Nach dem Auspacken der Koffer setzte der eigentliche Reisenachklang ein: In der Ruhe daheim entfalteten die Begegnungen und Eindrücke der fünf Steiermark-Tage erst ihre volle Wirkung – bereichert durch all jenes Hintergrundwissen und die kleinen Randinformationen, die während der Reise keinen offiziellen Platz fanden, aber das Erlebnis im Hintergrund spürbar abrundeten.
Wie kommen eigentlich die historischen Gebäude in das Freilichtmuseum Stübing?
Das Verfahren zur Versetzung historischer Gebäude in das Österreichische Freilichtmuseum Stübing wird in der Fachsprache als Translozierung (von lateinisch trans = hinüber, locus = Ort) bezeichnet.
Da die Bauten in Stübing nicht bloß Schauobjekte sind, sondern die funktionale Kulturlandschaft ganz Österreichs abbilden sollen, folgt die Versetzung einem strengen wissenschaftlichen und handwerklichen Protokoll.
Die 6 Schritte des Translozierungsverfahrens.
- Entdeckung, Auswahl und Standortanalyse:
Ein Objekt wird ausgewählt, wenn es am Originalstandort durch Verfall, Abbruch oder Infrastrukturprojekte gefährdet ist und gleichzeitig einen typischen regionalen Baustil repräsentiert. Vor Ort wird geprüft, wie viel Originalsubstanz noch erhalten ist.
- Detaillierte Bestandsaufnahme und Dokumentation:
Grundlage für den Wiederaufbau:
Das Gebäude wird im Ist-Zustand exakt vermessen, fotografiert und zeichnerisch erfasst.
Kartierung: Grundrisse, Schnittzeichnungen und Gefügeanalysen werden erstellt.
Nummerierung: Jedes einzelne Bauteil – vom hölzernen Wandbalken über Dachsparren bis hin zu Türzargen – erhält eine Einkerbung, Plakette oder Farbmarkierung mit einem genauen Koordinatencode.
- Der behutsame Rückbau (Abtragung):
Demontage in Einzelteile:
Das Bauwerk wird in umgekehrter Reihenfolge seiner Entstehung auseinandergenommen:
Dachdeckung und Dachstuhl werden zuerst abgetragen, gefolgt von Wänden und Decken.
Massivbauteile aus Stein oder Ziegel sowie empfindliche Lehmputze oder Feuerstellen werden fotografiert und teils in Fragmenten oder als Belegmuster gesichert.
morsche oder zerstörte Teile werden dokumentiert, damit sie später materialgerecht ersetzt werden können.
- Transport und Zwischenlagerung:
Materialschonende Logistik:
Die nummerierten Holzbalken, Beschläge und Werkstoffe werden geordnet nach Stübing transportiert. Bei Bedarf werden die Hölzer getrocknet, gesäubert oder konservatorisch gegen Schädlingsbefall behandelt.
- Re-Organisation und Wiederaufbau in Stübing:
Verankerung im Museumstal:
Im Museumstal wird zunächst ein passendes Fundament vorbereitet, das den geografischen und topografischen Gegebenheiten des ursprünglichen Standorts entspricht.
Das Holzgerüst wird anhand des Nummerierungssystems wie ein riesiges Puzzle wieder zusammengesetzt.
Feuerstellen & Mauerwerk: Herde, Selchen, Rauchküchen und Kachelöfen werden nach den Dokumentationsplänen neu aufgemauert oder verputzt.
Materialtreue: Beschädigte Hölzer oder Dachschindeln werden ausschließlich mit traditionellen Handwerkstechniken und passenden regionalen Holzarten (z. B. Lärche, Fichte, Eiche) ergänzt.
- Einbettung und Kontextualisierung:
Ganzheitliches Ensemble:
Der Wiederaufbau endet nicht mit der Hülle des Gebäudes:
Innenausstattung: Räume werden mit originalgetreuem Hausrat, Möbeln und Werkzeugen der jeweiligen Epoche eingerichtet.
Umgebung: Zäune, Hausgärten mit regional typischen Kräutern und Feldfrüchten sowie Nutztierweiden werden um das Objekt herum angelegt, um das historische Ensemble vollkommen zu machen.
