrum

 

Oktober 2025

18.10. – 25.10.: Herbstfreizeitwoche für SüdtirolerInnen mittleren Alters im Blindenzentrum

 

November 2025

15.11. – 22.11.: Psychologische Themenwoche mit Veronika Joas und Stefan Rehmann im Blindenzentrum

 

 

 

 

 

AURA-HOTEL Saulgrub – Barrierefreier Urlaub für blinde und seheingeschränkte Gäste in Bayern

 

„Urlaub ohne Barrieren in den oberbayerischen Ammergauer Alpen“ – das ist der Auftrag des AURA-HOTELs in Saulgrub – 30 km  von Garmisch-Partenkirchen entfernt. Unser 3-Sterne-Komfort-Hotel ist besonders auf blinde und seheingeschränkte Gäste spezialisiert  und ist eine gemeinnützige Einrichtung des Bayerischen Blinden- und Sehbehindertenbunds.

 

Mein Name ist Sabine Leistle und ich bin für die Öffentlichkeitsarbeit im Haus zuständig.

 

Wir möchten gerne unser besonderes Hotel in den österreichischen Blindenverbänden und Hilfsorganisationen bekannt machen.

 

Immer mehr Urlaubseinrichtungen und Ferienhäuser für Betroffene schließen europaweit und so sind bis zum Ende des Jahres in Deutschland  nur noch 2 Häuser aktiv – unser AURA-HOTEL Saulgrub (68 Zimmer) und das AURA-HOTEL Timmendorfer Strand (34 Zimmer).

 

Das AURA-HOTEL Saulgrub liegt in einer der Topdestinationen in Oberbayern in verkehrsgünstiger Lage zu vielen Sehenswürdigkeiten  (z.B. die Schlösser Neuschwanstein und Linderhof des Märchenkönigs Ludwig II., der Olympiasportort Garmisch-Partenkirchen, die Benediktiner-Abtei Ettal, der Passionsspielort Oberammergau, Murnau im Blauen Land oder Bayerns höchstgelegene Stadt Füssen).

 

Unser Alleinstellungsmerkmal ist jedoch das individuelle Gästebegleitangebot. Unser Animationsteam führt die ganze Woche über ein attraktives  Ausflugsprogramm und zusätzlich, über das ganze Jahr, buntgemischte Themenwochen durch. Bei unserem umfangreichen Angebot in den Bereichen Sport (Wandern, Tandem, Skilanglauf, Tanzen, Selbstverteidigung), Kultur und interessanten Workshops, werden wir von einem Pool aus ca. 50 ehrenamtlichen Begleiter*innen unterstützt. Diese können auch individuell als Einzelbegleitung von den Gästen gebucht werden.

 

Außerdem sind wir aufgrund unserer Zimmerkapazitäten ein ideales Ziel für Gruppenreisen. Unser Team steht den Reiseveranstaltern gerne mit Rat und Tat zur Seite und unser angeschlossenes Seminarhaus bietet viel Platz für die unterschiedlichsten Workshops, Tagungen und Veranstaltungen.

 

Nähere Informationen finden Sie auf unserer Homepage

 

www.aura-hotel.de

 

 

Kontaktdaten  AURA-HOTEL Saulgrub GmbH

 

Alte Römerstraße 41-43

82442 Saulgrub

Deutschland

 

Tel.: +43 08845 / 99-124

Email: marketing@aura-hotel.de

 

Informationen Programm 2025 zum Download im Word- und PDF-Format:

 

Anmerkung: Im barrierefreien PDF-Format kann mit den Navigationstasten von Screenreadern sehr gut navigiert werden.

 

AURA-HOTEL Programm 2025 im Wordformat:

http://www.hojas.co.at/extern/Freizeit/AURA-HOTEL-2025.docx

 

AURA-Programm-2025_barrierefrei im PDF-Format:

http://www.hojas.co.at/extern/Freizeit/AURA-HOTEL-2025.pdf

 

 

 

 

Preisliste Aura 2025 – AURA-HOTEL Saulgrub

 

Unsere Preise sind von einer Mitgliedschaft in einem Blinden- und Sehbehindertenverband abhängig. Viele Landes- und Ortsverbände gewähren ihren Mitgliedern Erholungszuschüsse. Fragen Sie bei Ihrem Verein nach!

Alle Preise gelten ab dem 07. Januar 2025 pro Person und Nacht.

Folgende Buchungen sind möglich:

  • Übernachtung mit Frühstück
  • Halbpension: Übernachtung mit Frühstück und Abendessen
  • Vollpension: Übernachtung mit Frühstück, Mittag- und Abendessen

Zimmer:

Fast alle Zimmer sind auf die große Parkanlage hin ausgerichtet und größtenteils mit Balkon inklusive Bestuhlung und Sonnenschirm ausgestattet.

Kategorie Klassik

Zeitloses, helles Mobiliar mit abgerundeten Ecken und ohne scharfe Kanten, kontrastreiche Farben, ein Badezimmer mit Dusche/WC und Haartrockner, 32 Zoll SAT-TV mit Sprachausgabe und Großtastentelefon. Absperrbare Schublade. Transportabler Kühlschrank auf Anfrage und Verfügbarkeit.

Kategorie Komfort

Neue, renovierte Zimmer, modernes Ambiente, ausgestattet mit Kühlschrank, wischbaren Böden, neuen Bädern mit Kosmetikspiegel und Fön, breiteren Boxspringbetten, LED Beleuchtung, Safe oder Schließfach, 32 Zoll SAT-TV mit Sprachausgabe und Großtastentelefon.

