Hier sind einige effektive Tipps, wie du deinen Körper zuhause sicher und angenehm abkühlst:
Das „Kühl-Tuch“ richtig anwenden:
Feucht statt gefroren: Lege ein Handtuch nicht komplett nass in die Kühltruhe, sonst wird es steinhart. Mache es leicht feucht, lege es für 10–15 Minuten ins Gefrierfach (oder in den Kühlschrank) und lege es dir dann auf den Nacken, die Handgelenke oder die Waden.
Verdunstungskälte nutzen:
Ein einfach feuchtes (nicht eiskaltes) Tuch auf der Haut in Kombination mit einem leichten Luftzug (z. B. vom Ventilator) kühlt durch die Verdunstung extrem effektiv down.
Puls- und Kühlpunkte gezielt nutzen:
Kühle deinen Körper an den Stellen ab, an denen die Adern dicht unter der Haut verlaufen:
Handgelenke: Halte deine Unterarme für 30–60 Sekunden unter kaltes fließendes Leitungswasser. Das kühlt das Blut ab, das durch den ganzen Körper fließt.
Nacken & Schläfen: Ein kühles Kühlpack (immer in ein dünnes Tuch gewickelt!) im Nacken oder auf den Schläfen wirkt Wunder.
Die gute alte Wärmeflasche:
Man kann auch eine Wärmeflasche mit kalten Wasser füllen und Eiswürfel dazugeben und damit den Körper kühlen.
Melissengeist:
Auch der Melissengeist hilft zur Abkühlung. Man reibt den Melissengeist auf die Schläfen oder Unterarme und durch die Verdunstung des Alkohols entsteht eine sehr angenehme Kühlung. Der Melissengeist hat einen sehr hohen Alkoholgehalt der rasch auf der Haut verdunstet..
Lauwarmes Fußbad:
Ein Gefäß mit kühlem bis lauwarmem Wasser für die Füße ist oft wirkungsvoller als eine eiskalte Dusche. Die Füße geben extrem viel Wärme ab. Wenn das Wasser zu kalt ist, schließen sich die Poren – lauwarmes Wasser sorgt dagegen für eine anhaltende Abkühlung.
Sprühflasche + Ventilator:
Fülle eine Sprühflasche mit kaltem Wasser und besprühe Gesicht, Arme und Beine mit einem feinen Sprühnebel. Wenn du dich dann vor einen Ventilator setzt, entsteht sofort eine spürbare Frische auf der Haut.
Anmerkung Gerhard Hojas: Vor einigen Jahren konnte man in Apotheken solche Sprühdosen kaufen. Sie waren mit Wasser gefüllt und kosteten etwa 10 Euro. Ein sehr gutes Geschäft.
Richtig trinken (nicht eiskalt!):
Auch wenn Eistee oder Eiswasser verlockend sind: Trinke lieber lauwarmen Tee (z. B. Pfefferminztee) oder Wasser auf Zimmertemperatur. Eiskalte Getränke muss der Magen erst unter Energieaufwand auf Körpertemperatur erwärmen – dadurch kommst du nur noch mehr ins Schwitzen.
Aufpassen bei Kühlakkus:
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Kühlakkus oder gefrorene Handtücher direkt auf die Haut zu legen ist mit Vorsicht zu genießen: Wenn etwas zu kalt ist, verengen sich die Blutgefäße blitzartig, der Körper schüttet Wärme aus, um dagegen anzufeuern, und dir wird danach noch heißer. Zudem drohen Kälteverbrennungen.
Anmerkung: Man sollte ein Tuch dazwischen legen. Dann wirkt diese Kühlung auch sehr gut.
Wohnung ohne Klimaanlage:
Um die Wohnung ohne Klimaanlage kühl zu halten, geht es vor allem um zwei Dinge: Hitze gar nicht erst reinlassen und vorhandene Wärme gezielt rausbefördern.
Hier sind effektive Tricks für eine kühle Wohnung:
- Richtig lüften: Das Timing entscheidet Aber das ist sicher schon bekannt:
Nur lüften, wenn es draußen kälter ist als drinnen: Das ist meistens spät abends, nachts und früh morgens. Sobald die Außentemperatur die Innentemperatur übersteigt, bleiben alle Fenster komplett geschlossen.
Durchzug schaffen:
Öffne gegenüberliegende Fenster gleichzeitig, um einen schnellen Luftaustausch zu erzwingen.
Ventilator am Fenster: Stelle nachts einen Ventilator kurz vor das offene Fenster, der nach außen zeigt. So bläst er die warme Raumluft aktiv nach draußen und zieht die kühle Nachtluft durch andere Fenster nach drinnen.
Der wichtigste Schutz: Aussperren der Sonne:
Außenbeschattung ist King: Rollos, Jalousien oder Läden an der Außenseite der Fenster blockieren bis zu 75 % der Hitze. Sind die Sonnenstrahlen erst einmal durch das Glas gedrungen, ist die Wärme im Raum gefangen.
Innen-Lösung (wenn außen nichts geht):
Schließe helle Vorhänge oder Plissees. Dunkle Stoffe heizen sich selbst auf und wirken wie kleine Heizkörper.
Lege Vorhänge so, dass die Fensterbänke keiner direkten Sonnenstrahlung ausgesetzt sind. Somit bleiben auch diese Wärmespeicher kühl.
Rettungsdecken:
Wenn du Dachfenster oder direkte Süd-Fenster hast, klebe eine günstige Rettungsdecke (aus dem Erste-Hilfe-Kasten) mit der silbernen Seite nach außen von außen ans Fenster. Das reflektiert die Sonnenstrahlen extrem effektiv.
Anmerkung: : Ich habe mir eine solche Folie bei der Apotheke im HBF Linz besorgt. Sie kostete 2,30 Euro. Man hät die Folie zum Ausmessen an die Scheibe und steckt die Grüße mit Büroklammern ab. Dann faltet man die Folie bei den Büroklammern und schneidet sie mit dem Messer zurecht. Ruhig 1 bis 2 cm mehr berechnen. Anschließend befeuchtet man die Scheibe auf der Außenseite und klebt die Folie mit der silbernen Seite nach außen somit an. Kann man mit der gleichen Folie öfter wiederholen.
Wärmequellen im Haushalt ausschalten:
Elektrische Geräte geben dauerhaft Wärme ab – oft mehr, als man denkt:
Standby meiden: Schalte Fernseher, PCs, Spielekonsolen und Musikanlagen komplett aus (Steckerleiste mit Schalter nutzen).
Küche kalt lassen: Vermeide an heißen Tagen den Backofen und den Herd. Mikrowelle oder kalte Gerichte sparen enorm viel Raumhitze.
Wäsche drinnen trocknen?
Besser nicht: Nassee Wäsche in der Wohnung erhöht die Luftfeuchtigkeit. Schwüle Luft fühlt sich deutlich heißer und drückender an als trockene Luft.
Teppiche rollen & Oberflächen nutzen:
Teppiche weg: Wenn du Parkett, Laminat oder Fliesen hast, rolle Teppiche für den Sommer ein. Blanke Böden nehmen nachts Kälte auf und geben sie tagsüber ab.
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Keine feuchten Tücher im Raum aufhängen: Der Mythos, feuchte Laken im Raum aufzuhängen, funktioniert nur bei sehr trockener Luft. Oft steigert es nur die Luftfeuchtigkeit und macht die Hitze unerträglicher.
© August 2026 by Gerhard Hojas, Linz / Ebelsberg