Ausnahmen und Sonderfälle:
Rekonstruktion / Nachbau: Lässt sich ein historisch bedeutendes Bauwerk am Originalstandort aufgrund des Denkmalschutzes oder starker Baufälligkeit nicht abtragen, wird in Stübing nach den historischen Plänen und Aufmaßen ein getreuer Nachbau errichtet.
Ganzteilversetzung: Sehr seltene, moderne Variante, bei der kleinere Bauten nicht zerlegt, sondern am Stück auf Tiefladern transportiert werden (in Freilichtmuseen bei Holzblockbauten gelegentlich genutzt, in Stübing überwiegend klassische Translozierung in Einzelteilen).
Die Geschichte der steirischen Harmonika. Wann und wo ist sie entstanden?
Die Entstehung erstreckt sich als schrittweiser Prozess in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts im Großraum Wien und Böhmen/Kärnten.
Der Wiener Orgel- und Klavierbauer Cyrill Demian meldete 1829 ein Patent für ein kleines Tasteninstrument namens Accordion an. Es war ein- oder zweireihig, wechseltönig (auf Zug und Druck erklingen unterschiedliche Töne) und spielte auf der Bassseite feste Akkorde.
Musikanten im Wiener Raum forderten tiefere, kräftigere Bässe, die mit dem Klang von Blasinstrumenten wie der Tuba oder dem Helikon mithalten konnten.
In dieser Phase entstanden die ersten Instrumente, die man als echte „Steirische“ bezeichnet. Sie zeichneten sich durch zwei wesentliche Neuerungen aus:
Helikonbässe: Durch besonders lange, breite Stimmzungen klingen die Bassnoten tief, knackig und blasinstrumentenähnlich.
Gleichton: Auf der zweiten (und späteren weiteren) Knopfreihe wird beim Ziehen und Drücken auf einer bestimmten Taste derselbe Ton wiedergegeben, was das Melodiespiel in verschiedenen Tonarten massiv erleichtert.
Es gibt nicht den einen einzelnen Erfinder, sondern vielmehr einige Pioniere, die den Typus der steirischen Harmonika geprägt und serienmäßig etabliert haben:
Josef Novak (Klagenfurt): Er gilt als der erste gewerbliche Hersteller des klassischen Typs in Österreich. Novak gründete 1874 seinen Betrieb in Klagenfurt. Seine Instrumente verfügten bereits über die typische Bauweise mit Helikonbässen und dem prägenden äußeren Holzgehäuse.
Franz Zechner & Peter Stachl (Graz): In der Steiermark selbst verfeinerten ab den 1890er-Jahren Grazer Instrumentenbauer wie Franz Zechner und Peter Stachl sen. die Mechanik, die Belegung der Bassknöpfe und die Stimmplatten.
Josef Hlaváček (Louny/Prag, Böhmen): Zur gleichen Zeit baute Hlaváček im böhmischen Teil der Monarchie diatonische Instrumente mit Helikonbässen, die dort als Heligonka bekannt wurden und baugleich mit den frühen steirischen Modellen waren.
Die spätere Evolution: Die Griffschrift
Lange Zeit wurde die Steirische ausschließlich nach Gehör überliefert. Erst 1975 verfeinerte der steirische Musiklehrer Max Rosenzopf ein Tabulatur-System, die sogenannte Griffschrift. Statt echter Tonhöhen zeigt die Griffschrift an, welcher Knopf auf Zug oder Druck gedrückt werden muss. Das ebnete den Weg für den enormen Lern- und Popularitätsboom, den das Instrument seit den 1980er-Jahren in der alpenländischen Volksmusik und der Neuen Volksmusik erlebt.
Max Rosenzopf – Ein steirischer Musikpionier:
Max Rosenzopf wurde am 24. September 1937 in Geistthal (Weststeiermark) geboren und verstarb am 30. Januar 2020 in Köflach.
Max Rosenzopf gilt als einer der wichtigsten Pioniere und Wegbereiter für das moderne Spiel und den systematischen Unterricht der Steirischen Harmonika. Seine wesentlichen Verdienste und Einflüsse sind:
Rosenzopf hat das Griffschriftsystem für die 3- und 4-reihige Steirische Harmonika entscheidend weiterentwickelt und normiert. Mit Veröffentlichung seiner wegweisenden Lehrbuchsreihe („Die steirische Harmonika – Eine Spielanleitung“, 1975) schuf er ein leicht verständliches Notationssystem, das es auch Musikalischen ohne Kenntnis traditioneller Notenschrift ermöglichte, das Instrument methodisch zu erlernen.
