ME/CFS – Die unheimliche Krankheit.
Anmerkung:
Über die Krankheit ME/CFS gibt es einige sehr interessante Podcasts von verschiedenen Quellen. Ihr findet sie am Ende des Berichtes.
Diese Podcasts werden über die Appleplattform abgespielt. Wenn ihr die entsprechenden Suchbegriffe bei anderen Plattformen eingebt, werdet ihr diese Folgen auch dort finden!
Ich weise aber darauf hin, dass einige Folgen sehr in Details gehen und auch Selbstmord eine Rolle spielt.
Was ist ME/CFS?
ME/CFS ist eine schwere chronische Erkrankung, bei der Betroffene nach kleinster körperlicher oder geistiger Anstrengung extrem erschöpft sind und sich kaum erholen können. Das Hauptmerkmal ist die sogenannte Post-Exertional Malaise (PEM) – eine deutliche Verschlechterung der Symptome nach Belastung
ME/CFS Einfach erklärt:
ME/CFS steht für Myalgische Enzephalomyelitis / Chronisches Fatigue-Syndrom.
Es ist keine normale Müdigkeit, sondern eine neuroimmunologische Multisystemerkrankung, die den ganzen Körper betrifft
Hauptsymptom: Schon kleine Anstrengungen (z. B. Treppensteigen, konzentriertes Lesen) können zu starker Verschlechterung führen – Betroffene brauchen oft Tage oder Wochen, um sich davon zu erholen
Weitere Symptome sind Schlafstörungen, Schmerzen, Konzentrationsprobleme, Kreislaufprobleme und eine insgesamt stark eingeschränkte Belastbarkeit
Die Krankheit kann so schwer sein, dass viele nicht mehr arbeiten können und manche sogar bettlägerig sind
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Zahlen und Fakten:
Weltweit sind über 40 Millionen Menschen betroffen
In Deutschland schätzt man etwa 650.000 Erkrankte, darunter auch Kinder und Jugendliche
In Österreich sind Schätzungen zufolge zwischen 26.000 und 80.000 Menschen von ME/CFS betroffen. Neuere Berichte sprechen von mindestens 74.000 Erkrankten, von denen rund 15.000 so schwer betroffen sind, dass sie ihr Zuhause kaum verlassen können
Österreich hat rund 9 Millionen Einwohner. Das bedeutet, dass etwa 0,3–0,9 % der Bevölkerung von ME/CFS betroffen sein könnten. Damit liegt die Häufigkeit im internationalen Vergleich im üblichen Bereich (weltweit wird von 0,2–0,4 % ausgegangen).
Die WHO führt ME/CFS seit 1969 als neurologische Erkrankung unter dem ICD-Code G93.3
Wichtig zu wissen:
ME/CFS wird oft missverstanden, weil der Begriff „Fatigue“ nur nach Müdigkeit klingt. Tatsächlich handelt es sich um eine schwere Krankheit, die das Leben massiv einschränkt
Heilung gibt es bisher nicht, aber Symptome können gelindert werden, wenn Betroffene ihre Kräfte sehr sorgfältig einteilen.
Besonders problematisch:
Fehlende Versorgung. Es gibt bislang keine flächendeckenden spezialisierten Behandlungsstellen, weshalb Betroffene oft auf Selbsthilfegruppen angewiesen sind
Wichtig für Betroffene:
Viele Erkrankte erhalten keine korrekte Diagnose, was zu Unterversorgung führt.
Die Krankheit ist chronisch und bislang unheilbar, aber eine bessere Versorgung und Forschung sind dringend notwendig.
Durch die Nähe zu Long Covid hat ME/CFS in den letzten Jahren mehr Aufmerksamkeit bekommen, was auch die Zahlen transparenter macht.
Verschiedene Podcasts über ME/CFS:
Die Dunkelkammer – Der Investigativ-Podcast:
Podcast #260 Schafft Wissen. ME/CFS: Eine verdrängte Realität:
Podcast #110 Über Leben. Long Covid – Evas Leben ist zerstört:
Wiener Wissen: ME/CFS verstehen: Wenn der Körper nicht mehr kann:
Quarks Science Cops: Die Akte Long Covid 1: Warum findet keiner die Ursache?
Quarks Science Cops: Die Akte Long Covid 2: Welche Therapien wirklich helfen könnten:
PLOT HOUSE: #16 Lebendig begraben – (K)ein Leben mit ME/CFS:
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