Haustiere:

Haustiere gebührenpflichtig und nur auf Anfrage.

Blindenführhunde sind selbstverständlich herzlich willkommen und kostenfrei. Trotzdem bitten wir Sie, Ihren „tierischen Begleiter“ vorab bei der Reservierung anzumelden.

Preise für Mitglieder des Bayerischen Blinden- und Sehbehindertenbundes e. V. und einer Begleitperson*

Zimmer Übernachtung
mit FR/Nebensaison
(Jan.–April & Nov.)
Übernachtung
mit FR/Hauptsaison
(Mai–15.Okt. & Dez.)
Einzelzimmer 76,00 81,00
Doppelzimmer 71,00 76,00
Komfort Einzel 86,00 91,00
Komfort Doppel 81,00 86,00

 

Der Zuschlag für die Halbpension beträgt pro Person/Tag 22,00 €.

Der Zuschlag für die Vollpension beträgt pro Person/Tag 44,00 €.

 

Preise für Mitglieder eines anderen Blinden- und Sehbehindertenverbandes und einer Begleitperson*

Zimmer Übernachtung
mit FR/Nebensaison
(Jan.–April & Nov.)
Übernachtung
mit FR/Hauptsaison
(Mai–15.Okt. & Dez.)
Einzelzimmer 86,00 91,00
Doppelzimmer 81,00 86,00
Komfort Einzel 96,00 101,00
Komfort Doppel 91,00 96,00

Der Zuschlag für die Halbpension beträgt pro Person/Tag 25,00 €.

Der Zuschlag für die Vollpension beträgt pro Person/Tag 50,00 €.

Hotelpreise pro Person ohne Mitgliedschaft in einem Blinden- und Sehbehindertenverband

Zimmer Übernachtung
mit FR/Nebensaison
(Jan.–April & Nov.)
Übernachtung
mit FR/Hauptsaison
(Mai–15.Okt. & Dez.)
Einzelzimmer ab 87,00 ab 92,00
Doppelzimmer ab 82,00 ab 87,00
Komfort Einzel ab 97,00 ab 102,00
Komfort Doppel ab 92,00 ab 97,00

 

Der Zuschlag für die Halbpension beträgt pro Person/Tag 26,00 €.

Der Zuschlag für die Vollpension beträgt pro Person/Tag 52,00 €.

Kinderermäßigung:

Familien mit Kindern sind in unserem Haus herzlich willkommen.

0-5 Jahre = 100% / 6-11,9 Jahre = 50%

Kinder sind bei Unterbringung im Zimmer der Eltern bis zum 6. Geburtstag kostenfrei. Sie bezahlen ab dem sechsten Geburtstag bis zum 12. Lebensjahr den halben Hotelpreis.

 

 

 

 

 

 

Weitere Informationen zum Thema Urlaub und Freizeit für Blinde und Sehbehinderte.

 

Es gibt eigentlich schon in jeder Stadt Informationen über barrierefreie Urlaube für Menschen mit Behinderung. Ansprechpartner ist dort fast immer die Tourismusinformation. Und natürlich immer die einzelnen Beherbergungsbetriebe.

 

So gibt es zum Beispiel das Hotel Innsbruck, dass sich auf die Unterkunft für Schwerhörige und Gehörlose sowie Blinde und Sehbehinderte eingestellt hat.

 

Info auf der Homepage vom Hotel Innsbruck:

 

Dank genauer Qualitätskriterien fühlen sich Schwerhörige und Gehörlose sowie Sehbehinderte und Blinde im Hotel Innsbruck besonders wohl.

 

Wichtige Informationen werden visuell dargestellt und sind optisch wahrnehmbar. Für Fernsehgeräte im Zimmer wird auf Anfrage gerne ein portabler Schwerhörigen- und Gehörlosenkoffer inklusive Funkkopfhörern oder Induktionsanlage bereitgestellt. Selbst das Klingeln an der Tür ist durch Blinksignale eindeutig wahrnehmbar. Spezielle Blink- und Blitzsignale machen Sie außerdem auf einen etwaigen Alarm im Zimmer aufmerksam.

 

Trotz Sehbehinderung können Sie einen gelungen Urlaub in Tirol verbringen. Dafür wurden Karussell- oder Rotationstüren entfernt und Glastüren farblich gekennzeichnet. Dank durchgängiger Handläufe, hindernisfreier Wege und hörbarer Alarmsysteme ist für Ihre Sicherheit bestens gesorgt. Selbstverständlich ist Ihr Blindenführhund ebenfalls ein willkommener Gast.

 

Anmerkung: Hier geht es um dem Aufenthalt im Hotel. Für die Freizeitaktivitäten muss man selber sorgen.

 

Kontakt Hotel Das Innsbruck

 

Hotel Innsbruck GmbH & Co KG Familie Ischia

Innrain 3

6020 Innsbruck

Tel +43 512 598 68 93

Mail: office@hotelinnsbruck.com

https://www.hotelinnsbruck.com/

 

Gesammelte Informationen für Freizeitaktivitäten für Menschen mit Behinderung findet ihr unter:

 

https://hojas.co.at/blog/reisen-freizeit/

 

© November 2024 by G. Hojas

*   Diese Preise gelten pro Person und Nacht und sind von einer Mitgliedschaft in einem Blinden- und Sehbehindertenverband abhängig. Bitte geben Sie bei der Buchung Ihre Verbandszugehörigkeit an. Bei der Anreise ist die jeweilige Mitgliedskarte vorzulegen. Eine sehende Begleitperson pro Mitglied wird zu den subventionierten Preisen reserviert.

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