Er setzte sich maßgeblich dafür ein, dass die Steirische Harmonika (sowie das diatonische Hackbrett) als vollwertige Unterrichtsfächer in den reglementierten Lehrplan steirischer und österreichischer Musikschulen aufgenommen wurden. Ab 1954 unterrichtete er selbst an Musikschulen (u. a. in Ligist und Köflach).
Er war rund zehn Jahre lang als Aufnahmeleiter für Volksmusik beim ORF-Landesstudio Steiermark tätig.
Video über Franz Parz:
Dieses Video wurde im August 2011 aufgenommen. 2012 kam es zum Großbrand beim Harmonikabauer Franz Parz. In dieser Aufnahme spielt er die erste Fasslharmonika,die beim Brand vernichtet wurde.
Titel des Videos – Unterwegs: Bei der dieswöchigen Sendung schaut sich Gernot Zenz unter anderem bei einem Erzeuger steirischer Harmonikas um.
Quelle: Steiermark 1 TV GmbH & Co KG
https://www.youtube.com/watch?v=vh3lYEx2fW8
Video Harmonika Franz Schmid:
Wie baut man eigentlich eine steirische Harmonika?
https://www.youtube.com/watch?v=hB_welZzAbo
Ist eine steirische Harmonika wirklich so teuer?
Menschen schlucken beim Preis einer Steirischen Harmonika. „Ganz schön teuer“, denkt man sich schnell. Bis man einmal sieht, wie viel Aufwand wirklich hinter der Herstellung steckt.
Franz Schmidt erklärt im Video, wie aus einem Holzbrett eine fertige Harmonika entsteht – angefangen in der Tischlerei, über die Fertigung bis hin zum Stimmen und der Endkontrolle. Einblicke, die man sonst nur selten bekommt.
Von den ausgewählten Hölzern über den Korpus und den Balg bis hin zu den Stimmzungen: Jede Steirische Harmonika ist ein Unikat, das in aufwendiger Handarbeit entsteht. Wie viele Stunden das wirklich sind? Franz löst’s im Video auf.
Quelle: Quetschn Academy – Die Steirische Harmonika Schule
https://www.youtube.com/watch?v=TTyqd9Saebw
Die Teufelsgeige:
Die Teufelsgeige ist ein volkstümliches Lärm- und Rhythmusinstrument, das vor allem in der alpenländischen Volksmusik sowie bei Fastnachts- und Brauchtumsveranstaltungen eingesetzt wird. Sie besteht aus einem Holzstab mit Schellen, Becken und einer abgespannten Saite über einem Resonanzkörper (oft eine Blechdose oder ein Schweinsblasen-Trommelfell), gekrönt von einem geschnitzten Teufelskopf oder einer Maske. Der Spieler bringt das Instrument zum Tönen, indem er mit einem gezackten Holzstab über die Saite streicht oder schlägt und den Stab rhythmic auf den Boden stampft.
Der Schafflbass:
Der Schafflbass ist ein traditionelles Rhythmus- und Begleitinstrument aus der alpenländischen Volksmusik, dessen Resonanzkörper auf einem Schaffl (österreichisch/bairisch für einen hölzernen Waschtrog, Kübel oder ein kleines Holzfass (Butterschaffl) ) basiert.
Ein umgedrehtes hölzernes Schaffl dient als Resonanzkörper. Darauf wird vertikal ein Holzstab (Besenstiehl) befestigt, über den eine einzelne Schnur gespannt ist.
Die Schnur wird mit den Fingern gezupft. Das Instrument wird oft genutzt, um in kleineren Runden ohne echten Kontrabass ein tiefes, rhythmisches Fundament zu legen.
Woher kommt das Kracherl?
Das Kracherl ist ein traditionelles österreichisches Erfrischungsgetränk, das vor allem in Österreich und Bayern bekannt ist. Der Name „Kracherl“ stammt von der speziellen Konstruktion der frühen Limonadenflaschen. Diese Flaschen hatten einen Glaskugelverschluss, der durch den Druck der Kohlensäure nach oben in den Flaschenhals gedrückt wurde. Beim Öffnen der Flasche entstand ein typisches krachendes Geräusch
Das Kracherl war besonders in der Nachkriegszeit ein beliebtes Getränk und wurde oft als Himbeer- oder Zitronenlimonade mit viel Zucker und Kohlensäure angeboten.
Im Heimathaus Windischgarsten (Oberösterreich) befindet sich noch eine Kracherlflasche.
Das Heimatmuseum Windischgarsten (auch als Heimathaus bekannt) ist ein regionalgeschichtliches Museum, das Einblicke in die Kultur, Geschichte und Traditionen der Pyhrn-Priel-Region bietet.
Zum roten Kracherl passt auch ein typisches Getränk aus der Steiermark, das „Sauschneiderbier“.
Das Sauschneiderbier ist ein typisches Getränk aus der Weststeiermark, insbesondere aus der Region um Köflach. Es handelt sich um eine Mischung aus Bier und Himbeerlimonade. Der Name „Sauschneider“ bezieht sich auf einen alten landwirtschaftlichen Berufszweig, bei dem Sauschneider junge männliche Ferkel kastrierten. Diese Sauschneider erhielten oft ein gutes Essen und Trinken als Dank, und um eine Betrunkenheit zu vermeiden, wurde ihnen oft Himbeerlimonade mit Bier serviert
Heutzutage ist das Sauschneiderbier ein beliebtes Getränk und man bekommt es in jeder Buschenschank. Und auch in vielen Gaststätten in Graz. Der Radler ist im Grunde auch nichts anderes als ein Bier- Limonadengetränk. Der Diesel soll eine Bier/ Wien- oder Bier/Colamischung sein.
Unterschied zwischen einer Laugenbrezen und der Grazer Wagner-Breze:
Der Unterschied zwischen der Grazer Wagner-Breze und einer klassischen Laugenbreze liegt vor allem in der Herstellung, der Konsistenz und dem Geschmack:
Laugenbreze: Wird vor dem Backen kurz in ein Bad aus wässriger Natronlauge getaucht. Dadurch entsteht die typische, glänzende, dunkelbraune Kruste und der leicht seifig-herbe Laugen-Geschmack.
Wagner-Breze: Kommt völlig ohne Lauge aus. Sie geht historisch auf die Bauart von Fastenbrezen zurück. Der Teig wird in heißen Wasserbrühen blanchiert bzw. angebrüht, bevor er im Ofen gebacken wird.
Bestreuung und Kruste:
Laugenbreze: Wird meist schlicht mit grobem Siedesalz bestreut.
Wagner-Breze: Erhält direkt nach dem Backen ein traditionelles Bestreichen und wird in eine feine Mehl-Salz-Mischung (häufig unter Beigabe von Kümmel oder Roggenmehl) getaucht. Das verleiht ihr das charakteristische, mehlig-weiße Finish auf der hellen Kruste.
Textur und Bisstyp:
Laugenbreze: Hat typischerweise dünne, knusprige Ärmchen und einen dicken, weichen, fluffigen Bauch.
Wagner-Breze: Ist gleichmäßiger geformt und durchgehend trockener, mürber und extrem knusprig (kross). Sie zerfällt beim Hineinbeißen splitternd und hält sich dadurch – trocken gelagert – auch viel länger als eine frische Laugenbreze.
Tastmodelle für Blinde in Graz:
n Graz gibt es an mehreren markanten Punkten im öffentlichen Raum und vor Sehenswürdigkeiten taktile
Modelle bzw. Reliefs:
Grazer Uhrturm:
An der Nordseite des Uhrturms auf dem Schlossberg.
Oper Graz:
Im Außenbereich nahe dem Haupteingang der Grazer Oper.
Kunsthaus Graz:
Im Außenbereich nahe dem Nebeneingang (auf der Murseite).
Grazer Landhaus & Zeughaus:
Im Eingangsbereich des Innenhofs (Renaissancehof) des Landhauses.
Graz Museum Schlossberg:
Ein Modell steht direkt vor dem Eingang zum Museum; zudem befindet sich in der Kanonenhalle ein taktiles Relief der Aussicht auf die Stadt.
Grazer Murinsel:
Ein Tastmodell der Murinsel wurde 2004 aufgestellt. Dieses Modell wurde in der Vergangenheit gestohlen.
Der Grazer Schlossberg:
Nach einer bekannten steirischen Sage steht der Uhrturm auf dem Schlossberg, dessen Entstehung dem Teufel zugeschrieben wird.
Die Sage erzählt Folgendes:
Der Teufel machte den Bürgern von Graz einst das Angebot, ihren Hausberg, den Schöckl, noch viel höher zu machen, damit er weit ins Land hinein sichtbar wäre. Als Gegenleistung verlangte der Leibhaftige die Seele des ersten Menschen, der den höher gemachten Schöckl besteigt. Die Bürger willigten ein.
Daraufhin flog der Teufel weit fort nach Afrika, um einen gewaltigen Felsbrocken zu holen.
Als er mit dem riesigen Stein auf dem Rückweg über Graz flog, erblickte er unter sich eine feierliche Kirchenprozession. Da wurde dem Teufel schlagartig klar, dass Ostersonntag war – ein Tag, an dem er keine Macht über die Menschen hatte und somit keine Seele für sich gewinnen konnte.
Außer sich vor Wut schleuderte der Teufel den gigantischen Felsen auf die Stadt hinab.
Der gewaltige Brocken prallte auf den Boden und zerbrach in zwei Teile:
Der größere Teil bildete den Schlossberg, auf dem später der Grazer Uhrturm erbaut wurde.
Der kleinere Teil wurde zum Austein, auf dem heute der Grazer Kalvarienberg steht.
Dass der Grazer Uhrturm also heute so hoch über der Stadt thront und weit über Graz blickt, verdanken die Grazer nach der Sage diesem geprellten Teufel.
Wie erreicht man den Uhrturm?
Den Uhrturm auf dem Schlossberg kann man auf verschiedene Arten erreichen:
Zu Fuß über die Felsentreppe:
Vom Schlossbergplatz führen 260 Stufen im Zickzack direkt hinauf zum Uhrturm (oft wird fälschlicherweise die Gesamtzahl von 655 Stufen im gesamten Wegenetz genannt).
Zu Fuß über die Spazierwege:
Über sanfter ansteigende Fußwege und Serpentinen (z. B. den Weldenweg von der Karmeliterplatz-Seite oder die Wege vom Stadtpark aus).
Mit der Schlossbergbahn:
Eine historische Standseilbahn, die vom Kaiser-Franz-Josef-Kai hinauf auf den Berg fährt.
Mit dem Schlossberglift:
Ein gläserner Aufzug im Inneren des Berges, der direkt beim Schlossbergplatz startet und oberhalb in unmittelbarer Nähe des Uhrturms ankommt.
Wie steil ist die Bergbahn (Schlossbergbahn)?
Die Schlossbergbahn (Standseilbahn) hat eine maximale Steigung von 60 % (bzw. rund 61 %). Die Strecke überwindet auf einer Länge von 212 Metern einen Höhenunterschied von etwa 108 bis 110 Metern.
Wann fuhren Formel 1-Autos auf dem Schloßberg?
Anmerkung: Das hängt mit der Person von Dr. Helmut Marko zusammen. Er war von 2005 bis Ende 2025 als Motorsportberater für den Red Bull Konzern sowie für das Formel-1-Team Red Bull Racing tätig.
Er wurde in Graz geboren und ist dort bis heute zuhause. In Graz besitzt und betreibt er 4 Hotels (Schlossberg-hotel, Augartenhotel, Lendhotel, (Kai 36) .
Showrun im Juni 2019:
Im Rahmen des Formel-1-Wochenendes am Red Bull Ring (Spielberg) fuhr Max Verstappen im Juni 2019 mit einem Red Bull Racing F1-Boliden bei einem spektakulären Showrun die Wege auf den Grazer Schlossberg hinauf.
Weitere F1-Aktionen: Red Bull nutzte den Schlossberg bereits mehrfach für Promo-Aktionen (u. a. hängte das Team 2012 ein F1-Auto an die Trasse der Schlossbergbahn). 2021 gab es im Rahmen des „Showrun Graz“ weitere F1-Demos durch die Grazer Innenstadt.
Der Kapaunplatz
Der Kapaunplatz in Graz hat seinen Namen von einem Gasthaus, das sich dort befand. Das Gasthaus trug den Namen „Zum Kapaun“ und war im 18. Jahrhundert ein beliebter Treffpunkt. Der Name „Kapaun“ bezieht sich auf einen kastrierten Hahn, der als Delikatesse galt. Das Gasthaus und der Platz wurden nach dieser Spezialität benannt
Heute ist es verboten Hähne zu kastrieren um ein gutes Backhendl zu bekommen. Im steirischen Sulmtal (Sulmtaler Dirndln) kann man die Kapauner aber trotzdem noch auf der Speisekarte finden. Hier werden die Hähne mit Kräutern ruhig gestellt. Der Sinn dahinter war, dass die Hähne durch das kastrieren ruhig gestellt wurden und dadurch sehr viel Fleisch anlegten. Was bei Hähnen nicht funktionierte da diese beim Älterwerden immer aggressiver wurden und immer in Kampfbereitschaft waren und somit keine Zeit hatten Fleisch aufzubauen. Das Schicksal aller Halbstarken.
Erzherzog Johann von Österreich
Erzherzog Johann:
Erzherzog Johann von Österreich (1782–1859) war ein bedeutender Habsburger, der als moderner Reformer und Förderer der Steiermark in die Geschichte einging. Nach seiner militärischen Laufbahn in den Napoleonskriegen wandte er sich vom Wiener Hof ab und widmete sein Leben der wirtschaftlichen wie kulturellen Entwicklung des Landes. Er gründete prägende Institutionen wie das Landesmuseum Joanneum, die Montanuniversität Leoben und die Steiermärkische Sparkasse. Bekannt für seine Volksnahheit und die Liebe zur Natur, setzte er sich stark für Landwirtschaft, Bergbau und Eisenbahninfrastruktur wie die Südbahn ein. Seine bürgerliche Hochzeit mit der Ausseer Postmeisterstochter Anna Plochl galt für die damalige Zeit im Kaiserhaus als skandalös, untermauerte aber seine tiefe Verbundenheit mit der Bevölkerung. Im Reichenbach-Jahr 1848 wurde er kurzzeitig als Reichsverweser an die Spitze einer angestrebten deutschen Nationalregierung gewählt, ehe er als geliebter „steirischer Prinz“ seine letzten Jahre in Graz verbrachte.
So gibt es auch den berühmten Erzherzog-Johann-Jodler.
Welche Verbindung gibt es zwischen den aktuellen amerikanischen Präsidenten Donald Trump und Judendorf-Straßengel in der Steiermark?
Eigentlich eine sehr große!
Amalija Knavs (geborene Ulčnik), die Mutter von Melania Trump, wurde am 9. Juli 1945 in Judendorf-Straßengel geboren.
Ihre Geburt fällt kurz nach Ende des Zweiten Weltkriegs in das damals von den Alliierten besetzte Österreich. Kurze Zeit später zog die Familie nach Slowenien (damals Teil Jugoslawiens), wo Amalija Knavs aufwuchs, arbeitete und später Melania Trump (geb. Melanija Knavs) zur Welt brachte.
Melanija Knavs) zur Welt brachte.
Amalija Knavs verstarb am 9. Januar 2024 im Alter von 78 Jahren.
Die Familie stammte ursprünglich aus der Region Raka (in der Nähe von Krško/Sevnica im heutigen Slowenien, damals Teil des Königreichs Jugoslawien). Während des Zweiten Weltkriegs beziehungsweise der Besatzungszeit wurden viele Menschen aus diesem Gebiet vertrieben, umgesiedelt oder suchten vor den Kriegswirren und politischen Umbrüchen Zuflucht in Österreich.
Die Eltern von Amalija Knavs (Anton Ulčnik und Amalija Gliha) gelangten in der Endphase bzw. unmittelbar nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs nach Österreich. In diesem Kontext der Vertreibung und Umsiedlungen kam Amalija Ulčnik am 9. Juli 1945 in Judendorf-Straßengel zur Welt.
Die Familie blieb jedoch nicht dauerhaft in Österreich. Kurze Zeit nach Kriegsende kehrten die Eltern mit der kleinen Amalija in ihre Heimatregion im damaligen Jugoslawien zurück.
Dort wuchs Amalija auf, arbeitete später in einer Textilfabrik in Sevnica und brachte 1970 ihre Tochter Melanija (Melania Trump) zur Welt.
Die Geburt in Österreich war somit ein kurzes Kapitel in der Familiengeschichte, das durch die Umstände des Zweiten Weltkriegs und die damaligen Bevölkerungsverschiebungen in der Region bedingt war.
Weitere Infos zu Reisen und Freizeit:
Urlaub und Freizeit bei Schlechtwetter
3000 Spiele und Programmideen für drinnen und draußen
Du suchst Spiele für Deine Gruppenstunde in der Jungschar, Jungenschaft, Teeniekreis oder für das Ferienlager? Du veranstaltest eine Spielstrasse, ein Stationenspiel, ein Geländelauf? Du brauchst noch einen Quiz, Kriminalgeschichten oder Krimi-Rätsel, Gruselgeschichten, Spiele und Ideen für Deine Freizeit oder eine Party mit Deinen Freunden? Vielleicht findest Du hier die ein oder andere Idee.
Link zur Homepage der Spielesammlung: https://www.praxis-jugendarbeit.de/spiele-sammlung.html
Museen in Österreich
Der Museumsbund Österreich hat gemeinsam mit allen mit Museumsangelegenheiten befassten regionalen Einrichtungen in den Bundesländern die Museumsregistrierung entwickelt, um Museen, die der ICOM-Definition entsprechen und sich an diese gebunden sehen, von anderen kulturellen, museumsähnlichen Institutionen und Einrichtungen zu unterscheiden.
Link zu Museen in Österreich: http://www.museen-in-oesterreich.at/
Museumsatlas: Barrierefreie Museen finden.
19923 Museen in Deutschland, den Niederlanden, Dänemark, Österreich, der Schweiz, Frankreich, Luxemburg, dem Vereinigten Königreich, Belgien, Tschechien, Irland, Island, Spanien, Polen, Portugal und Liechtenstein – mit geprüften Angaben zu Rollstuhlzugang, Aufzug, barrierefreiem WC und Angeboten für blinde, sehbehinderte und gehörlose Menschen. Wähle aus, was
Link zur Internetseite Museumsatlas: https://museumsatlas.com/de/barrierefreie-museen/?fbclid=IwZnRzaAVBaFdleHRuA2FlbQIxMQBwZG9mBWZkaWQWUQjpX6Y1F4FD33QAQorBxC-A4N9BYHNydGMGYXBwX2lkCjY2Mjg1NjgzNzkAAR7IDGnjEn0zuCT4q4XwY1r3xXeA4RWVme38kqaNT3WuBNyO2udFJTyxoPUT8w_aem_O4k0Pf39Ji89NDHHXBoKJA
Kosten der App: Die App ist kostenlos.
Link zum Appstore für den Museumsatlas: https://apps.apple.com/us/app/museumsatlas/id6819005064
Apps zu Freizeit und Reisen:
Hearonymus
Mit der kostenlosen Hearonymus-App wird das Smartphone zum modernen Audioguide für Museen, Ausstellungen und Sehenswürdigkeiten. Mit der Suchmöglichkeit nach Ort, Kategorie und/oder Thema findet man schnell den richtigen Audioguide für jeden Anlass. Die „Suche in der Umgebung“ weist auf neue, bisher vielleicht nicht gekannte, Sehenswürdigkeiten hin.
Die gekauften und heruntergeladenen Guides werden auf dem Smartphone gespeichert. So ist der Audiogenuss auch in Museen oder an Orten ohne Internetverbindung sichergestellt.
Die Hearonymus-App ist die zentrale Plattform um Audioguides zu suchen, herunterzuladen, zu verwalten und anzuhören. Ganz einfache Bedienung.
Link zum Appstore: https://apps.apple.com/at/app/hearonymus/id543631084
Link zu Google Play: https://play.google.com/store/apps/details?id=at.codepool.hearonymus&hl=de_AT&gl=US
World Explorer
Eine tolle App um seine Umgebung zu erkundigen. Zeigt alle Orte in der Nähe an. Natürlich kann man auch Orte suchen.
Link zum Appstore: https://apps.apple.com/us/app/world-explorer-trot-the-globe/id1360188652
Passenger rights
Meine Rechte auf Reisen.
Link zum Appstore: https://apps.apple.com/us/app/passenger-rights/id535428814
Link zu Google Play: https://play.google.com/store/apps/details?id=eu.europa.publications.passengerrights&hl=de_AT&gl=US
Gesammelte Informationen über Freizeitaktivitäten, Reisen und Urlaube für Menschen mit Behinderung:
https://hojas.co.at/blog/reisen-freizeit/
© Oktober 2026 by Gerhard Hojas, Linz / Ebelsberg